In den vorangegangenen Kapiteln haben Sie gelesen, wie man Bildteile auswählt und für die weitere Bearbeitung isoliert. Sie haben gelernt, wie man die Auswahlen mit Hilfe von Alphakanälen und Pfaden verfeinert und speichert. In diesem Kapitel besprechen wir, wie Sie die ausgewählten Bildteile verschieben, in andere Bilder einsetzen und auf verschiedene Arten raffiniert mischen.
Photoshops Ebenentechnik zählt zu den großen Stärken des Programms gegenüber der Konkurrenz, die Photoshops Methoden nie ganz vollständig kopiert. Mit bis zu 8000 Ebenen pro Datei geht das Programm äußerst flexibel um, beliebige Fotomontagen sind möglich.
Mit der Ebenentechnik können Sie
Wir besprechen alle Techniken - Grundlagen und Fortgeschrittenes - im Folgenden sehr detailliert. Sie können alle Beispiele mit den Dateien nachvollziehen, die Sie im »Praxis«-Verzeichnis auf der CD zu diesem Buch finden.
Nur drei Dateiformate zeigen sich aufnahmefähig für Ebenen: das Photoshop-Format mit der Endung ».psd«, TIFF und PDF. Wenn Sie mit dem Befehl Datei: Speichern unter ein anderes Format vorwählen, etwa JPG, Pict oder BMP, verschmelzen sämtliche Montage-Ebenen zu einer starren »Hintergrund«-Ebene, die Komposition lässt sich nicht mehr umarrangieren. Das Dialogfeld Speichern unter zwingt Sie in dieser Situation dazu, die flachgelegte Montage Als Kopie zu speichern. Sie arbeiten dann weiterhin an der unveränderten Ebenenmontage.
Verwenden Sie TIFF mit LZW-Komprimierung, sparen Sie gegenüber dem Photoshop-Dateiformat eventuell 10 oder 20 Prozent Speicherplatz auf der Festplatte; die mit TIFF angebotene JPEG-Komprimierung ist bei Bildern mit Ebenen wirkungslos. Da die meisten anderen Programme TIFFs mit Ebenen nicht entziffern können, verwendet man oft das traditionelle »Photoshop«-Dateiformat mit der Endung ».psd«.
Solche Photoshop-Dateien mit Montage-Ebenen lassen sich mit einigen anderen Programmen öffnen und schreiben - darunter Corel PhotoPaint, Live Picture, Paint Shop Pro, PhotoLine 32 oder PhotoImpact. Allerdings werden nie alle möglichen Features einer Photoshop-Montage unterstützt. Speziell Ebeneneffekte, Textebenen, Beschnittgruppen und Einstellungsebenen sind nur teilweise oder gar nicht anerkannt. Manche Programme öffnen schlichte Ebenenmontagen aus Photoshop 6.0 selbst dann nicht, wenn diese keine unmöglichen Dinge enthalten. Das gleiche Bild, gespeichert in älteren Photoshop-Versionen, wird leichter geöffnet.
Bei Montagen richtet sich Photoshop allein nach der Pixelzahl und nicht nach eingespeicherten Zentimetergrößen - dpi-Zahlen spielen hier keine Rolle. Um beurteilen zu können, in welchen Größenverhältnissen sich zwei Bilder kombinieren lassen, stellen Sie diese in derselben Zoomstufe nebeneinander, zum Beispiel im Maßstab 100 Prozent (Strg+Alt+0, am Mac Befehlstaste+Alt+0). Sie können einzelne Elemente vor oder nach der Montage zum Beispiel mit der Transformieren-Funktion vergrößern oder verkleinern (alle Details in diesem Kapitel).
Nach der Montage gelten in der Zieldatei die Werte dieser Datei. Die Auflösung der Zieldatei bleibt erhalten, auch wenn Sie etwas aus einem Bild mit einer anderen gespeicherten Druckauflösung einfügen. Auch der Farbmodus der Zieldatei bleibt erhalten. Fügen Sie ein RGB-Objekt in ein Graustufenbild ein, wird es dort nur in Graustufen erscheinen. Um es farbig montieren zu können, bringen Sie das Graustufenbild zunächst in einen Echtfarbmodus (zum Beispiel Bild: Modus: RGB-Farbe) (siehe Abbildung 11.1).
Abbildung 11.1: In Montagen liegen verschiedene Bild elemente als so genannte »Ebenen« übereinander; diese Ebenen können Sie bewegen oder auf verschiedene Arten mischen, ohne dass überlappende Bereiche beschädigt werden. Die Ebenenpalette (rechts) zeigt die einzelnen Montage-Elemente und ermöglicht es, eine Ebene zur Bearbeitung zu aktivieren. In diesem Beispiel verwenden wir auch Ebeneneffekte und eine Einstellungsebene. Datei: Montage
Durch die Ebenentechnik kann die Dateigröße erheblich anschwellen - auf Platte und im Arbeitsspeicher. Noch weiter steigt der Festplattenbedarf, wenn Sie in den Voreinstellungen (Strg+K) die Option Rückwärtskompatibilität im Photoshop-Format maximieren verwenden (Seite 223). Stellen Sie die Systembeanspruchungsanzeige unten in der Info-Leiste (am Mac im unteren Bildrahmen) auf Datei-Grössen; der einschlägige Fenster-Befehl blendet diese Leiste ein. Dann meldet Photoshop im Zahlenpaar rechts den Speicherwert, den er für die aktuelle Datei mit allen Ebenen braucht. Der niedrigere Wert links in Abbildung 11.2 verrät, wie groß die gleiche Datei wäre, wenn man alle Ebenen verschmilzt (vergleiche Seite 110).
Abbildung 11.2: Diese Anzeige der »Datei-Größe« gilt für die Datei »TV_2« aus dem »Praxis«-Verzeichnis der CD zu diesem Buch. Die Datei beansprucht mit allen Einzelebenen - auch über die sichtbaren Bild grenzen hinaus - 10,2 Mbyte Arbeitsspeicher. Der innerhalb der gespeicherten Bild ränder sichtbare Bereich, auf eine Ebene reduziert, beansprucht nur noch 939 Kbyte Arbeitsspeicher.
So leistungsstark Photoshops Ebenentechnik ist, es gibt Verbesserungsmöglichkeiten.
, die folgendermaßen funktioniert: Bewege die Ebene so, dass - klick - dieser Punkt der Ebene an dieser Stelle landet - klick. Statt dessen muss man Daten in Dialogfelder eintippen.
Photoshop und ImageReady setzen jeweils eigene Schwerpunkte bei der Ebenentechnik. Sie können jedoch Dateien bedenkenlos in jeweils anderen Programm verwenden und dort im Photoshop-Format speichern - die Features lassen sich allemal betrachten und wieder speichern, aber eben teilweise nicht bearbeiten. Nur Photoshop bietet Einstellungsebenen und Füllebenen, außerdem zeigt sich das Programm vielseitiger im Umgang mit Ebenen-Beschneidungspfaden. Ausschließlich bei Photoshop finden Sie zudem die Möglichkeit, einzelne Helligkeitsbereiche auszublenden, etwa alle hellen Partien der oberen Ebene unsichtbar zu machen.
Nur bei ImageReady lassen sich Ebenen in Rollover-Sequenzen und Animationen umsetzen. ImageReady kennt zudem keine »Hintergrund«-Ebenen, sondern nur normale Ebenen wie etwa »Ebene 1«. Das gilt auch, wenn Sie ein übliches JPG-Bild öffnen, das in Photoshop stets als »Hintergrund«-Ebene erscheint. ImageReady bietet überdies Ebenenoptionen und Ebenenstile anders an. Da Photoshop für allgemeine Montagen mehr zu bieten hat, konzentrieren wir uns im Folgenden auf dieses Programm. Wann immer es jedoch etwas Besonderes zu ImageReady anzumerken gibt, gehen wir darauf ein.
Jeden Bildteil, den Sie ausgewählt haben, können Sie sofort bewegen. Dabei unterscheiden wir zwischen Bildteilen, die Sie innerhalb derselben Datei bewegen, und solchen Objekten, die Sie in eine andere Datei bugsieren.
Abbildung 11.3: Links: Wir haben den Bild teil ausgewählt und wollen ihn innerhalb desselben Bild es verschieben. Rechts: Zum Verschieben verwenden wir hier ein Auswahlwerkzeug (mit dem Modus »Neue Auswahl«). Doch das hilft nicht weiter: Mit dem Auswahlwerkzeug bewegen Sie nur die Auswahlmarkierung ohne Inhalt. Datei: Pelikan
So verschieben Sie einen markierten Bildteil innerhalb eines Bildes:
, Zauberstab
oder Rechteck.
mit der Kurztaste V (für Move) oder indem Sie vorübergehend die Strg-Taste drücken.
klicken; wie üblich drücken Sie die Alt-Taste, wenn Sie das Dialogfeld zu diesem Vorgang sehen möchten.
Abbildung 11.4: Links: Wieder wurde das Hauptmotiv ausgewählt. Mit der Taste V (für Move Tool) haben wir das Verschieben-Werkzeug eingeschaltet. Jetzt können Sie die ausgewählten Pixel verschieben. Dabei bleibt ein Loch in der aktuellen Hintergrundfarbe zurück, in diesem Fall Weiß. Die verschobenen Pixel siedelt Photoshop zunächst als »schwebende Auswahl« über dem Untergrund an. Rechts: Unsere schwebende Auswahl erscheint nicht als separates Objekt in der Ebenenpalette; dennoch ist der Untergrund noch nicht endgültig gelöscht, Sie können den verschobenen Bild bereich unabhängig vom Untergrund bearbeiten.
Wichtig ist hier das Konzept der »schwebenden Auswahl«. Eine »schwebende Auswahl« ist quasi eine Eintagsebene, eine Ebene mit beschränkter Haftung, die sich nicht dauerhaft unabhängig vom Untergrund speichern lässt. Mit »schwebenden Auswahlen« bekommen Sie in folgenden Situationen zu tun:
duplizieren und bewegen;
Das im Abschnitt zuvor verschobene Element »schwebt« zunächst über dem neuen Untergrund. Sie verschieben die bewegte Auswahl, Sie experimentieren mit Füllmethoden und passen das montierte Objekt in der Größe an, ohne dass das Bild ringsum beschädigt würde. Die Auswahl schwebt auf einer eigenen Ebene - noch. Die »schwebende Auswahl« erscheint nicht als separates Element in der Ebenenpalette.
Abbildung 11.5: Links: Das Hauptmotiv wurde wieder ausgewählt und mit dem Verschieben-Werkzeug bewegt. Hier bewegen wir jedoch ein Duplikat des ausgewählten Bereichs; es entsteht kein Loch im Hintergrund. Dazu drücken wir zusätzlich zum Verschieben-Werkzeug die Alt-Taste. Rechts: Auch in diesem Fall wird der verschobene Bild teil zunächst als schwebende Auswahl angelegt, die Ebenenpalette zeigt keine neue Ebene. Mit der Entf-Taste lässt sich die schwebende Auswahl bei Bedarf gänzlich entfernen.
Sie können die Auswahl jedoch nicht »schwebend« speichern. Auf verschiedene Arten bereiten Sie dem Schwebezustand ein Ende:
Abbildung 11.6: Links: Hier wurde die schwebende Auswahl dauerhaft mit dem Untergrund verschmolzen. Dazu wählen Sie »Auswahl: Auswahl aufheben« oder Strg+D (für Deselect). Rechts: Die Ebenenpalette zeigt weiterhin nur eine einzige Ebene. Die ursprünglichen Bild punkte des Hintergrunds wurden gelöscht.
Damit wird die schwebende Auswahl im Untergrund verankert. Die Markierungslinie verschwindet, die Auswahl ist fest integriert, der überdeckte Teil des Untergrunds gelöscht - und das passiert allzu leicht auch ungewollt. Wollen Sie das montierte Element wieder wegbewegen, kommt der alte Untergrund nicht mehr zum Vorschein, sondern nur Hintergrundfarbe.
Sicherer ist es, wenn Sie die schwebende Auswahl auf einer neuen Ebene speichern. Sie können dann das Objekt jederzeit unabhängig verschieben, die darunter liegenden Bildpunkte bleiben auf separater Ebene voll erhalten. Sie speichern das Element sozusagen dauerhaft schwebend auf einer eigenen Folie, ohne dass Untergrund-Bildpunkte dadurch irgendwie beschädigt würden. Man sieht einige von ihnen zwar nicht, aber man kann sie wieder hervorholen.
So gelangt der bewegte Teil auf eine neue Ebene:
Solange Sie die schwebende Auswahl noch nicht endgültig platzieren wollen, speichern Sie das Bild nicht - das verankert die Auswahl, die darunter liegenden Pixel sind fort. Sie können jedoch eine Kopie speichern unter (Strg+Alt+S) einem neuen Namen - so schreiben Sie die aktuell sichtbare Version samt verankerter schwebender Auswahl auf die Festplatte, das Bild auf dem Schirm bleibt jedoch flexibel. Sie dürfen jederzeit die Auswahl eines schwebenden Bildteils in einem Alphakanal speichern, indem Sie zum Beispiel auf das Symbol Auswahl als Kanal speichern
in der Kanälepalette klicken; die schwebende Auswahl wird dadurch nicht verankert. Solange die Auswahl schwebt, lässt sie sich per Entf-Taste aus dem Bild werfen. Eine schwebende Auswahl macht einiges mit:
Abbildung 11.7: Links: Der Bild teil wurde ausgewählt und mit dem Befehl »Ebene: Neu: Ebene durch Kopie« (Strg+J) auf eine eigene Ebene gehoben. Rechts: Die Ebenenpalette zeigt die neu entstandene »Ebene 1«; die ursprüngliche Ebene ist voll erhalten.
Insgesamt ist die schwebende Auswahl ein riskantes Verfahren, zu leicht sind Pixel der darunter liegenden Ebenen überschrieben oder Sie löschen die Auswahl durch ein unbedachtes Drücken der Entf-Taste. Wollen Sie einen ausgewählten Bildteil innerhalb derselben Datei mehrfach einsetzen, bieten sich einige Alternativen an, bei denen sofort eine neue, dauerhaft unabhängig speicherbare »Ebene 1« oder ähnlich entsteht:
In beiden Fällen bleibt der Hintergrund völlig unverändert.
Abbildung 11.8: Links: Mit dem Verschieben-Werkzeug ziehen wir die separate Ebene auf einen neuen Platz im Gesamtbild. Darunter kommen die unveränderten Untergrundpixel wieder zum Vorschein. Durch Löschen oder Verbergen der »Ebene 1« könnten Sie das ursprüngliche Bild wieder herstellen. Rechts: Die Ebenenpalette zeigt den Inhalt der Ebene 1 relativ zu den Gesamtmaßen des Bild es. Das Motiv rückt also innerhalb der Ebenenminiatur nach unten.
Um einen markierten Bildteil oder eine Ebene in eine neue Bilddatei einzusetzen, bietet Photoshop verschiedene Wege:
.
Mit den Bearbeiten-Befehlen Kopieren (Strg+C für Copy) oder Ausschneiden (Strg+X) bringen Sie den markierten Bildteil in die Zwischenablage. Dann aktivieren Sie das Zielbild, wo Sie das Objekt Einsetzen (Strg+V).
Photoshop legt den Neuzugang sofort als eigene, nummerierte Ebene an. Haben Sie im Zielbild eine Auswahl, erscheint das neu eingesetzte Element mittig über der Auswahl; sonst platziert Photoshop es zentral im Dateifenster.
Beim Kopieren erfasst Photoshop nur die aktive Ebene: Pixel, die Sie innerhalb der Fließmarkierung sehen, die aber auf Ebenen darunter liegen, werden nicht mit kopiert. Möchten Sie alle sichtbaren Ebenen kopieren, erledigt dies der Befehl Auf eine Ebene reduziert kopieren (Strg+Umschalt+C). Dabei kommt im Zielbild nur eine Ebene an - die Gesamtansicht des markierten Teils aus der Vorlage.
Sie können auch Teile einer speziellen »Text«-Ebene (siehe »Text«-Kapitel) kopieren. Im Zielbild erhalten Sie dann nur das Bruchstück - natürlich nicht mehr im »Text«-Modus. Auch wenn Sie den gesamten »Text« markieren und kopieren, erreicht er das Zielbild nurmehr als übliche Pixelfläche, die Sie nicht mehr umformatieren können. Formebenen lassen sich gar nicht per Auswählen und Zwischenablage übertragen. In beiden Fällen sollten Sie das Gesamtobjekt mit dem Verschieben-Werkzeug
in die Zieldatei hieven und dort weiterbearbeiten. Dabei bleibt das ursprüngliche Dokument unverändert zurück.
Wenn Sie eine Ebene mit Ebeneneffekt, also mit Schatten, Lichthof oder 3D-Kante markieren, kopieren und andernorts einfügen, erscheint im Zielbild nur die flache Ebene ohne Ebeneneffekt. Verwenden Sie dagegen den Befehl Auf eine Ebene reduziert kopieren, lässt sich die Ebene mit Ebeneneffekten übertragen. Allerdings rechnet Photoshop den Effekt dauerhaft auf die Ebene um, so dass Sie Schatten oder Kanten nicht mehr frei verändern können. Abhilfe: Ziehen Sie das Objekt mit dem Verschieben-Werkzeug
ans Ziel.
Meist verzichtet man auf das Kopieren und geht den einfachen und speicherschonenden Weg des Ziehens und Ablegens. Diese Alternativen haben Sie:
(Kurztaste V oder vorübergehend die Strg-Taste) und ziehen das Element - das auch aktiviert sein muss - unmittelbar aus dem Ursprungsbild in die neue Datei
Im Zielbild erscheint die überlieferte Ebene mit dem vertrauten Ebenennamen. Wichtiger Vorteil: Dieser Weg belastet die Zwischenablage nicht. Die Quelldatei bleibt unverändert, der markierte und herübergezogene Bereich bleibt also am ursprünglichen Ort voll erhalten.
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Ziehen Sie einen Zustand oder einen Schnappschuss aus der Protokollpalette in das Zielbild. Damit verwandelt sich das Zielbild in eine Kopie der Vorlage; die ursprünglichen Ebenen sind fort. |
Das Menü der Ebenenpalette wie auch das Ebene-Menü bieten den Befehl Ebene duplizieren. Hier nennen Sie für die aktive Ebene als Ziel eine geöffnete Datei oder eine neue Datei. Der neuen Datei wie auch der duplizierten Ebene teilen Sie dabei gleich einen Namen zu.
Der Farbmodus Indizierte Farben (8-Bit-Farbe), wie er zum Beispiel für GIF-Dateien typisch ist, unterstützt keine Ebenentechnik. Das hat einige Konsequenzen:
Sie können Ebenen über den Bildrand hinausragen lassen; von diesen Ebenen sehen Sie nichts mehr, aber gelöscht werden die Außenposten auch nicht - sie lassen sich immer wieder mit dem Verschieben-Werkzeug
ins Bild hereinziehen. Auch wenn Sie per Freistellwerkzeug
Rand kappen und die Option Ausblenden nutzen (Seite 188), entsteht Bildfläche außerhalb der Dokumentbegrenzung. Sie können halb-versteckte Element sogar verzerren; dabei berücksichtigt Photoshop fürsorglich auch unsichtbare Teile.
So sorgen Sie für eine größere Bildfläche, um Außenstände wieder sichtbar zu machen:
oder mit dem Befehl Bild: Arbeitsfläche an (Seite 201).
Diese herausragenden Pixel kosten allerdings auch Speicher und sollten irgendwann endgültig entfernt werden. So entfernen Sie die außen liegenden Bildpunkte endgültig:
mit der Option Löschen, nicht mit Ausblenden.
Sie erkennen es eventuell schon an der Systembeanspruchungsanzeige (Seite 110), dass die Dateigröße schrumpft, obwohl sich vom Augenschein her nichts ändert.
Die folgende Sequenz zeigt, wie Sie Bildteile in andere Dateien einsetzen und dort arrangieren. Einige Feinheiten - zum Beispiel Ränder säubern - werden weiter unten separat erklärt.
Abbildung 11.9: Links: Markieren Sie zunächst den Bild teil, den Sie montieren möchten. Dann laden Sie die Datei, die diesen Bild teil aufnehmen soll (rechts). Zeigen Sie beide Dateien im selben Vergrößerungsmaßstab an, zum Beispiel 100 Prozent durch einen Doppelklick auf die Lupe in der Werkzeugleiste; so können Sie die Größenverhältnisse beurteilen. Dateien: Pelikan, Meer
Abbildung 11.10: Links: Wir aktivieren das Verschieben-Werkzeug mit der Kurztaste V (für Move Tool); Sie können auch vorübergehend die Strg-Taste drücken. Ziehen Sie das Objekt über die Zieldatei und rücken Sie es zurecht. Rechts: Das montierte Objekt erscheint in der Zieldatei als »Ebene 1«, während das darunter liegende Bild die »Hintergrund«-Ebene bildet. Sie können die Montage mit dauerhaft separat korrigierbaren Ebenen speichern, sofern Sie die Dateiformate Photoshop, TIFF oder PDF nutzen.
