11 Ebenen

In den vorangegangenen Kapiteln haben Sie gelesen, wie man Bildteile auswählt und für die weitere Bearbeitung isoliert. Sie haben gelernt, wie man die Auswahlen mit Hilfe von Alphakanälen und Pfaden verfeinert und speichert. In diesem Kapitel besprechen wir, wie Sie die ausgewählten Bildteile verschieben, in andere Bilder einsetzen und auf verschiedene Arten raffiniert mischen.

11.1 Einführung

Photoshops Ebenentechnik zählt zu den großen Stärken des Programms gegenüber der Konkurrenz, die Photoshops Methoden nie ganz vollständig kopiert. Mit bis zu 8000 Ebenen pro Datei geht das Programm äußerst flexibel um, beliebige Fotomontagen sind möglich.

11.1.1 Übersicht

Mit der Ebenentechnik können Sie

Wir besprechen alle Techniken - Grundlagen und Fortgeschrittenes - im Folgenden sehr detailliert. Sie können alle Beispiele mit den Dateien nachvollziehen, die Sie im »Praxis«-Verzeichnis auf der CD zu diesem Buch finden.

Dateiformate

Nur drei Dateiformate zeigen sich aufnahmefähig für Ebenen: das Photoshop-Format mit der Endung ».psd«, TIFF und PDF. Wenn Sie mit dem Befehl Datei: Speichern unter ein anderes Format vorwählen, etwa JPG, Pict oder BMP, verschmelzen sämtliche Montage-Ebenen zu einer starren »Hintergrund«-Ebene, die Komposition lässt sich nicht mehr umarrangieren. Das Dialogfeld Speichern unter zwingt Sie in dieser Situation dazu, die flachgelegte Montage Als Kopie zu speichern. Sie arbeiten dann weiterhin an der unveränderten Ebenenmontage.

Verwenden Sie TIFF mit LZW-Komprimierung, sparen Sie gegenüber dem Photoshop-Dateiformat eventuell 10 oder 20 Prozent Speicherplatz auf der Festplatte; die mit TIFF angebotene JPEG-Komprimierung ist bei Bildern mit Ebenen wirkungslos. Da die meisten anderen Programme TIFFs mit Ebenen nicht entziffern können, verwendet man oft das traditionelle »Photoshop«-Dateiformat mit der Endung ».psd«.

Solche Photoshop-Dateien mit Montage-Ebenen lassen sich mit einigen anderen Programmen öffnen und schreiben - darunter Corel PhotoPaint, Live Picture, Paint Shop Pro, PhotoLine 32 oder PhotoImpact. Allerdings werden nie alle möglichen Features einer Photoshop-Montage unterstützt. Speziell Ebeneneffekte, Textebenen, Beschnittgruppen und Einstellungsebenen sind nur teilweise oder gar nicht anerkannt. Manche Programme öffnen schlichte Ebenenmontagen aus Photoshop 6.0 selbst dann nicht, wenn diese keine unmöglichen Dinge enthalten. Das gleiche Bild, gespeichert in älteren Photoshop-Versionen, wird leichter geöffnet.

Anzeige der Größenverhältnisse

Bei Montagen richtet sich Photoshop allein nach der Pixelzahl und nicht nach eingespeicherten Zentimetergrößen - dpi-Zahlen spielen hier keine Rolle. Um beurteilen zu können, in welchen Größenverhältnissen sich zwei Bilder kombinieren lassen, stellen Sie diese in derselben Zoomstufe nebeneinander, zum Beispiel im Maßstab 100 Prozent (Strg+Alt+0, am Mac Befehlstaste+Alt+0). Sie können einzelne Elemente vor oder nach der Montage zum Beispiel mit der Transformieren-Funktion vergrößern oder verkleinern (alle Details in diesem Kapitel).

Übernahme der Werte aus der Zieldatei

Nach der Montage gelten in der Zieldatei die Werte dieser Datei. Die Auflösung der Zieldatei bleibt erhalten, auch wenn Sie etwas aus einem Bild mit einer anderen gespeicherten Druckauflösung einfügen. Auch der Farbmodus der Zieldatei bleibt erhalten. Fügen Sie ein RGB-Objekt in ein Graustufenbild ein, wird es dort nur in Graustufen erscheinen. Um es farbig montieren zu können, bringen Sie das Graustufenbild zunächst in einen Echtfarbmodus (zum Beispiel Bild: Modus: RGB-Farbe) (siehe Abbildung 11.1).

Abbildung 11.1:  In Montagen liegen verschiedene Bild elemente als so genannte »Ebenen« übereinander; diese Ebenen können Sie bewegen oder auf verschiedene Arten mischen, ohne dass überlappende Bereiche beschädigt werden. Die Ebenenpalette (rechts) zeigt die einzelnen Montage-Elemente und ermöglicht es, eine Ebene zur Bearbeitung zu aktivieren. In diesem Beispiel verwenden wir auch Ebeneneffekte und eine Einstellungsebene. Datei: Montage

Dateigröße

Durch die Ebenentechnik kann die Dateigröße erheblich anschwellen - auf Platte und im Arbeitsspeicher. Noch weiter steigt der Festplattenbedarf, wenn Sie in den Voreinstellungen (Strg+K) die Option Rückwärtskompatibilität im Photoshop-Format maximieren verwenden (Seite 223). Stellen Sie die Systembeanspruchungsanzeige unten in der Info-Leiste (am Mac im unteren Bildrahmen) auf Datei-Grössen; der einschlägige Fenster-Befehl blendet diese Leiste ein. Dann meldet Photoshop im Zahlenpaar rechts den Speicherwert, den er für die aktuelle Datei mit allen Ebenen braucht. Der niedrigere Wert links in Abbildung 11.2 verrät, wie groß die gleiche Datei wäre, wenn man alle Ebenen verschmilzt (vergleiche Seite 110).

Abbildung 11.2:  Diese Anzeige der »Datei-Größe« gilt für die Datei »TV_2« aus dem »Praxis«-Verzeichnis der CD zu diesem Buch. Die Datei beansprucht mit allen Einzelebenen - auch über die sichtbaren Bild grenzen hinaus - 10,2 Mbyte Arbeitsspeicher. Der innerhalb der gespeicherten Bild ränder sichtbare Bereich, auf eine Ebene reduziert, beansprucht nur noch 939 Kbyte Arbeitsspeicher.

Verbesserungsmöglichkeiten

So leistungsstark Photoshops Ebenentechnik ist, es gibt Verbesserungsmöglichkeiten.

Unterschiede zwischen Photoshop und ImageReady

Photoshop und ImageReady setzen jeweils eigene Schwerpunkte bei der Ebenentechnik. Sie können jedoch Dateien bedenkenlos in jeweils anderen Programm verwenden und dort im Photoshop-Format speichern - die Features lassen sich allemal betrachten und wieder speichern, aber eben teilweise nicht bearbeiten. Nur Photoshop bietet Einstellungsebenen und Füllebenen, außerdem zeigt sich das Programm vielseitiger im Umgang mit Ebenen-Beschneidungspfaden. Ausschließlich bei Photoshop finden Sie zudem die Möglichkeit, einzelne Helligkeitsbereiche auszublenden, etwa alle hellen Partien der oberen Ebene unsichtbar zu machen.

Nur bei ImageReady lassen sich Ebenen in Rollover-Sequenzen und Animationen umsetzen. ImageReady kennt zudem keine »Hintergrund«-Ebenen, sondern nur normale Ebenen wie etwa »Ebene 1«. Das gilt auch, wenn Sie ein übliches JPG-Bild öffnen, das in Photoshop stets als »Hintergrund«-Ebene erscheint. ImageReady bietet überdies Ebenenoptionen und Ebenenstile anders an. Da Photoshop für allgemeine Montagen mehr zu bieten hat, konzentrieren wir uns im Folgenden auf dieses Programm. Wann immer es jedoch etwas Besonderes zu ImageReady anzumerken gibt, gehen wir darauf ein.

11.2 Bildteile einsetzen

Jeden Bildteil, den Sie ausgewählt haben, können Sie sofort bewegen. Dabei unterscheiden wir zwischen Bildteilen, die Sie innerhalb derselben Datei bewegen, und solchen Objekten, die Sie in eine andere Datei bugsieren.

Abbildung 11.3:  Links: Wir haben den Bild teil ausgewählt und wollen ihn innerhalb desselben Bild es verschieben.  Rechts: Zum Verschieben verwenden wir hier ein Auswahlwerkzeug (mit dem Modus »Neue Auswahl«). Doch das hilft nicht weiter: Mit dem Auswahlwerkzeug bewegen Sie nur die Auswahlmarkierung ohne Inhalt. Datei: Pelikan

11.2.1 Einen ausgewählten Bildteil im selben Bild verschieben

So verschieben Sie einen markierten Bildteil innerhalb eines Bildes:

1. Markieren Sie eine Bildauswahl mit einem Auswahlwerkzeug wie Lasso  , Zauberstab  oder Rechteck.
2. Versuchen Sie nicht, den Bildteil mit einem Auswahlwerkzeug zu verschieben; damit bewegen Sie nur die Auswahlmarkierung selbst (sofern Sie in den Optionen zum Auswahlwerkzeug den Modus Neue Auswahl verwenden, vergleiche Seite 588). Wechseln Sie zum Verschieben-Werkzeug  mit der Kurztaste V (für Move) oder indem Sie vorübergehend die Strg-Taste drücken.
3. Klicken Sie in die Auswahl und halten Sie die Maustaste gedrückt.
4. Mit gedrückter Maustaste führen Sie den markierten Bildteil an die gewünschte Stelle im selben Bild. Zurück bleibt ein Loch in der Hintergrundfarbe, zum Beispiel Weiß. (Kein weißes Loch bleibt zurück, wenn Sie mit gedrückter Alt-Taste verschieben; Sie bewegen dann eine Kopie des gewählten Ausschnitts. Drücken Sie die Umschalt-Taste, um die Auswahl in 45-Grad-Winkeln zu bewegen.)
5. Sobald Sie die Auswahl aufheben - entweder durch den Menübefehl, durch die Kurztaste Strg+D (für Deselect), im Modus Neue Auswahl auch durch einen Klick ins Bild außerhalb der Auswahl -, ist der verschobene Bildteil verankert. Die vormals schwebende Auswahl siedelt nun auf derselben Ebene mit dem Bild darunter, der überdeckte Abschnitt ist gelöscht. Alternativ können Sie den neuen Bildteil auf einer eigenen Ebene ansiedeln, indem Sie in der Ebenenpalette auf das Symbol Neue Ebene  klicken; wie üblich drücken Sie die Alt-Taste, wenn Sie das Dialogfeld zu diesem Vorgang sehen möchten.

Abbildung 11.4:  Links: Wieder wurde das Hauptmotiv ausgewählt. Mit der Taste V (für Move Tool) haben wir das Verschieben-Werkzeug eingeschaltet. Jetzt können Sie die ausgewählten Pixel verschieben. Dabei bleibt ein Loch in der aktuellen Hintergrundfarbe zurück, in diesem Fall Weiß. Die verschobenen Pixel siedelt Photoshop zunächst als »schwebende Auswahl« über dem Untergrund an.  Rechts: Unsere schwebende Auswahl erscheint nicht als separates Objekt in der Ebenenpalette; dennoch ist der Untergrund noch nicht endgültig gelöscht, Sie können den verschobenen Bild bereich unabhängig vom Untergrund bearbeiten.

Schwebende Auswahl (Einführung)

Wichtig ist hier das Konzept der »schwebenden Auswahl«. Eine »schwebende Auswahl« ist quasi eine Eintagsebene, eine Ebene mit beschränkter Haftung, die sich nicht dauerhaft unabhängig vom Untergrund speichern lässt. Mit »schwebenden Auswahlen« bekommen Sie in folgenden Situationen zu tun:

Das im Abschnitt zuvor verschobene Element »schwebt« zunächst über dem neuen Untergrund. Sie verschieben die bewegte Auswahl, Sie experimentieren mit Füllmethoden und passen das montierte Objekt in der Größe an, ohne dass das Bild ringsum beschädigt würde. Die Auswahl schwebt auf einer eigenen Ebene - noch. Die »schwebende Auswahl« erscheint nicht als separates Element in der Ebenenpalette.

Abbildung 11.5:  Links: Das Hauptmotiv wurde wieder ausgewählt und mit dem Verschieben-Werkzeug bewegt. Hier bewegen wir jedoch ein Duplikat des ausgewählten Bereichs; es entsteht kein Loch im Hintergrund. Dazu drücken wir zusätzlich zum Verschieben-Werkzeug die Alt-Taste.  Rechts: Auch in diesem Fall wird der verschobene Bild teil zunächst als schwebende Auswahl angelegt, die Ebenenpalette zeigt keine neue Ebene. Mit der Entf-Taste lässt sich die schwebende Auswahl bei Bedarf gänzlich entfernen.

Schwebende Auswahl verankern

Sie können die Auswahl jedoch nicht »schwebend« speichern. Auf verschiedene Arten bereiten Sie dem Schwebezustand ein Ende:

Abbildung 11.6:  Links: Hier wurde die schwebende Auswahl dauerhaft mit dem Untergrund verschmolzen. Dazu wählen Sie »Auswahl: Auswahl aufheben« oder Strg+D (für Deselect).  Rechts: Die Ebenenpalette zeigt weiterhin nur eine einzige Ebene. Die ursprünglichen Bild punkte des Hintergrunds wurden gelöscht.

Damit wird die schwebende Auswahl im Untergrund verankert. Die Markierungslinie verschwindet, die Auswahl ist fest integriert, der überdeckte Teil des Untergrunds gelöscht - und das passiert allzu leicht auch ungewollt. Wollen Sie das montierte Element wieder wegbewegen, kommt der alte Untergrund nicht mehr zum Vorschein, sondern nur Hintergrundfarbe.

Schwebende Auswahl auf neue Ebene legen

Sicherer ist es, wenn Sie die schwebende Auswahl auf einer neuen Ebene speichern. Sie können dann das Objekt jederzeit unabhängig verschieben, die darunter liegenden Bildpunkte bleiben auf separater Ebene voll erhalten. Sie speichern das Element sozusagen dauerhaft schwebend auf einer eigenen Folie, ohne dass Untergrund-Bildpunkte dadurch irgendwie beschädigt würden. Man sieht einige von ihnen zwar nicht, aber man kann sie wieder hervorholen.

So gelangt der bewegte Teil auf eine neue Ebene:

1. Wählen Sie bei vorhandener schwebender Auswahl den Befehl Ebene: Neu: Durch Kopieren (Strg+J); diesen Befehl erhalten Sie auch im Kontextmenü, wenn Sie die schwebende Auswahl bei aktiviertem Auswahlwerkzeug (nicht Verschieben-Werkzeug) mit rechts anklicken. Die neue Ebene erscheint zum Beispiel als »Ebene 1« in der Ebenenpalette. Allerdings: An der bisherigen Stelle der schwebenden Auswahl ist das verschobene Motiv auch in der Hintergrundebene zu sehen.
2. Ziehen Sie die schwebende Auswahl in ein neues Bild, das aber nicht im Modus Indizierte Farben oder Bitmap sein darf. Dort erscheint der Pixelbrocken automatisch als »Ebene 1« oder ähnlich.

Möglichkeiten bei schwebender Auswahl

Solange Sie die schwebende Auswahl noch nicht endgültig platzieren wollen, speichern Sie das Bild nicht - das verankert die Auswahl, die darunter liegenden Pixel sind fort. Sie können jedoch eine Kopie speichern unter (Strg+Alt+S) einem neuen Namen - so schreiben Sie die aktuell sichtbare Version samt verankerter schwebender Auswahl auf die Festplatte, das Bild auf dem Schirm bleibt jedoch flexibel. Sie dürfen jederzeit die Auswahl eines schwebenden Bildteils in einem Alphakanal speichern, indem Sie zum Beispiel auf das Symbol Auswahl als Kanal speichern  in der Kanälepalette klicken; die schwebende Auswahl wird dadurch nicht verankert. Solange die Auswahl schwebt, lässt sie sich per Entf-Taste aus dem Bild werfen. Eine schwebende Auswahl macht einiges mit:

Abbildung 11.7:  Links: Der Bild teil wurde ausgewählt und mit dem Befehl »Ebene: Neu: Ebene durch Kopie« (Strg+J) auf eine eigene Ebene gehoben.  Rechts: Die Ebenenpalette zeigt die neu entstandene »Ebene 1«; die ursprüngliche Ebene ist voll erhalten.

Alternative zur schwebenden Auswahl

Insgesamt ist die schwebende Auswahl ein riskantes Verfahren, zu leicht sind Pixel der darunter liegenden Ebenen überschrieben oder Sie löschen die Auswahl durch ein unbedachtes Drücken der Entf-Taste. Wollen Sie einen ausgewählten Bildteil innerhalb derselben Datei mehrfach einsetzen, bieten sich einige Alternativen an, bei denen sofort eine neue, dauerhaft unabhängig speicherbare »Ebene 1« oder ähnlich entsteht:

In beiden Fällen bleibt der Hintergrund völlig unverändert.

Abbildung 11.8:  Links: Mit dem Verschieben-Werkzeug ziehen wir die separate Ebene auf einen neuen Platz im Gesamtbild. Darunter kommen die unveränderten Untergrundpixel wieder zum Vorschein. Durch Löschen oder Verbergen der »Ebene 1« könnten Sie das ursprüngliche Bild wieder herstellen.  Rechts: Die Ebenenpalette zeigt den Inhalt der Ebene 1 relativ zu den Gesamtmaßen des Bild es. Das Motiv rückt also innerhalb der Ebenenminiatur nach unten.

11.2.2 Auswahlbereiche und Ebenen in ein anderes Bild einsetzen

Um einen markierten Bildteil oder eine Ebene in eine neue Bilddatei einzusetzen, bietet Photoshop verschiedene Wege:

Einsetzen per Zwischenablage: »Kopieren«

Mit den Bearbeiten-Befehlen Kopieren (Strg+C für Copy) oder Ausschneiden (Strg+X) bringen Sie den markierten Bildteil in die Zwischenablage. Dann aktivieren Sie das Zielbild, wo Sie das Objekt Einsetzen (Strg+V).

Photoshop legt den Neuzugang sofort als eigene, nummerierte Ebene an. Haben Sie im Zielbild eine Auswahl, erscheint das neu eingesetzte Element mittig über der Auswahl; sonst platziert Photoshop es zentral im Dateifenster.

»Auf eine Ebene reduziert kopieren«

Beim Kopieren erfasst Photoshop nur die aktive Ebene: Pixel, die Sie innerhalb der Fließmarkierung sehen, die aber auf Ebenen darunter liegen, werden nicht mit kopiert. Möchten Sie alle sichtbaren Ebenen kopieren, erledigt dies der Befehl Auf eine Ebene reduziert kopieren (Strg+Umschalt+C). Dabei kommt im Zielbild nur eine Ebene an - die Gesamtansicht des markierten Teils aus der Vorlage.

»Kopieren« bei »Text«-Ebenen und Formebenen

Sie können auch Teile einer speziellen »Text«-Ebene (siehe »Text«-Kapitel) kopieren. Im Zielbild erhalten Sie dann nur das Bruchstück - natürlich nicht mehr im »Text«-Modus. Auch wenn Sie den gesamten »Text« markieren und kopieren, erreicht er das Zielbild nurmehr als übliche Pixelfläche, die Sie nicht mehr umformatieren können. Formebenen lassen sich gar nicht per Auswählen und Zwischenablage übertragen. In beiden Fällen sollten Sie das Gesamtobjekt mit dem Verschieben-Werkzeug  in die Zieldatei hieven und dort weiterbearbeiten. Dabei bleibt das ursprüngliche Dokument unverändert zurück.

»Kopieren« und Ebeneneffekte

Wenn Sie eine Ebene mit Ebeneneffekt, also mit Schatten, Lichthof oder 3D-Kante markieren, kopieren und andernorts einfügen, erscheint im Zielbild nur die flache Ebene ohne Ebeneneffekt. Verwenden Sie dagegen den Befehl Auf eine Ebene reduziert kopieren, lässt sich die Ebene mit Ebeneneffekten übertragen. Allerdings rechnet Photoshop den Effekt dauerhaft auf die Ebene um, so dass Sie Schatten oder Kanten nicht mehr frei verändern können. Abhilfe: Ziehen Sie das Objekt mit dem Verschieben-Werkzeug  ans Ziel.

Kopieren belastet die Zwischenablage und damit den Arbeitsspeicher, Photoshop kann langsamer werden. Der Befehl Bearbeiten: Entleeren: Zwischenablage löscht den Pixelbrocken und gibt Arbeitsspeicher frei; alternativ markieren Sie ein paar Pixel oder Buchstaben und kopieren diese in die Zwischenablage. Zu empfehlen ist der Weg über die Zwischenablage nur, wenn Sie ein Objekt mehrfach einsetzen wollen - in ein Bild oder in mehrere Bilder.

Einsetzen per Ziehen und Ablegen

Meist verzichtet man auf das Kopieren und geht den einfachen und speicherschonenden Weg des Ziehens und Ablegens. Diese Alternativen haben Sie:

Im Zielbild erscheint die überlieferte Ebene mit dem vertrauten Ebenennamen. Wichtiger Vorteil: Dieser Weg belastet die Zwischenablage nicht. Die Quelldatei bleibt unverändert, der markierte und herübergezogene Bereich bleibt also am ursprünglichen Ort voll erhalten.

Ziehen Sie einen Zustand oder einen Schnappschuss aus der Protokollpalette in das Zielbild. Damit verwandelt sich das Zielbild in eine Kopie der Vorlage; die ursprünglichen Ebenen sind fort.

Einsetzen per Menübefehl

Das Menü der Ebenenpalette wie auch das Ebene-Menü bieten den Befehl Ebene duplizieren. Hier nennen Sie für die aktive Ebene als Ziel eine geöffnete Datei oder eine neue Datei. Der neuen Datei wie auch der duplizierten Ebene teilen Sie dabei gleich einen Namen zu.

Bildteile übertragen bei Indizierten Farben

Der Farbmodus Indizierte Farben (8-Bit-Farbe), wie er zum Beispiel für GIF-Dateien typisch ist, unterstützt keine Ebenentechnik. Das hat einige Konsequenzen:

11.2.3 Objekte außerhalb der Dokumentbegrenzung

Sie können Ebenen über den Bildrand hinausragen lassen; von diesen Ebenen sehen Sie nichts mehr, aber gelöscht werden die Außenposten auch nicht - sie lassen sich immer wieder mit dem Verschieben-Werkzeug  ins Bild hereinziehen. Auch wenn Sie per Freistellwerkzeug  Rand kappen und die Option Ausblenden nutzen (Seite 188), entsteht Bildfläche außerhalb der Dokumentbegrenzung. Sie können halb-versteckte Element sogar verzerren; dabei berücksichtigt Photoshop fürsorglich auch unsichtbare Teile.

Mehr Bildfläche anbauen

So sorgen Sie für eine größere Bildfläche, um Außenstände wieder sichtbar zu machen:

Ausgeblendete Bildteile endgültig löschen

Diese herausragenden Pixel kosten allerdings auch Speicher und sollten irgendwann endgültig entfernt werden. So entfernen Sie die außen liegenden Bildpunkte endgültig:

Sie erkennen es eventuell schon an der Systembeanspruchungsanzeige (Seite 110), dass die Dateigröße schrumpft, obwohl sich vom Augenschein her nichts ändert.

In unseren Tests wurden Formebenen generell nicht gelöscht und Pixelebenen innerhalb desjenigen Bildbereichs, den auch die Formebene benötigt, blieben außerhalb der Dokumentbegrenzung ebenfalls erhalten.

11.2.4 Bildteile einsetzen und arrangieren Schritt für Schritt

Die folgende Sequenz zeigt, wie Sie Bildteile in andere Dateien einsetzen und dort arrangieren. Einige Feinheiten - zum Beispiel Ränder säubern - werden weiter unten separat erklärt.

Abbildung 11.9:  Links: Markieren Sie zunächst den Bild teil, den Sie montieren möchten. Dann laden Sie die Datei, die diesen Bild teil aufnehmen soll (rechts). Zeigen Sie beide Dateien im selben Vergrößerungsmaßstab an, zum Beispiel 100 Prozent durch einen Doppelklick auf die Lupe in der Werkzeugleiste; so können Sie die Größenverhältnisse beurteilen. Dateien: Pelikan, Meer

Abbildung 11.10:  Links: Wir aktivieren das Verschieben-Werkzeug mit der Kurztaste V (für Move Tool); Sie können auch vorübergehend die Strg-Taste drücken. Ziehen Sie das Objekt über die Zieldatei und rücken Sie es zurecht.  Rechts: Das montierte Objekt erscheint in der Zieldatei als »Ebene 1«, während das darunter liegende Bild die »Hintergrund«-Ebene bildet. Sie können die Montage mit dauerhaft separat korrigierbaren Ebenen speichern, sofern Sie die Dateiformate Photoshop, TIFF oder PDF nutzen.

Abbildung 11.11:  Links: Nun bereiten Sie ein zweites Objekt vor, das in das Zielbild eingesetzt werden soll. Markieren Sie die Palmwedel bei niedriger »Toleranz« von etwa »20« mit dem Zauberstab (Kurztaste W).  Rechts: Vergrößern Sie den markierten Bereich mit gedrückter Umschalt-Taste oder mit dem Befehl »Auswahl: Auswahl erweitern«. Datei: Palme

Abbildung 11.12:  Links: Wechseln Sie wieder zum Verschieben-Werkzeug und ziehen Sie auch dieses Objekt über das Bild »Meer«, wo Sie es zurechtrücken. Der Zweig erscheint im Zielbild sofort als neue aktive Ebene über der zuletzt aktiven Ebene.  Rechts: In unserem Beispiel war zuletzt die »Ebene 1« mit dem Pelikan aktiv, so dass die Palmenzweige den Pelikan überdecken und in der Ebenenpalette als »Ebene 2« darüber siedeln. Hätten Sie vor dem Transfer die »Hintergrund«-Ebene aktiviert, würde die Pflanze zwar über dem Strand, aber hinter dem Vogel angezeigt.

Abbildung 11.13:  Links: Sie können die Anordnung der Ebenen leicht ändern und den Pelikan nach vorne holen.  Rechts: Klicken Sie in der Palette auf das Feld »Ebene 1« und ziehen Sie nach oben, bis es sich oberhalb der »Ebene 2« mit dem Palmwedel befindet. Dann lassen Sie los; damit siedelt Photoshop den Pelikan im Bild vor dem Palmwedel an. Alternativ verlagern Sie die Ebene mit dem Untermenü »Ebene: Anordnen«. Ergebnis: Meer_2

Abbildung 11.14:  Um den Pelikan auszublenden und die Person in der Hintergrundebene wieder zu zeigen, klicken Sie in der Ebenenpalette in die Augenleiste neben dem Pelikan. Damit ist diese Ebene verborgen, aber nicht gelöscht. Sie kann jederzeit wieder angezeigt werden. Mit dem Befehl »Datei: Speichern unter« und der Option »Als Kopie« speichern Sie bei Bedarf eine JPEG-Datei dieses Bild es ohne Pelikan und ohne sonstige separate Ebenen, ohne das aktive Bild zu verändern.

11.2.5 »In die Auswahl einfügen«

Sie können ein Objekt in die Zwischenablage kopieren und im Zielbild In die Auswahl einfügen (Strg+Umschalt+V). Im Zielbild lässt sich das Objekt nur innerhalb der Auswahlgrenzen bewegen - außerhalb der Grenzen wird es sich nicht zeigen. Damit setzen Sie Dinge in Rahmen.

Abbildung 11.15:  So nutzen Sie den Befehl »Bearbeiten: In die Auswahl einfügen«.  Links: Markieren Sie zunächst das Motiv, das Sie einsetzen wollen, und kopieren Sie es mit Strg+C in die Zwischenablage.  Mitte: Dann markieren Sie im Zielbild den Bereich, in den Sie das Objekt einsetzen wollen; wir wählen die Mattscheibe eines TV-Geräts mit dem Zauberstab aus.  Rechts: Sie setzen das kopierte Motiv mit dem Befehl »Bearbeiten: In die Auswahl einfügen« ein (Strg+Umschalt+V). Für unser Beispiel gilt: Weil der kopierte Bereich deutlich mehr Bild punkte hat als die Auswahl im Zielbild, erscheint zunächst nur ein Ausschnitt des kopierten Fotos. Dateien: TV, Mister

Abbildung 11.16:  Links: Photoshop legt für das kopierte Objekt eine neue Ebene an und deckt Bereiche, die außerhalb der Auswahl liegen, durch eine Ebenenmaske ab (vergleiche Seite 816). Mitte, rechts: Sie können das eingefügte Objekt bewegen, drehen oder verkleinern, zum Beispiel mit dem Befehl »Bearbeiten: Transformieren« (Strg+T). Es wird sich nur innerhalb des markierten Bereichs zeigen. Denn die außerhalb gelegenen Bild teile sind durch die Ebenenmaske abgedeckt; sie verändert oder bewegt sich in diesem Fall nicht mehr mit dem eingefügten Bild , da sie nicht verbunden ist. Ergebnisdatei: TV_2

Das neue Objekt erscheint als neue Ebene im Zielbild. Dazu legt Photoshop automatisch eine Ebenenmaske an, die den Bereich der neuen Ebene außerhalb der Auswahl unterdrückt. Das Prozedere:

1. Wählen Sie mit einem Auswahlwerkzeug wie Lasso  oder Zauberstab  im Ursprungsbild den gewünschten Bildbereich für den neuen Hintergrund aus.
2. Schreiben Sie das zu bewegende Objekt durch Kopieren (Strg+C) in die Zwischenablage.
3. Wählen Sie im Zielbild den Bereich, der gefüllt werden soll, aus.
4. Laden Sie das neue Objekt mit dem Bearbeiten-Befehl In die Auswahl einfügen (Strg+Umschalt+V). Jetzt erscheint das kopierte Objekt innerhalb der Auswahl. Photoshop legt eine eigene Ebene und eine Ebenenmaske an.
5. Mit gedrückter Maustaste schieben Sie den eingefügten Bildteil hin und her, bis er passt. Sie können den eingesetzten Ausschnitt auch noch vergrößern, verzerren oder überblenden (Bearbeiten: Transformieren oder Strg+T).

Nach dem Einfügen ist die Auswahl im Zielbild weg - Sie sollten eine gelungene Markierung also eventuell als Alphakanal oder als Pfad speichern. Freilich können Sie die Auswahlinformation auch aus der neu entstandenen Ebenenmaske ableiten: Klicken Sie die Miniatur der Ebenenmaske in der Ebenenpalette bei gedrückter Strg-Taste an.

Abbildung 11.17:  Beliebt ist das Einsetzen in die Auswahl, um einen blassen Himmel auszutauschen.  Links: Wir wählen den Himmel im Zielbild mit Zauberstab und gedrückter Umschalt-Taste aus.  Mitte: Mit dem Auswahlrechteck wählen wir ein Wolkenfoto grob aus und kopieren es mit Strg+C in die Zwischenablage.  Rechts: Wir aktivieren das Surfer-Bild und verwenden den Befehl »Bearbeiten: In die Auswahl einfügen«.  Dateien: Surfer, Wolken

Außerhalb der Auswahl einfügen

Klicken Sie den Befehl In die Auswahl einfügen mit gedrückter Alt-Taste an. Sie erhalten den umgekehrten Effekt: Sie fügen das Bild aus der Zwischenablage jetzt nur außerhalb der Auswahl ein.

Dasselbe Ergebnis erhalten Sie jedoch auch nachträglich, wenn Sie zunächst den Befehl In die Auswahl einsetzen verwendet haben: Aktivieren Sie die Ebenenmaske in der Ebenenpalette und verwandeln Sie diese mit dem Befehl Bild: Einstellen: Umkehren (Strg+I) in ihr Negativ.

11.2.6 Rand-Fehler korrigieren

Erst wenn ein montierter Bildteil über dem neuen Hintergrund schwebt, erkennt man oft genau, ob das Objekt sauber ausgeschnitten war. Stand das Element zum Beispiel auf Weiß, dann ist es in der neuen Umgebung vielleicht von einer unansehnlichen dünnen weißen Kante umgeben - Überreste des ursprünglichen Backgrounds, die besonders dann hartnäckig kleben, wenn Sie mit geglätteter Auswahlkante arbeiten. Mit dem Ebene-Untermenü Hintergrund lassen sich solche unschönen Ränder manchmal tilgen. Dieses Untermenü erreichen Sie nur unter diesen Bedingungen:

  • Sie bearbeiten eine Ebene über der »Hintergrund«-Ebene und haben keine Auswahl im Bild; oder
  • Sie haben eine schwebende Auswahl erzeugt - in diesem Fall stört allerdings die Fließmarkierung bei der Beurteilung; sie lässt sich mit Strg+H ausblenden.

