Die Möglichkeiten zum Öffnen und Speichern bei Photoshop und ImageReady sind sehr vielfältig. Zentralorgan für diese Verrichtungen ist das Datei-Menü. Dort starten Sie auch Scanner-Operationen und legen neue Bilder an.
Mit Datei: Neu (Strg+N, am Mac Befehlstaste+N) erzeugen Sie eine leere Fläche, die Sie beliebig füllen können, etwa mit Text oder einer Fotomontage. Wählen Sie zuvor aus den Listenfeldern des Neu-Dialogs die passende Maßeinheit, geben Sie Breite, Höhe, Auflösung und den Farb-Modus an (Sie können diese Eigenschaften später noch ändern). ImageReady bietet als Maßeinheit nur Pixel, nicht aber Zentimeter; auch eine Auflösung können Sie nicht angeben. Nicht erschrecken: Erzeugen Sie eine transparente Datei, erscheint das Bild mit einem Schachbrettmuster.
Neben dem Wort Bildgrösse wird mitgedacht: Dort verkündet Photoshop, wie viel Mbyte Speicherplatz die geplante Datei benötigt. Probieren Sie es aus: Der RGB-Modus mit seinen drei Grundfarben braucht dreimal mehr Arbeitsspeicher als ein Graustufenbild mit den gleichen Ausmaßen, der CMYK-Modus gar viermal soviel; und eine Verdoppelung der Auflösung, also der Bildpunkte pro Längeneinheit, vervierfacht den Speicherplatzbedarf.
Abbildung 3.1: Beim Anlegen einer neuen, leeren Datei entscheiden Sie über Pixelzahl, Farbe und Farbmodus.
Sie können den Neu-Dialog als Taschenrechner benutzen, um herauszufinden, welche Auflösung oder welche Druckmaße zu welcher Dateigröße führen. Oder Sie stellen Ihren Rechner auf die Probe und erzeugen eine extrem große Datei, die zum Beispiel den physikalischen Arbeitsspeicher dreimal überschreitet - 10000x10000 Pixel im CMYK-Modus produzieren immerhin einen 400-Mbyte-Brocken. In aller Regel wird der Rechner ächzen, aber Photoshop bringt die Datei her. Um ihn weiter zu quälen, können Sie malen, scharfzeichnen oder die »Hintergrund«-Ebene verdoppeln. Eine solche 400-Mbyte-Datei mit reinem Weiß lässt sich im komprimierenden JPEG-Format auf weniger als zwei Mbyte stauchen und als E-Mail-Gruß versenden.
Sie können Pixeldaten in den Neu-Dialog übernehmen - von geöffneten Bildern, von zuvor erstellten Dateien oder aus der Zwischenablage.
Wählen Sie bei geöffnetem Neu-Dialog ein Bild im Fenster-Menü aus, um die Größe des ausgewählten Bildes in den Neu-Dialog zu übertragen.
Alternativ duplizieren Sie das geöffnete Foto, zum Beispiel per Bild: Duplizieren oder noch schneller mit der Schaltfläche Neues Dokument
aus der Aktionenpalette. Die Tastenfolge D, Strg+Rückschritt füllt das duplizierte Foto mit Weiß.
Haben Sie ein Bild oder einen Bildausschnitt in die Zwischenablage kopiert, dann zeigt der Neu-Dialog die entsprechenden Größenmaße und den passenden Farbmodus; übernehmen Sie diese Maße, um das Werk aus der Zwischenablage ohne Randverluste in die neue Bilddatei einzufügen.
Sie ignorieren die Werte aus der Zwischenablage, indem Sie den Befehl Neu bei gedrückter Alt-Taste anklicken. Photoshop greift nun auf die zuletzt verwendeten Eingaben zurück.
Sie können aus Photoshop heraus ein Bild scannen. Unter Windows geschieht dies meist über die Twain-Schnittstelle, am Mac oft über ein Plug-in-Modul.
