In verschiedenen Situationen arbeiten Sie mit Kanälen:
Abbildung 9.1: Die Kanälepalette zeigt, dass dieses Bild einen Alphakanal, eine Ebenenmaske und einen Volltonfarbenkanal enthält. Die momentane Auswahl wurde im Alphakanal gespeichert. Datei: Glas_3
Die Arbeit mit Kanälen - die Umsetzung von Schwarz, Weiß und der Grautöne dazwischen in Auswahlinformationen - ist also für verschiedene Bereiche des Photoshoppings von Bedeutung. Alles in allem sind 24 Kanäle möglich.
Alphakanäle zeichnen sich durch eine Reihe von Besonderheiten aus.
Beachten Sie bei der Arbeit mit Grundfarbkanälen, Alphakanälen, Maskierungsmodus und Ebenenmasken diese Aspekte:
Abbildung 9.2: Auswahlen im Standardmodus ohne Alphakanal zeigt Photoshop als Fließmarkierung an. In der Kanälepalette erscheinen nur die Grundfarbkanäle. Datei: Lupe
Abbildung 9.3: Im Maskierungsmodus stellt Photoshop eine Auswahl vorübergehend als Alphakanal (als Schnellmaske) dar, der hier rot halb-deckend über den nicht ausgewählten Bereich geblendet wird. Der Kanal erscheint in der Kanälepalette. Sie erkennen, dass der Kanal zur Bearbeitung aktiviert ist und mit dem Augensymbol auf sichtbar geschaltet wurde. Die Grundfarbkanäle sind sichtbar, aber nicht aktiviert. Eine Retusche verändert bei dieser Einstellung also nur die Maske, nicht das Bild selbst.
Die Eigenschaften und Besonderheiten eines Alphakanals im Einzelnen:
Gut zu wissen: Ein Alphakanal kann mit Mal- und Retuschewerkzeugen, mit Tonwertbefehlen oder Filtern bearbeitet und dann als korrigierte Fließmarkierung mit Auswahlwirkung neu geladen werden. Im Alphakanal lassen sich Auswahlen oft einfacher korrigieren als mit den Auswahlwerkzeugen selbst. Interessant ist auch die Möglichkeit, bereits eine Grundauswahl im Alphakanal zu speichern, dann mit Lasso
und Zauberstab
weitere, kleine Auswahlen zu erzeugen und diese vom Alphakanal abzuziehen oder zum Kanal hinzuzufügen.
Das Besondere: Ein Alphakanal unterscheidet mehr als nur »Ausgewählt« und »Nicht ausgewählt«. Der Alphakanal hat eine 8-Bit-Farbtiefe wie ein normales Graustufenbild, er nimmt also 28 Tonwerte auf. Er kennt damit auch Stufen wie »ein bisschen ausgewählt«, »ein bisschen mehr ausgewählt« oder »ziemlich stark ausgewählt, aber noch nicht zu 100 Prozent«. Wollen Sie zum Beispiel ein Objekt von oben nach unten stufenlos einblenden, erzeugen Sie zunächst im Alphakanal einen Verlauf von Schwarz nach Weiß, den Sie als Auswahl laden. Dann ziehen Sie das Objekt vor einen anderen Hintergrund - es erscheint dort mit stufenlos zunehmender Deckkraft.
Abbildung 9.4: Wird eine Auswahl gespeichert, erscheint sie in der Kanälepalette. Auch hier ist der Alphakanal sichtbar geschaltet, er erscheint in halbtransparentem Rot und deckt die nicht-gewählten Bild bereiche ab; diese Darstellung lässt sich in den Optionen ändern.
Ein Alphakanal kostet soviel Arbeitsspeicher wie eine Graustufenversion des Bildes, wie ein Drittel einer 24-Bit-RGB-Datei oder wie ein Viertel einer 32-Bit-CMYK-Datei. Auf Festplatte kostet der Alphakanal deutlich weniger Speicher, wenn Sie ein komprimierendes Dateiformat wie TIFF oder PSD wählen: Die oft einheitlichen Farben im Alphakanal lassen sich bestens zu komprimierten Blöcken verdichten.
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Kommt es auf niedrigste Dateigrößen an, speichert man eine Auswahl besser als
Pfad oder in einer separaten Datei. |
Abbildung 9.5: Alternative zum Alphakanal: Die Auswahl lässt sich auch als Pfad ablegen und über Ankerpunkte korrigieren. Dies spart Speicherplatz, eignet sich aber nicht für halbtransparente Auswahlbereiche (Details zu Pfaden ab Seite 679).
Photoshop unterstützt auch Spotfarbenkanäle, so genannte Vollfarbenkanäle. Hier definieren Sie, wo Sonderfarben - zusätzlich zu den üblichen CMYK-Druckfarben - erscheinen sollen (Seite 658).
Abbildung 9.6: Hier machen wir den Außenbereich einer Ebene per Ebenenmaske unsichtbar (Details ab Seite XX). Schwarze Bereiche in der Maske verbergen die entsprechenden Bild punkte, durch den Grauverlauf entsteht ein weicher Übergang von Transparent zu Deckend. Datei: Lupe_3
Wenn Sie ein Bild per Alphakanal teiltransparent auswählen und über einen neuen Hintergrund ziehen, transportieren Sie tatsächlich nur die markierten Pixel; was Sie teiltransparent übertragen haben, lässt sich nicht mehr so deckend machen, wie es war. Eine praktische Alternative ist die Ebenenmaske - ein Alphakanal für eine einzelne Ebene: Die Ebenenmaske verbirgt beliebige Pixel auf einer Ebene mit beliebiger Deckkraft, ohne diese Pixel jedoch dauerhaft zu löschen. Durch Korrektur der Ebenenmaske können Sie verborgene Bildpunkte wieder anzeigen - die gesamte Ebene bleibt unbeschädigt (Details ab Seite 803). Die Bearbeitung einer Ebenenmaske gleicht weitgehend der Korrektur eines Alphakanals.
Auch mit einem Ebenen-Beschneidungspfad (Seite 808) machen Sie Teile einer Ebene unsichtbar. Gegenüber der Ebenenmaske sparen Sie Speicherplatz, allerdings sind keine halbtransparenten Bereiche möglich. Ein Ebenen-Beschneidungspfad wird wie ein üblicher Pfad bearbeitet (ab Seite 679).
Abbildung 9.7: Hier befindet sich das Bild auf einer Montage-Ebene, nicht auf einer »Hintergrund«-Ebene. Ein Ebenen-Beschneidungspfad wurde aus dem Pfad abgeleitet und verbirgt den Außenbereich, so dass das Umfeld des Hauptmotivs transparent erscheint. Datei: Lupe_2
ImageReady ist nur teilweise für Alphakanäle ausgerüstet. Zwar finden Sie die Auswahl-Befehle Auswahl laden und Auswahl speichern. Alternativ klicken Sie in der Optimieren-Palette neben der gewünschten Dateiformat-Eigenschaft auf Schaltflächen wie Qualitätseinstellung mit Hilfe eines Kanals ändern
; im Dialogfeld Qualitätseinstellung verändern öffnen Sie anschließend das Klappmenü Kanal und klicken auf Auswahl speichern (vergleiche »Gewichtete Optimierung«, Seite 368).Doch es gibt keine Kanälepalette und keinen Maskierungsmodus in ImageReady. So können Sie zwar auf vorhandene Alphakanäle zurückgreifen und neue Kanäle anlegen; Sie können diese Kanäle aber nicht bearbeiten. Im Folgenden konzentrieren wir uns darum auf Photoshop.
