In diesem Kapitel besprechen wir alle Photoshop- und ImageReady-Techniken, die speziell für Internet-Designer interessant sind. Im gesamten Buch ist mit dem Begriff »Internet« der World-Wide-Web-Bereich des Internets gemeint, auch WWW genannt, der aufwendige grafische Gestaltung erlaubt.
Zu den Themen in diesem Kapitel gehören
Einige Aufgaben sind nur in ImageReady lösbar; das gilt besonders für Imagemaps, GIF-Animation und Rollover-Effekte. Weitere Jobs lassen sich zwar auch mit Photoshop bewältigen, doch ImageReady macht es Ihnen leichter, zum Beispiel beim Speichern. Die Bildkataloge für WWW-Seiten erzeugt wiederum nur der Photoshop. Generell lässt sich sagen: Statische Bilder wie Slices oder Imagemaps legt man mit Photoshop an, für Bewegtes wie Rollover-Effekte oder Animation ist ImageReady zuständig.
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Die Photoshop-Schaltfläche »Springen zu ImageReady«
(Strg + Umschalt + M, am Mac Befehlstaste+Umschalt+M) bringt
das aktuelle Bild aus Photoshop heraus nach ImageReady (Details ab Seite 66).
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Übliche Internet-Seiten bestehen meist aus zwei Elementen:
Photoshop wie auch ImageReady können HTML-Code und Bilddatei in zwei oder mehr separaten Dateien sichern. Außerdem haben Sie in ImageReady die Möglichkeit, nach Änderungen am Bild den HTML-Code allein zu speichern; dazu dient der Befehl Datei: HTML aktualisieren. In seiner Browser-Vorschau zeigt ImageReady den HTML-Code zusätzlich zum Bildergebnis an; Sie können den HTML-Code hier bei Bedarf mit der Maus markieren und kopieren.
Abbildung 4.1: Bild und Text von World-Wide-Web-Seiten im Internet werden in getrennten Dateien übertragen. Diese einfache Seite besteht aus den Dateien »Testseite.htm« und »Rockies.jpg«. Datei: Testseite.htm
Die HTML-Datei (für Hypertext Markup Language) enthält den Text, den Sie veröffentlichen möchten. Sie enthält zudem, stets in spitzen Klammern, Formatierungshinweise (so genannte Tags, wörtlich »Anhänger«). Diese Hinweise legen etwa fest, wie groß eine Schrift erscheint oder ob sie mittig oder linksbündig platziert wird.
Auch so genannte Hyperlinks werden auf der Internet-Seite notiert. Klickt man auf eine Grafik oder auf eine Textstelle, die als Hyperlink definiert ist, wird ein anderes Bild oder eine andere HTML-Seite geöffnet.
Die Formatierungshinweise (Tags) und die Hintergrundinformationen für die Hyperlinks sieht man im Internet-Betrachter (Browser) natürlich nicht. Sie sehen diesen vollständigen HTML-Text jedoch im Browser mit einem Befehl wie Ansicht: Seitenquelltext oder Ansicht: Quelltext anzeigen.
Die HTML-Seiten enthalten nicht das Bild selbst. Statt dessen finden Sie dort nur einen Verweis auf den Speicherort der Bilddatei, wieder in spitzen Klammern. Erscheint nur der Dateiname, muss sich das Bild im selben Verzeichnis wie die HTML-Datei befinden. Häufig legt man Bilder in Unterverzeichnisse. Dieses Unterverzeichnis muss dann im HTML-Code genannt werden. Bei Bedarf können Sie auch Bilder einplanen, die auf anderen Internet-Servern liegen; dann nennen Sie die komplette, eindeutige Internet-Adresse (die URL) in der HTML-Seite. Photoshop und ImageReady legen die für HTML-Seiten erzeugten Bilddateien in das automatisch erstellte Unterverzeichnis »Images«, sofern Sie die werkseitigen Voreinstellungen nicht geändert haben.
Eine GIF- oder JPG -Datei können Sie auch ohne jeden HTML-Code direkt auf die Internet-Seite stellen (ziehen Sie testhalber eine solche Datei über Ihr Internet-Programm). Das Bild erscheint dann in der Zoomstufe 100 Prozent links oben mit weißem Hintergrund. Soll das Bild dagegen mittig platziert werden, vielleicht eine Bildunterschrift oder eine Einblenderklärung enthalten, dann ist HTML-Code erforderlich. Sie öffnen dann mit dem Internet-Browser nur noch die HTML-Datei, das Bild wird automatisch geladen.
Abbildung 4.2: Der HTML-Code für die Internet-Seite enthält den Text, Formatierungshinweise (Tags) und die Verweise auf andere Bild dateien und Internet-Seiten. Hier der HTML-Code für die Seite auf der vorhergehenden Abbildung.
Die gesamte HTML-Datei besteht nur aus ASCII-Zeichen, also aus 255 üblichen Schriftzeichen. Sie können die HTML-Datei darum mit üblichen Textprogrammen oder so genannten ASCII-Editoren bearbeiten. Sie müssen natürlich den HTML-Code genau beherrschen, damit die Seite wie gewünscht erscheint.
Einfacher ist es, so genannte HTML-Editoren zu verwenden - Programme zur Gestaltung von Internet-Seiten. Hier hat man mit dem HTML-Code im Hintergrund oft nur wenig zu tun. Einige HTML-Editoren erhält man teilweise umsonst, so etwa Frontpage Express oder Netscape Composer. Auch einige Text- und Grafikprogramme können HTML schreiben.
Java ist eine Programmiersprache. Java-Programme für das Internet heißen »Java-Applets«. Sie eignen sich gut zur Nutzung im worldweiten Web, weil sie klein sind, unabhängig vom Betriebssystem funktionieren und vom Internet-Browser ausgeführt werden. Mit Java lassen sich unter anderem Animationen, geführte Touren oder Kalkulationsanwendungen verwirklichen. Unabhängig davon gibt es die Programmierung per JavaScript; ImageReady erzeugt JavaScript-Code für seine Rollover-Effekte; bei den Animationen wird Java nicht verwendet. So oder so haben Sie damit nichts zu tun: Das Programm fügt die Java-Zeilen in den übrigen HTML-Code ein - fertig. Nur allerälteste Browser unterstützen kein Java, allerdings schalten manche Anwender Java aus Sicherheitsgründen ab.
Benötigen Sie noch kostenlosen Speicherplatz (»Webspace«) auf einem Internet-Server für Ihre Exponate? Die folgenden Dienste hielten zum Zeitpunkt der Manuskriptabgabe Gratiskapazität parat:
http://nbci.com/mywebsite http://www.tripod.de/ http://www.crosswinds.net/ http://geocities.yahoo.com/home/ http://www.fortunecity.de/
Photoshop (nicht mit ImageReady) erzeugt Bildkataloge fürs Internet. Damit präsentieren Sie Ihre Bilder als Galerie im worldweiten Web - aber auch auf CD oder DVD. Klickt man eine der aufgereihten Miniaturen an, erscheint die vergrößerte Version. Auf der Internet-Seite, die dabei entsteht, wird der Katalog als HTML-Tabelle angelegt. Dieser Hauptabschnitt zur »Web-Fotogalerie« hat drei Bereiche:
Abbildung 4.3: Zeigern Sie Ihre Bild er in einer »Web-Fotogalerie« im Internet, auf CD-ROM oder DVD.
Beachten Sie, dass Photoshop noch andere Funktionen bietet, die mehrere Bilder auf einer Seite anordnen:
Um einen Bildkatalog für das Internet - eine »Web-Fotogalerie« - zu produzieren, treffen Sie diese Vorbereitungen:
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Das Zielverzeichnis für Ihre Fotogalerie darf sich nicht innerhalb des
Quellverzeichnisses mit den Vorlagen befinden. |
Abbildung 4.4: Mit dem Befehl »Datei: Automatisieren: Web-Fotogalerie« erzeugen Sie einen Bild katalog fürs Internet.
Nach dem Befehl Datei: Automatisieren: Web-Fotogalerie klicken Sie im Dialogfeld auf die Schaltfläche Quelle. In einem Verzeichnisbaum legen Sie fest, aus welchem Verzeichnis die Bilder für Ihren Internet-Katalog stammen sollen. Bei Bedarf nehmen Sie per Option auch noch Bilder aus Unterverzeichnissen auf. Verwenden Sie für erste Tests ein Verzeichnis mit nur wenigen Bildern. Sonst müssen Sie zu lange auf Ergebnisse warten.
Anschließend klicken Sie auf die Schaltfläche Ziel. Damit bestimmen Sie, in welchem Verzeichnis Photoshop die neuen Katalogdateien ablegt. Dabei entstehen weitere Unterverzeichnisse.
Abbildung 4.5: Photoshop bietet verschiedene »Stile« für die Bild kataloge an. Hier sehen Sie »Einfach« und »Tabelle«. Die Aufteilung der Tabelle hängt von den Angaben für »Reihen« und »Spalten« im Bereich »Galerie-Miniaturen« ab. Durch Anklicken einer Miniatur öffnet sich das vergrößerte Bild .
Im Klappmenü Stile bietet Photoshop verschiedene Layouts für die Bildkataloge an:
Abbildung 4.6: Mit den »Stil«-Vorgaben »Vertikaler Frame« und »Horizontaler Frame« zeigen Sie Miniaturbilder und Einzelbild gleichzeitig. Hier sehen Sie »Vertikaler Frame«.
Unabhängig davon regeln Sie aber noch Textgröße, Textfarbe, Hintergrundfarbe und die Größe der Bilder selbst. Wie Sie weitere, eigene Stile definieren, lesen Sie am Ende dieses Abschnitts (siehe Abbildung 4.6).
Im Optionen-Klappmenü wählen Sie die Eigenen Farben, um Farbtöne unter anderem für hintergrund, Text, Banner (den Überschriftenbereich) und verschiedene Links festzulegen. Klicken Sie auf ein Farbfeld, um den Farbwähler zu öffnen.
Abbildung 4.7: Im Bereich »Eigene Farben« legen Sie die Farben für Seitenhintergrund und Text fest. Klicken Sie auf ein Farbfeld, um den Farbwähler zu öffnen. Hier verwenden wir den Farbwähler mit der Option »Nur Web-Farben«; so erscheinen nur die 217 Tonwerte, die sich auch auf älteren Rechnern unverfälscht darstellen lassen (Details zur Farbwahl für Internet-Seiten ab Seite Internet__Farbwahl_für_Web_Designer).
Verwenden Sie eventuell die Option Nur Web-Farben; damit zeigt der Farbwähler nur jene 217 »web-sicheren« Tonwerte, die garantiert auch auf älteren Rechnern unverfälscht erscheinen. Schalten Sie diese Option aus, wenn Sie aus dem vollen Farbspektrum schöpfen möchten.
Nicht web-sichere Farben signalisiert der Farbwähler dann durch sein Warnkästchen
. Sie können auch Farben aus anderen geöffneten Bilddateien aufgreifen. Details zum Photoshop-Farbwähler liefern die Seiten 528 ff.
In den Eingabefeldern Schriftgrad der Bereiche Galerie-Miniaturen und Banner legen Sie Schriftgrößen fest. Die Vorgabe »7« führt zu großer 36-Punkt-Schrift, »4« erzeugt 14-Punkt-Lettern, 9-Punkt-Noten erhalten Sie mit dem Wert »1«. Zusätzlich geben Sie auch eine Schrift an. Am Ende dieses Hauptabschnitts besprechen wir, wie Sie weitere Schriftformatierungen verwenden.
Für die Miniaturen geben Sie eine Randgrösse an. Damit entscheiden Sie, ob die Fotos im Internet-Programm mit einer Konturlinie erscheinen sollen, und Sie nennen die Breite in Pixeln. Diesen Rand rechnet Photoshop nicht in die Bilddateien ein: Es handelt sich um eine HTML-Funktion, Photoshop schreibt den entsprechenden »border«-Befehl in den HTML-Code zu jeder Seite. Die Bilddatei selbst zeigt den Rand also nicht, er entsteht erst im Internet-Browser. Sie können die Rahmengröße auch innerhalb der HTML-Datei mit dem »border«-Eintrag korrigieren; border="3" bedeutet eine Rahmenbreite von 3 Pixeln.
Für diesen Bildrahmen verwendet Photoshop die Textfarben, die Sie im Bereich Eigene Farben vorgegeben haben. Das heißt auch, dass der Rahmen von bereits angeklickten Miniaturen mit der Farbe für den besuchten Link erscheint.
Im Klappmenü Optionen des Dialogfelds Web-Fotogalerie wählen Sie Banner, um die Überschriften festzulegen. Diese Einträge erscheinen sowohl über dem Bildkatalog und als auch über jedem Einzelbild; über dem Einzelbild erscheint zusätzlich der Bildname.
Wählen Sie im Klappmenü Optionen die Galerie-Miniaturen, um die Darstellung der Miniaturen zu regeln.
Sie können die Miniaturengröße aus Photoshops Angeboten Gross, Mittel und Klein wählen oder Sie tippen eine beliebige andere Größe ein. Im Einzelnen:
In den meisten Fällen sollten Sie die Größen Mittel oder sogar Gross verwenden. Übliche Bildschirme stellen meist 1024 oder sogar 1280 Bildpunkte in der Breite dar. Dort wirken Miniaturen der Kategorie Klein verloren.
In den Feldern Spalten und Reihen legen Sie fest, wie breit und wie hoch die Tabelle werden soll. Die Tabelle erscheint generell in der von Ihnen angegebenen Größe. Photoshop verteilt lange Galerien in den Stilen Einfach und Tabelle auf mehrere Seiten (und auf mehrere HTML-Dateien). Darum sind nicht unbedingt alle Miniaturen gleichzeitig im Zugriff. Sie müssen sich mit automatisch angelegten Schaltflächen zu den Seiten 2 ff. weiterklicken.
Ein Beispiel: Sie legen eine Web-Fotogalerie mit vier Reihen und vier Spalten an. Damit erzeugt Photoshop eine Miniaturen-Tabelle für genau 16 Ansichten. Dies bedeutet:
Generell sollten Sie die Wirkung der Galerie bei einer Bildschirmauflösung testen, die auch Ihre Betrachter verwenden, also vielleicht 1024 x 768 Monitorbildpunkte. Wenn Sie die Tabelle zu breit anlegen - also mit einem hohen Wert für Spalten - fallen auf kleineren Monitoren oder verkleinerten Programmflächen links oder rechts Miniaturen aus der Ansicht heraus.
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Möchten Sie alle Miniaturen auf einer einzigen, langen Seite zeigen, die der Betrachter nach und nach über den Schirm laufen lässt? Dann geben Sie eine hohe Zahl für Reihen ein. |
Sie können die Miniaturen mit oder ohne Bildunterschrift in die Galerie einreihen. Als Text bietet Photoshop den Dateinamen oder die Datei-Informationen-Objektbeschreibung an. Diese Objektbeschreibung tragen Sie mit dem Befehl Datei: Datei-Informationen ein, in ImageReady heißt es Datei: Bildinformation (Details ab Seite 85). Unabhängig davon erscheint der Dateiname in der Einzelbildansicht auf jeden Fall. Diese Bildunterschrift erscheint auch als gelb unterlegter Einblendtext, wenn der Betrachter den Mauszeiger über das entsprechende Bild hält.
Auch die Copyright-Hinweise in den Datei-Informationen werden in den HTML-Code übernommen. Sie erscheinen jedoch nicht auf der im Browser dargestellten Seite.
Klickt ein Betrachter in Ihrer Internet-Galerie auf eine Miniatur oder auf die Bildunterschrift, erscheint das zugehörige Einzelbild im Internet-Browser. Dabei zeigt Photoshop erneut auch die Seitenüberschrift, die Sie im Bereich Banner eingetippt haben. Zusätzlich sehen Sie den Dateinamen auf der Seite und in der Titelleiste des Browsers.
Wie die Einzelbilder aussehen, das regeln Sie im Bereich Galerie-Bilder. Photoshop produziert generell auf Basis Ihrer Wünsche neue JPG-Bilddateien, Ihre Vorlagen bleiben unverändert. Sie haben folgende Möglichkeiten:
Abbildung 4.8: Klicken Sie in der Internet-Galerie auf eine Miniatur, erhalten Sie eine Einzelbildansicht. In diesem Beispiel haben wir im Bereich Galerie-Bild er des Dialogfelds »Web-Fotogalerie« auch eine »Randgröße« vorgegeben. Oben auf der Seite erscheinen die Texteinträge, die Sie im Bereich »Banner« gemacht haben. Durch Klick auf die waagerechten Pfeile über dem Foto ruft der Betrachter die benachbarten Einzelbilder auf; der senkrechte Pfeil führt zurück zur Übersicht mit den Miniaturen.
Die folgende Tabelle zeigt Ihnen, wie groß die Einzelbilder abhängig von der Pixelzahl und der Qualitätsstufe werden. Für den Test verwenden wir das Bild »Boot_1.jpg«; Sie finden es auf der CD zu diesem Buch im Unterverzeichnis »Praxis/Gallery/23_Vorlagen«.
Wir rechnen das Bild mit bikubischer Interpolation auf die jeweilige Pixelzahl herunter, verwenden keinen weiteren Scharfzeichner und verzichten auf die JPG-Optionen Baseline optimiert sowie Mehrere Durchgänge. Die hier verwendete JPG-Qualitätsstufe 8 liefert zumeist exzellente Bildergebnisse ohne jeden sichtbaren Mangel; die Stufe 5 zeigt nur kleinere Mängel bei deutlicher Platzersparnis (Details zum JPG-Format ab Seite 372).
| Pixelmaße | Größe im Arbeitsspeicher | Dateigröße bei JPG-Qualität 5 | Dateigröße bei JPG-Qualität 8 |
|---|---|---|---|
| 450 x 293 | 387 KB | 29 KB | 55 KB |
| 350 x 228 | 234 KB | 18 KB | 27 KB |
| 250 x 163 | 120 KB | 10 KB | 15 KB |
Wenn Sie die Option Bilder skalieren zum Beispiel mit der Vorgabe 450 verwenden, erhalten Sie bei querformatigen Bildern 450 Pixel Breite mit geringerer Höhe, bei Hochformaten dagegen 450 Pixel Höhe mit geringerer Breite. Vielleicht möchten Sie jedoch alle Bilder auf eine einheitliche Breite zwingen, unabhängig davon, ob es sich um Hoch- oder Querformate handelt. Dies erledigen Sie am besten in ImageReady. Zum Beispiel so:
auf dem Windows-Desktop beziehungsweise auf den Mac-Schreibtisch. Die Bilder werden umgerechnet.
Abbildung 4.9: Die Miniaturen, Einzelbilder und Seitendateien für Ihren Internet-Katalog speichert Photoshop in separaten Verzeichnissen.
Beachten Sie dabei die wichtigen Vorgaben in den Aktionsoptionen; diese erreichen Sie im Menü zur Aktionenpalette von ImageReady. Weitere Details zu Droplets finden Sie auf Seite 131.
Sobald Sie auf OK klicken, erzeugt Photoshop die erforderlichen Dateien mit den neuen Verzeichnissen. Dabei entstehen die folgenden Verzeichnisse und Dateien.
Unmittelbar im Zielverzeichnis finden Sie die Dateien wie »Index.htm«, »Index_2.htm« oder »Frameset.htm«. Diese Dateien im WWW-gängigen HTML-Format enthalten die Struktur der Internet-Seite - die Überschriften, das Layout, die Aufteilung der Miniaturen in einer Tabelle. Es beginnt mit »Index.htm«, die weiteren »Index«-Dateien enthalten die anschließenden Seiten. Klicken Sie diese eine HTM-Datei doppelt an oder ziehen Sie die Datei über einen Internet-Browser - dann erscheint der Internet-Bildkatalog. Die Bilddaten selbst befinden sich wohlgemerkt nicht innerhalb der HTM-Dateien.
Außerdem erzeugt Photoshop die kleine Textdatei »UserSelections.txt«. Der Inhalt lautet zum Beispiel »0 0 25 10«; das sind in Kurzform Ihre Einstellungen für die Größe von Miniaturen und Einzelbildern. Sie müssen die Datei nicht auf Ihren Internet-Server hochladen.
Diese Unterverzeichnisse produziert die Web-Fotogalerie:
Abbildung 4.10: Sie können Ihren Internet-Katalog oder auch die Einzelbildseiten mit einem Hintergrundmuster unterlegen.
Photoshop nennt den ersten Bildkatalog unvermeidlich »index.htm«. Dies ist jedoch oft die Standardbezeichnung für die Startseite eines ganzen Internet-Bereichs - Web-Browser öffnen »index.htm«, ohne dass dies überhaupt in der Adresszeile erscheinen muss. Zwar könnten Sie die fertige Galerie-Datei »Index.htm« umbenennen; allerdings funktionieren dann nicht mehr die internen Querverweise, die vom Einzelbild zum Gesamtkatalog führen. Dazu müssen Sie erst den Code in allen Einzelbildseiten ändern und als Verweis den neuen Dateinamen angeben.
Einfacher platzieren Sie die komplette Galerie in einem eigenen Unterverzeichnis des Servers, in dem sie nicht mehr mit einer Einstiegsdatei "Index.htm" kollidieren kann.
Sie können eigene Stile definieren. Zu jedem Stil gehört ein gleichnamiges Unter-Verzeichnis im Photoshop-Verzeichnis »Vorgaben/Web Kontaktabzug«, beispielsweise »Vorgaben/Web Kontaktabzug/Mein Stil«. Dieser Verzeichnisname erscheint als Mein Stil im Stile-Klappmenü.
Abbildung 4.11: Links: Die Vorlagen für die »Stile« der Web-Fotogalerie finden Sie unter Windows im Verzeichnis »Vorgaben/Web Kontaktabzug« innerhalb Ihres Photoshop-Ordners. Rechts: Jedes Unterverzeichnis enthält separate Vorlagen für Überschriften, Miniaturen-Anordnung und Einzelbild-Seiten.
Neben dem üblichen HTML-Code enthalten die Dateien so genannte »Tokens«, die von Prozent-Zeichen eingerahmt werden - Platzhalter, die Photoshop durch Ihre konkreten Angaben für die aktuelle Web-Galerie ersetzt. Ein Beispiel: Die Zeile
<BODY bgcolor=%BGCOLOR% text=%TEXT% link=%LINK% vlink=%VLINK%>
enthält Platzhalter für die gewählte Hintergrundfarbe, für den Bildtext und für den Link von der Miniatur zur größeren Einzeldatei (siehe Abbildung 4.12).
Abbildung 4.12: Links: Diese Galerie entstand mit der Vorgabe »Einfach«. Wir haben die »Datei-Informationen-Objektbeschreibung« mit angekreuzt; die Bild texte aus dem Feld »Objektbeschreibung« des Befehls »Datei-Informationen« erscheint darum unter den Miniaturen wie auch unter den Einzelbildern. Photoshop hat überdies automatisch die Datumszeile in der Überschrift ausgefüllt. Mitte: Hier haben wir einen eigenen »Stil« auf Basis des Stils »Einfach« definiert. Die Datumszeile ist weg; dazu haben wir in der Vorlage »Indexpage.htm« die Zeichen <BR>%DATE% gelöscht. Auch die Objektbeschreibung fehlt in der mittleren Katalogansicht, sie erscheint nur noch auf den Einzelbildseiten; in der Vorlagedatei »Caption.htm« hatten wir die Passage %FILEINFO% gelöscht. Vorlagen im Verzeichnis »Praxis/Sammlungen«; HTML-Ergebnisse im Verzeichnis »Praxis/Web-Fotogalerie«.
Bei der Arbeit an eigenen Web-Galerie-Vorlagen gilt:
Abbildung 4.13: Links: Diese Einzelbildseite entstand mit dem Stil »Einfach«, die Überschrift nennt Datum und Fotografen. Mitte: Hier besteht die Überschrift nicht mehr aus drei Zeilen, sondern aus einer. Rechts: Wir haben einen eigenen Stil angelegt und in der Datei »SubPage.htm« die Zeichen <BR>%PHOTOGRAPHER%<BR>%DATE% gelöscht.
So könnten Sie die Arbeit an eigenen Stilen beginnen:
Im Folgenden besprechen wir denkbare Anpassungen am HTML-Code und an den Galerie-Bilddateien, die das Aussehen Ihrer Web-Galerie beeinflussen. Dabei haben Sie zwei Möglichkeiten:
Sie können die Bildminiaturen für die Katalogseiten - zu finden im Verzeichnis »Thumbnails« - nachträglich bearbeiten. Mögliche Korrekturen: Sie ändern die Bildgröße, bringen einen weichen Rand oder einen 3D-Rand an oder Sie legen einen Schatten unter die Miniatur. Wichtig: Dateiname, Verzeichnis und das Dateiformat müssen erhalten bleiben. Selbst animierte Miniaturen und Rollover-Effekte sind denkbar. Wenn Sie eine Miniatur vergrößern, verändert sich eventuell der Spalten- oder Zeilenabstand an dieser Stelle; die Bild-Text-Tabelle wirkt nicht mehr gleichmäßig, zu Überlappungen kommt es dabei nicht.
Gehen Miniaturen weich oder nicht rechteckig in den Seitenhintergrund über, sollten Sie bei der Bildbearbeitung die geplante Seitenfarbe oder das Hintergrundmuster mit in die Miniatur einbauen.
Abbildung 4.14: So könnten Sie Miniaturen oder Einzelbilder für den Web-Auftritt aufbereiten: In diesem Fall haben wir die »Hintergrund«-Ebene dupliziert und dann die Arbeitsfläche rechts und unten erweitert. Die obere Ebene wurde mit den Effekten »Schlagschatten« und »Kontur« bearbeitet. Der sichtbare Bereich der unteren Ebene sollte die Hintergrundfarbe oder das Muster der geplanten Internet-Seite zeigen. Datei: Bearbeitung
Photoshop erzeugt für Kataloge und Einzelbilder nur Seiten mit einfarbigem Hintergrund. Mit etwas Handarbeit weben Sie jedoch ein beliebiges Hintergrundmuster ein. Dabei handelt es sich um ein kleines Bild, das sich nahtlos vielfach aneinander setzen lässt; so entsteht der Eindruck eines durchgehenden Bildes. Wie man Hintergrundmuster erzeugt, lesen Sie ausführlich ab Seite 307.
Am einfachsten lässt sich das Hintergrundmuster in Programmen zur Internet-Gestaltung einfügen. Notfalls reicht aber ein Textprogramm. Wenn Sie ein Hintergrundmuster einsetzen, wird der Abschnitt zur Hintergrundfarbe im HTML-Code überflüssig. Es geht um diese Zeile:
<TABLE border="0" cellpadding="5" cellspacing="2" width="100%" bgcolor="#CCCCFF">
Die Hintergrundfarbe wird im Abschnitt »bgcolor« definiert und Sie ersetzen die Angabe durch einen Verweis auf die Hintergrunddatei, etwa so: background="MUSTERDATEI.jpg". Die gesamte Zeile sieht also wie folgt aus:
<TABLE border="0" cellpadding="5" cellspacing="2" width="100%" background="MUSTERDATEI.jpg" >
Außerdem kopieren Sie das Hintergrundmotiv (in unserem Beispiel »Musterdatei.jpg«, zu finden im »Praxis«-Verzeichnis) ins selbe Verzeichnis wie die Datei »index.htm«.
Bei Bedarf können Sie den Text innerhalb der HTML-Seite ändern; ersetzen Sie den Text im Bereich »Captions with hyperlinks« des HTML-Codes. Dies erledigen Sie zum Beispiel in einem Textprogramm, einfacher natürlich in einem Programm zur Internet-Gestaltung oder in einem modernen Textprogramm. Auch der neue Text enthält einen Hyperlink - per Klick auf den Bildtext wird das Einzelbild angezeigt.
Wenn Sie längeren Text eingeben, wird die Spalte mit der bearbeiteten Bildunterschrift auf der Internet-Seite breiter - alle Miniaturen dieser Spalte nehmen dann mehr Abstand zu den anderen Miniaturen ein, der gleichmäßige Spaltenabstand geht verloren. Um eine neue Zeile zu erzwingen, verwenden Sie das Kürzel »<br>«. Damit steigt auch die Höhe (nicht nur die Breite) dieser Zelle der Tabelle; die gesamte Zeile mit der korrigierten Bildunterschrift hat dann mehr Abstand zu den anderen Zeilen.
Der Verweis auf die eigentliche Bilddatei erscheint hinter dem Code "<IMG src" - dort dürfen Sie nichts ändern. In diesem Bereich finden Sie aber auch den Alternativ-Text - gelb unterlegter Einblend-Text, der bei Mauskontakt über dem Bild auftaucht. Tippen Sie hinter dem Code "alt=" Ihre neuen Worte ein.
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Erscheint bei Ihrem gelb unterlegten Einblend-Text nur das erste Wort? Setzen Sie die komplette Einblend-Meldung in Anführungszeichen - nun zeigt der Internet-Browser die gesamte Nachricht. |
Soll eine Überschrift in der Titelzeile des Internet-Browsers erscheinen? Dazu tippen Sie diesen Code oben in Ihre HTML-Datei:
<head>
<title>Ihre Überschrift</title>
Abbildung 4.15: Hier wurden die Vorschaubilder aus dem Verzeichnis »Thumbnails« (Miniaturen) nachträglich bearbeitet. Dabei wurden vor allem Ebenen-Stile wie »Abgeflachte Kante & Relief«, »Schlagschatten« und »Kontur« genutzt, rechts oben wurde der Rand abgesoftet. Für zwei Bild er mussten wir die Arbeitsfläche erweitern. Außerdem haben wir eine Bild unterschrift direkt im HTML-Code verändert.
Vielleicht möchten Sie die verschiedenen Zeilen der Überschrift, die Sie im Bereich Banner eingetippt haben, in unterschiedlichen Größen darstellen. Sie können den HTML-Code in einem Textprogramm manipulieren. Die kompletten drei Zeilen Überschrift sehen in dem HTML-Code, den Photoshop erzeugt, so aus:
<TD><FONT size="7" face="Arial" >Eintrag Name<BR>Eintrag Fotograf<BR>Eintrag Datum</FONT>
Mit Font Size="7" liegt die Schriftgröße für alle drei Zeilen fest, <BR> sorgt für den Zeilenumbruch. Sie können nun für einzelne Zeilen der Überschrift die Größe ändern. Setzen Sie beispielsweise die mittlere Zeile »Eintrag Fotograf« auf den Wert »3« und kehren Sie für die letzte Zeile wieder zur Größe 7 zurück. Die entsprechende Zeile sieht so aus:
<TD><FONT size="7" face="Arial" >Eintrag Name<BR><FONT size="3"> Eintrag Fotograf<BR><FONT size="7"><B> Eintrag Datum</FONT>
Durch Arbeit im HTML-Code können Sie Ihre Schrift auch fett oder kursiv formatieren. Dabei stellen Sie Ihre Worte jeweils zwischen diese Zeichen:
<B> ... </B> für gefettete Schrift; <I> ... </I> für kursive Schrift.
Im folgenden Beispiel haben wir die erste Zeile kursiviert und die zweite Zeile gefettet:
<TD><FONT size="7" face="Arial" ><I>Eintrag Name</I><BR><B><FONT size="3"> Eintrag Fotograf</ B><BR><FONT size="7">Eintrag Datum</FONT>
Auch die Textfarben können Sie direkt im HTML-Code verändern. Dabei gelten die Angaben aus dem <BODY>-Tag genannten Angaben für das gesamte Dokument. Mit dem Attribut »Color« im »Font«-Tag legen Sie die Farbe für beliebige Textelemente fest. Weitere Codes:
Hält man den Mauszeiger über ein Bild, erscheint der Dateiname (ohne Dateiendung) als gelb unterlegter Einblendtext. Dieser Text erscheint auch statt des Bildes, wenn die Bilddatei selbst nicht geladen werden kann. Sie können den Text für die Einblenderklärung frei ändern. Laden Sie dazu die Seite »Index.htm« in ein Textprogramm. Im Bereich »Thumbnails with hyperlinks« werden die einzelnen Dateien aufgelistet. Der Einblendtext steht jeweils in Anführungszeichen hinter dem Hinweis »alt=«. Dort tippen Sie den neuen Text ein und speichern wieder.
Abbildung 4.16: Hält man den Mauszeiger im Internet-Programm über eine Miniatur, erscheint eine Einblenderklärung mit dem Dateinamen (linke Miniatur). Sie können den Text jedoch nach Belieben ändern, wie bei der mittleren Miniatur zu sehen.
Mit der Vorgabe Tabelle legt Photoshop eine HTML-Tabelle an, die Sie bearbeiten können. Der HTML-Code zeigt im Bereich <TR> (table row) Angaben zur gesamten Tabelle, der Bereich <TD> (table data) definiert eine einzelne Tabellenzelle. Detailangaben haben Vorrang vor allgemeineren Festlegungen. Unter anderem haben Sie diese Möglichkeiten:
Animationen sind kleine Trickfilme fürs Internet - Laufschriften, wackelnde Logos, blinkende Lampen und dergleichen Nervereien. Animationen werden als GIF-Datei gespeichert. Diese GIF-Datei enthält mehrere Bilder - eben die Einzelbilder des Trickfilms - mit Informationen über die Standzeit und mögliche Wiederholungen. ImageReady bietet starke und einfache Funktionen zur Produktion von Animationen, Photoshop spielt hier nicht mit. Flash-Animationen - also Trickfilme auf Vektorbasis mit Klangeinbindung - lassen sich mit dem Photoshop-Paket gar nicht produzieren; hier sind Sie auf Programme wie Macromedia Flash, Adobe LiveMotion oder CorelDraw ab Version 10 angewiesen.