Abbildung 11.11: Links: Nun bereiten Sie ein zweites Objekt vor, das in das Zielbild eingesetzt werden soll. Markieren Sie die Palmwedel bei niedriger »Toleranz« von etwa »20« mit dem Zauberstab (Kurztaste W). Rechts: Vergrößern Sie den markierten Bereich mit gedrückter Umschalt-Taste oder mit dem Befehl »Auswahl: Auswahl erweitern«. Datei: Palme
Abbildung 11.12: Links: Wechseln Sie wieder zum Verschieben-Werkzeug und ziehen Sie auch dieses Objekt über das Bild »Meer«, wo Sie es zurechtrücken. Der Zweig erscheint im Zielbild sofort als neue aktive Ebene über der zuletzt aktiven Ebene. Rechts: In unserem Beispiel war zuletzt die »Ebene 1« mit dem Pelikan aktiv, so dass die Palmenzweige den Pelikan überdecken und in der Ebenenpalette als »Ebene 2« darüber siedeln. Hätten Sie vor dem Transfer die »Hintergrund«-Ebene aktiviert, würde die Pflanze zwar über dem Strand, aber hinter dem Vogel angezeigt.
Abbildung 11.13: Links: Sie können die Anordnung der Ebenen leicht ändern und den Pelikan nach vorne holen. Rechts: Klicken Sie in der Palette auf das Feld »Ebene 1« und ziehen Sie nach oben, bis es sich oberhalb der »Ebene 2« mit dem Palmwedel befindet. Dann lassen Sie los; damit siedelt Photoshop den Pelikan im Bild vor dem Palmwedel an. Alternativ verlagern Sie die Ebene mit dem Untermenü »Ebene: Anordnen«. Ergebnis: Meer_2
Abbildung 11.14: Um den Pelikan auszublenden und die Person in der Hintergrundebene wieder zu zeigen, klicken Sie in der Ebenenpalette in die Augenleiste neben dem Pelikan. Damit ist diese Ebene verborgen, aber nicht gelöscht. Sie kann jederzeit wieder angezeigt werden. Mit dem Befehl »Datei: Speichern unter« und der Option »Als Kopie« speichern Sie bei Bedarf eine JPEG-Datei dieses Bild es ohne Pelikan und ohne sonstige separate Ebenen, ohne das aktive Bild zu verändern.
Sie können ein Objekt in die Zwischenablage kopieren und im Zielbild In die Auswahl einfügen (Strg+Umschalt+V). Im Zielbild lässt sich das Objekt nur innerhalb der Auswahlgrenzen bewegen - außerhalb der Grenzen wird es sich nicht zeigen. Damit setzen Sie Dinge in Rahmen.
Abbildung 11.15: So nutzen Sie den Befehl »Bearbeiten: In die Auswahl einfügen«. Links: Markieren Sie zunächst das Motiv, das Sie einsetzen wollen, und kopieren Sie es mit Strg+C in die Zwischenablage. Mitte: Dann markieren Sie im Zielbild den Bereich, in den Sie das Objekt einsetzen wollen; wir wählen die Mattscheibe eines TV-Geräts mit dem Zauberstab aus. Rechts: Sie setzen das kopierte Motiv mit dem Befehl »Bearbeiten: In die Auswahl einfügen« ein (Strg+Umschalt+V). Für unser Beispiel gilt: Weil der kopierte Bereich deutlich mehr Bild punkte hat als die Auswahl im Zielbild, erscheint zunächst nur ein Ausschnitt des kopierten Fotos. Dateien: TV, Mister
Abbildung 11.16: Links: Photoshop legt für das kopierte Objekt eine neue Ebene an und deckt Bereiche, die außerhalb der Auswahl liegen, durch eine Ebenenmaske ab (vergleiche Seite 816). Mitte, rechts: Sie können das eingefügte Objekt bewegen, drehen oder verkleinern, zum Beispiel mit dem Befehl »Bearbeiten: Transformieren« (Strg+T). Es wird sich nur innerhalb des markierten Bereichs zeigen. Denn die außerhalb gelegenen Bild teile sind durch die Ebenenmaske abgedeckt; sie verändert oder bewegt sich in diesem Fall nicht mehr mit dem eingefügten Bild , da sie nicht verbunden ist. Ergebnisdatei: TV_2
Das neue Objekt erscheint als neue Ebene im Zielbild. Dazu legt Photoshop automatisch eine Ebenenmaske an, die den Bereich der neuen Ebene außerhalb der Auswahl unterdrückt. Das Prozedere:
oder Zauberstab
im Ursprungsbild den gewünschten Bildbereich für den neuen Hintergrund aus.
Abbildung 11.17: Beliebt ist das Einsetzen in die Auswahl, um einen blassen Himmel auszutauschen. Links: Wir wählen den Himmel im Zielbild mit Zauberstab und gedrückter Umschalt-Taste aus. Mitte: Mit dem Auswahlrechteck wählen wir ein Wolkenfoto grob aus und kopieren es mit Strg+C in die Zwischenablage. Rechts: Wir aktivieren das Surfer-Bild und verwenden den Befehl »Bearbeiten: In die Auswahl einfügen«. Dateien: Surfer, Wolken
Klicken Sie den Befehl In die Auswahl einfügen mit gedrückter Alt-Taste an. Sie erhalten den umgekehrten Effekt: Sie fügen das Bild aus der Zwischenablage jetzt nur außerhalb der Auswahl ein.
Dasselbe Ergebnis erhalten Sie jedoch auch nachträglich, wenn Sie zunächst den Befehl In die Auswahl einsetzen verwendet haben: Aktivieren Sie die Ebenenmaske in der Ebenenpalette und verwandeln Sie diese mit dem Befehl Bild: Einstellen: Umkehren (Strg+I) in ihr Negativ.
Erst wenn ein montierter Bildteil über dem neuen Hintergrund schwebt, erkennt man oft genau, ob das Objekt sauber ausgeschnitten war. Stand das Element zum Beispiel auf Weiß, dann ist es in der neuen Umgebung vielleicht von einer unansehnlichen dünnen weißen Kante umgeben - Überreste des ursprünglichen Backgrounds, die besonders dann hartnäckig kleben, wenn Sie mit geglätteter Auswahlkante arbeiten. Mit dem Ebene-Untermenü Hintergrund lassen sich solche unschönen Ränder manchmal tilgen. Dieses Untermenü erreichen Sie nur unter diesen Bedingungen:
Es ist jedoch meist einfacher, schon vorab die Auswahl sauber anzupassen und dazu Befehle wie Auswahl verändern: Verkleinern zu verwenden, bei Alphakanal-Technik oder Ebenenmaske heißt das Pendant Sonstige Filter: Dunkle Bereiche vergrößern (vergleiche Seite 615). Weitere Alternative: Sie schmiegen die Auswahl mit Pfadtechnik eng an; man entfernt im Zweifelsfall eher einen winzigen Randbereich des Hauptobjekts, bevor man Umgebungspixel mit aufnimmt.
Schwarz entfernen und Weiß entfernen Sie vor allem, wenn Sie mit einer geglätteten Auswahl markiert haben und diesen Auswahlbereich in ein anderes Bild übertragen. Stand das Motiv ursprünglich vor Weiß, kann es in dem neuen Umfeld unschöne weiße Randspuren zeigen. Sie werden getilgt mit dem Befehl Weiß entfernen. Umgekehrt klicken Sie auf Schwarz entfernen, wenn das Objekt vor dunklem Hintergrund markiert wurde und vor neuer, heller Umgebung schwarze Kanten zeigt.
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Wenden Sie Weiß entfernen getrost mehrfach an, wenn die erste Anwendung
noch nicht genug Wirkung zeigt. |
Abbildung 11.18: Links: Dieser Spaten wurde vor weißem Hintergrund fotografiert, in Photoshop mit geglätteter Kante ausgewählt und vor eine graue Fläche montiert. Dabei zeigt sich, dass ein weißer Rand um das Objekt herum verbleibt. Mitte: Etwas Abhilfe schafft der Befehl »Ebene: Hintergrund: Weiß entfernen«. Er entfernt die hellen Überreste. Rechts: Erneute Anwendung dieses Befehls tilgt weitere Spuren. Datei: Spaten
Der Befehl Rand entfernen ersetzt die Farbe aller Randpixel durch die Farbe der innen angrenzenden Bildpunkte, die keine Hintergrundfarbe enthalten; Sie geben einen Pixelradius vor. Das klingt schöner, als es ist: Leicht entstehen hier durch Wiederholungen erst recht unschöne Ränder - farblich nicht mehr so abweichend, aber dafür durch ihre streifige Gleichmäßigkeit genauso unangenehm. Dies gilt jedenfalls bei nicht völlig gleichmäßigen Rändern.
Auf verschiedene Arten setzen Sie Vektorgrafiken aus anderen Programmen wie CorelDraw oder FreeHand in Ihre Montage ein:
Details finden Sie ab Seite 241.
Ebenen lassen sich mit dem Verschieben-Werkzeug
(Kurztaste V) bewegen. Bei den meisten anderen Werkzeugen, etwa Mal- und Retuschewerkzeuge oder Auswahlwerkzeuge, gilt: Solange Sie die Strg-Taste drücken, wechseln Sie vorübergehend zum Verschieben-Werkzeug. Um eine Ebene mit dem Verschieben-Werkzeug nur in 45-Grad-Winkeln zu bewegen, drücken Sie wie immer die Umschalt-Taste. Doch das Bewegen einer Ebene oder schwebenden Auswahl durch Ziehen mit der Maus ist nicht sonderlich präzise. Es gibt verschiedene Wege, ein Objekt genauer zu platzieren.
Für alle Erläuterungen in diesem Abschnitt gilt natürlich: Die Ebenen dürfen nicht »fixiert« sein, etwa mit der Option Position fixieren
aus der Ebenenpalette (Details ab Seite 759).
Schwebende Auswahlen und Ebenen lassen sich mit den Pfeil-Tasten fortbewegen - um einen Pixel je Tastendruck. Dazu muss das Verschieben-Werkzeug
aktiviert sein (Kurztaste V). Nehmen Sie die Umschalt-Taste dazu, um das Objekt in 10-Pixel-Etappen durchs Bild zu schubsen.
Wenn Sie bei gedrückter Alt-Taste die Richtungstasten verwenden, erhalten Sie mit jedem Tastendruck eine neue Kopie des Objekts, jedes Mal auf einer eigenen Ebene. Wollen Sie die vielen neuen Ebenen zu einer Ebene verschmelzen, nutzen Sie die Befehle Sichtbare auf eine Ebene reduzieren oder Verbundene auf eine Ebene reduzieren aus dem Ebene-Menü. Auch schwebende Auswahlen lassen sich auf diese Art vervielfältigen.
Abbildung 11.19: Schalten Sie das Verschieben-Werkzeug ein und bewegen Sie eine Ebene mit den Pfeil-Tasten bei gedrückter Alt-Taste. Dabei entstehen vielfache Kopien der Ebene. In diesem Beispiel haben wir den Bild rand mit dem Befehl Filter: Störungsfilter: Störungen hinzufügen aufgeraut, um den Kanteneffekt zu betonen.
Sie können die Ebene auch durch Eintippen von Zahlen verschieben. Dazu verwenden Sie den Befehl Bearbeiten: Frei transformieren und achten auf die Optionen. Hier interessiert uns nur der Bereich links in der Optionenleiste mit den Angaben für die Position auf der X- und Y-Achse (alle weiteren Möglichkeiten dieser Optionenleiste besprechen wir ab Seite 764). Geben Sie in die X- und Y-Felder eine neue Position in »px«- oder »cm«-Einheiten an, weitere Maßeinheiten bietet das Kontextmenü über dem Eingabefeld.
ImageReady zeigt sich eingeschränkt: Das Programm verzichtet auf die Option »Relative Positionierung« und nimmt wie üblich nur Pixel-, aber keine Zentimetermaße an.
Blenden Sie zur Übersicht das Lineal mit Strg+R (für Rulers) ein. Ob das Lineal nach Pixeln, Prozentwerten oder Zentimetern unterteilt sein soll, regeln Sie durch Doppelklick oder Rechtsklick auf die Lineale (am Mac Ctrl-Klick). Zeigen Sie eventuell zur Orientierung mit dem Untermenü Ansicht: Einblenden ein Raster an; den Abstand der Rasterlinien definieren Sie per Bearbeiten: Voreinstellungen: Hilfslinien & Raster (Seite 84).
Abbildung 11.20: Mit der Optionenleiste zum Befehl »Bearbeiten: Frei transformieren« platzieren Sie Ebenen exakt im Bild . Hier sehen Sie die Ausgangssituation für die folgenden Bild beispiele: Als X- und Y-Position nennen wir jeweils 0, die Option »Relative Positionierung« schalten wir aus.
Sobald Sie den Befehl Frei transformieren gewählt haben, erscheinen die Pixelbereiche der aktuellen Ebene in einem Begrenzungsrahmen. Besonders wichtig ist hier der Referenzpunkt
, den Sie zunächst in der Mitte der Ebene sehen. Beim Positionieren nach Zahlenvorgabe orientiert sich Photoshop nämlich an diesem Referenzpunkt. Ein Beispiel: Sie haben die Option Relative Positionierung
ausgeschaltet und wollen das Objekt in die linke obere Ecke - mit einer Null im X- und Y-Feld. Tatsächlich platziert Photoshop den Referenzpunkt auf der Null-Position; dies bedeutet, dass der linke obere Bereich Ihrer Ebene aus dem Bild herausrutscht.
Darum können Sie den Referenzpunkt beliebig verschieben. Sobald der Mauszeiger in die Nähe des Referenzpunkts gelangt, erscheint neben dem Cursor ein kleiner Kreis. Ziehen Sie den Referenzpunkt an eine beliebige Stelle, auch außerhalb des Begrenzungsrahmens. Besonders häufig benötigt man den Referenzpunkt in den äußersten Bildecken - ziehen Sie ihn dort hin, er wird magnetisch andocken.
Abbildung 11.21: Links: Wir wollen die Figur exakt in die linke obere Ecke des Bild es setzen. Zunächst blenden wir mit Strg+R die Lineale ein. Wir wählen den Befehl »Bearbeiten: Frei transformieren« (Strg+R). Photoshop umgibt die aktuelle Ebene mit einem Begrenzungsrahmen und mit einem Referenzpunkt in der Mitte. Wir schalten in der Leiste die Option »Relative Positionierung« aus und tippen eine Null für X- und Y-Position ein. Rechts: Das Ebenenobjekt landet zu drei Vierteln außerhalb des Bild es. Warum? Im linken Bild sehen Sie den Referenzpunkt in der Mitte des Objekts. Dieser Punkt kennzeichnet die Bild stelle, die auf den in Optionen genannten Punkt versetzt wird. Weil unsere Nullpunkt-Positionierung also genau für den Mittelpunkt des Objekts gilt, rutschen einige äußere Bereiche des Objekts aus dem Bild (sie lassen sich bei Bedarf mitspeichern, vergleiche Seite 732). Datei: Eigene_Form
Wenn Sie in der Leiste die Option Relative Positionierung
anklicken - der Schalter erscheint eingedrückt -, geht Photoshop von der aktuellen Position des Objekts aus. Tippen Sie zum Beispiel für die X-Achse einen Wert von plus 150 Pixel ein, für die Y-Achse den Wert 0, dann rutscht das Objekt 150 Pixel nach rechts - ganz unabhängig von Bildrändern oder Linealen. Verwenden Sie dagegen für X- und Y-Achse den Wert 0, bewegt sich das Objekt horizontal und vertikal um 0 Pixel, also gar nicht. Mit Minus-Werten bringen Sie das Objekt nach links beziehungsweise nach unten. Diesen Modus finden Sie nicht bei ImageReady.
Abbildung 11.22: Links: Wieder haben wir den Befehl »Bearbeiten: Frei transformieren« gewählt. Dieses Mal verschieben wir den Referenzpunkt in die linke obere Ecke des Begrenzungsrahmens - am Eckpunkt dockt der Referenzpunkt magnetisch an. Wir schalten in der Leiste erneut die Option »Relative Positionierung« aus und nennen eine Null für X- und Y-Position. Rechts: Diesmal landet die Figur wie gewünscht in der linken oberen Bild ecke, nichts wird abgeschnitten. Denn der Referenzpunkt innerhalb der Figur saß links außen, so dass bei einer Bewegung auf die Nullpunkte kein Bild bereich aus der Dokumentbegrenzung herausfällt.
Schalten Sie die Option Relative Positionierung
aus; die Schaltfläche in der Leiste erscheint also nicht eingedrückt. Nun orientiert sich Photoshop an den Nullpunkten der Lineale, zumeist also an der linken oberen Bildecke. Verwenden Sie zum Beispiel für die X- und für die Y-Achse den Wert 0, setzt Photoshop das Objekt mit seinem Referenzpunkt in die linke obere Ecke der aktuellen Nullpunkte. Verwenden Sie für die X-Achse den Wert 100, dann landet der Referenzpunkt der Ebene 100 Pixel unter der Oberkante der Datei (sofern dies die Null-Position des Lineals ist). Minus-Werte bringen das Objekt zwangsläufig zumindest teilweise aus dem sichtbaren Bereich heraus, es wird freilich nicht gelöscht.
So beenden Sie die Arbeit, wenn Sie per Transformieren eine Ebene bewegt haben:
Wenn Sie die Ebene nur bewegen und keine anderen Transformieren-Funktion nutzen, verändern Sie die Bildpunkte nicht, es entsteht keinerlei Qualitätsverlust.
Etwas umständlicher als das Transformieren wirkt der Befehl Filter: Sonstige Filter: Verschiebungseffekt. Text- und Formebenen werden gerastert. Sie können die Bewegung nur in Pixeln, nicht in Zentimeterwerten vorgeben. Der Verschiebungseffekt arbeitet nur im Modus »Relative Positionierung«. Die eingetippten Werte geben Abweichungen von der bisherigen Position des Objekts an und haben keinen Bezug zu den Gesamtmaßen des Bildes.
Je nachdem, ob Sie eine »Hintergrund«-Ebene oder eine frei schwebende Ebene verwenden, bietet Photoshop für den nach der Verschiebung freiwerdenden Bereich die Optionen Mit Hintergrundfarbe füllen beziehungsweise Auf transparent einstellen. Weitere Optionen dieses Befehls erklären wir ab Seite 914. Eine abgespeckte Variante des Befehls bietet ImageReady (Seite 310).
Nur ImageReady bietet den Befehl Ebene: Ebenenposition festlegen. Getrennt für Horizontal und Vertikal legen Sie hier den Pixelabstand zu einer bestimmten Position fest - als Positionen bietet ImageReady im Klappmenü Horizontal die aktuelle Position, die linke Kante, die rechte Kante sowie die Mitte; im Klappmenü Vertikal finden Sie entsprechend eine untere Kante und eine obere Kante.
Ein Beispiel: Soll sich ein Objekt exakt am rechten oberen Bildrand ansiedeln, verwenden Sie bei Horizontal die Vorgabe Rechte Kante, bei Vertikal die Vorgabe Untere Kante und tragen für beide Achsen 0 Pixel Abstand ein. Praktischer wirkt letztlich das Bewegen mit der Optionenleiste zum Transformieren-Befehl.
Abbildung 11.23: Der ImageReady-Befehl »Ebenenposition festlegen« bewegt eine Ebene pixelgenau.
Am leichtesten fällt präzises Produkt-Placement oft, wenn man Hilfslinien oder Raster über das Bild legt und per Untermenü Ansicht: Ausrichten an magnetisch macht. Dann bugsieren Sie das Objekt mit dem Verschieben-Werkzeug
durchs Bild - ab acht Pixel Bildschirmentfernung wirken die Linien ungemein anziehend. Ein Grundraster können Sie in seiner Gesamtheit verschieben, wenn Sie den Nullpunkt der Lineale ändern. Dazu klicken Sie in die linke obere Ecke des Lineals und ziehen.
Photoshop kann Ebenen, die zuvor »verbunden« wurden, gleichmäßig über das Bild verteilen. Zum »Verbinden« aktivieren Sie eine der Ebenen und klicken neben den weiteren Ebenen in die Verbinden-Leiste unmittelbar neben der Ebenenminiatur (Details zum »Verbinden« ab Seite 747).
Abbildung 11.24: Sie benötigen mehrere verbundene Ebenen, um Bild teile gleichmäßig auszurichten oder zu verteilen. Die Abbildungen zeigen die Ausgangsposition für die folgenden Beispiele. Die Brille ist aktiviert und mit allen weiteren Ebenen verbunden. Datei: Dias
Diese Verfahren zur gleichmäßigen Anordnung finden Sie vor:
Die entsprechenden Funktionen finden Sie auch in der Optionenleiste zum Verschieben-Werkzeug
, sofern Ebenen verbunden wurden. Vergleichbare Funktionen werden auch für Slices, ImageMaps und Pfadkomponenten angeboten.
Abbildung 11.25: Die Funktionen zum gleichmäßigen Anordnen von verbundenen Ebenen finden Sie in den Untermenüs »Ebene: Verbundene ausrichten« und »Ebene: Verbundene verteilen«. Photoshop bietet die Befehle außerdem in der Optionenleiste zum Verschieben-Werkzeug an. Voraussetzung ist in jedem Fall, dass zwei oder drei Ebenen verbunden wurden.
Wenn Sie Verbundene ausrichten, orientieren sich die verbundenen Ebenen an einer Seite der aktivierten Ebene. Einige Beispiele:
Sofern eine Auswahl im Bild existiert, heißt das Untermenü Ebene: An Auswahl ausrichten. Die Ebenen orientieren sich bei der Neu-Ausrichtung an den Auswahlkanten, nicht an der aktivierten Ebene.