Es kann auch sein, dass andere Programme auf Ihrem Rechner zwar normale TIFF-Bilder anzeigen, aber TIFF-Bilder mit Alphakanälen nicht zu deuten wissen; mitunter werden RGB-TIFFs mit einem Alphakanal als CMYK-Bilder interpretiert und völlig falsch angezeigt. Vor der Weitergabe an Layoutprogramme sollte also der Alphakanal verschwinden. Um schnell eine Kopie des Bildes ohne Alphakanäle auf Platte zu bannen, nutzen Sie den Datei-Befehl Kopie sichern unter; hier wählen Sie beliebige Formate an und schließen Alphakanäle aus.
Sie können Auswahlen speichern und wieder laden. In der Regel legen Sie die Auswahl in einem Alphakanal ab: Diese Schicht unterlegt Ausgewähltes durch weiße Bereiche, während Nicht-Ausgewähltes schwarz gekennzeichnet ist. Dies ist jedenfalls Photoshops werkseitige Voreinstellung.
Die Photoshop-Oberfläche bietet verschiedene Möglichkeiten, Auswahlen zu sichern und zu laden, unter anderem über die Auswahl-Befehle Auswahl speichern beziehungsweise Auswahl laden oder über die Symbole in der Kanälepalette.
Nicht alle Dateiformate speichern Alphakanäle im Bild mit; so zeigen sich zum Beispiel EPS, GIF und JPEG nicht aufnahmefähig. Dagegen können TIFF und Photoshop gleich mehrere Zusatzkanäle sichern - einschließlich Farbkanälen dürfen es 24 sein. Auch PDF und Pict spielen mit, während DCS 2.0 nur Vollfarbenkanäle akzeptiert.
Nutzen Sie im Dialogfeld Speichern unter einen nicht passenden Dateityp wie JPG, erscheint die Option Alphakanäle automatisch abgedimmt - das Bild gelangt ohne Alphakanäle auf den Datenträger; diesen Vorgang garniert Photoshop mit den üblichen Warnungen im Speichern-unter-Dialog und - bei Schließen der Datei - mit einer weiteren Einblendmeldung (vergleiche Seite 224).
Um eine Auswahl im Alphakanal zu speichern, wählen Sie Auswahl: Auswahl speichern. Dazu muss bereits eine Fließmarkierung im Bild schillern, Sie müssen also bereits mit Zauberstab
, Lasso
und Co. agiert haben. Photoshop konfrontiert Sie mit dem Dialogfeld Auswahl speichern.
Die wichtigsten Möglichkeiten dieses Dialogfeldes bieten Ihnen indes auch die Symbole der Kanälepalette und zwar schneller. Haben Sie allerdings die dort erforderlichen Zusatztasten vergessen - das Dialogfeld gibt Ihnen alles nochmal schriftlich.
Abbildung 9.8: Beim »Speichern« einer Auswahl als Alphakanal bietet Photoshop verschiedene Verfahren an.
Neben Datei im Dialogfeld Auswahl speichern wählen Sie den Ort, wo der neu erstellte Alphakanal gespeichert werden soll:
Das Einblendmenü neben Kanal bietet diese Optionen:
klicken.
Schreiben Sie eine Auswahl in einen vorhandenen Kanal, so bieten sich verschiedene Möglichkeiten:
Gewöhnen Sie sich an die Möglichkeit, Kanäle zu vergrößern oder zu verkleinern. Diese Technik erleichtert die Arbeit wesentlich und Sie müssen Auswahlen nicht permanent mit gedrückter Umschalt- oder Alt-Taste verfeinern. Statt dessen wählen Sie eine entsprechende Operation erst beim Sichern der Auswahl. Hantieren Sie häufiger mit Auswahlen, sollten Sie sich die Befehle Auswahl speichern und Auswahl laden auf der Befehle-Palette parat halten.
Sie können eine Auswahl unkompliziert als neuen Kanal ablegen, wenn Sie in der Kanälepalette auf das schraffierte Symbol Auswahl als Kanal speichern
klicken. Drücken Sie zusätzlich die Alt-Taste, wenn Sie vorab die Kanaloptionen sehen möchten.
Abbildung 9.9: Beim Laden einer Auswahl können Sie die Informationen aus dem Alphakanal mit einer vorhandenen Auswahl verrechnen.
Brauchen Sie eine Auswahl nur vorübergehend als Alphakanal? Dann legen Sie die Auswahl an und richten mit der Schaltfläche Bearbeitung im Maskierungsmodus
in der Werkzeugleiste oder mit der Taste Q den Maskierungsmodus ein; nun erscheint die Auswahl als Alphakanal. Dieses Verfahren bietet exakt dieselben Möglichkeiten und Optionen zur Auswahlbearbeitung wie die übliche Arbeit mit einem Alphakanal; weitere Details zu diesem Modus erfahren Sie ab Seite 609.
Entsprechende Möglichkeiten wie beim Speichern haben Sie für Ort und Verrechnung auch, wenn Sie mit dem Dialogfeld Auswahl laden einen Alphakanal als Fließmarkierung ins Bild hieven.
So können Sie die Auswahl laden:
Dazu kommt eine Operation nach Wahl:
Schneller als mit dem Dialogfeld Auswahl laden haben Sie die gesicherte Auswahl mit der Kanälepalette geladen:
.
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Mit den gleichen Griffen laden Sie einen einzelnen Farbkanal oder den
Gesamtfarbkanal als Auswahl - bei grafischen Bildern kann das Sinn machen. |
Die Transparenz-Informationen aus Ebene und Ebenenmaske können Sie - alternativ zum Befehl Auswahl laden - auch durch Klicken in die Miniaturen der Ebenenpalette als Auswahl laden.
Sie können Auswahlen auch von Hand verrechnen. Zeigen Sie zum Beispiel Kanal »Alpha 1« an, markieren Sie den Gesamtkanal mit Strg+A und kopieren Sie ihn mit Strg+C in die Zwischenablage. Dann aktivieren Sie Kanal »Alpha 2« und fügen Sie »Alpha 1« mit Strg+V ein. Zunächst überdeckt der eingefügte Kanal »Alpha 1« den darunter liegenden Kanal.
Wählen Sie den Befehl Bearbeiten: Verblassen, auch erhältlich via Kontextmenü. Im Dialogfeld stellen Sie die Füllmethode Aufhellen ein; damit bleiben bei beiden Kanälen die weißen Bereiche erhalten - so erweitern Sie die Auswahlinformation des unteren Kanals um die Auswahlinformation des oberen.
Wählen Sie die Füllmethode Abdunkeln, wenn bei beiden Kanälen die schwarzen Bereiche erhalten bleiben sollen - so verringern Sie die Auswahlinformation des einen Kanals um die Auswahlinformation des anderen. Testhalber können Sie auch die Deckkraft senken, um zu sehen, wie sich die Kanäle überlagern. Danach verankern Sie den eingefügten Kanal mit Strg+D. Ähnliche Möglichkeiten bietet - über ein komplexes Dialogfeld - auch der Befehl Bild: Kanalberechnungen (siehe unten).