Die Twain-Schnittstelle verbindet fast alle aktuellen Grafikprogramme mit fast allen aktuellen Scannern oder Digitalkameras. So gehen Sie vor, wenn Sie erstmals mit der Twain-Schnittstelle scannen:
Sofern Sie mit einem Plug-in-Modul arbeiten, kopieren Sie erst die entsprechenden Plug-ins des Geräteherstellers in eines der von Photoshop unterstützten Plug-in-Verzeichnisse (Details zu Plug-ins finden Sie ab Seite 878). Anschließend rufen Sie den Scan-Dialog im Untermenü Datei: Importieren auf.
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Achten Sie beim Scannen darauf, dass die Dateien weder zu klein noch viel zu groß ausfallen. Die dpi-Zahl allein sagt nichts über die spätere Qualität aus, sondern es kommt auf die dpi-Zahl in Verbindung mit der Druckfläche an beziehungsweise auf die absolute Zahl der Bildpunkte quer mal hoch. Details zur Wahl der korrekten Bildauflösung finden Sie im Abschnitt zum Bildgröße- Befehl ab Seite 177. |
Sie können die aktive Bilddatei leicht duplizieren, wenn Sie ein unberührtes Original in Reserve behalten möchten. Das Dialogfeld zum Befehl Bild: Bild duplizieren hängt an den vorhandenen Namen automatisch den Zusatz »Kopie«; so lassen sich später leicht verschiedene Versionen und Arbeitsschritte Ihrer Arbeit nebeneinander besichtigen. Wählen Sie im Dialogfeld Auf eine Ebene reduzieren, sofern Sie das Motiv auf die aktuell sichtbaren, oben liegenden Bildpunkte einschmelzen wollen; Sie erhalten dann eine einzige »Hintergrund«-Ebene, sofern sich im Bild bereits eine »Hintergrund«-Ebene befunden hatte.
Allerdings findet das Duplizieren zunächst nur im Arbeitsspeicher statt - auf die Festplatte schreiben müssen Sie das Bild schon selbst, am schnellsten mit Strg+S. Sie übergehen das lästige Duplizieren-Dialogfeld, wenn Sie den Befehl mit gedrückter Alt-Taste anklicken.
Abbildung 3.2: Doppelte Daten: Der Befehl »Bild duplizieren« verdoppelt eine Bild datei und verschmilzt Ebenen bei Bedarf zu einer »Hintergrund«-Ebene.
Nicht zu verwechseln ist diese Funktion mit dem Ansicht-Befehl Neue Ansicht: Der erstellt zwar eine weitere Ansicht der Datei, doch handelt es sich immer noch um ein und dasselbe Bild, wenn auch in zwei Fenstern gleichzeitig zu sehen. Das Duplizieren dagegen erzeugt eine neue, unabhängige Datei - und kostet entsprechend doppelten Arbeitsspeicher.
ImageReady bietet zusätzlich folgende Funktionen:
Selbst beim schlichten Öffnen einer Datei bieten Photoshop und ImageReady überraschende Optionen.
Vorhandene, bereits gespeicherte Bilder laden Sie über den Befehl Datei: Öffnen (Strg+O); auch ein Doppelklick auf die leere Programmfläche startet dieses Dialogfeld. Sie erhalten hier den Standarddialog Ihres Betriebssystems. Wenn Sie eine Einzeldatei angeklickt haben, zeigt Photoshop in den meisten Fällen eine Miniaturansicht des Bildes - und zwar unabhängig davon, ob Sie in den Voreinstellungen die Option Bildübersichten speichern nutzen (Seite 221); darunter lesen Sie überdies die Festplattengröße der markierten Datei (im Arbeitsspeicher kann sie weit mehr Platz beanspruchen).
Abbildung 3.3: Aufmacher: Photoshop zeigt die Festplattengröße der Datei an, die Sie zum Öffnen markiert haben und, falls vorhanden, die Mini-Vorschau. Unten: In der Listen-Darstellung können Sie die Dateien auch nach Größe, Datum oder anderen Eigenschaften sortieren. Klicken Sie dazu jeweils auf einen Balken wie »Größe«, erneutes Klicken kehrt die Reihenfolge um.
Sie können auch mehrere Dateien gleichzeitig öffnen. Ganze Reihen von Dateien werden nach bekannter Art mit der Umschalt-Taste markiert, während Sie weitere einzelne Dateien mit der Strg-Taste hinzufügen. Dann zeigt Ihnen Photoshop allerdings weder Vorschauen noch Dateigrößen.