Es ist jedoch meist einfacher, schon vorab die Auswahl sauber anzupassen und dazu Befehle wie Auswahl verändern: Verkleinern zu verwenden, bei Alphakanal-Technik oder Ebenenmaske heißt das Pendant Sonstige Filter: Dunkle Bereiche vergrößern (vergleiche Seite 615). Weitere Alternative: Sie schmiegen die Auswahl mit Pfadtechnik eng an; man entfernt im Zweifelsfall eher einen winzigen Randbereich des Hauptobjekts, bevor man Umgebungspixel mit aufnimmt.

»Schwarz entfernen« und »Weiß entfernen«

Schwarz entfernen und Weiß entfernen Sie vor allem, wenn Sie mit einer geglätteten Auswahl markiert haben und diesen Auswahlbereich in ein anderes Bild übertragen. Stand das Motiv ursprünglich vor Weiß, kann es in dem neuen Umfeld unschöne weiße Randspuren zeigen. Sie werden getilgt mit dem Befehl Weiß entfernen. Umgekehrt klicken Sie auf Schwarz entfernen, wenn das Objekt vor dunklem Hintergrund markiert wurde und vor neuer, heller Umgebung schwarze Kanten zeigt.

Wenden Sie Weiß entfernen getrost mehrfach an, wenn die erste Anwendung noch nicht genug Wirkung zeigt.

Abbildung 11.18:  Links: Dieser Spaten wurde vor weißem Hintergrund fotografiert, in Photoshop mit geglätteter Kante ausgewählt und vor eine graue Fläche montiert. Dabei zeigt sich, dass ein weißer Rand um das Objekt herum verbleibt.  Mitte: Etwas Abhilfe schafft der Befehl »Ebene: Hintergrund: Weiß entfernen«. Er entfernt die hellen Überreste.  Rechts: Erneute Anwendung dieses Befehls tilgt weitere Spuren.  Datei: Spaten

»Rand entfernen«

Der Befehl Rand entfernen ersetzt die Farbe aller Randpixel durch die Farbe der innen angrenzenden Bildpunkte, die keine Hintergrundfarbe enthalten; Sie geben einen Pixelradius vor. Das klingt schöner, als es ist: Leicht entstehen hier durch Wiederholungen erst recht unschöne Ränder - farblich nicht mehr so abweichend, aber dafür durch ihre streifige Gleichmäßigkeit genauso unangenehm. Dies gilt jedenfalls bei nicht völlig gleichmäßigen Rändern.

11.2.7 Vektorgrafiken einfügen

Auf verschiedene Arten setzen Sie Vektorgrafiken aus anderen Programmen wie CorelDraw oder FreeHand in Ihre Montage ein:

  • Der Befehl Datei: Platzieren setzt die Vektorgrafik als neue Montage-Ebene ein; die Grafik wird dabei gerastert.
  • Auch durch Ziehen und Ablegen oder durch Kopieren und Einfügen zwischen Programmen können Sie Vektormaterial zumindest in gerasterter Form übertragen, zwischen Illustrator und Photoshop auch als Vektoren.

Details finden Sie ab Seite 241.

11.2.8 Befehle im Überblick: Bildteile bewegen und einsetzen

Taste/Feld Zusatztasten Aktion Ergebnis
Strg+X     Bildteil in die Zwischenablage ausschneiden, im Quellbild entsteht ein Loch in der Hintergrundfarbe
Strg+C     Markierten Bereich in die Zwischen-ablage kopieren
Strg+C Umschalt   Markierten Bereich aus allen Ebenen auf Einzelebene reduziert in die Zwischenablage kopieren
Strg+V     Aus der Zwischenablage einfügen
Strg+V Umschalt   Aus der Zwischenablage in ausgewählten Bereich einfügen
Strg+V Umschalt+Alt   Aus der Zwischenablage außerhalb des gewählten Bereichs einfügen
Strg+J     Duplikat des markierten Bereichs als neue Ebene
V (für Move Tool)    
Fast jedes Werkzeug Strg   Vorübergehend
  ziehen Auswahlinhalt/Ebene bewegen
Alt ziehen Duplikat des ausgewählten Bildteils bewegen
Umschalt ziehen Auswahlbereich/Ebene in 45-Grad-Winkeln bewegen
Alt+Umschalt ziehen Duplikat des markierten Bildteils oder der Ebene in 45-Grad-Winkeln bewegen
aktiviert   Pfeil-Taste -drücken Ebene in 1-Pixel-Schritten bewegen
aktiviert Umschalt Pfeil-Taste -drücken Ebene in 10-Pixel-Schritten bewegen

11.3 Bildteile bewegen und anordnen

Ebenen lassen sich mit dem Verschieben-Werkzeug  (Kurztaste V) bewegen. Bei den meisten anderen Werkzeugen, etwa Mal- und Retuschewerkzeuge oder Auswahlwerkzeuge, gilt: Solange Sie die Strg-Taste drücken, wechseln Sie vorübergehend zum Verschieben-Werkzeug. Um eine Ebene mit dem Verschieben-Werkzeug nur in 45-Grad-Winkeln zu bewegen, drücken Sie wie immer die Umschalt-Taste. Doch das Bewegen einer Ebene oder schwebenden Auswahl durch Ziehen mit der Maus ist nicht sonderlich präzise. Es gibt verschiedene Wege, ein Objekt genauer zu platzieren.

Für alle Erläuterungen in diesem Abschnitt gilt natürlich: Die Ebenen dürfen nicht »fixiert« sein, etwa mit der Option Position fixieren  aus der Ebenenpalette (Details ab Seite 759).

Vorsicht: Befindet sich eine Auswahl im Bild, bewegt sie sich mit der Ebene mit - auch wenn sie eigentlich auf einer anderen Ebene angewendet werden sollte. Wenn nötig, sichern Sie die Auswahl vor dem Bewegen der Ebene als Alphakanal oder als Pfad.

11.3.1 Bewegen mit den Pfeil-Tasten

Schwebende Auswahlen und Ebenen lassen sich mit den Pfeil-Tasten fortbewegen - um einen Pixel je Tastendruck. Dazu muss das Verschieben-Werkzeug  aktiviert sein (Kurztaste V). Nehmen Sie die Umschalt-Taste dazu, um das Objekt in 10-Pixel-Etappen durchs Bild zu schubsen.

Wenn Sie bei gedrückter Alt-Taste die Richtungstasten verwenden, erhalten Sie mit jedem Tastendruck eine neue Kopie des Objekts, jedes Mal auf einer eigenen Ebene. Wollen Sie die vielen neuen Ebenen zu einer Ebene verschmelzen, nutzen Sie die Befehle Sichtbare auf eine Ebene reduzieren oder Verbundene auf eine Ebene reduzieren aus dem Ebene-Menü. Auch schwebende Auswahlen lassen sich auf diese Art vervielfältigen.

Abbildung 11.19:  Schalten Sie das Verschieben-Werkzeug ein und bewegen Sie eine Ebene mit den Pfeil-Tasten bei gedrückter Alt-Taste. Dabei entstehen vielfache Kopien der Ebene. In diesem Beispiel haben wir den Bild rand mit dem Befehl Filter: Störungsfilter: Störungen hinzufügen aufgeraut, um den Kanteneffekt zu betonen.

11.3.2 Bewegen per »Transformieren«

Sie können die Ebene auch durch Eintippen von Zahlen verschieben. Dazu verwenden Sie den Befehl Bearbeiten: Frei transformieren und achten auf die Optionen. Hier interessiert uns nur der Bereich links in der Optionenleiste mit den Angaben für die Position auf der X- und Y-Achse (alle weiteren Möglichkeiten dieser Optionenleiste besprechen wir ab Seite 764). Geben Sie in die X- und Y-Felder eine neue Position in »px«- oder »cm«-Einheiten an, weitere Maßeinheiten bietet das Kontextmenü über dem Eingabefeld.

ImageReady zeigt sich eingeschränkt: Das Programm verzichtet auf die Option »Relative Positionierung« und nimmt wie üblich nur Pixel-, aber keine Zentimetermaße an.

Vorbereitungen

Blenden Sie zur Übersicht das Lineal mit Strg+R (für Rulers) ein. Ob das Lineal nach Pixeln, Prozentwerten oder Zentimetern unterteilt sein soll, regeln Sie durch Doppelklick oder Rechtsklick auf die Lineale (am Mac Ctrl-Klick). Zeigen Sie eventuell zur Orientierung mit dem Untermenü Ansicht: Einblenden ein Raster an; den Abstand der Rasterlinien definieren Sie per Bearbeiten: Voreinstellungen: Hilfslinien & Raster (Seite 84).

Abbildung 11.20:  Mit der Optionenleiste zum Befehl »Bearbeiten: Frei transformieren« platzieren Sie Ebenen exakt im Bild . Hier sehen Sie die Ausgangssituation für die folgenden Bild beispiele: Als X- und Y-Position nennen wir jeweils 0, die Option »Relative Positionierung« schalten wir aus.

Referenzpunkt

Sobald Sie den Befehl Frei transformieren gewählt haben, erscheinen die Pixelbereiche der aktuellen Ebene in einem Begrenzungsrahmen. Besonders wichtig ist hier der Referenzpunkt , den Sie zunächst in der Mitte der Ebene sehen. Beim Positionieren nach Zahlenvorgabe orientiert sich Photoshop nämlich an diesem Referenzpunkt. Ein Beispiel: Sie haben die Option Relative Positionierung  ausgeschaltet und wollen das Objekt in die linke obere Ecke - mit einer Null im X- und Y-Feld. Tatsächlich platziert Photoshop den Referenzpunkt auf der Null-Position; dies bedeutet, dass der linke obere Bereich Ihrer Ebene aus dem Bild herausrutscht.

Darum können Sie den Referenzpunkt beliebig verschieben. Sobald der Mauszeiger in die Nähe des Referenzpunkts gelangt, erscheint neben dem Cursor ein kleiner Kreis. Ziehen Sie den Referenzpunkt an eine beliebige Stelle, auch außerhalb des Begrenzungsrahmens. Besonders häufig benötigt man den Referenzpunkt in den äußersten Bildecken - ziehen Sie ihn dort hin, er wird magnetisch andocken.

Sie können die Ebene auch bei sichtbarem Begrenzungsrahmen jederzeit mit den Pfeil-Tasten oder mit dem Verschieben-Werkzeug  bewegen. Photoshop meldet die neue Position sofort in den Feldern für X- und Y-Angabe.

Abbildung 11.21:  Links: Wir wollen die Figur exakt in die linke obere Ecke des Bild es setzen. Zunächst blenden wir mit Strg+R die Lineale ein. Wir wählen den Befehl »Bearbeiten: Frei transformieren« (Strg+R). Photoshop umgibt die aktuelle Ebene mit einem Begrenzungsrahmen und mit einem Referenzpunkt in der Mitte. Wir schalten in der Leiste die Option »Relative Positionierung« aus und tippen eine Null für X- und Y-Position ein. Rechts: Das Ebenenobjekt landet zu drei Vierteln außerhalb des Bild es. Warum? Im linken Bild sehen Sie den Referenzpunkt in der Mitte des Objekts. Dieser Punkt kennzeichnet die Bild stelle, die auf den in Optionen genannten Punkt versetzt wird. Weil unsere Nullpunkt-Positionierung also genau für den Mittelpunkt des Objekts gilt, rutschen einige äußere Bereiche des Objekts aus dem Bild (sie lassen sich bei Bedarf mitspeichern, vergleiche Seite 732). Datei: Eigene_Form

»Relative Positionierung«

Wenn Sie in der Leiste die Option Relative Positionierung  anklicken - der Schalter erscheint eingedrückt -, geht Photoshop von der aktuellen Position des Objekts aus. Tippen Sie zum Beispiel für die X-Achse einen Wert von plus 150 Pixel ein, für die Y-Achse den Wert 0, dann rutscht das Objekt 150 Pixel nach rechts - ganz unabhängig von Bildrändern oder Linealen. Verwenden Sie dagegen für X- und Y-Achse den Wert 0, bewegt sich das Objekt horizontal und vertikal um 0 Pixel, also gar nicht. Mit Minus-Werten bringen Sie das Objekt nach links beziehungsweise nach unten. Diesen Modus finden Sie nicht bei ImageReady.

Abbildung 11.22:  Links: Wieder haben wir den Befehl »Bearbeiten: Frei transformieren« gewählt. Dieses Mal verschieben wir den Referenzpunkt in die linke obere Ecke des Begrenzungsrahmens - am Eckpunkt dockt der Referenzpunkt magnetisch an. Wir schalten in der Leiste erneut die Option »Relative Positionierung« aus und nennen eine Null für X- und Y-Position.  Rechts: Diesmal landet die Figur wie gewünscht in der linken oberen Bild ecke, nichts wird abgeschnitten. Denn der Referenzpunkt innerhalb der Figur saß links außen, so dass bei einer Bewegung auf die Nullpunkte kein Bild bereich aus der Dokumentbegrenzung herausfällt.

Orientierung am Gesamtbild

Schalten Sie die Option Relative Positionierung  aus; die Schaltfläche in der Leiste erscheint also nicht eingedrückt. Nun orientiert sich Photoshop an den Nullpunkten der Lineale, zumeist also an der linken oberen Bildecke. Verwenden Sie zum Beispiel für die X- und für die Y-Achse den Wert 0, setzt Photoshop das Objekt mit seinem Referenzpunkt in die linke obere Ecke der aktuellen Nullpunkte. Verwenden Sie für die X-Achse den Wert 100, dann landet der Referenzpunkt der Ebene 100 Pixel unter der Oberkante der Datei (sofern dies die Null-Position des Lineals ist). Minus-Werte bringen das Objekt zwangsläufig zumindest teilweise aus dem sichtbaren Bereich heraus, es wird freilich nicht gelöscht.

Den Nullpunkt der Lineale können Sie verschieben; dazu klickt man in die linke obere Ecke des Dateifensters, wo sich horizontales und vertikales Lineal treffen, und zieht. Photoshop orientiert sich nun im nicht-relativen Modus nicht mehr an der linken oberen Bildecke, sondern am von Ihnen verschobenen, aktuellen Nullpunkt. (Um die Lineale wieder auf den Standard-Nullpunkt ganz links oben einzunorden, klicken Sie doppelt in den Dateifenster-Eckpunkt links oben.)

Bearbeitung beenden

So beenden Sie die Arbeit, wenn Sie per Transformieren eine Ebene bewegt haben:

  • Drücken Sie die Esc-Taste, um die Korrektur aufzuheben; alles bleibt beim Alten.
  • Bestätigen Sie die Verschiebung mit der Eingabe-Taste.

Wenn Sie die Ebene nur bewegen und keine anderen Transformieren-Funktion nutzen, verändern Sie die Bildpunkte nicht, es entsteht keinerlei Qualitätsverlust.

11.3.3 Bewegen per »Verschiebungseffekt«

Etwas umständlicher als das Transformieren wirkt der Befehl Filter: Sonstige Filter: Verschiebungseffekt. Text- und Formebenen werden gerastert. Sie können die Bewegung nur in Pixeln, nicht in Zentimeterwerten vorgeben. Der Verschiebungseffekt arbeitet nur im Modus »Relative Positionierung«. Die eingetippten Werte geben Abweichungen von der bisherigen Position des Objekts an und haben keinen Bezug zu den Gesamtmaßen des Bildes.

Je nachdem, ob Sie eine »Hintergrund«-Ebene oder eine frei schwebende Ebene verwenden, bietet Photoshop für den nach der Verschiebung freiwerdenden Bereich die Optionen Mit Hintergrundfarbe füllen beziehungsweise Auf transparent einstellen. Weitere Optionen dieses Befehls erklären wir ab Seite 914. Eine abgespeckte Variante des Befehls bietet ImageReady (Seite 310).

11.3.4 »Ebenenposition festlegen«

Nur ImageReady bietet den Befehl Ebene: Ebenenposition festlegen. Getrennt für Horizontal und Vertikal legen Sie hier den Pixelabstand zu einer bestimmten Position fest - als Positionen bietet ImageReady im Klappmenü Horizontal die aktuelle Position, die linke Kante, die rechte Kante sowie die Mitte; im Klappmenü Vertikal finden Sie entsprechend eine untere Kante und eine obere Kante.

Ein Beispiel: Soll sich ein Objekt exakt am rechten oberen Bildrand ansiedeln, verwenden Sie bei Horizontal die Vorgabe Rechte Kante, bei Vertikal die Vorgabe Untere Kante und tragen für beide Achsen 0 Pixel Abstand ein. Praktischer wirkt letztlich das Bewegen mit der Optionenleiste zum Transformieren-Befehl.

Abbildung 11.23:  Der ImageReady-Befehl »Ebenenposition festlegen« bewegt eine Ebene pixelgenau.

11.3.5 Bewegen mit Hilfslinien-Orientierung

Am leichtesten fällt präzises Produkt-Placement oft, wenn man Hilfslinien oder Raster über das Bild legt und per Untermenü Ansicht: Ausrichten an magnetisch macht. Dann bugsieren Sie das Objekt mit dem Verschieben-Werkzeug  durchs Bild - ab acht Pixel Bildschirmentfernung wirken die Linien ungemein anziehend. Ein Grundraster können Sie in seiner Gesamtheit verschieben, wenn Sie den Nullpunkt der Lineale ändern. Dazu klicken Sie in die linke obere Ecke des Lineals und ziehen.

11.3.6 Ebenen gleichmäßig anordnen

Photoshop kann Ebenen, die zuvor »verbunden« wurden, gleichmäßig über das Bild verteilen. Zum »Verbinden« aktivieren Sie eine der Ebenen und klicken neben den weiteren Ebenen in die Verbinden-Leiste unmittelbar neben der Ebenenminiatur (Details zum »Verbinden« ab Seite 747).

Abbildung 11.24:  Sie benötigen mehrere verbundene Ebenen, um Bild teile gleichmäßig auszurichten oder zu verteilen. Die Abbildungen zeigen die Ausgangsposition für die folgenden Beispiele. Die Brille ist aktiviert und mit allen weiteren Ebenen verbunden.  Datei: Dias

Übersicht

Diese Verfahren zur gleichmäßigen Anordnung finden Sie vor:

  • Der Befehl Ebene: Verbundene ausrichten platziert verbundene Ebenen und orientiert sich dabei am Inhalt der aktiven Ebene oder an einer Auswahlbegrenzung.
  • Befindet sich eine Auswahl im Bild, erhalten Sie den Befehl An Auswahl ausrichten; er orientiert sich beim Produkt-Placement an der Auswahlmarkierung.
  • Der Befehl Ebene: Verbundene verteilen platziert verbundene Ebenen in gleichmäßigen Abständen.

Die entsprechenden Funktionen finden Sie auch in der Optionenleiste zum Verschieben-Werkzeug  , sofern Ebenen verbunden wurden. Vergleichbare Funktionen werden auch für Slices, ImageMaps und Pfadkomponenten angeboten.

Abbildung 11.25:  Die Funktionen zum gleichmäßigen Anordnen von verbundenen Ebenen finden Sie in den Untermenüs »Ebene: Verbundene ausrichten« und »Ebene: Verbundene verteilen«. Photoshop bietet die Befehle außerdem in der Optionenleiste zum Verschieben-Werkzeug an. Voraussetzung ist in jedem Fall, dass zwei oder drei Ebenen verbunden wurden.

»Verbundene ausrichten«

Wenn Sie Verbundene ausrichten, orientieren sich die verbundenen Ebenen an einer Seite der aktivierten Ebene. Einige Beispiele:

  • Der Befehl Obere Kanten platziert die Oberkante aller verbundenen Ebenen an der Oberkante der aktivierten Ebene. (Dabei rutschen die verbundenen Objekte durchaus in Richtung des unteren Bildrandes, wenn das aktivierte Objekt sich auch eher unten befindet.)
  • Der Befehl Linke Kanten bringt die Linksaußen-Seite der verbundenen Ebenen auf eine Flucht mit der linken Kante der aktivierten Ebene.
  • Der Befehl Vertikale Mitten holt die verbundenen Ebenen vom oberen und unteren Bildrand auf eine Höhe mit der aktivierten Ebene, der Abstand zum linken und rechten Bildrand ändert sich nicht.
  • Der Befehl Horizontale Mitten holt die verbundenen Ebenen vom linken und rechten Bildrand auf eine Linie mit der aktivierten Ebene, der Abstand zum oberen und unteren Bildrand ändert sich nicht.

Sofern eine Auswahl im Bild existiert, heißt das Untermenü Ebene: An Auswahl ausrichten. Die Ebenen orientieren sich bei der Neu-Ausrichtung an den Auswahlkanten, nicht an der aktivierten Ebene.

Für die Untermenüs Verbundene ausrichten wie auch Verbundene verteilen gilt: Der Befehl Rechte Kanten erscheint korrekt in der Optionenleiste und in der Protokollpalette; in den Untermenüs heißt diese Funktion jedoch fälschlich Text rechts ausrichten; es gibt indes keinen speziellen Zusammenhang mit Textebenen.

»Obere Kanten« »Linke Kanten«

»Vertikale Mitten ausrichten« »Horizontale Mitten ausrichten«

Abbildung 11.26:  Die Befehle aus dem Untermenü »Ebene: Verbundene ausrichten« oder die entsprechenden Schaltflächen aus der Optionenleiste zum Verschieben-Werkzeug verteilen verbundene Ebenen neu. Die Ebenen orientieren sich an einer Kante oder Mittelachse der aktivierten Ebene. Hier ist die Brille aktiviert; also ordnen sich mit dem Befehl »Obere Kanten« die verbundenen Ebenen an der Oberkante der Brillen-Ebene an. Der Befehl »Horizontale Mitten ausrichten« holt die Ebenen vom linken und rechten Bild rand auf eine Mittelachse mit der aktivierten Ebene. Vorlage: Dias

»Verbundene verteilen«

Der Befehl Verbundene verteilen streut verbundene Ebenen in regelmäßigen Abständen über die Datei. Drei Ebenen müssen mindestens verbunden sein. Welche Ebene aktiviert ist, spielt keine Rolle. Einige Beispiele:

  • Obere Kanten verteilt verbundene Ebenen gleichmäßig ab dem obersten Pixel auf jeder Ebene.
  • Vertikale Mitte verteilt verbundene Ebenen gleichmäßig ab dem vertikal mittleren Pixel auf jeder Ebene.
  • Linke Kanten verteilt die verbundenen Ebenen gleichmäßig ab dem äußersten linken Pixel auf jeder Ebene.
  • Horizontale Mitten streut die verbundenen Ebenen gleichmäßig ab dem horizontal mittleren Pixel auf jeder Ebene über das Bild.

»Obere Kanten« »Linke Kanten«

»Horizontale Mitten« »Untere Kanten«

Abbildung 11.27:  Der Befehl »Verbundene verteilen« verteilt verbundene Ebenen in regelmäßigen Abständen über die Datei.

11.4 Ebenen organisieren

Die Befehle zur Kontrolle des Ebenengestrüpps verteilen sich über drei Programmzonen: Das Menü Ebene, das Menü der Ebenenpalette und die Symbole in der Ebenenpalette selbst. Manche Funktionen finden Sie doppelt. Außerdem ist die ImageReady-Ebenenpalette etwas anders aufgebaut.

Abbildung 11.28:  Oben: Mit der Ebenenpalette (F7) kontrollieren Sie Anordnung und Sichtbarkeit der einzelnen Ebenen.  Unten: Das Menü »Ebene« bietet teilweise dieselben Befehle wie das Menü zur Ebenenpalette.

11.4.1 Ebenenpalette

Kontrolliert werden Ebenen über die Ebenenpalette. Sie ist ähnlich aufgebaut wie Pfade- und Kanälepalette. Ihre Merkmale:

  • eine Namens- und Miniaturliste mit den Ebenen - die aktive ist hervorgehoben. Die Größe der Miniaturen kontrollieren Sie mit dem Befehl Paletten-Optionen; den Farbcode des Ebenenfeldes und den Namen ändern Sie mit den Ebeneneigenschaften.
  • Symbole zum Löschen, Neu-Erstellen und für weitere Funktionen.
  • Ein Palettenmenü, erreichbar per Dreieck  rechts oben in der Titelleiste, bietet die gleichen und weitere Funktionen nochmal schriftlich an.
  • Deckkraftregler und Modus-Einblendmenü im Ebenenkopf, welche die wichtigsten Einstellungen für die aktive Ebene zeigen.
  • Optionen zum »Fixieren« der Ebene, die bestimmte Ebeneneigenschaften gegen Bearbeitung schützen.

Per Doppelklick auf ein Objekt in der Ebenenpalette erhalten Sie das komplexe Dialogfeld Ebenenstil. Per Rechtsklick (am Mac Ctrl-Klick) erhalten Sie weitere Befehle; dieses so genannte Kontextmenü variiert, je nachdem, ob Sie die Bildminiatur, eine Maskenminiatur, eine Effekt- oder Textminiatur oder den Ebenennamen anklicken.

Beachten Sie, dass jede Ebenenminiatur stets das Gesamtbild darstellt; haben Sie also ein Objekt relativ klein montiert, erscheint es in der Miniatur nur winzig. Objektteile, die über den Bilddateirand hinausragen, werden von Photoshop nicht gelöscht; sie lassen sich aber in den Miniaturen nicht orten.

Abbildung 11.29:  Den Befehl zum Aufruf der »Ebeneneigenschaften« finden Sie im Kontextmenü über dem Ebenennamen oder im Palettenmenü. Hier geben Sie der Ebene einen anderen Namen oder wählen eine Farbkodierung für das Ebenenfeld in der Palette. Diese Farbe gilt nur für die Darstellung in der Palette, sie verändert nicht die Bild darstellung.

11.4.2 Ebenen verlagern

Welches Motiv in Ihrer Montage »ganz vorn« rangiert, also voll sichtbar ist, und welches »ganz hinten« durch andere Ebenen beliebig überdeckt wird, das bestimmen Sie leicht durch Verschieben der Felder in der Ebenenpalette nach oben oder unten. Jedes Mal, wenn beim Verschieben einer Ebene ein Strich zwischen zwei Ebenen erscheint, steigt die verschobene Ebene eins auf oder ab. Alternativ verwenden Sie das Untermenü Ebene: Anordnen: Hier können Sie die aktive Ebene Nach vorne bringen, also ganz nach oben hieven, oder auch Schrittweise vorwärts expedieren, um sie nur eine Ebene aufsteigen zu lassen; entsprechende Befehle führen auch abwärts. Eins rauf geht es auch mit Strg+Punkt-Taste, eins abwärts per Strg+Komma-Taste.

Ebenen, die Sie durch Einfügen oder Ziehen mit dem Verschieben-Werkzeug  neu ins Spiel bringen, siedelt Photoshop über der zuletzt aktiven Ebene an.

Abbildung 11.30:  Ebenen, die in der Palette oben liegen, erscheinen im Bild vorne. Durch Ziehen der Miniaturen, mit dem Untermenü »Ebene: Anordnen« oder durch Tastaturkürzel können Sie die Rangfolge leicht ändern. Datei: Blueten

11.4.3 Ebenen aktivieren

Bevor Sie eine Ebene bearbeiten, aktivieren Sie diese, so dass sie in der Palette farblich hervorgehoben wird. Sie können die meisten Funktionen nur auf eine einzelne Ebene anwenden. So aktivieren Sie die gewünschte Ebene:

  • In den Optionen zum Verschieben-Werkzeug  finden Sie das Angebot Ebene automatisch wählen. Wenn diese Option angeschaltet ist, brauchen Sie eine Ebene nur noch mit dem Verschieben-Werkzeug  anzuklicken, um sie für die weitere Bearbeitung zu aktivieren.

Andere Möglichkeiten zum Aktivieren:

  • Klicken Sie auf den Ebenennamen in der Ebenenpalette.
  • Klicken Sie mit rechter Maustaste (am Mac Ctrl-Taste) bei aktiviertem Verschieben-Werkzeug in das Bild. Photoshop präsentiert ein Kontextmenü, das die unter dem Zeiger liegenden Ebenen auflistet. (Wenn Sie ein anderes Werkzeug aktiviert haben, wechseln Sie zum Aktivieren vorübergehend mit der Strg-Taste zum Verschieben-Werkzeug.)
  • Noch eine Möglichkeit mit dem Verschieben-Werkzeug: Klicken Sie mit der rechten Maustaste bei gedrückter Alt-Taste in einen Bildteil; Photoshop aktiviert die oberste Ebene unter dem Zeiger.

Photoshop bearbeitet nur die eine aktive Ebene. Transformieren-Befehle verändern jedoch alle »verbundenen« Ebenen. Die aktive Ebene kann per Deckkraft ausgeblendet, mit dem Augensymbol vom Bildschirm verbannt, hinter einem anderen Objekt oder außerhalb der Dokumentgrenzen versteckt sein - und doch wird diese aktivierte Ebene bearbeitet und keine andere. Eine typische Quelle für großes Staunen: Sie haben »Ebene 1« aktiviert, aber mit dem Augensymbol  ausgeblendet; »Ebene 2« indes sieht man im Bildfenster, allerdings nicht aktiviert. Preisfrage: Was ändert sich, wenn Sie mit dem Verschieben-Werkzeug ziehen?

Abbildung 11.31:  Um eine Ebene unter dem Mauszeiger per Kontextmenü zu aktivieren, klicken Sie mit rechts bei aktiviertem Verschieben-Werkzeug ins Bild .

Darstellung der aktiven Ebene

Die aktive Ebene erscheint in der Palette markiert und mit einem Pinsel-Symbol; es signalisiert, dass diese Ebene bearbeitet werden kann. Im Bild selbst hebt Photoshop die aktive Ebene in keiner Weise hervor - erwarten Sie keine Fließmarkierung, Ankerpunkte oder Rechteckrahmen. Die aktive Ebene wird allerdings in der Titelleiste des Dateirahmens erwähnt; bei eingeschaltetem Verschieben-Werkzeug  können Sie zudem mittels Optionen einen Begrenzungsrahmen einblenden, der sich sofort für Transformieren-Funktionen eignet (vergleiche Seite 764).

11.4.4 Ebenen verbinden

Sie können mehrere Ebenen aneinander ketten - »verbinden« -, um sie gemeinsam durchs Bild zu schieben oder auch gemeinsam zu drehen oder zu verzerren. So verketten Sie zum Beispiel zwei Textebenen, die zusammengehören. Weitere Gründe für eine »Verbindung«:

  • Sie haben die Möglichkeit, die Effekte einer Ebene zu kopieren und auf verbundene Ebenen zu übertragen. »Verbinden« Sie zwei oder mehr Ebenen, um sie gleichmäßig anzuordnen (Seite 742), zu verschmelzen oder zu rastern.
  • Außerdem eignet sich das »Verbinden« zur Vorbereitung von Beschnittgruppen (Seite 810) und Ebenensätzen (siehe unten).
  • Zudem können Sie mit dem Ebene-Menü Alle verbundenen Ebenen fixieren, also gegen verschiedene Eingriffe schützen (Details zum »Fixieren« ab Seite 759).
  • Andere Befehle, etwa Scharfzeichnen oder Tonwertkorrektur, verändern jedoch weiterhin nur die in der Ebenenpalette hervorgehobene Einzelebene.

Handeln Sie wie folgt:

1. Aktivieren Sie die erste gewünschte Ebene in der Ebenenpalette.
2. Klicken Sie neben einer weiteren Ebene in die zweite Spalte von links - dort erscheint das Verbinden-Symbol  .

Klicken Sie die Verbindungssymbole in der Palette an, um der Liaison ein Ende zu bereiten.