Auswahlkanäle kann man häufig auch in anderen Bildern gebrauchen - darum lassen sie sich duplizieren. Umgekehrt sollte man im Blick haben, dass Auswahlkanäle Arbeitsspeicher fressen und andere Programme verwirren können - also nichts wie weg damit nach Gebrauch. Schließlich kann man Bild- und Auswahlkanäle auf vielfältige Art miteinander verrechnen.
Auswahlkanäle kosten soviel Arbeitsspeicher wie eine 8-Bit-Graustufenversion des zugehörigen Bildes. Den gleichen Platz beanspruchen sie theoretisch auch auf der Festplatte. Komprimierende Formate wie Photoshop oder TIFF LZW stauchen die Kanäle freilich oft auf wenige Bytes zusammen - geschlossene Flächen werden nicht Pixel für Pixel notiert, sondern en bloc verwaltet. Das spart Platz, kostet allerdings Rechenzeit beim Sichern und Laden.
So entfernen Sie den Alphakanal, wenn er nicht auf Platte verewigt werden soll:
in der Kanälepalette; oder
Vielleicht wollen Sie eine mühsam erstellte Maske auch in einem anderen Bild verwenden. Nichts leichter als das:
Der Bild-Befehl Kanalberechnungen vergleicht Pixel aus Einzelkanälen in zwei Ursprungsdokumenten und wendet das Ergebnis auf einen neuen Kanal in einem der beiden Dokumente an oder erstellt ein neues Zieldokument. Die zwei Dateien müssen in Pixelhöhe mal -breite exakt übereinstimmen. Es kann übersichtlicher sein, zwei Kanäle via Zwischenablage oder Verschieben-Werkzeug
übereinander zu legen und dann mit Modus-Menü und Deckkraftregler des Verblassen-Befehls den gewünschten Effekt herbeizuführen (siehe oben).
Abbildung 9.10: Die Kanalberechnungen blenden zwei Kanäle zu einem neuen Kanal zusammen.
Dies sind Ihre Möglichkeiten im Dialogfeld Kanalberechnungen:
Beachten Sie im Zusammenhang mit dem Befehl Bild: Kanalberechnungen auch diese Abschnitte im Buch:
Der Befehl Kanalberechnungen bietet zwei besondere Verrechnungsarten, die Sie sonst nur bei den Bildberechnungen (Seite 776) wiederfinden:
Kontrolle über den Kanälewirrwarr verschafft die Kanälepalette. Die laden Sie per Fenster: Kanäle einblenden.
Abbildung 9.11: Kanalarbeit: Die Kanälepalette listet die Grundfarben-, Auswahl- und Volltonfarbenkanäle einer Bild datei auf und gibt sie zur Bearbeitung und zur Ansicht frei. Die Größe der Miniaturen ist regelbar.
In der Kanälepalette regeln Sie, welche Kanäle angezeigt und welche bearbeitet werden - und zwar unabhängig voneinander. Sie kontrollieren dabei in gleicher Weise Alphakanäle, Volltonfarbenkanäle und Grundfarbauszüge. Via Kanälepalette können Sie Auswahlen als Alphakanal ablegen oder Alphakanäle und Farbkanäle als Auswahl laden.
So lassen sich einzelne Kanäle anzeigen und aktivieren:
neben nicht-aktiven Kanälen, um diese Kanäle anzuzeigen, ohne dass sie bearbeitet werden.
Photoshop zeigt die Miniaturen der Farbkanäle von Haus aus in Graustufen. Möchten Sie die Kanäle in den zugeordneten Farben sehen, etwa Rot, Grün und Blau, dann klicken Sie in den Voreinstellungen (Strg+K) auf Farbauszüge in Farbe.
Wollen Sie nur Grundfarbkanäle einer einzelnen Ebene ausblenden, dann klicken Sie doppelt auf den Ebenennamen in der Ebenenpalette. Im Dialogfeld Ebenenstil wählen Sie nun links die Vorgabe Fülloptionen und schalten im Bereich Erweiterte Füllmethode, Abschnitt Kanäle, die gewünschten Farbkanäle ab.
Wie Sie Auswahlen laden und sichern per Kanälepalette, haben Sie bereits im vorhergehenden Abschnitt »Auswahlen speichern und laden« gelesen. Generell gilt: Klicken Sie einen Alpha- oder Farbkanal mit gedrückter Strg-Taste an, um ihn als Auswahl zu laden; nehmen Sie Strg+Umschalt-Taste, um ihn zur Auswahl hinzuzufügen oder Strg+Alt-Taste, um ihn von der Auswahl abzuziehen. Ein Klick auf das Symbol Auswahl als Kanal speichern
verewigt eine Auswahl als Alphakanal.
Mit weiteren Klicks in der Kanälepalette organisieren Sie die Kanäle:
, um ihn ohne Rückfrage zu entsorgen und so Speicher freizugeben. Aktivieren Sie den Kanal durch einen Klick und klicken Sie auf den Mülleimer, um den Kanal mit Rückfrage zu löschen.
, um ohne Rückfrage einen neuen, leeren Kanal zu erstellen. Klicken Sie mit gedrückter Alt-Taste auf das Symbol Neuer Kanal, um einen neuen, leeren Kanal zu erstellen und vorab die Kanaloptionen zu sichten.
Einige dieser Funktionen listet auch das Palettenmenü auf, das Photoshop wie üblich über die Schaltfläche
anbietet. Sie sind überdies im Kontextmenü über den Kanalminiaturen zu finden.
Abbildung 9.12: Der Normalfall: Die Grundfarbenkanäle sind zur Bearbeitung und zur Ansicht freigegeben, der Alphakanal wird momentan weder bearbeitet noch angezeigt. Datei: Wagen
Abbildung 9.13: Ein Klick auf den Namen des Alphakanals (hier »Nur Blech«) zeigt und aktiviert ausschließlich diesen Auswahlkanal. Der Auswahlkanal kann jetzt mit Mal- und Retuschewerkzeugen oder mit Korrekturbefehlen bearbeitet werden; die Farbkanäle werden hier nicht angezeigt und nicht verändert.
Abbildung 9.14: Ein Klick in die Augen-Leiste neben dem Gesamtkanal (hier »RGB«) blendet das Bild zur Orientierung mit ein. Der Alphakanal erscheint jetzt als Schutzlack in der in »Optionen« gewählten Farbe. Er kann weiterhin bearbeitet werden, das Grundbild ist weiterhin vor Bearbeitung geschützt. Hier erscheint der Alphakanal mit der voreingestellten Option »Farbe kennzeichnet: Maskierte Bereiche«; das heißt, nicht ausgewählte Bereiche werden abgedeckt.
Abbildung 9.15: Per Umschalt+Klick markiert man mehrere Einzelkanäle. In den Dialogfeldern für Tonwertkorrektur und Gradationskurven können Sie diese beiden Kanäle gemeinsam korrigieren. In den Voreinstellungen legen Sie fest, ob Farbauszüge in Farbe oder Graustufen dargestellt werden.
Sie können Bilder in ihre Einzelkanäle zerlegen und wieder zusammenfügen. Die entsprechenden Befehle finden Sie im Menü zur Kanälepalette.