Abbildung 4.17: Vier Einzelbilder, vier Montage-Ebenen: In dieser Animation basiert jedes Einzelbild auf einer eigenen Ebene. Für jedes Einzelbild wird eine andere Ebene mit dem Augensymbol sichtbar geschaltet, alle anderen Ebenen werden verborgen. Bei Anzeige des dritten Einzelbildes ist nur die Ebene »Site« sichtbar, alle anderen Ebenen sind mit dem Augensymbol ausgeblendet. Datei: Sunny_1
ImageReady bietet folgende Möglichkeiten für Animationen:
Im Folgenden klären wir diesen Unterschied:
Abbildung 4.18: Vier Einzelbilder, doch nur eine Montage-Ebene: Die Ebene wird lediglich bewegt, verändert sich aber sonst nicht. Solche Veränderungen der Ebeneneigenschaft erfordern keine neue Ebene. Sie lassen sich mit dem Befehl »Dazwischen einfügen« aus dem Menü zur Animation-Palette leicht erstellen (Seite 282). Die Miniatur in der Ebenenpalette zeigt die Position des Objekts im momentan aktivierten Einzelbild. Datei: Sunny_2
Sie können mehrere Ebenen einer Montage in Einzelbilder der Animation verwandeln. Die Reihenfolge der Ebenen spielt keine große Rolle dabei. Auch wenn die Animation schon steht, lassen sich immer noch die Einzelbilder korrigieren - durch Bearbeitung der Ebenen. Überdies lassen sich Ebenen - und damit Einzelbilder - beliebig hinzufügen, löschen oder verbergen.
So erstellen Sie generell eine Animation aus mehreren Ebenen:
zu ImageReady.
rechts oben in der Palette.
unten in der Ebenenpalette lassen Sie die Animation ablaufen.
Abbildung 4.19: Das Montage-Objekt wurde für die Animation mehrfach dupliziert. Einige Duplikate haben wir mit dem Filter »Wölben« individuell verzerrt. Die Animation-Palette zeigt jedoch nur ein Einzelbild. Datei: Test_4
Abbildung 4.20: Wir verwenden den Befehl »Frames aus Ebenen erstellen« für die zuvor gezeigte Datei »Test_4«. Jede Montage-Ebene erscheint nun in einem eigenen Einzelbild.
Abbildung 4.21: So wirkt der Befehl »Frames aus Ebenen erstellen« über vier Einzelbilder hinweg. Bei jedem Einzelbild der Animation ist eine andere Montage-Ebene sichtbar, die anderen Montage-Ebenen werden mit dem Augensymbol verborgen. Sie können die Ebenensichtbarkeit pro Einzelbild mit dem Augensymbol verändern. Dieses Ergebnis können Sie als GIF-Datei für die Internet-Seite speichern. Sie können es jedoch auch im Photoshop-Format speichern, um separate Ebenen und volle Farbtiefe zu erhalten. In der Photoshop-Datei werden auch die Informationen zur Animation gesichert. Ergebnis: Test_5
Sie müssen die Einzelbilder einer Animation nicht in Ebenen anlegen - Sie können auch die Dateien eines Ordners in Einzelbilder verwandeln. Sie können eine Reihe von Bilddateien als Einzelbilder einer Animation öffnen. Dazu kopieren Sie alle Dokumente in einen gemeinsamen Ordner. Dann wählen Sie Datei: Importieren: Ordner als Frames.
In der neuen Animation werden die Bilder alphanumerisch angeordnet. Das heißt, das von Ihnen gewünschte erste Bild sollte einen Namen tragen, der bei einer Sortierung nach Dateinamen ganz oben erscheint. Zusätzlich entsteht eine neue Photoshop-Datei mit einer Ebene pro Einzelbild; in der Ebenenpalette erscheint dieses Bild ganz unten. Natürlich können Sie die Reihenfolge der Einzelbilder durch Ziehen mit der Maus in der Animation-Palette noch verändern.
Abbildung 4.22: Diese Sequenz entstand mit dem Befehl »Datei: Importieren: Ordner als Frames«. Wir haben die Dateien des Ordners »Praxis/Sammlungen/03_Vorlagen« von der CD zu diesem Buch als Einzelbilder in eine Animation geladen. ImageReady legt eine neue Ebenendatei an; pro Einzelbild ist jeweils nur eine Ebene sichtbar. Weil die verwendeten Bild er nicht perfekt gleich groß sind, zeigen die kleineren Vorlagen transparente Bereiche am unteren Bild rand. Datei: Revue_1
Oft passiert es, dass durch irrtümliche Eingriffe eine Ebene in verschiedenen Einzelbildern ungewollt unterschiedliche Merkmale zeigt: Zum Beispiel unterscheiden sich Deckkraft, Position oder Effekte oder die Ebene ist zeitweise verborgen, zeitweise eingeblendet. Sie können eine Ebene in allen Einzelbildern auf einheitlichen Stand bringen. So gehen Sie vor:
und wählen Sie in der Animation-Palette den Befehl Ebene in allen Frames anpassen.
Nun erscheint das Objekt dieser Ebene in allen Frames auf derselben Position; auch Ebeneneffekte, Deckkraft und Ebeneneinblendung werden vereinheitlicht. Achten Sie jedoch darauf, auf welcher Position die angepasste Ebene in der Ebenenpalette rangiert. Nur wenn die Ebene ganz oben steht - über allen anderen Ebenen - ist sichergestellt, dass die angepasste Ebene tatsächlich in sämtlichen Einzelbildern voll zum Vorschein kommt.
Abbildung 4.23: Wir ziehen die Ebene aus der Datei »Filmstueck.psd« mit dem Verschieben-Werkzeug in die Animation »Revue« und positionieren sie passend. Datei: Revue_2
Abbildung 4.24: Das Filmstück zeigt sich nur in einem einzigen ersten Einzelbild. Denn es rangiert auf der Ebenenpalette weit unten; ImageReady platziert es über der Ebene, die zuletzt aktiviert war, und das war die unterste Ebene. Deshalb erscheint das eingefügte Filmstück in den anderen Einzelbildern unter statt über den Fotos - auch wenn es mit dem Augensymbol permanent auf sichtbar geschaltet ist. (Prinzipiell ist eine neu eingesetzte Ebene zunächst in allen Einzelbildern sichtbar.)
Abbildung 4.25: Wir ziehen die Filmstück-Ebene in der Palette ganz nach oben - nun erscheint sie in sämtlichen Einzelbildern. Datei: Revue 3
Abbildung 4.26: Links: Wir beschneiden die Animation mit dem Freistellwerkzeug. In der Optionenleiste stellen wir »Ausblenden«, nicht »Löschen«, ein. Dadurch werden die Ränder der anderen Bild ebenen zwar außerhalb des Bild rands verborgen, aber nicht dauerhaft gelöscht (Details zu diesen Optionen ab Seite 193). Rechts: Wir klicken mit dem Verschieben-Werkzeug in die Bild mitte, aktivieren mit dem Kontextmenü die gewünschte Ebene und ziehen den gewünschten Bild teil in den sichtbaren Bereich. (Natürlich können Sie die Ebene auch anders bearbeiten, zum Beispiel verkleinern.) Achtung: Eventuell müssen Sie anschließend die Ebenensichtbarkeit pro Einzelbild neu regeln. Datei: Revue_4
Wenn Sie eine Ebene bearbeiten, verändert sich entweder nur das Einzelbild - oder die Ebene erscheint in allen Einzelbildern verändert. Dabei gilt:
Sie können auch Ebenenmasken in der Animation verwenden. Ebenenmasken machen beliebige Teile einer Ebene unsichtbar, ohne sie zu löschen (Details ab Seite 803). Für Ebenenmasken gilt:
zwischen Maske und Ebene weg.)
Möchten Sie der Animation weitere Einzelbilder von Hand hinzufügen? So geht's:
. Dadurch entsteht ein Duplikat des zuvor markierten Einzelbildes.
in der Ebenenpalette.
Beim Hinzufügen eines neuen Einzelbildes können Sie automatisch eine neue, leere Ebene anlegen lassen. Dazu wählen Sie im Palettenmenü den Befehl Neuen Frames eine Ebene hinzufügen. Neben der Option muss also ein Häkchen zu sehen sein, damit sie wirksam ist.
Sie können jederzeit neue Ebenen in die Animation einsetzen - zum Beispiel per Kopieren und Einfügen oder durch schlichtes Herüberziehen mit dem Verschieben-Werkzeug
aus einer anderen Datei. Fügen Sie weitere Ebenen hinzu, sind in der Grundeinstellung von ImageReady diese neuen Ebenen zunächst in allen Einzelbildern sichtbar. So blenden Sie die neue Ebene in einigen Einzelbildern wieder aus:
, um die Ebene in diesem Einzelbild zu verbergen. (Aktivieren Sie bei Bedarf mehrere Einzelbilder bei gedrückter Strg-Taste, um sie anschließend gemeinsam zu verbergen.)
Soll ImageReady die neue Ebene jedoch nur im aktuellen Einzelbild zeigen, wählen Sie im Menü der Animation-Palette die Vorgabe Neue Ebenen sichtbar in allen Frames ab.
ImageReady verwandelt auf Wunsch jedes Einzelbild in eine separate Montage-Ebene. Verwenden Sie den Befehl Frames auf Ebene reduzieren aus dem Menü der Animation-Palette. Die verschiedenen Ebenenobjekte eines Einzelbildes werden dabei in der neuen Ebene verschmolzen. Die separaten Originalebenen bleiben erhalten, ImageReady setzt die neuen Ebenen pro Einzelbild obendrauf. Spielen Sie die Animation jedoch ab, wird sie nur noch aus den neu erstellten Ebenen aufgebaut. Sofern Sie nichts mehr umarrangieren wollen, können Sie also die ursprünglichen Ebenen löschen; dazu ziehen Sie diese Ebenen auf den Mülleimer
.
Der Befehl Frames auf Ebene reduzieren hilft in verschiedenen Situationen:
Abbildung 4.27: Hier haben wir den Befehl »Frames auf Ebene reduzieren« auf die Animation »Revue_4« angewendet. Für jedes Einzelbild erzeugt ImageReady eine neue Ebene, welche den gesamten Inhalt des Einzelbildes enthält - auch wenn er ursprünglich aus mehreren Ebenen stammt. Zur Darstellung der Animation verwendet ImageReady nur noch die neu erstellten Ebenen; Sie können die ursprünglichen Ebenen bei Bedarf löschen.
Wir haben oben besprochen, wie Sie einzelne Ebenen in Einzelbilder einer Animation umsetzen. Doch nicht immer müssen Sie überhaupt mehrere Ebenen anlegen. Verändern Sie bestimmte Eigenschaften einer Ebene über mehrere Einzelbilder hinweg - doch es bleibt bei einer einzigen Ebene (siehe Abbildung 4.28).
Abbildung 4.28: Die Ebenenpalette zeigt, dass dieses Bild aus einer einzigen Ebene besteht. Darum erscheint in der Animation-Palette zunächst nur ein einziges Einzelbild. Datei: Reihe_1
Wollen Sie Frames innerhalb einer einzigen Ebene verändern, können sich diese in folgenden Aspekten unterscheiden:
Verändern Sie also diese Eigenschaften, so korrigieren Sie nur ein einziges Einzelbild - es handelt sich um eine frame-spezifische Änderung. Alle anderen Einzelbilder, die auf derselben Ebene beruhen, mutieren nicht mit. Die gesamte Veränderung speichert ImageReady innerhalb einer Datei im Photoshop-Format mit, sie lässt sich also am nächsten Arbeitstag wieder aufnehmen.
Abbildung 4.29: Mit der Schaltfläche »Dupliziert aktuellen Frame« entstehen hier zwei weitere Einzelbilder. Sie basieren jedoch, wie die Ebenenpalette zeigt, weiterhin auf einer einzigen Ebene. Man kann die Einzelbilder im »Original«-Fenster mit dem Verschieben-Werkzeug an unterschiedliche Positionen ziehen - es bleibt bei einer einzigen Montage-Ebene, da wir nur die Objektposition verändern; es handelt sich um eine frame-spezifische Änderung. Datei: Reihe_2
Das folgende Beispiel verdeutlicht die Unterschiede zwischen frame-spezifischen Änderungen und allgemeinen Änderungen:
in der Animation-Palette, so dass Sie jetzt drei identische Einzelbilder sehen.
. Dadurch verändern Sie nur dieses Einzelbild, in den anderen Einzelbildern rührt sich nichts. (Möchten Sie die anderen Einzelbilder anpassen, aktivieren Sie Bild 2 und verwenden den Befehl Ebene in allen Frames anpassen.)
Soll sich eine Änderung nur auf ein einziges Einzelbild auswirken, legen Sie eine neue Ebene an - und blenden bei diesem Einzelbild alle bisherigen Ebenen mit dem Augensymbol aus.
Abbildung 4.30: Wird die Ebene gedreht, dreht sich nicht nur die Darstellung im aktivierten Einzelbild mit. Das Objekt erscheint auch in allen anderen Einzelbildern gedreht, weil alle Frames nur auf einer einzigen Ebene beruhen. Eine Drehung ist keine frame-spezifische, sondern eine allgemeine Änderung.
Abbildung 4.31: Hier wurden die Einzelbilder in Einzelebenen verwandelt; dazu dient der Befehl »Frames auf Ebenen reduzieren« aus der Animation-Palette. Nun kann man jedes Einzelbild beliebig verändern - zum Beispiel unabhängig von den anderen Einzelbildern drehen oder mit dem Pinsel retuschieren. Pro Einzelbild ist nur die jeweilige Ebene mit dem Augensymbol eingeblendet, alle anderen Ebenen werden ausgeblendet. Datei: Reihe_4
Wollen Sie frame-spezifische Änderungen über mehrere Einzelbilder hinweg erzeugen, gibt es generell zwei Wege:
und korrigieren Sie bei jedem Einzelbild zum Beispiel Deckkraft, Position, Ebeneneffekt mit den entsprechenden Funktionen.
Sie erreichen den Befehl Dazwischen einfügen im Menü zur Animation-Palette oder mit der Schaltfläche Dazwischen einfügen
unten in der Palette. Die Funktion erzeugt automatische Übergänge zwischen zwei Einzelbildern, die sich in einem oder mehreren Merkmalen unterscheiden. Dabei entstehen neue Einzelbilder, die sie später bearbeiten können wie andere Einzelbilder auch.
Bevor Sie mit dem Befehl Dazwischen einfügen neue Übergänge erzeugen, benötigen Sie zwei Einzelbilder, die folgende Voraussetzungen bieten:
Abbildung 4.32: Das Dialogfeld »Dazwischen einfügen« rufen Sie im Menü zur Animation-Palette auf. Hier legen Sie fest, wie sich die neu erzeugten Einzelbilder vom Ausgangsbild unterscheiden und wie viele neue Bild er entstehen sollen.
So könnten Sie die Arbeit beginnen:
.
Diese Voraussetzungen gelten allgemein, sofern Sie mehr als ein Einzelbild aktivieren:
Abbildung 4.33: Für diese Animation wurde zunächst ein Schriftzug mit dem Textwerkzeug in der linken oberen Bild ecke angelegt. Wir haben Text-»Verkrümmung« angewendet (»Ebene: Text: Text verkrümmen«), aber die Verzerrung zunächst auf 0 gesetzt. Der Schriftzug wurde außerdem unproportional skaliert. Mit der Schaltfläche »Dupliziert aktuellen Frame« wurde der Schriftzug in ein zweites Einzelbild übertragen. Dort haben wir den Schriftzug bewegt und die Verzerrung für Text-»Verkrümmung« heraufgesetzt; wohlgemerkt: es handelt sich immer noch um dieselbe Ebene. Datei: Sunny_3
Im Dialogfeld Dazwischen einfügen geben Sie zunächst an, ob Sie Alle Ebenen oder nur die Ausgewählte Ebene vervielfachen wollen. Je nachdem, welche und wie viele Einzelbilder Sie zuvor aktiviert haben, bietet ImageReady im Klappmenü Dazwischen enfügen zum Beispiel Voriger Frame, Letzter Frame oder Auswahl an. Schließlich nennen Sie im Feld Hinzuzufügende Frames die Zahl der Einzelbilder, die neu entstehen sollen. Machen Sie diese Angaben im Bereich Parameter:
Abbildung 4.34: Hier wurde die Funktion »Dazwischen einfügen« verwendet. Um gleichzeitig eine Verschiebung und die Verformung zu erreichen, haben wir im Dialogfeld »Dazwischen einfügen« die Vorgaben »Position« und »Effekt« aktiviert; für »Hinzuzufügende Frames« haben wir den Wert »5« eingegeben, so dass die Animation nun aus sieben Einzelbildern besteht. Datei: Sunny_4
Der Befehl Dazwischen einfügen bietet mächtige Gestaltungsmöglichkeiten für lebendige Animationen:
Natürlich können Sie die verschiedenen Verfahren zur Produktion von Animationen kombinieren:
durchgehen.
in der Ebenenpalette ein oder aus.
Mit der Animation-Palette lässt sich der Trickfilm bequem umarrangieren. Wir besprechen hier das Auswählen, Löschen und Verschieben von Einzelbildern. Viele Befehle finden Sie einerseits als Schaltfläche, andererseits auch im Menü der Animation-Palette; dieses Menü erhalten Sie durch Klick auf das Dreieck
rechts oben in der Palette. Beachten Sie, dass Sie wie üblich mit den Paletten-Optionen aus dem Palettenmenü die Größe der Miniaturen in der Palette ändern können.
Durch Klicken markieren Sie ein Einzelbild, das dann auch im Bildfenster erscheint. Mit den Schaltflächen Wählt den nächsten Frame aus
oder Wählt den vorigen Frame aus
springen Sie ein Einzelbild weiter.
Per Strg-Klick markieren Sie mehrere Einzelbilder (der entsprechende Klick bei gedrückter Befehlstaste funktioniert jedoch nicht am Mac). Um eine Sequenz zu markieren, klicken Sie zunächst das erste Einzelbild an; dann attackieren Sie bei gedrückter Umschalt-Taste das letzte Einzelbild. Klicken Sie ein markiertes Einzelbild erneut mit gedrückter Strg-Taste an, um es aus der Auswahl zu entfernen. Die Animation-Palette bietet in ihrem Menü den Befehl Alle Frames auswählen.
Die markierten Einzelbilder sind durch einen Rahmen sehr deutlich hervorgehoben. Innerhalb der markierten Einzelbilder gibt es noch den so genannten »aktuellen Frame«, der im Bildfenster erscheint; es ist derjenige Frame, den Sie innerhalb der Gruppe zuerst gewählt haben. Dieser einzelne Frame hat innen ein zusätzliches feines Rähmchen, die Frame-Nummer ist hervorgehoben. Nur dieses eine Bild können Sie bearbeiten.
Abbildung 4.35: Links: Hier sehen Sie markierte und nicht markierte Einzelbilder. Der »aktuelle Frame«, hier mit der Nummer 15, ist durch ein zusätzliches Rähmchen gekennzeichnet. Rechts: Nur dieser »aktuelle Frame« erscheint im Bild fenster und kann bearbeitet werden. Datei: Sequenz
So bringen Sie ein Einzelbild oder mehrere Einzelbilder an eine andere Position im Ablauf des Trickfilms: Markieren Sie die Bilder wie oben beschrieben und ziehen Sie die Frames an die gewünschte Stelle. Verschieben Sie mehrere nicht nebeneinander liegende Frames, erscheinen sie an der neuen Position nebeneinander.
Sie können auch die Reihenfolge einer ausgewählten Einzelbildreihe vertauschen. Dazu dient der Befehl Frames umkehren aus dem Menü zur Animation-Palette.
Um ein Einzelbild oder mehrere zu löschen, ziehen Sie diese Bilder auf das Mülleimer-Symbol
in der Animation-Palette. Alternativ markieren Sie die Bilder und klicken das Mülleimer-Symbol an. Die Animation-Palette enthält den Menübefehl Animation löschen; dieser Befehl lässt nur das erste Einzelbild in der Animation-Palette zurück - als ob Sie nie mit einer Animation begonnen hätten. Nicht benötigte Ebenen bleiben jedoch erhalten.
Sie können Einzelbilder kopieren und an anderer Stelle wieder einfügen - in derselben Animation oder in einer anderen. Das Vorgehen im Überblick:
und wählen Sie den Befehl Frame kopieren (oder Frames kopieren).
Bestanden die kopierten Einzelbilder aus mehreren Ebenen, so entstehen auch in der Zielanimation mehrere Ebenen. (Um alle Ebenen des Einzelbildes zu jeweils geschlossenen Ebenen pro Einzelbild zusammenzufassen, verwenden Sie den Paletten-Befehl Frames auf Ebene reduzieren.)
Abbildung 4.36: Diese Animation entstand auf einfache Art durch Bewegen einer Einzelebene. Sie enthält nur eine einzige Ebene. Wir markieren die vier Einzelbilder und verwenden den Palettenbefehl »Frames kopieren«. Datei: Film
Abbildung 4.37: In dieser Animation markieren wir die vorhandenen drei Einzelbilder und klicken im Palettenmenü auf »Frames einfügen«. Im Dialogfeld »Paste Frames« verwenden wir die Option »Über Auswahl einfügen«. Datei: Revue_4
Abbildung 4.38: Die Option »Über Auswahl einfügen« bewirkt, dass das Einzelobjekt aus der Quell-Animation über die vorhandenen Bild er in der Zielanimation gelegt wird. So mischen sich zwei Abläufe. Im Quell-Bild haben wir vier Einzelbilder kopiert, im Zielbild konnten wir jedoch nur drei Einzelbilder markieren; darum entsteht hier ein zusätzliches Einzelbild. Datei: Revue_5
Nachdem Sie Frame einfügen gewählt haben, erscheint ein Dialogfeld. Sie können die zunächst vorhandenen Bilder ersetzen, ergänzen oder überlagern.
Das Dialogfeld Frames einfügen hält eine weitere Option parat: Hinzugefügte Ebenen verbinden verbindet die eingefügten Ebenen; Sie erkennen dies an dem Verbinden-Symbol
, sobald Sie eine der eingefügten Ebenen in der Ebenenpalette aktivieren. Die neuen Ebenen lassen sich also im Ziel leicht gemeinsam verschieben, skalieren oder drehen. Sie können die Verbindung jederzeit auch von Hand durch Anklicken des Symbols beziehungsweise der leeren Fläche an dieser Stelle herstellen oder aufheben (Details zum Verbinden ab Seite 747). Achtung: Jede Änderung betrifft dabei stets die gesamte Animation, nicht nur das sichtbare Einzelbild.
Wenn Sie neue Frames einfügen, können auf Wunsch bisherige Einzelbilder durchscheinen. Dies gilt unter folgenden Voraussetzungen:
Abbildung 4.39: In dieser Animation haben wir nach einem Rechtsklick auf die Miniaturen jeweils den Befehl »Nicht entfernen« verwendet. Sie erkennen diesen Zustand auch an dem Symbol unter den einzelnen Miniaturen. In der Optimieren-Palette haben wir »Transparenz« und eine Hintergrundfarbe gewählt. Dies hat zur Folge, dass beim Abspielen der Animation im Browser jedes Einzelbild alle vorhergehenden Einzelbilder zeigt. Dateien: Film.psd, Film.gif
Die Animation erscheint also nicht innerhalb einer Rechteckbox, sondern frei ausgeschnitten; direkt um das Objekt herum sehen Sie die Hintergrundfarbe oder das Hintergrundmuster der Internet-Seite. Die Transparenz-Vorgabe machen Sie in der Optimieren-Palette (Details zur Transparenz bei Dateien für das Internet ab Seite 352). Sie haben nun die Wahl:
Die jeweiligen Vorgaben machen Sie nach einem Rechtsklick (am Mac Ctrl-Klick) auf die entsprechende Miniatur in der Animation-Palette. Im Kontextmenü über dem Einzelbild bietet ImageReady folgende Befehle:
links unter dem betreffenden Einzelbild.
.
Abbildung 4.40: Die Einzelbilder dieser Animation wurden mit dem Befehl »Nicht entfernen« bearbeitet. So erscheinen vorhergehende Frames in späteren Einzelbildern.
Die Standzeit eines Einzelbildes wie auch die Zahl der Durchläufe der gesamten Animation können Sie frei einstellen.
Mit der Schaltfläche links unten in der Animation-Palette geben Sie an, ob die Animation nonstop Unbegrenzt oder nur Einmal durchlaufen soll. Oder wählen Sie Andere und legen Sie eine bestimmte Zahl von Durchgängen fest.
Soll der Film rückwärts ablaufen? Dann nutzen Sie den Befehl Frames umkehren aus dem Palettenmenü.
So ändern Sie die Standzeit für ein oder mehrere Einzelbilder.
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ImageReady zeigt die Standzeit eventuell nicht korrekt an. Prüfen Sie die
Animation unbedingt in allen wichtigen Browsern (siehe nächster Abschnitt). |
Abbildung 4.41: Linkes Menü: Nach einem Klick links unten in der Animation-Palette legen Sie fest, wie oft der Trickfilm abläuft. Rechtes Menü: Durch einen Klick auf die Zeitangabe unter dem Einzelbild oder unter mehreren, gemeinsam markierten Einzelbildern bestimmen Sie die Standzeit für diese Bild er.
Sie können die Animation in ImageReady oder in einem Internet-Programm prüfen.
So testen Sie die Wirkung der Animation innerhalb von ImageReady:
. Damit läuft die komplette Animation im ImageReady-Bildfenster ab. Der Reigen läuft so oft ab wie voreingestellt - zunächst ist das Unbegrenzt (siehe oben). Mit der Esc-Taste oder mit der Schaltfläche Beendet Animation
stoppen Sie die Vorführung.
tasten Sie sich Einzelbild für Einzelbild durch den Film. Diese Schaltfläche finden Sie auch unten links in der Ebenenpalette von ImageReady.
Die Schaltfläche Wählt den ersten Frame aus
bringt Sie wieder zum ersten Einzelbild.
Nur durch Abspielen in einem Internet-Programm lässt sich der Ablauf einer Animation verlässlich kontrollieren. Die Darstellung der Standzeiten innerhalb von ImageReady ist nicht zuverlässig.
Um festzustellen, wie die Animation wirklich in einem Internet-Browser wirkt, wählen Sie die Schaltfläche für den Standard-Browser in der Werkzeugleiste oder Sie verwenden den Befehl Datei: Vorschau in. Diesen Befehl erhalten Sie auch im Kontextmenü, wenn Sie mit der rechten Maustaste in die Bilddatei klicken. ImageReady errechnet eine optimierte Version der Datei nach den aktuellen Vorgaben in der Optimieren-Palette, öffnet das gewählte Programm und zeigt dort die Animation samt technischen Daten.
Dabei legt ImageReady vorübergehend eine entsprechende GIF-Datei im aktuellen Temporärverzeichnis Ihres Betriebssystems an; das Verzeichnis erkennen Sie auch in der Adresszeile des Browsers. Wenn Sie das Programm ordnungsgemäß schließen, werden diese Vorschaudateien gelöscht.
Abbildung 4.42: Der Befehl »Datei: Vorschau in« stellt Ihre Animation im gewünschten Internet-Browser dar. Darunter erscheinen Angaben zu Dateigröße, Farbpalette und HTML-Code.
Der Befehl Datei: Vorschau in zeigt nicht die von Ihnen geplante Farbe oder das von Ihnen geplante Muster für den Seitenhintergrund. Sie sollten darum die Animation frühzeitig testweise als GIF speichern (siehe unten) und in die fertige Seite im Gestaltungsprogramm einsetzen. Alternative: Legen Sie das Muster bereits auf eine eigene Ebene unter Ihre Animation und blenden Sie es vor dem endgültigen Speichern im GIF-Format mit dem Augensymbol
in der Ebenenpalette aus.
Wollen Sie die Wirkung der Animation mit Seitenhintergrund testen, können Sie aber alternativ auch so vorgehen:
Details zu Hintergrundmustern für Internet-Seiten finden Sie weiter unten in diesem Kapitel im Abschnitt »Seitenhintergrund«.
Gegenüber üblichen Bilddateien hat Ihre Animation ein oder zwei Besonderheiten:
Für das Photoshop-Dateiformat wählen Sie den Befehl Datei: Speichern oder Speichern unter mit dem Dateityp Photoshop (*.psd). Dabei bleiben alle Einzelbilder und alle Informationen über Standzeiten und Wiederholungen erhalten, Sie können das Ganze in ImageReady wieder als Animation öffnen. Nur das zuletzt aktivierte Einzelbild erscheint beim Öffnen in Photoshop.
Abbildung 4.43: Links: In der Vierfach-Vorschau sehen Sie, wie die Animation mit unterschiedlichen Vorgaben wirkt. Rechts: Die Eigenschaften für die aktuelle Vorschauvariante regeln Sie mit der Optimieren-Palette.
Details zur Dateivorschau wie auch zum GIF-Speichern finden Sie weiter unten in den entsprechenden Abschnitten in diesem Kapitel. Hier nur eine Kurzdarstellung: Für die Internet-Seite speichern Sie das Bild im GIF-Format. Rufen Sie die Optimieren-Palette mit dem Fenster-Menü auf; wählen Sie im Palettenmenü den Befehl Optionen einblenden, um alle Optionen zu sehen.
Sie betrachten nun eine Optimiert-Version des Bildes in der Vierfach-Vorschau und stellen die gewünschten GIF-Eigenschaften in der Optimieren-Palette ein. Schalten Sie in dieser Palette die Transparenz ein, wenn der Seitenhintergrund durchscheinen soll. Nun wählen Sie den Befehl Datei: Optimiert-Version speichern.
Gegenüber üblichen GIF-Dateien bietet ImageReady bei Animationen einige Besonderheiten:
Diese Vorgaben zum Speichern machen Sie mit dem Befehl Animation optimieren aus dem Menü zur Animation-Palette:
Abbildung 4.44: Mit dem Palettenbefehl »Animation optimieren« senken Sie die Dateigröße Ihrer GIF-Animationen.
Mit ImageReady können Sie verschiedene andere Dateiformate öffnen und speichern, um Filme zu betrachten, zu korrigieren und zu speichern.
Laden Sie GIF-Animationen aus anderen Programmen in ImageReady, erscheint dort jedes Einzelbild als eigene Ebene. Sie können probieren, ob sich beim Speichern in ImageReady durch die Optimierungsvorgaben oder durch andere Farbpaletten (siehe vorhergehender Abschnitt) die Dateigröße verringert. Die Bearbeitung ist eventuell umständlich, da jedes Einzelbild als separate Ebene vorliegt.
Sie können in Photoshop eine Datei mit mehreren Ebenen erstellen, die Sie anschließend in ImageReady als Einzelbilder einer Animation definieren: Sie öffnen die Photoshop-Datei in ImageReady, öffnen die Animation-Palette und verwenden den Befehl Frames aus Ebenen erstellen. Die unterste Ebene wird dabei zum ersten Einzelbild.
Sie können einen Reihe von Bilddateien als Einzelbilder einer Animation öffnen. Dazu kopieren Sie alle Dokumente in einen gemeinsamen Ordner. Dann wählen Sie in ImageReady Datei: Importieren: Ordner als Frames.
ImageReady öffnet und bearbeitet Filme im Quicktime-Format (mit der Endung ».mov«), im Flic-Format, unter Windows auch AVI-Videos. Beim Öffnen der Videodateien können Sie einen Filmbereich auswählen oder nur jedes xte Bild verwenden, der Ton bleibt allerdings auf der Strecke. Vorsicht: ImageReady legt für jedes Einzelbild eine neue Ebene an.
Quicktime-Filme können Sie mit ImageReady auch schreiben. Dazu dient der Befehl Datei: Original exportieren; wählen Sie das Quicktime-Dateiformat im Klappmenü Dateityp.
Abbildung 4.45: Beim Öffnen eines QuickTime- oder AVI-Videos können Sie alle Einzelbilder oder nur einen Ausschnitt verwenden.
Sie können sehr leicht eine Animation oder einen Teil einer Animation in eine Rollover-Reihe (siehe nächster Hauptabschnitt) einsetzen. Details zu diesem Verfahren finden Sie ab Seite 303. Ein Beispiel für Animationen in Verbindung mit Slices und Rollover-Effekten stellen wir ab Seite 340 vor.
Viele GIF-Trickfilme, weitere Informationen auf Deutsch und Verknüpfungen zu verschiedenen, auch kostenlosen Animationsprogrammen und Animationen finden Sie unter diesen Internet-Adressen:
http://www.zampano.com/gifanim/index0.html http://www.sichtlinien.de/laborenz/webdesign/animation1.html
Wenn Sie ein Bild mit Rollover-Effekten ausstatten, ändert es sich, sobald der Mauszeiger auf der Internet-Seite über das Bild gelangt. Das Bild kann einen dritten Zustand (einen so genannten Status) annehmen, wenn es angeklickt wird. Und noch weitere Varianten sind möglich. Eine typische Anwendung dieser Technik:
Dabei erzeugt ImageReady eine HTML-Datei inklusive JavaScript-Code sowie für jeden Zustand eine separate Bilddatei.
Abbildung 4.46: So könnte Ihre Rollover-Grafik in einem Internet-Browser erscheinen: Normal, wenn die Maus nicht in der Nähe ist; verändert, mit gelbem Einblendtext und einer Meldung in der Statuszeile, sobald die Maus über die Schaltfläche gerät; abermals verändert und mit einem Hyperlink zu einer Internet-Seite (siehe Statuszeile), wenn das Bild angeklickt wird.
Mit ImageReady, nicht aber mit Photoshop können Sie Rollover-Effekte anlegen. Wir reden deshalb im Folgenden ausschließlich über ImageReady. Diese Möglichkeiten haben Sie:
Slices und Animationen besprechen wir ausführlich in anderen Abschnitten dieses Kapitels.
Bevor wir in der Praxis einen Rollover-Effekt Schritt für Schritt anlegen, betrachten wir das Verfahren in der Übersicht:
Generell gilt damit für den Rollover-Effekt Ähnliches wie für die Animation (siehe vorhergehender Abschnitt).
Diese Rollover-Zustände können Sie definieren:
In der folgenden Übung lernen Sie Schritt für Schritt die verschiedenen Verfahren kennen, um einen Rollover-Effekt anzulegen.
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Für diese Übung haben wir bereits zwei Schaltflächen in getrennten Dateien erzeugt - »Schalter_a.psd« und »Schalter_b.psd«, zu finden wie immer im »Praxis«-Verzeichnis auf der CD zu diesem Buch. |
Wir öffnen zunächst »Schalter_a«. Mit dem Fenster-Menü blenden wir die Rollover-Palette ein. Dort sehen Sie zunächst eine Rollover-Miniatur für den Zustand »Normal«. In diesem Zustand erscheint die Rollover-Grafik erstmals auf der Webseite; sie behält das Aussehen bei, bis der Betrachter durch Mausaktivitäten einen anderen Zustand aufruft. Beachten Sie auch die Ebenenpalette: Das Bild besteht aus einer einzigen Ebene; die plastische Wirkung beruht auf dem Ebeneneffekt Abgeflachte Kante und Relief.