Beachten Sie, dass man unter Windows die Dateien im Öffnen-Dialog nicht nur alphabetisch, sondern zum Beispiel auch nach Größe oder Datum sortieren und außerdem umbenennen oder löschen kann. Sie legen zudem fest, ob Sie Dateien aller Formate oder nur Bilder eines bestimmten Dateiformats sehen möchten. Tippen Sie »t*« in das Feld Dateiname und drücken Sie die Eingabetaste, wenn nur Dateien mit dem Anfangsbuchstaben »T« aufgelistet werden sollen. Sie haben jederzeit die Möglichkeit, das Laden einer unerwünschten Datei mit der Esc-Taste abzubrechen.
Einfacher öffnet es sich oft, wenn Sie ein Bild in einer Dateiliste wie dem Explorer markieren und von dort auf die Photoshop-Programmfläche ziehen. Photoshop wird das Bild öffnen, sofern er das Format erkennt; in diesem Moment darf aber kein Dialogfeld offen sein. Auch mehrere Bilder gleichzeitig bringen Sie so rasch ins Geschehen - markieren Sie die Bildersammlung wie gehabt per Maus plus Strg- oder Umschalt-Taste. Hat man üppig gefüllte Verzeichnisse, dann findet sich das gewünschte Foto in einem Datei-Manager oft leichter als mit dem beschränkten Fenster des Öffnen-Dialogs. Ebenso lassen sich aus Bilddatenbanken Bildsymbole über die Photoshop-Fläche ziehen, wo Photoshop die Originaldateien eifrig öffnen wird. Photoshop öffnet die Datei auf jeden Fall als unabhängiges Bild und setzt sie nicht in ein bereits aktives Bild ein - auch wenn Sie die neue Datei über dem vorhandenen Werk loslassen.
Ist Photoshop durch andere Programme komplett überdeckt, ziehen Sie in Windows 95 ff. die Dateien auf das Photoshop-Symbol in der Task-Leiste und halten einen Moment die Maustaste gedrückt; dann rückt Photoshop in den Vordergrund und Sie bewegen die Bilder nun in die Programmfläche. Haben Sie die Task-Leiste generell nicht angezeigt, lässt sie sich mit Strg+Esc beziehungsweise mit der Windows-Taste hervorholen.
Sofern Sie Dateiformate mit Photoshop verknüpft haben, klicken Sie doppelt auf eine solche Datei: Photoshop wird - falls noch nicht geschehen - starten und dann das entsprechende Bild öffnen. Wie man verknüpft, lesen Sie ab Seite 44. Auch bei der Installation können Sie bereits bestimmte Dateien mit Photoshop verknüpfen (auch »registrieren« genannt). PSD-Dateien sind von Haus aus mit Photoshop verknüpft.
Bei einigen Dateiformaten erhalten Sie nach dem Öffnen-Dialogfeld eine weitere Optionen-Box; dies gilt etwa für die Dateiformate PDF, Photo CD oder »Generic EPS«. Diese Optionen besprechen wir weiter unten im Abschnitt »Dateiformate«. Eventuell zeigt Photoshop eine Farbprofil-Warnung; Details zu diesem Thema finden Sie im Abschnitt »Farbmanagement« ab Seite 146.
Der Befehl Datei: Letzte Dateien öffnen listet jene Bilder auf, die Sie zuletzt verwendet hatten. Wie viele Dateien Photoshop hier nennt, richten Sie unten im Bereich Dateien Speichern der Voreinstellungen (Strg+K) ein. Bis zu 30 Bilder listet das Programm bei Bedarf auf.