Wenn Sie Kanäle teilen, splittet Photoshop die Grundfarben- und Auswahlkanäle in separate Graustufendateien auf. Das Originaldokument wird geschlossen. Dies funktioniert nur bei Dateien ohne Montage-Ebenen - es darf also nur eine »Hintergrund«-Ebene existieren. An den neu vergebenen Dateinamen erkennen Sie, welcher Grundfarbkanal ursprünglich dahinter stand: »Beispiel_G« leitet sich aus dem Grünkanal ab, »Beispiel_4« war ein Alphakanal oder ein Volltonfarbenkanal. Volltonfarbenkanäle lassen sich beim Zusammenfügen nicht wieder herstellen.
Abbildung 9.16: Der Palettenbefehl »Kanäle teilen« splittet eine Farbdatei in separate Dateien für jeden Grundfarben- und Alphakanal auf. Der Befehl »Kanäle zusammenfügen« setzt Graustufenbilder zu Farbdateien zusammen.
Sie können die zuvor geteilten - oder auch andere - Kanäle zusammenfügen. Die entsprechenden Bilder müssen aufs Pixel genau gleich groß sein. So geht's:
Abbildung 9.17: In den Kanaloptionen regeln Sie die Darstellung eines Alphakanals über dem Bild . Hier sehen Sie die Grundeinstellung von Photoshop.
Klicken Sie doppelt auf den Namen eines Alphakanals in der Palette, um an die Kanaloptionen zu gelangen. Die Vorgaben hier verändern in keiner Weise das Bild oder den Inhalt des Alphakanals. Sie regeln hier lediglich, wie Sie den Kanal benennen und darstellen:
Fast die gleichen Optionen bietet auch der Maskierungsmodus (vergleiche Seite 609). Sie erreichen diese Optionen nach Doppelklick auf die Schaltfläche Maskierungsmodus
in der Werkzeugleiste.
Abbildung 9.18: So stellt Photoshop Alphakanäle in der Regel dar: Ausgewähltes ist im Kanal weiß unterlegt, nicht Gewähltes schwarz. Über dem Bild deckt der Kanal nicht markierte Bereiche mit halbtransparentem Schutzlack ab, hier die Standardvorgabe, 50prozentiges Rot. Datei: Wagen
Abbildung 9.19: Bei der Retusche am Alphakanal oder bei der Beurteilung der Passgenauigkeit von Masken macht es oft Sinn, die Deckkraft des Schutzfilms in den Kanaloptionen zu erhöhen.
Besonders wichtig sind die Optionen unter Farbe kennzeichnet.
Abbildung 9.20: Hebt sich die Maskenfarbe nicht von einer wichtigen Farbe im Bild ab, dann ändern Sie die Darstellung der Maskenfarbe in den Kanaloptionen
Abbildung 9.21: In manchen Situationen deckt man statt der geschützten (»maskierten«) Bereiche die ausgewählten Bereiche durch Farbe ab.
Volltonfarben sind Druckfarben, die Sie zusätzlich zu den üblichen, so genannten Prozessfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz zu Papier bringen. Damit heben Sie spezielle Farbtöne markanter ins Bewusstsein, als es mit der Mischung nach CMYK-Schema möglich wäre - zum Beispiel die Corporate-Identity-Farbe Ihres Auftraggebers. Sie wählen aus den Unterlagen eine speziell benannte Farbe eines Druckfarbenherstellers. Sie können in dem Volltonfarbenkanal malen und arbeiten wie in jedem anderen Kanal auch. Farbe und Solidität lassen sich jederzeit ändern - klicken Sie einfach doppelt auf den Volltonfarbenkanal.
Nicht in allen Fällen sind die Volltonfarben jedoch erste Wahl:
Schwarze Flächen im Volltonfarben-Kanal kennzeichnen Bildbereiche, in denen die Sonderfarbe gedruckt wird. Weiße Bereiche kennzeichnen Bildzonen ohne Sonderfarbe.
Sie haben verschiedene Möglichkeiten, einen Volltonfarbenkanal anzulegen:
unten in der Kanälepalette.
In den beiden ersten Fällen gilt: Haben Sie eine Auswahl im Bild, setzt Photoshop die Volltonfarbe sogleich innerhalb der Auswahl ein. Üblicherweise blendet Photoshop die Volltonfarbe direkt ins Gesamtbild ein; mit dem Augensymbol
in der Kanälepalette lässt sie sich bei Bedarf verbergen.
Photoshop zeigt automatisch die Optionen für die Volltonfarbe, wenn Sie den Menübefehl oder das Symbol für einen neuen Volltonfarbenkanal verwenden. Verwandeln Sie dagegen einen Alphakanal in einen Volltonfarbenkanal, dann klicken Sie diesen nach der Umwandlung erneut doppelt an, um die Optionen zu sehen. Klicken Sie auf das Farbfeld in den Volltonfarben-Optionen. Photoshop bietet Ihnen jetzt seinen Farbwähler. Klicken Sie auf die Schaltfläche Eigene, wenn Sie eine spezielle Druckfarbe aus einer digitalen Farbtafel übernehmen möchten (Details ab Seite 528).
Abbildung 9.22: In den Optionen zum Volltonfarbenkanal definieren Sie die verwendete Druckfarbe und den »Tonwert«.
Außerdem legen Sie die Solidität fest. Damit simuliert Photoshop die Dichte der gewählten Druckfarbe auf dem Schirm. 100 Prozent simuliert eine völlig deckende Farbe, 0 Prozent deutet eine durchsichtige Farbe an, die alle darunter liegenden Farben zeigt. So können Sie zum Beispiel Bildzonen für Klarlack-Auftrag anlegen und zeigen. Die Option verändert nur die Bildschirmansicht, nicht aber das Druckergebnis. Allerdings: Wenn Sie den Vollfarbenkanal ins Gesamtbild einmischen (siehe unten), entscheidet die Solidität mit über das Ergebnis.
Möchten Sie die Zusatzfarbe nicht separat drucken, sondern aus den vier Standarddruckfarben erzeugen, müssen Sie die Volltonfarbe mit den anderen Grundfarbenkanälen verschmelzen. Dazu dient der Befehl Vollfarbenkanal mischen im Menü der Kanälepalette. Achtung, Erpressung: Photoshop führt den Befehl nur aus, wenn Sie zustimmen, dass alle Ebenen einer Montage verschmelzen; die gesamte Montage bildet anschließend eine »Hintergrund«-Ebene. Das Druckergebnis erreicht nicht unbedingt die Qualität eines Ausdrucks mit Zusatzfarbe.
Photoshop bietet nur wenige Dateiformate, die Volltonfarbenkanäle aufnehmen, darunter das unverwüstliche TIFF und das hauseigene Photoshop-Format. Sofern Sie im CMYK-Farbmodus arbeiten und für die Druckvorstufe arbeiten, empfiehlt sich das Format Photoshop DCS 2.0. Es wird auch für Graustufenbilder angeboten, nicht jedoch für RGB-Dokumente. Hier können Sie das Werk zum Beispiel in Einzeldateien für jede Grundfarbe und für den Volltonkanal aufteilen (Details ab Seite 249). Eine Alternative bildet das PDF-Format.