11.4.5 Ebenensätze

Andere Möglichkeiten als beim »Verbinden« einer Ebene bieten sich, wenn Sie mehrere Ebenen durch einen so genannten »Ebenensatz« zusammenfassen:

  • In der Ebenenpalette klappen Sie alle Miniaturen eines Ebenensatzes mit dem Dreieck  en bloc weg, um mehr Übersicht zu schaffen.
  • Richten Sie für alle Ebenen eines Satzes ein gemeinsames Überblendverfahren und gemeinsame Deckkraft ein.
  • Sie können alle Ebenen eines Satzes »verbinden«, ohne dies erst für die Einzelebenen einzurichten. Dazu klicken Sie neben dem Ebenensatzsymbol in der Ebenenpalette in das zweite Feld von links, so dass das Verbindungssymbol  erscheint. Haben Sie den Ebenensatz in der Palette geschlossen, lassen sich die Ebenen nur gemeinsam bewegen, als ob sie verbunden wären. »Verbinden« Sie den kompletten Ebenensatz bei Bedarf überdies mit Ebenen außerhalb des Satzes.
  • Mit einer Ebenenmaske begrenzen Sie die Sichtbarkeit eines kompletten Ebenensatzes auf eine beliebige Zone innerhalb der Dokumentgrenzen. Aktivieren Sie den gewünschten Ebenensatz und klicken Sie in der Ebenenpalette auf das Symbol Maske hinzufügen  (Details zu Ebenenmasken ab Seite 803).
  • Außerdem lassen sich die Ebenen aus dem Ebenensatz zu einer einzigen Ebene verschmelzen; Ebenensatz auf eine Ebene reduzieren heißt dieser Befehl aus dem Palettenmenü oder aus dem Ebene-Menü.
  • Sie können den kompletten Ebenensatz duplizieren oder löschen; diese Möglichkeiten finden Sie im Menü zur Ebenenpalette und im Ebene-Menü.
  • Mit dem Befehl Alle Ebenen in Satz fixieren schützen Sie sämtliche Ebenen zum Beispiel gegen Verschieben oder gegen jegliche Veränderung (Details zum »Fixieren« ab Seite 759).
  • Benennen Sie den Ebenensatz um, teilen Sie ihm eine Kennfarbe in der Ebenenpalette zu und zeigen Sie von allen Elementen des Ebenensatzes nur einzelne Grundfarben an, beispielsweise nur den Rotkanal; diese Möglichkeiten bietet der Befehl Ebenensatz-Eigenschaften aus dem Menü der Ebenenpalette, sofern Sie einen Ebenensatz aktiviert haben.
  • Befehle wie Transformieren oder Scharfzeichnen oder auch Ebeneneffekte lassen sich nicht auf alle Ebenen eines Satzes gemeinsam anwenden. Öffnen Sie den Ebenensatz, falls erforderlich, mit dem Dreieck  und aktivieren Sie zur Bearbeitung eine Einzelebene.

Abbildung 11.32:  Sämtliche Textebenen dieser Montage wurden hier zu einem Ebenensatz zusammengefasst. Sie lassen sich also leicht gemeinsam bewegen, ausblenden, verbinden oder anders mischen. Außerdem haben wir den Ebenensatz mit der Kennfarbe Rot ausgestattet. Ein Klick auf das Dreieck neben dem Ebenensatzsymbol öffnet den Ebenensatz. Sie können nun auch einzelne Ebenen zur gezielten Bearbeitung aktivieren oder aus dem Ebenensatz herausziehen. Datei: Slice-Vorlage

Ebenensatz anlegen und ergänzen

Wollen Sie einen neuen, leeren Ebenensatz anlegen? Klicken Sie auf das Symbol Neuen Satz erstellen  in der Ebenenpalette, wählen Sie Neuer Ebenensatz aus dem Palettenmenü oder den Befehl Ebene: Neu: Ebenensatz. Alternativ packen Sie gleich mehrere »verbundene« Ebenen zu einem Satz zusammen: Neuer Satz aus verbundenen Ebenen nennt sich die Funktion aus dem Palettenmenü.

Wollen Sie den Ebenensatz um neue Ebenen erweitern? Ziehen Sie den Kandidaten einfach innerhalb der Palette in einen geöffneten Ebenensatz oder auf das Feld eines geschlossenen Ebenensatzes. Umgekehrt lassen sich Ebenen auch aus dem Satz herausziehen.

Überblendmethode

Zunächst gilt für alle Ebenen eines Satzes die Füllmethode Hindurchwirken. Das heißt: Jede Ebene behält Überblendmethode und Deckkraft wie zuvor (Details zu Überblendmethoden ab Seite 536). Ändern Sie jedoch bei aktiviertem Ebenensatz die Überblendmethode, teilt Photoshop allen Ebenen dasselbe Verfahren zu; ändern Sie die Deckkraft für den Ebenensatz, erhalten alle zusammengefassten Ebenen dieselbe Deckkraft.

Sie können jedoch jederzeit den Ebenensatz in der Palette öffnen, eine Einzelebene aktivieren und hier spezielle Eigenschaften nur für eine Ebene wählen.

Abbildung 11.33:  Das Feuerwerk wurde mit unabhängigen Ebenen eingesetzt, die meisten dieser Ebenen wurden in einem Ebenensatz zusammengefasst. Für die Spiegelung haben wir den Ebenensatz dupliziert, mit dem Befehl »Ebenensatz auf eine Ebene reduzieren« zu einer Einzelebene verschmolzen, verschoben, weichgezeichnet, vertikal gespiegelt und in der Deckkraft abgeschwächt. Eine Einstellungsebene dunkelt die »Hintergrund«-Ebenen ab, ohne sie dauerhaft zu verändern.  Mitte: In der Ebenenpalette erkennen Sie, dass Teile des Ebenensatzes durch eine Ebenenmaske verborgen werden; die Ebenen aus dem Ebenensatz erscheinen damit nur hinter dem Atomium.  Rechts: Mit dem Dreieck wurde der Ebenensatz aufgeklappt, Sie erkennen die Einzelebenen. Die nahtlose Überblendung kommt zustande, weil wir für den gesamten Ebenensatz den Überblendmodus »Negativ multiplizieren« gewählt haben. Datei: Bruessel

Beachten Sie folgende Besonderheiten:

  • Einstellungsebenen innerhalb des Ebenensatzes zeigen zunächst auch Ebenen außerhalb des Ebenensatzes verändert an. Verlassen Sie mit dem Ebenensatz jedoch den Modus Hindurchwirken, korrigiert die Einstellungsebene nurmehr Ebenen innerhalb des Ebenensatzes (Details zu Einstellungsebenen ab Seite 813).
  • Das Verhalten von Ebenensätzen in Verbindung mit der Aussparung aus dem Dialogfeld Ebenenstil ändert sich gleichfalls, wenn Sie die Füllmethode Hindurchwirken verlassen (Seite 798).

11.4.6 Ebenen und transparente Bereiche anzeigen

Sie können eine einzelne Ebene zur Bearbeitung und unabhängig davon zur Ansicht freigeben. Oft erleichtert es die Orientierung, wenn man einige oder fast alle Ebenen auf Tauchstation schickt. So blenden Sie Ebenen oder ganze Ebenensätze aus und ein:

  • Klicken Sie auf das Augensymbol  ganz links in der Ebenenpalette, um eine Ebene oder einen kompletten Ebenensatz aus- und beim nächsten Klick wieder einzublenden. Eventuell ist es zur übersichtlichen Darstellung einer Montage aber nützlicher, nur die Deckkraft mehrerer Ebenen zu reduzieren.
  • Um mehrere Ebenen gleichzeitig ein- und auszublenden, ziehen Sie die Maus in der Augen-Leiste.
  • Klicken Sie bei gedrückter Alt-Taste in die Augen-Leiste, um nur diese eine Ebene zu sehen. Ein neuerlicher Alt-Klick zeigt wieder tutti frutti.

Übrigens druckt Photoshop nur Ebenen, die zur Ansicht eingeblendet sind. Bei den Befehlen Bild: Bild duplizieren sowie Datei: Speichern unter mit der Option Als Kopie werden auch verborgene Ebenen berücksichtigt. Wenn Sie allerdings alles zu einer »Hintergrund«-Ebene verschmelzen, fallen verborgene Ebenen endgültig unter den Tisch.

Denken Sie auch daran, dass Sie die Ebenenpaletten aufräumen, indem Sie mehrere zu einem einklappbaren Ebenensatz zusammenfassen (Seite 747).

Darstellung von Transparenz

Transparente Bereiche einer Ebene - Zonen ohne Pixelfüllung - zeigt Photoshop mit Karomuster und nicht etwa als weiße Fläche. Nur so lässt sich eine mit Weiß gefüllte Fläche von einer durchsichtigen Fläche unterscheiden. Das genaue Karomuster regulieren Sie per Bearbeiten: Voreinstellungen: Transparenz & Farbumfang-Warnung (Seite 142).

11.4.7 Ebene und »Hintergrund«-Ebene

Während ImageReady nur normale »Ebenen« kennt, trennt Photoshop scharf zwischen Ebenen und »Hintergrund«-Ebenen. Im Folgenden behandeln wir die Besonderheiten von »Hintergrund«-Ebenen in Photoshop.

Beginnen Sie mit einem üblichen Bild zum Beispiel im JPG-Format, so besteht es nur aus einer »Hintergrund«-Ebene. Montieren Sie neue Objekte darüber, erscheinen diese als normale »Ebene 1« oder ähnlich. Jedes Bild in Photoshop kann nur eine »Hintergrund«-Ebene haben - quasi das Grundbrett für eine Montage, das ganz unten liegt. Im Vergleich zu normalen Ebenen gelten für die »Hintergrund«-Ebene wesentliche Einschränkungen:

  • Sie können keine »Löcher« durch Löschen eines Auswahlbereichs oder durch den normalen Radiergummi  erzeugen (statt dessen bringen diese Funktionen auf »Hintergrund«-Ebenen die aktuelle Hintergrundfarbe ins Bild).
  • Sie können die »Hintergrund«-Ebene nicht in der Ebenenpalette nach oben schieben.
  • Sie können keine Ebenenmaske anbringen.
  • Modus- oder Deckkraftänderungen sind Ihnen ebenso verwehrt.
  • Die Transformieren-Befehle bietet Photoshop gar nicht erst an.
  • Fehlanzeige auch bei den Ebeneneffekten.

All dies ist erst möglich, wenn Sie die »Hintergrund«-Ebene in eine normale Ebene verwandeln.

»Hintergrund«-Ebene in Ebene verwandeln

Einige Photoshop-Funktionen verzaubern die »Hintergrund«-Ebene automatisch in eine einzelne »Ebene 1« oder ähnlich - so der magische Radiergummi  , der Hintergrund-Radiergummi  und der Befehl Bild: Extrahieren.

Um ansonsten eine »Hintergrund«-Ebene in eine Ebene zu verwandeln - die sich wie erläutert flexibler bearbeiten lässt -, gehen Sie so vor:

1. Klicken Sie doppelt auf den Namen »Hintergrund« in der Ebenenpalette. Damit präsentiert Photoshop das Dialogfeld Neue Ebene.
2. Teilen Sie im Dialogfeld einen Namen zu.
3. Klicken Sie auf OK. Nun können Sie die Ebene behandeln wie jede andere auch.

Auf transparente Bereiche in dieser untersten Ebene macht Photoshop Sie wieder durch Karos aufmerksam. Wenn Sie das Bild drucken oder in einem »flachen« Format wie JPEG speichern, werden die transparenten Bereiche mit Weiß gefüllt. Um in Photoshop die »Hintergrund«-Ebene zu duplizieren, ziehen Sie diese auf das Symbol Neue Ebene erstellen  in der Palette. Sofern Sie dabei wie üblich die Alt-Taste drücken, blendet Photoshop das zugehörige Dialogfeld ein.

Wie erwähnt: Bei ImageReady müssen Sie nicht erst über »Hintergrund«-Ebenen nachdenken. Dort starten Sie unmittelbar mit normalen »Ebenen«, die jede Veränderung mitmachen.

»Hintergrund«-Ebene neu erstellen

Es kommt durchaus vor, dass Sie in Bilddateien keine »Hintergrund«-Ebene vorfinden. Vielleicht besteht Ihr Bild aus mehreren Ebenen und Sie haben die »Hintergrund«-Ebene in den Mülleimer  geworfen. Oder Sie haben eine Funktion genutzt, die »Hintergrund«-Ebenen automatisch in Einzelebenen verwandelt (siehe oben). Auf verschiedene Arten bringen Sie eine »Hintergrund«-Ebene wieder ins Spiel:

  • Wollen Sie sämtliche Ebenen zu einer Hintergrundebene einstampfen, haben Sie diese Möglichkeiten: Wählen Sie Datei: Speichern unter mit einem ebenenuntauglichen Dateiformat wie JPEG oder schalten Sie die Option Ebenen aus (vergleiche Seite 224); alternativ plätten Sie die vorhandenen Ebenen mit dem Befehl Ebene: Auf Hintergrundebene reduzieren.
  • Machen Sie die in der Palette aktivierte Einzelebene zur »Hintergrund«-Ebene und behalten Sie im Übrigen die Ebenenkonstruktion Ihres Bildes bei. Dies schaffen Sie mit dem Befehl Ebene: Neu: Hintergrund aus Ebene.

Es ist eventuell übersichtlicher, eine spezielle »Hintergrund«-Ebene in der Montage zu haben. Einen wirklichen Vorteil bringt es nicht.

11.4.8 Ebenen neu erstellen

8000 Ebenen können Sie anhäufen - sofern der Arbeitsspeicher mitspielt. Eine »Hintergrund«-Ebene ist in der Regel schon im Bild vorhanden. Auf mehrere Arten ergänzen Sie das vorhandene Bild um eine zusätzliche Ebene:

  • Sie erstellen eine neue, leere Ebene.
  • Sie setzen eine Ebene aus diesem oder aus einem anderen Bild ein.
  • Sie verwandeln eine Auswahl aus diesem oder einem anderen Bild in eine neue Ebene.

Neue, leere Ebene erstellen

Eine neue, leere Ebene über dem Hintergrund erstellen Sie zum Beispiel, um Bildretuschen zunächst auf einer separaten Schicht anzubringen, die man jederzeit in den Mülleimer stecken kann, ohne dass das ursprüngliche Bild zu Schaden kommt. Sie haben die Wahl:

  • Verwenden Sie den Befehl Ebene: Neu: Ebene.
  • Verwenden Sie im Palettenmenü den Befehl Neue Ebene. Diese beiden Befehle zeigen das Dialogfeld Neue Ebene, in dem Sie sofort Überblendmodus, Deckkraft, neutrale Farbe und Name regeln.
  • Klicken Sie in der Ebenenpalette auf das Symbol Neue Ebene  , um ohne Rückfrage eine neue Ebene zu erzeugen. Wenn das Dialogfeld Neue Ebene jedoch erwünscht ist, klicken Sie wie immer mit gedrückter Alt-Taste.

Eine ausführliche Diskussion der Füllmethoden finden Sie ab Seite 536, weitere Beispiele speziell für Ebenentechnik ab Seite 776. Die neutrale Farbe erläutern wir ab Seite 544.

GRAFIK, nun folgen vier Bildpaare mit jeweils identischen Abmessungen. Bitte in etwa gleiche Höhe für linkes und rechtes Bild - also ANDERS als Seite 683 f

Abbildung 11.34:  Der Bartgeier segelt einsam durch eine reine »Hintergrund«-Ebene. Beachten Sie, dass Photoshops Ebenenpalette hier keine Möglichkeiten zur Änderung von Überblendmodus oder Deckkraft anbietet. Wir wählen den Vogel mit dem Zauberstaub aus; im Kontextmenü zum Auswahlwerkzeug finden wir den Befehl »Ebene durch Kopie« (Strg+J). Datei: Vogel

11.4.9 Auswahlen in Ebenen verwandeln

Statt leere Ebenen neu zu erstellen, werden Sie eher Auswahlbereiche in Ebenen verwandeln.

»Ebene durch Kopieren«

Wichtig ist hier der Befehl Ebene: Neu: Ebene durch Kopieren (Strg+J). Diesen Befehl erhalten Sie auch im Kontextmenü zu Auswahlwerkzeugen. Damit legen Sie ein Duplikat des markierten Bereichs auf eine höhere Ebene; die Ebene darunter, auf der Sie die Auswahl erzeugt haben, ändert sich also nicht.

Abbildung 11.35:  Der Bestand wächst: Der Befehl »Ebene durch Kopie« erzeugte eine neue »Ebene 1«. Wir bewegen den Doppelgänger mit dem Verschieben-Werkzeug. Datei: Vogel

»Ebene durch Ausschneiden«

Der Befehl Ebene: Neu: Ebene durch Ausschneiden (Strg+Umschalt+J) stellt Ausgewähltes ebenfalls auf eine neue Ebene. In der Ursprungsebene entsteht ein Loch: Photoshops Karomuster signalisiert Transparenz dort, wo Sie ausgeschnitten haben. Sofern Sie das Ausschneiden auf einer »Hintergrund«-Ebene in Photoshop praktizieren, entsteht dort keine Transparenz, sondern eine Füllung in der aktuellen Hintergrundfarbe.

Abbildung 11.36:  Für weiteren Zuwachs sorgen wir, indem wir in der Palette die »Ebene 1« auf das Symbol »Neue Ebene« ziehen. Dadurch entsteht die neue »Ebene 1 Kopie«. Mit dem Befehl »Bearbeiten: Frei Transformieren« (Strg+T) verkleinern und drehen wir den jüngsten Spross unserer Gruppe.

Bewegen und »Kopieren«

Ziehen Sie eine Auswahl mit dem Verschieben-Werkzeug  , um die gewählten Pixel zu bewegen und in eine »schwebende Auswahl« zu verwandeln. Diese »schwebende Auswahl« erscheint nicht als eigenes Feld in der Ebenenpalette (Details ab Seite 727). Am vormaligen Platz des Auswahlbereichs entsteht ein Loch in der Hintergrundfarbe, sofern Sie auf einer »Hintergrund«-Ebene arbeiten; ansonsten entsteht ein transparentes Loch. Um daraus eine eigene Ebene zu machen, nutzen Sie den Befehl Ebene: Ebene durch Kopieren (Strg+J). Allerdings wird die »schwebende Auswahl« gleichzeitig in der darunter liegenden Ebene verankert.

Abbildung 11.37:  Wir laden die Datei »Wolken« und ziehen die komplette Fläche mit dem Verschieben-Werkzeug in unsere Montage. In der Palette ziehen wir die neue Ebene so weit es geht nach unten. Speichern Sie das Ergebnis in den Formaten TIFF, PDF oder Photoshop, wenn Sie die Ebenen später umarrangieren möchten. Ergebnis: Voegel

Bewegen und »Kopieren« eines Duplikats

Ziehen Sie eine Auswahl bei gedrückter Alt-Taste mit dem Verschieben-Werkzeug  , um ein Duplikat der markierten Pixel zu bewegen und in eine »schwebende Auswahl« zu verwandeln. So verändert sich der Hintergrund nicht.

Auswahlen in neues Dokument

Ziehen Sie die Auswahl mit dem Verschieben-Werkzeug  in ein neues Dokument. Das Ursprungsbild und die Auswahl verwandeln sich dabei nicht. Das Element erscheint sofort als neue Ebene im Zielbild (siehe Abbildung 11.38).

Abbildung 11.38:  Links: Der Auswahlbereich wurde mit dem Verschieben-Werkzeug verschoben. In der »Hintergrund«-Ebene entsteht ein Loch in der Hintergrundfarbe. Das Kontextmenü der Auswahlwerkzeuge bietet den Befehl »Ebene durch Kopieren«, der den verschobenen Bereich in eine eigene Ebene verwandelt.  Rechts: Auch mit dem Kontextmenü des Ebenennamens (nicht der Miniatur«) lässt sich der Auswahlbereich in eine Ebene verwandeln.  Datei: Vogel

11.4.10 Ebenen duplizieren

Noch einfacher ist es, vorhandene Ebenen in andere Bilder einzusetzen oder innerhalb des Bildes zu duplizieren:

  • Ziehen Sie die Ebene mit dem Verschieben-Werkzeug  aus einem Bild in ein anderes. Sie erscheint dort sofort unter ihrem ursprünglichen Namen und bringt alle Einstellungen für Deckkraft und Modus mit.
  • Ziehen Sie eine Ebenenminiatur aus der Ebenenpalette in ein anderes Bild. Die Ebene erscheint am Ziel sofort als eigene Ebene, sie behält Deckkraft, Modus und den vertrauten Namen.
  • Verwenden Sie den Palettenbefehl Ebene duplizieren. Als Datei geben Sie dort die Ursprungsdatei, eine andere geöffnete Datei oder Neu an.
  • Ziehen Sie das Ebenenfeld in der Palette auf das Symbol Neue Ebene  , um die Ebene innerhalb der Datei zu duplizieren. Oder ziehen Sie das Ebenenfeld über die eigene Bilddatei.

11.4.11 Einzelebene als neue Datei

Mitunter braucht man eine einzelne Ebene (oder eine Auswahl) als eigenständige Datei. Hier gibt es einmal den Befehl Ebene duplizieren aus dem Ebene-Menü, auch im Palettenmenü vertreten. Hier stellen Sie das Listenfeld Datei auf Neu, um eine neue Datei zu erzeugen. Die aktive Ebene erscheint dann in einer neuen Datei.

Alternative

Eine Alternative zu diesem Verfahren:

1. Blenden Sie die gewünschte Ebene ein und alle anderen aus; das erfordert nur einen Alt-Klick in das Augensymbol  der gewünschten Ebene.
2. Nun rufen Sie den Befehl Bild: Bild duplizieren auf.
3. Im Dialogfeld aktivieren Sie die Option Auf eine Ebene reduzieren.
4. Sobald Sie auf OK klicken, erhalten Sie eine neue Datei mit der Einzelebene.

Passende Maße

Die neue Datei, die mit diesen Verfahren entsteht, beansprucht jedoch genauso viel Pixelfläche wie das ursprüngliche Dokument - auch wenn das einzig gewünschte Element viel kleiner ist. Die neue Datei hat in beiden Fällen keine »Hintergrund«-Ebene, statt dessen schwebt das Motiv über einer transparenten Fläche.

Vielleicht möchten Sie beim Duplizieren in eine neue Datei die Dokumentgrenzen möglichst eng fassen und auf leere Arbeitsfläche verzichten. Wir schlagen folgendes Prozedere vor:

1. Duplizieren Sie Ihr Werk sicherheitshalber mit Bild: Bild duplizieren oder mit der Schaltfläche Neues Dokument  aus der Ebenenpalette.
2. Verfrachten Sie alle unerwünschten Ebenen in den Mülleimer  .
3. Wählen Sie Bild: Zuschneiden mit der Option Transparente Pixel (Details auf Seite 199).

11.4.12 Ebenen verschmelzen und löschen

Halten Sie die Dateigröße klein durch sorgsamen Umgang mit den Ebenen. Löschen Sie überflüssige Ebenen und verschmelzen Sie mehrere unabhängige Ebenen zu einer. Die unten liegenden Pixel sind danach fort und die verschmolzenen Bildteile lassen sich nicht mehr ohne Schaden auseinander ziehen. Ebenso zementieren Sie bei diesem Vorgang Überblendmodus und Deckkraft: Haben Sie eine Ebene mit 50 Prozent Deckkraft halb durchscheinend gemacht, so können Sie diese mit der darunter liegenden Ebene verschmelzen - dort kommt die Ebene aber nur blass an und die ursprüngliche, ganzheitliche Ebeneninformation ist perdu.

Grundsätzlich bieten sich zwei Strategien an:

  • Sie verschmelzen zwei oder mehr Ebenen zu einer.
  • Sie verschmelzen alle Ebenen und erzeugen ein konventionelles, »flaches« Bild mit der Funktion Auf Hintergrund reduzieren.

»Sichtbare auf eine Ebene reduzieren«

Den Befehl Ebene: Sichtbare auf eine Ebene reduzieren finden Sie im Palettenmenü und im Ebene-Menü (Strg+Umschalt+E); er fasst zwei oder mehr Ebenen auf einer einzigen Bildschicht zusammen. Blenden Sie mit dem Augensymbol  in der Ebenenpalette alle Ebenen aus, die Sie nicht vereinigen wollen. Im Dateifenster sehen Sie also nur noch diejenigen Ebenen, die Sie zusammenfassen wollen.

»Mit darunterliegender auf eine Ebene reduzieren«

Oft wünscht man neu eingefügte Pixel nach dem ersten Zurechtrücken gar nicht mehr auf einer eigenen Ebene. Eine frisch eingebaute Ebene lässt sich darum besonders schnell per Strg+E (für Merge down) mit der darunter liegenden Ebene verschmelzen; Mit darunterliegender auf eine Ebene reduzieren heißt dieser Befehl im Ebene-Menü.

Photoshop verweigert diesen Befehl, wenn auf der unteren Ebene Text oder eine Formebene rangieren. Liegen Text oder Formebene jedoch oben, lassen sie sich problemlos mit der darunter liegenden Ebene verschmelzen - dabei werden die Ebenen gerastert, sie können also nicht mehr mit Zeichenstift-Werkzeugen beziehungsweise mit Textfunktionen bearbeitet werden.

»Verbundene auf eine Ebene reduzieren«

Sofern Sie eine verbundene Ebene aktivieren, bietet Photoshop den Befehl Verbundene auf eine Ebene reduzieren. Der Befehl Mit darunterliegender auf eine Ebene reduzieren fehlt dann, auch das Tastenkürzel Strg+E geht an den Befehl Verbundene auf eine Ebene reduzieren (Details zum Verbinden ab Seite 747).

»Auf Hintergrundebene reduzieren«

Nur noch die »Hintergrund«-Ebene hinterlässt der Befehl Ebene: Auf Hintergrundebene reduzieren. Damit sind alle Einzelebenen perdu, sie haben ein »flaches« Pixelbild vor sich, wie es als GIF- oder JPG-Datei leicht gespeichert und weitergegeben werden kann. Die Dateigröße sinkt wieder.

1. Wenn Sie Auf Hintergrundebene reduzieren, können Sie einzelne Ebenen noch herauswerfen.
2. Ebenen, die Sie nicht behalten wollen, blenden Sie mit dem Augensymbol  aus. Sie werden nicht mit verwendet.
3. Im Ebene-Menü wählen Sie Auf Hintergrundebene reduzieren.
4. Haben Sie Ebenen ausgeblendet, kommt die Photoshop-Frage »Möchten Sie die verborgenen Ebenen löschen?«. Hier bleibt Ihnen nur Abbrechen oder die Bestätigung mit OK.

Dann fasst Photoshop die Objekte auf der »Hintergrund«-Ebene zusammen. Vormals transparenter Bereich wird weiß aufgefüllt.

»Bild duplizieren« und »Auf eine Ebene reduziert kopieren«

Es gibt noch eine schnelle Möglichkeit, ein flaches Bild zu erzeugen. Verwenden Sie den Bild-Befehl Bild duplizieren und aktivieren Sie die Option Auf eine Ebene reduzieren. Wollen Sie eine Gesamtansicht aller Ebenen in die Zwischenablage kopieren, nutzen Sie den Befehl Bearbeiten: Auf eine Ebene reduziert kopieren (Strg+Umschalt+C).

»Ebene löschen«

Auch den Befehl Ebene löschen finden Sie im Ebene-Menü und im Palettenmenü. Die Menübefehle löschen die Ebene ohne Rückfrage. Leichter noch hat man es mit dem Mülleimer  der Ebenenpalette. So geht's:

  • Ziehen Sie den Entsorgungsfall auf den Mülleimer und tschüss.
  • Oder klicken Sie den Mülleimer an, um eine aktivierte Ebene erst nach artiger Rückfrage zu löschen.

Abbildung 11.39:  Links: Drei Ebenen kosten viel Speicherplatz.  Mitte: Der Befehl »Mit darunterliegender auf eine Ebene reduzieren« hat die aktivierte »Ebene 1« mit der darunter liegenden »Ebene 2« verschmolzen.  Rechts: Der Befehl »Auf Hintergrundebene reduzieren« hinterlässt nur noch eine »Hintergrund«-Ebene. Das Bild im Dateifenster sieht unabhängig von der Zahl der Ebenen immer gleich aus, doch Dateigröße und Bearbeitungsmöglichkeiten ändern sich.  Datei: Meer_2

Taste/Feld Zusatztasten Aktion Ergebnis
  Palettenmenü
  Aktivierte Ebene nach Rückfrage löschen
Alt Aktivierte Ebene ohne Rückfrage löschen
  Neue, leere Ebene erstellen
Alt Neue, leere Ebene erstellen mit Dialogfeld Neue Ebene
Strg Einstellungsebene erstellen
  Ebenenmaske erstellen, nichts maskiert oder ausgewählter Bereich sichtbar
Alt Ebenenmaske erstellen, alles maskiert oder ausgewählter Bereich nicht sichtbar
    Neuen, leeren Ebenensatz erstellen
    Neuen, leeren Ebenensatz erstellen mit Dialogfeld Neuer Ebenensatz
    Ebeneneffekte hinzufügen oder Füllmethode bearbeiten
    Einstellungsebene oder Füllebene hinzufügen
[Ebenenminiatur] Strg Ebenenkontur als Auswahl (Transparenzmaske)
[Ebenenminiatur] Strg+Umschalt Auswahl der Ebenenkontur zu vorhandener Auswahl hinzufügen
[Ebenenminiatur] Strg+Alt Auswahl der Ebenenkontur von vorhandener Auswahl abziehen
[Ebenenminiatur]   auf ziehen Ebenendeckkraft als Ebenenmaske für aktive Ebene
[Ebenenmasken-Miniatur] Strg Ebenenmasken-Information als Auswahl
[Ebenenmasken-Miniatur] Strg+Umschalt Ebenenmasken-Information zu vorhandener Auswahl hinzufügen
[Ebenenmasken-Miniatur] Strg+Alt Ebenenmasken-Information von vorhandener Auswahl abziehen

11.5 Retuschieren und »Transformieren« von Ebenen

Ebenen können Sie auf vielfältige Art ans Bild anpassen, zum Beispiel durch Retuschieren, Löschen von Bildbereichen, Verkleinern oder Verzerren. Zunächst klären wir, wie Sie transparente Bereiche einer Ebene erkennen und wie Sie bestimmte Teile einer Ebene gegen Veränderungen fixieren. Wir besprechen anschließend die Transformieren-Befehle, danach komplexe Funktionen wie 3D-Transformieren und Verflüssigen.

11.5.1 Transparenz erkennen

Wenn Sie auf Ebenen malen, montieren und retuschieren, müssen Sie das Konzept der Transparenz kennen. Sie sollten wissen, welche Teile einer Ebene durchsichtig sind und welche deckend. So erkennen Sie schnell, wie viel Transparenz in einer Ebene ist:

  • Klicken Sie mit der Alt-Taste neben der gewünschten Ebene in die Augen-Leiste  , um nur diese Ebene allein anzuzeigen und alle anderen auszublenden. Am Karomuster im Hintergrund erkennen Sie, welche Bereiche transparent sind. Klicken Sie das Augensymbol erneut mit der Alt-Taste an, damit Photoshop wieder die Gesamtkomposition zeigt.
  • Die Infopalette (Seite 112) nennt die Deckkraft des Pixels unter dem Zeiger, wenn Sie diesen Parameter im Einblendmenü der Palette anwählen. Die Palette addiert freilich alle Ebenen und kommt so schnell auf 100 Prozent, wenn Sie mehrere Ebenen übereinander zeigen. Sind Ebenenbereiche per Deckkraftregler oder Ebenenmaske verborgen, erkennt die Infopalette auf verminderte Deckkraft, obwohl sich solche Ebenen jederzeit wieder auf 100 Prozent bringen lassen.

Eine Ebene kann im Gesamtbild transparent erscheinen, weil Sie das mit Deckkraft, Modus, Füllmethode, Ebenenmaske, Beschnittgruppe oder Ebenen-Beschneidungspfad so eingerichtet haben. Dennoch muss die Ebene nicht transparent sein; im Dateifenster erkennen Sie das höchstens, wenn Sie Deckkraft, Dichtebereich, Modus et cetera auf Normalwerte stellen. Wie das Karomuster aussieht, das sich in transparenten Bereichen zeigt, regeln Sie mit dem Befehl Bearbeiten: Voreinstellungen: Transparenz & Farbumfang-Warnung (Seite 142).

Eventuell schalten Sie das Karomuster für die Transparenzerkennung ganz ab. Eine weiß gefüllte Fläche lässt sich dann jedoch von einer transparenten Zone nicht mehr unterscheiden. In solchen Situationen hilft es mitunter, eine Ebene schnell mit Strg+I (für Invert) in ein Negativ umzukehren. Selbst nach dem Bewegen einer solchen Ebene hebt neuerliches Strg+I das Negativ-Image verlustfrei wieder auf.

11.5.2 Ebenen »fixieren«

Sie können bestimmte Eigenschaften einer Ebene oder eines Ebenensatzes gegen weitere Bearbeitung schützen. Die entsprechenden Schaltflächen finden Sie oben in der Ebenenpalette im Bereich Fixieren.

Abbildung 11.40:  Sperren Sie bestimmte Eigenschaften der aktivierten Ebene gegen weitere Bearbeitung.

Fixierbare Ebeneneigenschaften

Diese Eigenschaften lassen sich gegen Veränderung schützen:

  • Fixieren Sie die Transparenz  , so dass Sie transparente Bereiche nicht mehr verändern können (Details siehe unten).
  • Fixierte Bildpixel  schützen die Ebenenfüllung vor Retusche, auch das Verschieben-Werkzeug  richtet nichts aus. Ebenenmasken oder Ebenen-Beschneidungspfade bleiben aber im Zugriff.
  • Die Vorgabe Position  nagelt Ihre Ebene an Ort und Stelle fest, andere Retuschen sind jedoch möglich.
  • Fixieren Sie Alles  ; auf dieser Ebene geht gar nichts mehr. Auch Überblendmodus, Deckkraft oder Ebenenstil behält die Ebene hartnäckig bei.