»Vertikale Mitten ausrichten« »Horizontale Mitten ausrichten«
Abbildung 11.26: Die Befehle aus dem Untermenü »Ebene: Verbundene ausrichten« oder die entsprechenden Schaltflächen aus der Optionenleiste zum Verschieben-Werkzeug verteilen verbundene Ebenen neu. Die Ebenen orientieren sich an einer Kante oder Mittelachse der aktivierten Ebene. Hier ist die Brille aktiviert; also ordnen sich mit dem Befehl »Obere Kanten« die verbundenen Ebenen an der Oberkante der Brillen-Ebene an. Der Befehl »Horizontale Mitten ausrichten« holt die Ebenen vom linken und rechten Bild rand auf eine Mittelachse mit der aktivierten Ebene. Vorlage: Dias
Der Befehl Verbundene verteilen streut verbundene Ebenen in regelmäßigen Abständen über die Datei. Drei Ebenen müssen mindestens verbunden sein. Welche Ebene aktiviert ist, spielt keine Rolle. Einige Beispiele:
»Horizontale Mitten« »Untere Kanten«
Abbildung 11.27: Der Befehl »Verbundene verteilen« verteilt verbundene Ebenen in regelmäßigen Abständen über die Datei.
Die Befehle zur Kontrolle des Ebenengestrüpps verteilen sich über drei Programmzonen: Das Menü Ebene, das Menü der Ebenenpalette und die Symbole in der Ebenenpalette selbst. Manche Funktionen finden Sie doppelt. Außerdem ist die ImageReady-Ebenenpalette etwas anders aufgebaut.
Abbildung 11.28: Oben: Mit der Ebenenpalette (F7) kontrollieren Sie Anordnung und Sichtbarkeit der einzelnen Ebenen. Unten: Das Menü »Ebene« bietet teilweise dieselben Befehle wie das Menü zur Ebenenpalette.
Kontrolliert werden Ebenen über die Ebenenpalette. Sie ist ähnlich aufgebaut wie Pfade- und Kanälepalette. Ihre Merkmale:
rechts oben in der Titelleiste, bietet die gleichen und weitere Funktionen nochmal schriftlich an.
Per Doppelklick auf ein Objekt in der Ebenenpalette erhalten Sie das komplexe Dialogfeld Ebenenstil. Per Rechtsklick (am Mac Ctrl-Klick) erhalten Sie weitere Befehle; dieses so genannte Kontextmenü variiert, je nachdem, ob Sie die Bildminiatur, eine Maskenminiatur, eine Effekt- oder Textminiatur oder den Ebenennamen anklicken.
Abbildung 11.29: Den Befehl zum Aufruf der »Ebeneneigenschaften« finden Sie im Kontextmenü über dem Ebenennamen oder im Palettenmenü. Hier geben Sie der Ebene einen anderen Namen oder wählen eine Farbkodierung für das Ebenenfeld in der Palette. Diese Farbe gilt nur für die Darstellung in der Palette, sie verändert nicht die Bild darstellung.
Welches Motiv in Ihrer Montage »ganz vorn« rangiert, also voll sichtbar ist, und welches »ganz hinten« durch andere Ebenen beliebig überdeckt wird, das bestimmen Sie leicht durch Verschieben der Felder in der Ebenenpalette nach oben oder unten. Jedes Mal, wenn beim Verschieben einer Ebene ein Strich zwischen zwei Ebenen erscheint, steigt die verschobene Ebene eins auf oder ab. Alternativ verwenden Sie das Untermenü Ebene: Anordnen: Hier können Sie die aktive Ebene Nach vorne bringen, also ganz nach oben hieven, oder auch Schrittweise vorwärts expedieren, um sie nur eine Ebene aufsteigen zu lassen; entsprechende Befehle führen auch abwärts. Eins rauf geht es auch mit Strg+Punkt-Taste, eins abwärts per Strg+Komma-Taste.
Ebenen, die Sie durch Einfügen oder Ziehen mit dem Verschieben-Werkzeug
neu ins Spiel bringen, siedelt Photoshop über der zuletzt aktiven Ebene an.
Abbildung 11.30: Ebenen, die in der Palette oben liegen, erscheinen im Bild vorne. Durch Ziehen der Miniaturen, mit dem Untermenü »Ebene: Anordnen« oder durch Tastaturkürzel können Sie die Rangfolge leicht ändern. Datei: Blueten
Bevor Sie eine Ebene bearbeiten, aktivieren Sie diese, so dass sie in der Palette farblich hervorgehoben wird. Sie können die meisten Funktionen nur auf eine einzelne Ebene anwenden. So aktivieren Sie die gewünschte Ebene:
finden Sie das Angebot Ebene automatisch wählen. Wenn diese Option angeschaltet ist, brauchen Sie eine Ebene nur noch mit dem Verschieben-Werkzeug
anzuklicken, um sie für die weitere Bearbeitung zu aktivieren.
Andere Möglichkeiten zum Aktivieren:
Photoshop bearbeitet nur die eine aktive Ebene. Transformieren-Befehle verändern jedoch alle »verbundenen« Ebenen. Die aktive Ebene kann per Deckkraft ausgeblendet, mit dem Augensymbol vom Bildschirm verbannt, hinter einem anderen Objekt oder außerhalb der Dokumentgrenzen versteckt sein - und doch wird diese aktivierte Ebene bearbeitet und keine andere. Eine typische Quelle für großes Staunen: Sie haben »Ebene 1« aktiviert, aber mit dem Augensymbol
ausgeblendet; »Ebene 2« indes sieht man im Bildfenster, allerdings nicht aktiviert. Preisfrage: Was ändert sich, wenn Sie mit dem Verschieben-Werkzeug ziehen?
Abbildung 11.31: Um eine Ebene unter dem Mauszeiger per Kontextmenü zu aktivieren, klicken Sie mit rechts bei aktiviertem Verschieben-Werkzeug ins Bild .
Die aktive Ebene erscheint in der Palette markiert und mit einem Pinsel-Symbol; es signalisiert, dass diese Ebene bearbeitet werden kann. Im Bild selbst hebt Photoshop die aktive Ebene in keiner Weise hervor - erwarten Sie keine Fließmarkierung, Ankerpunkte oder Rechteckrahmen. Die aktive Ebene wird allerdings in der Titelleiste des Dateirahmens erwähnt; bei eingeschaltetem Verschieben-Werkzeug
können Sie zudem mittels Optionen einen Begrenzungsrahmen einblenden, der sich sofort für Transformieren-Funktionen eignet (vergleiche Seite 764).
Sie können mehrere Ebenen aneinander ketten - »verbinden« -, um sie gemeinsam durchs Bild zu schieben oder auch gemeinsam zu drehen oder zu verzerren. So verketten Sie zum Beispiel zwei Textebenen, die zusammengehören. Weitere Gründe für eine »Verbindung«:
Klicken Sie die Verbindungssymbole in der Palette an, um der Liaison ein Ende zu bereiten.
Andere Möglichkeiten als beim »Verbinden« einer Ebene bieten sich, wenn Sie mehrere Ebenen durch einen so genannten »Ebenensatz« zusammenfassen:
en bloc weg, um mehr Übersicht zu schaffen.
erscheint. Haben Sie den Ebenensatz in der Palette geschlossen, lassen sich die Ebenen nur gemeinsam bewegen, als ob sie verbunden wären. »Verbinden« Sie den kompletten Ebenensatz bei Bedarf überdies mit Ebenen außerhalb des Satzes.
(Details zu Ebenenmasken ab Seite 803).
und aktivieren Sie zur Bearbeitung eine Einzelebene.
Abbildung 11.32: Sämtliche Textebenen dieser Montage wurden hier zu einem Ebenensatz zusammengefasst. Sie lassen sich also leicht gemeinsam bewegen, ausblenden, verbinden oder anders mischen. Außerdem haben wir den Ebenensatz mit der Kennfarbe Rot ausgestattet. Ein Klick auf das Dreieck neben dem Ebenensatzsymbol öffnet den Ebenensatz. Sie können nun auch einzelne Ebenen zur gezielten Bearbeitung aktivieren oder aus dem Ebenensatz herausziehen. Datei: Slice-Vorlage
Wollen Sie einen neuen, leeren Ebenensatz anlegen? Klicken Sie auf das Symbol Neuen Satz erstellen
in der Ebenenpalette, wählen Sie Neuer Ebenensatz aus dem Palettenmenü oder den Befehl Ebene: Neu: Ebenensatz. Alternativ packen Sie gleich mehrere »verbundene« Ebenen zu einem Satz zusammen: Neuer Satz aus verbundenen Ebenen nennt sich die Funktion aus dem Palettenmenü.
Wollen Sie den Ebenensatz um neue Ebenen erweitern? Ziehen Sie den Kandidaten einfach innerhalb der Palette in einen geöffneten Ebenensatz oder auf das Feld eines geschlossenen Ebenensatzes. Umgekehrt lassen sich Ebenen auch aus dem Satz herausziehen.
Zunächst gilt für alle Ebenen eines Satzes die Füllmethode Hindurchwirken. Das heißt: Jede Ebene behält Überblendmethode und Deckkraft wie zuvor (Details zu Überblendmethoden ab Seite 536). Ändern Sie jedoch bei aktiviertem Ebenensatz die Überblendmethode, teilt Photoshop allen Ebenen dasselbe Verfahren zu; ändern Sie die Deckkraft für den Ebenensatz, erhalten alle zusammengefassten Ebenen dieselbe Deckkraft.
Sie können jedoch jederzeit den Ebenensatz in der Palette öffnen, eine Einzelebene aktivieren und hier spezielle Eigenschaften nur für eine Ebene wählen.
Abbildung 11.33: Das Feuerwerk wurde mit unabhängigen Ebenen eingesetzt, die meisten dieser Ebenen wurden in einem Ebenensatz zusammengefasst. Für die Spiegelung haben wir den Ebenensatz dupliziert, mit dem Befehl »Ebenensatz auf eine Ebene reduzieren« zu einer Einzelebene verschmolzen, verschoben, weichgezeichnet, vertikal gespiegelt und in der Deckkraft abgeschwächt. Eine Einstellungsebene dunkelt die »Hintergrund«-Ebenen ab, ohne sie dauerhaft zu verändern. Mitte: In der Ebenenpalette erkennen Sie, dass Teile des Ebenensatzes durch eine Ebenenmaske verborgen werden; die Ebenen aus dem Ebenensatz erscheinen damit nur hinter dem Atomium. Rechts: Mit dem Dreieck wurde der Ebenensatz aufgeklappt, Sie erkennen die Einzelebenen. Die nahtlose Überblendung kommt zustande, weil wir für den gesamten Ebenensatz den Überblendmodus »Negativ multiplizieren« gewählt haben. Datei: Bruessel
Beachten Sie folgende Besonderheiten:
Sie können eine einzelne Ebene zur Bearbeitung und unabhängig davon zur Ansicht freigeben. Oft erleichtert es die Orientierung, wenn man einige oder fast alle Ebenen auf Tauchstation schickt. So blenden Sie Ebenen oder ganze Ebenensätze aus und ein:
ganz links in der Ebenenpalette, um eine Ebene oder einen kompletten Ebenensatz aus- und beim nächsten Klick wieder einzublenden. Eventuell ist es zur übersichtlichen Darstellung einer Montage aber nützlicher, nur die Deckkraft mehrerer Ebenen zu reduzieren.
Übrigens druckt Photoshop nur Ebenen, die zur Ansicht eingeblendet sind. Bei den Befehlen Bild: Bild duplizieren sowie Datei: Speichern unter mit der Option Als Kopie werden auch verborgene Ebenen berücksichtigt. Wenn Sie allerdings alles zu einer »Hintergrund«-Ebene verschmelzen, fallen verborgene Ebenen endgültig unter den Tisch.
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Denken Sie auch daran, dass Sie die Ebenenpaletten aufräumen, indem Sie
mehrere zu einem einklappbaren Ebenensatz zusammenfassen (Seite 747). |
Transparente Bereiche einer Ebene - Zonen ohne Pixelfüllung - zeigt Photoshop mit Karomuster und nicht etwa als weiße Fläche. Nur so lässt sich eine mit Weiß gefüllte Fläche von einer durchsichtigen Fläche unterscheiden. Das genaue Karomuster regulieren Sie per Bearbeiten: Voreinstellungen: Transparenz & Farbumfang-Warnung (Seite 142).
Während ImageReady nur normale »Ebenen« kennt, trennt Photoshop scharf zwischen Ebenen und »Hintergrund«-Ebenen. Im Folgenden behandeln wir die Besonderheiten von »Hintergrund«-Ebenen in Photoshop.
Beginnen Sie mit einem üblichen Bild zum Beispiel im JPG-Format, so besteht es nur aus einer »Hintergrund«-Ebene. Montieren Sie neue Objekte darüber, erscheinen diese als normale »Ebene 1« oder ähnlich. Jedes Bild in Photoshop kann nur eine »Hintergrund«-Ebene haben - quasi das Grundbrett für eine Montage, das ganz unten liegt. Im Vergleich zu normalen Ebenen gelten für die »Hintergrund«-Ebene wesentliche Einschränkungen:
erzeugen (statt dessen bringen diese Funktionen auf »Hintergrund«-Ebenen die aktuelle Hintergrundfarbe ins Bild).
All dies ist erst möglich, wenn Sie die »Hintergrund«-Ebene in eine normale Ebene verwandeln.
Einige Photoshop-Funktionen verzaubern die »Hintergrund«-Ebene automatisch in eine einzelne »Ebene 1« oder ähnlich - so der magische Radiergummi
, der Hintergrund-Radiergummi
und der Befehl Bild: Extrahieren.
Um ansonsten eine »Hintergrund«-Ebene in eine Ebene zu verwandeln - die sich wie erläutert flexibler bearbeiten lässt -, gehen Sie so vor:
Auf transparente Bereiche in dieser untersten Ebene macht Photoshop Sie wieder durch Karos aufmerksam. Wenn Sie das Bild drucken oder in einem »flachen« Format wie JPEG speichern, werden die transparenten Bereiche mit Weiß gefüllt. Um in Photoshop die »Hintergrund«-Ebene zu duplizieren, ziehen Sie diese auf das Symbol Neue Ebene erstellen
in der Palette. Sofern Sie dabei wie üblich die Alt-Taste drücken, blendet Photoshop das zugehörige Dialogfeld ein.
Wie erwähnt: Bei ImageReady müssen Sie nicht erst über »Hintergrund«-Ebenen nachdenken. Dort starten Sie unmittelbar mit normalen »Ebenen«, die jede Veränderung mitmachen.
Es kommt durchaus vor, dass Sie in Bilddateien keine »Hintergrund«-Ebene vorfinden. Vielleicht besteht Ihr Bild aus mehreren Ebenen und Sie haben die »Hintergrund«-Ebene in den Mülleimer
geworfen. Oder Sie haben eine Funktion genutzt, die »Hintergrund«-Ebenen automatisch in Einzelebenen verwandelt (siehe oben). Auf verschiedene Arten bringen Sie eine »Hintergrund«-Ebene wieder ins Spiel:
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Es ist eventuell übersichtlicher, eine spezielle »Hintergrund«-Ebene in der
Montage zu haben. Einen wirklichen Vorteil bringt es nicht. |
8000 Ebenen können Sie anhäufen - sofern der Arbeitsspeicher mitspielt. Eine »Hintergrund«-Ebene ist in der Regel schon im Bild vorhanden. Auf mehrere Arten ergänzen Sie das vorhandene Bild um eine zusätzliche Ebene:
Eine neue, leere Ebene über dem Hintergrund erstellen Sie zum Beispiel, um Bildretuschen zunächst auf einer separaten Schicht anzubringen, die man jederzeit in den Mülleimer stecken kann, ohne dass das ursprüngliche Bild zu Schaden kommt. Sie haben die Wahl:
, um ohne Rückfrage eine neue Ebene zu erzeugen. Wenn das Dialogfeld Neue Ebene jedoch erwünscht ist, klicken Sie wie immer mit gedrückter Alt-Taste.
Eine ausführliche Diskussion der Füllmethoden finden Sie ab Seite 536, weitere Beispiele speziell für Ebenentechnik ab Seite 776. Die neutrale Farbe erläutern wir ab Seite 544.
GRAFIK, nun folgen vier Bildpaare mit jeweils identischen Abmessungen. Bitte in etwa gleiche Höhe für linkes und rechtes Bild - also ANDERS als Seite 683 f
Abbildung 11.34: Der Bartgeier segelt einsam durch eine reine »Hintergrund«-Ebene. Beachten Sie, dass Photoshops Ebenenpalette hier keine Möglichkeiten zur Änderung von Überblendmodus oder Deckkraft anbietet. Wir wählen den Vogel mit dem Zauberstaub aus; im Kontextmenü zum Auswahlwerkzeug finden wir den Befehl »Ebene durch Kopie« (Strg+J). Datei: Vogel
Statt leere Ebenen neu zu erstellen, werden Sie eher Auswahlbereiche in Ebenen verwandeln.
Wichtig ist hier der Befehl Ebene: Neu: Ebene durch Kopieren (Strg+J). Diesen Befehl erhalten Sie auch im Kontextmenü zu Auswahlwerkzeugen. Damit legen Sie ein Duplikat des markierten Bereichs auf eine höhere Ebene; die Ebene darunter, auf der Sie die Auswahl erzeugt haben, ändert sich also nicht.
Abbildung 11.35: Der Bestand wächst: Der Befehl »Ebene durch Kopie« erzeugte eine neue »Ebene 1«. Wir bewegen den Doppelgänger mit dem Verschieben-Werkzeug. Datei: Vogel
Der Befehl Ebene: Neu: Ebene durch Ausschneiden (Strg+Umschalt+J) stellt Ausgewähltes ebenfalls auf eine neue Ebene. In der Ursprungsebene entsteht ein Loch: Photoshops Karomuster signalisiert Transparenz dort, wo Sie ausgeschnitten haben. Sofern Sie das Ausschneiden auf einer »Hintergrund«-Ebene in Photoshop praktizieren, entsteht dort keine Transparenz, sondern eine Füllung in der aktuellen Hintergrundfarbe.
Abbildung 11.36: Für weiteren Zuwachs sorgen wir, indem wir in der Palette die »Ebene 1« auf das Symbol »Neue Ebene« ziehen. Dadurch entsteht die neue »Ebene 1 Kopie«. Mit dem Befehl »Bearbeiten: Frei Transformieren« (Strg+T) verkleinern und drehen wir den jüngsten Spross unserer Gruppe.
Ziehen Sie eine Auswahl mit dem Verschieben-Werkzeug
, um die gewählten Pixel zu bewegen und in eine »schwebende Auswahl« zu verwandeln. Diese »schwebende Auswahl« erscheint nicht als eigenes Feld in der Ebenenpalette (Details ab Seite 727). Am vormaligen Platz des Auswahlbereichs entsteht ein Loch in der Hintergrundfarbe, sofern Sie auf einer »Hintergrund«-Ebene arbeiten; ansonsten entsteht ein transparentes Loch. Um daraus eine eigene Ebene zu machen, nutzen Sie den Befehl Ebene: Ebene durch Kopieren (Strg+J). Allerdings wird die »schwebende Auswahl« gleichzeitig in der darunter liegenden Ebene verankert.
Abbildung 11.37: Wir laden die Datei »Wolken« und ziehen die komplette Fläche mit dem Verschieben-Werkzeug in unsere Montage. In der Palette ziehen wir die neue Ebene so weit es geht nach unten. Speichern Sie das Ergebnis in den Formaten TIFF, PDF oder Photoshop, wenn Sie die Ebenen später umarrangieren möchten. Ergebnis: Voegel
Ziehen Sie eine Auswahl bei gedrückter Alt-Taste mit dem Verschieben-Werkzeug
, um ein Duplikat der markierten Pixel zu bewegen und in eine »schwebende Auswahl« zu verwandeln. So verändert sich der Hintergrund nicht.
Ziehen Sie die Auswahl mit dem Verschieben-Werkzeug
in ein neues Dokument. Das Ursprungsbild und die Auswahl verwandeln sich dabei nicht. Das Element erscheint sofort als neue Ebene im Zielbild (siehe Abbildung 11.38).
Abbildung 11.38: Links: Der Auswahlbereich wurde mit dem Verschieben-Werkzeug verschoben. In der »Hintergrund«-Ebene entsteht ein Loch in der Hintergrundfarbe. Das Kontextmenü der Auswahlwerkzeuge bietet den Befehl »Ebene durch Kopieren«, der den verschobenen Bereich in eine eigene Ebene verwandelt. Rechts: Auch mit dem Kontextmenü des Ebenennamens (nicht der Miniatur«) lässt sich der Auswahlbereich in eine Ebene verwandeln. Datei: Vogel
Noch einfacher ist es, vorhandene Ebenen in andere Bilder einzusetzen oder innerhalb des Bildes zu duplizieren:
aus einem Bild in ein anderes. Sie erscheint dort sofort unter ihrem ursprünglichen Namen und bringt alle Einstellungen für Deckkraft und Modus mit.
, um die Ebene innerhalb der Datei zu duplizieren. Oder ziehen Sie das Ebenenfeld über die eigene Bilddatei.