Um die Auswahl oder den sichtbaren Bereich zu korrigieren, können Sie im Alphakanal malen, füllen, filtern oder Kontraste verändern. Klicken Sie auf den Namen des Alphakanals; er muss jetzt markiert sein. Je nach Situation stellen Sie den Alphakanal allein dar oder blenden ihn halbdeckend über das Bild.
Bei allen folgenden Beispielen verwenden wir in den Kanaloptionen (siehe oben) Photoshops Standardeinstellung Farbe kennzeichnet: Maskierte Bereiche. Das bedeutet:
Das bedeutet für Ihre Retuschen im Alphakanal:
Gilt bei Ihnen umgekehrt Farbe kennzeichnet: Ausgewählte Bereiche, verkleinern Sie die Auswahl mit Weiß und vergrößern Sie sie mit Schwarz.
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Bevor Sie einen gelungenen Auswahlkanal weiter manipulieren, duplizieren Sie
ihn und arbeiten mit der Kopie weiter. Dazu ziehen Sie den Kanal auf das
Symbol Neuer Kanal
unten in der Kanälepalette.
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Abbildung 9.23: Von der Auswahl zum Alphakanal und zurück: Hier wird zunächst ein Teil per Zauberstab ausgewählt (links). Mit gedrückter Umschalt-Taste und mit dem Befehl »Auswahl: Auswahl erweitern« werden weitere Teile in die Auswahl einbezogen (Mitte). Durch Klick auf das schraffierte Symbol »Auswahl als Kanal speichern« wird die Auswahl als Alphakanal »Alpha 1« gespeichert und in der Kanälepalette angezeigt. Datei: Tuer
Abbildung 9.24: Ein Klick auf den Alphakanal in der Palette zeigt diesen Kanal allein an. Hier wird Photoshops Vorgabe für die Kanaloptionen verwendet, »Farbe kennzeichnet: Maskierte Bereiche«. Das heißt: Bereits ausgewählte Bild zonen zeigt Photoshop weiß, nicht ausgewählte (»maskierte«) schwarz. Links: Teile, die eindeutig aus der Auswahl entfernt werden müssen, werden hier mit dem Polygon-Lasso eingerahmt und per Entf-Taste bei weißer Hintergrundfarbe mit Weiß überschrieben. Mitte: Weitere Bild teile werden mit dem Pinsel bei weißer Vordergrundfarbe übermalt und so in den ausgewählten Bereich einbezogen.
Sobald ein Alphakanal aktiviert ist, bietet Photoshop als Vorder- und Hintergrundfarbe für Ihre Retuschen nur noch Graustufen. Standard-Vordergrundfarbe ist in dieser Situation Weiß: Wählen Sie also das D auf der Tastatur (für Default Colors, Standardfarben), richtet Photoshop ausnahmsweise nicht Schwarz, sondern Weiß als Vordergrundfarbe ein. Damit vergrößern Sie den ausgewählten Bereich in einem Alphakanal. Um Schwarz zu erhalten, drücken Sie X (für Exchange), die Kurztaste für den Austausch von Vorder- und Hintergrundfarbe, oder klicken Sie auf die entsprechende Schaltfläche
. Alternativ tragen Sie mit dem Radiergummi
(Kurztaste E, für Eraser) unmittelbar Hintergrundfarbe auf.
Wenn Sie den Alphakanal bei eingeblendetem Original bearbeiten, erscheint er zum Beispiel mit 50prozentigem Rot über der Datei. Doch auch in dieser Situation retuschieren Sie den Kanal mit Weiß und Schwarz. Es gilt:
Abbildung 9.25: Um die Ränder präzise bearbeiten zu können, wird das zugrunde liegende Bild durch einen Klick in die Augenleiste neben dem RGB-Gesamtkanal mit eingeblendet. Wie die Kanälepalette zeigt, ist das Bild selbst aber nicht aktiviert; es kann also nur betrachtet, aber nicht bearbeitet werden. Jetzt erscheint der Alphakanal als roter »Schutzlack« über dem Bild ; nicht ausgewählte Bereiche sind rot abgedeckt, ausgewählte scheinen frei durch. Dies ist die Darstellungsweise ab Werk. Links: Verwenden Sie den Pinsel mit runder Werkzeugspitze bei 100 Prozent Kantenschärfe; so können Sie die Grenzen des Auswahlbereichs im Alphakanal präzise retuschieren. Mitte: Auch hier lassen sich größere Flächen mit dem Polygon-Lasso einfangen und mit Weiß füllen (»Bearbeiten: Fläche füllen«).
Wollen Sie zusammengehörende Flächen in die Auswahl hineinnehmen, so markieren Sie diese rasch mit dem Auswahlrechteck
oder mit dem Polygon-Lasso
. So füllen Sie die Auswahl im Auswahlkanal besonders zügig:
Details zu Fülltechniken finden Sie ab Seite 546.
Abbildung 9.26: Wenn der Kanal präzise sitzt, aktivieren Sie wieder das Farbbild durch einen Klick in den RGB-Gesamtkanal. Blenden Sie den Alphakanal durch einen Klick in die Augenleiste aus. Laden Sie den Kanal als Auswahl, indem Sie das Feld des Alphakanals in der Kanälepalette auf das runde, gepunktete Symbol »Kanal als Auswahl laden« ziehen. Die im Alphakanal retuschierte Auswahl erscheint als Fließmarkierung, das Objekt kann jetzt zum Beispiel umgefärbt werden. Wenn Sie die Auswahl nicht mehr benötigen, ziehen Sie den Kanal auf den Mülleimer.
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Malen Sie mit dem Pinsel
und einer Werkzeugspitze mit 100
Prozent Kantenschärfe am Rand entlang, sofern Sie Kanten bearbeiten, die
bereits mit der Option Glätten entstanden.
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Bei normalen Fotomontagen arbeiten Sie mit geglätteten Auswahlkanten; die erkennen Sie im Alphakanal an dem hauchdünnen grauen Übergang zwischen Schwarz und Weiß (Details zu geglätteten und weichen Auswahlkanten ab Seite 592). Bearbeiten Sie einen Auswahlrand, müssen Sie diese gleiche Glättung erreichen; denn: Zu harte Werkzeugspitzen lassen die Auswahl an der retuschierten Stelle abrupt enden, zu weiche Spitzen stellen allzu sanfte Übergänge her. Besonders misslich wirken Werkzeugspitzen mit der falschen Kantenglättung, wenn eine einzige Auswahlkontur erst mit Lasso
oder Zauberstab
erstellt und dann nur auf Teiletappen per Pinsel
korrigiert wurde. So machen Sie's richtig:
oder Zauberstab
zustande kamen, verwenden Sie den Pinsel
samt einer Werkzeugspitze mit 100 Prozent Kantenschärfe. Nur so kommt exakt jener hauchdünne weiche Rand zustande, der zur geglätteten Auswahl passt. Die Kantenschärfe einer Werkzeugspitze stellen Sie nach Klick auf das Symbol in der Optionenleiste ein (siehe Seite 557).
Abbildung 9.27: Retuschieren Sie geglättete Auswahlränder im Alphakanal mit Pinsel und 100 Prozent Kantenschärfe, um beim Laden des Kanals als Auswahl wieder eine geglättete Kante zu erhalten.