Symbole

Neben den Fixieren-Symbolen ganz oben in der Ebenenpalette gibt Photoshop folgende Hinweise auf Sperrbezirke:

  • Haben Sie Alles fixiert  , erscheint neben dem Namen der Ebene das gefüllte Vorhängeschloss  .
  • Haben Sie nur einen Teil der Ebeneneigenschaften gesperrt, beispielsweise mit der Vorgabe Position  , so sehen Sie neben dem Ebenennamen ein nicht gefülltes Vorhänge-schloss  .
  • Wollen Sie ein Werkzeug auf eine fixierte Eigenschaft anwenden, erscheint statt des üblichen Werkzeug-Symbols ein Parkverbot  über dem Dateifenster.

Automatisch fixiert

Bestimmte Ebenentypen fixiert Photoshop automatisch:

  • »Hintergrund«-Ebenen (vergleiche Seite 750) sind von Haus aus mit Position  und Transparenz  fixiert. Verwandeln Sie die »Hintergrund«-Ebene bei Bedarf durch Doppelklick in eine normale Ebene.
  • Bei Textebenen (vergleiche Seite 838) fixiert Photoshop automatisch die Eigenschaften Transparenz  und Bild  .
  • Füllebenen und damit auch Formebenen bieten keinen Zugriff auf die Eigenschaften Transparenz  und .

Wollen Sie Textebenen oder Formebenen frei bearbeiten, verwandeln Sie diese zunächst mit dem Untermenü Ebene: Rastern in normale Bildpunktebenen. Spezielle Text- oder Pfadfunktionen lassen sich dann nicht mehr nutzen.

Verbundene Ebenen oder Ebenensätze fixieren

Für »verbundene« Ebenen (Seite 747) und für Ebenensätze (Seite 747) gilt zunächst: Alle Ebenen behalten ihre speziellen Fixieren-Vorgaben. Sie können jedoch den Ebenensatz in der Palette aktivieren und ihn mit der Vorwahl Alles  fixieren.

Wollen Sie nur einige Eigenschaften der verbundenen oder zum Ebenensatz vereinten Ebenen sperren, aktivieren Sie zunächst den Ebenensatz oder eine der verbundenen Ebenen. Dann wählen Sie aus dem Menü der Ebenenpalette den Befehl Alle Ebenen in Satz fixieren beziehungsweise Alle verbundenen Ebenen fixieren. Nun sperren Sie gezielt bestimmte Eigenschaften wie die Position  - gemeinsam für alle betreffenden Ebenen.

Abbildung 11.41:  Mit Befehlen aus der Ebenenpalette lassen sich bestimmte Eigenschaften aller verbundenen oder aller zu einem Ebenensatz zusammengefassten Ebenen gegen Bearbeitung fixieren.

Wann Sie die »Transparenz« fixieren sollten

Besonders wichtig ist das Fixieren - oder Freigeben - der Transparenz  .

In diesen Situationen sollten Sie die Transparenz  fixieren:

  • wenn Sie mit einem Mal- oder Retuschewerkzeug wie Pinsel  oder Kopierstempel  ein Ebenenobjekt retuschieren und nicht über den Rand des Objekts hinaus stricheln möchten.
  • wenn Sie ein Objekt mit Farbe, Muster oder mit einem Bild füllen und die Konturen des Objekts auf dieser Ebene erhalten wollen. Sie haben allerdings in den Füllen-Dialogen ebenfalls die Option Transparente Pixel schützen, müssen es also nicht unbedingt vorab in der Palette anklicken. Außerdem bieten Ebeneneffekte wie Verlaufsüberlagerung oder Farbüberlagerung (ab Seite 796) eine elegante Alternative.

Abbildung 11.42:  Hier ist die »Transparenz« fixiert; die Bearbeitung wirkt sich nur auf gefüllte Bild punkte auf der Ebene aus, nicht aber auf die transparente Fläche drumherum. Links: Bei der Pinselretusche gelangt Farbe nur auf das Objekt, nicht in die transparente Umgebung.  Rechts: Die Wirkung von Unschärfe- oder Verzerrungsbefehlen (hier »Filter: Weichzeichnungsfilter: Bewegungsunschärfe«) wird am Objektrand abgeschnitten. Datei: Ball

Bei anderen Aufgaben verzichten Sie auf ein Fixieren der Transparenz  :

  • wenn Sie einen Filter anwählen, der die Kontur des Objekts verändert - dies sind zum Beispiel Weichzeichner- oder Verzerrungsfilter. Der Filtereffekt würde sonst an den Rändern der bisherigen Kontur abgeschnitten;
  • wenn Sie auf der Ebene frei malen oder einfügen wollen.

Wenn Sie ein Objekt per Transformieren verzerren (siehe Seite 764), funktioniert Photoshop unabhängig von Ihrer Vorgabe so, als ob Sie die Transparenz freigegeben hätten. So soll es sein.

Abbildung 11.43:  Hier haben wir die »Transparenz« nicht fixiert. Nun wirken sich alle Befehle und Werkzeuge auf die gesamte Ebene aus, auch in den transparenten Bereichen.  Links: Der Pinsel trägt jetzt auch in den transparenten Zonen auf. Rechts: Die »Bewegungsunschärfe« kann das Objekt über die bisherigen Grenzen des Objekts hinaus verzerren.

11.5.3 Werkzeugmodi und -optionen für die Ebenenretusche

Eine Reihe von Werkzeugoptionen und -modi beziehen sich speziell auf die Arbeit mit Ebenen und haben in Bildern ohne Ebene keine Bedeutung.

Überblendverfahren für die Ebenentechnik

Folgende Überblendverfahren bietet Photoshop speziell in Verbindung mit Ebenentechnik an:

  • Dahinter auftragen für Mal- und Retuschewerkzeuge malt gezielt nur hinter dem Objekt auf der Ebene, also nur im transparenten Bereich.
  • Das Löschen gilt nur für wenige Füllfunktionen, es ersetzt gefüllte Bildpunkte durch Transparenz (Details zu beiden Methoden ab Seite 537).
  • Hindurchwirken betrifft nur Ebenensätze (ab Seite 747).

Optionen

Einige Werkzeuge, Befehle oder Menüs bieten spezielle Optionen zur Ebenentechnik:

  • So kennen die Befehle Fläche füllen und Kontur füllen (ab Seite 548) oder auch Pfadfläche füllen die Option Transparente Pixel schützen. Wählen Sie diese Option ab, wird der Befehl die gesamte Fläche mit Vordergrundfarbe oder Muster zuschütten, nicht nur das Objekt selbst. Haben Sie den transparenten Bereich aber bereits mit der Transparenz-Option in der Ebenenpalette vor Attacken gesichert, bieten die Fülldialoge die Option gar nicht an.
  • Sie können mit einigen Werkzeugen auch teiltransparent auftragen, so dass nicht die ganze Ebene zugedeckt wird: Pinsel  und Airbrush  gehen mit der Option Verblassen in einer definierbaren Zahl von Stufen zu Transparent über (vergleiche Seite 559; dies gilt nicht für »Hintergrund«-Ebenen). Bei allen Werkzeugen können Sie natürlich die Deckkraft reduzieren.

Abbildung 11.44:  Links: Mit der Entf-Taste löschen Sie zuvor ausgewählte Teile einer Ebene leer.  Rechts: Um nur die transparenten Bereiche einer Ebene mit Mal- und Retuschewerkzeugen zu bearbeiten und gefüllte Flächen zu schützen, verwenden Sie den Malmodus »Dahinter auftragen«.

  • Mit den Verlauffunktionen definieren Sie bestimmte Bereiche eines Verlaufs als halb- oder ganz transparent; in diesem Abschnitt des Farbübergangs ist der Verlauf nicht voll deckend (ab Seite 554).
  • Wischfinger  , Weich- und Scharfzeichner wie auch der Kopierstempel  bieten die Option Alle Ebenen einbeziehen. Damit kopieren Sie Pixel von einer Ebene in die andere. Sie arbeiten dann so, als ob das Bild nur aus einer »Hintergrund«-Ebene besteht.
  • Sie können überdies Auf eine Ebene reduziert kopieren (Strg+Umschalt+C).

11.5.4 Teile einer Ebene löschen

Wollen Sie eine Lücke in die Ebene schneiden, bieten sich zwei Verfahren an:

  • Markieren Sie den Bereich mit einer Auswahlfunktion und lassen sie ihn mit der Entf-Taste verschwinden. Wählen Sie Auswahl: Alles auswählen (Strg+A), wenn die gesamte Ebene durchsichtig werden soll.
  • Rubbeln Sie unerwünschte Zonen mit dem Radiergummi  weg.

Sie müssen Ebenenbereiche nicht dauerhaft entfernen - mit Ebenenmasken (Seite 803), Ebenen-Beschneidungspfaden (Seite 808) oder Beschnittgruppen (Seite 810) lassen sich Objektteile auch vorübergehend verbergen und bei Bedarf wieder hervorholen.

Radiergummi

Der Radiergummi  (Kurztaste E, für Eraser) macht Ebenen - nicht »Hintergrund«-Ebenen - transparent, die darunter liegende Ebene scheint durch. Dabei kann der Radiergummi verschiedene Gestalten annehmen: In den Werkzeugoptionen oder auch im Kontextmenü wählen Sie, ob der Radiergummi weich wie ein Airbrush  , hart wie der Buntstift  oder flexibel wie der Pinsel  auftragen soll; dazu kommt ein quadratischer sturer Block.

Bei Pinsel  , Airbrush und Buntstift wählen Sie eine beliebige Spitze aus der Werkzeugspitzenpalette (Details zu Werkzeugspitzen ab Seite 557), das Quadrat steht nur in einer Einheitsgröße zur Verfügung. Im Pinselmodus bieten sich Nasse Kanten an, um den Effekt von Wasserfarben nachzuahmen; das Werkzeug wirkt nur an den Rändern voll und macht erst nach mehrmaliger Anwendung die Ebene gänzlich durchsichtig.

Abbildung 11.45:  Der Radiergummi macht Objekte über der »Hintergrund«-Ebene transparent. Hier wurden duplizierte Zähne eingesetzt; die unschönen Ränder feilte der Radiergummi ab. Datei: Lücken

Beachten Sie, dass auch Magischer Radiergummi (Seite 604) und Hintergrund- Radiergummi  (Seite 605) Bildpunkte löschen und gegen Transparenz austauschen; dabei wählen diese Werkzeuge gleich bestimmte Bildpunkte aus.

11.5.5 »Frei transformieren«

Vergrößern und Verkleinern (Skalieren), gleichmäßiges Verzerren oder Drehen - diese Korrekturen bietet Photoshop mit dem Befehl Bearbeiten: Frei Transformieren (Strg+T) an. Aktivieren Sie zuvor die gewünschte Ebene und heben Sie eine vorhandene Auswahl auf. Sie können diese Befehle anwenden auf schwebende oder nicht-schwebende Auswahlbereiche, auf Pfade (also auch auf Formebenen, die ja aus Ebenen-Beschneidungspfaden gebildet werden) und natürlich auf Ebenen. Nur teilweise funktionieren die Transformieren-Techniken auch mit Textebenen. Haben Sie mehrere Ebenen verbunden, so werden diese Ebenen auch gemeinsam verzerrt.

Grundsätzlich lassen sich zwei Vorgehensweisen unterscheiden:

  • Veränderung durch Eingabe von Zahlen oder Befehlen, geboten bei Ebenen, Auswahlbereichen, Pfaden und, eingeschränkt, bei Gesamtbildern;
  • Veränderung durch Ziehen an Griffpunkten bei Ebenen und Auswahlinhalten sowie vergleichbar auch bei Pfaden und Auswahlkonturen.

Bedenken Sie, dass das Transformieren von Ebenen, Auswahlinhalten und Pfaden stets vom Bearbeiten-Menü ausgeht - vergleichbare Veränderungen für das Gesamtbild nehmen Sie dagegen über das Bild-Untermenü Arbeitsfläche drehen in Angriff. Möchten Sie nur Auswahlkonturen verändern, ohne die Bildpunkte selbst zu manipulieren, verwenden Sie den Befehl Auswahl: Auswahl Transformieren (in ImageReady fälschlich Auswahl: Auswahl verändern)..

Sobald das Zeichenstift-Werkzeug aktiv ist, beziehen sich die Transformieren- Funktionen aus dem Bearbeiten-Menü auf den Pfad und nicht mehr auf die aktuelle Ebene. Ist jedoch kein Pfad aktiviert, bietet Photoshop den Befehl nicht an. Wechseln Sie zu einem beliebigen anderen Werkzeug, wenn Sie die Ebene und nicht den Pfad verändern möchten.

Abbildung 11.46:  Über das Untermenü »Bearbeiten: Transformieren« verzerren, vergrößern und drehen Sie Einzelebenen und schwebende Auswahlen. Der Befehl »Bearbeiten: Frei transformieren« bietet alle Funktionen gleichzeitig.

Transformieren bei »fixierten« Ebenen

Achtung: Photoshop ignoriert die Ebenenoptionen Transparente Pixel fixieren  und Bildpixel fixieren : Auch transparente oder gefüllte Bereiche, die geschützt sind, lassen sich durch das »Transformieren« mit neuen Pixeln füllen. Nutzen Sie indes die Vorgaben Position fixieren  oder Alles Fixieren , müssen Sie auf das Transformieren komplett verzichten (Details zum »Fixieren« ab Seite 759).

Ablauf im Überblick

So arbeiten Sie mit den Transformieren-Funktionen (hier am Beispiel einer Ebene):

1. Aktivieren Sie die gewünschte Ebene.
2. Wählen Sie Bearbeiten: Frei transformieren (Strg+T). Um die Ebene herum erscheint nun ein Rechteckrahmen mit Griffpunkten. Durch Ziehen verändern Sie die Proportionen. Gleichzeitig können Sie das Objekt durch Zahleneingabe in der Optionenleiste verändern. Photoshop stellt alle Veränderungen sofort dar. Strg+Z annulliert Ihren letzten Zug an den Griffpunkten. Solange die Begrenzungsbox erscheint, können Sie nichts anderes unternehmen, etwa eine neue Datei laden oder eine Kontrastkorrektur beginnen.
3. Um die Veränderung dauerhaft anzuwenden, klicken Sie entweder doppelt in die Rechteckbox, einmal auf die OK-Schaltfläche  oder drücken Sie die Eingabetaste. Um den Begrenzungsrahmen folgenlos zu entfernen, drücken Sie Esc - damit bleibt alles beim Alten, die Vorschau für die Veränderungen springt zurück.

Eventuell befinden sich nach dem Transformieren Teile einer Ebene außerhalb der Bildgrenzen (vergleiche Seite 732). Sie werden jedoch mitgespeichert, wenn Sie das Photoshop-Dateiformat verwenden. Mit dem Befehl Bild: Nichts maskiert (Seite 203) erweitern Sie die Arbeitsfläche passend zu den Außenseitern.

Abbildung 11.47:  Links: Um eine Seite der Ebene, eines Pfads oder einer Auswahl zu vergrößern, ziehen Sie nach Anwahl des Befehls »Frei Transformieren« an einem der Griffpunkte.  Mitte: Drücken Sie die Umschalt-Taste, damit die Seitenverhältnisse gewahrt bleiben; alternativ klicken Sie auf die Schaltfläche »Seitenverhältnis wahren« in den Werkzeugoptionen.  Rechts: Ziehen Sie außerhalb der Begrenzungsbox, wenn Sie das Objekt drehen möchten. Alternativ verwenden Sie die entsprechenden Schaltflächen in den Werkzeugoptionen. Datei: Tresor

Abbildung 11.48:  Links: Um Ebene, Auswahl oder Pfad frei zu verzerren, drücken Sie beim Ziehen eines Eckgriffs die Strg-Taste.  Mitte: Ziehen an einem Eckgriff mit Strg+Alt+Umschalt-Taste verzerrt das Element perspektivisch.  Rechts: Ziehen am Seitengriff mit Strg+Umschalt-Taste neigt die Ebene.

Funktionen im Einzelnen

Die nun folgenden Funktionen gelten für Ebenen, aber sinngemäß auch für die Umformung von Auswahlen mit dem Befehl Auswahl: Auswahl transformieren, für die Umformung von Pfaden mit dem Befehl Bearbeiten: Pfad frei transformieren, sofern ein Pfad aktiviert ist, sowie für das Einfügen von Vektorgrafik mit dem Befehl Datei: Platzieren. Diese Möglichkeiten bieten Ihnen die Transformieren-Funktionen:

  • Sie bewegen das Objekt, indem Sie innerhalb der Box mit dem Mauszeiger ziehen oder die Pfeil-Tasten nutzen.
  • Sie positionieren das Objekt neu durch Angaben für X- und Y-Achse (Details nur zu diesem gezielten Positionieren finden Sie ab Seite 739).
  • Sie vergrößern oder verkleinern ein Element, indem Sie an einem Griffpunkt ziehen. Um bei diesem so genannten Skalieren das Seitenverhältnis zu wahren und die Proportionen beizubehalten, drücken Sie erst die Umschalt-Taste, dann ziehen Sie. Lassen Sie danach erst die Maustaste los, dann die Umschalt-Taste. Alternativ klicken Sie auf die Schaltfläche Seitenverhältnis erhalten  in der Optionenleiste.
  • Um Auswahl oder Ebene zu drehen, setzen Sie den Zeiger außerhalb des Begrenzungsrechtecks an und ziehen. Mit der Umschalt-Taste legen Sie die Umdrehung auf 15-Grad-Schritte fest. Verschieben Sie das Zentrierstück, das zunächst in der Mitte liegt, wenn Sie die Ebene um einen bestimmten Fleck in der Datei drehen möchten.
  • Um nur an einer einzelnen Ecke zu verzerren, drücken Sie die Strg-Taste beim Ziehen eines Eckgriffs - also kein Griff in der Mitte einer Seite.
  • Sie verzerren Auswahl oder Ebene symmetrisch von der Mitte ausgehend, wenn Sie die Alt-Taste drücken.
  • Um eine Auswahl oder Ebene zu neigen, ziehen Sie an einem Seitengriff - nicht an einem Eckgriff - und drücken Strg+Umschalt-Taste. Dabei verzerrt Photoshop gegenüberliegende Seiten parallel.
  • Um eine Auswahl oder Ebene perspektivisch zu verzerren, drücken Sie Strg+Alt+Umschalt-Taste und ziehen an einem Eckgriff.

Beachten Sie, dass Sie die Daten in der Optionenleiste wie immer auch mit den Pfeil-Tasten - oder in Zehnerschritten mit Umschalt-Taste plus Pfeil-Taste - verändern können. Photoshop zeigt die Veränderung sofort an. Mit der Tab- Taste springen Sie von einem Datenfeld zum nächsten und mit Umschalt+Tab wieder zurück.

Abbildung 11.49:  Während Sie mit der »Transformieren«-Funktion eine Montage-Ebene, eine Auswahl, einen Pfad oder eine platzierte Grafik umformen, erscheinen die Werte in der Optionenleiste. Statt mit der Maus zu ziehen, können hier auch direkt neue Werte vorgeben. Verwenden Sie verschiedene Maßeinheiten wie »Pixel« oder »Zentimeter«, die Photoshop auch über das Kontextmenü anbietet.

»Drehen«, »Neigen«, »Skalieren«, »Verzerren«

Sie müssen die Tastaturkombinationen für den Befehl Frei Transformieren nicht im Kopf haben. Verwenden Sie das Untermenü Ebene: Transformieren und dort einen der Einzelbefehle wie Drehen, Neigen, Skalieren oder Verzerren. Photoshop zeigt die Begrenzungsbox, erlaubt Ihrer Maus aber zunächst nur die jeweils gewählte Veränderung sowie das Verschieben. Sie haben jedoch, noch bevor Sie mit der Eingabetaste bestätigen, die Möglichkeit, den Befehl Frei Transformieren zu wählen oder Strg+T zu drücken; dann sind alle anderen Veränderungen auch möglich. Ebenso können Sie zu einem anderen Einzelbefehl wechseln.

Gut zu wissen: Der Rahmen der Begrenzungsbox lässt sich auch über die Bildgrenzen hinausziehen. Am übersichtlichsten ist das im Vollschirmmodus (Kurztaste F, für Full screen). Auch Bildpunkte, die außerhalb des sichtbaren Bereichs liegen, werden in Formaten wie TIFF oder Photoshop gespeichert und lassen sich später wieder ins Bild bewegen.

11.5.6 Verzerrungen wiederholen

Eine gelungene Verzerrung lässt sich leicht auf andere Ebenen übertragen - und genauso gut auch von einer Ebene auf einen Pfad oder vice versa. Aktivieren Sie die gewünschte Ebene und wählen Sie den Befehl Bearbeiten: Transformieren: Erneut (Umschalt+Strg+T). Es ist in Ordnung, wenn Sie zwischenzeitlich andere Werkzeuge benutzt oder das erste Verzerren widerrufen haben. Sie können auch in andere Dateien wechseln und dort Ebenen oder Pfade »erneut« verzerren.

Wollen Sie eine erfolgreiche Verzerrung auf Dauer behalten, speichern Sie den Vorgang mit der Aktionenpalette (Details ab Seite 115).

11.5.7 Qualitätsprobleme beim Drehen, Skalieren und Verzerren

Beim Drehen, Skalieren oder Verzerren muss Photoshop Bildpunkte hinzurechnen, neu berechnen oder rauswerfen. Das geschieht nicht ohne Qualitätsverluste. Daraus folgt, Sie sollten eine Ebene möglichst nur einmal »transformieren«. Erledigen Sie alle Veränderungen in einem Rutsch im Vorschaumodus - Drehen, Verzerren, Skalieren - und bestätigen Sie das erst zum Schluss. Beginnen Sie das Transformieren erneut, gerät das Bild noch unsauberer als nach der ersten Transformation. Darum macht es eher Sinn, eine bereits bestätigte Transformation schnell aufzuheben und die Ebene komplett neu zurechtzurücken. Alternativ spielen Sie die Verzerrung testhalber an einer duplizierten Ebene durch. (Reines Verschieben ist harmlos.)

Entscheidend ist das Verfahren für die Interpolation, das Sie in den Voreinstellungen (Strg+K) festlegen. In der Regel sollte es Bikubisch sein, anschließend sollten Sie scharfzeichnen. Nur bei Screenshots oder Grafiken kommt die Pixelwiederholung in Frage (Details ab Seite 137). Wie grob die Pixelwiederholung mit den Pixeln umspringt, sehen Sie im Vorschaumodus, wenn Sie die Begrenzungsbox drehen oder verzerren - für diese Schnellvorschau wendet Photoshop die Pixelwiederholung an; erst nach Bestätigen der Vorschau glättet sich eventuell das Bild, weil ein anderes Interpolationsverfahren angewendet wird.

Abbildung 11.50:  Links: Mit dem Befehl »Bearbeiten: Frei transformieren« drehen wir die Ebene. In der Vorschau errechnet Photoshop eine schnelle Ansicht mit der Methode »Pixelwiederholung«; unsere Vergrößerung zeigt die Schwächen dieses Verfahrens besonders deutlich.  Mitte: Wesentlich glatter werden die Kanten, nachdem die Drehung per Doppelklick bestätigt wurde; dann berechnet Photoshop die Ebene endgültig mit der Interpolationsmethode, die in den »Voreinstellungen« gewählt wurde, hier »Bikubisch«.  Rechts: Meist kann ein Scharfzeichner das Ergebnis verbessern. Datei: Wecker

11.5.8 Auswahlbereiche oder Ebenen spiegeln und drehen

Spiegeln oder drehen können Sie jeweils einen Auswahlbereich oder ein ganzes Bild, das dazu nicht ausgewählt sein muss. Sie können zum Beispiel Horizontal spiegeln oder Vertikal spiegeln, wenn Sie in einem Hintergrund Rechts und Links oder Oben und Unten vertauschen möchten. Für Ebenen verwenden Sie das Untermenü Bearbeiten: Transformieren, für das Gesamtbild das Untermenü Bild: Arbeitsfläche drehen. Bietet die aktuelle Datei nicht genug Fläche zum Drehen, erweitern Sie das Hintergrundbild mit dem Befehl Bild: Arbeitsfläche oder mit dem Freistellwerkzeug  (Details ab Seite 201). Details zum Drehen eines Gesamtbildes finden Sie ab Seite 194.

11.5.9 »3D-Transformieren«

Der Befehl Filter: Renderingfilter: 3D-Transformieren verzerrt mehrere Seiten eines Objekts gleichzeitig mit dreidimensionaler Wirkung.

Die zeitaufwendigen Einstellungen lassen sich nicht speichern: Weder können Sie ein Gittermodell aufbewahren noch dessen Drehung. Photoshop erinnert sich an nichts beim nächsten Aufruf des Befehls. Auch wenn Sie 3D-Transformieren mit der Aktionenpalette aufzeichnen, startet das Programm beim Abspielen lediglich das Dialogfeld - doch ein Gittermodell müssen Sie neu aufziehen.

Im Übrigen sind die Möglichkeiten begrenzt. Beim Drehen muss das Programm permanent neue Pixel erfinden und oft kann es nicht auf benachbarte Punkte zurückgreifen. Dann setzt Photoshop verschiedene Grauschattierungen ein - hübsch zwar, aber ohne Zusammenhang zum Objekt. Sie könnten allenfalls neu errechnete graue Seiten mit Zauberstab  , Polygon-Lasso  oder Zeichenstift-Werkzeug markieren und mit einer Struktur füllen. So dient das 3D-Transformieren eher zur Schöpfung völlig neuer Objekte denn zur unauffälligen Korrektur vorhandenen Fotomaterials.

Zum Drehen und Bewegen brauchen Sie viel Platz in der Datei, sonst wird das Objekt abgeschnitten. Erweitern Sie Ihren Spielraum großzügig mit dem Befehl Bild: Arbeitsfläche (Seite 201). Denken Sie daran, dass Photoshop das Neuland in der Datei in der Hintergrundfarbe anlegt; Kurztaste D richtet Weiß ein.

Da der Filter viel Rechenzeit benötigt, sollten Sie für erste Versuche das Original duplizieren und per Bild: Bildgröße (Seite 177) auf rund 250 Pixel verkleinern. Sie finden beide Befehle im Kontextmenü über dem Dateifenster-Balken.

Abbildung 11.51:  Links: Über ein Drahtgittermodell verzerrt der Filter »3D-Transformieren« mehrere Seiten eines Objekts.  Rechts: In den Optionen stellen Sie die Qualität der Berechnung ein. Datei: Box

Erstellen des Gittermodells

     

Wählen Sie zunächst ein Gittermodell, also Quader  , Kugel  oder Zylinder  (Kurztasten M, N beziehungsweise C). Klicken Sie in eine Ecke des Objekts und ziehen Sie einen Rahmen auf. Er erscheint grün. Sofern Sie einen roten Rahmen sehen, haben Sie die Grenzen des Machbaren überschritten.

Gittermodell auswählen und löschen

Sie können mehrere Modelle gleichzeitig aufziehen. Aktivieren Sie das gewünschte Gittermodell mit dem Auswahlwerkzeug  (Kurztaste V). Um ein Geflecht zu löschen, klicken Sie es mit diesem Werkzeug an und drücken die Entf-Taste.

Gittermodell korrigieren

Mit dem Direktauswahl-Werkzeug  (Kurztaste A, wie bei einer Pfadbearbeitung), ziehen Sie die Punkte des Gittermodells in Position. Klicken Sie jeweils Eckpunkte links oder unten an, um einzelne Seiten zu ändern. Klicken Sie Punkte rechts und oben an oder die Längsseiten, um das gesamte Modell zu bewegen. Ändern Sie außerdem die Werte für das Ansichtsfeld, um das Gittermodell zu drehen.

Besonderheiten bei Zylindern

  

Bei Zylindern können Sie zusätzliche Ankerpunkte einsetzen, um nicht nur schlichten Dosen, sondern auch komplexeren Formen wie Flaschen oder Weingläsern eine 3D-Transformation angedeihen zu lassen. Aktivieren Sie das so genannte Ankerpunkt-einfügen-Werkzeug  und setzen Sie auf dem rechten Rand des Drahtgitters einen Ankerpunkt. Wenn Sie nun zum Direktauswahl-Werkzeug  wechseln, können Sie den Zylinder an dieser Stelle bauchig quetschen oder aufblähen - allerdings nur symmetrisch auf beiden Seiten.

Drücken Sie die Strg-Taste, um vorübergehend zum Auswahlwerkzeug  zu gelangen; damit verschieben Sie das Modell. Bei gedrückter Alt-Taste erhalten Sie das so genannte Ankerpunkt-löschen-Werkzeug  , das Ankerpunkte - na? - entfernt. Sie können es per Schaltfläche auch dauerhaft aktivieren.

Abbildung 11.52:  Im Zylinder-Modus können Sie auch symmetrische Rundungen markieren. Datei: Drink

Objekt bewegen

  

Sie bewegen das Objekt durch Ziehen mit dem Kamera-schwenken-Werkzeug  (Kurztaste E). Möchten Sie das Objekt drehen, verwenden Sie das Trackball-Werkzeug  (Kurztaste R). Mit Werten zwischen 0 und 100 bei Dolly vergrößern oder verkleinern Sie das transformierte Objekt. Per Ansichtsfeld vergrößern oder verkleinern Sie den sichtbaren Bereich.

Abbildung 11.53:  Wenn Photoshop kein Oberflächenmaterial für eine Drehung findet, muss er es selber erzeugen.

Optionen

Per Optionen-Schaltfläche bietet das 3D-Transformieren diese Regelmöglichkeiten:

  • Unter Auflösung nennen Sie die Qualität des errechneten Bildes. Dies wirkt sich insbesondere bei Kugeln und Zylindern aus, weniger bei Quadern.
  • Unter Glätten nennen Sie den gewünschten Faktor, um ausgezackte Kanten zu vermeiden.
  • Sofern Sie den Hintergrund anzeigen, werden Teile des Originals, die außerhalb des Drahtmodells liegen, in die Vorschau und in das errechnete Bild eingeschlossen. Schalten Sie die Option aus, trennt Photoshop das verzerrte Objekt von seinem Hintergrund.

Bilddarstellung in der Vorschau

  

So ändern Sie die Bilddarstellung in der Vorschau:

  • Klicken Sie die Lupe  an oder drücken Sie Strg+Leertaste, um Teile der Vorschau zur vergrößerten Darstellung anzuklicken oder einzurahmen. Alt+Leertaste nehmen Sie zur Verkleinerung der Ansicht; bei aktivierter Lupe nehmen Sie die Alt-Taste, um eine Verkleinerungslupe zu erhalten.
  • Ist die Ansicht soweit vergrößert, dass nicht das ganze Bild ins Dialogfeld passt, rücken Sie mit dem Hand-Werkzeug  den gewünschten Bildteil ins Fenster. Dazu klicken Sie das Werkzeug im Dialogfeld an oder Sie drücken wie üblich die Leertaste, um nur vorübergehend das Hand-Werkzeug  zu erhalten.

11.5.10 »Verflüssigen«

Der Befehl Bild: Verflüssigen (Strg+Umschalt+X) bietet Werkzeuge, mit denen Sie Bildteile gummiartig knautschen, dehnen oder eindrücken; Sie finden die Funktion nicht bei ImageReady. Sie können einzelne Bereiche auswählen oder stufenlos gegen Veränderung schützen. Die Funktion erinnert an das Programm Goo; sie eignet sich nicht nur für grinsende Mundwinkel, sondern auch für korrigierte Proportionen von Motorhauben, menschlichen Körpern oder gerasterten Schriftzügen. Nachteile:

  • Die komplette Bearbeitung erfolgt in einem Dialogfeld - nicht im Dateifenster selbst - und das ohne Zoom-Möglichkeit und ohne Vorschau am Original.
  • Die Dehnübungen lassen sich nicht unkompliziert in einen Film gießen.
  • Sie können gelungene Verzerrungsvorgaben weder Speichern noch per Aktionenpalette wiederholen.
  • Perspektivische Korrekturen werden nicht unterstützt.
  • Textebenen und Formebenen werden gerastert.

Kontext

Beachten Sie im Zusammenhang mit dem »Verflüssigen« folgende Passagen im Buch:

  • Alternativen zum Befehl Verflüssigen bilden je nach Aufgabe eventuell Befehle aus dem Untermenü Filter: Verzerrungsfilter, so etwa Schwingungen, Verbiegen oder Versetzen (ab Seite 913).
  • Das spezielle »Verkrümmen« einer Textebene zeigen wir ab Seite 858.
  • Zum »Verflüssigen« benötigen Sie viel Bildfläche, die Sie mit dem Befehl Bild: Arbeitsfläche oder mit dem Freistellwerkzeug  anlegen; Sie finden Details ab Seite 201.