Mitunter braucht man eine einzelne Ebene (oder eine Auswahl) als eigenständige Datei. Hier gibt es einmal den Befehl Ebene duplizieren aus dem Ebene-Menü, auch im Palettenmenü vertreten. Hier stellen Sie das Listenfeld Datei auf Neu, um eine neue Datei zu erzeugen. Die aktive Ebene erscheint dann in einer neuen Datei.
Eine Alternative zu diesem Verfahren:
der gewünschten Ebene.
Die neue Datei, die mit diesen Verfahren entsteht, beansprucht jedoch genauso viel Pixelfläche wie das ursprüngliche Dokument - auch wenn das einzig gewünschte Element viel kleiner ist. Die neue Datei hat in beiden Fällen keine »Hintergrund«-Ebene, statt dessen schwebt das Motiv über einer transparenten Fläche.
Vielleicht möchten Sie beim Duplizieren in eine neue Datei die Dokumentgrenzen möglichst eng fassen und auf leere Arbeitsfläche verzichten. Wir schlagen folgendes Prozedere vor:
aus der Ebenenpalette.
.
Halten Sie die Dateigröße klein durch sorgsamen Umgang mit den Ebenen. Löschen Sie überflüssige Ebenen und verschmelzen Sie mehrere unabhängige Ebenen zu einer. Die unten liegenden Pixel sind danach fort und die verschmolzenen Bildteile lassen sich nicht mehr ohne Schaden auseinander ziehen. Ebenso zementieren Sie bei diesem Vorgang Überblendmodus und Deckkraft: Haben Sie eine Ebene mit 50 Prozent Deckkraft halb durchscheinend gemacht, so können Sie diese mit der darunter liegenden Ebene verschmelzen - dort kommt die Ebene aber nur blass an und die ursprüngliche, ganzheitliche Ebeneninformation ist perdu.
Grundsätzlich bieten sich zwei Strategien an:
Den Befehl Ebene: Sichtbare auf eine Ebene reduzieren finden Sie im Palettenmenü und im Ebene-Menü (Strg+Umschalt+E); er fasst zwei oder mehr Ebenen auf einer einzigen Bildschicht zusammen. Blenden Sie mit dem Augensymbol
in der Ebenenpalette alle Ebenen aus, die Sie nicht vereinigen wollen. Im Dateifenster sehen Sie also nur noch diejenigen Ebenen, die Sie zusammenfassen wollen.
Oft wünscht man neu eingefügte Pixel nach dem ersten Zurechtrücken gar nicht mehr auf einer eigenen Ebene. Eine frisch eingebaute Ebene lässt sich darum besonders schnell per Strg+E (für Merge down) mit der darunter liegenden Ebene verschmelzen; Mit darunterliegender auf eine Ebene reduzieren heißt dieser Befehl im Ebene-Menü.
Photoshop verweigert diesen Befehl, wenn auf der unteren Ebene Text oder eine Formebene rangieren. Liegen Text oder Formebene jedoch oben, lassen sie sich problemlos mit der darunter liegenden Ebene verschmelzen - dabei werden die Ebenen gerastert, sie können also nicht mehr mit Zeichenstift-Werkzeugen beziehungsweise mit Textfunktionen bearbeitet werden.
Sofern Sie eine verbundene Ebene aktivieren, bietet Photoshop den Befehl Verbundene auf eine Ebene reduzieren. Der Befehl Mit darunterliegender auf eine Ebene reduzieren fehlt dann, auch das Tastenkürzel Strg+E geht an den Befehl Verbundene auf eine Ebene reduzieren (Details zum Verbinden ab Seite 747).
Nur noch die »Hintergrund«-Ebene hinterlässt der Befehl Ebene: Auf Hintergrundebene reduzieren. Damit sind alle Einzelebenen perdu, sie haben ein »flaches« Pixelbild vor sich, wie es als GIF- oder JPG-Datei leicht gespeichert und weitergegeben werden kann. Die Dateigröße sinkt wieder.
aus. Sie werden nicht mit verwendet.
Dann fasst Photoshop die Objekte auf der »Hintergrund«-Ebene zusammen. Vormals transparenter Bereich wird weiß aufgefüllt.
Es gibt noch eine schnelle Möglichkeit, ein flaches Bild zu erzeugen. Verwenden Sie den Bild-Befehl Bild duplizieren und aktivieren Sie die Option Auf eine Ebene reduzieren. Wollen Sie eine Gesamtansicht aller Ebenen in die Zwischenablage kopieren, nutzen Sie den Befehl Bearbeiten: Auf eine Ebene reduziert kopieren (Strg+Umschalt+C).
Auch den Befehl Ebene löschen finden Sie im Ebene-Menü und im Palettenmenü. Die Menübefehle löschen die Ebene ohne Rückfrage. Leichter noch hat man es mit dem Mülleimer
der Ebenenpalette. So geht's:
Abbildung 11.39: Links: Drei Ebenen kosten viel Speicherplatz. Mitte: Der Befehl »Mit darunterliegender auf eine Ebene reduzieren« hat die aktivierte »Ebene 1« mit der darunter liegenden »Ebene 2« verschmolzen. Rechts: Der Befehl »Auf Hintergrundebene reduzieren« hinterlässt nur noch eine »Hintergrund«-Ebene. Das Bild im Dateifenster sieht unabhängig von der Zahl der Ebenen immer gleich aus, doch Dateigröße und Bearbeitungsmöglichkeiten ändern sich. Datei: Meer_2
Ebenen können Sie auf vielfältige Art ans Bild anpassen, zum Beispiel durch Retuschieren, Löschen von Bildbereichen, Verkleinern oder Verzerren. Zunächst klären wir, wie Sie transparente Bereiche einer Ebene erkennen und wie Sie bestimmte Teile einer Ebene gegen Veränderungen fixieren. Wir besprechen anschließend die Transformieren-Befehle, danach komplexe Funktionen wie 3D-Transformieren und Verflüssigen.
Wenn Sie auf Ebenen malen, montieren und retuschieren, müssen Sie das Konzept der Transparenz kennen. Sie sollten wissen, welche Teile einer Ebene durchsichtig sind und welche deckend. So erkennen Sie schnell, wie viel Transparenz in einer Ebene ist:
, um nur diese Ebene allein anzuzeigen und alle anderen auszublenden. Am Karomuster im Hintergrund erkennen Sie, welche Bereiche transparent sind. Klicken Sie das Augensymbol erneut mit der Alt-Taste an, damit Photoshop wieder die Gesamtkomposition zeigt.
Eine Ebene kann im Gesamtbild transparent erscheinen, weil Sie das mit Deckkraft, Modus, Füllmethode, Ebenenmaske, Beschnittgruppe oder Ebenen-Beschneidungspfad so eingerichtet haben. Dennoch muss die Ebene nicht transparent sein; im Dateifenster erkennen Sie das höchstens, wenn Sie Deckkraft, Dichtebereich, Modus et cetera auf Normalwerte stellen. Wie das Karomuster aussieht, das sich in transparenten Bereichen zeigt, regeln Sie mit dem Befehl Bearbeiten: Voreinstellungen: Transparenz & Farbumfang-Warnung (Seite 142).
Sie können bestimmte Eigenschaften einer Ebene oder eines Ebenensatzes gegen weitere Bearbeitung schützen. Die entsprechenden Schaltflächen finden Sie oben in der Ebenenpalette im Bereich Fixieren.
Abbildung 11.40: Sperren Sie bestimmte Eigenschaften der aktivierten Ebene gegen weitere Bearbeitung.
Diese Eigenschaften lassen sich gegen Veränderung schützen:
, so dass Sie transparente Bereiche nicht mehr verändern können (Details siehe unten).
schützen die Ebenenfüllung vor Retusche, auch das Verschieben-Werkzeug
richtet nichts aus. Ebenenmasken oder Ebenen-Beschneidungspfade bleiben aber im Zugriff.
nagelt Ihre Ebene an Ort und Stelle fest, andere Retuschen sind jedoch möglich.
; auf dieser Ebene geht gar nichts mehr. Auch Überblendmodus, Deckkraft oder Ebenenstil behält die Ebene hartnäckig bei.
Neben den Fixieren-Symbolen ganz oben in der Ebenenpalette gibt Photoshop folgende Hinweise auf Sperrbezirke:
, erscheint neben dem Namen der Ebene das gefüllte Vorhängeschloss
.
, so sehen Sie neben dem Ebenennamen ein nicht gefülltes Vorhänge-schloss
.
über dem Dateifenster.
Bestimmte Ebenentypen fixiert Photoshop automatisch:
und Transparenz
fixiert. Verwandeln Sie die »Hintergrund«-Ebene bei Bedarf durch Doppelklick in eine normale Ebene.
und Bild
.
und
.
Für »verbundene« Ebenen (Seite 747) und für Ebenensätze (Seite 747) gilt zunächst: Alle Ebenen behalten ihre speziellen Fixieren-Vorgaben. Sie können jedoch den Ebenensatz in der Palette aktivieren und ihn mit der Vorwahl Alles
fixieren.
Wollen Sie nur einige Eigenschaften der verbundenen oder zum Ebenensatz vereinten Ebenen sperren, aktivieren Sie zunächst den Ebenensatz oder eine der verbundenen Ebenen. Dann wählen Sie aus dem Menü der Ebenenpalette den Befehl Alle Ebenen in Satz fixieren beziehungsweise Alle verbundenen Ebenen fixieren. Nun sperren Sie gezielt bestimmte Eigenschaften wie die Position
- gemeinsam für alle betreffenden Ebenen.
Abbildung 11.41: Mit Befehlen aus der Ebenenpalette lassen sich bestimmte Eigenschaften aller verbundenen oder aller zu einem Ebenensatz zusammengefassten Ebenen gegen Bearbeitung fixieren.
Besonders wichtig ist das Fixieren - oder Freigeben - der Transparenz
.
In diesen Situationen sollten Sie die Transparenz
fixieren:
oder Kopierstempel
ein Ebenenobjekt retuschieren und nicht über den Rand des Objekts hinaus stricheln möchten.
Abbildung 11.42: Hier ist die »Transparenz« fixiert; die Bearbeitung wirkt sich nur auf gefüllte Bild punkte auf der Ebene aus, nicht aber auf die transparente Fläche drumherum. Links: Bei der Pinselretusche gelangt Farbe nur auf das Objekt, nicht in die transparente Umgebung. Rechts: Die Wirkung von Unschärfe- oder Verzerrungsbefehlen (hier »Filter: Weichzeichnungsfilter: Bewegungsunschärfe«) wird am Objektrand abgeschnitten. Datei: Ball
Bei anderen Aufgaben verzichten Sie auf ein Fixieren der Transparenz
:
Wenn Sie ein Objekt per Transformieren verzerren (siehe Seite 764), funktioniert Photoshop unabhängig von Ihrer Vorgabe so, als ob Sie die Transparenz freigegeben hätten. So soll es sein.
Abbildung 11.43: Hier haben wir die »Transparenz« nicht fixiert. Nun wirken sich alle Befehle und Werkzeuge auf die gesamte Ebene aus, auch in den transparenten Bereichen. Links: Der Pinsel trägt jetzt auch in den transparenten Zonen auf. Rechts: Die »Bewegungsunschärfe« kann das Objekt über die bisherigen Grenzen des Objekts hinaus verzerren.
Eine Reihe von Werkzeugoptionen und -modi beziehen sich speziell auf die Arbeit mit Ebenen und haben in Bildern ohne Ebene keine Bedeutung.
Folgende Überblendverfahren bietet Photoshop speziell in Verbindung mit Ebenentechnik an:
Einige Werkzeuge, Befehle oder Menüs bieten spezielle Optionen zur Ebenentechnik:
und Airbrush
gehen mit der Option Verblassen in einer definierbaren Zahl von Stufen zu Transparent über (vergleiche Seite 559; dies gilt nicht für »Hintergrund«-Ebenen). Bei allen Werkzeugen können Sie natürlich die Deckkraft reduzieren.
Abbildung 11.44: Links: Mit der Entf-Taste löschen Sie zuvor ausgewählte Teile einer Ebene leer. Rechts: Um nur die transparenten Bereiche einer Ebene mit Mal- und Retuschewerkzeugen zu bearbeiten und gefüllte Flächen zu schützen, verwenden Sie den Malmodus »Dahinter auftragen«.
, Weich- und Scharfzeichner wie auch der Kopierstempel
bieten die Option Alle Ebenen einbeziehen. Damit kopieren Sie Pixel von einer Ebene in die andere. Sie arbeiten dann so, als ob das Bild nur aus einer »Hintergrund«-Ebene besteht.
Wollen Sie eine Lücke in die Ebene schneiden, bieten sich zwei Verfahren an:
weg.
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Sie müssen Ebenenbereiche nicht dauerhaft entfernen - mit Ebenenmasken (Seite 803), Ebenen-Beschneidungspfaden (Seite 808) oder Beschnittgruppen (Seite 810) lassen sich Objektteile auch vorübergehend verbergen und bei Bedarf wieder hervorholen. |
Der Radiergummi
(Kurztaste E, für Eraser) macht Ebenen - nicht »Hintergrund«-Ebenen - transparent, die darunter liegende Ebene scheint durch. Dabei kann der Radiergummi verschiedene Gestalten annehmen: In den Werkzeugoptionen oder auch im Kontextmenü wählen Sie, ob der Radiergummi weich wie ein Airbrush
, hart wie der Buntstift
oder flexibel wie der Pinsel
auftragen soll; dazu kommt ein quadratischer sturer Block.
Bei Pinsel
, Airbrush und Buntstift wählen Sie eine beliebige Spitze aus der Werkzeugspitzenpalette (Details zu Werkzeugspitzen ab Seite 557), das Quadrat steht nur in einer Einheitsgröße zur Verfügung. Im Pinselmodus bieten sich Nasse Kanten an, um den Effekt von Wasserfarben nachzuahmen; das Werkzeug wirkt nur an den Rändern voll und macht erst nach mehrmaliger Anwendung die Ebene gänzlich durchsichtig.
Abbildung 11.45: Der Radiergummi macht Objekte über der »Hintergrund«-Ebene transparent. Hier wurden duplizierte Zähne eingesetzt; die unschönen Ränder feilte der Radiergummi ab. Datei: Lücken
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Beachten Sie, dass auch Magischer Radiergummi (Seite 604) und Hintergrund-
Radiergummi
(Seite 605) Bildpunkte
löschen und gegen Transparenz austauschen; dabei wählen diese Werkzeuge
gleich bestimmte Bildpunkte aus.
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Vergrößern und Verkleinern (Skalieren), gleichmäßiges Verzerren oder Drehen - diese Korrekturen bietet Photoshop mit dem Befehl Bearbeiten: Frei Transformieren (Strg+T) an. Aktivieren Sie zuvor die gewünschte Ebene und heben Sie eine vorhandene Auswahl auf. Sie können diese Befehle anwenden auf schwebende oder nicht-schwebende Auswahlbereiche, auf Pfade (also auch auf Formebenen, die ja aus Ebenen-Beschneidungspfaden gebildet werden) und natürlich auf Ebenen. Nur teilweise funktionieren die Transformieren-Techniken auch mit Textebenen. Haben Sie mehrere Ebenen verbunden, so werden diese Ebenen auch gemeinsam verzerrt.
Grundsätzlich lassen sich zwei Vorgehensweisen unterscheiden:
Abbildung 11.46: Über das Untermenü »Bearbeiten: Transformieren« verzerren, vergrößern und drehen Sie Einzelebenen und schwebende Auswahlen. Der Befehl »Bearbeiten: Frei transformieren« bietet alle Funktionen gleichzeitig.
Achtung: Photoshop ignoriert die Ebenenoptionen Transparente Pixel fixieren
und Bildpixel fixieren
: Auch transparente oder gefüllte Bereiche, die geschützt sind, lassen sich durch das »Transformieren« mit neuen Pixeln füllen. Nutzen Sie indes die Vorgaben Position fixieren
oder Alles Fixieren
, müssen Sie auf das Transformieren komplett verzichten (Details zum »Fixieren« ab Seite 759).
So arbeiten Sie mit den Transformieren-Funktionen (hier am Beispiel einer Ebene):
oder drücken Sie die Eingabetaste. Um den Begrenzungsrahmen folgenlos zu entfernen, drücken Sie Esc - damit bleibt alles beim Alten, die Vorschau für die Veränderungen springt zurück.
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Eventuell befinden sich nach dem Transformieren Teile einer Ebene außerhalb der Bildgrenzen (vergleiche Seite 732). Sie werden jedoch mitgespeichert, wenn Sie das Photoshop-Dateiformat verwenden. Mit dem Befehl Bild: Nichts maskiert (Seite 203) erweitern Sie die Arbeitsfläche passend zu den Außenseitern. |
Abbildung 11.47: Links: Um eine Seite der Ebene, eines Pfads oder einer Auswahl zu vergrößern, ziehen Sie nach Anwahl des Befehls »Frei Transformieren« an einem der Griffpunkte. Mitte: Drücken Sie die Umschalt-Taste, damit die Seitenverhältnisse gewahrt bleiben; alternativ klicken Sie auf die Schaltfläche »Seitenverhältnis wahren« in den Werkzeugoptionen. Rechts: Ziehen Sie außerhalb der Begrenzungsbox, wenn Sie das Objekt drehen möchten. Alternativ verwenden Sie die entsprechenden Schaltflächen in den Werkzeugoptionen. Datei: Tresor
Abbildung 11.48: Links: Um Ebene, Auswahl oder Pfad frei zu verzerren, drücken Sie beim Ziehen eines Eckgriffs die Strg-Taste. Mitte: Ziehen an einem Eckgriff mit Strg+Alt+Umschalt-Taste verzerrt das Element perspektivisch. Rechts: Ziehen am Seitengriff mit Strg+Umschalt-Taste neigt die Ebene.
Die nun folgenden Funktionen gelten für Ebenen, aber sinngemäß auch für die Umformung von Auswahlen mit dem Befehl Auswahl: Auswahl transformieren, für die Umformung von Pfaden mit dem Befehl Bearbeiten: Pfad frei transformieren, sofern ein Pfad aktiviert ist, sowie für das Einfügen von Vektorgrafik mit dem Befehl Datei: Platzieren. Diese Möglichkeiten bieten Ihnen die Transformieren-Funktionen:
in der Optionenleiste.
Abbildung 11.49: Während Sie mit der »Transformieren«-Funktion eine Montage-Ebene, eine Auswahl, einen Pfad oder eine platzierte Grafik umformen, erscheinen die Werte in der Optionenleiste. Statt mit der Maus zu ziehen, können hier auch direkt neue Werte vorgeben. Verwenden Sie verschiedene Maßeinheiten wie »Pixel« oder »Zentimeter«, die Photoshop auch über das Kontextmenü anbietet.
Sie müssen die Tastaturkombinationen für den Befehl Frei Transformieren nicht im Kopf haben. Verwenden Sie das Untermenü Ebene: Transformieren und dort einen der Einzelbefehle wie Drehen, Neigen, Skalieren oder Verzerren. Photoshop zeigt die Begrenzungsbox, erlaubt Ihrer Maus aber zunächst nur die jeweils gewählte Veränderung sowie das Verschieben. Sie haben jedoch, noch bevor Sie mit der Eingabetaste bestätigen, die Möglichkeit, den Befehl Frei Transformieren zu wählen oder Strg+T zu drücken; dann sind alle anderen Veränderungen auch möglich. Ebenso können Sie zu einem anderen Einzelbefehl wechseln.
Eine gelungene Verzerrung lässt sich leicht auf andere Ebenen übertragen - und genauso gut auch von einer Ebene auf einen Pfad oder vice versa. Aktivieren Sie die gewünschte Ebene und wählen Sie den Befehl Bearbeiten: Transformieren: Erneut (Umschalt+Strg+T). Es ist in Ordnung, wenn Sie zwischenzeitlich andere Werkzeuge benutzt oder das erste Verzerren widerrufen haben. Sie können auch in andere Dateien wechseln und dort Ebenen oder Pfade »erneut« verzerren.
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Wollen Sie eine erfolgreiche Verzerrung auf Dauer behalten, speichern Sie den Vorgang mit der Aktionenpalette (Details ab Seite 115). |
Beim Drehen, Skalieren oder Verzerren muss Photoshop Bildpunkte hinzurechnen, neu berechnen oder rauswerfen. Das geschieht nicht ohne Qualitätsverluste. Daraus folgt, Sie sollten eine Ebene möglichst nur einmal »transformieren«. Erledigen Sie alle Veränderungen in einem Rutsch im Vorschaumodus - Drehen, Verzerren, Skalieren - und bestätigen Sie das erst zum Schluss. Beginnen Sie das Transformieren erneut, gerät das Bild noch unsauberer als nach der ersten Transformation. Darum macht es eher Sinn, eine bereits bestätigte Transformation schnell aufzuheben und die Ebene komplett neu zurechtzurücken. Alternativ spielen Sie die Verzerrung testhalber an einer duplizierten Ebene durch. (Reines Verschieben ist harmlos.)