, sondern mit dem Buntstift
(Seite 566, Kurztaste B). Nur der malt ohne jeglichen Übergang hartes Schwarz auf Weiß.
und soften den Übergang später mit dem Filter-Befehl Weichzeichnungsfilter: Gaußscher Weichzeichner ab (Seite 886). Wenn Sie dort die Vorschau anklicken, können Sie im Originalbild beobachten, wie weich die Kante mit verschiedenen Reglerstellungen gerät. Halten Sie allerdings auch den Übergang zwischen dem nachträglich weichgezeichneten Alphakanal und den bereits weich angelieferten Partien unauffällig. Dazu verwenden Sie in den Lasso-Optionen die Weiche Kante oder nach Anwendung des Lassos den Auswahl-Befehl Weiche Auswahlkante. Alternative: Verlängern Sie eine weiche Auswahlkante im Alphakanal durch Pixelkopie per Kopierstempel
(Seite 572) oder durch Duplizieren eines Auswahlbereichs, den Sie seinerseits mit weicher Kante erstellt haben.
Mitunter kommt man mit dem Zauberstab
nicht bis ganz an den Rand des gewünschten Elements heran. Speziell nach dem Scharfzeichnen sind einzelne Motivteile oft von einem Saum umgeben, der sich schwer mit dem Zauberstab einfangen lässt. Sie erkennen das im Alphakanal daran, dass Objekte nur in einem bestimmten Abstand von Farbe umgeben, aber noch nicht nahtlos eingeschlossen sind.
Um diese schmale Zone noch zu erfassen, sind verschiedene Techniken denkbar:
, Magnet-Lasso
oder Zauberstab.
darüber malen.
Am bequemsten ist es jedoch oft, helle oder dunkle Zonen im Alphakanal um einen bestimmten Pixelbetrag auszudehnen oder zu verkleinern. Dies erledigen die Befehle Dunkle Bereiche vergrößern und Helle Bereiche vergrößern aus dem Untermenü Filter: Sonstige Filter. Dabei gilt:
Abbildungen und weitere Details zu diesen Filtern finden Sie ab Seite 615.
Beim Verschieben eines ausgewählten Bereichs im Alphakanal per Verschieben-Werkzeug
entsteht ein Loch am ursprünglichen Standort. Photoshop füllt dieses Loch mit der Hintergrundfarbe. Arbeiten Sie also im Alphakanal mit weißen Auswahlbereichen - das übliche Verfahren -, dann sollten Sie Schwarz als Hintergrundfarbe einschalten (Kurztaste D, dann X), bevor Sie Bereiche bewegen.
Bei der Korrektur einer Alphakanal-Auswahl eines Textes passiert leicht dies: Sie haben um einen Auswahlbereich herum zuviel Schwarz mitmarkiert; dieses Schwarz überdeckt beim Verschieben schon wieder den angrenzenden (weißen) Buchstaben. So verhindern Sie die Überdeckung:
Damit setzen sich jeweils die helleren Bereiche durch, ein weißer Buchstabe bleibt auf jeden Fall erhalten.
Auswahlbereiche, die Sie im Alphakanal verschieben, lassen sich nicht dauerhaft als eigene Ebene speichern; sie liegen als so genannte »schwebende Auswahl« (Seite 727) nur vorübergehend über dem Bild und werden später mit dem Untergrund verschmolzen. Mit der Entf-Taste verschwindet die schwebende Auswahl rückstandslos.
Abbildung 9.28: Beim Bewegen einer Auswahl im Alphakanal entsteht ein Loch in der Hintergrundfarbe (links); die Hintergrundfarbe sollte also auf Schwarz gestellt werden. Zweites Bild : Hier wird schwarze Hintergrundfarbe verwendet; allerdings überdeckt das schwarze Umfeld des Buchstaben beim Verschieben bereits den nächsten Buchstaben. Unten Links: Wählen Sie darum im Kontextmenü des Auswahlwerkzeugs den Befehl »Verblassen« und im Dialogfeld den Modus »Aufhellen«. Dann setzen sich jeweils die helleren Pixel durch, die weißen Lettern bleiben auf jeden Fall erhalten. Rechts: Bereiche, die mit niedriger Zauberstab-»Toleranz« markiert werden, hinterlassen einen weißen Rand.
Auch dieses Problem besteht vor allem bei Schriftauswahlen: Mitunter sitzen Buchstaben so eng aufeinander, dass man kein Einzelexemplar mit Rechteck oder Lasso
erwischt. Dann markieren Sie den Buchstaben mit dem Zauberstab
. Bedenken Sie aber, dass die Letter nicht nur aus Weiß besteht, sondern dass geglättete Lettern im Auswahlkanal auch einen grauen Rand an sich haben. Daraus folgt: Klicken Sie den Buchstaben mit niedriger Zauberstabtoleranz an, bleiben die dunkleren Randpixel außen vor und Sie hinterlassen beim Bewegen einen hässlichen grauen Rand.
Abhilfe: Verwenden Sie für einfarbigen Text oder im Alphakanal als Toleranz den zweithöchsten Wert »254« und klicken Sie in die schneeweiße Mitte des Buchstabens. Der wird damit komplett samt hellgrauem Rand erfasst und erst kurz vor dem reinweißen Umfeld macht der Zauberstab
halt. Der so markierte Buchstabe lässt sich rückstandsfrei verschieben. (Generell einfacher ist es jedoch, Text auf einer ansonsten transparenten Ebene zu sichern und dort zu bewegen.)
Abbildung 9.29: Der Modus »Aufhellen« erlaubt hier passgenaues Verschieben; das schwarze Umfeld kann benachbarte weiße Zonen nicht überdecken. Wenn Sie in einem Alphakanal arbeiten, richtet man diesen Modus über den Befehl »Bearbeiten: Verblassen« ein; er findet sich auch im Kontextmenü eines Auswahlwerkzeugs über schwebenden Auswahlen.
Sie haben schon gesehen, dass Photoshop geglättete Auswahlkanten im Alphakanal nicht mit einem harten Schwarzweißgegensatz speichert, sondern eine dünne Schicht mittelgrauer Pixel dazwischen setzt. Hintergrund: Photoshop legt seine Maskenkanäle als Graustufenbilder an. Jeder Punkt des Maskenkanals wird mit einer Informationstiefe von acht Bit gespeichert wird; darum gibt es für die Bildpunkte im Alphakanal 28 = 256 unterschiedliche Helligkeitsstufen. Laden Sie einen Alphakanal also als Auswahl, können Bildteile mit 256 verschiedenen Intensitätsgraden zur Bearbeitung freigegeben werden. Filter, Pinsel
oder Kontrastkorrekturen wirken sich dort nur mehr oder weniger aus. Graustufen in Alphakanälen helfen in vielen Situationen:
Ist ein Bildteil mit einem grauen Bereich im Alphakanal unterlegt und laden Sie diesen Kanal als Auswahl, dann wird sich ein Filter oder eine Montage dort nur teilweise auswirken. Dies bedeutet, das Originalbild bleibt mehr oder weniger blass erhalten, die gefilterte Version liegt transparent darüber. Dies bedeutet wohlgemerkt nicht, dass etwa über einem Verlauf im Alphakanal ein Filter mit variablen Einstellungen abläuft, etwa ein Scharfzeichner mit zunehmender Stärke; vielmehr: Die mit einheitlichem Wert scharfgezeichnete Version des Bildes setzt sich immer stärker durch gegenüber dem darunter liegenden Original (siehe Abbildung 9.30).