Das Verflüssigen beansprucht viel Rechenzeit - in der Vorschau und bei der endgültigen Anwendung nach dem OK-Klick. Experimentieren Sie bei größeren Vorlagen zunächst mit Duplikaten, die Sie mit dem Befehl Bild: Bildgröße (Seite 177) auf etwa 500 Pixel Kantenlänge herunterrechnen.

Abbildung 11.54:  Mit dem Befehl »Bild : Verflüssigen« dehnen und knautschen Sie Bild partien gummiartig per Mausbewegung. Vor Veränderung geschützte Bereiche erscheinen farblich abgedeckt. Sie können die Verzerrung nach verschiedenen Methoden zurückfahren.

Werkzeuge zum Umformen

                   

Folgende Werkzeuge zum Umformen bietet das Dialogfeld Verflüssigen:

  • Das Werkzeug Verkrümmung  schiebt die Bildpunkte vor sich her. Klicken Sie zweimal bei gedrückter Umschalt-Taste, um die beiden Punkte durch eine Gerade zu verbinden.
  • Die Strudel-Werkzeuge      verdrehen Bildpunkte im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn.
  • Per Zusammenziehen  scheint das Material unter dem Mauszeiger zu schrumpfen.
  • Das Aufblasen  wölbt die Bildpunkte unter dem Mauszeiger.
  • Pixel verschieben  heißt ein Werkzeug, das Bildpunkte senkrecht zur Werkzeugrichtung verschiebt. Die Alt-Taste kehrt die Richtung um. Klicken bei gedrückter Umschalt-Taste verbindet die Punkte durch eine Gerade.
  • Die Reflexion  sorgt für reizvolle Spiegelungen. Ziehen bei gedrückter Alt-Taste variiert den Effekt, Klicken bei gedrückter Umschalt-Taste verbindet die Punkte durch eine Gerade.

Die Wirkung aller Werkzeuge im Dialogfeld steuern Sie im Bereich Werkzeugoptionen mit den Datenfeldern für Werkzeugspitzengrösse und Werkzeugdruck. Wichtig vor allem: Je höher der Werkzeugdruck, desto drastischer wirkt die Funktion, desto härtere Kanten entstehen.

Legen Sie vor Aufruf des Dialogfeldes gleich mehrere Alphakanäle an. Duplizieren Sie einen brauchbaren Alphakanal mehrfach, indem Sie ihn in der Kanälepalette auf das Symbol Neuer Kanal  ziehen.

Bildbereiche vor Veränderung schützen

Einzelne Bildbereiche können Sie vor Veränderungen schützen. Folgende Möglichkeiten haben Sie:

  • Noch bevor Sie den Befehl aufrufen, wählen Sie die gewünschte Motivpartie mit einem Auswahlwerkzeug wie dem Lasso  aus. Im Dialogfeld sehen Sie nur noch den ausgewählten Bereich.
  • Legen Sie einen Alphakanal an (Seite 641) und verwenden Sie den Alphakanal zur Auswahl veränderbarer Bildzonen. Den Alphakanal geben Sie im Fixierungsbereich im Klappmenü Kanal an.
  • Malen Sie mit dem Fixierungswerkzeug  über Zonen, die erhalten bleiben sollen. Wenn Sie bei niedrigem Werkzeugdruck begonnen haben, erhöht mehrfaches Malen die Schutzwirkung. Stärkere Schutzwirkung erkennen Sie an einer stärkeren Maske.

So heben Sie die Fixierung wieder auf:

  • Malen Sie mit dem Fixierungslöser  über die gewünschte Partie. Prüfen Sie auch hier wieder den Werkzeugdruck.
  • Die Schaltfläche Gesamte Fixierung lösen macht das komplette Bild zugänglich.
  • Die Schaltfläche Umkehren fixiert bis dato verfügbare Partien und gibt geschützte Zonen zur Bearbeitung frei.

Verzerrung exakt zurücksetzen

So nehmen Sie Verzerrungen im Dialogfeld Verflüssigen exakt wieder zurück:

  • Mit Strg+Z widerrufen Sie den letzten Pinselstrich.
  • Drücken Sie die Alt-Taste, damit die Schaltfläche Abbrechen wie immer die Beschriftung Zurück zeigt. Damit setzen Sie das Bild zurück - aber auch alle Voreinstellungen des Dialogfelds wechseln wieder zur Vorgabe ab Werk.
  • Die Schaltfläche Wiederherstellen setzt das gesamte Bild auf den Urzustand zurück.
  • Die Schaltfläche Rekonstruieren stellt nicht fixierte Bereiche automatisch schrittweise wieder her. Um die Wiederherstellung einzufrieren, drücken Sie entweder Strg+Punkt-Taste oder Esc+Punkt-Taste; eventuell müssen Sie zunächst in die Vorschau klicken, um die Wiederherstellung anzuhalten.
  • Malen Sie mit dem Werkzeug Rekonstruktion  über Bereiche, die Sie zurücksetzen möchten. Für behutsame Anwendung nehmen Sie den Werkzeugdruck zurück. Fixieren Sie Bereiche, die Sie nicht zurücksetzen möchten, und nutzen Sie im Modus-Klappmenü das Wiederherstellen.

Abbildung 11.55:  Links: Die Verzerrungen entstanden vor allem mit dem Werkzeug »Verkrümmung«.  Mitte: Weitere Verzerrungen mit Werkzeugen wie »Strudel« und »Pixel verschieben« kommen hinzu.  Rechts: Wir glätten die Verzerrung mit dem Werkzeug »Rekonstruktion« im Modus »Steif«. Datei: Gepaeck

Der Befehl Verflüssigen erzeugt selten auf Anhieb ein perfektes Bild. Bei der Nachbearbeitung helfen vor allem Kopierstempel  (Seite 572), Protokollpinsel  (Seite 105) und Scharfzeichner-Befehle. Mit dem Wischfinger  (Seite 569) verstärken Sie die Verzerrung nachträglich.

Verzerrung angepasst zurücksetzen

Beim Verflüssigen empfiehlt sich oft folgendes Vorgehen:

1. Verzerren Sie das Bild stark.
2. Schützen Sie Bereiche, die unverändert verzerrt bleiben sollen, mit dem Fixierungs-werkzeug  .
3. Stellen Sie die nicht fixierten Bereiche wieder her - mit dem Werkzeug Rekonstruktion  oder mit der Schaltfläche Rekonstruieren.

Dabei sollten Sie die ungeschützten Zonen nicht perfekt bis zum Originalzustand rekonstruieren: Der Gegensatz zu den verzerrten Partien wirkt krass und es entsteht ein harter Übergang. Deshalb bietet das Dialogfeld Verflüssigen im Bereich Rekonstruktion mehrere Verfahren, die nicht geschützte Partien modifiziert zurücksetzen:

  • Nur das Wiederherstellen sorgt für exakte Rekonstruktion.
  • Verschieben arbeitet auf Basis der bisherigen Verschiebung. Das rekonstruierte Bild erhält eine neue Position.
  • Drehen renoviert ungeschützte Zonen entsprechend der ursprünglichen Drehung oder Skalierung an dieser Bildstelle.
  • Zuweisen stellt Bildpunkte auf Grundlage der früheren Verzerrung wieder her. In den drei letztgenannten Verfahren erlaubt Photoshop kein Rekonstruieren per Schaltfläche, Sie müssen also zum Werkzeug greifen.
  • Streng wahrt rechte Winkel am Übergang zwischen fixierten und nicht fixierten Zonen.
  • Steif führt die Verzerrungen aus nicht-geschützten Zonen in den fixierten Bereichen weiter, wird jedoch zunehmend schwächer. So entstehen gute Übergänge.
  • Die Vorgabe Weich erweitert die Verzerrungen der fixierten Bereiche gleichmäßig auf nicht fixierte Partien. Ähnlich arbeitet Offen, das jedoch die Verzerrungen noch genauer weiterführt.

»Ansichtsoptionen«

Zwar gibt es keine Zoom-Möglichkeit. Sie können jedoch im Abschnitt Ansichtsoptionen nach Bedarf die Deckfarbe für Fixierte Bereiche einblenden oder verbergen, Sie können das Bild einblenden oder verbergen sowie zusätzlich oder allein ein Gitter einblenden, das die Verzerrung besonders anschaulich darstellt. Photoshop bietet verschiedene Optionen für Gittergrösse, Gitterfarbe und für die Abdeckung der geschützten Bildteile (Farbe fixieren).

11.6 Füllmethode und Deckkraft

Nicht immer soll eine Ebene oder auch eine schwebende Auswahl wie ein Abziehbild auf dem Hintergrund kleben, so dass dieser völlig verschwindet. Oben in der Ebenenpalette finden Sie zwei Regelmöglichkeiten, die die Mischung der aktiven Ebene mit den darunter liegenden Ebenen steuern: den Deckkraftregler und das Einblendmenü für die Füllmethode, also für das Überblend- oder Mischverfahren. Die Funktionen kehren im Dialogfeld Ebenenstil wieder und beide Eigenschaften lassen sich als Ebenenstil speichern (Seite 778) und somit leicht auf andere Dateien übertragen.

11.6.1 »Deckkraft«

An zwei Plätzen stellen Sie die allgemeine Deckkraft für die aktivierte Ebene ein: Mit dem Deckkraft-Regler oben in der Ebenenpalette oder mit dem Deckkraft-Regler im Bereich Allgemeine Füllmethode des Dialogfelds Ebenenstil. Vorsicht: Der Deckkraft-Regler aus dem Bereich Erweiterte Füllmethode wirkt anders (Seite 797).

Per Deckkraft machen Sie eine Ebene mehr oder weniger blass, wenn der Untergrund noch durchscheinen soll; niedrige Werte blenden eine Ebene oder schwebende Auswahl nur blass in den Untergrund ein, 100 Prozent bedeutet volle Deckung.

Die Deckkraftwerte können Sie auch über die Zifferntasten ändern, sofern das Verschieben- oder Auswahlwerkzeug aktiv ist: Tippen Sie »1« für zehn Prozent Deckkraft, »2« für 20 Prozent, »0« sorgt für 100 Prozent Deckkraft; auch Zwischenwerte von 01 bis 100 lassen sich eintippen. Arbeiten Sie allerdings mit einem Mal- oder Retuschewerkzeug, etwa Pinsel  oder Kopierstempel , dann ändern die Zifferntasten die Deckkraft dieser Geräte und wirken sich nicht auf die Ebenen aus.

Wohlgemerkt: Die Pixel auf der Ebene ändern sich durch eine Deckkraftänderung nicht; sie werden nur anders dargestellt. Sie können völlig verlustfrei eine Ebene auf 30 Prozent Deckkraft stellen, speichern und dann wieder zu 100 Prozent zurückkehren. Wenn Sie allerdings eine blasse Ebene mit einer anderen verschmelzen, übertragen Sie nur blasse Pixel; die bekommen Sie nicht hundertprozentig wieder.

Den Übergang zwischen unterschiedlichen Deckkraftwerten setzt ImageReady unkompliziert in einen Trickfilm um. Objekte lassen sich also über einen Zeitabschnitt hinweg aus- oder einblenden. Verwenden Sie den Befehl Dazwischen einfügen aus der Animation-Palette (Seite 282).

11.6.2 »Füllmethoden«

Mit den Füllmethoden lassen sich Ebenen raffiniert übereinander blenden, so dass sich bestimmte Aspekte der Bildinformation übertragen, zum Beispiel nur Strukturen oder nur Farbwerte. Der Eindruck von Überbelichtung ist ebenso möglich wie jegliche fantasievolle Mischung. Gleich oben in der Ebenenpalette haben Sie Zugriff auf das Modus-Einblendmenü. Die meisten Modi sind auch beim Malen und Retuschieren von Bedeutung. Sie finden deshalb eine ausführliche Diskussion der Füllmethoden und eine vergleichende Farbtafel bereits im Kapitel »Füllen, Malen, Retuschieren« ab Seite 536; dort sehen Sie überdies einige Montagen mit speziellen Füllmethoden.

11.6.3 »Bildberechnungen«

Statt in der Ebenenpalette zu kombinieren und dann Füllmethoden und Deckkraft zu variieren, können Sie Ihre Bilder auch via Dialogfeld mischen und dabei Füllmethoden erproben: Der Bild-Befehl Bildberechnungen vergleicht Pixel aus zwei Bildern oder aus zwei Ebenen und wendet das Ergebnis auf die gewünschte Ebene im gewünschten Dokument an. Die Modi sind zum größten Teil von den Malwerkzeugen und aus der Ebenenpalette bekannt.

In vielen Fällen erscheint es freilich übersichtlicher, zwei Bilder in der Ebenenpalette übereinander zu legen und dann mit Modus-Menü und Deckkraftregler den gewünschten Effekt herbeizuführen. Die Helligkeitsverschiebungen der speziellen Modi Addieren und Subtrahieren lassen sich durch Korrekturen an den Helligkeitsbereichen der einzelnen Ebenen erzielen. Praktisch ist es immerhin, durch Wechseln der Quelle ein Zielbild bei geöffnetem Dialogfeld »Bildberechnungen« hintereinander gleich mit mehreren verschiedenen (gleich großen) Dateien testhalber zu kombinieren, zum Beispiel mit verschiedenen Texturen. Mit dem Vorschau-Knopf wechseln Sie zwischen Vorher- und Nachher-Darstellungen. Wollen Sie nur einzelne Kanäle kombinieren, verwenden Sie den ähnlichen Bild-Befehl Kanalberechnungen (Seite 650).

Abbildung 11.56:  Der Befehl »Bild : Bild berechnungen« blendet zwei exakt gleich große Bild dateien ineinander.

Kombinieren Sie verschiedene Dateien, müssen diese in Pixelhöhe mal -breite exakt übereinstimmen.

Das Procedere step-by-step:

1. Öffnen Sie zwei exakt gleich große Dateien, die gemischt werden sollen.
2. Aktivieren Sie die Datei, die verändert werden soll, durch einen Klick auf die Titelleiste. Aktivieren Sie auch die passende Ebene.
3. Jetzt wählen Sie Bild: Bildberechnungen.

Optionen

Dies sind Ihre Möglichkeiten im Dialogfeld Bildberechnungen:

  • Neben Quelle wählen Sie die gewünschte Datei zur Mischung.
  • Unter Ebene klicken Sie auf die gewünschte Ebene dieser Datei oder wählen »Auf eine Ebene reduziert«, wenn Photoshop alle oben liegenden Pixel verwenden soll.
  • Neben Kanal geben Sie den gewünschten Kanal an - eine Grundfarbe, einen Auswahlkanal oder den Gesamtkanal wie RGB oder CMYK; verwenden Sie eine einzelne Ebene, dann lässt sich als Transparenz hier auch die Kontur des Objekts auf dieser Ebene als Maske verwenden.
  • Per Umkehren verwandeln Sie den gewählten Kanal ins Negativ.
  • Darunter sprechen Sie sich für einen Modus aus - Sie kennen die Modi schon vom Malen und von den Kanalberechnungen her, nachfolgend werden einige erneut erklärt.
  • Die Stärke dieses Effekts regeln Sie per Deckkraft.
  • Transparente Pixel fixieren Sie, wenn die freien, transparenten Stellen einer Ebene nicht überschrieben werden sollen, so dass sich ein Effekt nur auf das Objekt, nicht aber drumherum auswirkt.
  • Klicken Sie die Maske an, können Sie zusätzlich einen Kanal als Maske verwenden. Hier wählen Sie wie gehabt eine Ebene und einen Kanal.

Besondere Überblendarten

Die meisten Füllmethoden aus den Bildberechnungen kennen Sie schon. Es gibt jedoch für die Befehle Bildberechnungen und Kanalberechnungen (Seite 650) zwei besondere Verrechnungsarten:

  • Hinzufügen fasst die Helligkeitswerte der Pixel aus beiden Kanälen zusammen. Das Ergebnis wird durch den Skalierungsfaktor geteilt, der Verschiebungswert zum Ergebnis addiert. Der Skalierungsfaktor kann jede Zahl zwischen 1,000 und 2,000 sein - je höher, desto dunkler der Output. Zusätzlich können Sie die Pixel im Zielkanal um einen Verschiebungswert +255 und -255 aufhellen oder abdunkeln. Negative Verschiebung macht das Bild dunkler, positive heller.
  • Ähnlich arbeitet die Vorgabe Subtrahieren. Hier werden die Helligkeitswerte übereinander liegender Pixel voneinander abgezogen.

11.7 Ebenenstil und Ebeneneffekte

Mit den Ebeneneffekten aus dem Dialogfeld Ebenenstil stellen Sie sichtbare Ebenenbereiche verändert dar - Sie wenden Konturen, Farb- oder Musterfüllungen, plastische Kanten oder Schatten auf die Ebenen an. Alle Veränderungen lassen sich jederzeit neu steuern, verbergen, gänzlich entfernen und als Stil speichern; die ursprüngliche Ebene bleibt voll erhalten.

11.7.1 »Ebenenstil«

Eine Kombination mehrerer Ebeneneffekte zusammen mit den Vorgaben der Fülloptionen für Deckkraft, Füllmethode oder Aussparung (ab Seite 797) bezeichnet man als »Stil« oder »Ebenenstil«. Sie können diesen Stil speichern und unkompliziert auf andere Ebenen in beliebigen Bildern übertragen. Der Hersteller liefert bereits fertige Stile mit.

Ebenenstil anwenden

So wenden Sie einen gespeicherten Ebenenstil an:

  • Aktivieren Sie die gewünschte Ebene in der Ebenenpalette und klicken Sie einen Stil in der Stile-Palette an - die Ebene erscheint sofort verändert, in der Ebenenpalette sehen Sie eventuell veränderte Füllmethoden und neue Ebeneneffekte.
  • Ziehen Sie die Stil-Miniatur auf eine Ebene in der Ebenenpalette. Ziehen Sie bei gedrückter Umschalt-Taste, um vorhandene Ebeneneffekte, die nicht im Stil enthalten sind, beizubehalten; aktuelle Effekte, die der Stil auch enthält, werden durch den Stil ersetzt.
  • Ziehen Sie die Stil-Miniatur auf Bildpunkte in der Datei - die oberste Ebene erhält diesen Stil. Ziehen bei gedrückter Umschalt-Taste wahrt auch hier bereits vorhandene Effekte, sofern sie nicht im Stil gespeichert werden.
  • Öffnen Sie nach einem Doppelklick auf den Namen der gewünschten Ebene das Photoshop-Dialogfeld Ebenenstil, wählen Sie in der Leiste links die oberste Vorgabe Stile und klicken Sie den gewünschten Stil einmal an. Auf Basis eines hier gewählten Stils könnten Sie besonders bequem mit eigenen Versuchen weiterarbeiten; der ursprüngliche Stil verändert sich dadurch nicht.
  • Erstellen Sie eine Formebene mit einem Werkzeug wie Linienzeichner  oder »Eigene Form«  , verwenden Sie also in der Optionenleiste die Vorgabe Neue Form erstellen  (ab Seite 696). Damit erscheint das Klappfenster Ebenenstil in der Optionenleiste.

Abbildung 11.57:  Links: Wir haben in der Photoshop-Ebenenpalette auf den Namen einer Miniatur geklickt. Im Dialogfeld »Ebenenstil« stellen wir eine Kombination von Ebeneneffekten wie »Schlagschatten« und »Kontur« zusammen. Anschließend klicken wir auf die Schaltfläche »Neuer Stil«, um die aktuellen Vorgaben als Stil zu speichern.  Rechts: Der neue Stil steht ab sofort in der aktuellen Bibliothek in der Stile-Palette dauerhaft bereit. Durch einfachen Klick wenden Sie den Stil auf eine neue Ebene an.

Ebenenstil speichern

Eine gelungene Kombination von Effekten und Füllmethoden lässt sich leicht als eigener Stil speichern und immer wieder verwenden. Ein möglicher Weg in Photoshop:

1. Klicken Sie doppelt auf den Namen einer Ebene in der Ebenenpalette.
2. Stellen Sie im Dialogfeld Ebenenstil die gewünschten Ebeneneffekte und Füllmethoden zusammen.
3. Klicken Sie auf die Schaltfläche Neuer Stil.
4. Geben Sie im Dialogfeld Neuer Stil einen Namen an und klicken Sie auf OK. Sie entscheiden hier separat, ob der Stil Informationen über Ebeneneffekte und über die Ebenenfüllung enthalten soll. ImageReady speichert zudem die Veränderungen innerhalb einer Rollover-Sequenz als Stil (siehe Seite 306).

Zu diesem Verfahren gibt es Alternativen, sofern Sie das Dialogfeld Ebenenstil nicht mehr benötigen:

  • Klicken Sie in der Stile-Palette auf die Schaltfläche Neuer Stil  .
  • Wollen Sie das Dialogfeld Neuer Stil sehen, drücken Sie wie immer zusätzlich die Alt-Taste.
  • Ein weiterer Weg führt über den Befehl Neuer Stil aus dem Menü der Stile-Palette.

Der neue Stil steht fortan dauerhaft in der aktuellen Stile-Bibliothek parat.

Stile-Palette

Das Menü zur Stile-Palette erreichen Sie wie immer über die dreieckige Schaltfläche  rechts oben. Mit Befehlen wie Große Miniaturen und Liste richten Sie verschiedene Darstellungsarten ein. Hier bietet Photoshop auch weitere Stile-Sammlungen an, die Sie in die aktuelle Bibliothek laden können. Details zur Verwaltung der Paletten für Stile, aber auch für Werkzeugspitzen oder Verläufe finden Sie ab Seite 57.

Abbildung 11.58:  Links: Durch einen einfachen Klick in der Stile-Palette übertragen Sie neue Stile auf Ebenen. Die Ebenenpalette meldet die aktuellen Effekte und Füllmethoden für den gewählten Effekt. Sie können die momentane Einstellung weiterbearbeiten und neue Ergebnisse wieder als Stil speichern. Die ursprüngliche Ebenenfüllung verändert sich nicht, sie bleibt voll erhalten. Datei: Eigene Form

11.7.2 Effekte anlegen, verbergen und löschen

Im Folgenden besprechen wir, wie Sie Effekte anlegen, verändern und wieder entfernen.

Bevor Sie einen Effekt anlegen, beachten Sie, dass Sie dafür normale Ebenen, Form- oder Textebenen benötigen - bei Auswahlbereichen oder »Hintergrund«- Ebenen funktioniert es nicht. Schnellster Weg zu einer Ebene: Wählen Sie einen Bildbereich mit dem Auswahlrechteck  aus und heben Sie ihn mit Strg+J auf eine eigene Ebene.

Effekte neu anlegen

So legen Sie Effekte neu an:

  • Klicken Sie in Photoshop doppelt auf den Namen der gewünschten Ebene; damit erscheint das Dialogfeld Ebenenstil, in dem Sie einen Effekt auswählen.
  • Wählen Sie in Photoshop oder ImageReady mit der Schaltfläche Ebeneneffekt  in der Ebenenpalette einen Effekt aus. Photoshop zeigt das Dialogfeld Ebenenstil mit dem gewünschten Effekt; ImageReady zeigt eine Palette für den gewählten Effekt.

Die neuen Effekte werden in der Effekteleiste unter der jeweiligen Ebene genannt. Überdies erscheint neben dem Ebenennamen das Effektesymbol  . Mit dem Dreieck  neben dem Effektesymbol klappen Sie die Auflistung auf oder zu.

Effekte bearbeiten

Wollen Sie einen vorhandenen Effekt bearbeiten? Unter anderem gibt es diese Wege:

  • Nur in Photoshop: Klicken Sie doppelt auf den Namen der Ebene oder auf den Effekte-Schriftzug unter der Ebene.
  • In Photoshop und ImageReady: Klicken Sie auf das Effektesymbol  neben dem Ebenennamen oder auf die Leiste des betreffenden Effekts.
  • Wählen Sie die Effekteschaltfläche  unten in der Ebenenpalette.
  • Klicken Sie mit rechts (am Mac mit gedrückter Ctrl-Taste) auf das Effektesymbol neben dem Ebenennamen und wählen Sie im Kontextmenü das Untermenü Ebenenstil.

Abbildung 11.59:  Links: Photoshop zeigt die Einstellmöglichkeiten für einen Effekt im üblichen Dialogfeld »Ebenenstil«. Sie müssen es öffnen und wieder schließen.  Rechts: ImageReady zeigt eine dauerhaft sichtbare Palette für den in der Ebenenpalette aktivierten Effekt. Allerdings trägt dieselbe Palette, wenn Sie eine Ebenenfüllung und keinen Effekt aktivieren, den Namen »Ebenenoptionen« und erlaubt lediglich die Änderung des Ebenennamens. Achten Sie überdies darauf, die Palette voll zu öffnen; dazu verwenden Sie das Doppeldreieck neben dem Palettennamen oder den Befehl »Optionen einblenden« aus dem Palettenmenü.

Effekte verbergen  pal-auge.pcx

So verbergen Sie Effekte, ohne sie zu löschen:

  • Mit dem Augensymbol  neben dem Effektnamen blenden Sie einen einzelnen Effekt aus, ohne ihn zu löschen.
  • Klicken Sie wie üblich mit gedrückter Alt-Taste ins Auge, um nur diesen einen Effekt zu sehen und alle anderen auszublenden. Neuerlicher Alt-Klick zeigt wieder alle Effekte an.
  • Im Kontextmenü über den Effektnamen wie auch im Ebene-Menü finden Sie den Befehl Alle Effekte ausblenden.
  • Nur Photoshop: Entfernen Sie das Häkchen neben dem Effekt im Dialogfeld Ebenenstil. Der Effekt lässt sich wohlgemerkt wieder aktivieren.

Effekte löschen

Wenn Sie genug von einem Effekt haben, raten wir zu folgenden Schritten:

  • Ziehen Sie den Effekt in den Mülleimer  .
  • Per Palettenmenü lassen sich Alle Effekte löschen.
  • Klicken Sie in der Stile-Palette auf das Symbol Stil entfernen  , um ebenfalls alle Effekte der betreffenden Ebene zu entfernen. Dabei verschwindet wohlgemerkt nicht der gespeicherte Stil aus der Palette.

11.7.3 Effekte übertragen

Gelungene Effekte lassen sich auf andere Ebenen übertragen - in derselben oder einer anderen Datei. Bei Bedarf gestalteten Sie zudem mehrere »verbundene« Ebenen mit einem einzigen Klick neu.

Abbildung 11.60:  Vorlage: Effekte.psd

Abbildung 11.61:  Farbüberlagerung, Schlagschatten

Abbildung 11.62:  Verlaufsüberlagerung,  Schein nach außen

Abbildung 11.63:  Musterüberlagerung

Effekte durch »Kopieren« übertragen

Photoshop und ImageReady bieten diesen Weg zur Übertragung eines Effekts:

1. Aktivieren Sie die Ebene, in der Sie einen brauchbaren Effekt finden.
2. Wählen Sie Ebene: Ebenenstil: Ebenenstil kopieren. Aktivieren Sie nun die Ebene, die Sie auf die gleiche Art verändern wollen.
3. Nun heißt es Ebene: Ebenenstil: Ebenenstil einfügen. Bei Bedarf können Sie den Ebenenstil in verbundene Ebenen einfügen (Details zum »Verbinden« ab Seite 747).

Bildteile, die Sie in die Zwischenablage kopiert haben, werden durch das Kopieren der Effekte nicht entfernt. Der Befehl Bearbeiten: Entleeren: Alle berührt den Ebeneneffekte-Speicher nicht.

Sämtliche Befehle des Untermenüs Ebene: Ebenenstil finden Sie auch im Kontextmenü über der Effekte-Leiste und im Kontextmenü zum Effektesymbol  neben dem Ebenennamen.

Abbildung 11.64:  Kontur

Abbildung 11.65:  Schein nach innen, Mitte

Abbildung 11.66:  Schein nach innen, Kante

Abbildung 11.67:  Glanz

Effekte durch Ziehen übertragen

Alternativ zu den Menübefehlen ziehen Sie die Effekte einfach durch den Photoshop:

  • Ziehen Sie den Namen des Einzeleffekts in der Ebenenpalette über eine andere Ebenenminiatur, um deren Ebene ebenfalls mit dem Effekt auszustatten.
  • Ziehen Sie die Überschrift Effekte in der Ebenenpalette über eine andere Ebenenminiatur, um deren Ebene mit sämtlichen aufgelisteten Effekten auszustatten.
  • Ziehen Sie den Namen des Effekts oder die Effekte-Überschrift aus der Ebenenpalette über ein anderes Bild; damit erhält die oberste Ebene an der Stelle, an der Sie loslassen, den bewegten Einzeleffekt oder alle Effekte, die sich unter der Überschrift fanden.

Die ursprüngliche Ebene bleibt in allen Fällen unverändert erhalten.

Wählen Sie ein Objekt mit Ebeneneffekten per Auswahlwerkzeug aus, kopieren es in die Zwischenablage und fügen es in einem neuen Bild ein, so erscheint es am Ziel ohne jeden Ebeneneffekt. Abhilfe: Ziehen Sie das Objekt mit dem Verschieben-Werkzeug  , aber ohne jede Auswahl, in das neue Bild, um die Ebeneneffekte mitzunehmen. Alternativ ziehen Sie die Ebenenminiatur aus der Palette über das Zielbild.

Abbildung 11.68:  Abgeflachte Kante und Relief, Relief an allen Kanten

Abbildung 11.69:  Abgeflachte Kante und Relief, Abgeflachte Kante innen

Abbildung 11.70:  Abgeflachte Kante und Relief, Abgeflachte Kante außen

Abbildung 11.71:  Abgeflachte Kante und Relief, Relief

11.7.4 »Ebenen erstellen«

Wie gesagt: Die Schatten und Kanten sind zunächst nichts als ein Rechentrick; sie zeigen die vorhandene Pixelfüllung zwar dramatisch verändert an - Sie können die Effekte selbst aber nicht mit Pinsel oder Transformieren-Befehlen bearbeiten.

Bei Bedarf verwandeln Sie die Effekte jedoch in frei zugängliche Ebenen; nutzen Sie den Befehl Ebene: Ebenenstil: Ebenen erstellen. Diese Funktion legt die Veränderungen der Effekte auf neue, eigene, mit Pixeln gefüllte Ebenen. Die tragen Namen wie »Schatten für abgeflachte Kanten von innen von Ebene 2«; sie sind oft klein, halbtransparent, mit Überblendverfahren wie dem Multiplizieren ausgestattet und in Beschnittgruppen organisiert. Allerdings erhalten Sie mitunter keine perfekte Nachbildung des ursprünglichen Effekts.

Abbildung 11.72:  Oben links: Die Tasse erhält hier als Ebeneneffekt einen »Schlagschatten«. Er deckt aber nicht nur die Hand ab, sondern erreicht unerwünscht auch den Hintergrund.  Unten links: Hier wurde der Schatten mit dem Befehl »Ebenen erstellen« in eine Einzelebene verwandelt; außerdem wurde das weiße Umfeld der Hand entfernt, so dass sie von Transparenz umgeben ist. Eine Beschnittgruppe (vergleiche Seite 810) sorgt jetzt dafür, dass sich der Schatten nurmehr innerhalb der darunter liegenden Basisebene zeigt. Dateien: Tasse_1, Tasse_2

Gründe für Einzelebenen

Es gibt Situationen, in denen man die Verfremdungen der Ebeneneffekte auf konventionellen, separaten Ebenen haben möchte. Zum Beispiel:

  • Sie wollen die Montage mit getrennten Ebenen an ein Programm weitergeben, das zwar Photoshop-Ebenen wiedergeben kann, aber nicht die Ebeneneffekte seit Version 5.0.
  • Sie wollen die Effekte in einer Weise ändern, die mit dem Dialogfeld nicht möglich sind. Vielleicht möchten Sie den Schatten perspektivisch verzerren oder die Flutlichtstrahler der Beleuchtungseffekte über ein 3D-Objekt legen.
  • Der Schlagschatten soll nur Teile der darunter liegenden Bereiche abdecken, aber nicht überall sichtbar sein.