Abbildung 4.47: Diese Schaltfläche wurde größer als für Internet-Seiten üblich angelegt; so kommt sie im Druck und auf dem Monitor deutlicher heraus. Erzeugt wurde zunächst ein einfacher Kreis. Die plastische Wirkung beruht auf einem Ebeneneffekt, wie in der Ebenenpalette von ImageReady zu erkennen ist. Datei: Schalter_a.
Bei dem »Normal«-Zustand soll es nicht bleiben. Sobald die Maus sich über die Schaltfläche bewegt, soll diese sich dem Zeiger Aufmerksamkeit heischend entgegenrecken - sie soll im »Mouseover«-Zustand einen stärkeren 3D-Effekt zeigen. Für diesen Zustand müssen wir wohlgemerkt keine neue Ebene anzulegen. Denn es sind nur geänderte Werte in den Ebeneneffekten erforderlich; es lassen sich also mehrere Rollover-Zustände innerhalb einer einzigen Ebene speichern.
Abbildung 4.48: In der Rollover-Palette klicken Sie auf die Schaltfläche »Erstellt einen neuen Rollover-Status«. Damit erscheint eine zweite Miniatur in der Rollover-Palette; sie zeigt den Zustand »Über« an - so sieht das Bild aus, wenn der Mauszeiger auf der Internet-Seite darüber ruht. Weil sich in diesem Zustand die Schaltfläche stärker wölben soll, klicken wir in der Ebenenpalette doppelt auf den Schriftzug »Abgeflachte Kante und Relief« und stellen in der gleichnamigen Palette höhere Werte ein.
Um den neuen Zustand anzulegen, klicken Sie unten in der Rollover-Palette auf die Schaltfläche Erstellt einen neuen Rollover-Status
. Damit erscheint eine zweite Miniatur in der Rollover-Palette; sie gleicht der ersten und trägt die Überschrift Über. Diese zweite Miniatur zeigt also, wie das Bild aussieht, wenn man auf der Internet-Seite den Mauszeiger darüber hält.
Nur für diesen Über-Zustand - er ist in der Rollover-Palette hervorgehoben - erzeugen Sie nun die stärkere 3D-Wölbung: Sie klicken doppelt auf den Schriftzug Abgeflachte Kante und Relief in der Ebenenpalette. Im gleichnamigen Dialogfeld erhöhen Sie die Werte für Weichzeichnen und Farbtiefe jeweils auf 20. Damit wirkt die Schaltfläche bereits deutlich kräftiger.
Je nachdem, welche Miniatur Sie nun in der Rollover-Palette anklicken, erscheint im Bildfenster die flachere erste Schaltfläche oder die stärker gebaute zweite Version. Beachten Sie auch die Ebenenpalette: In der Ebenenpalette sehen Sie weiterhin nur eine einzige Ebene - diese enthält jedoch zwei verschiedene Zustände.
Abbildung 4.49: Die Rollover-Palette zeigt die unterschiedlichen Zustände »Normal« und »Über« an. In der Ebenenpalette erkennen Sie, dass das Bild weiterhin nur aus einer einzigen Ebene besteht. Zwischenergebnis: Schalter_2.psd
Sie haben nun ein und dieselbe Ebene, die in verschiedenen Rollover-Zuständen unterschiedlich aussieht. Bei manchen Aufgaben will man das Aussehen aus einem bestimmten Zustand auf alle anderen Zustände übertragen. Dazu wählen Sie in der Rollover-Palette den Menübefehl Ebene in jedem Status anpassen. (Das Palettenmenü erreichen Sie wie immer mit dem Dreieck
rechts oben in der Palette.)
Wenn die Schaltfläche dann tatsächlich angeklickt wird, soll sie eingedrückt erscheinen. Diesen dritten Zustand der Schaltfläche realisieren wir nicht durch eine weitere Änderung der Ebeneneffekte; statt dessen setzen wir eine neue Ebene. So geht's:
Klicken Sie in der Rollover-Palette wieder auf die Schaltfläche Erstellt einen neuen Rollover-Status
. Damit erscheint die dritte Miniatur in der Palette, diesmal mit der Überschrift Unten - hier definieren Sie also das Aussehen bei gedrückter Maustaste.
Die Miniatur Unten gleicht zunächst der vorhergehenden Miniatur Über. Wir wollen hier jedoch mit einer völlig neuen Ebene arbeiten. Darum klicken wir in der Augen-Leiste der Ebenenpalette auf das Symbol Blendet eine Ebene ein oder aus
; damit wird die Ebene in diesem Rollover-Zustand unsichtbar, die Miniatur in der Rollover-Palette erscheint leer.
Wohlgemerkt: Löschen dürften Sie die Ebene nicht. Dadurch verlieren Sie jeden Bildinhalt für die ersten beiden Zustände.
Abbildung 4.50: Hier wurde bereits ein dritter Zustand angelegt. Damit nicht die zweite Bild ansicht auch im dritten Zustand erscheint, wird die »Ebene 1« mit dem Augensymbol in der Ebenenpalette ausgeblendet.
Um einen völlig neuen Zustand zu erzeugen, benötigen Sie also eine neue Ebene. Sie könnten die vorhandene Ebene duplizieren und beliebig verändern. Sie könnten auch eine neue, leere Ebene erzeugen und dort Material auftragen, zum Beispiel mit einem Formwerkzeug. Wir haben jedoch schon eine weitere Schaltfläche in einer separaten Datei vorbereitet und wählen darum noch einen anderen Weg:
Abbildung 4.51: Öffnen Sie die Datei »Schalter_b«. Klicken Sie bei gedrückter Strg-Taste auf die Miniatur in der Ebenenpalette, um die Schaltfläche ohne transparente Umgebung auszuwählen. Die schwarzweiße Fließmarkierung im Bild fenster zeigt an, dass die Schaltfläche ausgewählt ist. Kopieren Sie diese mit Strg+C in die Zwischenablage.
Abbildung 4.52: Die kopierte neue Schaltfläche aus der Datei »Schalter_b« wird in die bisherige Montage eingefügt, während in der Rollover-Palette der Zustand »Unten« aktiviert ist. Die neue Schaltfläche erscheint in der Ebenenpalette als »Ebene 2«, sie ist sichtbar. Die bisherige Ebene bleibt weiterhin erhalten, ist jedoch unsichtbar. Ergebnis: Schalter_3.psd. HTML-Ergebnis im Unterverzeichnis Schalter_3
Haben Sie zu viele Zustände in der Rollover-Palette angelegt? Ziehen Sie diese einfach in den Mülleimer
unten in der Palette. Umgekehrt können Sie mit Hilfe des Palettenmenüs auch einen Rollover-Status kopieren und an einer anderen Stelle oder in einer anderen Rollover-Kette wieder einfügen. (Dabei wird die übliche Zwischenablage nicht überschrieben.)
Mit dem Klappmenü über jedem Rollover-Status in der Rollover-Palette teilen Sie neue Zustände zu. Dabei bietet ImageReady jedoch nur solche Zustände an, die noch nicht vergeben wurden. Nur »Ohne« und »Eigene« stehen dauerhaft zur Verfügung.
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Ein Beispiel für Rollover-Effekte in Verbindung mit Slices und Animationen finden Sie ab Seite 338 im Abschnitt »Slices«. Dazu gehören die Dateien SliceRoll und SliceAnim aus dem »Praxis«-Verzeichnis. |
Abbildung 4.53: Das Klappmenü über den Rollover-Zuständen in der Rollover-Palette erlaubt es Ihnen, einzelne Zustände auszutauschen.
Sie können das Ergebnis nun auf zwei Arten prüfen - in ImageReady und im Internet-Browser:
Auf mehrere Arten starten Sie die Rollover-Vorschau in ImageReady:
.
.
Nun bewegen Sie die Maus ins Bildfenster, klicken dort und prüfen, ob die Darstellung wie gewünscht mitspielt. Laut Photoshop-Hersteller Adobe stimmt diese Vorschau mit dem Internet-Explorer 5.0 für Windows überein. Je nach Rollover-Zustand aktiviert ImageReady die unterschiedlichen Miniaturen in der Rollover-Palette. Sobald Sie ein anderes Werkzeug einschalten, erklärt ImageReady diesen Vorschau-Modus für beendet, Sie können also die Rollover-Vorschau nicht dauerhaft nutzen.
Sie können das Ergebnis auch in einem Internet-Programm testen. Dazu dient das Untermenü Datei: Vorschau in oder die Schaltfläche für Ihren Standard-Browser unten in der Werkzeugleiste. Bewegen Sie die Maus über die Schaltfläche, um zu prüfen, ob alles funktioniert - einschließlich der Einblenderklärungen und Meldungen für die Statuszeile.
Sie können der Rollover-Grafik Einblendmeldungen und Hyperlinks zuordnen. Dazu öffnen Sie mit dem Fenster-Menü die Slice-Palette. Wählen Sie im Palettenmenü den Befehl Optionen einblenden, um alle Optionen zu sehen (oder klicken Sie, falls sichtbar, auf das Doppeldreieck
neben dem Palettennamen). Machen Sie folgende Angaben:
Meldung und Alt-Text erscheinen auch dann beim Betrachter, wenn die Bilddatei selbst nicht angezeigt werden kann; das passiert häufig: Zum Beispiel hat der Betrachter die Grafikfunktion ausgeschaltet, beim Speichern oder Übertragen der Grafiken ist etwas schiefgelaufen, einige Browser oder Vorlese-Browser öffnen ohnehin keine Grafiken. Botschaften, die Sie mit der Bilddatei ausdrücken wollen, sollten Sie also mit dem Alternativtext wiederholen, zum Beispiel mit Worten wie »Weiter« oder »Mehr Informationen«.
Abbildung 4.54: Links: Mit der Slices-Palette speichern Sie Einblendmeldungen und Hyperlinks in der Rollover-Grafik. Rechts: Hier wurde die Bild datei aus dem korrekten Verzeichnis entfernt, so dass die Schaltfläche nicht angezeigt werden kann; der Alternativtext erscheint nun auch innerhalb des leeren Bild rahmens. Datei: Schalter_3
Wenn Sie Rollover-Effekte innerhalb von Slices anlegen, sollten Sie ebenenbasierte Slices verwenden. So können Sie problemlos die Größe des Rollover-Bereichs ändern (Details zu Slices finden Sie ab Seite 321).
Über das Menüdreieck
erreichen Sie wie immer das Menü zur Rollover-Palette. Mit dem Befehl Optionen geben Sie an, ob in der Rollover-Miniatur nur der jeweilige Slice oder aber das Gesamtbild erscheinen soll; außerdem regeln Sie dort wie üblich die Miniaturengröße in der Palette. Mit der Dreieck-Schaltfläche
unten links in der Rollover-Palette wählen Sie verschiedene Slices aus.
Abbildung 4.55: Links: Mit dem Menü unten links in der Rollover-Palette wählen Sie aus, welche Slices angezeigt werden. Rechts: In den Optionen zur Rollover-Palette geben Sie an, ob die Miniaturen jeweils das Gesamtbild oder einzelne Slices zeigen sollen. Datei: SliceAnim
Ein Rollover-Effekt kann nicht nur den Bildteil verändern, den Sie gerade anklicken. Ebenso gut lassen sich gleichzeitig oder ausschließlich auch andere Bildregionen umschalten. Dabei werden Sie die Grafik meist in Slices aufteilen. Klicken Sie lediglich den gewünschten Rollover-Zustand an und sorgen Sie dafür, dass die gewünschten Ebenen im Bild ein- oder ausgeblendet werden beziehungsweise dass sich Ebeneneffekt, Position oder Deckkraft verändern.
Abbildung 4.56: Links: Für diese in Slices aufgeteilte Grafik haben wir Rollover-Effekte nicht nur in der Schaltleiste eingerichtet. Rechts: Sobald der Mauszeiger über die Schaltfläche gelangt, verändert sich die Schaltfläche, weil wir hier den Ebeneneffekt »Schein nach außen« einblenden; zusätzlich verändert sich auch das danebenliegende Bild , das mit dem Augensymbol in der Ebenenpalette erst für diesen Rollover-Zustand eingeblendet wird.
Abbildung 4.57: Links: Wechselt man mit dem Mauszeiger über eine andere Schaltfläche, erscheint abermals ein neues Bild . Rechts: Sobald der Mauszeiger gedrückt wird, verändert sich abermals nicht nur die Schaltfläche, sondern auch das benachbarte Bild - diesmal nur durch veränderte Ebeneneffekte.
Abbildung 4.58: Wir haben die Rollover-Effekte auf mehrere Slices verteilt. Pro Slice lassen sich Rollover-Effekte individuell einrichten. Hier ist die »Rollover-Vorschau« eingeschaltet. Datei: Rollover.psd; HTML-Ergebnis: im Unterverzeichnis »Praxis/Rollover«.
Sehr einfach können Sie einen Rollover-Zustand durch eine Animation ersetzen oder in der aktuellen Produktion eine Animation einbauen.
So setzen Sie in eine vorhandene Rollover-Reihe eine vorhandene Animation oder einen Teil daraus ein:
und wählen Sie den Befehl Frames kopieren.
ImageReady ersetzt nun den bisherigen Bildinhalt durch die Animation. Dabei präsentiert die Rollover-Palette nur das erste Einzelbild der Animation. Alternativ können Sie natürlich auch eine Rollover-Reihe ohne Animation in den üblichen Formaten GIF oder JPEG speichern; anschließend ersetzen Sie eine einzelne Bilddatei durch eine fertige Animation. Die Dateinamen müssen exakt übereinstimmen; korrigieren Sie eventuell den HTML-Code.
Abbildung 4.59: Links: In diese Rollover-Reihe setzen wir eine Animation ein. Sie soll im Zustand »Über« erscheinen, wenn also die Maus ohne Klick über dem Rollover-Element ruht. Rechts: Die Animation-Palette zeigt die Einzelbilder im Zustand »Über« - zunächst ist es nur ein einziges Bild , es gibt also keine Animation. Wir duplizieren das Einzelbild mit der Schaltfläche »Dupliziert aktuellen Frame«. Datei: Schalter_3
Abbildung 4.60: Für dieses duplizierte Einzelbild klicken wir in der Ebenenpalette auf die Schaltfläche »Ebeneneffekt hinzufügen«. Wir fügen einen »Glanz«-Effekt hinzu. Anschließend ergänzen Sie auch Bild 1 mit einem Satin-Effekt - jedoch mit anderen Werten in der Palette »Glanz«-Palette.
Abbildung 4.61: Oben: Im Menü zur Animation-Palette verwenden wir nun den Befehl »Dazwischen einfügen«. Wir verwenden drei »hinzuzufügende Frames« und geben vor allem an, dass die Ebeneneffekte variiert werden sollen (Details zu dieser Funktion ab Seite 789). Nach einem Klick auf OK entstehen in der Animation drei neue Einzelbilder mit einem Übergang zwischen den beiden »Glanz«-Zuständen; es entsteht ein changierendes Schattenspiel. Unten: Die Rollover-Palette zeigt durch die Hervorhebung, dass wir immer noch am Zustand »Über« arbeiten; von der Animation erscheint hier nur das aktivierte Einzelbild. Datei: Schalter_4
So könnten Sie eine Animation innerhalb der Produktion einer Rollover-Reihe erzeugen:
unten in der Animation-Palette.
in der Animation-Palette.
Wie auch bei Animationen gilt: Sie sollten das Rollover-Ergebnis zweimal speichern:
Für das Photoshop-Dateiformat wählen Sie die Befehle Datei: Speichern oder Speichern unter mit dem Dateityp Photoshop (*.psd). Dabei bleiben alle Zustände erhalten, ebenso Hyperlinks, eingebaute Animationen und Einblendtexte. Sie können das Rollover-Bild in Photoshop bearbeiten und in ImageReady wohlbehalten wieder öffnen.
Details zum Speichern für das Internet finden Sie weiter unten in den Abschnitten »Transparenz« (Seite 352) und »Speichern für das Internet« (Seite 359). Hier nur eine Kurzdarstellung:
neben dem Palettennamen).
Abbildung 4.62: Beim Speichern eines Bild es mit Rollover-Effekt erzeugt ImageReady einen HTML-Code und mehrere Bild dateien, die in einem separaten Verzeichnis abgelegt werden.
Sofern Sie noch mit den werkseitigen Vorgaben arbeiten, entstehen beim Speichern einer Rollover-Grafik mit der Bezeichnung »Schalter.psd« folgende Dateien:
Abbildung 4.63: Die HTML-Datei für die Grafik mit Rollover-Effekt speichert ImageReady in das Verzeichnis, das Sie im Dialogfeld »Optimiert-Version speichern« angeben. Die für die verschiedenen Rollover-Zustände erforderlichen Bild dateien werden in das Verzeichnis »Bild er« geschrieben, das ImageReady automatisch erzeugt.
Sie können die Sammlung sämtlicher Ebeneneffekte auf einer Ebene - etwa Abgeflachte Kante und Relief plus Schlagschatten plus Kontur - als Ebenenstil speichern (Details zu diesem Vorgang ab Seite 778). Haben Sie eine Rollover-Sequenz durch mehrfache Änderung der Ebeneneffekte aufgebaut, können Sie diese Abfolge von zwei oder mehr Änderungen innerhalb des Ebenenstils speichern. So geht's in ImageReady (nicht in Photoshop):
. (Sie erhalten den Befehl auch im Kontextmenü zur Effekte-Leiste in der Ebenenpalette.
In der Stile-Palette erscheint neben Stilen mit Rollover-Sequenz ein Dreieck. Durch Klick zeigen Sie alle Rollover-States an.
Abbildung 4.64: Sie können Ebenenstile samt Veränderung über mehrere Rollover-Zustände hinweg in der Stile-Palette speichern. Stile mit Rollover-Effekt erscheinen in der Stile-Palette mit einem Dreieck links über der Miniatur.
Einfach wenden Sie Rollover-Stile aus der Stile-Palette auf vorhandene Ebenen an:
Damit ist der Rollover-Effekt bereits fertig. ImageReady erzeugt für die bearbeitete Ebene automatisch ein ebenenbasiertes Slice (vergleiche Seite 323). Sie können den Effekt mit der Schaltfläche Rollover-Vorschau
testen.
Die meisten WWW-Seiten im Internet stehen nicht einfach auf weißem Hintergrund. Statt dessen planen die Gestalter eine Hintergrundfarbe oder ein Hintergrundmuster ein. In diesem Abschnitt geht es darum,
Abbildung 4.65: Eine nahtlos kombinierbare Hintergrund-»Kachel« füllt die gesamte Fläche des Browsers in beliebigen Dimensionen aus. Die Ränder der Einzelbilder wurden zuvor in die Kachel überblendet. Datei: Kachel_Wasser
Häufig sehen Sie als Hintergrund einer World-Wide-Webseite eine Struktur - ein diffuses Muster oder auch das wiederkehrende Logo des Anbieters. Dabei handelt es sich meist um eine einzelne, kleine Bilddatei. Sie wird nur einmal übertragen und auf der Internet-Seite automatisch so oft wiederholt, bis das Programmfenster ausgefüllt ist. Man nennt dieses Hintergrundbild oft »Kachel« oder englisch »Tile«.
Dabei kommt es auf die Kanten der Hintergrundkachel an: Die Ränder müssen so beschaffen sein, dass sich das Bild tatsächlich an allen Seiten nahtlos aneinander setzen lässt - die Kachelstruktur soll nicht unschön hervortreten, die Fugen sollen unauffällig bleiben. Photoshop und ImageReady bieten verschiedene Wege, um solche Hintergrundmotive zu erstellen.
Achten Sie generell darauf, unauffällige Hintergründe zu erzeugen, die bei der Lektüre Ihrer Internet-Inhalte nicht zu sehr nerven. Dazu können Sie die vorhandenen Vorlagen oft drastisch aufhellen, abdunkeln oder weichzeichnen. Beispiele zum Thema Absoften finden Sie im Kapitel »Kontrast und Farbton« ab Seite 496. Jeweils ab Version 4.0 akzeptieren die Internet-Browser Netscape Navigator und Internet Explorer auch animierte Hintergrundbilder. Fertige Nahtlos-Kacheln finden Sie auf den folgenden Seiten:
http://www.textures.de/textures/
Abbildung 4.66: Links: Ein Bild bereich wird hier mit dem Auswahlrechteck markiert. Wir verwenden dann den Befehl »Bearbeiten: Muster definieren«. Rechts: Dieses Muster nutzen wir mit dem Befehl »Bearbeiten: Füllen« ohne weitere Bearbeitung als Hintergrundmuster einer neuen, größeren Datei. Beim vielfachen Aneinandersetzen des Bild teils treten die Kanten deutlich hervor. Datei: Familie
ImageReady - nicht Photoshop - enthält den Befehl Kacheln erstellen; auf Kommando entsteht fast automatisch ein Bildelement mit nahtlos kombinierbaren Rändern. Der Ablauf im Überblick:
einen Bildbereich, der als Hintergrundkachel dienen soll. Prinzipiell können Sie auch andere Auswahlwerkzeuge verwenden, die Ergebnisse lassen sich jedoch kaum nahtlos aneinander setzen.
Abbildung 4.67: Wir bearbeiten die Auswahl mit dem ImageReady-Befehl »Filter: Sonstige Filter: Kacheln erstellen«. Wir verwischen die Kanten mit einer Breite von zehn Prozent und verwenden die Option »Kacheln in Vollbildgröße«. Nun treten bei Aneinanderreihung die Nähte nicht mehr hervor, allerdings wirkt das Gesamtergebnis etwas unschärfer. Ergebnis Einzelkachel: Kachel-Filter
Abbildung 4.68: Links: Hier haben wir den Befehl »Kacheln erstellen« mit einem »Verwischen«-Wert von 20 verwendet; dabei verschwimmt das Ergebnis noch stärker. Rechts: Die Option »Kaleidoskop-Kachel« erzeugt ein abstraktes Muster.
Folgende Optionen bietet der Befehl Kacheln erstellen:
Haben Sie die Auswahl zur Kachel umgerechnet, müssen Sie dieses Ergebnis noch in einer Einzeldatei ablegen. Sofern Sie die Option Kachel in Vollbildgrösse verwendet haben und sich die Auswahl noch im Bild befindet, eignen sich diese Verfahren:
Prüfen Sie jeweils in der 2fach- oder 4fach-Vorschau verschiedene Vorgaben für JPG- und GIF-Dateiformat, markieren Sie die gewünschte Variante und nutzen Sie den Befehl Datei: Optimiert-Version speichern unter.
Abbildung 4.69: Links: Wir markieren einen Bereich, der als »Muster« definiert werden soll, mit dem Auswahlrechteck. Mitte: Hier haben wir den Befehl »Kacheln erstellen« mit der Option »Vollbildgröße« angewendet; die Auswahl wird voll ausgefüllt, doch es kommt zu Unschärfe durch Skalieren. Rechts: Auf die Option »Vollbildgröße« haben wir verzichtet; die Bild qualität bleibt im Innern voll erhalten, allerdings wird Rand entfernt.
Die besseren Ergebnisse entstehen oft, wenn Sie die Vollbildgrösse abwählen. Erstellen Sie Ihre Kachel in einer Auswahl auf einer üblichen »Hintergrund«-Ebene, produziert ImageReady einen transparenten Rand um die Kachel herum, der beim Speichern als Einzelkacheldatei zunächst lästig ist. So kappen Sie den kompletten Bildrand um die Kachel herum:
.
Dieses Verfahren hinterlässt eine sauber ausgeschnittene Kachel. Alternativ gehen Sie so vor:
den Bildbereich, der als Kachel dienen soll.
aus.
Abbildung 4.70: Diese Vorlage wird mit dem Befehl »Filter: Sonstige Filter: Verschiebungseffekt« in ImageReady bearbeitet. Datei: Wasser
Eine weitere Möglichkeit bietet der Befehl Filter: Sonstige Filter: Verschiebungseffekt. Im Endeffekt erhalten Sie dabei nahtlos kombinierbare Bildränder, allerdings - je nach Vorlage - Nähte im Innern der Kachel. Zunächst entsteht keinerlei Unschärfe oder »Verwischen«, wie es zu dem Filter Kacheln erstellen gehört. Die Nähte im Innern müssen Sie jedoch noch irgendwie glätten oder retuschieren, zum Beispiel mit dem Kopierstempel
(Details ab Seite 572) oder Wischfinger
(Seite 569) bei weicher Werkzeugspitzenkante.
Wir betrachten hier die spezielle ImageReady-Variante des Filters Verschiebungseffekt. Das Prinzip, sofern Sie die werkseitigen Vorgaben nicht ändern:
Abbildung 4.71: Links: Nach Anwendung des »Verschiebungseffekts« erhält man nahtlos kombinierbare Auswahlränder, aber Nahtstellen im Innern der Kachel. Rechts: Die harten Kanten werden hier mit dem Stempel bei weicher Werkzeugspitzenkante retuschiert.
Der Befehl Filter: Rendering-Filter: Wolken errechnet ein luftiges Gewebe aus der jeweils aktuellen Hintergrund- und Vordergrundfarbe; es eignet sich gut für Seitenhintergründe. In der Regel erzeugt man erst eine Datei mit Wolkenmuster; dann wendet man den Filter Kacheln erstellen oder ein anderes Verfahren an, um nahtlos kombinierbare Ränder zu erhalten. Verwendet man allerdings Bilddateien mit 128x128 Pixeln Größe oder einem Vielfachen davon, entstehen mit dem Wolken-Filter sofort nahtlose Kacheln.
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Sie können das Wolken-Ergebnis problemlos nach Bedarf umfärben. Dazu verwenden Sie den Farbton-Regler des Befehls Bild: Einstellen: Farbton/ Sättigung (Strg+U, Details ab Seite 488). Zeigt Ihr Wolkenmuster keine Farben, sondern nur Grautöne, klicken Sie in diesem Dialogfeld zusätzlich die Option Färben an. |
Abbildung 4.72: Links: Diese Datei misst 230x230 Bild punkte. Sie wird mit dem »Wolken«-Filter gefüllt. Rechts: Verwendet man diese Struktur jedoch als Hintergrundmuster, treten deutliche Nahtstellen hervor. Datei: Wolken_230
Abbildung 4.73: Links: Diese Datei wurde ebenfalls mit dem »Wolken«-Filter gefüllt, sie misst jedoch 256x256 Bild punkte. Rechts: Das Ergebnis lässt sich vielfach nahtlos aneinander setzen. Datei: Wolken_256
Abbildung 4.74: Links: Hier wurde die Datei »Wolken_256« noch mit dem Befehl »Filter: Strukturierungsfilter: Mit Struktur versehen« bearbeitet. Häufig lässt sich das Ergebnis sofort als nahtlose Hintergrundkachel weiterverwenden. Datei: Wolken_256str
Sie können Ihre fertige Hintergrundkachel in ImageReady mit einem HTML-Code speichern, der diese Datei als Hintergrund definiert. So geht's:
Die Hintergrundkachel lässt sich mühelos auch von Hand in eine HTML-Seite einpflegen, Sie müssen nicht erst ImageReady bemühen. Dabei verwenden Sie die Vorgabe »Background« im »Body«-Tag. Eine entsprechende Zeile, die in diesem Beispiel auch Hintergrundfarben, Textfarben und Farben für Hyperlinks ausweist, sieht so aus:
<BODY bgcolor="#FFFFFF" background="IHREKACHELDATEI.JPG" text="#000000" link="#FF0000" vlink="#8C2430" alink="#D98DA1" >
Abbildung 4.75: Wählen Sie den Befehl »Datei: Ausgabe-Einstellungen: Hintergrundbild« mit der Option »Hintergrund«. Durch diese Vorgabe können Sie das Bild mit HTML-Code speichern, der es als Hintergrundkachel definiert, und Sie stellen es aus ImageReady heraus als Hintergrundbild in einem Internet-Browser dar. Zusätzlich geben Sie eine Farbe an, die während des Ladens der Hintergrunddatei sowie in transparenten Bereichen erscheint.
Sie können im Dialogfeld eine Farbfläche angeben, die während des Ladens des Hintergrundbilds erscheint oder durch transparente Bereiche des Hintergrundbilds sichtbar wird, klicken Sie auf das Feld Farbe. Damit erscheint der Farbwähler. Alternativ klicken Sie auf das Dreieck neben dem Feld Farbe; hier gibt es weitere Angebote in Menüstruktur, so etwa Vordergrundfarbe und Hintergrundfarbe. Klicken Sie auf OK.
Nach Verwendung des Befehls HTML-Hintergrund mit der Option Hintergrund lässt sich das Bild vielfach gekachelt in einem Internet-Browser testen. Diese Browser-Ansicht erzeugen Sie mit dem Untermenü Datei: Vorschau in oder mit der Schaltfläche für den Standardbrowser in der Werkzeugleiste (Strg+Alt+P).
Sie können die Wirkung der Hintergrundkachel auch innerhalb von ImageReady oder Photoshop prüfen. So geht's:
Sie können das Muster auch als Ebeneneffekt für eine vorhandene Ebene anwenden (Seite 795) oder als Musterfüllung in eine Füllebene einsetzen (Seite 817).
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Besonders bei fein strukturierten Mustern sollten Sie die Wirkung unbedingt in
der Zoomstufe 100 Prozent prüfen. Alle verkleinernden Zoomstufen verzerren
Ihr Bild deutlich (Details ab Seite 69). Die 100-Prozent-Ansicht richten Sie mit
Strg+Alt+0 oder mit einem Doppelklick auf die Lupe
in der
Werkzeugleiste ein.
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Abbildung 4.76: Sobald Sie den Befehl »HTML-Hintergrund« mit der Option »Hintergrund« gewählt haben, können Sie mit dem Befehl »Datei: Vorschau in« testen, wie das Bild vielfach wiederholt als Hintergrund in einem Internet-Browser wirkt. Zusätzlich blendet ImageReady die Eigenschaften der Hintergrunddatei und den HTML-Code ein.
Sie können die Hintergrundkachel in Verbindung mit einem Vordergrundmotiv testen oder in den HTML-Code aufnehmen. So geht's:
Hauptmotiv plus Hintergrund prüfen Sie nun via Datei: Vorschau in oder mit der Schaltfläche Standard-Browser (Stg+Alt+P) im Internet-Betrachter. Sichern Sie das Hauptmotiv neu mit dem Befehl Optimiert-Version speichern, schreibt ImageReady die Information über die Hintergrundkachel mit in den HTML-Code.
Von Haus aus erzeugt ImageReady dabei auch eine Kopie der Hintergrundkachel im selben Verzeichnis wie die Hauptdatei. Sie können dies jedoch abwählen - dann wird die Originaldatei am von Ihnen festgelegten Ort verwendet; diese Lösung ist allerdings weniger übersichtlich. Rufen Sie bei Bedarf in ImageReady den Befehl Datei: Ausgabe-Einstellungen: Dateien speichern und schalten Sie die Option Hintergrundbild beim Speichern kopieren ab.
Abbildung 4.77: Der animierte Schriftzug »Sunny_4« wurde hier mit dem Hintergrundmotiv »Wolken_256str.jpg« kombiniert. Dazu haben wir die Schriftdatei aktiviert, dann wurde der Befehl »Datei: Ausgabe-Einstellungen: Hintergrund« mit der Option »Bild « gewählt; dort haben wir die gewünschte Hintergrunddatei angegeben. Dateien: Sunny_5; HTML-Ergebnis im Verzeichnis Sunny_5
Nachdem Sie die Hintergrundkachel mit dem Befehl Hintergrund als Hintergrundmotiv gespeichert haben, können Sie das Hauptmotiv erneut als Photoshop-Datei sichern. Auch in dieser Datei bleibt die Information über das Hintergrundmotiv erhalten. Prüfen Sie die Datei mit dem Befehl Vorschau in in einem Browser, erscheint auch die Hintergrundkachel - in ImageReady jedoch sieht man sie nicht. Das funktioniert freilich nur so lange, wie Sie die Hintergrundkachel nicht vom Platz entfernen oder umbenennen. Waren beide Teilnehmer im selben Verzeichnis, können Sie diese auch gemeinsam verschieben, ohne dass die Verbindung verloren geht.
Mit ImageMaps und mit Slices teilen Sie ein Bild in einzelne Abschnitte auf. Jeder Abschnitt gilt als »aktive Zone«. Eine jede Zone kann individuelle Hyperlinks aufweisen, also Sprungmarken zu anderen Internet-Seiten oder allgemeiner zu anderen Dateien. Der wesentliche Unterschied:
In diesem Hauptabschnitt vergleichen wir Slices und Imagemaps, anschließend besprechen wir Imagemaps. Der folgende Hauptabschnitt gilt den Slices.
Ein typisches Beispiel für »aktive Zonen« per Imagemap ist die Weltkarte auf der Internet-Seite eines Reiseunternehmers: Klicken Sie ein Land an, erscheinen Informationen zu diesem Land. Sie hantieren mit einer einzelnen Bilddatei plus HTML-Code.
Wenn Sie dieses Seitenelement nicht als Imagemap, sondern aus Slices aufbauen, können sich die aktiven Zonen per Rollover-Effekt verändern, sobald der Mauszeiger naht, oder Sie können Animationen einfügen. Überdies können Sie für einzelne Segmente komplett auf ein Bildsegment verzichten und dort Text einsetzen oder schlicht den Hintergrund durchscheinen lassen. Allerdings sind bei Slices nur noch rechteckige Zonen möglich; Sie hantieren mit mehreren Bilddateien plus HTML-Code. Die folgende Tabelle listet die Unterschiede auf.
Generell legen Sie die »aktiven Zonen« einer Imagemap in ImageReady nach zwei Methoden an:
Wenn Sie eine Imagemap in ImageReady von Hand anlegen möchten, wählen Sie zunächst das Werkzeug: Alle Imagemap-Werkzeuge lassen sich mit Kurztaste P einschalten, den Wechsel zwischen verschiedenen Imagemap-Werkzeugen bewerkstelligen Sie mit Umschalt+P.