Entscheidend ist das Verfahren für die Interpolation, das Sie in den Voreinstellungen (Strg+K) festlegen. In der Regel sollte es Bikubisch sein, anschließend sollten Sie scharfzeichnen. Nur bei Screenshots oder Grafiken kommt die Pixelwiederholung in Frage (Details ab Seite 137). Wie grob die Pixelwiederholung mit den Pixeln umspringt, sehen Sie im Vorschaumodus, wenn Sie die Begrenzungsbox drehen oder verzerren - für diese Schnellvorschau wendet Photoshop die Pixelwiederholung an; erst nach Bestätigen der Vorschau glättet sich eventuell das Bild, weil ein anderes Interpolationsverfahren angewendet wird.
Abbildung 11.50: Links: Mit dem Befehl »Bearbeiten: Frei transformieren« drehen wir die Ebene. In der Vorschau errechnet Photoshop eine schnelle Ansicht mit der Methode »Pixelwiederholung«; unsere Vergrößerung zeigt die Schwächen dieses Verfahrens besonders deutlich. Mitte: Wesentlich glatter werden die Kanten, nachdem die Drehung per Doppelklick bestätigt wurde; dann berechnet Photoshop die Ebene endgültig mit der Interpolationsmethode, die in den »Voreinstellungen« gewählt wurde, hier »Bikubisch«. Rechts: Meist kann ein Scharfzeichner das Ergebnis verbessern. Datei: Wecker
Spiegeln oder drehen können Sie jeweils einen Auswahlbereich oder ein ganzes Bild, das dazu nicht ausgewählt sein muss. Sie können zum Beispiel Horizontal spiegeln oder Vertikal spiegeln, wenn Sie in einem Hintergrund Rechts und Links oder Oben und Unten vertauschen möchten. Für Ebenen verwenden Sie das Untermenü Bearbeiten: Transformieren, für das Gesamtbild das Untermenü Bild: Arbeitsfläche drehen. Bietet die aktuelle Datei nicht genug Fläche zum Drehen, erweitern Sie das Hintergrundbild mit dem Befehl Bild: Arbeitsfläche oder mit dem Freistellwerkzeug
(Details ab Seite 201). Details zum Drehen eines Gesamtbildes finden Sie ab Seite 194.
Der Befehl Filter: Renderingfilter: 3D-Transformieren verzerrt mehrere Seiten eines Objekts gleichzeitig mit dreidimensionaler Wirkung.
Die zeitaufwendigen Einstellungen lassen sich nicht speichern: Weder können Sie ein Gittermodell aufbewahren noch dessen Drehung. Photoshop erinnert sich an nichts beim nächsten Aufruf des Befehls. Auch wenn Sie 3D-Transformieren mit der Aktionenpalette aufzeichnen, startet das Programm beim Abspielen lediglich das Dialogfeld - doch ein Gittermodell müssen Sie neu aufziehen.
Im Übrigen sind die Möglichkeiten begrenzt. Beim Drehen muss das Programm permanent neue Pixel erfinden und oft kann es nicht auf benachbarte Punkte zurückgreifen. Dann setzt Photoshop verschiedene Grauschattierungen ein - hübsch zwar, aber ohne Zusammenhang zum Objekt. Sie könnten allenfalls neu errechnete graue Seiten mit Zauberstab
, Polygon-Lasso
oder Zeichenstift-Werkzeug markieren und mit einer Struktur füllen. So dient das 3D-Transformieren eher zur Schöpfung völlig neuer Objekte denn zur unauffälligen Korrektur vorhandenen Fotomaterials.
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Zum Drehen und Bewegen brauchen Sie viel Platz in der Datei, sonst wird das Objekt abgeschnitten. Erweitern Sie Ihren Spielraum großzügig mit dem Befehl Bild: Arbeitsfläche (Seite 201). Denken Sie daran, dass Photoshop das Neuland in der Datei in der Hintergrundfarbe anlegt; Kurztaste D richtet Weiß ein. |
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Da der Filter viel Rechenzeit benötigt, sollten Sie für erste Versuche das Original duplizieren und per Bild: Bildgröße (Seite 177) auf rund 250 Pixel verkleinern. Sie finden beide Befehle im Kontextmenü über dem Dateifenster-Balken. |
Abbildung 11.51: Links: Über ein Drahtgittermodell verzerrt der Filter »3D-Transformieren« mehrere Seiten eines Objekts. Rechts: In den Optionen stellen Sie die Qualität der Berechnung ein. Datei: Box
Wählen Sie zunächst ein Gittermodell, also Quader
, Kugel
oder Zylinder
(Kurztasten M, N beziehungsweise C). Klicken Sie in eine Ecke des Objekts und ziehen Sie einen Rahmen auf. Er erscheint grün. Sofern Sie einen roten Rahmen sehen, haben Sie die Grenzen des Machbaren überschritten.
Sie können mehrere Modelle gleichzeitig aufziehen. Aktivieren Sie das gewünschte Gittermodell mit dem Auswahlwerkzeug
(Kurztaste V). Um ein Geflecht zu löschen, klicken Sie es mit diesem Werkzeug an und drücken die Entf-Taste.
Mit dem Direktauswahl-Werkzeug
(Kurztaste A, wie bei einer Pfadbearbeitung), ziehen Sie die Punkte des Gittermodells in Position. Klicken Sie jeweils Eckpunkte links oder unten an, um einzelne Seiten zu ändern. Klicken Sie Punkte rechts und oben an oder die Längsseiten, um das gesamte Modell zu bewegen. Ändern Sie außerdem die Werte für das Ansichtsfeld, um das Gittermodell zu drehen.
Bei Zylindern können Sie zusätzliche Ankerpunkte einsetzen, um nicht nur schlichten Dosen, sondern auch komplexeren Formen wie Flaschen oder Weingläsern eine 3D-Transformation angedeihen zu lassen. Aktivieren Sie das so genannte Ankerpunkt-einfügen-Werkzeug
und setzen Sie auf dem rechten Rand des Drahtgitters einen Ankerpunkt. Wenn Sie nun zum Direktauswahl-Werkzeug
wechseln, können Sie den Zylinder an dieser Stelle bauchig quetschen oder aufblähen - allerdings nur symmetrisch auf beiden Seiten.
Drücken Sie die Strg-Taste, um vorübergehend zum Auswahlwerkzeug
zu gelangen; damit verschieben Sie das Modell. Bei gedrückter Alt-Taste erhalten Sie das so genannte Ankerpunkt-löschen-Werkzeug
, das Ankerpunkte - na? - entfernt. Sie können es per Schaltfläche auch dauerhaft aktivieren.
Abbildung 11.52: Im Zylinder-Modus können Sie auch symmetrische Rundungen markieren. Datei: Drink
Sie bewegen das Objekt durch Ziehen mit dem Kamera-schwenken-Werkzeug
(Kurztaste E). Möchten Sie das Objekt drehen, verwenden Sie das Trackball-Werkzeug
(Kurztaste R). Mit Werten zwischen 0 und 100 bei Dolly vergrößern oder verkleinern Sie das transformierte Objekt. Per Ansichtsfeld vergrößern oder verkleinern Sie den sichtbaren Bereich.
Abbildung 11.53: Wenn Photoshop kein Oberflächenmaterial für eine Drehung findet, muss er es selber erzeugen.
Per Optionen-Schaltfläche bietet das 3D-Transformieren diese Regelmöglichkeiten:
So ändern Sie die Bilddarstellung in der Vorschau:
an oder drücken Sie Strg+Leertaste, um Teile der Vorschau zur vergrößerten Darstellung anzuklicken oder einzurahmen. Alt+Leertaste nehmen Sie zur Verkleinerung der Ansicht; bei aktivierter Lupe nehmen Sie die Alt-Taste, um eine Verkleinerungslupe zu erhalten.
den gewünschten Bildteil ins Fenster. Dazu klicken Sie das Werkzeug im Dialogfeld an oder Sie drücken wie üblich die Leertaste, um nur vorübergehend das Hand-Werkzeug
zu erhalten.
Der Befehl Bild: Verflüssigen (Strg+Umschalt+X) bietet Werkzeuge, mit denen Sie Bildteile gummiartig knautschen, dehnen oder eindrücken; Sie finden die Funktion nicht bei ImageReady. Sie können einzelne Bereiche auswählen oder stufenlos gegen Veränderung schützen. Die Funktion erinnert an das Programm Goo; sie eignet sich nicht nur für grinsende Mundwinkel, sondern auch für korrigierte Proportionen von Motorhauben, menschlichen Körpern oder gerasterten Schriftzügen. Nachteile:
Beachten Sie im Zusammenhang mit dem »Verflüssigen« folgende Passagen im Buch:
anlegen; Sie finden Details ab Seite 201.
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Das Verflüssigen beansprucht viel Rechenzeit - in der Vorschau und bei der endgültigen Anwendung nach dem OK-Klick. Experimentieren Sie bei größeren Vorlagen zunächst mit Duplikaten, die Sie mit dem Befehl Bild: Bildgröße (Seite 177) auf etwa 500 Pixel Kantenlänge herunterrechnen. |
Abbildung 11.54: Mit dem Befehl »Bild : Verflüssigen« dehnen und knautschen Sie Bild partien gummiartig per Mausbewegung. Vor Veränderung geschützte Bereiche erscheinen farblich abgedeckt. Sie können die Verzerrung nach verschiedenen Methoden zurückfahren.
Folgende Werkzeuge zum Umformen bietet das Dialogfeld Verflüssigen:
schiebt die Bildpunkte vor sich her. Klicken Sie zweimal bei gedrückter Umschalt-Taste, um die beiden Punkte durch eine Gerade zu verbinden.
verdrehen Bildpunkte im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn.
scheint das Material unter dem Mauszeiger zu schrumpfen.
wölbt die Bildpunkte unter dem Mauszeiger.
sorgt für reizvolle Spiegelungen. Ziehen bei gedrückter Alt-Taste variiert den Effekt, Klicken bei gedrückter Umschalt-Taste verbindet die Punkte durch eine Gerade.
Die Wirkung aller Werkzeuge im Dialogfeld steuern Sie im Bereich Werkzeugoptionen mit den Datenfeldern für Werkzeugspitzengrösse und Werkzeugdruck. Wichtig vor allem: Je höher der Werkzeugdruck, desto drastischer wirkt die Funktion, desto härtere Kanten entstehen.
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Legen Sie vor Aufruf des Dialogfeldes gleich mehrere Alphakanäle an.
Duplizieren Sie einen brauchbaren Alphakanal mehrfach, indem Sie ihn in der
Kanälepalette auf das Symbol Neuer Kanal
ziehen.
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Einzelne Bildbereiche können Sie vor Veränderungen schützen. Folgende Möglichkeiten haben Sie:
aus. Im Dialogfeld sehen Sie nur noch den ausgewählten Bereich.
über Zonen, die erhalten bleiben sollen. Wenn Sie bei niedrigem Werkzeugdruck begonnen haben, erhöht mehrfaches Malen die Schutzwirkung. Stärkere Schutzwirkung erkennen Sie an einer stärkeren Maske.
So heben Sie die Fixierung wieder auf:
über die gewünschte Partie. Prüfen Sie auch hier wieder den Werkzeugdruck.
So nehmen Sie Verzerrungen im Dialogfeld Verflüssigen exakt wieder zurück:
über Bereiche, die Sie zurücksetzen möchten. Für behutsame Anwendung nehmen Sie den Werkzeugdruck zurück. Fixieren Sie Bereiche, die Sie nicht zurücksetzen möchten, und nutzen Sie im Modus-Klappmenü das Wiederherstellen.
Abbildung 11.55: Links: Die Verzerrungen entstanden vor allem mit dem Werkzeug »Verkrümmung«. Mitte: Weitere Verzerrungen mit Werkzeugen wie »Strudel« und »Pixel verschieben« kommen hinzu. Rechts: Wir glätten die Verzerrung mit dem Werkzeug »Rekonstruktion« im Modus »Steif«. Datei: Gepaeck
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Der Befehl Verflüssigen erzeugt selten auf Anhieb ein perfektes Bild. Bei der
Nachbearbeitung helfen vor allem Kopierstempel
(Seite 572),
Protokollpinsel
(Seite 105) und Scharfzeichner-Befehle. Mit
dem Wischfinger
(Seite 569) verstärken Sie die Verzerrung
nachträglich.
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Beim Verflüssigen empfiehlt sich oft folgendes Vorgehen:
Dabei sollten Sie die ungeschützten Zonen nicht perfekt bis zum Originalzustand rekonstruieren: Der Gegensatz zu den verzerrten Partien wirkt krass und es entsteht ein harter Übergang. Deshalb bietet das Dialogfeld Verflüssigen im Bereich Rekonstruktion mehrere Verfahren, die nicht geschützte Partien modifiziert zurücksetzen:
Zwar gibt es keine Zoom-Möglichkeit. Sie können jedoch im Abschnitt Ansichtsoptionen nach Bedarf die Deckfarbe für Fixierte Bereiche einblenden oder verbergen, Sie können das Bild einblenden oder verbergen sowie zusätzlich oder allein ein Gitter einblenden, das die Verzerrung besonders anschaulich darstellt. Photoshop bietet verschiedene Optionen für Gittergrösse, Gitterfarbe und für die Abdeckung der geschützten Bildteile (Farbe fixieren).
Nicht immer soll eine Ebene oder auch eine schwebende Auswahl wie ein Abziehbild auf dem Hintergrund kleben, so dass dieser völlig verschwindet. Oben in der Ebenenpalette finden Sie zwei Regelmöglichkeiten, die die Mischung der aktiven Ebene mit den darunter liegenden Ebenen steuern: den Deckkraftregler und das Einblendmenü für die Füllmethode, also für das Überblend- oder Mischverfahren. Die Funktionen kehren im Dialogfeld Ebenenstil wieder und beide Eigenschaften lassen sich als Ebenenstil speichern (Seite 778) und somit leicht auf andere Dateien übertragen.
An zwei Plätzen stellen Sie die allgemeine Deckkraft für die aktivierte Ebene ein: Mit dem Deckkraft-Regler oben in der Ebenenpalette oder mit dem Deckkraft-Regler im Bereich Allgemeine Füllmethode des Dialogfelds Ebenenstil. Vorsicht: Der Deckkraft-Regler aus dem Bereich Erweiterte Füllmethode wirkt anders (Seite 797).
Per Deckkraft machen Sie eine Ebene mehr oder weniger blass, wenn der Untergrund noch durchscheinen soll; niedrige Werte blenden eine Ebene oder schwebende Auswahl nur blass in den Untergrund ein, 100 Prozent bedeutet volle Deckung.
Die Deckkraftwerte können Sie auch über die Zifferntasten ändern, sofern das Verschieben- oder Auswahlwerkzeug aktiv ist: Tippen Sie »1« für zehn Prozent Deckkraft, »2« für 20 Prozent, »0« sorgt für 100 Prozent Deckkraft; auch Zwischenwerte von 01 bis 100 lassen sich eintippen. Arbeiten Sie allerdings mit einem Mal- oder Retuschewerkzeug, etwa Pinsel
oder Kopierstempel
, dann ändern die Zifferntasten die Deckkraft dieser Geräte und wirken sich nicht auf die Ebenen aus.
Wohlgemerkt: Die Pixel auf der Ebene ändern sich durch eine Deckkraftänderung nicht; sie werden nur anders dargestellt. Sie können völlig verlustfrei eine Ebene auf 30 Prozent Deckkraft stellen, speichern und dann wieder zu 100 Prozent zurückkehren. Wenn Sie allerdings eine blasse Ebene mit einer anderen verschmelzen, übertragen Sie nur blasse Pixel; die bekommen Sie nicht hundertprozentig wieder.
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Den Übergang zwischen unterschiedlichen Deckkraftwerten setzt ImageReady unkompliziert in einen Trickfilm um. Objekte lassen sich also über einen Zeitabschnitt hinweg aus- oder einblenden. Verwenden Sie den Befehl Dazwischen einfügen aus der Animation-Palette (Seite 282). |
Mit den Füllmethoden lassen sich Ebenen raffiniert übereinander blenden, so dass sich bestimmte Aspekte der Bildinformation übertragen, zum Beispiel nur Strukturen oder nur Farbwerte. Der Eindruck von Überbelichtung ist ebenso möglich wie jegliche fantasievolle Mischung. Gleich oben in der Ebenenpalette haben Sie Zugriff auf das Modus-Einblendmenü. Die meisten Modi sind auch beim Malen und Retuschieren von Bedeutung. Sie finden deshalb eine ausführliche Diskussion der Füllmethoden und eine vergleichende Farbtafel bereits im Kapitel »Füllen, Malen, Retuschieren« ab Seite 536; dort sehen Sie überdies einige Montagen mit speziellen Füllmethoden.
Statt in der Ebenenpalette zu kombinieren und dann Füllmethoden und Deckkraft zu variieren, können Sie Ihre Bilder auch via Dialogfeld mischen und dabei Füllmethoden erproben: Der Bild-Befehl Bildberechnungen vergleicht Pixel aus zwei Bildern oder aus zwei Ebenen und wendet das Ergebnis auf die gewünschte Ebene im gewünschten Dokument an. Die Modi sind zum größten Teil von den Malwerkzeugen und aus der Ebenenpalette bekannt.
In vielen Fällen erscheint es freilich übersichtlicher, zwei Bilder in der Ebenenpalette übereinander zu legen und dann mit Modus-Menü und Deckkraftregler den gewünschten Effekt herbeizuführen. Die Helligkeitsverschiebungen der speziellen Modi Addieren und Subtrahieren lassen sich durch Korrekturen an den Helligkeitsbereichen der einzelnen Ebenen erzielen. Praktisch ist es immerhin, durch Wechseln der Quelle ein Zielbild bei geöffnetem Dialogfeld »Bildberechnungen« hintereinander gleich mit mehreren verschiedenen (gleich großen) Dateien testhalber zu kombinieren, zum Beispiel mit verschiedenen Texturen. Mit dem Vorschau-Knopf wechseln Sie zwischen Vorher- und Nachher-Darstellungen. Wollen Sie nur einzelne Kanäle kombinieren, verwenden Sie den ähnlichen Bild-Befehl Kanalberechnungen (Seite 650).
Abbildung 11.56: Der Befehl »Bild : Bild berechnungen« blendet zwei exakt gleich große Bild dateien ineinander.
Kombinieren Sie verschiedene Dateien, müssen diese in Pixelhöhe mal -breite exakt übereinstimmen.
Dies sind Ihre Möglichkeiten im Dialogfeld Bildberechnungen:
Die meisten Füllmethoden aus den Bildberechnungen kennen Sie schon. Es gibt jedoch für die Befehle Bildberechnungen und Kanalberechnungen (Seite 650) zwei besondere Verrechnungsarten:
Mit den Ebeneneffekten aus dem Dialogfeld Ebenenstil stellen Sie sichtbare Ebenenbereiche verändert dar - Sie wenden Konturen, Farb- oder Musterfüllungen, plastische Kanten oder Schatten auf die Ebenen an. Alle Veränderungen lassen sich jederzeit neu steuern, verbergen, gänzlich entfernen und als Stil speichern; die ursprüngliche Ebene bleibt voll erhalten.
Eine Kombination mehrerer Ebeneneffekte zusammen mit den Vorgaben der Fülloptionen für Deckkraft, Füllmethode oder Aussparung (ab Seite 797) bezeichnet man als »Stil« oder »Ebenenstil«. Sie können diesen Stil speichern und unkompliziert auf andere Ebenen in beliebigen Bildern übertragen. Der Hersteller liefert bereits fertige Stile mit.
So wenden Sie einen gespeicherten Ebenenstil an:
oder »Eigene Form«
, verwenden Sie also in der Optionenleiste die Vorgabe Neue Form erstellen
(ab Seite 696). Damit erscheint das Klappfenster Ebenenstil in der Optionenleiste.
Abbildung 11.57: Links: Wir haben in der Photoshop-Ebenenpalette auf den Namen einer Miniatur geklickt. Im Dialogfeld »Ebenenstil« stellen wir eine Kombination von Ebeneneffekten wie »Schlagschatten« und »Kontur« zusammen. Anschließend klicken wir auf die Schaltfläche »Neuer Stil«, um die aktuellen Vorgaben als Stil zu speichern. Rechts: Der neue Stil steht ab sofort in der aktuellen Bibliothek in der Stile-Palette dauerhaft bereit. Durch einfachen Klick wenden Sie den Stil auf eine neue Ebene an.
Eine gelungene Kombination von Effekten und Füllmethoden lässt sich leicht als eigener Stil speichern und immer wieder verwenden. Ein möglicher Weg in Photoshop:
Zu diesem Verfahren gibt es Alternativen, sofern Sie das Dialogfeld Ebenenstil nicht mehr benötigen:
.
Der neue Stil steht fortan dauerhaft in der aktuellen Stile-Bibliothek parat.
Das Menü zur Stile-Palette erreichen Sie wie immer über die dreieckige Schaltfläche
rechts oben. Mit Befehlen wie Große Miniaturen und Liste richten Sie verschiedene Darstellungsarten ein. Hier bietet Photoshop auch weitere Stile-Sammlungen an, die Sie in die aktuelle Bibliothek laden können. Details zur Verwaltung der Paletten für Stile, aber auch für Werkzeugspitzen oder Verläufe finden Sie ab Seite 57.