Tipps zum Befehl »Ebenen erstellen«

Beachten Sie folgende Hinweise:

  • Die Einzelebenen ragen unter Umständen aus dem sichtbaren Bildbereich heraus - zum Beispiel ein Schlagschatten oder ein Schein nach aussen, die Sie weit vom Objekt entfernt haben. Doch selbst wenn die separate Schatten-Ebene, die mit dem Befehl Ebene erstellen entsteht, nur zur Hälfte im Bild ist: Photoshop speichert auch die unsichtbaren Teile mit. Erweitern Sie die Arbeitsfläche zum Beispiel mit dem Befehl Nichts maskiert (Seite 203).
  • Vorsicht: Die neuen Ebenen, die per Ebenen erstellen entstehen, sind mit der Ursprungsebene nicht verbunden (zum »Verbinden« siehe Seite 747). Das heißt: Bewegen oder skalieren Sie eine dieser Ebenen, verharren alle anderen, zugehörigen Ebenen an ihrem Platz - die Bildwirkung bricht auseinander. Sie sollten also die Ebenen verbinden.

Ebene mit Ebeneneffekt in eine Ebene ohne Ebeneneffekt verwandeln

Sie können alle Ebeneneffekte in eine dauerhaft Pixelfüllung auf einer Einzelebene umsetzen. Die Bildwirkung verändert sich fürs Auge nicht. Technisch erhalten Sie eine Ebene ohne Effekte. Gehen Sie so vor:

1. Erzeugen Sie mit dem Symbol Neue Ebene erstellen  der Ebenenpalette eine neue, leere Ebene, die Sie unter die Ebenen mit den Effekten ziehen.
2. Aktivieren Sie diese Ebene mit den Ebeneneffekten.
3. Klicken Sie auf den Befehl Ebene: Mit darunterliegender auf eine Ebene reduzieren (Strg+E).

Abbildung 11.73:  Der Schlagschatten in dieser Montage wurde mit dem Befehl »Ebene erstellen« auf eine eigene Ebene gelegt, mit den »Transformieren«-Befehlen verzerrt (Seite 764) und mit einem Verlauf in der Ebenenmaske (Seite 803) weich ausgeblendet. Datei: Fenster

Dabei bleibt die Bildwirkung des Ebeneneffekts erhalten, doch er wird in dauerhafte Pixel umgerechnet und ist technisch eine Ebene ohne Ebeneneffekte-Manipulation. Schatten, Lichthof oder 3D-Kante sehen Sie erstmals auch im Ebenen-Thumbnail.

Andere Möglichkeit: Haben Sie die »Effekte«-Ebene bereits per Ebenen erstellen in Einzelebenen zerlegt, können Sie diese immer noch zu einer gemeinsamen Ebene verschmelzen. Dazu nutzen Sie die Befehle Verbundene auf eine Ebene reduzieren oder Sichtbare auf eine Ebene reduzieren aus dem Ebene-Menü; zuvor verbinden Sie die fraglichen Ebenen oder blenden die nicht in Frage kommenden Ebenen mit dem Augensymbol  aus.

Ebeneneffekt-Ebene als separate Datei exportieren

Es ist auch nicht umständlich, die Effekte-Ebene allein oder verschmolzen mit anderen als normale TIFF- oder JPG-Datei zu exportieren; so kann man die Effekte allein mit allen möglichen Programmen betrachten. Der Hergang:

1. Zerlegen Sie die Effekte mit dem Befehl Ebenen erstellen in Einzelebenen.
2. Blenden Sie mit dem Augensymbol  alle Ebenen aus, die Sie nicht weiter benötigen.
3. Sofern Sie die Bildgrenzen auf das erforderliche Mindestmaß kappen möchten, verwenden Sie Bild: Freistellen mit der Option Transparente Pixel (vergleiche Seite 199).
4. Wählen Sie den Befehl Datei: Speichern unter. Je nach gewähltem Dateiformat werden die Ebenen verschmolzen, transparente Bereiche mit Weiß gefüllt.

Weitere Alternativen, um nur die Effekte, nicht aber die eigentliche Pixelfüllung der Ebene zu sehen:

  • Zerlegen Sie die Effekte mit dem Befehl Ebenen erstellen in Einzelebenen, blenden Sie die unerwünschten Ebenen aus und nutzen Sie die Funktion Bild: Bild duplizieren mit der Option Auf eine Ebene reduzieren.
  • Öffnen Sie das Ebenenstil-Dialogfeld, indem Sie auf der Effekte-Schaltfläche  der Ebenenpalette die Fülloptionen aufrufen, und senken Sie die Deckkraft nur im Bereich Erweiterte Füllmethode (vergleiche Seite 797).

11.7.5 »Kontur«-Optionen

Die Ab- oder Zunahme eines Effekts steuern Sie über die Gradationskurven für Kontur oder Glanzkontur. Bei Schein oder Schlagschatten steuern Sie per Kontur-Option die Verteilung der Hell-Dunkel-Zonen - Sie legen zum Beispiel konzentrische Ringe oder harte Stufen an. Ähnlich verändern Sie auch beim Effekt Abgeflachte Kante und Relief die Lichter und Schatten auf den plastischen Kanten; im Unterbereich Kontur dieses Effekts regeln Sie die Berg- und Tal-Verteilung per Kontur-Kurven. Der Schein nach aussen verteilt sich je nach Kontur-Variation auf mehrere Ringe.

Abbildung 11.74:  Mit den »Kontur«-Vorgaben bestimmen Sie, wie gleichmäßig sich ein Effekt verändert. Photoshop bietet liefert verschiedene »Konturen« mit, Im »Kontur«-Editor lässt sich die Kurve formen und abspeichern.

»Kontur« verändern

Voreingestellt ist stets (außer beim Glanz) die lineare 45-Grad-Kurve - sie steht für gleichmäßige Veränderung. So tauschen Sie die Kontur aus:

  • Klicken Sie auf das Dreieck  , um andere Kontur-Kurven aus der Bibliothek zu laden (Details zur Verwaltung solcher Bibliotheken ab Seite 57).
  • Klicken Sie auf die Gradationskurve, um im Kontur-Editor die Kurve von Hand zu formen. Starten Sie eventuell mit einer der mitgelieferten Kurven im Klappmenü Vorgabe. Um weiche in harte Übergänge zu verwandeln, klicken Sie die Ecke an. Die Bearbeitung erinnert sehr an den Befehl Bild: Einstellen: Gradationskurven (Seite 477).

Abbildung 11.75:  Die Reihe zeigt den Ebeneneffekt »Abgeflachte Kante und Relief« mit den Optionen »Abgeflachte Kante innen« und »Weich meißeln«. Im Unterbereich »Kontur« haben wir diese »Kontur«-Kurven gewählt (v.l.n.r.): »Linear«, »Einbuchtung stark«, »Kegel« und »Doppelter Ring«. Datei: Effekte

11.7.6 »Muster«-Optionen

Nicht nur die Musterüberlagerung, auch Kontur sowie Abgeflachte Kante und Relief im Bereich Struktur bieten Muster an. Hier greifen Sie auf die aktuelle Musterbibliothek zu. Folgende Optionen haben Sie:

  • Klicken Sie auf das Symbol Neue Vorgabe aus aktuellem Muster  , um die aktuelle Mustereinstellung dauerhaft zu sichern.
  • Ziehen Sie bei geöffnetem Dialogfeld über der Datei, um das Muster zu bewegen. Setzen Sie das Muster bei Bedarf mit der Schaltfläche An Ursprung ausrichten zurück.
  • Bewegen Sie die Ebene, bewegt sich normalerweise die Musterfüllung mit. Wählen Sie die Option Mit Muster verbinden jedoch ab, schieben Sie die Bildpunkte der Ebene quasi über das feststehende Muster; je nach Position der Bildpunkte wechselt der Inhalt. Die Option An Ursprung ausrichten lässt das Muster exakt in der linken oberen Bildecke beginnen, sofern Sie Mit Ebene verbinden abwählen. Dies ist vor allem interessant, wenn Sie keine diffusen Strukturen, sondern zum Beispiel Schriften oder Logos als »Muster« nutzen.
  • Per Skalierung steuern Sie die Größe des Musters.

Ein »Muster« wirkt bei einer Skalierung von genau 100 Prozent gestochen scharf. In allen anderen Größen kommt es zu leichter Weichzeichnung, besonders entstellend wirken Werte deutlich über 100 Prozent.

Kontext

Beachten Sie im Zusammenhang mit »Mustern« auch folgende Passagen im Buch:

  • Die Verwaltung von Bibliotheken für Muster und andere Programmmerkmale erklären wir ab Seite 57.
  • Wie Sie eigene, nahtlos kombinierbare Muster produzieren, besprechen wir ab Seite 308.

11.7.7 Weitere gemeinsame Aspekte

Die folgenden Aspekte gelten für mehrere oder alle Effekte.

»Globalen Lichteinfall verwenden«

Zu vielen Effekten wählen Sie eine Lichtrichtung und Sie norden fallweise alle Effekteebenen innerhalb einer Ebene und gleichzeitig innerhalb einer Datei auf die gleiche Lichtrichtung ein - dies besorgt die Option Globalen Lichteinfall verwenden. Allerdings stellten die Programmierer keinen Zusammenhang her zu Filtern wie Beleuchtungseffekte oder Mit Struktur versehen, die ebenfalls Licht und Schatten verteilen.

Bewegen Sie also bei einer Ebene den Schatten, wird er sich bei allen anderen mitdrehen. Und auch die Licht- und Schattenseiten eines Reliefs an allen Kanten passen sich an. Ziehen Sie eine effektbeladene Ebene in eine andere Datei, die schon Ebeneneffekte enthält, verpasst Photoshop dem Neuankömmling den bereits herrschenden Globalen Lichteinfall.

Der Winkel ändert sich jedes Mal, wenn Sie bei irgendeinem Effekt entsprechend eingreifen. Alternativ nutzen Sie unabhängig vom Einzeleffekt den Befehl Ebene: Ebenenstil: Globaler Lichteinfall. Nicht nur der Winkel steht hier zur Disposition, sondern auch die Höhe. Je niedriger der Wert, desto härter die Übergänge zwischen Licht- und Schattenseiten.

Ebeneneffekte skalieren und verzerren

Beim Drehen oder Spiegeln einer Ebene voller Effekte bleiben Licht- und Schattenfall konstant: Ein Schatten rechts unten verharrt rechts unten - auch wenn Sie die Ebene um 180 Grad drehen oder horizontal spiegeln.

Wichtiger jedoch: Skalieren Sie das Objekt per Transformieren oder per Bild: Bildgröße, so behalten Schatten- oder Kanteneffekte stur ihr definiertes Pixelmaß. Das heißt: Eine Kante, die fünf Pixel breit definiert wurde, misst auch nach einer 200-Prozent-Verkleinerung der Ebene fünf Pixel Breite. Das heißt weiter, die Wirkung des Effekts im Vergleich zum Objekt ändert sich: Eine vormals schmale Kante, ein bis dato dezenter Schatten stechen nach einer Verkleinerung der Ebene deutlicher hervor.

Zur Abhilfe bietet Photoshop den Befehl Ebene: Ebenenstil: Effekte skalieren. Damit verändern Sie die Intensität des Effekts in Prozent-Schritten.

Abbildung 11.76:  Wir verkleinern das Objekt mit der »Transformieren«-Funktion. Doch die Pixelwerte für die Kantenerhöhung verringern sich nicht entsprechend. Darum wirkt der 3D-Effekt im verkleinerten Objekt jetzt vergleichsweise stärker. Sie können die Wirkung mit dem Befehl »Effekt skalieren« jedoch wieder ausgleichen.

Arbeitsgeschwindigkeit

Die Ebeneneffekte kosten Rechenpower. Bewegen Sie große Effekte-Ebenen - zum Beispiel über 1000 Pixel breit - auf kleineren Rechnern, dann merken Sie eventuell, wie Photoshop ins Ruckeln kommt. Dies gilt jedenfalls, wenn Sie die Ebene in der 100-Prozent-Ansicht verschieben.

So geht es schneller: Setzen Sie in den Voreinstellungen den Bild-Cache zum Beispiel auf den Wert 4 und zeigen Sie das Bild in einer Zoomstufe von 50 Prozent oder weniger - Photoshop verwendet dann für die Monitordarstellung nur die zur Ansicht verkleinerte Bildversion und tut sich damit sichtlich leichter. Alternative: Verbergen Sie die Effekte zwischenzeitlich mit dem Augensymbol  .

Wiederkehrende Optionen

Wir besprechen hier Optionen und Möglichkeiten, die für mehrere Ebeneneffekte gelten:

  • Für alle Effekte geben Sie eine Füllmethode an, teilweise sogar getrennt für Licht- und Schattenseiten. In aller Regel ändert man die Vorgabe des Herstellers nicht. Wir diskutieren Füllmethoden ausführlich ab Seite 536 und speziell für Ebenen ab Seite 776.
  • Ein Klick auf das Farbfeld öffnet jeweils den Farbwähler, mit dem Sie eine neue Farbe zum Beispiel für Schlagschatten oder Schein nach aussen herauspicken; Sie können die Farbe bei geöffnetem Farbwähler auch aus der Bilddatei aufnehmen (Details ab Seite 528). Achten Sie je nach Aufgabe auf web-sichere Farben.
  • Verschiedene Effekte bieten Farbverläufe an, neben der Verlaufsüberlagerung etwa auch Kontur oder die Schein-Funktionen. Das Dreieck  gibt Zugriff auf die aktuelle Bibliothek mit Verläufen, ein Doppelklick auf den Verlaufsbalken öffnet das Dialogfeld Verlauf bearbeiten (Seite 552). Per Zufallswert variieren Sie Farbe und Deckkraft des Verlaufs.
  • Das Glätten sorgt nur bei komplexen Figuren für geringfügige Verbesserung.
  • Die Störung bricht den Farbauftrag in weniger deckenden Bereichen von Schein oder Schlagschatten nach Art der Füllmethode Sprenkeln streuselig auf und sorgt für eine rauere Wirkung.
  • Die Vorgabe Überfüllen bestimmt, um wie viel größer ein Schein oder ein Schatten gegenüber dem eigentlichen Objekt ist, bevor der Effekt weichgezeichnet wird. Unterfüllen verkleinert Schatten nach Innen oder Schein nach Innen, bevor die Effektebene weichgezeichnet wird. Testen Sie jeweils die Wechselwirkung mit dem Grösse-Regler.
  • Eine Alternative zu den Effekten Farbüberlagerung, Musterüberlagerung oder Verlaufsüberlagerung könnte eine entsprechende Füllebene sein (Seite 817), eventuell in Verbindung mit einem Ebenen-Beschneidungspfad oder mit einer Ebenenmaske; dies gilt, wenn Sie den Effekt mit 100 Prozent Deckkraft im Modus Normal zeigen wollen.
  • Den Übergang zwischen zwei Vorgaben für einen Ebeneneffekt verwandeln Sie in einen Trickfilm- lassen Sie Verläufe schillern, Konturen und plastische Kanten anschwellen, Lichter und Schatten wandern. Verwenden Sie in ImageReady den Befehl Dazwischen einfügen aus der Animation-Palette (Seite 282).

11.7.8 »Schlagschatten«

Im Folgenden besprechen wir die einzelnen Ebeneneffekte. Wir gehen nur noch auf Funktionen ein, die in den vorhergehenden Absätzen nicht bereits erklärt wurden. Beispiele für Ebeneneffekte finden Sie im gesamten Buch.

Zusammen mit Abgeflachte Kante und Relief gehört der Schlagschatten zu denjenigen Effekten, die besonders den Eindruck von Dreidimensionalität hervorrufen. Winkel und Distanz des Schattens sollten Sie nicht durch Eingaben in die Datenfelder regeln. Ziehen Sie einfach - bei geöffnetem Dialogfeld - den Schatten in Position. Um den Schatten zu dämpfen, nehmen Sie die Deckkraft zurück und experimentieren mit dem Verhältnis von Überfüllen zu Grösse. Für lebhaftere Wirkung über farbigen Hintergründen probieren Sie die Füllmethoden Ineinanderkopieren und Farbig nachbelichten, jeweils bei deutlich reduzierter Deckkraft.

Abbildung 11.77:  Photoshop bietet keine perspektivisch verzerrten Schatten als Ebeneneffekt. Wollen Sie einen Schatten unabhängig vom Objekt drehen oder verzerren, verwandeln Sie ihn mit dem Befehl »Ebene erstellen« (Seite 784) in eine übliche Ebene. Auch Teile der Schattenebene, die aus dem sichtbaren Bereich herausragen, werden mitgespeichert und können ins Bild innere geholt werden. Sie können den Schatten auf einer separaten Ebene zudem individuell weichzeichnen oder mit einer Ebenenmaske ausblenden. Wollen Sie das Hauptmotiv und die zugehörige Schattenebene gemeinsam bewegen oder verzerren, so »verbinden« Sie die beiden Ebenen (vergleiche Seite 747). Datei: Teppich

Abbildung 11.78:  Beide Textebenen haben weiße Farbe und den Ebeneneffekt »Schlagschatten«. In den »Fülloptionen« des Dialogfelds »Ebenenstil« haben wir im Bereich »Erweiterte Füllmethode« die »Deckkraft« auf 30 Prozent gesetzt. So scheint in tden Buchstabenumrissen der Hintergrund durch, während der Schatteneffekt voll erhalten bleibt. Rechts wurde allerdings in den »Schlagschatten«-Einstellungen die Option »Ebene spart Schlagschatten aus« abgewählt. Deswegen scheint der Schatten hier in der Ebenenfüllung durch. Datei: Lang_Tre

»Ebene spart Schlagschatten aus«

Wichtig ist die Option Ebene spart Schlagschatten aus: Der Schatten liegt zum guten Teil »unter« der Pixelfüllung der Ebene. Auf verschiedene Arten können Sie nun die Ebenenfüllung unabhängig vom Schatten teilweise transparent machen - zum Beispiel durch verschiedene Füllmethoden wie Hartes Licht oder indem Sie die Deckkraft im Bereich Erweiterte Füllmethode der Fülloptionen herabsetzen (vergleiche Seite 797). In diesem Fall würde der Schatten durch den Bereich der Bildpunkte hindurch sichtbar. Um ihn jedoch nur außerhalb der Bildpunktfüllung zu zeigen, verwenden Sie die Option Ebene spart Schlagschatten aus.

11.7.9 »Schein nach außen«

Der Effekt Schein nach aussen umgibt Objekte oder Schriften mit einem Lichthof, der unter anderem Objekte über dunklem Hintergrund betont und schnell dramatisch wirkt. Er kann auch Bestandteil einer Neonschrift sein - experimentieren Sie mit verschiedenen Farben, Verläufen und Kontur-Vorgaben. Für harte Wirkung wechseln Sie zum Ebeneneffekt Kontur. Kombinieren Sie den Effekt bei Bedarf mit Blendenflecken oder Beleuchtungseffekten. Machen Sie den Hintergrund eventuell mit einer Einstellungsebene (Seite 813) noch dunkler, um den »Schein« stärker zu betonen. Verwenden Sie zum Beispiel die Tonwertkorrektur mit einer Absenkung des Gammawerts, also mit dem grauen Regler (Seite 469).

Abbildung 11.79:  Die Reihe zeigt den Ebeneneffekt »Schein nach außen« mit diesen »Kontur«-Vorgaben v.l.n.r.: »Linear«, »Einbuchtung stark«, »Kegel« und »Doppelter Ring«. Datei: Effekte

11.7.10 »Schein nach innen«

Der Schein nach innen leuchtet in zwei Varianten:

  • Mitte lässt das Objekt von innen her warm erstrahlen.
  • Kante versetzt zuerst die Ränder des Objekts in Leuchten und greift auf das Innere erst über, wenn Sie höhere Werte einstellen.

Mitunter peppt Schein nach innen den Effekt Abgeflachte Kante und Relief zusätzlich auf. Testen Sie generell höhere Werte und auch andere Farben als vom Hersteller vorgegeben. Um die Wirkung deutlich zu verstärken, wechseln Sie zur Füllmethode Farbig abwedeln. Zumeist verwenden Sie im Bereich Technik die Vorgabe Weicher, nur bei komplexen, harten Kanten eventuell Präzise.

Abbildung 11.80:  Hier sehen Sie den Ebeneneffekt »Schein nach innen« mit der Option »Kante« und folgenden »Kontur«-Vorgaben v.l.n.r.: »Linear«, »Einbuchtung stark«, »Kegel« und »Doppelter Ring«. Datei: Effekte

11.7.11 »Abgeflachte Kante und Relief«

Der Ebeneneffekt Abgeflachte Kante und Relief rechnet knackig-dreidimensionale Kanten an Pixelobjekte, Texte oder Formebenen. Dröge geometrische Flächen und abgehangene Schriftarten schießen hier so plastisch ins Kraut, dass sie fast aus dem Bild kullern: zeitgeistkonforme Lüftlmalerei der digitalen Art. Die Abgeflachte Kante produziert in Verbindung mit einem Schlagschatten gefällig rundliche, sinnliche Objekte in angenehm plastischer Tiefenwirkung - in der Anmutung vergleichbar dem künstlichen Hall von Pop- oder Jazzaufnahmen. Auch dort ist das Ergebnis keineswegs der Realität nachgebildet; doch die Räumlichkeitstricks befriedigen allemal.

Sie finden Bildbeispiele an verschiedenen Stellen im Buch, unter anderem auf den Seiten 158, »Schlagschatten«, 864, 881 und 885.

Abbildung 11.81:  Der weiße Schriftzug oben verwendet den »Schatten nach innen«; er dunkelt die Objektränder nach innen ab. Für die Schaltflächen nutzen wir »Abgeflachte Kante und Relief« mit dem Stil »Relief an allen Kanten«, so dass die Umgebung mit eingekerbt wird. Zur »Technik«: links »Abrunden«, Mitte »Weich meißeln«, rechts »Weich meißeln« mit der Vorgabe »Runde Stufen« im Unterbereich »Kontur«. Der Hintergrund verwendet unter anderem »Abgeflachte Kante und Relief« mit den Vorwahlen »Abgeflachte Kante innen« und »Hart meißeln«; im Unterbereich »Kontur« haben wir den »Ring« verwendet, im Unterbereich »Struktur« das Muster »Violett«. Datei: Start

»Stile«

Sie formen Ihre 3D-Gestalten mit unterschiedlichen Stilen:

  • Die Vorgabe Abgeflachte Kante aussen erzeugt einen 3D-Effekt, indem sie Teile der darunter liegenden Ebene so aufhellt und abdunkelt, als ob sie Kanten der darüber liegenden, aktiven Ebene bilden. Die Pixelfüllung der aktiven Ebene erscheint völlig unverändert. Damit kommt quasi ein fremdes Material von der darunter liegenden Ebene ins Spiel; zumeist erwartet man eher Kanten, die dem Inneren des Objekts ähneln. Relief steigert die Wirkung noch.
  • Die Option Abgeflachte Kante innen formt typische 3D-Objekte, deren Kanten aus dem Objekt selbst, nicht aus der darunter liegenden Ebene geformt werden. Niedrige Weichzeichnen-Werte erzeugen flache Objekte mit harten Kanten, hohe Zahlen in diesem Eingabefeld führen zu sanften Hügeln. Abgeflachte Kante innen lässt sich gut mit dem Schlagschatten-Effekt kombinieren. Allerdings wirkt der Übergang zwischen abgeschatteter Seite und Schatten bisweilen finster. Abhilfen: Wählen Sie den Globalen Winkel ab und ziehen Sie den Schatten probehalber bei geöffnetem Schlagschatten-Dialog an andere Positionen; reduzieren Sie die Deckkraft für den Schatten oder nehmen Sie eine leichte Kontur hinzu.
  • Das Relief kombiniert Abgeflachte Kante innen und Abgeflachte Kante aussen: Die Wölbung beginnt auf der darunter liegenden Ebene und setzt sich im eigentlichen Objekt fort. Der Übergang überzeugt nicht immer.
  • Die Option Relief an allen Kanten kerbt quasi einen Graben zwischen Objekt und darunter liegende Ebene ein: Der Hintergrund scheint sich zu vertiefen, dann wächst das Objekt heran, bis es dieselbe Höhe wie die darunter liegende Ebene erreicht. Relief an allen Kanten eignet sich gut, um Figuren in Sand, Holz, Metall oder andere Untergründe zu stanzen.
  • Die Vorgabe Reliefkontur ist nur wirksam, wenn Sie auch den Ebeneneffekt Kontur verwenden. Mit der Reliefkontur formen Sie den Kontur-Effekt plastisch aus, ohne den Rest der Ebene zu verändern.

Abbildung 11.82:  Ein Kreis auf Basis einer Formebene und ein paar Satzzeichen formen diesen Knopf. Wir modellieren den Kreis mit den Effekten »Abgeflachte Kante innen«, »Farbüberlagerung« und »Schlagschatten«, die Interpunktion erhält ein »Relief an allen Kanten«. Datei: Knopf

Licht und Schatten gestalten

Für die aufgehellten und für die abgedunkelten, gegenüber liegenden Kanten stellen Sie im Bereich Schattierung Farben und Deckkraft separat ein, eventuell passend zur weiteren Umgebung. Der Farbtiefe-Regler bestimmt den Kontrast zwischen aufgehellten und abschattierten Zonen. Wenn der Effekt nicht stark genug herauskommt - zum Beispiel bei größeren Objekten oder ungünstigem Untergrund - erhöhen Sie die Deckkraft der beiden Farben. Testen Sie außerdem zusätzlich einen Schein nach Innen.

Jedes Mal wählen Sie außerdem zwischen Oben und Unten. Damit kehren Sie die Lichtrichtung um. Dies ist eine Möglichkeit, zum Beispiel zwei verschiedene Zustände einer Schaltfläche darzustellen.

Weitere Optionen

Das Dialogfeld bietet weitere, starke Gestaltungsmöglichkeiten:

  • Im Unterbereich Kontur formen Sie das Berg-und-Tal-Relief des Effekts.
  • Im Unterbereich Struktur weben Sie ein Relief in Ihr Objekt (Details jeweils ab Seite 786).
  • Das Abrunden aus dem Klappmenü Technik erzeugt besonders weiche Kanten, während Weich meisseln und Hart meisseln schärfere Konturen und sogar Relief in Diagonalen errechnen; mit dem Regler Weichzeichnen dämpfen Sie diese Wirkung.

11.7.12 »Kontur«

Per Ebeneneffekt Kontur fassen Sie Ihr Ebenenmotiv in ein Rähmchen, das wahlweise aus einer Einzelfarbe, aus einem Muster oder einem Verlauf besteht. Wichtig sind die Optionen zur Position:

  • Lassen Sie die Konturlinie Innen entlang laufen, können Sie bisherige Auswahlen oder Masken weiterverwenden, denn die Farbe geht nur nach innen, nicht aber über den alten Maskenrand hinaus. Die ursprüngliche Größe des Objekts verändert sich nicht - auch Buchstaben gehen nicht unschön aus dem Leim. Allerdings überdecken Sie den Rand der Ebenenfüllung.
  • Die Option Aussen lässt dagegen den markierten Bildbereich gänzlich unberührt - die Kontur zieht sich nur außerhalb der Außenkante entlang. Die Objekte werden also größer, Buchstabenränder können überlappen.
  • Die Mitte erstreckt sich halb aufs Innere, halb auf die Umgebung der Ebene.

Besonderheiten

Beachten Sie beim Kontur-Effekt:

  • Wenn Sie als Füllung den Verlauf und anschließend den Stil Explosion verwenden, geht der Verlauf nicht mehr wie üblich gleichmäßig über die Bildfläche. Statt dessen schmiegt er sich den Objektpixeln an. Vom Regenbogen-Rähmchen bis zur metallischen Einfassung ist alles möglich.
  • Wollen Sie nur den Kontur-Effekt einer Ebene mit einem Relief-Effekt und mit Struktur bearbeiten, dann wählen Sie den Ebeneneffekt Abgeflachte Kante und Relief mit der Vorgabe Reliefkontur. Die Bildfüllung selbst bleibt unverändert.

Abbildung 11.83:  Der Ebeneninhalt wurde mit der »Erweiterten Füllmethode« ausgeblendet (Seite 797), Sie sehen nur noch den Ebeneneffekt »Kontur«.  Ganz links: Füllung »Farbe«; zweites Bild : Füllung »Verlauf«, »linear«; drittes Bild : Füllung »Verlauf«, Explosion; viertes Bild : zusätzlich Ebeneneffekt »Abgeflachte Kante und Relief« mit dem Stil »Reliefkontur« und »Struktur«-Zusatz. Datei: Effekte_2

Alternativen

Eine reizvolle Alternative bilden die Befehle Pfadkontur füllen oder Underpfadkontur füllen, welche die Pfadpalette anbietet (Seite 716). Vorteile gegenüber dem Ebeneneffekt Kontur:

  • Beim Füllen einer Pfadkontur wird das aktuelle Werkzeug mit den akuten Einstellungen aus der Werkzeugspitzenpalette angewandt - auch ungleichmäßige. Der Befehl Kontur füllen verwendet dagegen immer eine gleichmäßige Werkzeugspitze ohne weichen Rand.
  • Haben Sie nur Teile eines Pfads markiert und ausgewählt, werden auch nur diese Teile gefüllt.

Weitere Alternativen:

  • Der Befehl Bearbeiten: Kontur füllen (Seite 548) zeichnet eine Auswahl unmittelbar auf der aktuellen Ebene nach und verwendet nur runde Spitzen. Er erzeugte im Test geringfügig »härtere Ecken« als der Kontur-Ebeneneffekt. Ein Vorteil des Befehls Kontur füllen: Statt Pixel können Sie auch Zentimeter- oder Millimeterwerte verwenden.

Abbildung 11.84:  Links: Ebenenkonturen malt Photoshop mit dem Befehl »Kontur füllen« nach.  Rechts: Mehr Möglichkeiten bietet die Pfadpalette mit dem Befehl »Pfadkontur füllen«: Sie können freie Pinselformen und Farbübergänge wählen.

  • Manchmal ist es am besten, nur den Rand eines Objekts auszuwählen und mit einem Filter- oder Einstellungen-Befehl zu bearbeiten. Laden Sie den Ebenenumriss als Auswahl, indem Sie bei gedrückter Strg-Taste auf die Miniatur in der Ebenenpalette klicken, und verwenden Sie den Photoshop-Befehl Auswahl: Auswahl verändern: Umrandung (Seite 614).

11.7.13 »Glanz«

Glanz, in der US-Version treffender »Satin« genannt, zaubert dunkle Schattierungen auf die Ebene, die sich an den Umrissen der Ebene orientieren. Sie stellen eine Grösse ein, den Abstand zwischen Schattierung und Original legen Sie per Regler oder durch Ziehen über der Datei fest. Der Effekt ist eine interessante Ergänzung zu allen Bildern mit Struktur, niedrige Deckkraft reicht oft.

Um einen hellen »Glanz« zu erzeugen, rufen Sie mit dem Farbfeld den Farbwähler auf, geben eine helle Farbe an und stellen die Füllmethode auf Negativ multiplizieren oder sogar Farbig abwedeln. Für diffuser verteilten »Glanz« testen Sie den Ebeneneffekt Schatten nach Innen bei sehr weicher Kante. Weitere Alternative: Legen Sie eine neue Ebene im Modus Hartes Licht über der Zielebene an, stellen Sie die Standardfarben Schwarz und Weiß mit der Taste D her, wenden Sie den Befehl Filter: Rendering-Filter: Wolken an (Seite 911) und klicken Sie bei gedrückter Alt-Taste auf die Trennlinie zwischen beiden Ebenen, um mit dem Doppelkreis-Zeiger  eine Beschnittgruppe herzustellen (Seite 810). Per Deckkraft-Regler in der Ebenenpalette korrigieren Sie die Wirkung.

11.7.14 Weitere Ebeneneffekte

Die Programme bieten weitere Ebeneneffekte an - die meisten Optionen haben wir bereits in den vorhergehenden Abschnitten besprochen:

  • Die Farbüberlagerung deckt eine Ebene komplett einfarbig ab. Sie können beliebige Ebenen also einfarbig anzeigen und diese Darstellung jederzeit ändern oder abschalten. Möchten Sie ein Objekt monochrom färben, aber seine Struktur erhalten, dann verwenden Sie die Farbüberlagerung mit der Füllmethode Farbe.
  • Der Ebeneneffekt Musterüberlagerung ziert die Ebene mit einem Muster. Verwenden Sie die Füllmethode Hartes Licht, um das Muster quasi in die Ebene einzustanzen. Beachten Sie auch unsere Hinweise zu den Muster-Optionen allgemein ab Seite 787.
  • Die Verlaufsüberlagerung überzieht Ihr Bild mit einem Farbverlauf. Das Dreieck bietet Zugriff auf die aktuelle Bibliothek mit Verläufen, ein Doppelklick auf den Verlaufsbalken öffnet das Dialogfeld Verlauf bearbeiten (alle Details ab Seite 552). Wenn Sie den Verlauf An Ebene ausrichten, bewegt er sich beim Verschieben der Bildpunkte mit, sonst sehen Sie je nach Position der sichtbaren Bildpunkte unterschiedliche Teile des Verlaufs. Ziehen Sie über dem Bild, um Anfangs- oder Endpunkt des Verlaufs zu verschieben.
  • Der Schatten nach innen legt einen Schatten von den Objektkanten aus nach innen. So kann der Eindruck entstehen, dass die Ebene selbst quasi hohl ist und der Schatten nach innen auf einer darunter liegenden Ebene erscheint. Oder die Ebene wirkt wie versenkt, man blickt durch ein Loch in Form dieser Ebene auf den Ebeneninhalt. Wenn Sie mit geringer Deckkraft und weicher Kante arbeiten, erzeugen Sie ein sanftes Schattenspiel ohne direkt plastische Wirkung; es belebt allzu einförmige Objekte. Bewegen Sie den Schatten mit der Maus direkt über der Datei. Bei schwarzen Objekten sehen Sie von diesem Effekt nichts. Möchten Sie einen hellen Schatten nach innen auf ein dunkles Objekt anwenden, verwenden Sie den Effekt Schein nach Innen.