Abbildung 4.78: Mit den Imagemap-Werkzeugen in ImageReady erzeugen Sie »aktive Zonen«. Klicken Sie nach dem Öffnen des Werkzeug-Menüs ganz unten auf das Dreieck, um eine separate, dauerhaft sichtbare Werkzeugleiste nur für die Imagemap-Funktionen zu erhalten. Diese Möglichkeit gibt es auch für die Slice-Werkzeuge. Sie können ein Imagemap-Werkzeug auch mit der Taste P aktivieren, Umschalt+P wechselt zwischen den Imagemap-Funktionen.
So arbeiten Sie mit den Werkzeugen »Kreisförmige Imagemap«
oder »Rechteckige Imagemap«
: Ziehen Sie einen Auswahlrahmen um den gewünschten Bildteil. Dabei haben Sie folgende Optionen:
Abbildung 4.79: Diese »aktiven Zonen« haben wir mit verschiedenen Imagemap-Werkzeugen festgelegt, da sich im Bild keine Ebenen befanden. Für jede Imagemap vergeben Sie eine URL (eine eindeutige Dateiadresse) und bei Bedarf einen Einblendtext im Feld »Alt«. Vorlage: Alaska_2
Mit dem Werkzeug »Polygonförmige Imagemap«
klicken Sie beliebig viele Eckpunkte ins Bild, die ImageReady durch Geraden verbindet. Ein Doppelklick schließt den Rahmen. Per Umschalt-Taste sorgen Sie für 45-Grad-Winkel.
Abbildung 4.80: Links: Auf diese Textebene haben wir den Befehl »Ebene: Neuer ebenenbasierter Imagemap-Bereich« angewendet. ImageReady erzeugt rechteckige aktive Zonen exakt um die Buchstaben herum, zwischen den Buchstaben kommt es zu Lücken. Mitte: In der Imagemap-Palette haben wir die Vorgabe »Polygon« verwendet. Es entstehen zunächst Zonen mit wenigen Eckpunkten, die den Ebenenumrissen nicht sehr genau folgen. Rechts: Der Wert für »Qualität« bei der Vorgabe »Polygon« wurde auf den Höchstwert 100 gesetzt; ImageReady erzeugt mehr Eckpunkte und genauere aktive Zonen.
Sie können Imagemaps auch aus Ebenen ableiten. Verändern Sie die Ebenengröße, ändert sich auch die Imagemap. So geht's:
Der Befehl erzeugt ohne jedes Dialogfeld eine rechteckige Imagemap um die Außengrenzen des Objekts herum - der aktive Bereich ragt damit über die Zonen einer unregelmäßig geformten Ebene hinaus.
Wenn Sie ebenenbasierte Imagemaps erzeugen, produziert ImageReady zunächst rechteckige Bereiche. Sie können jedoch die Form verändern und besser an die Ebene anpassen: Wählen Sie in der Imagemap-Palette im Bereich Form den Kreis oder das Polygon. Das Polygon legt sich mehr oder weniger präzise um die Ebenenumrisse. Sie haben hier noch die Option Qualität: Je höher der Wert, desto mehr Eckpunkte erzeugt ImageReady, desto genauer folgen die Konturen der Imagemap dem Ebeneninhalt.
Die Imagemap-Palette erreichen Sie über das Fenster-Menü oder über die Schaltfläche Imagemap-Palette in den Optionen zum Imagemap-Auswahlwerkzeug
(siehe Abbildung 4.81).
Abbildung 4.81: Die Imagemap-Zonen in dieser Montage entstanden mit dem Befehl »Ebene: Neuer ebenenbasierter Imagemap-Bereich« - jedes Textobjekt definiert den aktiven Imagemap-Bereich. Der URL-Eintrag aus der Imagemap-Palette erscheint auch beim jeweiligen Ebenenobjekt in der Ebenenpalette.
Möchten Sie die Grenzen der Imagemap doch unabhängig von den Ebenenmaßen regeln? Sie können Imagemap und Ebene entkoppeln: Öffnen Sie mit dem Dreieck
das Menü zur Imagemap-Palette und wählen Sie den Befehl Ebenenbasierten Imagemap-Bereich umwandeln. Nun legen Sie die Dimensionen für Ebene und Imagemap gänzlich unabhängig voneinander fest - als ob Sie die Imagemap von Anfang an mit den Imagemap-Werkzeugen ins Bild gesetzt hätten (siehe Abbildung 4.82).
Abbildung 4.82: Dieses Ergebnis wurde mit dem Befehl »Datei: Optimiert-Version speichern« gesichert. Achten Sie im Klappmenü »Dateityp« auf die Vorgabe »HTML und Bild er (*.html)«. Bei diesem Verfahren entsteht eine HMTL- und eine Bild datei. Die Bild datei hat das Dateiformat, das Sie in der Optimieren-Palette angeben. Wenn Sie die entstehende HTML-Datei in einen Internet-Betrachter ziehen, erkennen Sie die Wirkung der »aktiven Zone«: Jeweils innerhalb der gesamten Zone erscheint die Einblenderklärung aus dem Feld »Alt« in der Imagemap-Palette; die verknüpfte Internet-Adresse sehen Sie in der Statuszeile. ImageReady-Ergebnis: Alaska_3.psd; HTML-Ergebnis: im Unterverzeichnis Alaska
In der Werkzeugleiste bietet ImageReady die Schaltfläche Imagemaps einblenden/ausblenden
. Der Modus wird automatisch aktiviert, sobald Sie zu einem Imagemap-Werkzeug greifen. Wollen Sie jedoch die Imagemap-Verteilung unabhängig von diesen Werkzeugen sichten, klicken Sie diese Schaltfläche an. Alternativ drücken Sie das A auf der Tastatur, wählen Sie Ansicht: Einblenden: Imagemaps oder Ansicht: Extras einblenden (Details zu »Extras« ab Seite 79).
Mit dem Befehl Bearbeiten: Voreinstellungen: Imagemaps legen Sie fest, in welcher Farbe ImageReady die Imagemap-Konturen darstellt und ob die aktiven Zonen farblich abgedimmt erscheinen; dies gilt wohlgemerkt nur für die Betrachtung in ImageReady, die dämpfende Wirkung erscheint nicht auf der Internet-Seite. Kreisförmige Imagemaps können Sie per Werkzeugoptionen von einem rechteckigen Begrenzungsrahmen einfassen lassen.
Abbildung 4.83: Mit dem Befehl »Bearbeiten: Voreinstellungen: Imagemaps« legen Sie fest, wie ImageReady die aktiven Zonen der Imagemaps darstellt.
Klicken und ziehen Sie an einem der Anfasspunkte einer Imagemap mit dem Imagemap-Auswahlwerkzeug
, um die Proportionen einer Imagemap zu ändern, die Sie mit einem Imagemap-Werkzeug produziert haben. Auch mit der Imagemap-Palette können Sie die aktiven Zonen umformen: Bei Rechtecken tippen Sie neue Werte für Breite (B) oder Höhe (H) ein, bei Kreisen definieren Sie den Radius (R).
Imagemaps, die mit dem Befehl Ebene: Neuer ebenenbasierter Imagemap-Bereich entstanden, können Sie nur begrenzt unabhängig vom gegebenen Objekt verändern (siehe oben).
Mit dem Imagemap-Auswahlwerkzeug
klicken Sie in die Imagemap, die Sie bearbeiten wollen. Per Umschalt-Taste nehmen Sie weitere Zonen hinzu.
Wollen Sie Imagemaps bewegen oder umformen? Vielseitige Möglichkeiten bieten nur jene Imagemaps, die Sie mit den Imagemap-Werkzeugen von Hand ins Bild gesetzt haben. Ebenenbasierte Imagemaps verändern sich dagegen nur, sobald Sie die entsprechende Ebene bearbeiten. Imagemaps, die Sie per Imagemap-Werkzeug erstellt haben, lassen sich mit dem Imagemap-Auswahlwerkzeug
verschieben.
Rechteckige und kreisförmige Imagemaps lassen sich auch über Koordinateneingabe in der Imagemap-Palette platzieren und formen. Dabei gilt:
In den meisten Fällen liegt der Lineal-Nullpunkt in der linken oberen Ecke des Bildes. Sie können ihn jedoch verschieben. Die Imagemaps orientieren sich am aktuellen Nullpunkt; verschieben Sie den Nullpunkt nach Einfügen einer Imagemap, erscheinen in der Imagemap-Palette neue X- und Y-Werte. Details zu den Linealen lesen Sie ab Seite 78.
Um Imagemaps zu duplizieren, markieren Sie diese zunächst mit dem Imagemap-Auswahl-werkzeug
. Anschließend ziehen Sie bei gedrückter Alt-Taste; alternativ verwenden Sie den Befehl Imagemap-Bereich duplizieren aus dem Menü zur Imagemap-Palette.
Drücken Sie die Entfernen- oder Rückschritt-Taste, um eine ausgewählte Imagemap zu löschen.
Überlappen sich zwei Imagemaps, hat im Schnittbereich der beiden aktiven Zonen nur die obere Imagemap Geltung. Als »obere« Imagemap gilt jeweils die zuletzt erzeugte. Sie können die Rangfolge jedoch ändern. Zunächst aktivieren Sie eine Imagemap mit dem Imagemap-Auswahlwerkzeug. Dann wählen Sie aus der Imagemap-Palette einen der Befehle wie Nach vorne bringen oder Schrittweise vorwärts; alternativ nutzen Sie die Schaltflächen rechts in der Optionenleiste zum Imagemap-Auswahlwerkzeug.
Abbildung 4.84: Mit den Schaltflächen in den Optionen zum Imagemap-Auswahlwerkzeug können Sie ausgewählte Imagemap-Bereiche gleichmäßig verteilen.
ImageReady ordnet werkzeugbasierte, aber nicht ebenenbasierte Imagemap-Zonen auf Wunsch automatisch gleichmäßig an; dabei orientiert sich das Programm nach Bedarf an den Bildrändern (Ausrichten) oder es verteilt die Zonen gleichmäßig entlang einer Achse (Verteilen). Die entsprechenden Imagemap-Regionen markieren Sie zunächst bei gedrückter Umschalt-Taste mit dem Imagemap-Auswahlwerkzeug
, dann verwenden Sie die Schaltflächen aus den Optionen zum Imagemap-Auswahlwerkzeug; alternativ nutzen Sie die Befehle aus dem Menü zur Imagemap-Palette. Wir besprechen diese Funktionen ausführlich im Zusammenhang mit der gleichmäßigen Verteilung von Ebenen ab Seite 742.
In der Imagemap-Palette tippen Sie eine URL (die Adresse einer anderen Internet-Seite oder allgemeiner einer anderen Datei), Alternativ-Text und ein Ziel für Seiten mit Frames ein. Wir besprechen diese Funktionen ausführlich im Abschnitt »HTML-Optionen für Slices und Imagemaps« ab Seite Bild Bild 333.
Generell unterscheidet man zwei Typen von Imagemaps, beide lassen sich mit ImageReady erzeugen:
Wählen Sie in ImageReady den Befehl Datei: Ausgabe-Einstellungen: HTML. Unten im Bereich Imagemaps legen Sie die gewünschte Art von Imagemaps fest. Die Programmierer haben Client-seitig voreingestellt, meist lässt man es dabei.
Ebenfalls mit dem Befehl Datei: Ausgabe-Einstellungen: HTML bestimmen Sie im Klappmenü Plazierung, wo ImageReady innerhalb der HTML-Datei die Imagemap-Information unterbringt:
Mit der Slice-Technik splitten Sie ein größeres Bild in mehrere rechteckige Einzelbilder, so genannte Slices (sprich »Slaißes«, ein abgeschnittenes Stück). Auf der Internet-Seite wird dann, Slice für Slice, ein nahtloses Gesamtbild aufgebaut. Dazu erzeugt ImageReady eine HTML-Tabelle. Jedes Rechteck innerhalb des Gesamtbildes füllt eine Zelle innerhalb der Tabelle.
Abbildung 4.85: Mit der Slices-Technik zerlegt ImageReady eine größere Bild datei in mehrere Einzelbilder. Getrennt für jedes Segment (Slice) geben Sie in der Slice-Palette einen Hyperlink vor. In der Optimieren-Palette legen Sie Dateiformat und Feineinstellungen individuell für jeden Slice fest. Die Slices-Einteilung speichern Sie zum einen innerhalb des Photoshop-Dateiformats. Für die Internet-Seite werden eine HTML- oder CCS-Datei und mehrere Bild dateien in den Formaten GIF, JPG oder PNG erzeugt. Datei: SliceAnim.psd
Anders als bei Imagemaps (siehe vorhergehender Abschnitt) teilen Sie also bei Slices Ihre Vorlage nicht nur in unterschiedliche aktive Zonen auf, sondern auch in mehrere separate Bilddateien. Diese Stückelung bietet interessante Möglichkeiten:
Abbildung 4.86: Auf der Internet-Seite werden die Einzelstücke einer Slices-Komposition in einer unsichtbaren Tabelle wieder zu einem Gesamtbild zusammengesetzt. Für jedes Segment gibt es eigene Hyperlinks, die in der Statuszeile des Internet-Browsers erscheinen.
Abbildung 4.87: Hier wird die Tabellenstruktur der HTML-Seite mit den Slices deutlich. Für diese Ansicht haben wir in der HTML-Datei die Werte für »Tableborder«, »Cellpadding« und »Cellspacing« heraufgesetzt. Dateien: SliceRoll.htm im Unterverzeichnis SliceRoll, SliceTabelle im Verzeichnis SliceTabelle
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Slices neu ins Bild zu bringen:
So entsteht ein neues Slice auf Basis einer Ebene:
Abbildung 4.88: In diesem Bild haben wir die Textebene »Touren« in der Ebenenpalette ausgewählt. Anschließend verwendeten wir den Befehl »Ebene: Neues ebenenbasiertes Slice«. ImageReady erzeugt einen Slice-Rahmen exakt um diese Ebene herum; weitere so genannte Auto-Slices entstehen, damit das komplette Bild in Rechtecke zerlegt werden kann. Diese Auto-Slices können Sie bearbeiten, nachdem sie mit dem Befehl »Slices: In Benutzer-Slice umwandeln« bearbeitet wurden. Datei: Slice-Vorlage
Schalten Sie in ImageReady oder Photoshop das Slice-Werkzeug
ein (Kurztaste K). Nun zeigt ImageReady bereits einen ersten Slice-Rahmen, der das gesamte Bild umgibt: Das Programm betrachtet das Bild nun als einen einzigen Slice.
Ziehen Sie mit dem Slice-Werkzeug einen Rahmen um den gewünschten Bereich. Ziehen Sie bei gedrückter Umschalt-Taste, um ein Quadrat zu erhalten; mit gedrückter Alt-Taste können Sie den Rahmen von einem Mittelpunkt aus in alle Richtungen aufziehen.
ImageReady erzeugt nun die Slice-Zelle für den gewählten Bereich. Das Programm produziert aber gleich noch weitere Zellen. Diese sind erforderlich, damit das komplette Bild in Rechtecke aufgeteilt wird.
Der Slice, den Sie von Hand eingerahmt haben, gilt als so genannter »Benutzer-Slice«. Die anderen Slices, die ImageReady automatisch dazugerechnet hat, heißen »Auto Slice«; außerdem gibt es »ebenenbasierte Slices« und »Unter-Slices«. Die Unterschiede:
Abbildung 4.89: Mit dem Slice-Werkzeug wurde hier ein erster Rahmen ins Bild gezeichnet, um den Ball herum. Dieser Bereich gilt als »Benutzer-Slice«. ImageReady erzeugt automatisch weitere Slices, so dass das gesamte Bild in Rechtecke aufgeteilt ist. Diese weiteren Slices heißen »Auto Slices« und bieten weniger Bearbeitungsmöglichkeiten. Die nicht aktivierten Slices stellt das Programm blasser dar. Datei: Slice-Vorlage
Sie können »Auto Slices« in »Benutzer-Slices« verwandeln. Der Befehl heißt in ImageReady Slices: In Benutzer-Slice umwandeln. Als Benutzer-Slice ist der Slice nicht mehr »verbunden« - Sie können also individuelle Dateiformatvorgaben in der Optimieren-Palette machen oder den Slice-Rahmen bewegen.
Auch die »ebenenbasierten Slices« lassen sich zu »Benutzer-Slices« umwandeln. Wieder verwenden Sie in ImageReady den Befehl In Benutzer-Slice umwandeln. Beide Programme bieten diesen Befehl auch im Kontextmenü zum Slice-Auswahlwerkzeug
; Photoshop unterhält überdies eine gleichnamige Schaltfläche in der Optionenleiste zum Slice-Auswahlwerkzeug. Nach Anwendung des Befehls lässt sich der Slice-Rahmen unabhängig vom Ebeneninhalt verschieben oder skalieren.
Bei sehr gleichmäßig geteilten Vorlagen - zum Beispiel bei Schaltleisten - ist es einfacher, erst Hilfslinien über das Bild zu legen und an diesen Linien entlang Slices zu erzeugen.
Um Hilfslinien erzeugen zu können, blenden Sie zunächst mit Strg+R die Lineale ein; dann ziehen Sie die Hilfslinien aus den Linealen ins Bild (Details zu Hilfslinien ab Seite 80). Wollen Sie die Hilfslinien noch verschieben, so geht dies nur mit dem Verschieben-Werkzeug
(Kurztaste V). Wenn die Hilfslinien gut sitzen, verwenden Sie den Befehl Slices: Slices entlang der Hilfslinien erstellen. Alle bereits vorhandenen Slices werden bei diesem Vorgang gelöscht.
Sie können einen Slice auch aus einer Auswahl erstellen. Wählen Sie den Bildbereich beispielsweise mit Lasso
, Zauberstab
oder Auswahlrechteck
aus. Dann klicken Sie auf Slices: Aus Auswahl erstellen. So erzeugen Sie Slices, die sich sehr genau um Objektkonturen herumlegen. Die weiteren Slices erzeugt ImageReady automatisch, um das Bild komplett in Rechtecke aufteilen zu können.
Haben Sie zwei getrennte, sich nicht überschneidende Auswahlen im Bild, macht ImageReady daraus nicht etwa zwei maßgeschneiderte Slices. Statt dessen entsteht ein großes Segment, in dem beide Auswahlbereiche Platz finden.
Das Gesamtbild gilt ja bereits als ein einziger großer Slice, sobald Sie das Slice-Werkzeug einschalten. Sie können dieses Groß-Slice - oder vorhandene kleinere Slices - automatisch weiter gliedern. Dazu wählen Sie den Befehl Slices: Slice unterteilen. Es gibt zwei Methoden:
Ein Beispiel: Sie klicken im Bereich Horizontal unterteilen die obere Option an und geben an, dass Sie genau 3 vertikale, gleichmässig angeordnete Slices erhalten möchten. ImageReady nennt sofort im Eingabefeld darunter die resultierende Zahl der Pixel pro Slice und die neuen Slices erscheinen auch schon im Bild. Alternatives Vorgehen: Sie klicken im Bereich Horizontal unterteilen die untere Option an und verlangen von dem Programm genau 50 Pixel große Slices. ImageReady wird sie in der erforderlichen Zahl erzeugen.
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Der Befehl Slice unterteilen funktioniert nicht bei ebenenbasierten Slices.
Verwenden Sie also bei Bedarf den Befehl Slices: In Benutzer-Slice umwandeln. |
Abbildung 4.90: Mit dem Befehl »Slices: Slices unterteilen« zerlegen Sie das Gesamtbild oder ein einzelnes Slice in mehrere gleich große Segmente.
Bevor Sie einen einzelnen Slice bearbeiten, müssen Sie ihn auswählen.
Um einen Slice zu aktivieren, schalten Sie das Slice-Auswahlwerkzeug ein
(Kurztaste K); dann klicken Sie den gewünschten Slice an. Nur der ausgewählte Slice erscheint in voller Farbqualität. Alle anderen Slices erscheinen aufgehellt (Details zur Darstellung im nächsten Abschnitt). Sie können Slices wohlgemerkt nicht mit anderen Werkzeugen aktivieren, etwa mit dem Verschieben-Werkzeug
. Auf verschiedene Arten markieren Sie mehrere Slices:
Alle Slices gemeinsam aktivieren Sie mit dem Befehl Auswahl: Alle Slices (Strg+A). Dabei muss das Slice-Auswahlwerkzeug
aktiv sein. Sie heben jede Slice-Auswahl auf mit dem Befehl Auswahl: Slices abwählen (Strg+D).
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Sie erhalten das Slice-Auswahlwerkzeug auch vorübergehend, wenn Sie bei
aktiviertem Slice-Werkzeug die Strg-Taste drücken. |
Möchten Sie eine bestimmte Gruppe von Slices immer wieder auswählen, verwenden Sie in ImageReady den Befehl Slices: Slice-Auswahl speichern. Das Pendant heißt Slice-Auswahl laden und markiert exakt die gewünschten Slices. Nicht benötigte Auswahlinformationen tilgen Sie mit dem Befehl Slice-Auswahl löschen. Die Slices selbst bleiben dabei erhalten.
Wie ImageReady die Slices darstellt, das regeln Sie mit dem Befehl Bearbeiten: Voreinstellungen: Slices. Zur Darstellung des Bildes haben Sie hier unter anderem diese Möglichkeiten:
Abbildung 4.91: Mit dem Befehl »Bearbeiten: Voreinstellungen: Slices« regeln Sie, wie ImageReady die Segmentierung des Bild es darstellen soll.
Photoshop bietet einige Regelmöglichkeiten zur Darstellung von Slice-Ziffern und zur Linienfarbe in der Optionenleiste zum Slice-Werkzeug
.
Der Befehl Ansicht: Extras einblenden verbirgt die Linien, ohne sie zu löschen (Details zu »Extras« ab Seite 79); alternativ verstecken Sie die Linien mit dem Untermenü Ansicht: Einblenden. In der Werkzeugleiste von ImageReady sowie im Photoshop-Dialogfeld Speichern für Web finden Sie überdies die Schaltfläche Slices einblenden/ausblenden
, Kurztaste Q.
ImageReady bietet vielfältige Möglichkeiten, Platzierung und Maße von Benutzer-Slices zu verändern. Möchten Sie »Auto-Slices« oder »ebenenbasierte Slices« von Hand umformen, so bearbeiten Sie diese zunächst mit dem Befehl Slices: In Benutzer-Slice umwandeln.
Die Rahmen von Benutzer-Slices zeigen die aus anderen Aufgaben bekannten quadratischen Griffpunkte. Halten Sie das Slice-Auswahlwerkzeug
über einen solchen Griffpunkt. Dann erscheint das Werkzeug als Doppelpfeil und Sie können den Rahmen durch Ziehen verkleinern oder vergrößern. Ziehen Sie an einem Eckpunkt mit gedrückter Umschalt-Taste, um das Höhe-Breite-Verhältnis zu wahren. Anschließend berechnet ImageReady die Gesamtaufteilung der Slices neu.
Für präzise Änderungen mit Zahlenangabe rufen Sie mit dem Fenster-Menü die Slice-Palette auf. Klicken Sie auf das Doppeldreieck
neben der Palettenbezeichnung Slice, damit Sie alle Optionen sehen, oder verwenden Sie dafür aus dem Palettenmenü den Befehl Optionen einblenden. Unten links in der Palette befindet sich der Bereich Abmessungen. In den Feldern »B« und »H« legen Sie Breite und Höhe des Slice in Pixelwerten fest. Soll das Verhältnis von Höhe zu Breite unverändert bleiben, klicken Sie die Option Proportionen erhalten an.
Abbildung 4.92: Im Bereich »Abmessungen« der Slice-Palette bestimmen Sie Position und Maße des aktuellen Slice präzise per Koordinateneingabe. Wählen Sie im Palettenmenü den Befehl »Optionen einblenden«, damit ImageReady diesen unteren Teil der Palette anzeigt.
Sie können in Photoshop sämtliche Slices gegen versehentliches Skalieren oder Verschieben schützen. Dies erledigt der Befehl Ansicht: Slices fixieren. Danach lassen sich die Slice-Werkzeuge im betreffenden Bild nicht mehr gebrauchen; wählen Sie den Befehl erneut, wenn Sie doch Veränderungen wünschen.
Benötigen Sie die Konturen eines Slice für einen weiteren Slice? Dann ziehen Sie bei gedrückter Alt-Taste am Slice. Sie erhalten einen identisch geformten weiteren Slice; dabei werden auch die Optimierungseinstellungen übernommen und Sie erhalten generell einen Benutzer-Slice, der sich anschließend frei verändern lässt. Sie können auch mehrere Slice-Umrisse gleichzeitig duplizieren. Dazu markieren Sie mehrere Slices bei gedrückter Umschalt-Taste mit dem Slice-Auswahlwerkzeug
.
Den Befehl Slice duplizieren finden Sie auch im Slices-Menü und im Kontextmenü. Hierbei entsteht ein weiterer Slice, der gegenüber dem ursprünglichen Umriss um zehn Bildpunkte nach rechts und unten verschoben ist. Sie können diesen Slice nun weiter bewegen.
Einen vorhandenen Slice splitten Sie mit dem Befehl Slices: Slices unterteilen in kleinere, gleichmäßig große Segmente auf (siehe oben).
In ImageReady können Sie Slices auch kopieren und im selben oder in einem anderen Bild wieder einfügen. Die Befehle finden Sie im Menü zur Slice-Palette.
Wollen Sie zwei Benutzer- oder Auto-Slices zusammenfassen? Die Segmente müssen nicht nebeneinander liegen. Markieren Sie die Elemente in ImageReady und wählen Sie Slices: Slices zusammenfügen.
Dabei entsteht generell ein Benutzer-Slice - unabhängig von der Kategorie der Slices vor der Vereinigung. ImageReady aktualisiert die Tabelle so, dass der neue, zusammengesetzte Slice hineinpasst. Für den neuen Slice gelten die Optimierungseinstellungen (also Dateiformatvorgaben) und die Slice-Einstellungen aus der Slice-Palette den Einzel-Slice, den Sie zuvor als Erstes angeklickt haben.
Wollen Sie einen benutzer- oder ebenenbasierten Slice entfernen, markieren Sie ihn und machen Sie Gebrauch von der Entfernen- oder Rückschritt-Taste. Alternativ wählen Sie Slices: Slice löschen. Dabei entstehen neue Auto-Slices, so dass das ganze Bild mit Slices abgedeckt bleibt. Sie können in ImageReady auch mehrere markierte Slices auf einen Schlag löschen. Auto-Slices lassen sich nicht einzeln löschen. Ganze Arbeit erledigt Slices: Alle Slices löschen in ImageReady. (Wollen Sie die Slices nur verbergen, aber nicht löschen, nehmen Sie Slices: Slices ausblenden, die Taste Q oder die Schaltfläche Slices einblenden/ausblenden
).
Mitunter überlappen sich Slices. Sie können das Slice-Arrangement - beziehungsweise die HMTL-Tabelle - automatisch neu anordnen. Dazu dient das Untermenü Slices: Anordnen in ImageReady; alternativ verwenden Sie die Schaltflächen auf der Optionenleiste zum Slice-Auswahlwerkzeug in Photoshop oder ImageReady.
Dabei gilt: Alle Slices bilden einen Stapel. Der zuletzt erzeugte Slice liegt ganz oben im Stapel. Wählen Sie jetzt zum Beispiel den Befehl Nach hinten stellen; damit geht der zuletzt erzeugte (quasi oben liegende) Slice in früher erstellten Slices (die quasi weiter unten liegen) auf; die Umrisse der älteren Slices setzen sich bei der optimierten Version durch.
Slices lassen sich einfach mit dem Slice-Auswahlwerkzeug
verschieben. Sobald Sie den verschobenen Slice loslassen, erzeugt das Programm selbständig die erforderlichen neuen Slices, um das Gesamtbild auf Rechtecke verteilen zu können. Sie können auch mehrere Slices gemeinsam verschieben. Markieren Sie die Segmente zuvor bei gedrückter Umschalt-Taste mit dem Slice-Auswahlwerkzeug.
Dabei können andere Bildelemente »magnetisch« wirken - zum Beispiel Hilfslinien, Bildränder oder auch andere Slices; welche Bildelemente anziehende Wirkung ausüben sollen, bestimmen Sie im Untermenü Ansicht: Ausrichten an.
Alternativ bewegen Sie die Slices präzise per Zahleneingabe in der Slice-Palette. Mit dem Eingabefeld »X« benennen Sie den Pixelabstand zum Nullpunkt des horizontalen Lineals - dies ist meist der linke Bildrand. Beispiel: Tippen Sie bei X eine 10 ein, wenn der Slice 10 Bildpunkte Abstand vom linken Bildrand haben soll. Tippen Sie ein 0 ein und drücken Sie die Eingabe-Taste, damit der Slice genau auf dem linken Bildrand beginnt (beziehungsweise auf dem Nullpunkt des Lineals, sofern Sie den Nullpunkt verschoben haben). Im Datenfeld »Y« benennen Sie dagegen den Abstand zum oberen Bildrand oder genauer zum Nullpunkt des vertikalen Lineals. Eine 20 bedeutet hier: Der Slice hat 20 Pixel Abstand zur Oberkante (Details zu Linealen ab Seite 78).
ImageReady ordnet Benutzer-Slices automatisch gleichmäßig an; dabei orientiert sich das Programm nach Bedarf an den Bildrändern (Ausrichten) oder es verteilt die Zonen gleichmäßig entlang einer Achse (Verteilen). Die entsprechenden Slices wählen Sie zunächst aus, dann verwenden Sie die Schaltflächen aus den Optionen zum Slice-Auswahlwerkzeug; alternativ nutzen Sie die Befehle aus dem Slice-Menü. Wir besprechen und illustrieren diese Funktionen ausführlich im Zusammenhang mit Ebenen ab Seite 742.
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Die Ausrichten - und Verteilen-Funktionen können überflüssige Auto-Slices
tilgen und so zu kleineren HTML-Dateien verhelfen. |
Sie können mehrere, markierte Slices automatisch gleichmäßig anordnen. Die Befehle sind vergleichbar mit den Funktionen, um Ebenen gleichmäßig auszurichten. Diese Funktionen werden im »Ebenen«-Kapitel ausführlich diskutiert und auch illustriert (Seite 742). Um Slices umzuverteilen, verwenden Sie das Untermenü Slices: Ausrichten oder die Schaltflächen in der Leiste zum Slice-Auswahlwerkzeug
. Dabei dient jeweils einer der Slices als Orientierungspunkt. Zum Beispiel:
Sie können in ImageReady mehrere Slices zu so genannten »Sets« verbinden. Dann gelten alle in der Optimieren-Palette festgelegten Dateiformat-Einstellungen für alle verbundenen Slices gemeinsam. Verbundene Slices im GIF- und PNG-8-Format haben zudem eine gemeinsame Farbpalette und ein gemeinsames Dithering-Streuraster - harte Kanten zwischen benachbarten Slices werden so vermieden. Sobald Sie die Dateiformatvorgaben für ein Slice in der Optimieren-Palette ändern, werden alle verbundenen Slices aktualisiert. Auto Slices sind von Haus aus verbunden.
Abbildung 4.93: Die rot gekennzeichneten Slices wurden gemeinsam markiert und mit dem Befehl »Slices: Slices verbinden« zu einem Set zusammengefasst. Anschließend wurden die grün gekennzeichneten Slices markiert und ebenfalls verbunden. Alle Dateiformatvorgaben aus der Optimieren-Palette gelten für die Slices eines Sets gemeinsam. Das Dithering-Streuraster bei den Formaten GIF und PNG-8 wird so angelegt, dass keine Nahtlinien entstehen.
So erzeugen Sie eine Slice-Gruppe:
Dabei gilt: Wählen Sie beim manuellen Verbinden von Slices erst ein Benutzer-Slice und anschließend ein Auto Slice aus, wird das Auto Slice in ein Benutzer-Slice umgewandelt, ImageReady hebt seine Verbindung zur »Auto Slice«-Gruppe auf. Wenn Sie erst ein Auto Slice und dann ein Benutzer-Slice auswählen, fügt ImageReady das Benutzer-Slice zur Auto Slice-Gruppe hinzu, das Auto Slice bleibt ein Auto Slice.
Die jeweils verbundenen Slices erhalten eine eigene Kennfarbe in den Symbolen oben links innerhalb der Slice-Kontur. Legen Sie durch Markieren und Verbinden weiterer Slices ein zweites Set an, erhält es eine andere Farbe.
So heben Sie die Verbindung von mehreren Slices zu einem Set wieder auf:
Legen Sie HTML-Text, Hyperlinks und Alternativ-Text für den Internet-Auftritt fest. Sie verwenden diese Eingabefelder:
. Klicken Sie neben dem Namen »Slice« auf das Doppeldreieck
, bis die Palette alle Optionen anzeigt; oder verwenden Sie den Befehl Optionen einblenden aus dem Palettenmenü. Links in der Palettenvorschau sehen Sie den Slice, den Sie gerade bearbeiten. (Sind mehrere Slices gewählt, lässt sich die Funktion nicht nutzen.)
Mit dem Klappmenü Typ legen Sie fest, ob der Slice überhaupt ein Bild enthalten soll. Geben Sie hier Kein Bild an, speichert ImageReady für diesen Bereich keinerlei Bildinformation. In diesem Bereich erscheint also der Seitenhintergrund und Sie können HTML-Text einsetzen. Das beschleunigt die Übertragung des Gesamtwerks.
Bei Anwahl der Option Kein Bild erhalten Sie ein Texteingabefeld. Sie können nun in diese Zelle der HTML-Tabelle Text eintippen. Unten in der Slice-Palette bestimmen Sie die Ausrichtung: Im Bereich Horizontal geben Sie an, ob der Text links- oder rechtsbündig oder mittig ausgerichtet werden soll. Auch vertikal können Sie die Ausrichtung ändern. Die Standard-Angabe führt zu einem linksbündigen Text in mittlerer Höhe. Photoshop und ImageReady zeigen den HTML-Text jedoch in der Bilddatei nicht an, Sie müssen schon die Browser-Vorschau bemühen (Strg+Alt+P).
Der Text erscheint zunächst in einer Standardgröße. Sie können ihn umformatieren. Wenn Sie kein Programm für Web-Design verwenden, können Sie die erforderlichen HTML-Tags auch direkt in das Text-Fenster der Slice-Palette eintippen. Wollen Sie das Wort »Finanzen« zum Beispiel in der Maximalgröße »Überschrift 1« anzeigen, tippen Sie ins Textfenster:
<H1>Finanzen</H1>
Wenn Ihnen dies zu groß ist, probieren Sie H2 bis herunter zu H6.