Abbildung 9.30: Stufenlose Auswahl: Die Auswahl wird als Alphakanal abgelegt und dupliziert. Das Duplikat wird in einem zweiten Schritt bei weiter aktiver Auswahl mit einem Schwarzweißverlauf gefüllt. Diesen Alphakanal lädt man als Auswahl, um das Objekt mit stufenloser Einblendung vor einen neuen Hintergrund ziehen zu können. Datei: Alpha
Die Darstellung von stufenlosen Auswahlen über der Datei ist nur teilweise aufschlussreich: Zum einen können Sie den Alphakanal per Augensymbol über das Bild blenden. Die mittleren bis hellen Graustufen dieses Auswahlkanals erscheinen indes nur unscheinbar bis unkenntlich. Wenn Sie die Deckkraft des über die Datei geblendeten Alphakanals in den Kanaloptionen auf 90 oder 100 Prozent erhöhen, sehen Sie mehr von dem Kanal - und weniger vom Bild. Laden Sie den Alphakanal als Auswahl, umgibt Photoshop nur jene Bildteile mit einer Fließmarkierung, die zu mehr als 50 Prozent ausgewählt sind. Alles, was Sie schwächer als mit 50 Prozent markiert haben, liegt zwar außerhalb der sichtbaren Fließmarkierung - dennoch sind auch diese Bildteile ein bisschen mit ausgewählt (siehe Abbildung 9.31 und 9.32).
Abbildung 9.31: Per Verlauf im Alphakanal lassen sich abgesoftete Hintergründe schaffen. Um den unteren Teil dieses Motivs für einen späteren Schriftzug abzusoften, wurde ein Graustufenverlauf im Alphakanal angelegt. Der Verlaufzeiger wurde über das untere Ende des Bild es hinausgezogen, so dass die Hintergrundfarbe Weiß im Alphakanal nicht auftaucht - auch der untere Bild rand soll nicht zu 100 Prozent ausgewählt sein. Der über das Motiv geblendete Alphakanal lässt erkennen, welcher Bereich zur Bearbeitung ausgewählt ist. Datei: Busch
Abbildung 9.32: Ein Druck auf die Entf-Taste füllt die Auswahl mit der Hintergrundfarbe Weiß. Dann wird mit der Pipette (Kurztaste I) ein Rosa-Ton aus dem Bild als Vordergrundfarbe geladen. Das Dialogfeld »Fläche füllen« öffnet sich mit der Tastenkombination Umschalt+Rückschritt-Taste. Der Rosa-Ton wird mit niedriger Deckkraft von 30 Prozent in die Auswahl gefüllt. Damit ist der Hintergrund fertig für den Text.
Mit Verläufen von Schwarz nach Weiß im Alphakanal blenden Sie Motive stufenlos ein oder aus oder lassen einen Befehl stufenlos stärker wirken. Die Tonwertabstufungen im Alphakanal lassen sich mit Befehlen wie Tonwertkorrektur oder Gradationskurven sehr präzise regeln. Damit haben Sie genau im Griff, wo ein Bild wie stark geschützt sein soll:
Abbildung 9.33: Eine stufenlose Auswahl, angelegt als Schwarzweißverlauf im Alphakanal (Links), ist im Bild nicht sehr deutlich zu erkennen. Mitte: Wird der Alphakanal als Auswahl geladen, umgibt Photoshop nur jene Pixel mit einer Fließmarkierung, die zu mehr als 50 Prozent ausgewählt sind. Tatsächlich verläuft die Auswahl aber stufenlos - die Wirkung nimmt von oben nach unten ab. Rechts: Um eine Ahnung von der Auswahlwirkung zu bekommen, blendet man den Alphakanal durch einen Klick in die Augenleiste über das Bild und erhöht in den Kanaloptionen die Deckkraft des so angezeigten Kanals auf 100 Prozent. Datei: Welle
Diese Angaben beziehen sich - wie immer in diesem Buch - auf Photoshops Standardvorgabe: ausgewählte beziehungsweise sichtbare Bereiche werden also weiß dargestellt (siehe Abbildung 9.34).
Abbildung 9.34: In die so erzeugte stufenlose Auswahl wird mit dem Befehl »Bearbeiten: In die Auswahl einsetzen« (Strg+Umschalt+V) ein Bild eingesetzt, das zuvor in die Zwischenablage kopiert wurde. Links: Dabei nimmt die Deckkraft des eingesetzten Bild es von oben nach unten zu. Um einen kürzeren Übergang zu erzeugen, verkleinern Sie den grauen Bereich im Verlauf durch starkes Erhöhen des Kontrasts mit dem Regler »Helligkeit/Kontrast« aus dem »Bild «-Untermenü »Einstellen«. Alternative: Ziehen Sie den Verlaufzeiger nur über eine Teilstrecke (Mitte). Rechts: Jetzt vollzieht sich der Übergang zwischen den beiden Bild ern nur noch in einem kleineren Teil. Ergebnisdatei: Welle_2
Mitunter ist es zu aufwendig, ein Objekt mit Zauberstab
, Lasso
und Alphakanalretusche zu markieren. Statt dessen überträgt man gleich das ganze Motiv in den Kanal, passt es dort an und lädt das Ergebnis als Auswahl. Auf verschiedene Arten bringen Sie den kompletten Bildinhalt in den Alphakanal:
aus der Kanälepalette einen neuen, leeren Alphakanal an, aktivieren Sie diesen Kanal und fügen Sie das Bild aus der Zwischenablage mit Strg+V ein; es erscheint in Graustufen.
in der Kanälepalette in einen neuen Alphakanal um.
Bedenken Sie wieder, dass Sie statt des Alphakanals mit anschließender Montage des markierten Motivs auch eine Ebenenmaske anlegen können (Seite 803), die Sie genauso bearbeiten wie einen Alphakanal.
Dünne Haarlocken sind besonders schwer auszuwählen - wegen der komplexen Formen und weil sie leicht durchscheinen sollten, um nicht aufgeklebt zu wirken. Hier leistet beim Freistellen der Befehl Bild: Extrahieren gute Dienste (Strg+Alt+X, Seite 623). Alternative: Sie kopieren die Haarpracht aus dem Bild in den Alphakanal - und passen sie dort so an, dass lichte Haarstellen grau erscheinen; eindeutig Gewähltes beziehungsweise Nicht-Gewähltes soll dagegen schwarz oder weiß erscheinen.
Abbildung 9.35: Links: Diese Montage basiert auf einer üblichen Zauberstabauswahl; die Locken stehen hier zu grob über dem Hintergrund. Rechts: Für diese Montage wurde das gesamte Motiv in den Alphakanal kopiert und dort angepasst; die Locken erscheinen deutlich glatter. Dateien: Lissy, Gelatine
Abbildung 9.36: Links: Für die gewünschte Auswahlwirkung muss die Person selbst im Alphakanal zunächst pechschwarz erscheinen, der Hintergrund muss weiß sein, während die dünnen Locken in Graustufen erscheinen. Aktivieren Sie zunächst den Alphakanal und markieren Sie mit dem Lasso große Flächen über der Person, die Sie schwarz einfärben (Umschalt+Rückschritt-Tatgste). Mit Kontrastkorrektur-Befehlen wird der Hintergrund auf Weiß gestellt. Rechts: Mit dem Pinsel bearbeiten Sie letzte Schwachstellen. Um anschließend nur die Person und nicht den Hintergrund auszuwählen, kehren Sie die Schwarzweißverhältnisse im Alphakanal um; dies erledigt der Befehl »Bild : Einstellen: Umkehren«.