11.8 »Erweiterte Füllmethode«

In diesem Abschnitt besprechen wir die Möglichkeiten, die das Dialogfeld Ebenenstil im Bereich Erweiterte Füllmethode einräumt. Photoshop zeigt dieses Dialogfeld nach Doppelklick auf den Namen der jeweiligen Ebenenminiatur, aber nicht bei »Hintergrund«-Ebenen. In der Leiste links sollte die oberste Zeile aktiviert sein: Fülloptionen. Vergleichbare Möglichkeiten finden Sie bei ImageReady in der Palette »Ebenenoptionen/Stil«.

Alle Eigenschaften, die wir hier besprechen, lassen sich als Ebenenstil speichern (Seite 778) und somit leicht auf andere Dateien übertragen. Schalten Sie die Vorschau aus und wieder ein, um zwischen der vorherigen Einstellung und Ihrer aktuellen Korrektur zu vergleichen. Drücken Sie Strg+Z, um die allerletzte Regleränderung zu widerrufen. Die Alt-Taste verwandelt wie üblich die Schaltfläche Abbrechen in ein Zurück; damit stellen Sie den Status quo ante wieder her.

Abbildung 11.85:  Wir haben die Textebene mit einer Reihe von Ebeneneffekten ausgestattet, die eigentlich nicht zueinander passen. Für die Beispiele in der nachfolgenden Reihe schalten wir deshalb mit den Augensymbolen in der Ebenenpalette jeweils einige Ebeneneffekte aus. Vor allem senken wir die »Deckkraft« im Bereich »Erweiterte Füllmethode« des Dialogfelds »Ebenenstil«. Der »Deckkraft«-Regler im Bereich »Allgemeine Füllmethode« bewirkt dasselbe wie der Deckkraftregler in der Ebenenpalette; er bleibt bei 100 Prozent. Datei: Report

11.8.1 Deckkraft der Ebenenfüllung

Der Deckkraft-Regler im Bereich Erweiterte Füllmethode blendet allein die in der Ebene bereits vorhandenen Pixel aus, also die dauerhaft gespeicherten Bildpunkte einer Pixel- oder Formebene. Der Farbauftrag, der durch Ebeneneffekte wie Verlaufsüberlagerung oder Kontur entsteht, bleibt unverändert voll erhalten. (Im Gegensatz dazu blendet der Deckkraft-Regler im Bereich Allgemeine Füllmethode beziehungsweise in der Ebenenpalette alles Sichtbare aus, egal ob dauerhafte Füllung oder Ebeneneffekt.)

Abbildung 11.86:  In der vorhergehenden Bild reihe haben Sie die Vorbereitung für diese Montage gesehen. Weil wir die Deckkraft im Bereich »Erweiterte Füllmethode« zurückgesetzt haben, ist von der eigentlichen Farbfüllung der Ebene nichts mehr zu sehen, die »Hintergrund«-Ebene scheint durch. Nur die Ebeneneffekte, die wir sichtbar machen, sind über dem Bild zu erkennen. Links: Wir verwenden die Effekte »Schein nach außen« und »Kontur«. Mitte: »Schlagschatten« und eine hauchfeine »Kontur«. Rechts: »Abgeflachte Kante und Relief« mit »Schein nach außen«.

Beispiele

Zwei Beispiele verdeutlichen die Wirkung des Deckkraft-Reglers für die Ebenenfüllung.

1. Klicken Sie doppelt auf die gewünschte Ebenenminiatur in der Palette, damit das Dialogfeld Ebenenstil erscheint.
2. Im Bereich Verlaufsüberlagerung des Dialogfelds Ebenenstil legen Sie einen Verlauf über die Ebene. Sie wählen in diesem Bereich als Füllmethode Luminanz und als Deckkraft 70 Prozent. Damit erhalten Sie eine Mischung zwischen den ursprünglich vorhandenen Pixeln und dem sanft hineingeblendeten Verlauf. Wohlgemerkt - es handelt sich um Einstellungen im Bereich Verlaufsüberlagerung, nicht in den Fülloptionen.
3. Wechseln Sie in die Fülloptionen und ziehen Sie testhalber den Deckkraft-Regler im Bereich Allgemeine Füllmethode zurück; dies entspricht dem Deckkraft-Regler in der Ebenenpalette. Was passiert? Das komplette Objekt erscheint transparent, die ursprünglichen Bildpunkte ebenso wie der eingeblendete Verlauf. Stellen Sie die Deckkraft wieder auf 100 Prozent.
4. Testen Sie nun den Deckkraft-Regler aus dem Bereich Erweiterte Füllmethode; stellen Sie niedrige Werte ein. Was passiert hier? Das ursprüngliche Bild versinkt in Transparenz - der Verlauf bleibt jedoch exakt so erhalten, wie Sie ihn im Bereich Verlaufsüberlagerung eingerichtet hatten.

Noch ein Beispiel:

1. Mit dem Ebeneneffekt Kontur legen Sie ein Rähmchen um Ihre Ebene.
2. Drehen Sie die Deckkraft im Bereich Erweiterte Füllmethode zurück: Der ursprüngliche Ebeneninhalt verschwindet völlig, Sie sehen nur noch die Umrandung durch den Kontur-Effekt. Je nach Vorgabe im Bereich Aussparung (Seite 798) sehen Sie darunter liegende Ebenen beziehungsweise Transparenz.

Der Deckkraft-Regler im Bereich Erweiterte Füllmethode hat keine Auswirkung auf das sichtbare Bild, wenn der Ebeneneffekt die feste Pixelfüllung komplett überdeckt, wenn Sie zum Beispiel die Ebeneneffekte Farbüberlagerung, Musterüberlagerung oder Verlaufsüberlagerung im Modus Normal mit 100 Prozent Deckkraft verwenden. Er richtet ebenso wenig aus, wenn Sie die allgemeine Deckkraft auf 0 Prozent gestellt haben.

11.8.2 »Kanäle«

Im Bereich Kanäle der Erweiterten Füllmethoden legen Sie fest, welche Grundfarben Ihrer Ebene überhaupt eine Bearbeitung anzeigen sollen (Details zu Grundfarbkanälen finden Sie ab Seite 641). Zumeist sind alle Grundfarbkanäle aktiviert. Ein Beispiel:

1. Sie bearbeiten die Ebene eines Bildes im Modus RGB-Farbe (Seite 433) und klicken doppelt auf eine Miniatur in der Ebenenpalette, um das Dialogfeld Ebenenstil zu sehen.
2. Sie schalten den Rotkanal (»R«) aus. Jetzt sind nur noch die Grundfarben Grün und Blau sichtbar - dies gilt für die ursprüngliche Füllung der Ebene wie auch für den Effekt.
3. Sie klicken auf OK und bearbeiten das Bild. Die Kanälepalette meldet Änderungen nur am Grün- und Blaukanal.
4. Sie rufen das Dialogfeld Ebenenstil erneut auf und schalten den Rotkanal wieder ein. Nun sehen Sie wieder das vollständige Bild - und auch Ihre letzten Änderungen zeigen sich jetzt im Rotkanal. Sie haben den Kanal also nicht von der Bearbeitung ausgenommen, sondern nur ausgeblendet.

Zwar könnten Sie auch mit dem Augensymbol  in der Kanälepalette bestimmte Grundfarben verbergen. Doch dort bearbeiten Sie das komplette sichtbare Bild, nicht nur eine einzelne Ebene.

11.8.3 »Aussparung«

Photoshop bietet drei verschiedene Optionen für die Aussparung. Wirksam wird die »Aussparung« nur, wenn Sie mindestens eine dieser Bedingungen erfüllen:

  • Sie setzen im Bereich Erweiterte Füllmethode des Photoshop-Dialogfelds Ebenenstil die Deckkraft der Ebenenbildpunkte herunter. (Die Deckkraft aus dem Bereich Allgemeine Füllmethode beziehungsweise aus der Ebenenpalette spielt keine Rolle, sie sollte eher hoch sein.)
  • Sie verwenden eine andere Füllmethode als Normal, beispielsweise Hartes Licht oder Negativ multiplizieren.

Starten Sie erste Versuche mit der Aussparung mit übersichtlichen Vorgaben: Klicken Sie doppelt auf eine Ebene in der Palette, richten Sie im Dialogfeld Ebenenstil eine Kontur ein, wechseln Sie dann wieder zu den Fülloptionen und senken Sie im Bereich Erweiterte Füllmethode die Deckkraft auf 0 Prozent.

Abbildung 11.87:  Wieder wurde für die Textebene die Deckkraft im Bereich »Erweiterte Füllmethode« auf 0 gesetzt. Zusätzlich verwenden wir als »Aussparung« jedoch die Vorgabe »Leicht«. Deswegen wird innerhalb der aktiven Ebene nicht die direkt darunter liegende Ebene sichtbar, sondern die »Hintergrund«-Ebene. Datei: Report_2

»Ohne« Aussparung

Sie verwenden im Klappmenü Aussparung die Option Ohne und senken wie erforderlich die Deckkraft im Bereich Erweiterte Füllmethode. Damit verschwindet die ursprüngliche Bildfüllung, Ebeneneffekte wie Kontur oder die abgeschatteten und aufgehellten Kanten von Abgeflachte Kante und Relief bleiben aber sichtbar. In den transparent gemachten Bereichen sehen Sie die darunter liegende Ebene. Nichts Neues also - das haben wir bereits ab Seite 797 diskutiert.

»Leichte« Aussparung

Sie stellen die Aussparung auf Leicht und senken die Deckkraft im Bereich Erweiterte Füllmethode. Nun sehen Sie in den transparent gemachten Bereichen nicht mehr diejenige Ebene, die unmittelbar unter der aktivierten Ebene liegt. Sie blicken diesmal tiefer, durch mehrere Ebenen hindurch: Bei Ebenensätzen (Seite 747) sehen Sie die unterste Ebene dieses Satzes; bei Beschnittgruppen (Seite 810) sehen Sie die Basisebene. In Bildern ohne diese Merkmale erscheint Transparenz beziehungsweise die »Hintergrund«-Ebene in den Grenzen der aktiven Ebene, sofern diese Zone nicht durch einen Effekt gefüllt ist. Diejenigen Ebenen, die unmittelbar unter der aktiven Ebene liegen, werden also »ausgespart«.

»Starke« Aussparung

Sie stellen die Aussparung auf Stark und senken die Deckkraft im Bereich Erweiterte Füllmethode. Nun können Sie in den transparent gemachten Bereichen noch tiefer blicken: Auch durch Ebenensätze oder Beschnittgruppen hindurch erscheint im Bereich der aktiven Ebene die »Hintergrund«-Ebene oder Transparenz.

Besonderheiten

Beachten Sie folgende Besonderheiten:

  • Sie können komplette Ebenensätze mit anderen Ebenen »aussparen«.
  • Bearbeiten Sie eine Ebene aus einem Ebenensatz, ohne die übliche Füllmethode Hindurchwirken zu verwenden, so zeigt sich innerhalb der aktivierten Ebene die unterste Ebene des Ebenensatzes auch bei starker Aussparung.
  • Bei Beschnittgruppen endet die Aussparung nicht auf der Basisebene, sondern unmittelbar unterhalb der Basisebene, wenn Sie die Option Beschnittene Ebenen als Gruppe füllen abschalten.

Die Optionen Beschnittene Ebene als Gruppe füllen und Interne Effekte als Gruppe füllen besprechen wir im Zusammenhang mit Beschnittgruppen ab Seite 810.

11.8.4 Helligkeitsbereiche ausblenden

Ganz unten im Bereich Erweiterte Füllmethoden des Photoshop-Dialogfelds Ebenenstil behandeln Sie einzelne Helligkeitsbereiche der aktivierten Ebene. Ihre Möglichkeiten:

  • Sie blenden mit dem Regler Diese Ebene einzelne Helligkeitsbereiche aus, zum Beispiel nur die Lichter - etwa Papierweiß.
  • Mit dem Regler Darunterliegende Ebene sorgen Sie dafür, dass sich bestimmte Helligkeitsbereiche der darunter liegenden Ebenen in der aktuellen Ebene auf jeden Fall durchsetzen, zum Beispiel nur die Schatten.

Wie immer gilt: Alles lässt sich verlustfrei zurücksetzen.

Abbildung 11.88:  Der Scan einer Tageszeitung wurde über einen abgesofteten Hintergrund geblendet. Um den Hintergrund durchscheinen zu lassen, wurden auf der Ebene der Zeitung die hellen Tonwerte des Papiers verborgen: Der Bereich von 255 (Weiß) bis 210 wurde ganz ausgeschlossen, die Tonwerte von 201 bis 155 wurden nur halbtransparent übertragen. Datei: Boerse

»Diese Ebene«

Der Regler Aktuelle Ebene legt fest, welche Tonwerte sichtbar sind; nur Tonwerte innerhalb der beiden Regler erscheinen überhaupt in der Komposition. So blenden Sie zum Beispiel die hellen Bereiche aus: Ziehen Sie den rechten Regler für die hellen Tonwerte auf 200; damit werden nur die Tonwerte zwischen 0 und 200 übertragen, die Lichter zwischen 200 und 255 erscheinen nicht mehr in der Montage. So lässt sich schnell ein weißer Hintergrund ausblenden.

»Darunterliegende Ebene«

Der Regler Darunterliegende Ebene gibt an, welche Tonwerte der darunter liegenden Ebenen überdeckt werden - und zwar nur Tonwerte innerhalb der Reglerstellung. So schützen Sie zum Beispiel schwarze Schrift oder schwarze Konturen auf darunter liegenden Ebenen vor Überdecken: Beschränken Sie den Bereich Darunterliegende Ebene auf die Werte von 50 bis 255; damit zeigen sich die dunklen Tonwerte 0 bis 49 der tieferen Ebenen auch in der aktuellen Ebene.

Abbildung 11.89:  Bei dieser Montage wurde die Wolken-Ebene dupliziert, auf einer Ebene dazwischen wurde der freigestellte Sportler untergebracht. Wir klicken doppelt auf den Namen der oberen Wolken-Ebene und blenden im Dialogfeld »Ebenenstil« die dunkleren Bild punkte der oberen Wolken-Ebene von 0 bis 140 komplett aus, die Tonwerte von 141 bis 191 erscheinen nur halbtransparent. Für die Gesamtebene reduzieren wir die Deckkraft auf 90 Prozent, so dass der Hürdenläufer nie völlig überdeckt ist. Datei: Hürde

Halbtransparente Bereiche

Die Überblendung lässt sich noch verfeinern. Denn Übergänge zwischen der aktuellen Ebene und dem Darunterliegenden geraten oft zu hart, wenn Sie bei einem bestimmten Tonwert, etwa 50, die Übertragung abrupt beenden. Sie können darum einen Bereich von Tonwerten halbtransparent einrichten - hier nimmt die Deckkraft stufenlos ab oder zu.

So geht's: Bewegen Sie die äußeren Hälften der Regler-Dreiecke mit gedrückter Alt-Taste; wenn Sie jetzt ziehen, bewegt sich nur das halbe Dreieck mit. Der Bereich zwischen den beiden Dreiecken wird halbtransparent übertragen.

Beschränken Sie zum Beispiel die Lichter der aktuellen Ebene, um den hellen Hintergrund der Zeitungsseite auszublenden, dann lesen Sie jetzt etwa eine Anzeige wie »150/210«. Das bedeutet: Die ganz hellen Tonwerte zwischen 211 und 255 werden überhaupt nicht übertragen; Tonwerte zwischen 150 und 210 werden halbtransparent, also mit 50 Prozent Deckkraft, übertragen. Erst Tonwerte unter 150, bis herunter zu Schwarz, werden voll übertragen. So vermeiden Sie hart abgerissene Kanten und erzeugen luftige Überblendungen in Montagen. Noch präziser steuern Sie die Überblendung bei Bedarf mit einer Ebenenmaske (Seite 803).

Dichtebereiche einschränken Schritt für Schritt

Die folgende Sequenz zeigt, wie Sie Dichtebereiche der aktuellen Ebene oder der darunter liegenden Ebene nach Maß verbergen oder in den Vordergrund holen.

Abbildung 11.90:  In den hellen Bereichen der Fahne soll die »Hintergrund«-Ebene durchscheinen. Ziehen Sie den Weißregler für »Diese Ebene« auf den Wert »150«. Damit schließen Sie die hellen Tonwerte zwischen 151 und 255 (reinem Weiß) von der Übertragung aus. Allerdings wirken die Übergänge zwischen angezeigten und verborgenen Tonwertbereichen sehr hart. Datei: Skyline

Abbildung 11.91:  Um die Übergänge zu glätten, definieren Sie einen Tonwertbereich, der halbtransparent übertragen wird. Dazu klicken Sie mit gedrückter Alt-Taste auf das äußere Dreieck des rechten Weißreglers, so dass sie es unabhängig von der anderen Hälfte dieses Reglers nach außen ziehen können. Wenn Photoshop »150/160« anzeigt, heißt das: Die hellen Tonwerte von 160 bis 255 sind ganz verborgen, die Tonwerte zwischen 150 und 160 werden halbtransparent mit 50 Prozent Deckkraft übertragen, und nur die dunkleren Tonwerte von 149 bis 0 (Schwarz) werden voll übertragen. Testen Sie jetzt neue Werte für den inneren Regler.

Abbildung 11.92:  Zusätzlich sollen sich die dunkelsten Tonwerte der Hintergrundebene durchsetzen, um so das Gerüst der Skyline durchschimmern zu lassen. Dazu ziehen Sie den Schwarzregler für »Darunterliegendes« nach innen auf »20«; das innere Dreieck ziehen Sie mit gedrückter Alt-Taste weiter nach innen bis zur Anzeige »20/40«. Damit setzen sich die dunklen Töne der »Hintergrund«-Ebene von 0 bis 20 voll gegen die darüber liegende Ebene durch und die Tonwerte von 20 bis 40 setzen sich halbdeckend durch.

Abbildung 11.93:  Experimentieren Sie mit verschiedenen Reglerstellungen, mit Deckkraft und Überblendmodus. Für lebendige Mischungen sorgen zum Beispiel die Füllmethoden »Hartes Licht« (links) und »Farbig abwedeln« (rechts).

11.9 Ebenenbereiche verbergen

Sie können Teile einer Ebene verbergen, ohne die dauerhaft zu löschen. Sie müssen die Bildpunkte also nicht mit Radiergummi  oder Löschen-Befehlen dauerhaft entsorgen (Details zum Löschen von Bildteilen ab Seite 763). Die versteckten Motivpartien holen Sie bei Bedarf immer wieder hervor.

11.9.1 Übersicht

Wir besprechen in diesem Hauptabschnitt folgende Techniken:

  • Die Ebenenmaske versteckt Teile einer Einzelebene, indem Sie quasi einen Alphakanal nur für diese Ebene anlegen. Sie korrigieren die Maske mit Mal- und Retuschewerkzeugen, Füllfunktionen, Filter- oder Einstellungen-Befehlen. Auch weiche Übergänge sind möglich.
  • Der Ebenen-Beschneidungspfad versteckt Teile einer Einzelebene per Pfadtechnik. Er kostet also weniger Speicherplatz und lässt sich mit den Pfadwerkzeugen bearbeiten. Weiche Übergänge sind nicht möglich. Sie können Ebenen-Beschneidungspfad und Ebenenmaske kombinieren.
  • Die Beschnittgruppe kontrolliert gleich mehrere Ebenen: Alle »gruppierten« Ebenen erscheinen nur noch innerhalb der Umrisse einer so genannten Basisebene.

Für Ebenenmaske und Ebenen-Beschneidungspfad gilt: Sie lassen sich auch auf mehrere Ebenen in einem Ebenensatz (Seite 747) anwenden und sie lassen sich kombinieren. Überdies bietet Photoshop die Möglichkeit, per Aussparung mehrere Ebenen in den Umrissen der aktivierten Ebene zu verbergen (Seite 798). Beispiele für alle diese Techniken sehen Sie an verschiedenen Stellen im Buch.

Für Ebenenmasken oder Ebenen-Beschneidungspfade benötigen Sie normale Ebenen, »Hintergrund«-Ebenen eignen sich nicht. Klicken Sie doppelt auf eine »Hintergrund«-Ebene, um sie in eine normale Ebene zu verwandeln.

11.9.2 Ebenenmasken

Sie können Teile einer Ebene mit einer Schablone abdecken. Eine solche Ebenenmaske blendet Bildteile pixelgenau aus und lässt sich jederzeit ohne Schaden für den Bildbestand wieder entfernen. Sie eignet sich besonders für weiche Übergänge; weil die Maske wie ein üblicher Bildkanal 256 Graustufen aufnimmt, blendet sie Bildteile mit 256 Dichtestufen ein und aus.

Die Ebenenmasken-Miniatur erscheint in der Ebenenpalette neben der zugehörigen Ebenenminiatur. Schwarz in der Ebenenmaske verdeckt die dazugehörigen Bildpunkte, Weiß gibt die entsprechenden Pixel zur Ansicht frei, Grautöne blenden halbtransparent aus. Sie können die Maske zum Beispiel mit Pinseln korrigieren und mit Weichzeichnern absoften. Bearbeitung und Optionen der Ebenenmaske gleichen weitestgehend der Bearbeitung von Alphakanälen; alle Informationen zur perfekten Retusche von Ebenenmasken wie auch Alphakanälen finden Sie ab Seite 659. Die Maske lässt sich überdies ausschalten, löschen, dauerhaft anwenden und auf verschiedene Arten einblenden. Freilich kostet das soviel Arbeitsspeicher wie eine 8-Bit-Graustufen-Version Ihrer Vorlage.

Bildbeispiele für Ebenenmasken finden Sie an verschiedenen Stellen im Buch, unter anderem auf den Seiten 821, 557 und 730ff.. Sind jedoch glatte Konturen erwünscht, spart der Ebenen-Beschneidungspfad Speicherplatz.

Abbildung 11.94:  Die Vorlage erhält durch eine weichgezeichnete Ebenenmaske eine weiche Kante. Weil die Ebenenmaske hier mit dem Bild nicht verbunden ist, lässt sich das Motiv innerhalb der Maske verschieben. Datei: Tafel

Ebenenmaske erstellen

Sie erstellen eine Ebenenmaske zum Beispiel mit dem Untermenü Ebene: Ebenenmaske hinzufügen oder mit dem Symbol Maske hinzufügen  in der Ebenenpalette. Hat die aktive Ebene schon eine Maske, heißt es an gleicher Stelle Ebenenmaske entfernen. Im Einzelnen:

  • Der Befehl Ebene: Ebenenmaske hinzufügen: Nichts maskiert lässt die komplette Ebene zur Ansicht frei, es entsteht also eine gänzlich weiße Ebenenmaske. Dasselbe bewirkt ein Klick auf das Symbol maske hinzufügen  , sofern keine Auswahl im Bild besteht.
  • Verwenden Sie Alles maskiert, entsteht eine schwarze Ebenenmaske, die gar nichts durchblicken lässt. Ebendies bewirkt auch ein Alt-Klick auf das Symbol maske hinzufügen, sofern keine Auswahl im Bild besteht.
  • Besteht jedoch eine Auswahl, können Sie Außerhalb der Auswahl maskieren; das heißt, von der aktiven Ebene bleiben nur die Bildpunkte innerhalb der Auswahl sichtbar. Die Ebenenmaske ist im Bereich der Auswahl weiß, drumherum schwarz. Dieselbe Wirkung hat - bei Auswahl im Bild - ein Klick auf das Symbol maske hinzufügen.
  • Umgekehrt lässt sich auch eine Auswahl maskieren; Bildpunkte innerhalb einer bestehenden Auswahl werden damit auf der aktiven Ebene verborgen, außenliegende Pixel bleiben sichtbar. Innerhalb der Auswahl trägt die Ebenenmaske Schwarz, außerhalb der Fließmarkierung zeigt sie Weiß. Alternative: Alt-Klick auf das Symbol maske hinzufügen.

Abbildung 11.95:  Schnelle Ebenenmaske: Über das Hintergrundmotiv wird mit dem Verschieben-Werkzeug ein Schnappschuss gezogen, der zunächst die »Hintergrund«-Ebene vollständig verdeckt; der Schnappschuss erscheint in der Ebenenpalette als neue »Ebene 1«. Wir wählen einen Bereich der »Ebene 1« mit dem Lasso aus, der Auswahlübergang wird mit dem Befehl »Auswahl: Weiche Auswahlkante« geglättet. Datei: Hafen

Mit dem Befehl Bearbeiten: In die Auswahl einfügen (Strg+Umschalt+V, Seite 734) entsteht automatisch eine Ebenenmaske. In diesem Fall verbindet Photoshop Ebene und Maske nicht - das ist in der Regel sinnvoll.

Abbildung 11.96:  Wir erzeugen eine Ebenenmaske mit der Schaltflache »Maske hinzufügen«. Dies entspricht dem Befehl »Ebene: Ebenenmaske hinzufügen: Außerhalb der Auswahl maskieren«. Die Ebenenmaske verbirgt alle Bild teile auf »Ebene 1«, die zuvor außerhalb der Auswahl waren. Dabei werden die Originalpixel jedoch nicht gelöscht, sondern nur verborgen. Sie können durch Bearbeiten, Ausschalten oder Entfernen der Ebenenmaske wieder hervorgeholt werden. Mit Pinsel, Weichzeichner und anderen Funktionen können Sie die Maske weiter bearbeiten. Datei: Hafen_2

Ebene mit Maske oder Ebenen-Beschneidungspfad verbinden

Zwischen den Miniaturen für Ebene und Ebenenmaske ist Platz für das Verbindungssymbol , das Sie durch Klick ein- und ausschalten. In der Regel sind neue Ebenenmasken mit der Ebene verbunden. Das Gleiche gilt im Übrigen auch für den Ebenen-Beschneidungspfad (Seite 808). Sie entscheiden hier,

  • ob sich die Ebenenmaske mit der Ebene bewegt, wenn Sie die Ebene verschieben oder
  • ob die Ebenenmaske stur am angestammten Platz verharrt, so dass ein Verschieben der Ebene andere Ebenenbereiche ans Tageslicht holt.

Dies bedeutet konkret:

  • Sie koppeln eine Ebenenmaske per Verbindungssymbol  an die Ebene, wenn sich die Maske nur an der Ebene selbst orientiert. Haben Sie störende Teile eines Objekts per Maske versteckt, dann muss die Ebenenmaske verbunden sein - damit immer dieselben Motivteile versteckt bleiben. Umgekehrt bewegt sich auch die Ebene mit, wenn Sie die Ebenenmaske bewegen.
  • Manchmal beruht die Ebenenmaske auf Bildinhalten aus darunter liegenden Ebenen - zum Beispiel zeigt sich ein Objekt innerhalb eines feststehenden Rahmens, etwa eines Fensters. Hier verzichten Sie auf die Verbindung von Ebenenmaske und Ebene und klicken das Verbindungssymbol  weg.

Verschieben Sie die Ebenenmaske, füllt Photoshop an den Rändern freiwerdende Bereiche weiß auf. Wenn Sie in diesen Bereich der verschobenen Ebene also etwas einsetzen, ist es sofort sichtbar.

Abbildung 11.97:  Dieses Beispiel entstand mit einem Ebenen-Beschneidungspfad, der in vielen Aspekten mit einer Ebenenmaske vergleichbar ist. Wir erstellten den Ebenenbeschneidungspfad, indem wir eine Auswahl in einen Pfad und diesen in einen Ebenen-Beschneidungspfad verwandelten.  Links: Hier war der Ebenen-Beschneidungspfad beim Verschieben mit der Ebene verbunden. Dies macht hier keinen Sinn, weil sich der Ebenen-Beschneidungspfad an den Proportionen der darunter liegenden Ebene orientiert, nämlich an der Monitorfläche.  Mitte: Der Ebenen-Beschneidungspfad war hier beim Verschieben nicht mit der Ebene verbunden; Sie können die Ebene also innerhalb  eines Rahmens bewegen und unterschiedliche Teile sichtbar machen.  Rechts: Mit dem Verbindungssymbol legen Sie fest, ob sich Maske oder Ebenen-Beschneidungspfad beim Verschieben der Ebene  mitbewegen oder nicht. Datei: Monitor4

Ebeneneffekte bei »Verbindung«

Beachten Sie die Wirkung von Ebenenmasken und Ebenen-Beschneidungspfaden auf solche Ebeneneffekte, die am Rand der Ebenenfüllung eine besondere Wirkung zeigen, etwa Kontur oder Abgeflachte Kante:

  • Bei verbundener Ebene werden die Effekte speziell für den sichtbaren Teil berechnet, die Kontur läuft also eher an der Ebenenmaske als an den Außengrenzen der gesamten Ebenenfüllung entlang.
  • Bei nicht verbundener Ebene berechnet Photoshop dagegen den Effekt für die gesamte Ebenenfüllung, ein durch die Ebenenmaske erzeugter sichtbarer Rand wird nicht berücksichtigt.

Ebenenmasken aktivieren

Es empfiehlt sich, zumindest bei der Arbeit mit Ebenenmasken in den Paletten-Optionen die Anzeige von Miniaturen vorzugeben.

Wenn Sie die Ebenenmaske - und nicht die Bildpunkte selbst - bearbeiten wollen, dann aktivieren Sie die Ebenenmaske per Klick auf die Ebenenmasken-Miniatur. Photoshop stellt die Ebenenmaske zunächst nicht explizit über der Datei dar. So meldet Photoshop, dass Sie an der Maske und nicht an der Ebene selbst hantieren:

  • Sie sehen das Masken-Symbol  neben der Ebenenminiatur.
  • In der Titelzeile des Dateifensters finden Sie einen weiteren Hinweis auf die Maske.

Und Sie sehen es bei der Arbeit: Tragen Sie Schwarz auf, verschwindet die Ebene; tragen Sie Weiß auf, erscheint die Ebene wieder. Der Farbwähler bietet nur Graustufen an. Sie retuschieren an einer Maske, die Sie gar nicht sehen.

Ebenenmaske darstellen

Sie können die Maske auf verschiedene Arten sichtbar machen, um sie besser zu bearbeiten:

  • Alt-Klick auf die Miniatur der Ebenenmaske stellt allein die Maske in Graustufen dar - wie einen Alphakanal. Wiederholen Sie den Griff, um zur normalen Darstellung nur der Ebene zu gelangen.
  • Alt-Umschalt-Klick blendet die Maske halbdeckend über die Ebene. Farbe und Deckkraft einer eingeblendeten Ebenenmaske legen Sie nach Bedarf fest. Klicken Sie doppelt auf die Maske. Das Verfahren erinnert an die Optionen für Alphakanäle und Schnellmasken, wir erläutern es auf Seite 656. In beiden Fällen können Sie die Maske weiter retuschieren.
  • Umschalt-Klick auf die Miniatur der Ebenenmaske schaltet die Maske aus, ohne sie zu löschen; sie erscheint durchgestrichen in der Palette. Alternativ erledigt das der Befehl Ebene: Ebenenmaske deaktivieren.

Einige dieser Befehle enthält auch das Kontextmenü, das Sie mit einem Rechts-Klick über der Ebenenmasken-Miniatur zum Vorschein bringen. Photoshop meldet die Ebenenmaske zudem in der Kanälepalette; dort lässt sich die Ebenenmaske durch Anklicken aktivieren und per Augensymbol  ein- und ausblenden.

Abbildung 11.98:  Links: Zur leichteren Retusche blenden Sie durch Alt+Umschalt+Klick die Ebenenmaske im Schutzlackmodus über die Ebene.  Mitte: Alt+Klick zeigt allein die Graustufen der Maske.  Rechts: Umschalt+Klick auf die Miniatur der Ebenenmaske schaltet die Wirkung der Maske ab, ohne sie zu löschen. Datei: Monitor2

Zeigen Sie zwei Darstellungen ein- und desselben Bildes nebeneinander mit dem Befehl Fenster: Neue Ansicht. Sie können nun in einem Fenster die Ebenenmaske anzeigen, im anderen nicht, und nach Bedarf in beiden Fenstern arbeiten. Sie können auch unterschiedliche Zoomstufen verwenden.