Alternativ können Sie die Schriftgröße gegenüber einer Standardschrift um bis zu plus vier oder minus zwei Stufen verändern. Soll die Schrift drei Stufen größer werden, lautet der Eintrag im Text-Fenster:
<font size=+3>Finanzen</font>
Die HTML-Zeile für die gesamte Tabellenzelle sieht dann beispielsweise so aus:
<td WIDTH="126" HEIGHT="103"><font size=+3>Finanzen</font></td>
ImageReady speichert für diesen Tabellentext keinen Hyperlink. Sie können eine solche Verknüpfung zu einer Internet-Adresse oder auch zu einer sonstigen Datei von Hand eintragen. Wollen Sie das Wort »Finanzen« in die Tabellenzelle stellen und mit einem Hyperlink zur fiktiven Internet-Adresse »http://www.tour-tips.com/finanzen« unterlegen, dann tippen Sie Folgendes ins Text-Fenster der Slice-Palette:
<a href="http://www.tour-tips.com/finanzen">Finanzen</a>
Dabei stört es nicht, wenn dieser Eintrag aus Platzgründen automatisch in zwei Zeilen umbrochen wird (siehe Abbildung 4.96).
Abbildung 4.94: Diese Leiste wurde als Rand für Webseiten entworfen. Durch die übliche rechteckige Bild geometrie entstehen große leere Flächen, die wir auf der Internet-Seite nicht als Bild benötigen. Wir markieren alle leeren Slices mit dem Slice-Auswahlwerkzeug bei gedrückter Umschalt-Taste und geben in der Slice-Palette den Typ »Kein Bild « an. Image Ready erzeugt für die entsprechenden Zellen der Tabelle keine Bild dateien; hier wird der Seitenhintergrund sichtbar. Sie können für diesen Bereich HTML-Text in die Slice-Palette eintippen. Datei: Kein_Bild
Bei Bedarf geben Sie pro Slice eine Hintergrund-Farbe an. Sie erscheint auf der Webseite, wenn ein Slice transparente Bereiche hat oder wenn Sie den Typ Kein Bild verwenden. Falls Sie auf die Option verzichten, sehen Sie in transparenten Bereichen den sonstigen Seitenhintergrund.
Wenn Sie das HG-Klappmenü (für »Hintergrund«) mit der Schaltfläche
in der Slice-Palette öffnen, bieten die Programme unter anderem Vordergrund- und Hintergrund-farbe sowie eine Palette mit Web-sicheren Farben. Klicken Sie auf Andere, um den Photoshop Farbwähler mit Zugriff auf sämtliche Farben zu erhalten. Diese Palette erscheint auch, wenn Sie unmittelbar auf das Klappmenü-Feld klicken und nicht auf das Dreieck daneben. Details zur Farbwahl speziell für Web-Designer finden Sie ab Seite 395.
Diese Hintergrund-Farbe erscheint nicht in Photoshop oder ImageReady, Sie müssen die Browser-Vorschau verwenden (Strg+Alt+P). Photoshop bietet die Hintergrund-Option nur im Dialogfeld Für Web speichern, wenn Sie die Slice Optionen nach einem Doppelklick auf einen Slice einschalten.
Die folgenden Optionen finden Sie gleichermaßen in den Paletten für Slices und für Imagemaps.
Bei Bedarf geben Sie einem Einzel-Slice einen Namen abweichend von der Standardbenennung. Diese Möglichkeit besteht nur bei Bild-Slices, nicht bei reinen Textsegmenten.
Viele Internet-Seiten sind in mehrere so genannte »Frames«, also Rahmen unterteilt (nicht zu verwechseln mit »Frames« bei Animationen). Während Sie beispielsweise in einem schmalen Frame links permanent das Inhaltsverzeichnis sehen, erscheint im größeren Fenster rechts derjenige Inhalt, den Sie im Verzeichnis angeklickt haben. Mit dem Eingabefeld Ziel legen Sie den Frame fest, in dem der ausgewählte Slice erscheinen soll. Entweder Sie nennen im Textfeld einen Namen, den Sie zuvor im HTML-Dokument für die Seite definiert haben, oder Sie wählen eine der Optionen aus dem Einblendmenü:
So geben Sie Hyperlinks und Bildschirmmeldungen ein:
Abbildung 4.95: Oben: In der Slice-Palette geben Sie einen »Alt«-Text und eine »Meldung« vor. Unten: Der »Alt«-Text erscheint als Einblendtipp auf der Internet-Seite, sobald der Mauszeiger über den Slice gelangt. Den Text aus dem Fenster »Meldung« zeigt das Internet-Programm in der Statuszeile. Wird keine »Meldung« angegeben, sehen Sie an dieser Stelle die Internet-Adresse oder lokale Speicheradresse (URL), mit der der Slice verknüpft ist.
Das Slices-Ergebnis wird für die Internet-Seite in zwei Abteilungen gespeichert:
Sie geben für jeden Benutzer-Slice separat Dateiformat und Dateiformat-Optionen in der Optimieren-Palette an. Sie können mehrere Slices gemeinsam bei gedrückter Umschalt-Taste mit dem Slice-Auswahlwerkzeug markieren, um dann für diese Slices gemeinsam die Dateiformatvorgaben einzurichten. Verbundene Slices (siehe oben) verwenden generell gemeinsame Optimierungseinstellungen.
Prüfen Sie, ob zwischen benachbarten Slices mit unterschiedlichen Optimierungsvorgaben harte Übergänge auftreten - zum Beispiel, wenn Sie GIF und JPG nebeneinander stellen. Dazu verwenden Sie die Vorschau im Browser (Strg+Alt+P) oder eine »Optimiert«-Darstellung in ImageReady. Verbergen Sie in ImageReady eventuell die Slice-Rahmen mit der Schaltfläche Slices einblenden/ausblenden
; so können Sie die Kanten besser prüfen.
Markieren Sie zwei Slices mit unterschiedlichen Vorgaben gemeinsam, erscheint die Optimieren-Palette leer. Sie können in diesem Zustand neue Vorgaben machen, die dann für beide ausgewählten Slices gelten. Gibt es immerhin einige gemeinsame Eigenschaften - etwa zweimal JPEG-Format, aber mit unterschiedlicher Qualität -, so erscheinen die gemeinsamen Eigenschaften in der Optimieren-Palette.
Abbildung 4.96: Hier haben wir zwei Slices gemeinsam markiert, die in der Optimieren-Palette unterschiedliche Dateiformatvorgaben hatten. Deshalb erscheint die Optimieren-Palette leer. Man kann nun neue Vorgaben eintragen, die für beide Slices gelten.
In ImageReady können Sie gelungene Optimierungseinstellungen leicht von einem Slice auf den anderen übertragen:
Nachdem Sie eine Vorschau der Slices in mehreren Browsern gründlich geprüft haben, sollten Sie das Werk - wie auch bei Animationen und Imagemaps - auf zwei Arten speichern:
Wählen Sie in ImageReady Datei: Optimiert-Version speichern oder in Photoshop Datei: Für Web speichern. Beachten Sie dabei:
Sie können die Slices auf eine festgelegte Dateigröße optimieren. Im Menü der Optimieren-Palette wählen Sie Auf Dateigröße optimieren und nennen die geplante Größe. Für Slices gilt:
Weitere Angaben zu dieser Funktion finden Sie ab Seite 364.
In ImageReady machen Sie mit dem Befehl Datei: Ausgabe-Einstellungen: HTML weitere Vorgaben zum Speichern von Slices. Wir besprechen hier den Abschnitt Slice-Ausgabe. Sofern Sie die voreingestellte Option Tabelle erstellen verwenden, entsteht die übliche HTML-Tabelle. Dabei haben Sie diese weiteren Optionen:
Abbildung 4.97: Nach dem Befehl »Datei: Ausgabe-Einstellungen: HTML« legen Sie im Bereich »Slice-Ausgabe« fest, wie Slices gespeichert werden.
Statt als übliche HTML-Tabelle können Sie das Slice-Arrangement auch als Cascading Style Sheet (CSS) speichern. Dazu verwenden Sie die Option CSS erstellen im Bereich Slices der Ausgabe-Einstellungen. Einige Vorteile von CSS allgemein:
Schalten Sie zur Produktion von Cascading Style Sheets zunächst die Option CSS erstellen ein. Im Klappmenü Bezugnahme machen Sie nun diese Vorgaben:
ImageReady bietet verschiedene Automatismen, um Slices zu benennen. Voreingestellt ist ein nachvollziehbares Verfahren: Zerlegen Sie beispielsweise die Datei »Test.psd« in verschiedene Slices, dann erzeugt ImageReady zunächst die Datei »Test.HTM«. Im »Bilder«-Verzeichnis finden Sie die erforderlichen Einzelbilder wie »Test_01.jpg«, »Test_02.jpg« und so weiter. Sie können aber auch andere Schemata vorgeben. Dies regeln Sie in ImageReady mit der Schaltfläche Ausgabe-Einstellungen, im gleichnamigen Dialogfeld steuern Sie oben im Klappmenü den Bereich Slices an; alternativ nutzen Sie Datei: Ausgabe-Einstellungen: Slices (und nicht Bearbeiten: Voreinstellungen: Slices).
Bei der automatischen Benennung von Slices entscheiden Sie über die Verwendung von insgesamt sechs möglichen Abschnitten im Dateinamen - dort kann etwa der Name des Ausgangsdokuments, das Datum, ein anderer Name oder etwa ein Bindestrich erscheinen. Außerdem können Sie einen völlig eigenen Namensbestandteil in ein beliebiges Feld der »Voreinstellungen« tippen. Das Dialogfeld zeigt ein Beispiel, das zu den aktuellen Vorgaben passt, links unten und geht dabei von der Beispieldatei »MeineDatei« aus. Benötigen Sie einen der Namensabschnitte nicht, öffnen Sie das entsprechende Klappmenü und klicken ganz unten in der Liste auf »ohne«.
Abbildung 4.98: Mit dem Befehl »Datei: Ausgabe-Einstellungen: Slices« regeln Sie, wie Slices automatisch benannt werden. Sie können Vorgaben für sechs verschiedene Abschnitte eines Namens machen.
Sie können einem Slice auch einen individuellen Namen zuteilen - völlig losgelöst von der automatischen Durchnummerierung. Diesen Eigennamen tippen Sie in der Slice-Palette ins Feld Name. Vermeiden Sie Umlaute, »ß«, Leerzeichen und andere exotische Zeichen. Sollten Sie Slice-Dateien in einem Dateiverzeichnis von Hand umbenennen, müssen Sie auch die zugehörige HTML-Datei korrigieren. Beachten Sie in diesem Fall auch, dass Unix-Internetserver zwischen Klein- und Großschreibung unterscheiden.
Sie können Rollover-Effekte und Animationen (siehe vorhergehende Hauptabschnitte) in einzelne Slices bringen. Die Möglichkeiten sind vielfältig; wir zeigen einige Beispiele in ImageReady auf Basis der zum Buch mitgelieferten Datei »Slices_1.psd«.
Der Slice 05 soll einen Rollover-Effekt erhalten. Hier liegen einige Münzen im Sand. Wir wünschen folgendes Verhalten:
Schalten Sie das Slice-Auswahlwerkzeug
ein und aktivieren Sie den Slice 05. Dann blenden Sie mit Hilfe des Fenster-Menüs die Rollover-Palette ein. Dort erscheint zunächst nur der Rollover-Zustand Normal und Sie erkennen an der Miniatur, dass nur der aktuelle Slice bearbeitet wird.
Klicken Sie in der Rollover-Palette auf die Schaltfläche Erstellt einen neuen Rollover-Status
. Dabei erscheint eine zweite Miniatur mit dem Titel Über. Hier erkennen Sie das Aussehen des Slice, wenn ein Mauszeiger darüber gerät. Im Slice links oben wie auch in der Slice-Palette blendet ImageReady das Rollover-Symbol ein, einen Mauszeiger.
Abbildung 4.99: Der ursprüngliche Zustand des Slice wird zunächst in der Rollover-Palette dupliziert. Im Status »Über« wird dann die neue Ebene »Münzen 2« mit dem Augensymbol eingeblendet; sie zeigt mehr Münzen als die bisher sichtbare Ebene »Muenzen 1«. Diese Ebene blenden wir aus.
In unserem Beispiel kommen beim ersten Mauskontakt weitere Münzen ins Bild. Wir haben bereits eine entsprechende Ebene »Muenzen 2« in der Montage; diese Ebene war allerdings bis jetzt ausgeblendet. Holen Sie mit der Taste F7 die Ebenenpalette auf den Schirm und blenden Sie die Ebene »Muenzen 2« mit dem Augensymbol
ein. Durch einen Ebeneneffekt erscheinen auch diese Münzen leicht eingedrückt. Gleichzeitig blenden Sie die bisher angezeigte Ebene »Muenzen 1« aus.
Wenn die Rollover-Palette den Zustand Über zeigt, tippen Sie in der Slice-Palette die Meldung für die Statuszeile des Browsers und den Alt-Text für die gelb unterlegte Einblenderklärung. Diese Informationen erscheinen also, sobald der Mauszeiger über dieses Bildsegment gerät.
Abbildung 4.100: Prüfen Sie auch die Slice-Palette. Wir geben hier im Feld »Alt« einen Einblendtext vor und im Feld »Meldung« einen Text, der in der Statuszeile des Browsers erscheint. Diese Angaben gelten für alle Rollover-Zustände gemeinsam - unabhängig davon, welcher Zustand momentan aktiviert ist.
Klicken Sie ein weiteres Mal auf die Schaltfläche Erstellt einen neuen Rollover-Status in der Rollover-Palette. Damit erhalten Sie den Rollover-Status Unten. Er speichert das Aussehen des Slice in dem Moment, wenn das Segment auf der Internet-Seite angeklickt wird. Dabei sollen sich die sichtbaren Münzen der Ebene »Muenzen 2« tiefer in den Sand drücken; dafür benötigen Sie keine neue Ebene, dies erledigt ein Ebeneneffekt.
Abbildung 4.101: Wir haben den zweiten Rollover-Status erneut dupliziert und bearbeiten nun den Status »Unten«; hier legen Sie fest, wie das Slice in dem Moment aussieht, wenn es angeklickt wird. In der Ebenenpalette klicken Sie unter der Ebene »Muenzen 2« doppelt auf die Ebeneneffekt-Ebene »Abgeflachte Kante und Relief«. Damit erscheint die gleichnamige Palette; hier behalten Sie die Vorgabe »Relief an allen Kanten« bei. Sie erhöhen aber die Werte für »Weichzeichnen« und »Farbtiefe«.
Klicken Sie also doppelt auf die Schaltfläche Abgeflachte Kante und Relief unterhalb der Ebene »Muenzen 2«. Damit erscheint die Palette Abgeflachte Kante und Relief. Sie erkennen, dass bereits bisher der Effekt Relief an allen Kanten verwendet wurde. Sie erhöhen nun die Werte in den Feldern Weichzeichnen und Farbtiefe auf 4 oder 5. Spätestens nach einem Hieb auf die Eingabetaste wirkt es, als ob die Münzen deutlich tiefer in den Sand gesackt wären. Tragen Sie den gewünschten Hyperlink (URL) und eventuell ein Ziel in die URL-Zeile der Slice-Palette ein. Überprüfen Sie den Effekt mit der Browser-Vorschau (Strg+Alt+P).
Abbildung 4.102: Wir überprüfen den Rollover-Effekt im Internet-Browser. Links: Hier ruht der Mauszeiger noch über einem benachbarten Slice, deshalb sind links nur wenige Münzen zu sehen. Mitte: Der Zeiger gelangt über den Slice mit Rollover-Effekt, dies ist der Zustand »Über«; zusätzliche Münzen werden eingeblendet, gelb unterlegt erscheint der »Alt«-Text, die Statuszeile zeigt die in der Slice-Palette angegebene »Meldung«. Rechts: Der Slice wird angeklickt, der Zustand »Unten« tritt ein, die Münzen versinken im Sand. Datei (mit weiteren Effekten): SliceRoll.psd; HTML-Datei und Bild daten für Browser-Darstellung im Unterverzeichnis »SliceRoll«
Innerhalb einer Slice-Tabelle lassen sich auch Animationen abspielen. Generell gibt es zwei Varianten:
Unter den verschiedenen Strategien, in ImageReady eine Animation aus einem Slice abzuleiten, wirkt die folgende relativ einfach:
Damit haben Sie das Slice als Einzelbild.
Abbildung 4.103: Um ein Slice als Einzelbild zu bearbeiten, markieren wir es mit dem Befehl »Auswahl: Auswahl aus Slice erstellen« und entfernen die Bild umgebung mit dem Befehl »Bild : Freistellen« und der Option »Löschen«. Der Ball befindet sich auf einer eigenen Ebene; Sie können also beispielsweise den Ball bewegen- entweder mit dem Verschieben-Werkzeug oder mit dem Paletten-Befehl »Dazwischen einfügen«. Schließlich speichert man diese Animation als GIF-Datei mit dem Befehl »Datei: Optimiert-Version speichern unter«. Dabei verwendet man denselben Namen im selben Verzeichnis wie für das bisherige Einzelbild aus der Slices-Tabelle.
So legen Sie die Animation an:
und schieben Sie ein sichtbares Ebenenobjekt pro Einzelbild mit dem Verschieben-Werkzeug
ein Stück weiter. Dazu muss dieses Objekt in der Ebenenpalette aktiviert sein.
Sie können dieses Gesamtergebnis nicht in einer einzelnen Photoshop-Datei festhalten und nicht per Browser-Vorschau aus ImageReady heraus besichtigen. Sie können jedoch die Animationsdatei als separate Photoshop-Datei aufheben. Gefällt Ihnen die Animation nicht mehr, reicht es aber auch, die GIF-Datei mit der Animation in ImageReady zu öffnen. Löschen Sie in der Animation-Palette alle Bilder bis auf eines, so dass ein Standbild zurückbleibt.
Sie können eine Animation auch als einzelnen Rollover-Zustand sichern. Der Film läuft beispielsweise erst los, wenn der Mauszeiger naht - und friert nach Abzug des Cursors wieder ein.
Abbildung 4.104: Auch der Slice mit dem Schriftzug wird als Einzeldatei herausgetrennt, die Schrift wird als Animation schrittweise ausgeblendet. Dieser Effekt soll nur erscheinen, wenn der Mauszeiger über der Schrift liegt. Wir erzeugen also vorab innerhalb des Slice einen Rollover-Effekt für die Schrift. Die Einzelanimation speichern wir schließlich unter dem Namen und in dem Verzeichnis, in dem sich das Bild für den Zustand »Über« befindet.
Hier legen Sie im gewählten Slice zunächst die gewünschten Rollover-Zustände mit beliebigem Inhalt an - verwenden Sie aber in der Optimieren-Palette das GIF-Format. Danach geht es weiter wie oben beschrieben: Sie stellen den Slice frei, erzeugen eine Animation und wählen Optimiert-Version speichern unter. Nun speichern Sie das Bild als GIF-Datei; dabei nehmen Sie exakt den Namen derjenigen Bilddatei aus dem »Bilder«-Verzeichnis, welche den gewünschten Rollover-Zustand enthält - sie speichern zum Beispiel als »Animation_ over.gif«, um im Mauszustand Über eine Animation zu sehen. Die ursprüngliche Datei wird also überschrieben.
Abbildung 4.105: Auf den letzten Seiten haben Sie eine Internet-Seite mit Slices, Rollover-Effekten und Animation erzeugt. Datei: SliceAnim.psd; HTML-Datei, Animationen im PSD-Format und Bild daten für Browser-Darstellung im Unterverzeichnis »SliceAnim«
Vermutlich bearbeiten Sie hochwertige Bilddateien auf einem hochwertigen Rechner. Doch sind Ihre Motive erst online, hat es mit der erlesenen Qualität ein Ende:
Abbildung 4.106: Mit den Befehlen im Untermenü »Ansicht: Vorschau« simuliert ImageReady die Bild darstellung auf anderen Rechnern.
Sie sollten darum schon bei der Bildbearbeitung in ImageReady oder Photoshop die Bilder so realistisch wie möglich darstellen:
Windows- und Mac-Rechner setzen die im Bild gespeicherten Kontraste in unterschiedliche Monitorergebnisse um - sie arbeiten mit unterschiedlichem Monitorgamma.
Abbildung 4.107: In dieser Zweifach-Ansicht zeigt ImageReady rechts bereits, wie die Bild qualität sinkt, wenn man die Originaldatei im JPG-Format mit der Qualitätsstufe 30 speichert. Sie erkennen jedoch nicht, wie dieses Echtfarbbild mit 24-Bit-Farbtiefe auf einem Monitor wirkt, der nur mit 8-Bit-Farbtiefe für maximal 256 unterschiedliche Tonwerte betrieben wird. Dazu ist noch der Befehl »Ansicht: Vorschau: Browser-Dithering« erforderlich. Datei: Kugel
Ein Bild erscheint oft auf einem Windows-System dunkler als auf dem Mac. Sie haben im ImageReady-Untermenü Ansicht: Vorschau folgende Möglichkeiten:
Photoshop bietet diese Befehle im Untermenü Ansicht: Proof einrichten, anschließend wählen Sie Ansicht: Farbproof. Sie erhalten die Funktionen abermals beim Befehl Datei: Für Web speichern; dort wählen Sie das Dreieck Menü Vorschau
über dem rechten Vorschau-Fenster. In keinem Fall ändern Sie dadurch das Bild selbst; nur die Darstellung verändert sich.
Abbildung 4.108: Hier wurde der Befehl »Ansicht: Vorschau: Browser-Dithering« verwendet. ImageReady stellt jetzt die Vorschau so dar, als ob das Bild auf einem Rechner mit nur 8-Bit-Farbtiefe (maximal 256 unterschiedliche Farben) erscheinen würde. Sie erkennen das Dithering-Streuraster. Die »Original«-Ansicht (links) bleibt unverändert.
Sie können eine Datei, die auf Ihrem Windows-Rechner mit optimalen Kontrasten erscheint, für eine gleichartige Darstellung am Mac korrigieren. Dazu dient der ImageReady-Befehl Bild: Einstellen: Gamma. Hier finden Sie die Schaltfläche Windows zu Macintosh, die Ihr Bild etwas dunkler macht. Umgekehrt wirkt Macintosh zu Windows. Der Gammawert lässt sich überdies stufenlos mit einem Schieberegler verändern. Diese Gamma-Korrektur funktioniert sogar auf den speziellen Textebenen, die sonst keine Filter oder Tonwertkorrekturen zulassen.
Bei dieser Funktion verändern Sie tatsächlich die Bildpunkte und nicht nur ihre momentane Darstellung. Laut Photoshop-Hersteller Adobe verwendeten Bilder aus Photoshop 4.0 oder früher den Macintosh-Gammawert und sollten für die Anzeige unter Windows angepasst werden. Bilder ab Photoshop 5.0 verwenden den Windows-Gammawert und erscheinen ohne Anpassung korrekt unter Windows.
Gamma-Anpassung und viele andere Kontrastveränderungen erlaubt der Befehl Bild: Einstellungen: Tonwertkorrektur; für die Gamma-Bearbeitung verwenden Sie das mittlere, graue Dreieck direkt unter dem Histogramm (Details ab Seite 469).
Abbildung 4.109: Mit dem ImageReady-Befehl »Bild : Einstellen: Gamma« passen Sie Ihre Dateien für die Kontrastwiedergabe auf einem anderen Betriebssystem an.
Alte Rechner können häufig nur 256 unterschiedliche Farben gleichzeitig darstellen, die Grafik arbeitet also nur mit 8-Bit-Farbtiefe. Da JPEG- und PNG-24-Dateien für das Internet jedoch bis zu 16,7 Millionen Farben enthalten, kommt es bei der Browser-Wiedergabe auf dem 8-Bit-Monitor zu Verlusten: Die verfügbaren Farbtönen werden durcheinander gestreuselt, um nicht verfügbare Farben zu simulieren. Speziell feine Farbübergänge wirken schnell verfälscht.
Auch wenn Sie an einem hochwertigen System mit Echtfarbdarstellung arbeiten, können Sie in ImageReady prüfen, wie Ihre Bilder auf einem Rechner mit schlichterer Grafikwiedergabe herauskommen:
Bei dieser Darstellung wird die Bildqualität in keiner Weise geschädigt. Sie wenden durch den Befehl Browser-Dithering in keiner Weise Dithering auf die Bilddatei an (dies tun Sie höchstens mit der Optimieren-Palette, sofern Sie die Dateiformate GIF oder PNG-8 verwenden). Erkennen Sie beim Browser-Dithering grobe Verfälschungen, sollten Sie die Datei anders optimieren, zum Beispiel mit einem höheren Anteil an web-sicheren Farben.
In Photoshop wählen Sie den Befehl Datei: Für Web speichern; anschließend klicken Sie auf das Vorschau-Dreieck
rechts oben. Dort bietet Photoshop in einem Einblendmenü das Browser-Dithering an.
Wollen Sie ganz sichergehen, können Sie auch Ihren gesamten Rechner auf 256 Farben umstellen. Dies geschieht so:
Auch wenn Sie Ihre Bilder mit 256-Farben-Systemgrafik bearbeiten, verlieren Sie dadurch keinerlei Bildqualität. Sie haben aber erheblich weniger Feinkontrolle.
Internet-Browser zeigen Ihre Bilddateien zumeist in der Zoomstufe 100 Prozent (sofern Sie die Bilder nicht mit HTML-Code skalieren). Sie sollten Ihre Dateien deshalb auch in ImageReady und Photoshop in der 100-Prozent-Darstellung prüfen. Dies gilt insbesondere für feine Strukturen und filigrane Schriftarten - sie wirken in vielen anderen Vergrößerungsstufen verzerrt (Details und Bildbeispiele ab Seite 69).
Die Zoomstufe 100 Prozent richten Sie beispielsweise mit dem Befehl Ansicht: Tatsächliche Pixel ein, der sich auch in den Werkzeugoptionen zur Lupe
findet. Schneller geht es mit Strg+0 oder mit dem Doppelklick auf die Lupe.
Vielleicht bearbeiten Sie eine TIFF- oder PSD-Datei mit 24, 32, 48 oder 64 Bit Farbtiefe. Doch fürs Internet werden Sie meist die Formate JPG oder GIF verwenden und dabei leidet die Bildqualität. Sie sollten schon vor dem endgültigen Speichern sehen, wie Ihr Werk letztlich im geplanten Dateiformat mit der geplanten Qualitätsstufe wirkt.
Abbildung 4.110: Vier Varianten eines Bild es mit unterschiedlichen Dateiformatvorgaben zeigt ImageReady hier nebeneinander. Die aktive Variante wird durch ein schwarzes Rähmchen hervorgehoben. Die Optimieren-Palette zeigt die Vorgaben für die aktive Variante. Wurde als Dateiformat in der Optimieren-Palette GIF oder PNG-8 vorgewählt, zeigt die Palette »Farbtabelle« die maximal 256 Farben für die aktuelle Variante. Unten links erscheinen noch einmal Daten zur aktiven Variante. Die Art der Angaben dort lässt sich einstellen. Datei: F_Zitro
Öffnen Sie eine Bilddatei in ImageReady und klicken Sie oben im Dateifenster auf den Reiter 4fach. Nun zeigt das Programm vier Varianten Ihres Bildes. Ganz links oder links oben erscheint meist das Original. Dazu sehen Sie drei bereits für das Internet heruntergerechnete Varianten - so genannte »optimierte« Dateien. Photoshop bietet eine weitgehend vergleichbare Darstellung mittels Datei: Für Web speichern; sie ist jedoch umständlicher, da man stets erst das Dialogfeld aufrufen und wieder schließen muss. Wir besprechen hier zunächst die Möglichkeiten mit ImageReady und gehen im Anschluss auf Besonderheiten bei Photoshop ein.
Gleich unter den einzelnen Ansichten lesen Sie die aktuellen Dateiformat-Einstellungen wie etwa »GIF, 11,3 KB, 0% Dithering, Web-Palette«. Auch die Datenübertragungszeit bei einer festgelegten Modemgeschwindigkeit wird mitgeteilt. Diese Angaben direkt unter den Einzelbildern verbergen Sie per Ansicht: Optimierungsinformationen ausblenden.
Ein schwarzes Rähmchen hebt jeweils die aktivierte Variante hervor. Alle Dateiformatvorgaben für diese aktivierte Variante erscheinen in der Optimieren-Palette, die Sie mit dem Fenster-Menü aufrufen. Verändern Sie nun in der Optimieren-Palette alle Einstellungen - etwa das geplante Dateiformat oder die Qualitätsstufe; ImageReady überträgt die neuen Vorgaben sofort auf die aktuelle Variante im Dateifenster. Sie können nach Belieben in jedem einzelnen Fenster auch das »Original« anzeigen. Bei einem Format, das 256 Farben darstellen kann - also GIF oder PNG-8 -, zeigt die Farbtabelle die Farben für die jeweils aktivierte Variante. Die Farbtabelle rufen Sie ebenfalls im Fenster-Menü auf. Zum Arbeiten sollten Sie das Original-Fenster aktivieren (siehe auch unten, »Bildbearbeitung in der Mehrfach-Ansicht«).
Passt ImageReady die Bilddarstellung in allen Qualitätsvarianten nicht automatisch Ihren geänderten Wünschen an, probieren Sie es durch Drücken der Eingabetaste (sofern der Eingabe-Cursor noch in diesem Dialogfeld blinkt). Oder öffnen Sie das Menü zur Optimieren-Palette mit dem Dreieck rechts oben in diesem Bildschirmelement und wählen Sie Darstellungen erneuern.
Sie können die automatische Anpassung aber auch ganz abschalten - etwa, weil die Neuberechnung zu lange dauert. Dazu wählen Sie im Menü der Optimieren-Palette die Funktion Auto Regenerieren ab. Vorschaufenster, die nicht mehr die aktuelle Bildbearbeitung wiedergeben, zeigen dann jeweils rechts unten ein Warndreieck
. Wollen Sie ein einzelnes Fenster aktualisieren, klicken Sie auf das Warndreieck oder wählen Regenerieren im Menü der Optimieren-Palette. Dadurch wechseln Sie wohlgemerkt nicht dauerhaft zur automatischen Regenerierung.
Abbildung 4.111: Hier wurde das Bild verändert. Doch die Korrekturen sieht man nur im »Original«, nicht in den »optimierten« Varianten. ImageReady hat die anderen Darstellungen nicht angepasst, weil im Menü der Optimieren-Palette das »Auto Regenerieren« ausgeschaltet wurde. Darum erscheint ein Warndreieck in den Bild varianten, die nicht mehr den neuesten Stand der Korrektur wiedergeben. Um diese Varianten zu aktualisieren, klicken Sie auf das Warndreieck oder Sie wählen »Regenerieren« im Menü der Optimieren-Palette.
Unten links im Rahmen des Bilddateifensters zeigt ImageReady weitere Bilddaten. Dort gibt es drei Bereiche; jeden Bereich richten Sie über ein Menü nach Ihren Vorstellungen ein. Das entsprechende Menü erhalten Sie durch Klick auf das schwarze Dreieck im jeweiligen Bereich:
Abbildung 4.112: Unten links im Bild fenster zeigt ImageReady Informationen über die aktivierte Variante. Welche Angaben dort erscheinen, lässt sich über Menüs einstellen.
Um das Bild mit Pinseln zu bearbeiten, müssen Sie die Original-Variante aktivieren. Die anderen Funktionen lassen sich auch nutzen, wenn eine so genannte »optimierte« Version aktiviert ist. Sie können in allen vier Vorschau-Fenstern den sichtbaren Ausschnitt mit Lupe
(Strg+Leertaste) oder Verschiebe-Hand
(nur Leertaste) bewegen.
Mit den Reitern oben im Bilddatei-Rahmen kehren Sie jederzeit zu einer anderen Darstellung zurück - so zeigen Sie beispielsweise nur das Original, nur eine optimierte Variante oder verwenden eine 2fach-Ansicht. Entsprechende Befehle bietet je nach Situation auch das Ansicht-Menü.
Verwenden Sie die Vierfach-Ansicht, zeigt ImageReady in der Regel als erstes Bild das Original, dann eine Version mit den aktuellen Vorgaben aus der Optimieren-Palette und dazu zwei weitere, kleinere Fassungen. Sie können jedoch festlegen, welche Optimiert-Varianten ImageReady zuerst präsentiert. Dazu dient der Befehl Bearbeiten: Voreinstellungen: Optimierung. Sie machen hier separate Vorgaben für die alleinige Darstellung einer optimierten Version, für die Zweifach- und für die Vierfach-Darstellung.
Diese Möglichkeiten haben Sie:
Abbildung 4.113: Mit dem Befehl »Bearbeiten: Voreinstellungen: Optimierung« bestimmen Sie, welche Optimierungseinstellungen ImageReady in der Mehrfach-Vorschau zuerst anbietet.
Photoshop bietet mit dem Befehl Datei: Für Web speichern (Strg+Alt+Umschalt+S) die Möglichkeit, nach Art von ImageReady ein Bild in vier Varianten anzuzeigen. In vielen Punkten gleicht das Dialogfeld der Mehrfach-Vorschau von ImageReady. Allerdings: Der Photoshop-Befehl Für Web speichern lässt keine Korrektur mehr zu. Sie können hier zoomen und den Bildinhalt in einem zu kleinen Fensterausschnitt verschieben; aber Retuschen am Bildinhalt sind innerhalb dieses Fensters nicht möglich.
Innerhalb des Dialogfelds Für Web speichern zeigt Photoshop Eingriffsmöglichkeiten, die ImageReady auf verschiedene Paletten verteilt: Dazu gehören die Bereiche Farbpalette, Einstellungen (für Dateiformatvorgaben mit den Voreinstellungen aus ImageReady) oder die Slices-Kontrolle.
Auch eine Bildgrösse-Korrektur finden Sie im Dialogfeld Für Web speichern. Sie ändern hier also die Maße der optimierten Version, das Original bleibt mit den Originalwerten unversehrt zurück.