Besonders leicht lassen sich Wolken in den Alphakanal einsetzen und dann auf dieser Basis auswählen. Wo Weiß im Alphakanal ist, werden die Wolken ausgewählt. Wo der Alphakanal dunkel ist, weil das Original dort blauen Himmel zeigte, wird wenig oder nichts ausgewählt. In der Auswahl verbleiben nur die Wolken selbst. Teilweise können Sie Wolken aber auch allein durch Verbergen von Helligkeitsbereichen überblenden (vergleiche Abbildung Seite XXX).
Abbildung 9.37: Links: Das Wolkenfoto wurde in den Alphakanal kopiert und erscheint dort zunächst blassgrau. Rechts: Für stärkere Auswahlwirkung erhöhen wir die Kontraste drastisch mit dem Befehl »Bild : Einstellen: Tonwertkorrektur« (Seite 469). Schwarze Bereiche erzielen nun keinerlei Auswahlwirkung mehr. Datei: Wolken
Abbildung 9.38: Links: Wir haben den korrigierten Alphakanal auf das Symbol »Kanal als Auswahl laden« in der Kanälepalette gezogen; die Auswahl-Fließmarkierung erscheint im Bild . Rechts: Mit dem Verschieben-Werkzeug (Kurztaste V) ziehen Sie die ausgewählten Bereiche auf ein neues Bild .
Wer ein Weinglas montiert und den Hintergrund sanft durchschimmern lassen möchte, kann nicht etwa die gesamte Bildebene des Behältnisses auf verminderte Deckkraft stellen: Denn in der Realität schimmert der Hintergrund mal mehr, mal weniger durch; teils wirkt das Glas fast durchsichtig; dunkel abgeschattete, aber auch hell reflektierende Stellen verbergen die Umgebung dahinter gänzlich. Auch hier hilft es, das Objekt mit einer Kopie seiner selbst im Alphakanal zu maskieren.
Einzelne Helligkeitsbereiche lassen sich mit dem Befehl Bild: Einstellen: Gradationskurven (Strg+L, Seite 477) punktgenau auf die gewünschte Helligkeit bringen. Eine Alternative zu diesem Verfahren bietet allerdings der Hintergrund-Radiergummi
(Details und Ergebnisbilder ab Seite 605).
Abbildung 9.39: Links: Das Weinglas wurde ohne transparente Bereiche ausgewählt und montiert; es wirkt unrealistisch. Mitte: Wir kopieren das Glas in den Alphakanal und verwenden es als Auswahl; aber auch dieses Bild überzeugt nicht. Rechts: Wir haben einzelne Helligkeitsbereiche des Alphakanals mit Kontrastkorrekturen bearbeitet und den Alphakanal neu als Auswahl geladen. Dateien: Glas, Tisch
Abbildung 9.40: Links: Im Alphakanal kehren wir das Glas ohne den Hintergrund um. Mitte: Die zu dunklen (also blassen) Partien werden mit dem Befehl »Gradationskurven« aufgehellt. Rechts: Wir verwenden die neue Auswahl als Basis für eine Ebenenmaske. Sie macht das Bild wie gewählt teiltransparent, lässt sich aber jederzeit abschalten. Ergebnis: Glas_2
Sie können auch Motive wie einen Pinselstrich, eine Briefmarke oder einen Papierschnipsel in die Ebenenmaske kopieren, um das darüber liegende Bild in diesen Konturen erscheinen zu lassen.
Abbildung 9.41: Wir starten mit dem Graustufenscan von einem Pinselstrich. Der Einfachheit halber ziehen wir diese Datei direkt in das Blumen-Bild , dort erscheint der Pinselstrich als »Ebene 1«. Anschließend duplizieren wir die »Hintergrundebene«, so dass wir eine »Hintergrundebene Kopie« erhalten. Wir aktivieren die ursprüngliche »Hintergrund«-Ebene und füllen sie mit Weiß. Wir blenden die »Hintergrundebene Kopie« aus, so dass der Pinselstrich voll sichtbar ist. Wir laden die Graustufeninformation dieser Ebene als Auswahl, indem wir die Bild miniatur für den Gesamtkanal (zum Beispiel »RGB«) in der Kanälepalette (nicht in der Ebenenpalette!) bei gedrückter Strg-Taste anklicken. Dann blenden wir die »Ebene 1« mit dem Pinselstrich per Augensymbol aus, aktivieren die Ebene »Hintergrund Kopie« und wenden die vorhandene Auswahl als neue Ebenenmaske an. Dazu klicken wir auf die Schaltfläche »Maske hinzufügen«. Dateien: Marga, Strich
Abbildung 9.42: Die neue Ebenenmaske ist innen dunkel und außen hell. Das heißt, sie dämpft die inneren Bereiche der Ebene »Hintergrund Kopie«, während der Außenbereich mit voller Deckkraft erscheint. Das lässt sich mit den folgenden Schritten ändern.
Abbildung 9.43: Zunächst kehren wir die Schwarzweißverhältnisse in der Ebenenmaske mit Strg+I um. Damit wird der Außenbereich verborgen. Das Bild zentrum erscheint aber nur blass, weil der invertierte Pinselstrich nur mittlere Grautöne enthält. Wir benötigen jedoch volles Weiß, wenn das Bild zentrum voll deckend erscheinen soll.
Abbildung 9.44: Wir verstärken die Kontraste in der Ebenenmaske drastisch mit dem Befehl »Bild : Einstellen: Tonwertkorrektur« (Seite 469); wir ziehen das weiße Dreieck von Rechtsaußen weit in die Mitte; so werden helle und mittlere Tonwerte komplett auf Weiß gesetzt. Für unsere Komposition heißt das: Wir sorgen für volle Deckkraft im inneren Bereich des Pinselstrichs. Das schwarze Dreieck bewegen wir von Linksaußen ein Stück nach innen. So werden dunkle Partien schwarz, der Außenbereich wird unterdrückt. Einige Zwischentöne sollten erhalten bleiben.
Abbildung 9.45: Wir rahmen den stärker gefüllten Bereich ein, wählen Strg+T und dehnen den Pinselstrich aus, so dass größere Bereiche des Bild es selbst sichtbar werden. Einzelne Lücken im Pinselstrich in der Bild mitte retuschieren wir mit dem Photoshop-Pinsel bei weißer Vordergrundfarbe, so dass abermals mehr vom Hauptmotiv erscheint. Achten Sie darauf, dass permanent die Maske und nicht das Bild selbst bearbeitet wird - zu erkennen am schraffierten Symbol für Maskenbearbeitung neben der Ebenenminiatur. Ergebnis: Marga_2
| © Copyright Markt+Technik Verlag, ein Imprint der Pearson Education Deutschland GmbH Elektronische Fassung des Titels: Photoshop 6.0 Kompendium, ISBN: 3-8272-5831-6 Kapitel: 9 Kanäle |