Ebenenmasken duplizieren

Duplizieren, kopieren und verrechnen lassen sich Ebenenmasken mit den Kanalberechnungen aus dem Bild-Menü (Seite 650). Allerdings muss hier die Zieldatei exakt die gleiche Pixelbreite und -höhe haben wie die Datei mit der vorhandenen Ebenenmaske. Folgende Varianten bieten sich an:

  • Laden Sie die Ebenenmaske als Auswahl - dazu klicken Sie die Maskenminiatur bei gedrückter Strg-Taste an. Aktivieren Sie die neue Ebene und erstellen Sie mit dem Symbol maske hinzufügen die neue Maske.
  • Laden Sie die Ebenenmaske als Auswahl und ziehen Sie die Auswahl mit einem Auswahlwerkzeug wie dem Rechteck  über eine andere Datei. Aktivieren Sie die gewünschte Ebene und klicken Sie auf das Symbol maske hinzufügen  .
  • Ziehen Sie die Miniatur der Ebenenmaske aus der Kanälepalette - also nicht aus der Ebenenpalette - über eine neue Datei; so etablieren Sie die Ebenenmaske zunächst als üblichen Alphakanal. Laden Sie die Auswahl per Strg-Klick auf die Kanalminiatur, aktivieren Sie die Zielebene, klicken Sie auf das Symbol maske Hinzufügen  und löschen Sie den Alphakanal.

Die folgenden Möglichkeiten wirken da bequemer:

  • Sie können eine vorhandene Ebenenmaske leicht in eine andere Ebene derselben Datei kopieren. Dazu aktivieren Sie zunächst die Zielebene; dann ziehen Sie die gewünschte Ebenenmaske auf das Symbol maske hinzufügen  in der Palette - sie erscheint in der aktivierten Ebene.
  • Beim Duplizieren der Ebene innerhalb der Datei oder beim Ziehen der Ebene in eine andere Datei folgt die Ebenenmaske, verbunden oder nicht, auf dem Fuß.

Sie können die Ebenenmaske nicht durch Ziehen und Ablegen der Ebenenmasken-Miniatur über eine neue Datei duplizieren.

Ebenenmasken löschen und anwenden

Sie können die Ebenenmaske jederzeit löschen, um Speicher zu sparen. Dazu wird sie auf den Mülleimer  in der Ebenenpalette gezogen. Entfernen Sie die Ebenenmaske jedoch, schaltet sich Photoshop mit einer Frage dazwischen: Soll die Maske vor dem Löschen auf die ebene angewendet werden? Es geht um Folgendes:

  • Löschen der Ebenenmaske bedeutet: Die Maskierungswirkung entfällt; die ehedem maskierte Ebene zeigt sich so, wie sie bereits ohne Ebenenmaske aussah.
  • Anwenden der Ebenenmaske bedeutet: Die Bildteile, die Sie zuvor mit Hilfe der Ebenenmasken verborgen haben, werden endgültig gelöscht - wie mit dem Radiergummi  oder mit Auswahl und Entf-Taste. Halbtransparent eingeblendete Bildpunkte haben nach dem Anwenden der Ebenenmaske nur noch halbe Deckkraft; die ursprünglichen, voll deckenden Bildpunkte sind weg.

Abbildung 11.99:  Ebenenmaske anwenden: Wenn Sie eine Ebenenmaske durch Ziehen auf den Mülleimer löschen, entscheiden Sie, ob die Maske auf die Ebene angewendet werden soll. Wenn Sie die Ebenen anwenden, werden alle zuvor nur verborgenen Pixel endgültig gelöscht und können nicht mehr angezeigt werden. Wenden Sie die Ebenenmaske nicht an, bleibt die Ebene in ihrem ursprünglichen Zustand, den sie schon vor Erstellen der Ebenenmaske hatte.

Ebenenmaske als Auswahl laden

Die Maskierungsinformation der Ebenenmaske lässt sich als Auswahl laden, am schnellsten per Tastatur+Klick:

  • Strg+Klick auf die Ebenenmasken-Miniatur lädt die Ebenenmasken-Information als Auswahl.
  • Nehmen Sie die Umschalt-Taste hinzu, um eine bereits vorhandene Auswahl zu erweitern.
  • Mit der Alt-Taste zur Strg-Taste verkleinern Sie eine vorhandene Auswahl.
  • Strg+Umschalt+Alt bildet die Schnittmenge aus vorhandener und neu geladener Auswahl.

Auf dem entsprechenden Weg - Klick auf Miniatur plus Taste - lassen sich auch die Deckkraftwerte der Ebene selbst als Auswahl laden beziehungsweise die Graustufen der »Hintergrund«-Ebene. Wenn Sie die Kurzbefehle vergessen haben, erhalten Sie dasselbe Angebot auch über den Befehl Auswahl: Auswahl laden. Im Einblendmenü Kanal finden Sie dort Angebote wie »Ebene 1 Maske« und »Ebene 1 Transparenz«. Außerdem unterstützt Sie das Kontextmenü über der Ebenenmasken-Miniatur. Ebenso können Sie das Feld der Ebenenmaske im Alphakanal auf das Symbol Kanal als Auswahl laden  in der Kanälepalette ziehen.

11.9.3 Ebenen-Beschneidungspfad

Ein Ebenen-Beschneidungspfad grenzt die Sichtbarkeit einer Montage-Ebene ein: Die Bildpunkte der Ebene sind nur innerhalb der Pfadumrisse sichtbar. Außenliegendes wird verborgen. Durch Umformen des Pfads zeigen Sie andere Bereiche der Ebene an. Unterschiede zur Ebenenmaske: weniger Speicherbedarf, keine weichen Übergänge, elegantes Umformen mit Zeichenstift- oder Formwerkzeugen.

Wie eine Ebenenmaske, so können Sie auch einen Ebenen-Beschneidungspfad mit dem Verbindungssymbol  an die Ebene ankoppeln oder von ihr lösen (Details ab Seite 804). Der Ebenen-Beschneidungspfad erscheint als Miniatur neben der Ebene in der Ebenenpalette, aber auch in der Pfadpalette; er kann auch dort aktiviert werden.

Abbildung 11.100:  Mit dem Befehl »Ebene: Ebenen-Beschneidungspfad hinzufügen: Alles einblenden« haben wir einen Ebenen-Beschneidungspfad angelegt, der zunächst die gesamte Ebene zur Ansicht freigibt. Bei aktiviertem Ebenen-Beschneidungspfad haben wir mit dem Werkzeug »Eigene Form« eine Figur in den Ebenen-Beschneidungspfad gesetzt, welche die sichtbaren Bereiche der Ebene definiert; dabei nutzten wir in der Optionenleiste die Vorgabe »Dem Formbereich hinzufügen«. Anschließend haben wir doppelt auf die Ebenenminiatur geklickt und verschiedene Ebeneneffekte wie den »Schlagschatten« angewendet«. Hier korrigieren wir den Ebenen-Beschneidungspfad: Einzelne Pfadsegmente werden mit dem Direkt-Auswahlwerkzeug markiert und bewegt. Datei: Moewe_1

Ebenen-Beschneidungspfad anlegen

Ein Ebenen-Beschneidungspfad kommt auf diese Arten zustande:

  • Sie aktivieren eine Ebene und wählen den Befehl Ebene: Ebenen-Beschneidungspfad hinzufügen: Alles einblenden. Die Ebene bleibt zunächst voll sichtbar. Anschließend zeichnen Sie mit einem Werkzeug wie dem Zeichenstift  oder »Eigene Form«  einen Pfad und verfolgen mit, wie Ebenenteile außerhalb des Pfads verschwinden; achten Sie jedoch in der Optionenleiste auf die Vorgabe Dem Formbereich hinzufügen  .
  • Sie erzeugen einen Pfad, aktivieren die gewünschte Ebene und wählen den Befehl Ebene: Ebenen-Beschneidungspfad hinzufügen: Aktueller Pfad. Die Ebene ist nur noch innerhalb der Pfadgrenzen sichtbar.
  • Sie verwenden für Pfad- oder Formwerkzeuge die Vorgabe Neue Formebene erstellen  . Damit entsteht eine neue Ebene (Details zu dieser Option auf Seite 682).

Abbildung 11.101:  Der Ebenen-Beschneidungspfad wurde hier durch eine Ebenenmaske ergänzt, die für die weiche Ausblendung sorgt. Die Ebeneneffekte haben wir abgeschaltet, da sie in Verbindung mit der Ebenenmaske nicht sinnvoll funktionierten. Datei: Moewe_2

Ebenenbeschneidungspfade löschen, rastern und konvertieren

Auf folgende Arten verändern Sie den Ebenen-Beschneidungspfad:

  • Klicken Sie den Ebenen-Beschneidungspfad bei gedrückter Umschalt-Taste an, um ihn vorübergehend abzuschalten, ohne ihn zu löschen.
  • Der Befehl Ebene: Rastern: Ebenen-Beschneidungspfad verwandelt den Ebenen-Beschneidungspfad in eine Ebenenmaske (Seite 803).
  • Der Befehl Ebene: Rastern: Ebene erzeugt eine Bildpunktebene, die nur in den bisher sichtbaren Bereichen mit Bildpunkten gefüllt ist. In denjenigen Bereichen, die durch den Ebenen-Beschneidungspfad ausgeblendet waren, entsteht Transparenz. Sie können auch Verbundene Ebenen oder Alle Ebenen rastern.
  • Klicken Sie doppelt auf den Ebenen-Beschneidungspfad in der Pfadpalette und tragen Sie im Dialog Pfad speichern einen Namen ein. Damit entsteht ein neuer, regulärer Pfad unabhängig von der Ebene. Alternative: Ziehen Sie den Ebenen-Beschneidungspfad in der Pfadpalette auf das Symbol Neuer Pfad  , um ohne Rückfrage einen neuen Pfad zu erstellen. Sie können jetzt eine andere Ebene aktivieren und den Pfad mit dem Befehl Ebene: Ebenen-Beschneidungspfad hinzufügen: Aktueller Pfad übertragen.
  • Ziehen Sie den Ebenen-Beschneidungspfad in der Pfade- oder Ebenenpalette auf den Mülleimer  ; die Ebene ist nun wieder voll sichtbar.

Kontext

Beachten Sie im Zusammenhang mit dem Ebenen-Beschneidungspfad auch folgende Passagen im Buch:

  • Wie Sie Pfade mit den Zeichenstift-Werkzeugen bearbeiten, lesen Sie ab Seite 689.
  • Das Auswählen von Pfadsegmenten, Pfadkomponenten und kompletten Pfaden mit den Werkzeugen »Direkt-Auswahl«  und »Pfadkomponenten-Auswahl«  behandeln wir ab Seite 694.
  • Wie Sie Pfade und damit auch einen Ebenen-Beschneidungspfad mit Formwerkzeugen gestalten, erfahren Sie ab Seite 696.
  • Wollen Sie eine Auswahl in einen Ebenen-Beschneidungspfad verwandeln, legen Sie zunächst einen üblichen Pfad an; Details zu diesem Verfahren finden Sie ab Seite 709.
  • Mit dem Befehl Frei Transformieren können Sie einen aktivierten Ebenen-Beschneidungspfad ohne Qualitätsverlust drehen, vergrößern oder verzerren; Einzelheiten finden Sie ab Seite 764.
  • Ebenen-Beschneidungspfade eignen sich gut zur Verwendung mit Ebenenstilen und Ebeneneffekten; Details ab Seite 778.

11.9.4 Beschnittgruppe

Die Beschnittgruppe (vormals »Maskierungsgruppe«) ist quasi die Steigerung der Ebenenmaske oder des Ebenen-Beschneidungspfads - sie kontrolliert gleich mehrere Ebenen. Die »gruppierten«, also die einer Beschnittgruppe zugeordneten Ebenen zeigen sich nur noch innerhalb der Umrisse der Basisebene. Die Deckkraft, die Füllmethode und die Ebeneneffekte dieser Basisebene bestimmen in der Regel, in welchen Bereichen des Gesamtbildes die zugeordneten Ebenen sichtbar sind:

  • Wo die Basisebene volle Deckkraft hat, zeigen sich die zugeordneten Ebenen darüber ebenfalls in voller Pracht.
  • Wo die Basisebene halbtransparent ist, zeigen sich die zugeordneten Ebenen auch nur schwach.

Abbildung 11.102:  Hier wurde ein Schriftzug als Basisebene einer Beschnittgruppe eingerichtet. Die gruppierten Objekte (also die Früchte) erscheinen nur noch innerhalb der Basisebene, also innerhalb der Buchstaben. Datei: F_Frutti_1; Einzelobjekte: F_Traube etc.

  • Wo die Basisebene keine Pixel aufweist, sehen Sie die gruppierten Ebenen nicht.

Als Alternative bietet sich eine Ebenenmaske (Seite 803) für einen Ebenensatz (Seite 747) an.

Beschnittgruppe erstellen

So erstellen Sie eine Beschnittgruppe:

1. Richten Sie zunächst eine Ebene ein, die als »Basisebene« dienen soll. Es hat keinen Sinn, eine Ebene zu verwenden, die über die gesamte Bildfläche voll deckend ist. Eine »Hintergrund«-Ebene eignet sich gar nicht. Erzeugen Sie zum Beispiel ein paar Buchstaben mit dem Textwerkzeug  . (Die Beschnittgruppe funktioniert auch mit den speziellen Textebenen.)
2. Legen Sie eine oder mehrere Ebenen oberhalb dieser »Basisebene« an.
3. Um die oberen Ebenen mit der »Basisebene« zu gruppieren, klicken Sie bei gedrückter Alt-Taste auf die Trennlinie zwischen den beiden Ebenen in der Ebenenpalette. Dabei erscheint der Zeiger als Doppelkreis  . So wird die obere Ebene mit der darunter liegenden gruppiert, sie erscheint nur noch in den deckenden Bereichen der »Basisebene«. Das Feld der oberen Ebene in der Palette erscheint eingerückt neben dem Beschnittgruppen-Symbol , die Trennlinie ist punktiert, der Name der »Basisebene« unterstrichen. Alternativ verwenden Sie den Befehl Ebene: Mit darunterliegender Ebene gruppieren (Strg+G, für Group).
4. Gruppieren Sie weitere Ebenen per Alt-Klick auf die Trennlinie. Alle Ebenen zusammen erhalten zunächst den Modus und die Deckkraft der Basisebene.
5. Entfernen Sie auf umgekehrtem Weg Ebenen aus der Beschnittgruppe, indem Sie erneut bei gedrückter Alt-Taste auf die gepunktete Trennlinie klicken.
6. Um Ebenen außerhalb der Beschnittgruppe anzulegen, die voll sichtbar sind, ziehen Sie diese Ebenen unter die Basisebene oder über die Beschnittgruppe. Innerhalb einer Beschnittgruppe lässt sich keine einzelne nicht-maskierte Ebene anlegen.

Sofern die Basisebene über einem weißen Hintergrund liegt, macht es Sinn, das formgebende Objekt auf der Basisebene mit Weiß zu färben; so fällt es im Druck nicht auf, wenn Teile der Basisebene nicht von Objekten überdeckt sind.

Abbildung 11.103:  Der Schriftzug wurde gerastert und mit Auswahlen, Pfadfüllungen, Pinseln und Ebeneneffekten weiter bearbeitet. Datei: F_Frutti_2

»Ebenenstil«-Optionen

Nach einem Doppelklick auf den Namen der Basisebene in der Ebenenpalette zeigt Photoshop das Dialogfeld Ebenenstil mit der Kategorie Fülloptionen. Im Bereich Erweiterte Füllmethode finden Sie hier wichtige Optionen für die Basisebene:

  • Zunächst gilt die Füllmethode der Basisebene für alle gruppierten Ebenen, also ein Überblendverfahren wie Hartes Licht oder Normal. Wählen Sie jedoch die Option Beschnittene Ebene als Gruppe füllen ab, behält jede eingerückte Ebene ihre ursprüngliche Füllmethode.
  • Sofern Sie mit Aussparung arbeiten (Seite 798), endet die Aussparung üblicherweise auf der Basisebene, der Basis der Beschnittgruppe, wenn die Option »Beschnittene Ebenen als Gruppe füllen« nicht aktiviert ist. Verzichten Sie jedoch auf die Option Beschnittene Ebene als Gruppe füllen, wird durch die Aussparung die Ebene unter der Basisebene sichtbar.
  • Die Option Interne Effekte als Gruppe füllen bezieht sich auf Ebeneneffekte, die das Innere der Ebenenfüllung verändert darstellen - also Glanz, Schein nach innen, Farbüberlagerung, Musterüberlagerung oder Verlaufsüberlagerung. Ist die Option aktiviert, wird die aktuelle Füllmethode auf alle Ebeneneffekte innerhalb der Ebenengrenzen angewandt.

Tipps

Beim Hantieren mit mehreren Ebenen kommt leicht die Übersicht abhanden, darum hier noch einmal ein paar praktische Handgriffe in der Wiederholung:

  • Rechts-Klick ins Bild bei aktiviertem Verschieben-Werkzeug  zeigt ein Auswahlmenü mit den Ebenen unter dem Zeiger.
  • Alt+Rechts-Klick ins Bild bei aktiviertem Verschieben-Werkzeug aktiviert die oberste Ebene unter dem Zeiger.
  • Alt-Klick auf das Augensymbol in der Palette zeigt die Ebene daneben allein; neuerlicher Alt-Klick zeigt die Gesamtmontage. (Eine gruppierte Ebene ist aber ohne Basisebene nicht sichtbar. Blenden Sie die Basisebene mit ein, um eine einzelne gruppierte Ebene innerhalb der Umrisse der Basisebene zu besichtigen.)
  • Ziehen Sie über den Augensymbolen, um eine Reihe von Ebenen anzuzeigen oder auszublenden.
  • Um zwei Ebenen gemeinsam zu verschieben, markieren Sie die erste Ebene und klicken neben der zweiten Ebene in die Verbindungsleiste, die zweite Spalte von links.
  • Um die Basisebene zu verkleinern, also Deckkraft zu entfernen, verwenden Sie zum Beispiel den Radiergummi  oder Sie löschen einen markierten Bereich mit der Entf-Taste. Um die Ebenenmaske zu vergrößern, verwenden Sie zum Beispiel den Pinsel oder die Transformieren-Funktion.

11.10 Einstellungsebenen und Füllebenen

Auf Einstellungsebenen speichern Sie keine Pixel, sondern eine Kontrast- oder Farbkorrektur. Sie zeigen die Ebenen darunter verändert, ohne die Bildpunkte selbst zu verändern. So präsentieren Sie einen Hintergrund mal weniger, mal mehr gedämpft oder ein Objekt in verschiedenen Farben. An den Pixeln ändert sich gar nichts, Sie verändern nur Werte in der Einstellungsebene. Anders ausgedrückt: Sie betrachten das Bild durch eine gefärbte Brille. Sie können jederzeit die Brille abnehmen oder anders getönte Gläser verwenden.

Außerdem besprechen wir in diesem Hauptabschnitt Füllebenen, die hauptsächlich in Verbindung mit Formebenen genutzt werden.

Abbildung 11.104:  Die Ebenenpalette zeigt ein rotes Gebäude. Durch eine passend maskierte Einstellungsebene mit der Funktion »Farbton/Sättigung« wird das Gebäude gelb dargestellt, der Rest bleibt unverändert.  Datei: Haus

11.10.1 Einführung Einstellungsebenen

Als Einstellungsebene lassen sich die Befehle zur Kontrast- und Tonwertkorrektur verwenden, die Sie aus dem Untermenü Bild: Einstellen finden, zum Beispiel Farbton/Sättigung, Helligkeit/Kontrast, Gradationskurven, Kanalmixer und Tonwertkorrektur, aber auch Umkehren, Tontrennung und Schwellenwert; wir besprechen diese Funktionen ab Seite 469. Scharfzeichnungs- oder Störungsfilter bieten nur Konkurrenzprodukte als Einstellungsebene an.

Alle Ebenen unter der Einstellungsebene werden mit der Korrektur gezeigt. Diese Ebenen verändern sich aber nur in der Anzeige, die eigentlichen Daten bleiben unberührt. Im Übrigen ist die Einstellungsebene eine Ebene wie andere auch, die sich unter anderem gruppieren, verbinden und maskieren lässt. Sie können:

  • die Korrektur jederzeit verändern,
  • die Korrektur vorübergehend ausschalten,
  • die Korrektur per Deckkraftregler dämpfen oder per Füllmethode anders anwenden,
  • die Wirkung per Ebenenmaske auf bestimmte Bildbereiche begrenzen,
  • die Wirkung per Beschnittgruppe auf eine Einzelebene beschränken,
  • die Einstellungsebene dauerhaft anwenden,
  • die Einstellungsebene mit der darunter liegenden Ebene »verbinden«.

Abbildung 11.105:  Einstellungsebenen Schritt für Schritt: Diese zwei Rotweingläser befinden sich auf einer separaten Ebene über dem Hintergrund. In diesem Beispiel werden die Gläser als Weißwein dargestellt, aber es soll letztlich Rotwein in der Datei bleiben. Dazu wird eine Einstellungsebene erstellt, die Darunterliegendes umgefärbt abbilden kann. Datei: Rot

11.10.2 Einstellungsebenen anlegen

Eine Einstellungsebene entsteht auf diesem Weg:

1. Klicken Sie in der Ebenenpalette auf das Symbol Neue Einstellungsebene oder Füllebene  ; oder verwenden Sie Ebene: Neue Einstellungsebene. Ist eine Auswahl aktiv, während Sie die Einstellungsebene erzeugen, entsteht automatisch eine Ebenenmaske, die die Wirkung der Einstellungsebene auf den ausgewählten Bereich beschränkt.
2. Im Menü wählen Sie einen der angebotenen Befehle aus.
3. Sofern zu dem gewählten Befehl ein Dialogfeld gehört - also in den meisten Fällen -, erscheint das Dialogfeld. Stellen Sie die gewünschten Werte ein; schalten Sie die Vorschau aus und wieder an, um den Unterschied zwischen Vorher und Nachher im Bild zu sehen. Klicken Sie auf OK.
4. Die Einstellungsebene erscheint über der zuletzt aktiven Ebene und verändert alle darunter liegenden Ebenen. Sie können die Einstellungsebene jetzt gruppieren oder maskieren.

Abbildung 11.106:  Links: Aktivieren Sie die gewünschte Ebene und klicken Sie in der Ebenenpalette auf das Symbol »Neue Einstellungsebene oder Füllebene«. Im Menü wählen Sie die Funktion »Farbton/Sättigung«.  Rechts: Photoshop zeigt jetzt dieses Dialogfeld an; verschieben Sie den »Farbton«-Regler, bis die richtige Nuance gefunden ist.

11.10.3 Einstellungsebenen bearbeiten

Sie können die Einstellungsebene und unabhängig davon die Maske bearbeiten.

Einstellungen verändern

So arbeiten Sie mit der Einstellungsebene weiter:

  • Um die Werte des Befehls auf der Einstellungsebene zu ändern, klicken Sie doppelt auf das Symbol für diese Ebene (nicht auf das Maskensymbol): Photoshop zeigt das entsprechende Dialogfeld, zum Beispiel Farbton/Sättigung.
  • Schalten Sie die Einstellungsebene mit dem Augensymbol  aus, um das Bild unverändert zu betrachten.
  • Verschieben Sie die Ebene in der Palette.
  • Schwächen Sie die Wirkung mit dem Deckkraftregler oder wechseln Sie die Füllmethode.

Wollen Sie den Befehl auf der Einstellungsebene austauschen, zum Beispiel Gradationskurven statt Tonwertkorrektur verwenden, wählen Sie Ebene: Inhalt der Ebene ändern.

Maske der Einstellungsebene

Einstellungsebenen haben automatisch eine Ebenenmaske, die auch als separater Kanal in der Kanälepalette auftaucht, sofern die Einstellungsebene aktiviert ist. Zunächst ist diese Maske komplett weiß - das heißt, die Einstellungsebene wirkt auf die gesamte Bildfläche für alle darunter liegenden Ebenen. Sie können Bereiche der Ebenenmaske mit Schwarz füllen; alle darunter liegenden Ebenen werden in diesen Zonen nicht mehr verändert. Bringen Sie einen Schwarzweißverlauf an, um die Wirkung der Maske stufenlos zunehmen zu lassen. Insgesamt bietet die Maske zur Einstellungsebene diese Möglichkeiten:

  • Sie lässt sich ebenso vielseitig retuschieren wie eine Ebenenmaske oder wie ein Alphakanal (Details zur Retusche ab Seite 659).

Abbildung 11.107:  Links: Nun haben Sie Weißwein in den Gläsern. Die Ebenenminiatur zeigt, dass es auf der Ebene tatsächlich bei rotem Wein bleibt, der jedoch weiß angezeigt wird. Um das Bild ohne Einstellungskorrektur zu betrachten, klicken Sie auf das Augensymbol neben der Einstellungsebene. Allerdings hat sich auch der Tisch im Hintergrund verfärbt, da die Einstellungsebene alle darunter liegenden Ebenen verändert.

  • Sie können die Maske in Graustufen oder als halbtransparenten »Schutzlack« einblenden; dazu gelten die gleichen Tastenkombinationen wie bei der Ebenenmaske (Seite 806).
  • Die Optionen für die Maske der Einstellungsebene - Farbe und Deckkraft - erreichen Sie per Doppelklick auf die Maskenminiatur (Details zu diesen Darstellungsvarianten ab Seite 656).

Auswahl auf Maske der Einstellungsebene

Haben Sie bereits eine Einstellungsebene im Bild, bei der nichts maskiert ist, können Sie nachträglich nur einen ausgewählten Bereich maskieren:

1. Erzeugen Sie die Auswahl des Bereichs, der letztlich verändert werden soll.
2. Kehren Sie diese Auswahl mit Strg+Umschalt+I um.
3. Aktivieren Sie die Maske der Einstellungsebene durch einen Klick, so dass das Maskensymbol in der Ebenenpalette erscheint.
4. Füllen Sie den ausgewählten Bereich mit Schwarz: Kurztaste D, dann Entf-Taste.

Abbildung 11.108:  Sie haben die Möglichkeit, die Einstellungsebene nur auf die unmittelbar darunter liegende Ebene wirken zu lassen - also auf die Gläser - und tiefer darunter liegende Ebenen wie den Tisch zu verschonen. Dazu legen Sie eine Beschnittgruppe an (Details ab Seite 810). Klicken Sie bei gedrückter Alt-Taste auf die Trennlinie zwischen Einstellungsebene und der darunter liegenden Ebene; so verändert die Einstellungsebene nur die Pixel der darunter liegenden »Basisebene«. In der Ebenenpalette erscheint der Name dieser Ebene unterstrichen, die Trennlinie zwischen »Basisebene« und der gruppierten Einstellungsebene ist gepunktet.

11.10.4 Einstellungsebenen gruppieren

Auf zwei Arten lässt sich die Wirkung der Einstellungsebene begrenzen:

  • Die Gruppierung der Einstellungsebene mit der darunter liegenden Ebene reduziert die Wirkung auf die Pixel dieser einen Ebene.
  • Mit einer Ebenenmaske wird die Wirkung auf bestimmte Zonen des Gesamtbildes unterhalb der Einstellungsebene beschränkt.

Oft macht es Sinn, nur eine ausgewählte Ebene zu verändern. Dazu richten Sie eine Beschnittgruppe ein: Aktivieren Sie die Ebene unter der Einstellungsebene und klicken Sie bei gedrückter Alt-Taste auf die Trennlinie zwischen beiden Ebenen, während der spezielle Cursor  erscheint (Details ab Seite 810).

Abbildung 11.109:  Um ein Glas Rotwein und ein Glas Weißwein nebeneinander anbieten zu können, verwenden Sie eine Maske. Sie begrenzt die Wirkung der Einstellungsebene auf einen Teilbereich der darunter liegenden Gesamtbildfläche. Voll verändert werden die Ebenen dann in den Bild bereichen, die in der Maske der Einstellungsebene weiß erscheinen; wo die Ebenenmaske der Einstellungsebene Schwarz zeigt, bewirkt sie gar nichts. In diesem Fall wird die Maskenminiatur der Einstellungsebene aktiviert, die linke Bild hälfte wird mit dem Auswahlrechteck ausgewählt und per Umschalt+Rückschritt-Taste mit Schwarz gefüllt - zu erkennen in der Miniatur der Maske. Folglich wirkt sich die Einstellungsebene auf die linke Bild hälfte nicht mehr aus, das linke Glas zeigt sich wieder mit rotem Inhalt. Per Verbinden-Symbol direkt neben der Ebenenminiatur »verbinden« wir die beiden Ebenen, so dass sie sich beim Verschieben und Verkleinern parallel verändern (Details zum »Verbinden« ab Seite 747).

11.10.5 Einstellungsebene dauerhaft anwenden

Möchten Sie die Bildveränderung, die durch die Einstellungsebene entstanden ist, dauerhaft anwenden? Sie können die Einstellungsebene mit der darunter liegenden Bildebene verschmelzen. Wählen Sie diese Strategie:

1. Aktivieren Sie die Einstellungsebene, mit der Sie eine darunter liegende Ebene dauerhaft verändern möchten, in der Ebenenpalette.
2. Nutzen Sie den Befehl Ebene: Mit darunterliegender auf eine Ebene reduzieren (kurz Strg+E).

Sie haben die darunter liegende Ebene nun dauerhaft verändert. Alle weiteren, noch tiefer liegenden Ebenen nehmen dagegen wieder ihr unkorrigiertes Aussehen an - auch wenn sie zuvor durch die Einstellungsebene verändert wurden.

11.10.6 Füllebenen

Füllebenen erstellen Sie auf der Ebenenpalette mit der gleichen Schaltfläche  wie Einstellungsebenen. Auch hier entsteht eine neue Ebene. Sie ist randvoll gefüllt - mit Einzelfarbe, Verlauf oder Muster. Der Vorteil gegenüber einer sonstigen Füllung auf einer üblichen Ebene: Wenn Sie die Bildfläche vergrößern, wächst die Füllebene mit - auch bei Mustern und Verläufen. Sie können hier unkompliziert die Wirkung von Nahtlosmustern testen; mit Verläufen, die nach transparent übergehen, blenden Sie Bildebenen weich aus.

Das Prozedere verläuft wie bei der Einstellungsebene:

  • Klicken Sie in der Ebenenpalette auf das Symbol Neue Einstellungsebene oder Füllebene  .
  • Wählen Sie im Menü Volltonfarbe, Verlauf oder Muster.
  • Stellen Sie die Optionen ein.
  • Bearbeiten Sie bei Bedarf die Maske. Sofern sich eine Auswahl im Bild befindet, erscheint automatisch nur dieser Bereich gefüllt, der Rest ist per Ebenenmaske verborgen.
  • Um die Einstellungen für die Füllung zu korrigieren, klicken Sie doppelt auf das Symbol in der Ebenenminiatur.

Im Übrigen gelten unsere Hinweise zur Einstellungsebene weiter oben in diesem Abschnitt sinngemäß auch für die Füllebene.

Füllebenen maskieren

Photoshop liefert automatisch eine Ebenenmaske mit, so dass Sie die sichtbare Ausdehnung der Füllung begrenzen können (Seite 803). Verwenden Sie alternativ zur Ebenenmaske auch einen Ebenen-Beschneidungspfad (Seite 808). Formebenen, wie sie mit den Formwerkzeugen entstehen, verwenden automatisch Füllebene plus Ebenen-Beschneidungspfad (Seite 696).

Kontext

Beachten Sie im Zusammenhang mit Füllebenen auch folgende Passagen im Buch:

  • Für Füllebenen mit der Vorgabe Volltonfarbe bietet Photoshop den Farbwähler an; wir erklären ihn ab Seite 528.
  • Bei Verlauf-Füllebenen sollten Sie die Verlauf-Funktionen kennen (Seite 552).
  • Die Füllebenen vom Typ Verlauf und Muster bieten die Vorgaben in Bibliotheken an, deren Anwendung wir ab Seite 57 besprechen.
  • Möchten Sie eigene nahtlose Muster erstellen, finden Sie Hinweise ab Seite 308.
  • Die Optionen im Dialogfeld Musterfüllung erklären wir im Zusammenhang mit Ebeneneffekten ab Seite 787. (Auch in Füllebenen können Sie das Muster mit dem Verschieben-Werkzeug bewegen.)


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Elektronische Fassung des Titels: Photoshop 6.0 Kompendium, ISBN: 3-8272-5831-6 Kapitel: 11 Ebenen