Sie können hier nur Pixel- und Prozentwerte ändern, keine Druckmaße. Zwar stehen verschiedene Interpolationsverfahren zur Wahl, aber das oft nach einer Größenänderung empfehlenswerte Scharfzeichnen lässt sich nicht anschließen - dazu müssten Sie die Datei neu öffnen, korrigieren und abermals speichern. Haben Sie neue Größenwerte angegeben, klicken Sie auf die Schaltfläche Anwenden - damit rechnet das Programm die verschiedenen Darstellungen auf die neuen Maße um. Oft ist es sinnvoller, das Bild vorab mit dem Befehl Bild: Bildgröße herunterzurechnen (Details ab Seite 177).
Photoshops Dialogfeld Für Web speichern zeigt vier mit dem Dreieck
gekennzeichnete Schaltflächen, die zu Menüs führen. Diese Funktionen wurden bereits im vorhergehenden Abschnitt bei ImageReady geklärt:
und Verschiebehand
regeln.
aktivieren Sie einzelne Slices, um für diese die Optimierungseinstellungen zu ändern (Details zu Slices ab Seite 321) (siehe Abbildung 4.116).
Abbildung 4.114: Der Photoshop-Befehl »Datei: Für Web speichern« stellt mehrere Varianten der Bild datei dar. Enthalten sind Eingabemöglichkeiten für Farbtabelle, Dateiformatvorgaben, Slices und Bild größe. Über die Schaltflächen mit Dreieck blenden Sie Menüs ein. Vielseitiger und bequemer bietet diese Funktionen jedoch ImageReady an.
Drücken Sie bei geöffnetem Dialogfeld Für Web speichern die Alt-Taste, ändern sich die zwei Schaltflächen oben rechts:
Photoshop bietet weitere Funktionen, die für Bilddarstellung beim Internet-Design von Bedeutung sind:
Sie können aus Photoshop und aus ImageReady heraus das Bild unmittelbar in einem Internet-Browser anzeigen. Praktisch: Zusätzlich zum Bild selbst sehen Sie Dateigröße, Pixelmaße, Dateiformatvorgaben und HTML-Code direkt im Browser-Fenster. Diese Angaben beziehen sich auf die optimierte Version, die zuletzt in der Mehrfach-Vorschau oder im Photoshop-Dialogfeld Für Web speichern aktiviert war.
In ImageReady verwenden Sie zur Browser-Vorschau das Untermenü Datei: Vorschau in, die Schaltfläche Vorschau in Standard-Browser aus der Werkzeugleiste oder statt dessen Strg+Alt+P. In Photoshop nehmen Sie den Befehl Datei: Für Web speichern und dann die Schaltfläche rechts unten. Es ist egal, ob der Browser geöffnet oder geschlossen ist.
Im Untermenü Vorschau in bieten ImageReady und Photoshop jene Internet-Browser sofort an, die bereits vor Installieren von Photoshop und ImageReady auf der Platte waren. Weitere und neue Browser können Sie bequem hinzufügen:
So fügen Sie dem ImageReady-Untermenü Springen zu neue Programme hinzu:
Beachten Sie, dass Sie mit einem vergleichbaren Verfahren per Datei: Springen zu schnell auch zu anderen Grafikprogrammen oder HTML-Editoren wechseln können (Details ab Seite 67).
Abbildung 4.115: Der ImageReady-Befehl »Datei: Vorschau in« zeigt, wie das aktuelle Bild im Internet-Browser wirkt. ImageReady blendet hier auch die Optimierungseinstellungen und den kompletten HTML-Code ein. In der Adresszeile des Browsers erkennen Sie das temporäre Verzeichnis, in dem ImageReady die Dateien für diese Vorschau ablegt.
Die Darstellung im Internet-Browser hat viele Vorteile:
Der HTML-Code erscheint zwar direkt in der Browser-Vorschau. Sie können ihn aber aus dem Browser heraus auch in einem zusätzlichen Fenster öffnen; dazu dient ein Browser-Befehl wie Ansicht: Quelltext anzeigen.
Für die Vorschau im Browser erzeugt ImageReady die erforderlichen HTML- und Bilddateien in einem Temporär-Verzeichnis:
Abbildung 4.116: Windows: Im »Temp«-Verzeichnis Ihres Systems legt ImageReady die Dateien ab, die für die »Vorschau«-Darstellung im Internet-Browser erforderlich sind.
Übliche Bilddateien stehen stets in einer Rechteck-Box. Man kann aber auch Freiform-Ausschnitte anlegen, so dass der Hintergrund der Internet-Seite durchscheint - entweder die Hintergrundfarbe oder das Hintergrundmuster. Sie stellen beispielsweise Schriftzüge, nicht-rechteckige Schaltflächen oder beliebige, frei ausgeschnittene Objekte so auf die Seite, dass die Motive unmittelbar vom Seitenhintergrund umgeben werden.
Transparenz-Möglichkeit bieten die Formate GIF, PNG-8 und PNG-24. JPG scheidet komplett aus. Weil das PNG-Format noch nicht sehr verbreitet ist, erzeugt man Freisteller meist mit GIF-Bildern. Diese sind freilich auf 255 Farbtöne beschränkt.
Abbildung 4.117: Soll ein Motiv freigestellt über dem Hintergrund erscheinen, schalten Sie in der Optimieren-Palette für GIF oder PNG die »Transparenz« ein. Sonst wird das freigestellte Motiv von einer Rechteck-Fläche umgeben.
Wir behandeln zunächst Freisteller mit harten Kanten - also den typischen Fall. Dabei sind keinerlei weiche Übergänge möglich, nicht einmal das »Glätten« mit seinen halbtransparenten Randpixeln. Jeder Bildpunkt erscheint auf der Webseite entweder voll deckend oder gar nicht.
Zunächst benötigen Sie transparente Bereiche im Bild: Zonen also, in denen der typische karierte Hintergrund durchscheint. Eventuell bearbeiten Sie einen Schriftzug oder ein Objekt, das mit den Formwerkzeugen entstand, oder Sie verwenden Ebenenmasken oder Ebenenfreistellpfade; dann gibt es vielleicht schon Transparenz im Bild. Ansonsten müssen Sie Ihr Objekt erst freischneiden - wie im folgenden Beispiel aus ImageReady:
Abbildung 4.118: Schalten Sie den Zauberstab mit der Kurztaste W ein, richten Sie in den Optionen etwa eine Toleranz von 33 ein und schalten Sie die Option »Benachbart« ein. Nun klicken Sie in den Bild hintergrund. Erste Bereiche werden von einer schwarzweißen Fließmarkierung umgeben. Klicken Sie bei gedrückter Umschalt-Taste oder bei gedrückter Schaltfläche »Auswahl erweitern« noch mehrfach ins Bild , bis die Umgebung des Hauptmotivs komplett ausgewählt ist. Löschen Sie den Hintergrund dann mit der Entfernen-Taste. Datei: Hand.jpg
Abbildung 4.119: Links im Fenster für das »Original« erkennen Sie am Karomuster, dass das Objekt jetzt tatsächlich über transparenter Fläche liegt. Rechts in der Vorschau »optimierten« Variante ist von der Transparenz aber nichts zu erkennen. Warum? Weil die Optimieren-Palette für dieses Vorschaufenster ein JPG-Dateiformat vorgibt - und JPG unterstützt generell keine Transparenz. Statt dessen erscheint hinter dem Objekt generell diejenige »Hintergrund«-Farbe, die Sie in der Optimieren-Palette eingestellt haben, hier also Weiß.
Abbildung 4.120: Hier wurde in der Optimieren-Palette das GIF-Format eingerichtet. Außerdem haben wir in derselben Palette die »Transparenz« eingeschaltet. Nur mit dieser Vorgabe erscheint die Hand freigestellt. (Dies gilt auch für das PNG-8-Format.) Die Hand erscheint auch dann im Browser freigestellt, wenn bei »Hintergrund« irgendeine beliebige Farbe aktiviert ist (allerdings eventuell mit veränderten Kanten, siehe unten »Harte Kanten an Hintergrund anpassen«). Sie können das Ergebnis jetzt mit dem Befehl »Datei: Optimiert-Version speichern« als GIF-Datei konservieren, um es freigestellt auf der Seite zu präsentieren. Sie benötigen keinen HTML-Code für dieses freigestellte Objekt. Ergebnisdatei: Hand.gif
Abbildung 4.121: Wir stellen eine neue »Hintergrund«-Farbe in der Optimieren-Palette ein. Die Hintergrundfarbe erscheint gleichwohl nicht in der ImageReady-Vorschau.
Abbildung 4.122: Mit dem Befehl »Datei: Vorschau in« testen wir das Bild in einem Internet-Browser. Die zuvor gewählte »Hintergrund«-Farbe erscheint wohlgemerkt nur dann auf der fertigen Internet-Seite, wenn für die geplante Gesamtseite keine Hintergrundfarbe oder kein Hintergrundmuster definiert wurden. Die Farbe dient also nur der Prüfung. Bauen Sie das Ergebnisbild in eine Seite ein, für die Hintergrundfarbe oder Hintergrundmuster definiert wurden, ist von der hier verwendeten Hintergrundfarbe nichts zu sehen. Ergebnisdatei: Hand.gif
Abbildung 4.123: Wir testen die freigestellte GIF-Datei aus ImageReady heraus mit dem geplanten Seitenhintergrund. Dazu verwenden wir in ImageReady den Befehl »Datei: Ausgabe-Einstellungen: Hintergrund« mit der Vorgabe »Ansicht unter: Bild « und tragen im Bereich »Hintergrund« das geplante Hintergrundmuster ein, in diesem Beispiel »Kachel.jpg«. (Dabei muss im Programmfenster die Datei »Hand« aktiviert sein.) Das »Kachel«-Muster erscheint nicht im ImageReady-Dateifenster, es wird aber bei der Browser-Vorschau verwendet. Es spielt keine Rolle, welchen »Hintergrund« Sie in der Optimieren-Palette eintragen.
Abbildung 4.124: Hier wurde in der Optimieren-Palette noch einmal das JPG-Format angewählt. Weil es keine Transparenz unterstützt, erscheint hier die gewählte »Hintergrund«-Farbe in der Vorschau. Falls Sie diese Variante speichern, wird der Hintergrund mitgesichert.
Im vorhergehenden Beispiel haben wir das Hauptmotiv direkt in ImageReady ausgeschnitten. Photoshop bietet freilich mehr Auswahlfunktionen als ImageReady, so etwa den Extrahieren-Befehl, den Maskierungsmodus oder die Pfadtechnik.
Schneiden Sie das Motiv also bei Bedarf in Photoshop frei. Dann wählen Sie in diesem Programm den Befehl Datei: Für Web speichern - Sie können dort ebenso eine transparente GIF-Datei sichern wie in unserem Beispiel aus dem Programm ImageReady. Alternativ wechseln Sie mit der Schaltfläche Springen zu ImageReady
(Strg+Umschalt+M) zu Image Ready und setzen die Arbeit dort fort.
Noch immer behandeln wir Freisteller mit harten Kanten. Als wir in der vorhergehenden Übung die Hand mit dem Zauberstab
ausgewählt haben, kam es aus zwei Gründen zu hellen Säumen rund um das Objekt herum:
Abbildung 4.125: Diese Browser-Vorschau zeigt unschöne weiße Kanten. Die Gründe: Reste der hellen Studioumgebung sind mit in die Auswahl des Hauptmotivs geraten. Außerdem haben wir die Auswahl mit der »Glätten«-Vorgabe des Zauberstabs erzeugt. Dabei entstehen halbtransparente Randpixel. Weil das GIF-Format Halbtransparenz nicht unterstützt, werden diese Bild punkte, sofern sie zu mindestens 50 Prozent decken, in voll deckende Bild punkte übersetzt. Und dabei mischt ImageReady in die Halbtransparenz die aktuelle »Hintergrund«-Farbe aus der Optimieren-Palette ein; diese »Hintergrund«-Farbe war auf Weiß gestellt, so dass der Objektrand hier aufgehellt wurde. Gleichzeitig haben wir als Seitenhintergrund mit dem Befehl »Datei: Ausgabe-Einstellungen: Hintergrund« im Bereich »Hintergrund« schwarze Farbe als Seitenhintergrund gewählt. Die hellen Objektkonturen treten so besonders deutlich hervor.
Abbildung 4.126: Hier testen wir das freigestellte Objekt vor einem helleren Hintergrund, die Farbe haben wir wieder in den Ausgabe-Einstellungen eingerichtet. Die Kanten fallen weniger auf. Die Information über die »Hintergrund«-Farbe aus der Optimieren-Palette wie auch über den Seitenhintergrund aus dem Befehl »Ausgabe-Einstellungen: Hintergrund« wird im Photoshop-Dateiformat mitgespeichert. Datei: Hand_3.psd
Entstehen helle Bildkanten und steht das Objekt vor einem dunklen Seitenhintergrund, dann tritt ein heller Saum hervor. Dagegen können Sie Folgendes unternehmen:
Abbildung 4.127: Hier ist Schwarz als »Hintergrund«-Farbe in der Optimieren-Palette festgelegt. In alle halbtransparenten Randpixel des freigeschnittenen Objekts mischt ImageReady also beim Speichern als »optimierte« GIF-Datei Schwarz ein. Diese Vorgabe eignet sich nur, wenn Sie einen dunklen Seitenhintergrund planen. Datei: Hand_2.psd
Mit dem Hintergrund-Klappmenü aus der Optimieren-Palette bestimmen Sie, welche Farben ImageReady in halbtransparente Bildpunkte ihres Objekts hineinrechnet. Solche halbtransparenten Bildpunkte gibt es zum Beispiel nach einer Auswahl mit der Glätten-Option oder auch bei Textebenen, die mit einer Glätten-Vorgabe entstanden. Wählen Sie eine Farbe aus, die der Farbe auf Ihrer Internet-Seite entspricht - so entsteht ein harmonischer, scheinbar geglätteter Übergang zum Seitenhintergrund. Folgende Möglichkeiten haben Sie:
Diese Eingriffe beeinflussen nicht die für die HTML-Datei gespeicherte Farbe des Seitenhintergrunds. Sie erzeugen auch keine rechteckige Hintergrundfläche, die unter dem kompletten Hauptmotiv liegt - solange Sie die Transparenz in der Optimieren-Palette eingeschaltet lassen.
Abbildung 4.128: Hier wird der »Hintergrund« in der Optimieren-Palette auf Weiß umgestellt. Jetzt füllt ImageReady alle halbtransparenten Pixel des Objekts mit Weiß auf. Damit fügt sich das Motiv wesentlich besser vor einen hellen Seitenhintergrund. Die »Hintergrund«-Vorgabe in der Optimieren-Palette verändert in keinem Fall den in der HTML-Datei beschriebenen Seitenhintergrund. Sofern Sie die »Transparenz«-Option in der Optimieren-Palette eingeschaltet lassen, entsteht hierbei auch keine rechteckige Hintergrundfläche, die unter dem kompletten Hauptmotiv liegt. Datei: Hand_3
Möchten Sie die Farbe für den Seitenhintergrund unmittelbar aus einer HTML-Datei übernehmen? Die Hintergrundfarbe wird in der HTML-Datei so angegeben:
<BODY BGCOLOR=#FFFFFF>
Dieses Beispiel beschreibt reines Weiß. So übernehmen Sie den Farbwert nach ImageReady:
Dazu gibt es noch eine Alternative, wenn Sie die Farbe unmittelbar anzeigen können - zum Beispiel, indem Sie die Internet-Seite online aufrufen: Schalten Sie die ImageReady-Pipette
ein (Kurztaste I), klicken Sie in einen Bildpunkt innerhalb von ImageReady und ziehen Sie die Pipette dann bei gedrückter Maustaste über den Internet-Browser (oder an eine beliebige andere Stelle). Der zuletzt berührte Bildpunkt liefert die nächste Vordergrundfarbe für ImageReady.
Sie können bereits in ImageReady oder Photoshop die Farbe oder das Muster für den Seitenhintergrund testen. So erkennen Sie bereits im Bildprogramm, ob es zu harten Übergängen kommt:
der Ebenenpalette eine neue Ebene.
Nach dem OK-Klick erscheint die Farbe in Ihrer Montage. Prüfen Sie die Übergänge. Achtung: Bevor Sie das Ganze in ImageReady mit dem Befehl Optimiert-Version speichern als GIF ablegen, lassen Sie diese Hintergrundfarbe wieder verschwinden:
oder blenden Sie die Ebene mit dem Augensymbol aus.
Abbildung 4.129: Die Wirkung einer Hintergrundfarbe wird hier bereits in ImageReady getestet. Wir haben eine neue Ebene angelegt, unter das Objekt gezogen und mit der Farbe für den Seitenhintergrund gefüllt. Löschen oder verbergen Sie diese Ebene vor dem endgültigen Speichern als GIF-Datei.
Sofern Sie bereits ein Bild im Modus Indizierte Farben vor sich haben, können Sie in Photoshop unmittelbar aus der Farbpalette heraus einen Tonwert als transparent festlegen:
Der entsprechende Bereich erscheint sofort als transparent.
Im vorhergehenden Abschnitt haben Sie gesehen, wie man Objektkanten so einfärbt, dass Sie scheinbar in die Hintergrundfarbe der Internet-Seite übergehen. Dies wird jedoch problematisch, wenn Sie keine einfache Hintergrundfarbe verwenden, sondern ein Muster.
Abbildung 4.130: Links: Dieses freigestellte Objekt hat links unten einen halbtransparenten Übergang und zudem einen halbtransparenten Schatten. Doch im GIF-Dateiformat lassen sich die feinen Deckkraftabstufungen nicht umsetzen. Rechts: Hier sehen Sie die Browser-Vorschau. Wir hatten in der Optimieren-Palette das GIF-Dateiformat gewählt, »Transparenz« aktiviert und als »Hintergrund«-Farbe Weiß angegeben. ImageReady rechnet jetzt für die GIF-Version Weiß in alle halbdeckenden Bild teile ein. Mit dem Befehl »Datei: Ausgabe-Einstellungen: Hintergrund« haben wir die Datei »Kachel« als »Hintergrund«-Muster festgelegt. Vorlage: Globus.psd
Muster bestehen aus mehreren Farben. Die Probleme beginnen schon, wenn das Objekt nur eine hauchdünne halbtransparente Kante hat, Folge des Glättens bei Auswahlwerkzeugen oder Textfunktion. Problematischer noch sind weiche Übergänge oder Schatten. Folgende Auswege sind denkbar:
Die beiden unteren Möglichkeiten funktionieren dann, wenn Sie ein fein ziseliertes Hintergrundmuster ohne grobe Kontraste und Unterschiede verwenden.
Abbildung 4.131: Links: Wir haben das Hellblau des geplanten Hintergrundmusters als »Hintergrund«-Farbe in die Optimieren-Palette für das GIF-Format übernommen. Dazu schalteten wir in ImageReady die Pipette ein. Mit diesem Werkzeug klickten wir in ein geöffnetes Bild , um dann die Pipette in eine Browser-Vorschau mit dem geplanten Muster weiterzuziehen, bis ein gewünschter Hellblauton als Vordergrundfarbe in der Werkzeugleiste erkennbar war. Im »Hintergrund«-Klappmenü der Optimieren-Palette gaben wir dann die »Vordergrundfarbe« an. Damit rechnet ImageReady einfarbiges Hellblau in halbtransparente Bereiche. Der Kontrast zum umgebenden Muster ist nicht ganz so stark wie bei der weißen »Hintergrund«-Farbe. Rechts: Im »Hintergrund«-Klappmenü der Optimieren-Palette wurde »Ohne« gewählt. Jetzt entfernt ImageReady für die GIF-Version sämtliche Bild punkte, die nicht vollständige Deckkraft haben.
Unabhängig davon, ob Sie die Musterdatei nur in die weichen Objektkanten hineinrechnen oder als komplettes Rechteck unter das Objekt legen wollen - zunächst muss das Muster unter Ihrem Objekt in der ImageReady-Montage erscheinen. So geht's:
Nun sehen Sie das Muster unter Ihrem Objekt. Wenn Sie das Ergebnis als normales Rechteck-Bild auf die Webseite stellen, sind Sie nicht mehr an das GIF-Format gebunden, sondern können auch JPG verwenden - für nuancierte Halbtonfotos die bessere Lösung. Aktivieren Sie eine »optimierte« Version in der Mehrfach-Vorschau - also nicht das Original -, und machen Sie die Dateiformatvorgaben in der Optimieren-Palette. Dann sichern Sie das Ergebnis mit dem Befehl Datei: Optimiert-Version speichern.
Abbildung 4.132: Links: Wir versuchen es mit dem Format PNG-24, das stufenlose Transparenz unterstützen soll. Doch während die Transparenzdarstellung in Photoshop und ImageReady funktioniert, erscheint das Objekt im Browser mit grauem Hintergrund: Der Browser ist nicht mit dem erforderlichen Browser-Plug-in für Alpha-Transparenz ausgestattet. Rechts: Hier haben wir das Muster unter das Objekt montiert und das Ergebnis als normale Rechteck-Datei im JPG-Format gesichert. Weil es sich um ein sehr unauffällig strukturiertes Muster handelt, entsteht keine harte Kante zwischen dem Muster innerhalb der Bild datei und dem Muster, das separat als Seitenhintergrund festgelegt wurde. Dateien: Globus.png, Globus_2.psd
Wollen Sie Ihre Bilddateien für die Veröffentlichung im Internet speichern, bietet ImageReady optimale Funktionen - mehr als Photoshop und mehr als die meisten anderen Bildprogramme. Wir konzentrieren uns deshalb hier auf ImageReady und besprechen die Besonderheiten von Photoshop in einem speziellen Abschnitt.
Um die Dateigröße möglichst niedrig zu halten, nimmt man Qualitätseinbußen in Kauf. Oft speichert man das Ergebnis parallel in zwei Dateiformaten:
Der generelle Ablauf beim Speichern für das Internet in ImageReady:
Mit dem Befehl Datei: Ausgabe-Einstellungen: Dateien speichern machen Sie Vorgaben, wie Dateien für das Internet gespeichert werden, wenn Sie den Befehl Datei: Optimiert-Version speichern in ImageReady verwenden. Dieses Dialogfeld erhalten Sie in ImageReady auch mit der Schaltfläche Ausgabe-Einstellungen nach Anwahl des Befehls Datei: Optimiert-Version speichern unter, in Photoshop über die gleichnamige Schaltfläche im Dialogfeld Für Web Speichern.
Abbildung 4.133: Mit dem ImageReady-Befehl »Datei: Ausgabe-Einstellungen: Dateien speichern« geben Sie vor, wie das Programm neu entstehende Bild dateien benennt.
Zunächst bearbeitet man nur eine einzelne Vorlage. Wird das Ergebnis jedoch für das Internet gespeichert, produziert ImageReady mitunter gleich mehrere Bilddateien - so zum Beispiel bei Rollover-Effekten oder Slices. In diesem Fall können Sie regeln, wie die neu entstehenden Dateien benannt werden. Sie können beispielsweise wählen, ob ursprünglicher Dateiname oder Datum Bestandteil der neuen Namen sein sollen. Details zum Benennen besprechen wir in den relevanten Abschnitten etwa zu »Slices« ab Seite 337.
Sie können die HTML-Datei mit Titel- und Copyright-Informationen garnieren, wenn Sie die Option Copyright einfügen verwenden. Der Titel erscheint in der Titelleiste des Internet-Browsers; die Copyright-Hinweise sehen Sie nur im HTML-Quelltext, nicht auf der Browser-Oberfläche. So geben Sie die Informationen ein:
Das Dialogfeld Ausgabe-Einstellungen bietet im Bereich Dateien speichern weitere Optionen:
|
|
Vermeiden Sie Sonderzeichen und Umlaute ganz. |
Sie können alle Ausgabe-Einstellungen speichern und bei späteren Projekten wieder aufrufen. Gelungene Einstellungen verewigen Sie mit der Schaltfläche Speichern in einer Datei mit der Endung ».iros«. ImageReady bietet hier zum Speichern zunächst das Unterverzeichnis »Vorgaben/Optimierte Ausgabe-Einstellungen« innerhalb Ihres Photoshop-Verzeichnisses an; Sie sehen, dass dort bereits einige Ausgabe-Einstellungen gelagert wurden, unter anderem »Standardeinstellungen« und »Hintergrundbild«.
Speichern Sie Ihre eigenen Vorgaben am besten im selben Verzeichnis - Sie lassen sich dann über das Einstellung-Klappmenü unkompliziert aufrufen. Wollen Sie Einstellungen aus einem anderen Verzeichnis laden, nutzen Sie die Schaltfläche Laden. Sobald Sie an den vorgegebenen Settings etwas ändern und diese Einstellung nicht speichern, erscheint im Einstellung-Klappmenü die Bezeichnung Eigene.
Sie können eine Internet-Seite aus einer einzigen Bilddatei zusammenstellen und diese Bilddatei als Adresse angeben. Dann erscheint im Web-Browser die Datei vor weißem Hintergrund.
Manche ImageReady-Ergebnisse erfordern jedoch zwingend HTML-Code - darin wird unter anderem Bildplatzierung und Bildsequenz geregelt:
Um HTML-Code zu erhalten, verwenden Sie im Dialogfeld zum Befehl Optimiert-Version speichern unter das Klappmenü Dateityp mit den Vorgaben HTML und Bilder (*.html) oder Nur HTML (*.html). Die entstehende HTML-Datei enthält nur die Seitenbeschreibung, nicht jedoch die Bilder selber.
Welchen HTML-Code ImageReady exakt schreibt, regeln Sie mit dem Befehl Datei: Ausgabe-Einstellungen (siehe vorhergehender Abschnitt). ImageReady bietet die Ausgabe-Einstellungen auch per Schaltfläche an, wenn Sie den Befehl Optimiert-Version speichern unter wählen. Generell sollten Sie in den Dateinamen Umlaute und andere exotische Schriftzeichen vermeiden (Leerzeichen können Sie automatisch ersetzen lassen, siehe oben, Umlaute nicht). Die besonderen HTML-Optionen etwa für Imagemaps oder Slices besprechen wir in den jeweiligen Hauptabschnitten.
Abbildung 4.134: Der Befehl »Datei: Voreinstellungen: HTML« zeigt die Optionen für den HTML-Code an, den ImageReady erzeugt.
Sie müssen den HTML-Code aus ImageReady nicht als abgeschlossene Einzelseite verwenden, sondern können ihn auch in komplexere HTML-Dokumente einbauen.
Sie haben mehrere Möglichkeiten, den HTML-Code aus ImageReady weiterzuverwenden: Nehmen Sie zum Beispiel den Befehl Datei: Optimiert-Version speichern unter mit der Option Nur HTML (*.html). Öffnen Sie die resultierende HTML-Datei etwa in einem Textprogramm, markieren Sie den Code, kopieren Sie ihn mit Strg+C und fügen Sie ihn mit Strg+V in eine vorhandene andere Seite ein.
Sie können den HTML-Code unmittelbar in die Zwischenablage kopieren; dazu dient das ImageReady-Untermenü Bearbeiten: HTML-Code kopieren. Nun können Sie Alle Slices kopieren oder nur Ausgewählte Slices kopieren. Sofern Sie Ihr Bild nicht in Slices aufgeteilt haben, unterscheiden sich diese Optionen nicht in ihrer Auswirkung. Die Funktion Geladene kopieren bringt nur JavaScript-Code in die Zwischenablage, der für Rollover-Effekte erforderlich ist. In der Zieldatei fügen Sie den Code mit Strg+V wieder ein.
Alternativ laden Sie Ihr Ergebnis mit Strg+Alt+P in den Internet-Browser. Dabei zeigt ImageReady den kompletten HTML-Code auf der Seite an. Sie können den Code mit der Maus markieren, mit Strg+C kopieren und mit Strg+V in einem anderen Programm wieder einfügen.
Haben Sie HTML-Code für ein Bild in eine andere HTML-Datei eingefügt und das Bild anschließend in ImageReady bearbeitet? Sie können nun den HTML-Code für dieses Bild in der HTML-Datei automatisch aktualisieren. Dies kann etwa interessant sein, wenn Sie Slices umarrangiert haben. Sie korrigieren also mit ImageReady eine HTML-Datei, die in einem anderen Programm zustande kam.
Zunächst speichern Sie die optimierte Datei mit der HTML-Datei für das Bild. Dann wählen Sie Datei: HTML aktualisieren. Nun geben Sie die HTML-Datei an, in der sich der Code für das Bild befindet. Klicken Sie auf Bilder speichern, wenn Sie auch die Bilddatei sichern wollen. Dann klicken Sie auf Öffnen.
Soll Ihr Bild besonders schnell Information transportieren, dann bedenken Sie, dass Sie Bilder auch mit Einblendmeldungen ausstatten können sowie mit Meldungen, die in der Statuszeile erscheinen. So gelangt eine Textvariante der Bildinformation schneller zu Ihrem Publikum als die Pixel selbst. Die Einblendmeldung erscheint außerdem wie ein Dateiname im bereits sichtbaren Bildrahmen, wenn der Bildinhalt selbst noch nicht übertragen wurde. So reichern Sie eine Einzeldatei mit Text an:
neben dem Palettennamen, um alle Optionen zu sehen.
In der Optimieren-Palette, abrufbar über das Fenster-Menü, machen Sie alle Vorgaben für diejenige »optimierte« Bildversion, die im Dateifenster aktiviert ist. Diese aktivierte Version hebt ImageReady durch ein Rähmchen hervor. Klicken Sie mehrfach auf das Dreieck
neben dem Palettennamen oder wählen Sie den Paletten-Befehl Optionen einblenden, bis Sie alle Regelmöglichkeiten sehen. Photoshop bietet weitgehend dieselben Möglichkeiten mit dem Befehl Datei: Für Web speichern.
Sie können beliebige Vorgaben in der Optimieren-Palette als so genannte »Einstellung« speichern und per Einblendmenü wieder abrufen. Also speichern Sie zum Beispiel die komplette Information »JPEG-Format mit Qualitätsstufe 60, ohne Optimieren, in mehreren Durchgängen, ohne Weichzeichnen« und holen sie nach Bedarf wieder her.
Das heißt: Möchten Sie ein Dateiformat mit allen konkreten Vorgaben öfter verwenden, öffnen Sie das Menü der Optimieren-Palette durch Klick auf das Dreieck rechts oben und wählen Einstellungen speichern. Jede Einstellung wird als separate Datei im Verzeichnis »Vorgaben/Optimierte Einstellungen« innerhalb Ihres Photoshop-Ordners abgelegt. Haben Sie bereits eine vorhandene Einstellung geöffnet, können Sie per Palettenmenü diese Einstellungen löschen.
Haben Sie eine gespeicherte »Einstellung« durch Veränderung einzelner Optionen verändert, erscheint im Menü Einstellungen der Hinweis [Unbenannt]. Ein gänzlich leeres Einstellungen-Menü sehen Sie, sofern Sie mehrere Slices mit unterschiedlichen Vorgaben markieren.
Abbildung 4.135: Die Optimieren-Palette speichert Dateiformatvorgaben als »Einstellung«.
Sie können ein Bild auf eine festgelegte Dateigröße optimieren. ImageReady ändert dann die Vorgaben so, dass die von Ihnen gewünschte Dateigröße erreicht wird - zumindest einigermaßen. Zunächst sollten Sie in der Mehrfach-Vorschau eine »optimierte« Bildversion und nicht das Original aktivieren. Außerdem wählen Sie in der Optimieren-Palette das Dateiformat, das Sie ohnehin verwenden wollen. Dann öffnen Sie mit einem Klick auf das Dreieck
oben rechts in der Optimieren-Palette das Palettenmenü und wählen Auf Dateigröße optimieren. Das Dialogfeld bietet folgende Optionen:
Tippen Sie die Gewünschte Dateigrösse ein und klicken Sie auf OK. Damit verändert sich die aktivierte »optimierte« Bildversion - ImageReady rechnet die Variante auf die Zielgröße um. Sie können die erreichte Größe direkt unter der Bildversion ablesen; dort wie auch in der Optimieren-Palette erkennen Sie überdies, welche Einstellungen geändert wurden.
Abbildung 4.136: Der Befehl »Auf Dateigröße optimieren« aus dem Menü zur Optimieren-Palette rechnet die aktivierte »optimierte« Bild version in der Vorschau auf die von Ihnen gewünschte Dateigröße um.
ImageReady verwandelt eine ganze Reihe von Bildern automatisch in ein gewünschtes Dateiformat auf Basis Ihrer gespeicherten Einstellungen. Dazu verewigen Sie die Einstellung als so genanntes Droplet. Details zu dieser Technik finden Sie ab Seite 131. Wir geben hier eine Kurzdarstellung:
rechts oben in der Optimieren-Palette.
Wenn Sie den Droplet-Pfeil einfach nur anklicken, erhalten Sie ein Speichern-Dialogfeld. In diesem Fall lassen sich Name und Speicherplatz für das Droplet frei wählen.
ImageReady speichert die Dateien im Herkunftsordner. Zusätzlich zu »Test.tif« erhalten Sie dann zum Beispiel »Test.gif«, sofern Sie eine Verwandlung ins GIF-Format angewendet haben. Dabei verändert sich die Ursprungsdatei nicht.
Wird jedoch bei einem Droplet das Dateiformat nicht verändert, muss ImageReady den Dateinamen vor der dreistelligen Dateiendung korrigieren. Aus »Test.jpg« wird zum Beispiel »Test-01.jpg«, wenn das Droplet nicht das Dateiformat verändert. Auch hier landet die neue Datei im Ordner der ursprünglichen Datei, die ihrerseits nicht verändert wird.
Weitere Funktionen der Optimieren-Palette haben Sie bereits im vorhergehenden Abschnitt »Bilddarstellung beim Internet-Design« kennen gelernt.
Bilder für WWW-Seiten im Internet werden meist in den Formaten GIF, JPG oder PNG gespeichert. Bei allen drei Dateitypen lässt sich die Form des allmählichen Bildaufbaus steuern. Normalerweise müht sich das Bild Zeile für Zeile, von oben nach unten, auf die Seite. Sie können jedoch auch eine andere Darstellungsart wählen: Dann steht sofort ein komplettes Rechteck auf der Seite, es zeigt Ihre Vorlage sehr verschwommen. In mehreren Durchgängen wird das Bild schärfer.