Abbildung 11.58: Links: Durch einen einfachen Klick in der Stile-Palette übertragen Sie neue Stile auf Ebenen. Die Ebenenpalette meldet die aktuellen Effekte und Füllmethoden für den gewählten Effekt. Sie können die momentane Einstellung weiterbearbeiten und neue Ergebnisse wieder als Stil speichern. Die ursprüngliche Ebenenfüllung verändert sich nicht, sie bleibt voll erhalten. Datei: Eigene Form
Im Folgenden besprechen wir, wie Sie Effekte anlegen, verändern und wieder entfernen.
in der Ebenenpalette einen Effekt aus. Photoshop zeigt das Dialogfeld Ebenenstil mit dem gewünschten Effekt; ImageReady zeigt eine Palette für den gewählten Effekt.
Die neuen Effekte werden in der Effekteleiste unter der jeweiligen Ebene genannt. Überdies erscheint neben dem Ebenennamen das Effektesymbol
. Mit dem Dreieck
neben dem Effektesymbol klappen Sie die Auflistung auf oder zu.
Wollen Sie einen vorhandenen Effekt bearbeiten? Unter anderem gibt es diese Wege:
neben dem Ebenennamen oder auf die Leiste des betreffenden Effekts.
unten in der Ebenenpalette.
Abbildung 11.59: Links: Photoshop zeigt die Einstellmöglichkeiten für einen Effekt im üblichen Dialogfeld »Ebenenstil«. Sie müssen es öffnen und wieder schließen. Rechts: ImageReady zeigt eine dauerhaft sichtbare Palette für den in der Ebenenpalette aktivierten Effekt. Allerdings trägt dieselbe Palette, wenn Sie eine Ebenenfüllung und keinen Effekt aktivieren, den Namen »Ebenenoptionen« und erlaubt lediglich die Änderung des Ebenennamens. Achten Sie überdies darauf, die Palette voll zu öffnen; dazu verwenden Sie das Doppeldreieck neben dem Palettennamen oder den Befehl »Optionen einblenden« aus dem Palettenmenü.
So verbergen Sie Effekte, ohne sie zu löschen:
neben dem Effektnamen blenden Sie einen einzelnen Effekt aus, ohne ihn zu löschen.
Wenn Sie genug von einem Effekt haben, raten wir zu folgenden Schritten:
.
, um ebenfalls alle Effekte der betreffenden Ebene zu entfernen. Dabei verschwindet wohlgemerkt nicht der gespeicherte Stil aus der Palette.
Gelungene Effekte lassen sich auf andere Ebenen übertragen - in derselben oder einer anderen Datei. Bei Bedarf gestalteten Sie zudem mehrere »verbundene« Ebenen mit einem einzigen Klick neu.
Abbildung 11.60: Vorlage: Effekte.psd
Abbildung 11.61: Farbüberlagerung, Schlagschatten
Abbildung 11.62: Verlaufsüberlagerung, Schein nach außen
Abbildung 11.63: Musterüberlagerung
Photoshop und ImageReady bieten diesen Weg zur Übertragung eines Effekts:
Bildteile, die Sie in die Zwischenablage kopiert haben, werden durch das Kopieren der Effekte nicht entfernt. Der Befehl Bearbeiten: Entleeren: Alle berührt den Ebeneneffekte-Speicher nicht.
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Sämtliche Befehle des Untermenüs Ebene: Ebenenstil finden Sie auch im
Kontextmenü über der Effekte-Leiste und im Kontextmenü zum
Effektesymbol
neben dem Ebenennamen.
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Abbildung 11.65: Schein nach innen, Mitte
Abbildung 11.66: Schein nach innen, Kante
Alternativ zu den Menübefehlen ziehen Sie die Effekte einfach durch den Photoshop:
Die ursprüngliche Ebene bleibt in allen Fällen unverändert erhalten.
Abbildung 11.68: Abgeflachte Kante und Relief, Relief an allen Kanten
Abbildung 11.69: Abgeflachte Kante und Relief, Abgeflachte Kante innen
Abbildung 11.70: Abgeflachte Kante und Relief, Abgeflachte Kante außen
Abbildung 11.71: Abgeflachte Kante und Relief, Relief
Wie gesagt: Die Schatten und Kanten sind zunächst nichts als ein Rechentrick; sie zeigen die vorhandene Pixelfüllung zwar dramatisch verändert an - Sie können die Effekte selbst aber nicht mit Pinsel oder Transformieren-Befehlen bearbeiten.
Bei Bedarf verwandeln Sie die Effekte jedoch in frei zugängliche Ebenen; nutzen Sie den Befehl Ebene: Ebenenstil: Ebenen erstellen. Diese Funktion legt die Veränderungen der Effekte auf neue, eigene, mit Pixeln gefüllte Ebenen. Die tragen Namen wie »Schatten für abgeflachte Kanten von innen von Ebene 2«; sie sind oft klein, halbtransparent, mit Überblendverfahren wie dem Multiplizieren ausgestattet und in Beschnittgruppen organisiert. Allerdings erhalten Sie mitunter keine perfekte Nachbildung des ursprünglichen Effekts.
Abbildung 11.72: Oben links: Die Tasse erhält hier als Ebeneneffekt einen »Schlagschatten«. Er deckt aber nicht nur die Hand ab, sondern erreicht unerwünscht auch den Hintergrund. Unten links: Hier wurde der Schatten mit dem Befehl »Ebenen erstellen« in eine Einzelebene verwandelt; außerdem wurde das weiße Umfeld der Hand entfernt, so dass sie von Transparenz umgeben ist. Eine Beschnittgruppe (vergleiche Seite 810) sorgt jetzt dafür, dass sich der Schatten nurmehr innerhalb der darunter liegenden Basisebene zeigt. Dateien: Tasse_1, Tasse_2
Es gibt Situationen, in denen man die Verfremdungen der Ebeneneffekte auf konventionellen, separaten Ebenen haben möchte. Zum Beispiel:
Beachten Sie folgende Hinweise:
Sie können alle Ebeneneffekte in eine dauerhaft Pixelfüllung auf einer Einzelebene umsetzen. Die Bildwirkung verändert sich fürs Auge nicht. Technisch erhalten Sie eine Ebene ohne Effekte. Gehen Sie so vor:
Abbildung 11.73: Der Schlagschatten in dieser Montage wurde mit dem Befehl »Ebene erstellen« auf eine eigene Ebene gelegt, mit den »Transformieren«-Befehlen verzerrt (Seite 764) und mit einem Verlauf in der Ebenenmaske (Seite 803) weich ausgeblendet. Datei: Fenster
Dabei bleibt die Bildwirkung des Ebeneneffekts erhalten, doch er wird in dauerhafte Pixel umgerechnet und ist technisch eine Ebene ohne Ebeneneffekte-Manipulation. Schatten, Lichthof oder 3D-Kante sehen Sie erstmals auch im Ebenen-Thumbnail.
Andere Möglichkeit: Haben Sie die »Effekte«-Ebene bereits per Ebenen erstellen in Einzelebenen zerlegt, können Sie diese immer noch zu einer gemeinsamen Ebene verschmelzen. Dazu nutzen Sie die Befehle Verbundene auf eine Ebene reduzieren oder Sichtbare auf eine Ebene reduzieren aus dem Ebene-Menü; zuvor verbinden Sie die fraglichen Ebenen oder blenden die nicht in Frage kommenden Ebenen mit dem Augensymbol
aus.
Es ist auch nicht umständlich, die Effekte-Ebene allein oder verschmolzen mit anderen als normale TIFF- oder JPG-Datei zu exportieren; so kann man die Effekte allein mit allen möglichen Programmen betrachten. Der Hergang:
alle Ebenen aus, die Sie nicht weiter benötigen.
Weitere Alternativen, um nur die Effekte, nicht aber die eigentliche Pixelfüllung der Ebene zu sehen:
der Ebenenpalette die Fülloptionen aufrufen, und senken Sie die Deckkraft nur im Bereich Erweiterte Füllmethode (vergleiche Seite 797).
Die Ab- oder Zunahme eines Effekts steuern Sie über die Gradationskurven für Kontur oder Glanzkontur. Bei Schein oder Schlagschatten steuern Sie per Kontur-Option die Verteilung der Hell-Dunkel-Zonen - Sie legen zum Beispiel konzentrische Ringe oder harte Stufen an. Ähnlich verändern Sie auch beim Effekt Abgeflachte Kante und Relief die Lichter und Schatten auf den plastischen Kanten; im Unterbereich Kontur dieses Effekts regeln Sie die Berg- und Tal-Verteilung per Kontur-Kurven. Der Schein nach aussen verteilt sich je nach Kontur-Variation auf mehrere Ringe.
Abbildung 11.74: Mit den »Kontur«-Vorgaben bestimmen Sie, wie gleichmäßig sich ein Effekt verändert. Photoshop bietet liefert verschiedene »Konturen« mit, Im »Kontur«-Editor lässt sich die Kurve formen und abspeichern.
Voreingestellt ist stets (außer beim Glanz) die lineare 45-Grad-Kurve - sie steht für gleichmäßige Veränderung. So tauschen Sie die Kontur aus:
, um andere Kontur-Kurven aus der Bibliothek zu laden (Details zur Verwaltung solcher Bibliotheken ab Seite 57).
Abbildung 11.75: Die Reihe zeigt den Ebeneneffekt »Abgeflachte Kante und Relief« mit den Optionen »Abgeflachte Kante innen« und »Weich meißeln«. Im Unterbereich »Kontur« haben wir diese »Kontur«-Kurven gewählt (v.l.n.r.): »Linear«, »Einbuchtung stark«, »Kegel« und »Doppelter Ring«. Datei: Effekte
Nicht nur die Musterüberlagerung, auch Kontur sowie Abgeflachte Kante und Relief im Bereich Struktur bieten Muster an. Hier greifen Sie auf die aktuelle Musterbibliothek zu. Folgende Optionen haben Sie:
, um die aktuelle Mustereinstellung dauerhaft zu sichern.
Beachten Sie im Zusammenhang mit »Mustern« auch folgende Passagen im Buch:
Die folgenden Aspekte gelten für mehrere oder alle Effekte.
Zu vielen Effekten wählen Sie eine Lichtrichtung und Sie norden fallweise alle Effekteebenen innerhalb einer Ebene und gleichzeitig innerhalb einer Datei auf die gleiche Lichtrichtung ein - dies besorgt die Option Globalen Lichteinfall verwenden. Allerdings stellten die Programmierer keinen Zusammenhang her zu Filtern wie Beleuchtungseffekte oder Mit Struktur versehen, die ebenfalls Licht und Schatten verteilen.
Bewegen Sie also bei einer Ebene den Schatten, wird er sich bei allen anderen mitdrehen. Und auch die Licht- und Schattenseiten eines Reliefs an allen Kanten passen sich an. Ziehen Sie eine effektbeladene Ebene in eine andere Datei, die schon Ebeneneffekte enthält, verpasst Photoshop dem Neuankömmling den bereits herrschenden Globalen Lichteinfall.
Der Winkel ändert sich jedes Mal, wenn Sie bei irgendeinem Effekt entsprechend eingreifen. Alternativ nutzen Sie unabhängig vom Einzeleffekt den Befehl Ebene: Ebenenstil: Globaler Lichteinfall. Nicht nur der Winkel steht hier zur Disposition, sondern auch die Höhe. Je niedriger der Wert, desto härter die Übergänge zwischen Licht- und Schattenseiten.
Beim Drehen oder Spiegeln einer Ebene voller Effekte bleiben Licht- und Schattenfall konstant: Ein Schatten rechts unten verharrt rechts unten - auch wenn Sie die Ebene um 180 Grad drehen oder horizontal spiegeln.
Wichtiger jedoch: Skalieren Sie das Objekt per Transformieren oder per Bild: Bildgröße, so behalten Schatten- oder Kanteneffekte stur ihr definiertes Pixelmaß. Das heißt: Eine Kante, die fünf Pixel breit definiert wurde, misst auch nach einer 200-Prozent-Verkleinerung der Ebene fünf Pixel Breite. Das heißt weiter, die Wirkung des Effekts im Vergleich zum Objekt ändert sich: Eine vormals schmale Kante, ein bis dato dezenter Schatten stechen nach einer Verkleinerung der Ebene deutlicher hervor.
Zur Abhilfe bietet Photoshop den Befehl Ebene: Ebenenstil: Effekte skalieren. Damit verändern Sie die Intensität des Effekts in Prozent-Schritten.
Abbildung 11.76: Wir verkleinern das Objekt mit der »Transformieren«-Funktion. Doch die Pixelwerte für die Kantenerhöhung verringern sich nicht entsprechend. Darum wirkt der 3D-Effekt im verkleinerten Objekt jetzt vergleichsweise stärker. Sie können die Wirkung mit dem Befehl »Effekt skalieren« jedoch wieder ausgleichen.
Die Ebeneneffekte kosten Rechenpower. Bewegen Sie große Effekte-Ebenen - zum Beispiel über 1000 Pixel breit - auf kleineren Rechnern, dann merken Sie eventuell, wie Photoshop ins Ruckeln kommt. Dies gilt jedenfalls, wenn Sie die Ebene in der 100-Prozent-Ansicht verschieben.
So geht es schneller: Setzen Sie in den Voreinstellungen den Bild-Cache zum Beispiel auf den Wert 4 und zeigen Sie das Bild in einer Zoomstufe von 50 Prozent oder weniger - Photoshop verwendet dann für die Monitordarstellung nur die zur Ansicht verkleinerte Bildversion und tut sich damit sichtlich leichter. Alternative: Verbergen Sie die Effekte zwischenzeitlich mit dem Augensymbol
.
Wir besprechen hier Optionen und Möglichkeiten, die für mehrere Ebeneneffekte gelten:
gibt Zugriff auf die aktuelle Bibliothek mit Verläufen, ein Doppelklick auf den Verlaufsbalken öffnet das Dialogfeld Verlauf bearbeiten (Seite 552). Per Zufallswert variieren Sie Farbe und Deckkraft des Verlaufs.
Im Folgenden besprechen wir die einzelnen Ebeneneffekte. Wir gehen nur noch auf Funktionen ein, die in den vorhergehenden Absätzen nicht bereits erklärt wurden. Beispiele für Ebeneneffekte finden Sie im gesamten Buch.
Zusammen mit Abgeflachte Kante und Relief gehört der Schlagschatten zu denjenigen Effekten, die besonders den Eindruck von Dreidimensionalität hervorrufen. Winkel und Distanz des Schattens sollten Sie nicht durch Eingaben in die Datenfelder regeln. Ziehen Sie einfach - bei geöffnetem Dialogfeld - den Schatten in Position. Um den Schatten zu dämpfen, nehmen Sie die Deckkraft zurück und experimentieren mit dem Verhältnis von Überfüllen zu Grösse. Für lebhaftere Wirkung über farbigen Hintergründen probieren Sie die Füllmethoden Ineinanderkopieren und Farbig nachbelichten, jeweils bei deutlich reduzierter Deckkraft.
Abbildung 11.77: Photoshop bietet keine perspektivisch verzerrten Schatten als Ebeneneffekt. Wollen Sie einen Schatten unabhängig vom Objekt drehen oder verzerren, verwandeln Sie ihn mit dem Befehl »Ebene erstellen« (Seite 784) in eine übliche Ebene. Auch Teile der Schattenebene, die aus dem sichtbaren Bereich herausragen, werden mitgespeichert und können ins Bild innere geholt werden. Sie können den Schatten auf einer separaten Ebene zudem individuell weichzeichnen oder mit einer Ebenenmaske ausblenden. Wollen Sie das Hauptmotiv und die zugehörige Schattenebene gemeinsam bewegen oder verzerren, so »verbinden« Sie die beiden Ebenen (vergleiche Seite 747). Datei: Teppich
Abbildung 11.78: Beide Textebenen haben weiße Farbe und den Ebeneneffekt »Schlagschatten«. In den »Fülloptionen« des Dialogfelds »Ebenenstil« haben wir im Bereich »Erweiterte Füllmethode« die »Deckkraft« auf 30 Prozent gesetzt. So scheint in tden Buchstabenumrissen der Hintergrund durch, während der Schatteneffekt voll erhalten bleibt. Rechts wurde allerdings in den »Schlagschatten«-Einstellungen die Option »Ebene spart Schlagschatten aus« abgewählt. Deswegen scheint der Schatten hier in der Ebenenfüllung durch. Datei: Lang_Tre
Wichtig ist die Option Ebene spart Schlagschatten aus: Der Schatten liegt zum guten Teil »unter« der Pixelfüllung der Ebene. Auf verschiedene Arten können Sie nun die Ebenenfüllung unabhängig vom Schatten teilweise transparent machen - zum Beispiel durch verschiedene Füllmethoden wie Hartes Licht oder indem Sie die Deckkraft im Bereich Erweiterte Füllmethode der Fülloptionen herabsetzen (vergleiche Seite 797). In diesem Fall würde der Schatten durch den Bereich der Bildpunkte hindurch sichtbar. Um ihn jedoch nur außerhalb der Bildpunktfüllung zu zeigen, verwenden Sie die Option Ebene spart Schlagschatten aus.
Der Effekt Schein nach aussen umgibt Objekte oder Schriften mit einem Lichthof, der unter anderem Objekte über dunklem Hintergrund betont und schnell dramatisch wirkt. Er kann auch Bestandteil einer Neonschrift sein - experimentieren Sie mit verschiedenen Farben, Verläufen und Kontur-Vorgaben. Für harte Wirkung wechseln Sie zum Ebeneneffekt Kontur. Kombinieren Sie den Effekt bei Bedarf mit Blendenflecken oder Beleuchtungseffekten. Machen Sie den Hintergrund eventuell mit einer Einstellungsebene (Seite 813) noch dunkler, um den »Schein« stärker zu betonen. Verwenden Sie zum Beispiel die Tonwertkorrektur mit einer Absenkung des Gammawerts, also mit dem grauen Regler (Seite 469).
Abbildung 11.79: Die Reihe zeigt den Ebeneneffekt »Schein nach außen« mit diesen »Kontur«-Vorgaben v.l.n.r.: »Linear«, »Einbuchtung stark«, »Kegel« und »Doppelter Ring«. Datei: Effekte
Der Schein nach innen leuchtet in zwei Varianten:
Mitunter peppt Schein nach innen den Effekt Abgeflachte Kante und Relief zusätzlich auf. Testen Sie generell höhere Werte und auch andere Farben als vom Hersteller vorgegeben. Um die Wirkung deutlich zu verstärken, wechseln Sie zur Füllmethode Farbig abwedeln. Zumeist verwenden Sie im Bereich Technik die Vorgabe Weicher, nur bei komplexen, harten Kanten eventuell Präzise.
Abbildung 11.80: Hier sehen Sie den Ebeneneffekt »Schein nach innen« mit der Option »Kante« und folgenden »Kontur«-Vorgaben v.l.n.r.: »Linear«, »Einbuchtung stark«, »Kegel« und »Doppelter Ring«. Datei: Effekte
Der Ebeneneffekt Abgeflachte Kante und Relief rechnet knackig-dreidimensionale Kanten an Pixelobjekte, Texte oder Formebenen. Dröge geometrische Flächen und abgehangene Schriftarten schießen hier so plastisch ins Kraut, dass sie fast aus dem Bild kullern: zeitgeistkonforme Lüftlmalerei der digitalen Art. Die Abgeflachte Kante produziert in Verbindung mit einem Schlagschatten gefällig rundliche, sinnliche Objekte in angenehm plastischer Tiefenwirkung - in der Anmutung vergleichbar dem künstlichen Hall von Pop- oder Jazzaufnahmen. Auch dort ist das Ergebnis keineswegs der Realität nachgebildet; doch die Räumlichkeitstricks befriedigen allemal.
Sie finden Bildbeispiele an verschiedenen Stellen im Buch, unter anderem auf den Seiten 158, »Schlagschatten«, 864, 881 und 885.
Abbildung 11.81: Der weiße Schriftzug oben verwendet den »Schatten nach innen«; er dunkelt die Objektränder nach innen ab. Für die Schaltflächen nutzen wir »Abgeflachte Kante und Relief« mit dem Stil »Relief an allen Kanten«, so dass die Umgebung mit eingekerbt wird. Zur »Technik«: links »Abrunden«, Mitte »Weich meißeln«, rechts »Weich meißeln« mit der Vorgabe »Runde Stufen« im Unterbereich »Kontur«. Der Hintergrund verwendet unter anderem »Abgeflachte Kante und Relief« mit den Vorwahlen »Abgeflachte Kante innen« und »Hart meißeln«; im Unterbereich »Kontur« haben wir den »Ring« verwendet, im Unterbereich »Struktur« das Muster »Violett«. Datei: Start
Sie formen Ihre 3D-Gestalten mit unterschiedlichen Stilen:
Abbildung 11.82: Ein Kreis auf Basis einer Formebene und ein paar Satzzeichen formen diesen Knopf. Wir modellieren den Kreis mit den Effekten »Abgeflachte Kante innen«, »Farbüberlagerung« und »Schlagschatten«, die Interpunktion erhält ein »Relief an allen Kanten«. Datei: Knopf
Für die aufgehellten und für die abgedunkelten, gegenüber liegenden Kanten stellen Sie im Bereich Schattierung Farben und Deckkraft separat ein, eventuell passend zur weiteren Umgebung. Der Farbtiefe-Regler bestimmt den Kontrast zwischen aufgehellten und abschattierten Zonen. Wenn der Effekt nicht stark genug herauskommt - zum Beispiel bei größeren Objekten oder ungünstigem Untergrund - erhöhen Sie die Deckkraft der beiden Farben. Testen Sie außerdem zusätzlich einen Schein nach Innen.