Dieser Bildaufbau in mehreren Wellen heißt beim JPEG-Format Mehrere Durchgänge, bei GIF und PNG Interlaced. Die Wirkung unterscheidet sich bei den einzelnen Formaten. Die JPG-Variante bereitet Schwierigkeiten in älteren Bildprogrammen und Browsern.
Eine Vorschaufunktion für diesen allmählichen Bildaufbau gönnen die Photoshop-Programmierer ihren Kunden nicht. Der JPG-Bildaufbau in »mehreren Durchgängen« lässt sich am eigenen Rechner gar nicht beobachten, sondern nur bei langsamer Datenübertragung per Modem. Der GIF-Aufbau nach Interlaced-Schema lässt sich in Photoshop oder ImageReady generell nicht verfolgen. Sie sehen den Aufbau einer Datei von der heimischen Festplatte aber eventuell in einem Internet-Browser - zumindest dann, wenn Sie eine sehr große Datei laden. Je schneller der Rechner, desto größer muss die Datei sein.
Abbildung 4.137: Zuwachs: Mit »Interlaced«-Vorgabe erscheint sofort ein volles Bild -Rechteck auf dem Schirm. Das Motiv wird zunehmend deutlicher. Datei: Gesicht.gif
Nur drei Dateiformate zeigen Internet-Browser problemlos an, ohne dass man die Programme erst mit Plug-ins aufrüsten müsste: GIF, JPG und PNG. ImageReady unterscheidet bei PNG noch zwischen PNG-8 (maximal 256 Farben) und PNG-24 (16,7 Millionen Farbtöne möglich). Alle Formate sollen die Dateigröße stark verringern, um die Übertragungszeit zu verkürzen. Die Formate bieten sehr unterschiedliche Eigenschaften und Kompressionsverfahren, so dass man je nach Bildtyp bewusst ein bestimmtes Format verwendet.
Vereinfacht gesagt, unterscheiden sich die Internet-gängigen Dateiformate GIF, JPEG und PNG wie folgt:
Die Tabelle nennt die wichtigsten Unterschiede:
1) Internet-Browser benötigt Zusatz-Plug-in für sog. »Alpha-Transparenz« (wenig verbreitet).
2) Bei ImageReady und Photoshop, nicht bei anderen Programmen, kann man eine Kompression mit Verlust anwählen.
Abbildung 4.138: Wir vergleichen die Dateiformate JPEG und GIF. Links: Die Vorlage für diese Schaltfläche beansprucht im RGB-24-Bit-Farbmodus 72 Kbyte Arbeitsspeicher und bei verlustfreier TIFF-LZW-Kompression 21 Kbyte Festplatte. Mitte: Die TIFF-Vorlage wird im JPEG-Format auf 2,7 Kbyte komprimiert, leichte Kantenfehler sind zu sehen. Rechts: Bei Kompression bis auf 1,3 Kbyte treten die typischen JPEG-Fehler massiv auf: Schleierbildung, künstliche Schatten und Farbblöcke. Zu erkennen ist, dass JPEG sich eher für nuancierte Halbton-Übergänge als für harte Konturen eignet. Vorlage: News.tif
Abbildung 4.139: Ganz anders wirkt die Reduktion auf maximal 256 Farben (8-Bit-Farbtiefe), wie sie zum GIF-Format gehört. Links: Gibt man in der Optimieren-Palette die »Web«-Farbpalette ohne das Dithering-Streuraster an, entstehen grobe Farbsprünge bei einer Dateigröße von nur 2,2 Kbyte; Konturen bleiben freilich im Vergleich zum JPG-Format sauber erhalten. Mitte: Hier wurde ebenfalls die Web-Palette verwendet, aber mit 100 Prozent Dithering (Farbstreuung); dieses Verfahren simuliert Halbtöne und hebt die Dateigröße auf 5,2 Kbyte. Rechts: Ebenfalls rund 5,2 Kbyte beansprucht diese Variante: Die »Selektiv«-Farbpalette dieses Bild es enthält die 32 wichtigsten Tonwerte - ohne Rücksicht auf Web-Tauglichkeit. Das GIF-Format eignet sich offensichtlicher eher für harte Konturen als für weiche Farbübergänge.
Soll ImageReady das geeignete Dateiformat für Ihr Original automatisch anbieten? Wählen Sie Bearbeiten: Voreinstellungen: Optimierung, dann stellen Sie im Bereich Standardoptimierung auf GIF / JPEG automatisch wählen. Haben Sie in den 2fach-Einstellungen und in den 4fach-Einstellungen bereits eine Aktuelle Version eingeplant, können Sie weitere Bildfenster mit der Option Auto verplanen - ImageReady schlägt dann jeweils eine kleinere Bildversion vor.
Auch der Befehl Auf Dateigröße optimieren aus dem Menü der Optimieren-Palette wählt - so Sie es wünschen - das Dateiformat selber aus (Details zu diesem Befehl finden Sie ab Seite 364).
Abbildung 4.140: GIF, JPG und PNG sind die gängigen Dateiformate zur Veröffentlichung von Bild ern auf den WWW-Seiten im Internet. Alle Formate komprimieren die Daten, teilweise mit Qualitätsverlust; Sie sollten die Besonderheiten kennen. ImageReady bietet eine Vorschau auf mehrere Komprimierungsvarianten gleichzeitig; die Optimieren-Palette nennt die Einstellungen für die aktuelle Variante, die durch ein Rähmchen hervorgehoben wird - hier die GIF-Ansicht im zweiten Fenster von links.
Sie können einzelne Partien eines Bildes mit unterschiedlichen Qualitätsvorgaben speichern. So könnten Sie beispielsweise den Schriftzug innerhalb eines Bildes vor überstarker Komprimierung schützen, so dass er jederzeit klar erkennbar bleibt; die Umgebung des Slogans dagegen komprimieren Sie mit stärkeren Faktoren, um möglichst viel Speicherplatz zu sparen. Mehrere Eigenschaften lassen sich auf diese Art über das Bild verteilt variieren: JPG-Qualitätsfaktor, GIF-Qualitätsverlust, GIF-Dithering.
Dabei arbeiten Sie mit Alphakanälen. Der ausgewählte (meist weiß unterlegte) Bereich eines Alphakanals markiert den Bildbereich, den Sie mit bester Qualität komprimieren; nicht ausgewählte Bereiche (schwarz unterlegt) erhalten einen niedrigen Faktor.
Sie legen ein Maximum und ein Minimum für die gewünschte Höchst- und Mindestqualität fest. Im Einzelnen:
Abbildung 4.141: Sobald ein Alphakanal oder eine Auswahl angelegt ist, können Sie die Schaltfläche »Lossy-Einstellung mit Hilfe eines Kanals ändern« verwenden. Hier teilen wir dem Bild für den ausgewählten Bereich eine »Maximum«-Qualität von 80 Prozent zu, für den nicht ausgewählten Bereich eine »Minimum«-Qualität von 20. Sie sehen auch eine Miniatur des Alphakanals. Weiß erscheint hier der schmale Bild teil, der für die Datei »News« (siehe unten) ausgewählt wurde.
Für die gewichtete Optimierung benötigen Sie einen Alphakanal. Wie Sie mit Alphakanälen arbeiten, klärt ein eigenes Kapitel ab Seite 641. Hier nur eine Kurzanleitung:
an (wie gesagt, der ausgewählte Bereich erhält die höhere Qualität); danach nutzen Sie den Befehl Auswahl: Auswahl speichern oder klicken auf das Symbol Auswahl als Kanal speichern
in der Kanälepalette.
. Den Kanal können Sie anschließend beispielsweise mit Malwerkzeugen und Farbverläufen bearbeiten. Sie können auf Alphakanäle jederzeit auch Filter und Kontrastkorrekturen anwenden.
oder ähnlich; im Dialogfeld Einstellung verändern öffnen Sie anschließend das Klappmenü Kanal und klicken auf Auswahl speichern; danach geben Sie einen Kanalnamen an. Auch wenn bereits ein Alphakanal existiert, lassen sich mit diesem Verfahren weitere Kanäle anlegen.
Damit keine harten Übergänge zwischen den verschiedenen Qualitätszonen entstehen, empfehlen sich häufig weiche Auswahlkanten. Diese richten Sie auf verschiedene Arten ein - zum Beispiel in den Optionen zu den Auswahlwerkzeugen, mit dem Befehl Auswahl: Weiche Auswahlkante oder in Photoshop durch Weichzeichnen des Alphakanals (vergleiche Seite 592).
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Wollen Sie den Kanal dauerhaft im Bild speichern, verwenden Sie zum Beispiel die Dateiformate TIFF oder Photoshop. Im JPG-Format können Sie keine Alphakanäle speichern. |
Abbildung 4.142: Diese Beispiele zeigen in extremer Form die Wirkung der gewichteten Optimierung. Im Alphakanal ausgewählt wurde in den ersten beiden Beispielen allein der Schriftzug. Links: Der Schriftzug wird mit 80 Prozent JPG-Qualität komprimiert, der weitere Bild bereich nur mit 20 Prozent. Mitte: Der Schriftzug wird mit 20 Prozent GIF-Qualitätsverlust komprimiert, der Außenbereich mit 80 Prozent. Rechts: Hier wurde die Auswahl umgekehrt und neu als Alphakanal »5« gespeichert. Für den Schriftzug gilt 20 Prozent Dithering, für den (ausgewählten) Rest des Bild es 80 Prozent. Datei: News
Im folgenden Beispiel testen wir in ImageReady die gewichtete Optimierung für den JPG-Qualitätsfaktor mit der Datei »News« aus dem »Praxis«-Verzeichnis der CD zu diesem Buch. Das Verfahren für GIF-Qualitätsverlust und GIF-Dithering ist vergleichbar. Alle Funktionen stehen Ihnen im Übrigen auch mit dem Photoshop-Befehl Datei: Für Web Speichern zur Verfügung. Unsere Datei enthält bereits einen Alphakanal. So geht es weiter:
. Diese Schaltfläche steht nur zur Verfügung, wenn es einen Alphakanal oder mindestens eine Auswahl im Bild gibt.
: Sie erkennen, dass jetzt auch das Maximum für die Qualität gesunken ist. Wenn Sie das Maximum hier wieder anheben, wird es sich auch in der Optimieren-Palette verändern.
Haben Sie eine gewichtete Optimierung angelegt und wollen diese beenden? So geht's:
. Diese Schaltfläche erscheint eingedrückt beziehungsweise abgedunkelt, sofern Sie die gewichtete Optimierung verwendet haben.
Nun wird das gesamte Bild mit dem bisherigen Maximum-Wert behandelt.
Die Ergebnisse überzeugen in Bildqualität und Platzersparnis nicht immer. GIF-Qualitätsverlust und gewichtete Optimierung sind im Übrigen Spezialitäten von Photoshop und ImageReady, die Sie bei anderen Programmen nicht wiederfinden. Im Test des Verfassers ließen sich die resultierenden Dateien in verschiedenen Bildprogrammen und Browsern gleichwohl sofort öffnen. Nicht in allen Fällen konnte man Dateien, die mit gewichteter Optimierung gesichert wurden, in anderen Programmen problemlos bei unveränderter Qualität speichern.
Das JPEG-Format der Joint Photographic Experts Group verkleinert Bilddateien auf Festplatte um fast beliebige Faktoren - zum Beispiel um die Faktoren 10, 50 oder 150. Dabei löscht das Format auf komplizierte Art Bildinformation; es rechnet diese beim Öffnen der JPEG-Datei aber per Mittelwertbildung so geschickt wieder ins Werk, dass man im Druck und am Schirm oft nichts von der Verdichtung bemerkt. Leicht lässt sich ein 30-Mbyte-Titelbild ohne sichtbaren Schaden auf Diskettengröße stauchen. Neben GIF ist JPEG das wichtigste Bilddateiformat für das World Wide Web im Internet.
Wohlgemerkt, wir besprechen JPEG hier als Dateiformat. Es gibt aber andere Dokumenttypen, die Datenkompression nach JPEG-Schema anbieten, zum Beispiel PDF, TIFF und EPS. Bilder im JPEG-Dateiformat sind problemlos austauschbar zwischen Mac und Windows. Sie lassen sich in der Zoomstufe 100 Prozent (ein Bildpunkt auf einem Monitorpunkt) ohne Weiteres auch mit Internet-Browsern betrachten, so dass der Empfänger nicht unbedingt ein Bildprogramm haben muss. Die Ladezeit verlängert sich gegenüber unkomprimierten Dateien deutlich.
ImageReady bietet in der Optimieren-Palette einen JPG-Qualitätsregler von 0 bis 100. 0 bedeutet schlechte Bildqualität und niedrigste Dateigröße. Die Vorgabe 100 erhält die Qualität bestmöglich, spart aber weit weniger Speicherplatz. Wer kleinere Fehler in Kauf nehmen mag, stellt Werte wie 50 oder 60 ein; hier sinkt der Festplattenbedarf - und damit die Übertragungszeit - bereits auf ein Zehntel oder Zwanzigstel gegenüber dem Bedarf an Arbeitsspeicher oder gegenüber einem Dateiformat, das unkomprimiert speichert.
Abbildung 4.143: Zahlreiche Optionen bietet die ImageReady-Optimieren-Palette für das JPG-Format. Unser Beispielbild belegt 38 Kbyte Arbeitsspeicher bei 98x131 Pixel im RGB-Modus. Im verlustfrei komprimierenden Dateiformat TIFF-LZW benötigt es noch 32 Kbyte, als PNG-24 (ebenfalls verlustfrei) sind es 26 Kbyte. Wir verwenden hier die höchste JPG-Qualitätsstufe von 100 und erzielen 18 Kbyte ohne jeden sichtbaren Schaden. Wir drucken dieses und die folgenden Beispielbilder in Monitorauflösung von 72 dpi. Dies wirkt im Druck grob, entspricht aber eher dem Bild eindruck am Schirm und verdeutlicht die Fehler. Vorlage: Stop_2
JPEG eignet sich besonders für farblich fein abgestufte Vorlagen, etwa Verläufe, Hauttöne oder sanfte Hintergrundkacheln. Freilich kann die Farbvielfalt zu Konfusion auf älteren 8-Bit-Systemen führen: Höchstens 256 Farben erscheinen korrekt, der Rest grotesk verzerrt. Testen Sie die Wirkung einer JPG-Datei innerhalb eines 256-Farben-Rechners mit dem Befehl Ansicht: Vorschau: Browser-Dithering (Strg+Umschalt+Y, Details ab Seite 344); dabei muss eine »optimierte« Dateiansicht aktiviert sein, nicht das Original.
Bei plakativen Grafiken ohne geglättete Kanten sollten Sie JPG vermeiden: Hier entstehen sehr leicht Geisterschatten und Streuselmuster in einheitlichen Flächen. Hier verwenden Sie GIF.
Selbst bei höchster Qualitätsstufe schrumpft das Bild auf der Festplatte oft um den Faktor fünf bis 15 (Arbeitsspeicher belegt es unabhängig davon in voller Höhe); der Bildqualität ist dabei meist gar nichts anzusehen. Bis hinunter zum Faktor 20 oder 30 bleibt die Verdichtung für den Betrachter unauffällig. Die ersten Schwächen treten besonders bei feinen Farbübergängen in Hauttönen oder Verläufen zu Tage - hier erscheinen grobe Blöcke; harte Linien - etwa Buchstaben - werfen plötzlich dubiose Schatten. Erreichbar sind - bei niedrigster Bildqualität - Faktoren bis 1:100 und darunter; sie eignen sich höchstens für Archivzwecke, doch scheint hier eine Verringerung der Pixelzahl sinnvoller. Adobes Programmierer stimmten den JPEG-Regler allerdings so ab, dass eine nachhaltige Ruinierung der Datei kaum möglich ist.
Abbildung 4.144: Links: Die Vor-»Einstellung« »JPEG hoch« mit Qualitätsstufe 60 schafft eine Dateigröße von 7,2 Kbyte (ohne »Optimieren«-Option sind es 7,5 Kbyte); kleine, tolerierbare Bild fehler erkennt man. Mitte: Die Qualitätsstufe bleibt unverändert, den Wert für »Weichzeichnen« stellen wir aber auf 0,25; die Dateigröße sinkt so auf 6,3 Kbyte. Rechts: Die Vorgabe »JPG mittel« mit Qualitätsstufe 30 produziert - ohne »Weichzeichnen« - deutliche Farbflecken bei einer Dateigröße von 4,1 Kbyte.
Sie können mittels gewichteter Optimierung einzelne Bildpartien stärker komprimieren als andere. Beispielsweise wählen Sie ein Hauptmotiv oder einen Schriftzug aus und sichern die Auswahl als Alphakanal. Dann komprimieren Sie das Hauptmotiv weniger stark als den ohnehin diffusen Hintergrund (Details zum Verfahren ab Seite 368). Die Ergebnisse überzeugen im Test jedoch nicht so recht:
Die Option Mehrere Durchgänge ermöglicht eine schnellere Bildvorschau: das Motiv wird nicht Zeile für Zeile aufgebaut, sondern entsteht aus immer feineren Varianten des gesamten Rechtecks - visuell vage vergleichbar dem Interlaced-Aufbau bei GIF. Die Zahl der Durchläufe können Sie in ImageReady nicht angeben, flexibler zeigt sich jedoch Photoshop, wenn Sie hier den Befehl Datei: Speichern unter nehmen. Die Datenmenge ändert sich gegenüber dem konventionellen JPEG kaum, die Qualität nur unwesentlich. Dieser JPEG-Typ heißt oft auch »Progressive JPEG«.
Ältere Pixelprogramme und Internet-Browser unterstützen JPEGs mit mehreren Durchgängen gar nicht - so etwa Netscape Navigator vor Version 2.0 und Photoshop vor Version 4.0. Im Zweifelsfall verzichtet man auf die Option. Am Bildschirm lässt sich der fortschreitende Aufbau einer JPEG-Datei mit mehreren Durchgängen, die auf der eigenen Festplatte liegt, nicht testen.
Die Optimieren-Palette bietet weitere Einstellmöglichkeiten für das JPG-Format:
Abbildung 4.145: Links: Die JPG-»Einstellung« »JPEG niedrig« mit Qualitätsstufe 10 in ImageReady wirkt schon entstellend und reduziert das Bild auf 2,8 Kbyte. Mitte: Mit einem »Weichzeichnen«- Wert von 0,25 kommt man auf 2,4 Kbyte. Rechts: Die Stufe 0 - ohne »Weichzeichnen« - senkt Brauchbarkeit und Dateigröße weiter (2,3 Kbyte).
Generell ist beim wiederholten Speichern im JPEG-Format Vorsicht geboten: In Bildteilen, die Sie zuvor bearbeiteten, drohen weitere Verluste. Und Datenschwund entsteht ebenfalls in den nicht manipulierten Zonen, wenn die JPEG-Qualität geändert wird. Details gehen auch verloren beim Sichern eines gekappten JPEG-Bildes: Der Algorithmus teilt das Bild in neue Segmente ein und interpoliert die Farben anders; ebenso sollte man nicht die Pixelauflösung einer JPEG-Datei umrechnen.
Damit eignet sich das JPEG-Format nicht zum Zwischensichern während der Arbeit an einem Bild. Indes stimmte Adobe seinen JPEG-Filter so ab, dass eine Bilddatei kaum je tatsächlich den Bach runtergeht. In der Praxis verkraften viele Motive auch zwei- oder dreimaliges Speichern mit zwischenzeitlicher Bearbeitung. Aber Sie wurden hiermit gewarnt.
JPEG zeigt besondere Schwächen mit plakativen Grafiken, zum Beispiel GIFs, die bereits ein Farbstreuraster (»Dithering«) zeigen; bei geschickter Anwendung kann JPEG die Farbstreuung zwar glätten, allerdings erreicht man das übersichtlicher per Konvertierung in den RGB-Modus mit Weichzeichnen oder bikubischem Interpolieren. In jedem Fall erzeugt die Konvertierung einer 256-Farben-Datei nach JPEG ein Bild mit weit mehr als 256 Farben. Besonders unergiebig ist die Konvertierung zwischen JPEG und GIF: Hier treffen zwei Formate mit deutlichen und dazu noch unterschiedlichen Beschränkungen aufeinander - die Schnittmenge der damit noch möglichen Qualität ist klein.
Der Standard JPEG 2000 sollte noch im Winter oder Frühjahr 2001 endgültig verabschiedet werden und das JPEG-Format wesentlich verbessern: Eine Wavelet-Transformation beseitigt die lästigen Block-Effekte bei starker Komprimierung, wahlweise lassen sich die Daten sogar sehr effektiv verlustfrei stauchen, einzelne Bildteile können Sie individuell stärker oder schwächer komprimieren, zudem nimmt das Format Text- und Copyright-Informationen auf.
Die getesteten deutschen Vollversionen von Photoshop 6 zeigten keine spezielle Unterstützung für JPEG 2000. Immerhin boten Photoshop und ImageReady bereits im Herbst 2000 einige JPEG-2000-Features; sie standen damit allerdings innerhalb des Markts für digitale Bildbearbeitung allein auf weiter Flur, in anderen Programmen ließen sich die Merkmale nicht nutzen:
Prüfen Sie, ob Photoshop-Hersteller Adobe über seine Internet-Seite die Nachrüstung auf das Format JPEG 2000 anbietet. Ausführliche englische Informationen fanden wir beim JPEG-Komitee unter der folgenden Internet-Adresse:
http://www.jpeg.org/JPEG2000.htm
Die Übersicht der Mehrfach-Vorschau von ImageReady bietet Ihnen in Photoshop der Befehl Datei: Für Web speichern. Aber auch mit dem üblichen Befehl Datei: Speichern unter lassen sich in Photoshop komfortabel JPG-Dateien erzeugen. Überdies haben Sie in Photoshop die Möglichkeit, auch GIFs mit folgenden anderen Merkmalen anzulegen:
Vorsicht: Diese Merkmale eignen sich kaum für die Verwendung im Internet, mit Ausnahme der Option Mehrere Durchgänge.
Der Befehl Datei: Speichern unter zeigt Photoshops JPG-Dialogfeld, sofern Sie dieses Dateiformat im Klappmenü Dateityp angeben. Hier wählen Sie die Qualitätsstufen von 12 (hohe Qualität) bis 0. Noch bei geöffnetem Dialogfeld nennt Photoshop die resultierende Dateigröße und zeigt den entstehenden Qualitätsverlust am geöffneten Bild. Englische Fragen und Antworten zum JPEG-Format (FAQs, Frequently asked questions) finden Sie auf dieser Internet-Seite:
http://www.cis.ohio-state.edu/hypertext/faq/usenet/jpeg-faq/
Das GIF-Dateiformat wirkt mit seinen maximal 256 Farbtönen (8-Bit-Farbtiefe) reichlich beschränkt. Dennoch können Web-Designer nicht auf GIF (auch »Compuserve GIF«) verzichten:
Die Optionen von GIF und PNG-8 ähneln sich weitgehend. Die meisten Sonderfunktionen von GIF besprechen wir darum in eigenen Hauptabschnitten innerhalb dieses Kapitels - Näheres finden Sie also unter »Animationen« (Seite 273), »Transparenz« (Seite 352) und »Farbtabelle und Farbwahl« (Seite 381). Andere Formate bieten das eine oder andere freilich auch: Verlustfrei komprimierte 8-Bit-Grafiken speichert man kommod in den Formaten TIFF-LZW oder PNG-8. Eine Transparenzfunktion für freigestellte Objekte bietet ebenfalls PNG. Nur: PNG ist im Internet wenig etabliert, TIFF gar nicht. GIF gibt es schon immer.
Abbildung 4.146: GIF-Dateien enthalten maximal 256 unterschiedliche Farbtöne. Die ImageReady-Farbtabelle zeigt die Tonwerte der in der Mehrfach-Vorschau aktivierten Version. In der Optimieren-Palette machen Sie die Vorgaben für die aktivierte Vorschau-Variante.
Wegen seiner auf 256 begrenzten Farbenzahl eignet sich GIF, das Graphics Interchange Format, vor allem für plakative Grafiken, die ohne Kantenglättung entstanden. Zum Beispiel für Schriftzüge, Logos, Zeichnungen, Bildschirmfotos (Screenshots). Für subtile Hauttöne, Farbübergänge oder für sanfte Hintergründe nimmt man JPEG.
Es gibt verschiedene Wege, GIF-Dateien zu erzeugen:
Die größte Flexibilität bietet ImageReady.
Mit der Vorgabe Interlaced (Zeilensprung) baut sich das Bild anders auf dem Schirm auf: Statt nach und nach, Zeile für Zeile auf die Bildfläche zu trudeln, steht sofort das komplette Rechteck da (beziehungsweise die freigestellte Form).
Das Verfahren: Der Browser zeigt im ersten Durchgang die erste, die neunte und alle weiteren Zeilen im Achter-Abstand; im zweiten Durchgang folgen Vierer-Sprünge: die fünfte, die dreizehnte Zeile etc. Doch schon im ersten Schritt, wenn nur jede achte Originalzeile zu sehen ist, stellt der Browser das Gesamtfoto schematisch dar, indem er jede vorhandene Zeile vervierfacht; nach dem zweiten Durchgang muss er sie nur noch verdoppeln, bis das Bild komplett geladen ist. Visueller Eindruck: Ein Werk »schwimmt an die Oberfläche«.
Der GIF-Aufbau nach Interlaced-Schema lässt sich in Photoshop oder ImageReady generell nicht verfolgen. Sie sehen den Aufbau einer lokal gespeicherten GIF-Datei nach Interlaced-Verfahren aber eventuell in einem Internet-Browser - zumindest dann, wenn Sie eine sehr große Datei laden. Je schneller der Rechner, desto größer muss die Datei sein. Probieren Sie es mit dem Bild »GIF-Interlaced.gif« aus dem »Praxis«-Verzeichnis der CD zu diesem Buch; es misst 3885x2565 Bildpunkte. Sie können den Interlaced-Modus nicht mit den Vorgaben Lossy oder den Dither-Methoden Störungsfilter und Muster verwenden.
Lossy bedeutet »mit (Qualitäts-)Verlust«. Dies ist ein spezielles Verfahren von ImageReady, das nicht einmal Photoshop bietet. GIF-Dateien werden hier mit Qualitätsverlust noch kleiner gestaucht. Andere Programme bieten das Verfahren nicht, können solche Dateien aber gleichwohl öffnen - sie sind voll kompatibel. Kapazitätsersparnisse von rund fünf bis 30 Prozent sind möglich, allerdings verursachen schon niedrige Werte am Lossy-Regler sichtbare Qualitätsmängel. Sie können Lossy nicht in Verbindung mit Interlaced oder mit den Dither-Verfahren Störungsfilter oder Muster verwenden.
Mit der gewichteten Optimierung haben Sie die Möglichkeit, zwei unterschiedliche Lossy-Werte in ein und derselben Datei anzuwenden: Sie markieren den Bereich, der die bessere Qualität zeigen soll, mit einer Auswahl, die Sie als Alphakanal sichern; alles außerhalb dieser Auswahl wird mit der niedrigeren Qualität verewigt. So können Sie Schriften oder andere wichtige Details vor allzu starker Entstellung schützen. Details zu diesem Verfahren finden Sie ab Seite 368.
Abbildung 4.147: Links: Die 38-Kbyte-Vorlage wird hier als GIF mit Web-Palette bei 216 Farben und 30 Prozent Dithering dargestellt; die Datei benötigt 5,2 Kbyte. Mitte: Um die Dateigröße um ein Kbyte senken zu können, haben wir den »Lossy«-Regler für Datenreduktion mit Verlust auf 45 gestellt (4,2 Kbyte); dabei wirkt das Bild bereits entstellt. Rechts: Ein weiteres Kbyte lässt sich abspecken, wenn man den »Lossy«-Regler auf 90 stellt. Vorlage: Stop_2
Das GIF-Format nimmt auf Wunsch auch Text auf - in Photoshop die Objektbeschreibung, die sich mit dem Befehl Datei: Datei-Information notieren lässt (Seite 85). Dazu müssen Sie zunächst ein englischsprachiges Plug-in von Hand installieren (Details über Plug-ins, also Zusatzmodule, finden Sie ab Seite 878). So geht's:
Dieser GIF-Text wird jedoch kaum von irgendeinem Programm unterstützt. Auch ImageReady bietet keine entsprechende Funktion. Da das Plug-in Gif 89a Export im Übrigen keinerlei Vorteile gegenüber den eingebauten Funktionen von Photoshop und ImageReady bietet, besprechen wir es hier nicht weiter.
Diese weiteren GIF-Optionen bietet die Optimieren-Palette:
Kenner sagen »Ping« dazu: Das Format Portable Networks Graphics mit dem Kürzel PNG soll eigentlich GIF und JPEG aus dem World-Wide-Web-Publishing verdrängen. ImageReady bietet in der Optimieren-Palette PNG-8 für 8-Bit-Grafiken (maximal 256 Farben) und PNG-24 für Echtfarbdateien (24-Bit-Farbtiefe) getrennt an. Wenn Sie mit 8-Bit-Grafik arbeiten, zeigt die Farbtabelle (aufrufbar im Fenster-Menü) die verwendeten Farbtöne. Ältere Internet-Browser brauchen ein Plug-in, um überhaupt PNG-Bilder anzuzeigen. Ohne Zusatzsoftware öffnen Internet Explorer 4.0 und Netscape ab Version 4.04 das Format.
PNG bietet automatisch eine verlustfreie Kompression. Sie ist oft etwas, aber nicht wesentlich stärker als TIFF-LZW oder GIF. Photoshop bietet beim Speichern als PNG eine Reihe unterschiedlicher Algorithmen an, die bei ImageReady nicht explizit auftauchen.
Die Bearbeitung der Farbtabelle für PNG-8 gleicht dem Umgang mit der Farbtabelle des GIF-Formats - wir besprechen sie deshalb separat im anschließenden Abschnitt »Farbtabelle und Farbwahl« (Seite 381). Weitere PNG-Features wie die eingebaute Gammakorrektur werden nicht unterstützt. Letztlich wird PNG im Internet selten verwendet.
Abbildung 4.148: Links: Mit der Optimieren-Palette in ImageReady stellen Sie das PNG-Format ein - die Möglichkeiten gleichen mit »Interlaced«-Bild aufbau und »Transparenz« dem GIF-Format. Rechts: Bei Verwendung des Befehls »Datei: Speichern unter« bietet Photoshop für PNG das Interlaced-Verfahren an.
In 8-Bit-Bildern (mit 256 Farben und Farbtabelle) können Sie einen transparenten Bereich mit harter Kante festlegen: Erzeugen Sie Transparenz in Ihrer Datei und klicken Sie Transparenz in der Optimieren-Palette von ImageReady an. Die Bearbeitung gleicht den Transparenz-Funktionen von GIF; sie werden deshalb getrennt im Abschnitt Transparenz ab Seite 352 besprochen.
In Verbindung mit 24-Bit-PNGs können Sie auch »stufenlose« Übergänge nach Art eines Alphakanals oder einer Ebenenmaske speichern. Dazu muss der Internet-Browser freilich mit einem Browser-Plug-in für Alpha-Transparenz bestückt sein. PNG-24-Bilder, die mit Transparenz gespeichert wurden, erschienen im Test mit Browsern ohne dieses Plug-in gänzlich ohne Freistellung - wie normale Bilder im Rechteckformat.
Detaillierte englische Informationen, Testbilder und zahllose Querverweise auch zu den Plug-in-Anbietern finden Sie vor allem hier:
http://www.libpng.org/pub/png/ http://www.w3.org/pub/WWW/Graphics/PNG/Overview.html
Hinweise auf Plug-ins für PNG (und andere Bilddateiformate) finden Sie auf dieser Seite von Browser-Watch:
http://browserwatch.internet.com/plug-in/plug-in-gr.html
Um Speicherplatz zu sparen, verwendet man im World Wide Web oft 8-Bit-Farbdateien im GIF-Format. Das heißt, pro Bildpunkt werden nur acht Nullen oder Einsen reserviert (also acht Bit) - und nicht 24 Nullen oder Einsen, wie in einem so genannten Echtfarbbild mit 24-Bit-Farbtiefe. Bei 8-Bit-Farbtiefe sind nur 2 HOCH 8, also maximal 256 unterschiedliche Farbtöne möglich. Die verbleibenden maximal 256 Farbtöne erscheinen in einer Farbtabelle; sie können dort auch bearbeitet werden. Übliche Fotos haben jedoch meist viele tausend unterschiedliche Tonwerte; die Bildqualität sinkt also bei der Konvertierung nach acht Bit.
Wichtig ist die 8-Bit-Farbtiefe für Internet-Designer vor allem, weil das weitverbreitete und derzeit unersetzliche GIF-Dateiformat ausschließlich diese Farbtiefe akzeptiert. 8-Bit-Bilder fürs Internet können Sie auch im (weniger verbreiteten) Format PNG-8 speichern, außerhalb des Internets auch in Formaten wie TIFF, PSD, BMP und vielen anderen, nicht aber in JPG.
In ImageReady können Sie ein Echtfarbbild (also mit hohen 24 oder mehr Bit) laden und bearbeiten und gleichzeitig in der Mehrfach-Vorschau prüfen, wie es in verschiedenen 8-Bit-Varianten wirkt. Generell sollten Sie fein nuancierte Halbtonvorlagen fürs Internet eher als JPG-Datei mit 24-Bit-Farbtiefe sichern, also im üblichen RGB-Modus. Grafisches ohne Kantenglättung sollte eher als GIF mit 256 Farben gesichert werden; und benötigen Sie Animation oder Freisteller, bleibt fast nur GIF.
Die Farbtabelle listet ImageReady im Fenster-Menü auf. Bei der Arbeit mit Farbtabellen bieten Photoshop und ImageReady alle möglichen Finessen, um im Konflikt zwischen Dateigrößenreduzierung und bestmöglicher Farbtreue einen brauchbaren Kompromiss zu finden:
Abbildung 4.149: Links: Die Farbtabelle wählt man in Photoshop zum Beispiel mit dem Befehl »Bild : Modus: Indizierte Farben«. Rechts: In ImageReady macht man die Farbtabellen-Vorgaben in der Optimieren-Palette, wenn GIF oder PNG-8 als Dateiformat für die »optimierte Version« gewählt sind. Die Bild schirmpalette »Farbtabelle« zeigt die verwendeten Farben und bietet Korrekturmöglichkeiten. Diese Eingabefelder aus ImageReady bietet auch Photoshop mit dem Befehl »Datei: Für Web speichern«.
Bevor Sie die Farbtabelle korrigieren, müssen Sie erst einmal ein Echtfarbbild in den 8-Bit-Farbmodus verwandeln. Dazu haben Sie folgende Möglichkeiten:
Die Reduzierung der Farbtiefe von 24 auf 8 Bit spart zwar zwei Drittel Arbeitsspeicher. Doch beim Vergleich der Dateien auf der Festplatte - deren Größe die Datenübertragungszeit bestimmt - sind 8-Bit-Bilder nicht unbedingt kleiner als 24-Bit-Echtfarbdateien, die geschickt im JPG-Format gespeichert wurden. Die reduzierte Farbtiefe sollte man vor allem für ohnehin eher grafische Motive verwenden, etwa Schriften, Schaltpläne, Organigramme, Skizzen und Farbflächen ohne Kantenglättung; sie werden durch die JPEG-Komprimierung häufig beschädigt. Fein nuancierte Vorlagen, etwa übliche Halbtonfotos, sind allemal im JPG-Format besser aufgehoben.
Achtung: Die meisten Filter und einige Farbkorrekturen funktionieren nicht bei 8-Bit-Farbe. Soll ein 8-Bit-Farbbild doch in Photoshop bearbeitet werden, wechseln Sie vorübergehend zurück zu RGB (Bild: Modus: RGB-Farbe). Das JPEG-Format speichert Indizierte Farben nicht und Photoshop erlaubt in diesem Modus keine Ebenentechnik. ImageReady öffnet alle Bilder zunächst als 24-Bit-Vorlagen - es gibt also keine Schwierigkeiten.
Auf unterschiedliche Art reduzieren Photoshop und ImageReady die ursprünglich bis zu 16,7 Millionen oder mehr verschiedenen Farben auf 256 Farben. Die Wahl der geeigneten Farbtabelle hängt vom Einsatzzweck ab.
Die Option Exakt steht in Photoshops Dialogfeld Indizierte Farben bereit, wenn schon die Vorlage nur 256 oder noch weniger Farbwerte enthält. In diesem Fall benutzt Photoshop alle Originalfarben der Ursprungsdatei.
Wählen Sie Windows oder Mac OS, werden Echtfarben mit den Werten aus der üblichen Farbpalette der Betriebssysteme ersetzt. Diese Paletten enthalten RGB-Farben in einer gleichmäßigen Verteilung. Vorteil: Auch auf einem Rechner mit nur 8-Bit-Farbtiefe desselben Betriebssystems stört das Bild nicht die Anzeige, da es keine anderen Farben beansprucht als das Betriebssystem selbst. Dies gilt besonders, wenn mehrere Bilder zugleich am Schirm erscheinen sollen. Freilich sieht man dem Ergebnis die Reduktion auf die Systempalette schnell an, es ist nicht auf das individuelle Motiv abgestimmt und zerhackt feine Farbübergänge grob.
Abbildung 4.150: Das Testbild wird mit der »Web«-Palette in ein 256-Farben-Bild ohne »Dithering« verwandelt. Weil diese gleichmäßig Palette die Farbschwerpunkte des Bild es nicht berücksichtigt, kommt es zu groben Verfälschungen. Mit der üblichen 216-Farben-Palette fürs Web benötigt die Datei nur rund 5,1 Kbyte; die Farbflächen lassen sich sehr gut komprimieren. Von den 216 in der Web-Palette festgesetzten Tonwerten verwendet dieses Bild nur 26 Tonwerte. Dies zeigt sich, wenn man im »Farben«-Menü der Optimieren-Palette auf »Auto« schaltet. Verkleinert man die Palette also mit der »Auto«-Option auf die 26 genutzten Tonwerte, ändert sich die Qualität nicht - die Dateigröße sinkt auf rund 4,2 Kbyte. Die Raute in den Farbfeldern kennzeichnet die entsprechenden Tonwerte als »web-sicher«. Die Testbilder erscheinen hier mit der typischen Monitorauflösung von 72 dpi; das wirkt im Druck grob, hebt aber die Eigenheiten heraus. Vorlage: Stop_2
Eine einheitliche Palette ist auch wichtig bei der Bereitstellung von Bildern für die Seiten im World Wide Web des Internets. Sie müssen immer damit rechnen, dass Ihre Werke nur auf einem 8-Bit-System betrachtet werden. Hierfür gibt es eine spezielle Web-Palette mit 217 Farben, die auf Mac- und Windows-Rechnern korrekt dargestellt werden, ohne dass es zu verfälschendem Browser-Dithering (Farbstreuung) durch den Rechner des Betrachters kommt.
Die Option Adaptiv verwendet die häufigsten Farben des Bildes. Wollen Sie etwa ein Landschaftsbild in indizierte Farben verwandeln, dann haben Sie viele verschiedene Blau- und Grüntöne, aber wenig Rot im Bild. Entsprechend wird eine blau und grün betonte Tabelle angelegt. Damit kommt das Ergebnis der Echtfarbdatei viel näher als eine Konvertierung mit Web-Palette, denn dort werden ja auf Kosten der Blau- und Grüntöne überflüssige Rot- und Gelbschattierungen parat gehalten.
Der Nachteil: Mehrere »adaptiv« umgerechnete Bilder benötigen unterschiedliche Farbtabellen und damit insgesamt mehr als 256 Farben. Auf Rechnern mit 8-Bit-Farbtiefe, die nur 256 Farben zeigen können, erscheinen zumindest die nicht aktiven Bilder verfälscht - mit der Palette des aktiven Bildes.
Perzeptiv erzeugt ebenfalls eine Farbtabelle, die sich an den Schwerpunkten im Bild orientiert. Betont werden Farben, die vom menschlichen Auge besser wahrgenommen werden.
Selektiv funktioniert ähnlich wie Perzeptiv - doch mit breiterem Farbumfang und besserer Erhaltung der Web-Farben.
Die Vorgabe Schwarzweiss erzeugt ein Bild, das nur noch aus den Farbtönen Schwarz und Weiß besteht. Wenn Sie auf Dithering verzichten, erhalten Sie grobe grafische Flächen; hohe Dither-Werte sorgen für den Eindruck gerasterter Drucksachen. Falls es Ihnen auf die Schwarzweißwirkung, aber nicht unbedingt auf den Modus Indizierte Farben ankommt, bieten sich je nach Vorhaben mehrere Alternativen zur Schwarzweiss-Vorgabe - so etwa der Bitmap-Modus (Seite 447) oder der Befehl Bild: Einstellen: Schwellenwert, eventuell in Kombination mit anderen Befehlen (Seite 504) (siehe Abbildung 4.150).
Abbildung 4.151: Links: Die Vorlage wurde mit der »Adaptiv«-Farbtabelle auf 256 Farben reduziert. Die Paletten »Selektiv« und »Perzeptiv« erzeugen ähnliche Ergebnisse. Das »Adaptiv«-Verfahren verwendet die häufigsten Tonwerte im Bild , so dass ein sehr realistisches Ergebnis entsteht. Mitte: Die Farbtabelle weist jedoch nur wenige Tonwerte als web-kompatibel aus (erkennbar an der Raute). Alle anderen Tonwerte sind nicht in der Standard-»Web«-Tabelle enthalten. Das heißt: Dieses Bild erscheint meist verfälscht auf Rechnern, die nur 256 unterschiedliche Farbtöne anzeigen. Rechts: Wir überprüfen die Bild darstellung mit dem Befehl »Ansicht: Vorschau: Browser-Dithering« (vergleiche Seite 364): Tatsächlich tritt deutliche Farbrasterung auf. Auf Rechnern mit 24-Bit-Grafikdarstellung wird das Bild unverfälscht erscheinen.
Diese Option erhält die aktuelle perzeptive, selektive oder adaptive Farbtabelle als feste Palette. Sie wird bei Veränderungen des Bildes nicht aktualisiert.
Die Option Gleichmässig verteilt die Farben der Palette gleichmäßig über das Spektrum. Dabei können Sie unterschiedliche Farbtiefen wählen. Bei fünf Bit Farbtiefe erhalten Sie fünf Rot-, fünf Grün- und fünf Blautöne in gleichmäßigem Abstand, insgesamt eine Palette aus 5x5x5, also 125 Tönen. In Verbindung mit »Diffusion Dithering« erzeugt sie bei niedrigen Werten den für Online-Grafik typischen Streusel-Look in matten Farben.
Klicken Sie die Vorige Palette an, sofern Sie zuvor bereits ein Bild mit den Optionen Eigene oder Flexibel bearbeitet haben und dieselbe Palette erneut verwenden möchten. Die Option beschleunigt das Bearbeiten mehrerer Bilder.
Sie können die Adaptiv-, Perzeptiv- oder Selektiv-Farbtabelle nur auf Basis eines einzelnen Bildteils zusammenstellen; sämtliche Farbtöne werden dann aus diesem Bereich genommen. So betonen Sie ein Hauptmotiv und riskieren stärkere Verfälschung von weniger wichtigen Teilen. Wählen Sie in ImageReady den Bereich aus, der allein berücksichtigt werden soll, und speichern Sie die Auswahl als Alphakanal. Anschließend klicken Sie neben dem Klappmenü für die Farbtabellen in der Optimieren-Palette auf die Schaltfläche Farbreduktion mit Hilfe eines Kanals beeinflussen
(Details zum Verfahren ab Seite 368). Auch in Photoshop ist es nicht mehr möglich, einen Bildteil durch reines Auswählen und anschließenden Befehl Bild: Modus: Indizierte Farben zur Basis einer neuen, individuellen Farbtabelle zu machen.
Photoshops Befehl Bild: Modus: Indizierte Farben bietet weitere Möglichkeiten, um die Farbtabelle eines 8-Bit-Bildes zu bearbeiten:
Sie können die Zahl der Farben in der Farbtabelle per Vorgabe auf einen bestimmten Wert beschränken, um die Dateigröße wirkungsvoll klein zu halten. Je weniger mögliche Farbtöne, desto gröber wirkt freilich Ihre Vorlage. Die Bildung von blockartigen Farbflächen lässt sich zwar effektiv mit »Diffusion Dithering« verhindern (siehe oben) - aber damit steigt wiederum die Dateigröße. Dies erledigen Sie in ImageReady mit dem Datenfeld Farben in der Optimieren-Palette, sofern GIF oder PNG-8 als Dateiformat vorgewählt sind. Die Zahl der Farben meldet ImageReady auch bei den technischen Daten in der Mehrfach-Vorschau.
Bei der Web-Palette, aber auch bei Schwarzweiss-, Windows- und Mac-OS-Palette verwendet das Farben-Klappmenü der Optimieren-Palette zunächst die Option Auto. Damit speichert die Farbtabelle nicht zwangsläufig sämtliche verfügbaren Tonwerte, also meist 255 oder 216, sondern nur die tatsächlich verwendeten. Dies ändert die Bildqualität nicht, senkt jedoch die Dateigröße. So verwendet unser Beispielbild »Stop_2« nur 26 Farbwerte aus der genormten Web-Palette; reduziert man die mit dem Bild gespeicherte Farbtabelle auf diese 26 Tonwerte, sinkt die Dateigröße gegenüber einem Bild, das 256 Farben in der Palette hat, davon aber doch nur 26 verwendet. Photoshops Befehl Indizierte Farben enthält keine solche Automatik.
Das auf 256 Farben reduzierte Echtfarbbild enthält meist nicht alle Tonwerte des Originals. Darum wirkt das Ergebnis auch grob. Wo das Original hauchfeine Übergänge zeigt, erscheinen in der 8-Bit-Variante harte Kanten zwischen markanten Farbflächen. Diese Erscheinung lässt sich jedoch durch »Dithering« korrigieren: Farbflächen werden hier aufgebrochen durch Untermischen benachbarter, verfügbarer Halbtöne. Beispielsweise könnte man ein mittleres Blau simulieren, indem hellere und dunklere blaue Pixel gemischt werden. So wirken Halbtonbilder deutlich natürlicher, speziell bei Verwendung der nicht ans Bild angepassten »Web«-Palette.
Die Farbstreuung per Dithering hat auch Nachteile:
Wollen Sie auf Dithering verzichten, wählen Sie im Klappmenü der Optimieren-Palette Kein Dithering oder Diffusion mit einem Dither-Wert von 0. ImageReady und Photoshop bieten verschiedene Methoden an, die ein Streuraster ins Bild rechnen.
Abbildung 4.152: Links: Unser Testbild erscheint hier mit »Web«-Palette, 26 »Auto«-Farben und 100 Prozent Diffusion Dithering. Das Streuraster ist deutlich zu erkennen, dennoch wirkt das Bild besser als die »Web«-Variante ohne Dithering (siehe Seite XX). Die Dateigröße beträgt 5,3 Kbyte gegenüber 4,2 Kbyte ohne Dithering. Auch die weiteren Beispiele wurden mit 26 Farben und Web-Palette errechnet; stehen mehr Farben zur Verfügung, ändert sich das Ergebnis geringfügig. Mitte: »Muster«-Dithering, 5,3 Kbyte. Rechts: »Störungsfilter«-Dithering, 5,7 Kbyte. Abbildung hier mit groben 72 dpi. Datei: Stop_2
Relativ unauffällig und optimal bei Halbtonbildern arbeitet das »Diffusion«-Dithering; es streut nach dem Zufallsprinzip Bildpunkte verfügbarer Farben eng nebeneinander und täuscht so pfiffig Farben vor, die in der Farbtabelle gar nicht erscheinen. Bei angepasster Palette und Diffusion Dithering lässt sich oft weder am Schirm noch im Druck erkennen, dass bloß eine 8-Bit-Datei vorlag; ganz deutlich verbessert Diffusion Dithering auch Bilder mit System- oder Web-Palette.
Anders als die meisten Konkurrenzprogramme erlaubt ImageReady die stufenlose Steuerung des Diffusion Dithering. Haben Sie Diffusion eingeschaltet und das Dither-Feld zeigt null Prozent, entspricht dies genau der Vorgabe Kein Dither. Je höher Sie den Dither-Wert setzen,
Prüfen Sie individuell, welcher Dither-Wert sich für Ihre Vorlage eignet.
Sie können innerhalb eines Bildes zwei verschiedene Dither-Stärken anwenden: Wählen Sie den Bereich aus, der stärker gedithert werden soll, und speichern Sie die Auswahl als Alphakanal. Anschließend klicken Sie neben dem Dither-Wert in der Optimieren-Palette auf die Schaltfläche Dither-Einstellung mit Hilfe eines Kanals ändern
. Im Dialogfeld Dither-Einstellung ändern teilen Sie nun einen höheren Dither-Wert für den ausgewählten Bildteil und einen niedrigeren Wert für den nicht ausgewählten Bereich zu. Eine genaue Beschreibung des Verfahrens finden Sie ab Seite 368.
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Betrachten Sie Dateien mit Dither-Raster möglichst in der Zoomstufe 100
Prozent - alle anderen Darstellungen, insbesondere Verkleinerungen, wirken
stark verzerrend (Details ab Seite 69). Den Abbildungsmaßstab 100 Prozent
richten Sie unter anderem durch Doppelklick auf die Lupe
oder mit
Strg+Alt+P ein.
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Abbildung 4.153: Links: Ein »Dither«-Wert von 30 Prozent erzeugt eine erste, leichte Aufweichung der Farbkanten im Bild . Die Dateigröße steigt gegenüber der Variante ohne Dithering (siehe Seite XX) gering auf 4,3 Kbyte. Mitte: Mit 60 Prozent Dithering verschwinden die Kanten, ohne dass die Vorlage schon so aufgelöst wirkt wie bei 100 Prozent (siehe vorhergehende Reihe); die Dateigröße steigt auf 4,9 Kbyte. Rechts: Um die Dateigröße zu senken, haben wir gegenüber dem mittleren Bild die Datenkomprimierung mit Qualitätsverlust angewendet und den »Lossy«-Wert in der Optimieren-Palette für GIF auf 45 gesetzt. Dateigröße: 4,0 Kbyte. Alle Beispiele entstanden mit »Web«-Palette und 26 »Auto«-Farben. Vorlage: Stop_2
Die Programme bieten weitere Methoden der Farbrasterung, die jedoch selten besser wirken als das »Diffusion Dithering«:
Abbildung 4.154: Diese Beispiele entstanden jeweils mit 60 Prozent »Diffusion Dithering« und »Web«-Palette. Verwendet man 26 Farben, benötigt das Ergebnis 4,9 Kbyte (siehe obere Reihen). Hier wurde die Farbzahl mit der Optimieren-Palette weiter gesenkt, um die Dateigröße zu verringern. Links: 16 Farben, 3,5 Kbyte; Mitte: acht Farben, 2,85 Kbyte; Rechts: vier Farben, 2,0 Kbyte.
Sie können eine Standardpalette für Gruppen von GIF- oder PNG-8-Bildern erstellen, die für ein Multimedia-Projekt bestimmt sind. Alle Bilder erscheinen dann mit denselben, charakteristischen Farben. Das Verfahren im Überblick: Sie sammeln Farben aus einer Anzahl von Bildern, anschließend erstellen und speichern Sie die Standardpalette.
So legen Sie eine Standardpalette an:
Die neue Farbtabelle erscheint sofort im Klappmenü der Optimieren-Palette.
Um die Standardpalette auf Bilder anzuwenden, öffnen Sie zunächst die Dateien. Nun haben Sie zwei Möglichkeiten:
In beiden Fällen gilt: Sobald Sie die Palette aufrufen, erscheinen Farbtöne in der »Farbtabelle«, das Bild ändert sich entsprechend. Bedenken Sie, dass Sie auch zahlreiche Bilder auf einen Rutsch automatisch mit dieser Farbpalette ausstatten können, wenn Sie den Zustand der Optimieren-Palette als so genanntes Droplet speichern (Details zu Droplets finden Sie ab Seite 131).
Diese Tabelle lässt sich auch in Photoshop aufrufen - etwa mit dem Befehl Datei: Für Web speichern, der weitgehend dem beschriebenen Verfahren in ImageReady ähnelt. Alternativ nehmen Sie den Befehl Bild: Modus: Indizierte Farben, wählen im Dialogfeld die Eigene Palette und klicken im darauf folgenden Dialogfeld Farbtabelle auf Laden.
Man kann in der Farbtabelle jeden Einzelfarbton, aber auch Gruppen von Farben, auf verschiedene Art bearbeiten oder entfernen. Ihre Möglichkeiten in der Übersicht:
Sie öffnen die Farbtabelle in ImageReady über das Fenster-Menü; Sie sehen dort alle Farbtöne für die aktivierte GIF- und PNG-8-Variante in der Dateifenster-Vorschau; haben Sie eine JPEG-Variante angeklickt, zeigt die Farbtabelle gar nichts. Öffnen Sie ein 8-Bit-TIFF-Bild in ImageReady, sehen Sie für die Original-Ansicht ebenfalls keine Farbtabelle - das Programm behandelt alle Bilder wie 24-Bit-Echtfarbe.
Die Reihenfolge der Farbtöne in der Palette können Sie mit den Befehlen des Palettenmenüs ändern: Sortieren nach Farbton, nach Luminanz (Helligkeit) oder nach Häufigkeit. Nicht sortiert stellt die ursprüngliche Abfolge wieder her. Die folgende Grafik zeigt Ihnen die Möglichkeiten mit der Palette Farbtabelle aus ImageReady.
Abbildung 4.155: ImageReady zeigt Farbtöne in der Farbtabelle nur an, wenn Sie die aktuelle Variante in der Mehrfach-Vorschau in der Optimieren-Palette als GIF- oder PNG-8-Datei angeben. Sie können einzelne Farbtöne löschen, ändern oder gegen Veränderung schützen.
Sehr gezielt wählen Sie in der Tabelle die Farbtöne aus, die Sie interessieren:
ein (Kurztaste I) und klicken Sie den Farbton an - er wird auf der Farbtabelle hervorgehoben. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie in das Original mit hoher Farbtiefe oder in eine »optimierte« Version in der Mehrfach-Vorschau klicken - ImageReady wählt immer den nächstgelegenen Farbton auf der Palette aus. Achtung: Bei diesem Verfahren ändern Sie auch die aktuelle Vordergrundfarbe.
So heben Sie die gesamte Auswahl wieder auf:
Klicken Sie Farben auf der Farbtabelle an - ImageReady hebt sie dann in einer optimierten, auf GIF oder PNG-8 gestellten Dateiansicht hervor. So erkennen Sie, wo in Ihrer Datei der in der Farbtabelle markierte Farbton anzutreffen ist. Dazu klicken Sie den Farbton in der Tabelle an und halten die Maustaste etwas länger gedrückt - der Farbton erscheint nun mit negativem Farbwert. Markieren Sie mehrere Farben (siehe vorhergehender Abschnitt), um sie durch längeres Anklicken im Negativ-Tonwert darzustellen.
Natürlich können Sie den Farbton auch einfach per Doppelklick und Farbwähler gegen einen markanten anderen Tonwert austauschen, nach erfolgtem Erkenntnisgewinn wählen Sie im Menü zur Optimieren-Palette Verschiebung widerrufen für alle Farben.
Abbildung 4.156: Hier arbeiten wir mit der »Adaptiv«-Palette und 64 Farbtönen. Um den Hauptfarbton in der Farbtabelle auszuwählen, klicken wir ihn mit der Pipette an. In der Farbtabelle können wir den Farbton nun in den web-kompatiblen Bereich verschieben. Datei: Verbindungen
Die aktuelle Vordergrundfarbe lässt sich in die Farbtabelle aufnehmen. Wählen Sie eine Vordergrundfarbe aus und klicken Sie rechts unten in der Farbtabelle auf das Symbol Fügt die Vordergrundfarbe der Palette hinzu
oder wählen Sie den Befehl Neue Farbe im Palettenmenü. Die Farbe erscheint als neues Kästchen in der Tabelle.
Sie ist zunächst fixiert, wie Sie an dem kleinen Quadrat rechts unten im Kästchen erkennen; das heißt, dieser Farbton wird bei weiterer Bearbeitung der Datei vorerst nicht verworfen (siehe auch unten). Beachten Sie, dass Sie mit dem Photoshop-Befehl Bild: Modus: Indizierte Farben die Möglichkeit haben, Schwarz und Weiß oder die Primärfarben in eine Palette zu zwingen.
Um einen Farbton zu löschen und so die Dateigröße zu senken, ziehen Sie ihn in den Mülleimer
. Alternativ klicken Sie den Farbton einmal an und klicken dann auf den Mülleimer oder auf den Befehl Farbe löschen im Palettenmenü.
Einer ausgewählten Farbe können Sie einen neuen RGB-Farbwert zuweisen. Das »optimierte« Bild in der Vorschau übernimmt diesen Farbton sofort. Klicken Sie doppelt auf die Farbe in der Palette Farbtabelle. Damit erscheint der Standardfarbwähler. Wählen Sie eine Farbe aus und verwenden Sie bei Bedarf die Option Nur Web-Farben.
Abbildung 4.157: Die wichtigsten Bild teile wurden mit dem Zauberstab ausgewählt. Der Palettenbefehl »Alle Farben in Auswahl auswählen« markiert die Farbtöne innerhalb der Fließmarkierung in der Farbtabelle.
Bearbeitete Farben kennzeichnet ImageReady durch eine kleine schwarz gefüllte Raute in der Mitte. Außerdem ist dieser Farbton gegen weitere Veränderung zunächst geschützt, wie Sie an dem kleinen Rechteck rechts unten in der Palette erkennen.
Ausgewählte Farben lassen sich in der Farbtabelle schützen. Verringern Sie die Farbzahl, bleibt diese Farbe auf jeden Fall erhalten. Beim Dithern wird diese Farbe nicht mitgerastert. Sie schützen so wichtige Tonwerte vor ungewünschter Veränderung - etwa die Signalfarbe einer Firma oder eine Farbe, die die Hintergrundfarbe der Internet-Seite aufnimmt.
Beachten Sie jedoch, dass die im Bild geschützte Farbe auf dem Rechner des Betrachters gleichwohl mit Dithering erscheinen kann, wenn es sich nur um 8-Bit-Darstellung handelt. Sie überprüfen das mit dem Befehl Ansicht: Vorschau: Browser-Dithering.
So fixieren Sie die Farbe, sofern Sie eine GIF- oder PNG-8-Variante bearbeiten:
oder mit dem Befehl Gewählte Farben fixieren/lösen im Palettenmenü. ImageReady kennzeichnet fixierte Farben durch ein weißes Quadrat mit rotem Punkt in der unteren rechten Ecke des Farbfeldes in der Tabelle.
Genau auf umgekehrtem Weg heben Sie diese Fixierung wieder auf: Markieren Sie fixierte Farben und klicken Sie erneut auf das Symbol Fixieren. Das Symbol verschwindet aus dem Farbfeld. Befinden sich unter den ausgewählten Farben sowohl fixierte als auch nicht fixierte Farben, werden alle Farben fixiert. Wollen Sie alle fixierten Farben zur Verschiebung freigeben, verwenden Sie im Palettenmenü den Befehl Alle Farben lösen.
Wie schon erwähnt, entstehen in einigen Situationen automatisch fixierte Farbtöne:
Sie können einzelne Farbtöne so verschieben, dass der nächstgelegene, web-kompatible Farbton eingesetzt wird. Damit gehen Sie sicher, dass dieser Farbton auch auf Rechnern mit 256-Farben-Anzeige unverfälscht erscheint, also ohne Browser-Dithering. Wählen Sie zunächst die gewünschten Farbtöne in einer »optimierten« Vorschauversion aus; dann klicken Sie in der Farbtabelle auf das Symbol Web-Verschiebung
. Derart lassen sich auch mehrere markierte Farben gleichzeitig in den sicheren Bereich verschieben.
In der Mitte einer solchen, so genannten »web-verschobenen« Farbe zeigt ImageReady eine kleine, weiß gefüllte Raute. Diese Raute erscheint auch in allen anderen web-kompatiblen Farben.
Abbildung 4.158: Links: Der Regler »Web-Ausrichtung« in der Optimieren-Palette macht einen wählbaren Anteil an Farbtönen web-kompatibel. Die web-kompatiblen Tonwerte kennzeichnet ImageReady durch eine weiß gefüllte Raute im Farbfeld.
Sie können den Anteil web-kompatibler Farben in einem Bild prozentweise erhöhen. Voraussetzung wie immer in diesem Abschnitt: Sie bearbeiten eine Vorschau-Version und haben GIF oder PNG-8 in der Optimieren-Palette als Dateiformat eingerichtet. Dann bietet die Optimieren-Paella den Regler Web-Ausrichtung. Er steht zunächst bei null Prozent.
Je weiter Sie den Wert für Web-Ausrichtung anheben, desto mehr Tonwerte ersetzt ImageReady durch web-kompatible Tonwerte. Das Bild wirkt also weniger entstellt, wenn es auf einem Rechner mit reiner 256-Farben-Anzeige läuft und dort vom Internet-Browser nur mit (nicht im Bild enthaltenem) Dithering wiedergegeben werden kann.
Alle verschobenen Farbtöne zeigen in der Mitte die kleine weiße Raute, das Symbol für Web-Kompatibilität. Je höher der Anteil web-kompatibler Farben, desto ungenauer wird die Bilddarstellung im Vergleich zum Original; Sie entfernen ja zumeist solche Farbtöne, die exakt für dieses Motiv besonders gut gepasst haben.
Wollen Sie die Änderungen an der Farbtabelle wieder aufheben, können Sie auch das Palettenmenü mit der Schaltfläche
öffnen. Verwenden Sie für Ihre Rückrufaktion aus dem Palettenmenü den Befehl Verschiebung widerrufen für alle Farben.
Zusätzlich enthält die Palette auch den Befehl Web-Verschiebung für gewählte Farben/Verschiebung widerrufen. Sofern Sie einige Farben gewählt haben, lässt sich die Veränderung hin zu web-kompatiblen Farbtönen annullieren. Alternative: Klicken Sie erneut auf das Symbol Verschiebt ausgewählte Farben in die Web-Palette
.
Mittels Palettenmenü können Sie eine brauchbare Farbtabelle speichern. Dabei schlägt ImageReady zunächst das Photoshop-Unterverzeichnis » Vorgaben/Optimierte Farben« vor. Verwenden Sie dieses Verzeichnis, wird diese Farbtabelle sofort auch im Menü der verschiedenen Farbtabellen innerhalb der Optimieren-Palette angeboten - also dort, wo Sie etwa auf Web oder Selektiv zugreifen.
Sie öffnen beliebige Farbtabellen aus jedem beliebigen Unterverzeichnis über den Befehl Farbtabelle laden. ImageReady wendet die Farbtabelle sofort auf das Bild an. (Wie immer in diesem Abschnitt stehen die Funktionen nur bereit, wenn Sie eine »optimierte« GIF- oder PNG-8-Vorschau bearbeiten.)
Sie können neue Farbübergänge in die Palette zaubern, Diese Möglichkeit bietet nur Photoshop. Öffnen Sie in diesem Programm ein 8-Bit-Bild und zeigen Sie mit dem Befehl Bild: Modus: Farbtabelle die Farbtabelle an. So geht's weiter:
Die Auswirkung sehen Sie bereits in der Vorschau.
Wir besprechen hier kurz, wie Sie web-kompatible Farben auswählen - also solche Farbtöne, die auch auf unterschiedlichsten Rechnern mit 256-Farben-Anzeige unverfälscht erscheinen. Eine ausführliche Darstellung zur Farbwahl finden Sie ab Seite 528.
Den Standardfarbwähler erhalten Sie beispielsweise nach Klick auf die Felder für Vordergrundfarbe und Hintergrundfarbe in der Werkzeugleiste oder nach Klick auf ein Farbfeld in der Farbtabelle. Schalten Sie hier die Option Nur Web-Farben ein - dann sehen Sie nur noch Farbtöne aus der 216-Farben-Tabelle, die allseits unverfälscht wiedergegeben wird.
Alternative: Wählen Sie eine Farbe frei aus, ohne die Einschränkung auf Nur Web-Farben. Dann zeigt der Farbwähler meist rechts oben die Farbwarnung für die Webpalette
; das signalisiert, dass die aktuell gewählte Farbe nicht web-kompatibel ist. Darunter sehen Sie bereits die nächstgelegene web-kompatible Farbe. Klicken Sie den Würfel an - damit verschiebt sich der zuvor gewählte Tonwert auf den web-kompatiblen Wert.
Abbildung 4.159: Links: Sofern Sie die Option »Nur Web-Farben« im Farbwähler nicht verwenden, erscheint bei nicht web-kompatiblen Farben rechts oben das Symbol »Farbwarnung für die Webpalette«. Darunter zeigt das Programm die nächstgelegene web-kompatible Farbe. Klicken Sie den Würfel an, um den aktuellen Tonwert auf den angezeigten web-kompatiblen Wert zu verschieben. Unten rechts gibt das Programm den Hexadezimalcode für die Farbe an. Sie können hier Werte kopieren oder einfügen. Rechts: Der Farbregler bietet spezielle Optionen für web-kompatible Farben.
Am bequemsten lassen sich Farben mit dem Farbregler einstellen, er wird im Fenster-Menü und per F6 angeboten. Klicken Sie im Menü der Farbregler-Palette auf Web-Farbregler; dann erscheinen nur noch Web-kompatible Farbtöne. Ist ein nicht web-tauglicher Farbwert gewählt, erscheint die oben beim Farbwähler bereits beschriebene Farbwarnung für die Web-palette
. Klicken Sie darauf, um die nächstmögliche web-taugliche Farbe einzurichten.
Mit der Pipette
klicken Sie einen Bildpunkt an und bestimmen so eine neue Vordergrundfarbe. Wenn Sie nun in ein 24-Bit-Bild oder in ein 8-Bit-Bild mit nicht web-kompatiblen Farben klicken, werden Sie meist Farben erwischen, die wiederum nicht web-kompatibel sind.
Sie können dabei auch Bildtöne außerhalb von ImageReady aufnehmen - zum Beispiel die Farbe aus einem Internet-Browser oder von der Windows-Oberfläche: Klicken Sie zunächst einen Farbton in ImageReady an; dann ziehen Sie das Werkzeug bei gedrückter Maustaste an jede andere Stelle auf dem Bildschirm.
Die Optionen zur Pipette bieten den Punkt An Web-Farbe ausrichten an. Nun lassen sich beliebige Bildpunkte anklicken - als neue Vordergrundfarbe erhalten Sie immer eine web-kompatible Farbe.
Im HTML-Code werden Farben in hexadezimaler Schreibweise angegeben. Es gibt aber auch Bezeichnungen für Standardfarben. Reines Weiß kann beispielsweise auf diese zwei Arten in einem HTML-Code erscheinen:
COLOR=#FFFFFF COLOR=White
Weitere vordefinierte Farben sind unter anderem aqua, black, blue oder maroon. Sie können in ImageReady eine Farbe festlegen und den Hexadezimal-Code in die Zwischenablage kopieren; dann lässt er sich in einem Layout-Programm etwa als Hintergrundfarbe einfügen. Sie finden den Befehl Farbe als HTML kopieren im Menü des Farbreglers; das Kontextmenü der Pipette
bietet Ähnliches. Der Farbwähler nennt den HTML-Code in einem Feld rechts unten. Sie können den Code in diesem Dialogfeld markieren und mit Strg+C kopieren; per Rechtsklick (am Mac Ctrl-Klick) erhalten Sie dort auch ein Kontextmenü mit Befehlen wie Kopieren und Einsetzen.
Vielleicht möchten Sie HTML-Farbwerte von einer Internet-Seite übernehmen. Dann können Sie bei Ihren Grafiken perfekte Übergänge zum Hintergrund erzeugen. Zwei Wege sind denkbar:
ein, klicken Sie in einen Bildpunkt innerhalb von ImageReady und ziehen Sie die Pipette dann bei gedrückter Maustaste über den Internet-Browser. Der zuletzt berührte Bildpunkt liefert die nächste Vordergrundfarbe für ImageReady.
| © Copyright Markt+Technik Verlag, ein Imprint der Pearson Education Deutschland GmbH Elektronische Fassung des Titels: Photoshop 6.0 Kompendium, ISBN: 3-8272-5831-6 Kapitel: 4 Funktionen für Internet-Gestalter |