Jedes Mal wählen Sie außerdem zwischen Oben und Unten. Damit kehren Sie die Lichtrichtung um. Dies ist eine Möglichkeit, zum Beispiel zwei verschiedene Zustände einer Schaltfläche darzustellen.
Das Dialogfeld bietet weitere, starke Gestaltungsmöglichkeiten:
Per Ebeneneffekt Kontur fassen Sie Ihr Ebenenmotiv in ein Rähmchen, das wahlweise aus einer Einzelfarbe, aus einem Muster oder einem Verlauf besteht. Wichtig sind die Optionen zur Position:
Beachten Sie beim Kontur-Effekt:
Abbildung 11.83: Der Ebeneninhalt wurde mit der »Erweiterten Füllmethode« ausgeblendet (Seite 797), Sie sehen nur noch den Ebeneneffekt »Kontur«. Ganz links: Füllung »Farbe«; zweites Bild : Füllung »Verlauf«, »linear«; drittes Bild : Füllung »Verlauf«, Explosion; viertes Bild : zusätzlich Ebeneneffekt »Abgeflachte Kante und Relief« mit dem Stil »Reliefkontur« und »Struktur«-Zusatz. Datei: Effekte_2
Eine reizvolle Alternative bilden die Befehle Pfadkontur füllen oder Underpfadkontur füllen, welche die Pfadpalette anbietet (Seite 716). Vorteile gegenüber dem Ebeneneffekt Kontur:
Abbildung 11.84: Links: Ebenenkonturen malt Photoshop mit dem Befehl »Kontur füllen« nach. Rechts: Mehr Möglichkeiten bietet die Pfadpalette mit dem Befehl »Pfadkontur füllen«: Sie können freie Pinselformen und Farbübergänge wählen.
Glanz, in der US-Version treffender »Satin« genannt, zaubert dunkle Schattierungen auf die Ebene, die sich an den Umrissen der Ebene orientieren. Sie stellen eine Grösse ein, den Abstand zwischen Schattierung und Original legen Sie per Regler oder durch Ziehen über der Datei fest. Der Effekt ist eine interessante Ergänzung zu allen Bildern mit Struktur, niedrige Deckkraft reicht oft.
Um einen hellen »Glanz« zu erzeugen, rufen Sie mit dem Farbfeld den Farbwähler auf, geben eine helle Farbe an und stellen die Füllmethode auf Negativ multiplizieren oder sogar Farbig abwedeln. Für diffuser verteilten »Glanz« testen Sie den Ebeneneffekt Schatten nach Innen bei sehr weicher Kante. Weitere Alternative: Legen Sie eine neue Ebene im Modus Hartes Licht über der Zielebene an, stellen Sie die Standardfarben Schwarz und Weiß mit der Taste D her, wenden Sie den Befehl Filter: Rendering-Filter: Wolken an (Seite 911) und klicken Sie bei gedrückter Alt-Taste auf die Trennlinie zwischen beiden Ebenen, um mit dem Doppelkreis-Zeiger
eine Beschnittgruppe herzustellen (Seite 810). Per Deckkraft-Regler in der Ebenenpalette korrigieren Sie die Wirkung.
Die Programme bieten weitere Ebeneneffekte an - die meisten Optionen haben wir bereits in den vorhergehenden Abschnitten besprochen:
bietet Zugriff auf die aktuelle Bibliothek mit Verläufen, ein Doppelklick auf den Verlaufsbalken öffnet das Dialogfeld Verlauf bearbeiten (alle Details ab Seite 552). Wenn Sie den Verlauf An Ebene ausrichten, bewegt er sich beim Verschieben der Bildpunkte mit, sonst sehen Sie je nach Position der sichtbaren Bildpunkte unterschiedliche Teile des Verlaufs. Ziehen Sie über dem Bild, um Anfangs- oder Endpunkt des Verlaufs zu verschieben.
In diesem Abschnitt besprechen wir die Möglichkeiten, die das Dialogfeld Ebenenstil im Bereich Erweiterte Füllmethode einräumt. Photoshop zeigt dieses Dialogfeld nach Doppelklick auf den Namen der jeweiligen Ebenenminiatur, aber nicht bei »Hintergrund«-Ebenen. In der Leiste links sollte die oberste Zeile aktiviert sein: Fülloptionen. Vergleichbare Möglichkeiten finden Sie bei ImageReady in der Palette »Ebenenoptionen/Stil«.
Alle Eigenschaften, die wir hier besprechen, lassen sich als Ebenenstil speichern (Seite 778) und somit leicht auf andere Dateien übertragen. Schalten Sie die Vorschau aus und wieder ein, um zwischen der vorherigen Einstellung und Ihrer aktuellen Korrektur zu vergleichen. Drücken Sie Strg+Z, um die allerletzte Regleränderung zu widerrufen. Die Alt-Taste verwandelt wie üblich die Schaltfläche Abbrechen in ein Zurück; damit stellen Sie den Status quo ante wieder her.
Abbildung 11.85: Wir haben die Textebene mit einer Reihe von Ebeneneffekten ausgestattet, die eigentlich nicht zueinander passen. Für die Beispiele in der nachfolgenden Reihe schalten wir deshalb mit den Augensymbolen in der Ebenenpalette jeweils einige Ebeneneffekte aus. Vor allem senken wir die »Deckkraft« im Bereich »Erweiterte Füllmethode« des Dialogfelds »Ebenenstil«. Der »Deckkraft«-Regler im Bereich »Allgemeine Füllmethode« bewirkt dasselbe wie der Deckkraftregler in der Ebenenpalette; er bleibt bei 100 Prozent. Datei: Report
Der Deckkraft-Regler im Bereich Erweiterte Füllmethode blendet allein die in der Ebene bereits vorhandenen Pixel aus, also die dauerhaft gespeicherten Bildpunkte einer Pixel- oder Formebene. Der Farbauftrag, der durch Ebeneneffekte wie Verlaufsüberlagerung oder Kontur entsteht, bleibt unverändert voll erhalten. (Im Gegensatz dazu blendet der Deckkraft-Regler im Bereich Allgemeine Füllmethode beziehungsweise in der Ebenenpalette alles Sichtbare aus, egal ob dauerhafte Füllung oder Ebeneneffekt.)
Abbildung 11.86: In der vorhergehenden Bild reihe haben Sie die Vorbereitung für diese Montage gesehen. Weil wir die Deckkraft im Bereich »Erweiterte Füllmethode« zurückgesetzt haben, ist von der eigentlichen Farbfüllung der Ebene nichts mehr zu sehen, die »Hintergrund«-Ebene scheint durch. Nur die Ebeneneffekte, die wir sichtbar machen, sind über dem Bild zu erkennen. Links: Wir verwenden die Effekte »Schein nach außen« und »Kontur«. Mitte: »Schlagschatten« und eine hauchfeine »Kontur«. Rechts: »Abgeflachte Kante und Relief« mit »Schein nach außen«.
Zwei Beispiele verdeutlichen die Wirkung des Deckkraft-Reglers für die Ebenenfüllung.
Im Bereich Kanäle der Erweiterten Füllmethoden legen Sie fest, welche Grundfarben Ihrer Ebene überhaupt eine Bearbeitung anzeigen sollen (Details zu Grundfarbkanälen finden Sie ab Seite 641). Zumeist sind alle Grundfarbkanäle aktiviert. Ein Beispiel:
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Zwar könnten Sie auch mit dem Augensymbol
in der
Kanälepalette bestimmte Grundfarben verbergen. Doch dort bearbeiten Sie das
komplette sichtbare Bild, nicht nur eine einzelne Ebene.
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Photoshop bietet drei verschiedene Optionen für die Aussparung. Wirksam wird die »Aussparung« nur, wenn Sie mindestens eine dieser Bedingungen erfüllen:
Abbildung 11.87: Wieder wurde für die Textebene die Deckkraft im Bereich »Erweiterte Füllmethode« auf 0 gesetzt. Zusätzlich verwenden wir als »Aussparung« jedoch die Vorgabe »Leicht«. Deswegen wird innerhalb der aktiven Ebene nicht die direkt darunter liegende Ebene sichtbar, sondern die »Hintergrund«-Ebene. Datei: Report_2
Sie verwenden im Klappmenü Aussparung die Option Ohne und senken wie erforderlich die Deckkraft im Bereich Erweiterte Füllmethode. Damit verschwindet die ursprüngliche Bildfüllung, Ebeneneffekte wie Kontur oder die abgeschatteten und aufgehellten Kanten von Abgeflachte Kante und Relief bleiben aber sichtbar. In den transparent gemachten Bereichen sehen Sie die darunter liegende Ebene. Nichts Neues also - das haben wir bereits ab Seite 797 diskutiert.
Sie stellen die Aussparung auf Leicht und senken die Deckkraft im Bereich Erweiterte Füllmethode. Nun sehen Sie in den transparent gemachten Bereichen nicht mehr diejenige Ebene, die unmittelbar unter der aktivierten Ebene liegt. Sie blicken diesmal tiefer, durch mehrere Ebenen hindurch: Bei Ebenensätzen (Seite 747) sehen Sie die unterste Ebene dieses Satzes; bei Beschnittgruppen (Seite 810) sehen Sie die Basisebene. In Bildern ohne diese Merkmale erscheint Transparenz beziehungsweise die »Hintergrund«-Ebene in den Grenzen der aktiven Ebene, sofern diese Zone nicht durch einen Effekt gefüllt ist. Diejenigen Ebenen, die unmittelbar unter der aktiven Ebene liegen, werden also »ausgespart«.
Sie stellen die Aussparung auf Stark und senken die Deckkraft im Bereich Erweiterte Füllmethode. Nun können Sie in den transparent gemachten Bereichen noch tiefer blicken: Auch durch Ebenensätze oder Beschnittgruppen hindurch erscheint im Bereich der aktiven Ebene die »Hintergrund«-Ebene oder Transparenz.
Beachten Sie folgende Besonderheiten:
Die Optionen Beschnittene Ebene als Gruppe füllen und Interne Effekte als Gruppe füllen besprechen wir im Zusammenhang mit Beschnittgruppen ab Seite 810.
Ganz unten im Bereich Erweiterte Füllmethoden des Photoshop-Dialogfelds Ebenenstil behandeln Sie einzelne Helligkeitsbereiche der aktivierten Ebene. Ihre Möglichkeiten:
Wie immer gilt: Alles lässt sich verlustfrei zurücksetzen.
Abbildung 11.88: Der Scan einer Tageszeitung wurde über einen abgesofteten Hintergrund geblendet. Um den Hintergrund durchscheinen zu lassen, wurden auf der Ebene der Zeitung die hellen Tonwerte des Papiers verborgen: Der Bereich von 255 (Weiß) bis 210 wurde ganz ausgeschlossen, die Tonwerte von 201 bis 155 wurden nur halbtransparent übertragen. Datei: Boerse
Der Regler Aktuelle Ebene legt fest, welche Tonwerte sichtbar sind; nur Tonwerte innerhalb der beiden Regler erscheinen überhaupt in der Komposition. So blenden Sie zum Beispiel die hellen Bereiche aus: Ziehen Sie den rechten Regler für die hellen Tonwerte auf 200; damit werden nur die Tonwerte zwischen 0 und 200 übertragen, die Lichter zwischen 200 und 255 erscheinen nicht mehr in der Montage. So lässt sich schnell ein weißer Hintergrund ausblenden.
Der Regler Darunterliegende Ebene gibt an, welche Tonwerte der darunter liegenden Ebenen überdeckt werden - und zwar nur Tonwerte innerhalb der Reglerstellung. So schützen Sie zum Beispiel schwarze Schrift oder schwarze Konturen auf darunter liegenden Ebenen vor Überdecken: Beschränken Sie den Bereich Darunterliegende Ebene auf die Werte von 50 bis 255; damit zeigen sich die dunklen Tonwerte 0 bis 49 der tieferen Ebenen auch in der aktuellen Ebene.
Abbildung 11.89: Bei dieser Montage wurde die Wolken-Ebene dupliziert, auf einer Ebene dazwischen wurde der freigestellte Sportler untergebracht. Wir klicken doppelt auf den Namen der oberen Wolken-Ebene und blenden im Dialogfeld »Ebenenstil« die dunkleren Bild punkte der oberen Wolken-Ebene von 0 bis 140 komplett aus, die Tonwerte von 141 bis 191 erscheinen nur halbtransparent. Für die Gesamtebene reduzieren wir die Deckkraft auf 90 Prozent, so dass der Hürdenläufer nie völlig überdeckt ist. Datei: Hürde
Die Überblendung lässt sich noch verfeinern. Denn Übergänge zwischen der aktuellen Ebene und dem Darunterliegenden geraten oft zu hart, wenn Sie bei einem bestimmten Tonwert, etwa 50, die Übertragung abrupt beenden. Sie können darum einen Bereich von Tonwerten halbtransparent einrichten - hier nimmt die Deckkraft stufenlos ab oder zu.
So geht's: Bewegen Sie die äußeren Hälften der Regler-Dreiecke mit gedrückter Alt-Taste; wenn Sie jetzt ziehen, bewegt sich nur das halbe Dreieck mit. Der Bereich zwischen den beiden Dreiecken wird halbtransparent übertragen.
Beschränken Sie zum Beispiel die Lichter der aktuellen Ebene, um den hellen Hintergrund der Zeitungsseite auszublenden, dann lesen Sie jetzt etwa eine Anzeige wie »150/210«. Das bedeutet: Die ganz hellen Tonwerte zwischen 211 und 255 werden überhaupt nicht übertragen; Tonwerte zwischen 150 und 210 werden halbtransparent, also mit 50 Prozent Deckkraft, übertragen. Erst Tonwerte unter 150, bis herunter zu Schwarz, werden voll übertragen. So vermeiden Sie hart abgerissene Kanten und erzeugen luftige Überblendungen in Montagen. Noch präziser steuern Sie die Überblendung bei Bedarf mit einer Ebenenmaske (Seite 803).
Die folgende Sequenz zeigt, wie Sie Dichtebereiche der aktuellen Ebene oder der darunter liegenden Ebene nach Maß verbergen oder in den Vordergrund holen.
Abbildung 11.90: In den hellen Bereichen der Fahne soll die »Hintergrund«-Ebene durchscheinen. Ziehen Sie den Weißregler für »Diese Ebene« auf den Wert »150«. Damit schließen Sie die hellen Tonwerte zwischen 151 und 255 (reinem Weiß) von der Übertragung aus. Allerdings wirken die Übergänge zwischen angezeigten und verborgenen Tonwertbereichen sehr hart. Datei: Skyline
Abbildung 11.91: Um die Übergänge zu glätten, definieren Sie einen Tonwertbereich, der halbtransparent übertragen wird. Dazu klicken Sie mit gedrückter Alt-Taste auf das äußere Dreieck des rechten Weißreglers, so dass sie es unabhängig von der anderen Hälfte dieses Reglers nach außen ziehen können. Wenn Photoshop »150/160« anzeigt, heißt das: Die hellen Tonwerte von 160 bis 255 sind ganz verborgen, die Tonwerte zwischen 150 und 160 werden halbtransparent mit 50 Prozent Deckkraft übertragen, und nur die dunkleren Tonwerte von 149 bis 0 (Schwarz) werden voll übertragen. Testen Sie jetzt neue Werte für den inneren Regler.
Abbildung 11.92: Zusätzlich sollen sich die dunkelsten Tonwerte der Hintergrundebene durchsetzen, um so das Gerüst der Skyline durchschimmern zu lassen. Dazu ziehen Sie den Schwarzregler für »Darunterliegendes« nach innen auf »20«; das innere Dreieck ziehen Sie mit gedrückter Alt-Taste weiter nach innen bis zur Anzeige »20/40«. Damit setzen sich die dunklen Töne der »Hintergrund«-Ebene von 0 bis 20 voll gegen die darüber liegende Ebene durch und die Tonwerte von 20 bis 40 setzen sich halbdeckend durch.
Abbildung 11.93: Experimentieren Sie mit verschiedenen Reglerstellungen, mit Deckkraft und Überblendmodus. Für lebendige Mischungen sorgen zum Beispiel die Füllmethoden »Hartes Licht« (links) und »Farbig abwedeln« (rechts).
Sie können Teile einer Ebene verbergen, ohne die dauerhaft zu löschen. Sie müssen die Bildpunkte also nicht mit Radiergummi
oder Löschen-Befehlen dauerhaft entsorgen (Details zum Löschen von Bildteilen ab Seite 763). Die versteckten Motivpartien holen Sie bei Bedarf immer wieder hervor.
Wir besprechen in diesem Hauptabschnitt folgende Techniken:
Für Ebenenmaske und Ebenen-Beschneidungspfad gilt: Sie lassen sich auch auf mehrere Ebenen in einem Ebenensatz (Seite 747) anwenden und sie lassen sich kombinieren. Überdies bietet Photoshop die Möglichkeit, per Aussparung mehrere Ebenen in den Umrissen der aktivierten Ebene zu verbergen (Seite 798). Beispiele für alle diese Techniken sehen Sie an verschiedenen Stellen im Buch.
Sie können Teile einer Ebene mit einer Schablone abdecken. Eine solche Ebenenmaske blendet Bildteile pixelgenau aus und lässt sich jederzeit ohne Schaden für den Bildbestand wieder entfernen. Sie eignet sich besonders für weiche Übergänge; weil die Maske wie ein üblicher Bildkanal 256 Graustufen aufnimmt, blendet sie Bildteile mit 256 Dichtestufen ein und aus.
Die Ebenenmasken-Miniatur erscheint in der Ebenenpalette neben der zugehörigen Ebenenminiatur. Schwarz in der Ebenenmaske verdeckt die dazugehörigen Bildpunkte, Weiß gibt die entsprechenden Pixel zur Ansicht frei, Grautöne blenden halbtransparent aus. Sie können die Maske zum Beispiel mit Pinseln korrigieren und mit Weichzeichnern absoften. Bearbeitung und Optionen der Ebenenmaske gleichen weitestgehend der Bearbeitung von Alphakanälen; alle Informationen zur perfekten Retusche von Ebenenmasken wie auch Alphakanälen finden Sie ab Seite 659. Die Maske lässt sich überdies ausschalten, löschen, dauerhaft anwenden und auf verschiedene Arten einblenden. Freilich kostet das soviel Arbeitsspeicher wie eine 8-Bit-Graustufen-Version Ihrer Vorlage.
Bildbeispiele für Ebenenmasken finden Sie an verschiedenen Stellen im Buch, unter anderem auf den Seiten 821, 557 und 730ff.. Sind jedoch glatte Konturen erwünscht, spart der Ebenen-Beschneidungspfad Speicherplatz.
Abbildung 11.94: Die Vorlage erhält durch eine weichgezeichnete Ebenenmaske eine weiche Kante. Weil die Ebenenmaske hier mit dem Bild nicht verbunden ist, lässt sich das Motiv innerhalb der Maske verschieben. Datei: Tafel
Sie erstellen eine Ebenenmaske zum Beispiel mit dem Untermenü Ebene: Ebenenmaske hinzufügen oder mit dem Symbol Maske hinzufügen
in der Ebenenpalette. Hat die aktive Ebene schon eine Maske, heißt es an gleicher Stelle Ebenenmaske entfernen. Im Einzelnen:
, sofern keine Auswahl im Bild besteht.
Abbildung 11.95: Schnelle Ebenenmaske: Über das Hintergrundmotiv wird mit dem Verschieben-Werkzeug ein Schnappschuss gezogen, der zunächst die »Hintergrund«-Ebene vollständig verdeckt; der Schnappschuss erscheint in der Ebenenpalette als neue »Ebene 1«. Wir wählen einen Bereich der »Ebene 1« mit dem Lasso aus, der Auswahlübergang wird mit dem Befehl »Auswahl: Weiche Auswahlkante« geglättet. Datei: Hafen
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Mit dem Befehl Bearbeiten: In die Auswahl einfügen (Strg+Umschalt+V, Seite 734) entsteht automatisch eine Ebenenmaske. In diesem Fall verbindet Photoshop Ebene und Maske nicht - das ist in der Regel sinnvoll. |
Abbildung 11.96: Wir erzeugen eine Ebenenmaske mit der Schaltflache »Maske hinzufügen«. Dies entspricht dem Befehl »Ebene: Ebenenmaske hinzufügen: Außerhalb der Auswahl maskieren«. Die Ebenenmaske verbirgt alle Bild teile auf »Ebene 1«, die zuvor außerhalb der Auswahl waren. Dabei werden die Originalpixel jedoch nicht gelöscht, sondern nur verborgen. Sie können durch Bearbeiten, Ausschalten oder Entfernen der Ebenenmaske wieder hervorgeholt werden. Mit Pinsel, Weichzeichner und anderen Funktionen können Sie die Maske weiter bearbeiten. Datei: Hafen_2
Zwischen den Miniaturen für Ebene und Ebenenmaske ist Platz für das Verbindungssymbol
, das Sie durch Klick ein- und ausschalten. In der Regel sind neue Ebenenmasken mit der Ebene verbunden. Das Gleiche gilt im Übrigen auch für den Ebenen-Beschneidungspfad (Seite 808). Sie entscheiden hier,
an die Ebene, wenn sich die Maske nur an der Ebene selbst orientiert. Haben Sie störende Teile eines Objekts per Maske versteckt, dann muss die Ebenenmaske verbunden sein - damit immer dieselben Motivteile versteckt bleiben. Umgekehrt bewegt sich auch die Ebene mit, wenn Sie die Ebenenmaske bewegen.
weg.
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Verschieben Sie die Ebenenmaske, füllt Photoshop an den Rändern freiwerdende Bereiche weiß auf. Wenn Sie in diesen Bereich der verschobenen Ebene also etwas einsetzen, ist es sofort sichtbar. |
Abbildung 11.97: Dieses Beispiel entstand mit einem Ebenen-Beschneidungspfad, der in vielen Aspekten mit einer Ebenenmaske vergleichbar ist. Wir erstellten den Ebenenbeschneidungspfad, indem wir eine Auswahl in einen Pfad und diesen in einen Ebenen-Beschneidungspfad verwandelten. Links: Hier war der Ebenen-Beschneidungspfad beim Verschieben mit der Ebene verbunden. Dies macht hier keinen Sinn, weil sich der Ebenen-Beschneidungspfad an den Proportionen der darunter liegenden Ebene orientiert, nämlich an der Monitorfläche. Mitte: Der Ebenen-Beschneidungspfad war hier beim Verschieben nicht mit der Ebene verbunden; Sie können die Ebene also innerhalb eines Rahmens bewegen und unterschiedliche Teile sichtbar machen. Rechts: Mit dem Verbindungssymbol legen Sie fest, ob sich Maske oder Ebenen-Beschneidungspfad beim Verschieben der Ebene mitbewegen oder nicht. Datei: Monitor4
Beachten Sie die Wirkung von Ebenenmasken und Ebenen-Beschneidungspfaden auf solche Ebeneneffekte, die am Rand der Ebenenfüllung eine besondere Wirkung zeigen, etwa Kontur oder Abgeflachte Kante:
Es empfiehlt sich, zumindest bei der Arbeit mit Ebenenmasken in den Paletten-Optionen die Anzeige von Miniaturen vorzugeben.
Wenn Sie die Ebenenmaske - und nicht die Bildpunkte selbst - bearbeiten wollen, dann aktivieren Sie die Ebenenmaske per Klick auf die Ebenenmasken-Miniatur. Photoshop stellt die Ebenenmaske zunächst nicht explizit über der Datei dar. So meldet Photoshop, dass Sie an der Maske und nicht an der Ebene selbst hantieren:
neben der Ebenenminiatur.
Und Sie sehen es bei der Arbeit: Tragen Sie Schwarz auf, verschwindet die Ebene; tragen Sie Weiß auf, erscheint die Ebene wieder. Der Farbwähler bietet nur Graustufen an. Sie retuschieren an einer Maske, die Sie gar nicht sehen.
Sie können die Maske auf verschiedene Arten sichtbar machen, um sie besser zu bearbeiten:
Einige dieser Befehle enthält auch das Kontextmenü, das Sie mit einem Rechts-Klick über der Ebenenmasken-Miniatur zum Vorschein bringen. Photoshop meldet die Ebenenmaske zudem in der Kanälepalette; dort lässt sich die Ebenenmaske durch Anklicken aktivieren und per Augensymbol
ein- und ausblenden.
Abbildung 11.98: Links: Zur leichteren Retusche blenden Sie durch Alt+Umschalt+Klick die Ebenenmaske im Schutzlackmodus über die Ebene. Mitte: Alt+Klick zeigt allein die Graustufen der Maske. Rechts: Umschalt+Klick auf die Miniatur der Ebenenmaske schaltet die Wirkung der Maske ab, ohne sie zu löschen. Datei: Monitor2
Duplizieren, kopieren und verrechnen lassen sich Ebenenmasken mit den Kanalberechnungen aus dem Bild-Menü (Seite 650). Allerdings muss hier die Zieldatei exakt die gleiche Pixelbreite und -höhe haben wie die Datei mit der vorhandenen Ebenenmaske. Folgende Varianten bieten sich an:
die neue Maske.
über eine andere Datei. Aktivieren Sie die gewünschte Ebene und klicken Sie auf das Symbol maske hinzufügen
.
und löschen Sie den Alphakanal.
Die folgenden Möglichkeiten wirken da bequemer:
in der Palette - sie erscheint in der aktivierten Ebene.
Sie können die Ebenenmaske nicht durch Ziehen und Ablegen der Ebenenmasken-Miniatur über eine neue Datei duplizieren.
Sie können die Ebenenmaske jederzeit löschen, um Speicher zu sparen. Dazu wird sie auf den Mülleimer
in der Ebenenpalette gezogen. Entfernen Sie die Ebenenmaske jedoch, schaltet sich Photoshop mit einer Frage dazwischen: Soll die Maske vor dem Löschen auf die ebene angewendet werden? Es geht um Folgendes:
oder mit Auswahl und Entf-Taste. Halbtransparent eingeblendete Bildpunkte haben nach dem Anwenden der Ebenenmaske nur noch halbe Deckkraft; die ursprünglichen, voll deckenden Bildpunkte sind weg.
Abbildung 11.99: Ebenenmaske anwenden: Wenn Sie eine Ebenenmaske durch Ziehen auf den Mülleimer löschen, entscheiden Sie, ob die Maske auf die Ebene angewendet werden soll. Wenn Sie die Ebenen anwenden, werden alle zuvor nur verborgenen Pixel endgültig gelöscht und können nicht mehr angezeigt werden. Wenden Sie die Ebenenmaske nicht an, bleibt die Ebene in ihrem ursprünglichen Zustand, den sie schon vor Erstellen der Ebenenmaske hatte.
Die Maskierungsinformation der Ebenenmaske lässt sich als Auswahl laden, am schnellsten per Tastatur+Klick:
Auf dem entsprechenden Weg - Klick auf Miniatur plus Taste - lassen sich auch die Deckkraftwerte der Ebene selbst als Auswahl laden beziehungsweise die Graustufen der »Hintergrund«-Ebene. Wenn Sie die Kurzbefehle vergessen haben, erhalten Sie dasselbe Angebot auch über den Befehl Auswahl: Auswahl laden. Im Einblendmenü Kanal finden Sie dort Angebote wie »Ebene 1 Maske« und »Ebene 1 Transparenz«. Außerdem unterstützt Sie das Kontextmenü über der Ebenenmasken-Miniatur. Ebenso können Sie das Feld der Ebenenmaske im Alphakanal auf das Symbol Kanal als Auswahl laden
in der Kanälepalette ziehen.
Ein Ebenen-Beschneidungspfad grenzt die Sichtbarkeit einer Montage-Ebene ein: Die Bildpunkte der Ebene sind nur innerhalb der Pfadumrisse sichtbar. Außenliegendes wird verborgen. Durch Umformen des Pfads zeigen Sie andere Bereiche der Ebene an. Unterschiede zur Ebenenmaske: weniger Speicherbedarf, keine weichen Übergänge, elegantes Umformen mit Zeichenstift- oder Formwerkzeugen.
Wie eine Ebenenmaske, so können Sie auch einen Ebenen-Beschneidungspfad mit dem Verbindungssymbol
an die Ebene ankoppeln oder von ihr lösen (Details ab Seite 804). Der Ebenen-Beschneidungspfad erscheint als Miniatur neben der Ebene in der Ebenenpalette, aber auch in der Pfadpalette; er kann auch dort aktiviert werden.
Abbildung 11.100: Mit dem Befehl »Ebene: Ebenen-Beschneidungspfad hinzufügen: Alles einblenden« haben wir einen Ebenen-Beschneidungspfad angelegt, der zunächst die gesamte Ebene zur Ansicht freigibt. Bei aktiviertem Ebenen-Beschneidungspfad haben wir mit dem Werkzeug »Eigene Form« eine Figur in den Ebenen-Beschneidungspfad gesetzt, welche die sichtbaren Bereiche der Ebene definiert; dabei nutzten wir in der Optionenleiste die Vorgabe »Dem Formbereich hinzufügen«. Anschließend haben wir doppelt auf die Ebenenminiatur geklickt und verschiedene Ebeneneffekte wie den »Schlagschatten« angewendet«. Hier korrigieren wir den Ebenen-Beschneidungspfad: Einzelne Pfadsegmente werden mit dem Direkt-Auswahlwerkzeug markiert und bewegt. Datei: Moewe_1
Ein Ebenen-Beschneidungspfad kommt auf diese Arten zustande:
oder »Eigene Form«
einen Pfad und verfolgen mit, wie Ebenenteile außerhalb des Pfads verschwinden; achten Sie jedoch in der Optionenleiste auf die Vorgabe Dem Formbereich hinzufügen
.
. Damit entsteht eine neue Ebene (Details zu dieser Option auf Seite 682).
Abbildung 11.101: Der Ebenen-Beschneidungspfad wurde hier durch eine Ebenenmaske ergänzt, die für die weiche Ausblendung sorgt. Die Ebeneneffekte haben wir abgeschaltet, da sie in Verbindung mit der Ebenenmaske nicht sinnvoll funktionierten. Datei: Moewe_2
Auf folgende Arten verändern Sie den Ebenen-Beschneidungspfad:
, um ohne Rückfrage einen neuen Pfad zu erstellen. Sie können jetzt eine andere Ebene aktivieren und den Pfad mit dem Befehl Ebene: Ebenen-Beschneidungspfad hinzufügen: Aktueller Pfad übertragen.
; die Ebene ist nun wieder voll sichtbar.
Beachten Sie im Zusammenhang mit dem Ebenen-Beschneidungspfad auch folgende Passagen im Buch:
und »Pfadkomponenten-Auswahl«
behandeln wir ab Seite 694.
Die Beschnittgruppe (vormals »Maskierungsgruppe«) ist quasi die Steigerung der Ebenenmaske oder des Ebenen-Beschneidungspfads - sie kontrolliert gleich mehrere Ebenen. Die »gruppierten«, also die einer Beschnittgruppe zugeordneten Ebenen zeigen sich nur noch innerhalb der Umrisse der Basisebene. Die Deckkraft, die Füllmethode und die Ebeneneffekte dieser Basisebene bestimmen in der Regel, in welchen Bereichen des Gesamtbildes die zugeordneten Ebenen sichtbar sind:
Abbildung 11.102: Hier wurde ein Schriftzug als Basisebene einer Beschnittgruppe eingerichtet. Die gruppierten Objekte (also die Früchte) erscheinen nur noch innerhalb der Basisebene, also innerhalb der Buchstaben. Datei: F_Frutti_1; Einzelobjekte: F_Traube etc.
Als Alternative bietet sich eine Ebenenmaske (Seite 803) für einen Ebenensatz (Seite 747) an.
So erstellen Sie eine Beschnittgruppe:
. (Die Beschnittgruppe funktioniert auch mit den speziellen Textebenen.)
. So wird die obere Ebene mit der darunter liegenden gruppiert, sie erscheint nur noch in den deckenden Bereichen der »Basisebene«. Das Feld der oberen Ebene in der Palette erscheint eingerückt neben dem Beschnittgruppen-Symbol
, die Trennlinie ist punktiert, der Name der »Basisebene« unterstrichen. Alternativ verwenden Sie den Befehl Ebene: Mit darunterliegender Ebene gruppieren (Strg+G, für Group).
Abbildung 11.103: Der Schriftzug wurde gerastert und mit Auswahlen, Pfadfüllungen, Pinseln und Ebeneneffekten weiter bearbeitet. Datei: F_Frutti_2
Nach einem Doppelklick auf den Namen der Basisebene in der Ebenenpalette zeigt Photoshop das Dialogfeld Ebenenstil mit der Kategorie Fülloptionen. Im Bereich Erweiterte Füllmethode finden Sie hier wichtige Optionen für die Basisebene:
Beim Hantieren mit mehreren Ebenen kommt leicht die Übersicht abhanden, darum hier noch einmal ein paar praktische Handgriffe in der Wiederholung:
zeigt ein Auswahlmenü mit den Ebenen unter dem Zeiger.
oder Sie löschen einen markierten Bereich mit der Entf-Taste. Um die Ebenenmaske zu vergrößern, verwenden Sie zum Beispiel den Pinsel oder die Transformieren-Funktion.
Auf Einstellungsebenen speichern Sie keine Pixel, sondern eine Kontrast- oder Farbkorrektur. Sie zeigen die Ebenen darunter verändert, ohne die Bildpunkte selbst zu verändern. So präsentieren Sie einen Hintergrund mal weniger, mal mehr gedämpft oder ein Objekt in verschiedenen Farben. An den Pixeln ändert sich gar nichts, Sie verändern nur Werte in der Einstellungsebene. Anders ausgedrückt: Sie betrachten das Bild durch eine gefärbte Brille. Sie können jederzeit die Brille abnehmen oder anders getönte Gläser verwenden.
Außerdem besprechen wir in diesem Hauptabschnitt Füllebenen, die hauptsächlich in Verbindung mit Formebenen genutzt werden.
Abbildung 11.104: Die Ebenenpalette zeigt ein rotes Gebäude. Durch eine passend maskierte Einstellungsebene mit der Funktion »Farbton/Sättigung« wird das Gebäude gelb dargestellt, der Rest bleibt unverändert. Datei: Haus
Als Einstellungsebene lassen sich die Befehle zur Kontrast- und Tonwertkorrektur verwenden, die Sie aus dem Untermenü Bild: Einstellen finden, zum Beispiel Farbton/Sättigung, Helligkeit/Kontrast, Gradationskurven, Kanalmixer und Tonwertkorrektur, aber auch Umkehren, Tontrennung und Schwellenwert; wir besprechen diese Funktionen ab Seite 469. Scharfzeichnungs- oder Störungsfilter bieten nur Konkurrenzprodukte als Einstellungsebene an.
Alle Ebenen unter der Einstellungsebene werden mit der Korrektur gezeigt. Diese Ebenen verändern sich aber nur in der Anzeige, die eigentlichen Daten bleiben unberührt. Im Übrigen ist die Einstellungsebene eine Ebene wie andere auch, die sich unter anderem gruppieren, verbinden und maskieren lässt. Sie können:
Abbildung 11.105: Einstellungsebenen Schritt für Schritt: Diese zwei Rotweingläser befinden sich auf einer separaten Ebene über dem Hintergrund. In diesem Beispiel werden die Gläser als Weißwein dargestellt, aber es soll letztlich Rotwein in der Datei bleiben. Dazu wird eine Einstellungsebene erstellt, die Darunterliegendes umgefärbt abbilden kann. Datei: Rot
Eine Einstellungsebene entsteht auf diesem Weg:
; oder verwenden Sie Ebene: Neue Einstellungsebene. Ist eine Auswahl aktiv, während Sie die Einstellungsebene erzeugen, entsteht automatisch eine Ebenenmaske, die die Wirkung der Einstellungsebene auf den ausgewählten Bereich beschränkt.
Abbildung 11.106: Links: Aktivieren Sie die gewünschte Ebene und klicken Sie in der Ebenenpalette auf das Symbol »Neue Einstellungsebene oder Füllebene«. Im Menü wählen Sie die Funktion »Farbton/Sättigung«. Rechts: Photoshop zeigt jetzt dieses Dialogfeld an; verschieben Sie den »Farbton«-Regler, bis die richtige Nuance gefunden ist.
Sie können die Einstellungsebene und unabhängig davon die Maske bearbeiten.
So arbeiten Sie mit der Einstellungsebene weiter:
aus, um das Bild unverändert zu betrachten.
Wollen Sie den Befehl auf der Einstellungsebene austauschen, zum Beispiel Gradationskurven statt Tonwertkorrektur verwenden, wählen Sie Ebene: Inhalt der Ebene ändern.
Einstellungsebenen haben automatisch eine Ebenenmaske, die auch als separater Kanal in der Kanälepalette auftaucht, sofern die Einstellungsebene aktiviert ist. Zunächst ist diese Maske komplett weiß - das heißt, die Einstellungsebene wirkt auf die gesamte Bildfläche für alle darunter liegenden Ebenen. Sie können Bereiche der Ebenenmaske mit Schwarz füllen; alle darunter liegenden Ebenen werden in diesen Zonen nicht mehr verändert. Bringen Sie einen Schwarzweißverlauf an, um die Wirkung der Maske stufenlos zunehmen zu lassen. Insgesamt bietet die Maske zur Einstellungsebene diese Möglichkeiten:
Abbildung 11.107: Links: Nun haben Sie Weißwein in den Gläsern. Die Ebenenminiatur zeigt, dass es auf der Ebene tatsächlich bei rotem Wein bleibt, der jedoch weiß angezeigt wird. Um das Bild ohne Einstellungskorrektur zu betrachten, klicken Sie auf das Augensymbol neben der Einstellungsebene. Allerdings hat sich auch der Tisch im Hintergrund verfärbt, da die Einstellungsebene alle darunter liegenden Ebenen verändert.
Haben Sie bereits eine Einstellungsebene im Bild, bei der nichts maskiert ist, können Sie nachträglich nur einen ausgewählten Bereich maskieren:
Abbildung 11.108: Sie haben die Möglichkeit, die Einstellungsebene nur auf die unmittelbar darunter liegende Ebene wirken zu lassen - also auf die Gläser - und tiefer darunter liegende Ebenen wie den Tisch zu verschonen. Dazu legen Sie eine Beschnittgruppe an (Details ab Seite 810). Klicken Sie bei gedrückter Alt-Taste auf die Trennlinie zwischen Einstellungsebene und der darunter liegenden Ebene; so verändert die Einstellungsebene nur die Pixel der darunter liegenden »Basisebene«. In der Ebenenpalette erscheint der Name dieser Ebene unterstrichen, die Trennlinie zwischen »Basisebene« und der gruppierten Einstellungsebene ist gepunktet.
Auf zwei Arten lässt sich die Wirkung der Einstellungsebene begrenzen:
Oft macht es Sinn, nur eine ausgewählte Ebene zu verändern. Dazu richten Sie eine Beschnittgruppe ein: Aktivieren Sie die Ebene unter der Einstellungsebene und klicken Sie bei gedrückter Alt-Taste auf die Trennlinie zwischen beiden Ebenen, während der spezielle Cursor
erscheint (Details ab Seite 810).
Abbildung 11.109: Um ein Glas Rotwein und ein Glas Weißwein nebeneinander anbieten zu können, verwenden Sie eine Maske. Sie begrenzt die Wirkung der Einstellungsebene auf einen Teilbereich der darunter liegenden Gesamtbildfläche. Voll verändert werden die Ebenen dann in den Bild bereichen, die in der Maske der Einstellungsebene weiß erscheinen; wo die Ebenenmaske der Einstellungsebene Schwarz zeigt, bewirkt sie gar nichts. In diesem Fall wird die Maskenminiatur der Einstellungsebene aktiviert, die linke Bild hälfte wird mit dem Auswahlrechteck ausgewählt und per Umschalt+Rückschritt-Taste mit Schwarz gefüllt - zu erkennen in der Miniatur der Maske. Folglich wirkt sich die Einstellungsebene auf die linke Bild hälfte nicht mehr aus, das linke Glas zeigt sich wieder mit rotem Inhalt. Per Verbinden-Symbol direkt neben der Ebenenminiatur »verbinden« wir die beiden Ebenen, so dass sie sich beim Verschieben und Verkleinern parallel verändern (Details zum »Verbinden« ab Seite 747).
Möchten Sie die Bildveränderung, die durch die Einstellungsebene entstanden ist, dauerhaft anwenden? Sie können die Einstellungsebene mit der darunter liegenden Bildebene verschmelzen. Wählen Sie diese Strategie:
Sie haben die darunter liegende Ebene nun dauerhaft verändert. Alle weiteren, noch tiefer liegenden Ebenen nehmen dagegen wieder ihr unkorrigiertes Aussehen an - auch wenn sie zuvor durch die Einstellungsebene verändert wurden.
Füllebenen erstellen Sie auf der Ebenenpalette mit der gleichen Schaltfläche
wie Einstellungsebenen. Auch hier entsteht eine neue Ebene. Sie ist randvoll gefüllt - mit Einzelfarbe, Verlauf oder Muster. Der Vorteil gegenüber einer sonstigen Füllung auf einer üblichen Ebene: Wenn Sie die Bildfläche vergrößern, wächst die Füllebene mit - auch bei Mustern und Verläufen. Sie können hier unkompliziert die Wirkung von Nahtlosmustern testen; mit Verläufen, die nach transparent übergehen, blenden Sie Bildebenen weich aus.
Das Prozedere verläuft wie bei der Einstellungsebene:
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Im Übrigen gelten unsere Hinweise zur Einstellungsebene weiter oben in diesem Abschnitt sinngemäß auch für die Füllebene.
Photoshop liefert automatisch eine Ebenenmaske mit, so dass Sie die sichtbare Ausdehnung der Füllung begrenzen können (Seite 803). Verwenden Sie alternativ zur Ebenenmaske auch einen Ebenen-Beschneidungspfad (Seite 808). Formebenen, wie sie mit den Formwerkzeugen entstehen, verwenden automatisch Füllebene plus Ebenen-Beschneidungspfad (Seite 696).
Beachten Sie im Zusammenhang mit Füllebenen auch folgende Passagen im Buch:
| © Copyright Markt+Technik Verlag, ein Imprint der Pearson Education Deutschland GmbH Elektronische Fassung des Titels: Photoshop 6.0 Kompendium, ISBN: 3-8272-5831-6 Kapitel: 11 Ebenen |