Mitunter erhalten Sie Bilddateien in einem unbekannten Format oder ganz ohne Dateiendung. Es kann zum Beispiel sein, dass Sie beim Austausch zwischen verschiedenen Betriebssystemen Dateien ohne typische Endungen wie ».tif« oder ».psd« erhalten. Oder Sie haben beim Umbenennen einer Datei diese Endung vergessen. In diesem Fall lässt sich das Bild nicht über den normalen Öffnen-Dialog laden. Photoshop bietet als Abhilfe folgende Maßnahmen:
Liegt Ihnen die unbekannte Dateiart auf einem Windows-Rechner vor, wählen Sie Datei: Öffnen als. Im Feld Öffnen als Dateiformat klicken Sie den Dateityp an, den das Bild haben könnte (zum Beispiel das weitverbreitete JPG) und klicken dann die fragliche Datei an. Dieser Befehl erspart das vielfache Umbenennen mit verschiedensten Endungen.
Um eine rätselhafte Datei am Mac zu laden, gehen Sie so vor:
In allen Dialogfeldern zum Öffnen und Speichern können Sie spezielle Verzeichnisse auf Ihrer Festplatte als Favoriten angeben. Dies gilt nicht nur beim Speichern oder Öffnen von Bilddateien, sondern auch, wenn Sie Aktionen oder Gradationskurven verwalten. Anschließend lassen sich diese Verzeichnisse besonders leicht aufrufen - Photoshop bietet sie im Favoriten-Menü an, das Sie bei jedem Öffnen- und Speichern-Dialog finden.
So nehmen Sie ein Verzeichnis in die Favoriten-Liste auf:
Abbildung 3.4: Links: Die Schaltfläche »Favoriten« in den Dialogfeldern zum »Öffnen« und »Speichern« ermöglicht einen schnellen Zugang zu den wichtigsten Verzeichnissen auf Ihrer Festplatte. Rechts: Mit dem Befehl »Favorit entfernen« erscheint die »Favoriten-Liste«; markieren Sie Verzeichnisse, die Sie entfernen wollen, und klicken Sie auf »Löschen«.
So entfernen Sie den Eintrag aus der Favoriten-Liste wieder:
Sie können Dateien nach dem WebDAV-Prinzip verwalten. Das Kürzel steht für »Web Distributed Authoring and Versioning«, mehr Informationen erhalten Sie unter folgender Adresse:
http://www.webdav.org
Auf zwei Arten übertragen Sie neue Dateien zu einem WebDAV-Server, um sie ins Workflow-Management zu übernehmen. Zunächst öffnen Sie das Bild. So geht es weiter:
Zunächst benötigen Sie eine lokale Kopie der auf dem WebDAV-Server verwalteten Datei. Dazu dient der Befehl Datei: Workflow verwalten: Aus Workflow öffnen. Hier geben Sie eine Internet-Adresse an. Diese Datei wird in einem speziellen Workflow-Ordner auf Ihrem Rechner oder in Ihrem lokalen Netzwerk gespeichert. Unter Windows 98 ist es der Ordner »Programme/Gemeinsame Dateien/Adobe/Workflow«.
Sie müssen die Datei im Folgenden nicht mehr komplett neu vom WebDAV-Server holen. Sie können Änderungen an der Datei manuell oder automatisch auf Ihren Rechner übertragen:
Abbildung 3.5: Mit dem Befehl »Bearbeiten: Voreinstellungen: Workflow-Optionen« entscheiden Sie, ob verwaltete Dateien manuell oder automatisch ausgecheckt werden sollen.
Wenn Sie eine Datei »auschecken«, können andere Nutzer die Grafik nicht mehr verändern. Auch beim »Auschecken« haben Sie die Wahl zwischen automatischem und manuellem Vorgehen:
Wenn Sie die Datei »einchecken«, steht sie Ihren Kollegen wieder zur Bearbeitung zur Verfügung. Ihre Möglichkeiten:
Sie können überdies Änderungen an den Server übertragen, ohne anderen bereits Zugriff auf die Datei zu gewähren; dafür sorgt der Befehl Datei: Workflow verwalten: Auf Server laden.
Haben Sie eine Datei bearbeitet und wollen den Status Quo speichern, dann drücken Sie Strg+S (für »Save«) oder wählen Datei: Speichern. Die ursprüngliche Fassung der Datei, wie sie noch auf der Festplatte lag, wird dann überschrieben mit einer Version des Bildes, wie es sich jetzt am Monitor darstellt. Die alte Festplattenversion ist damit unwiderruflich fort.
Es gibt eine Möglichkeit, wie Sie nach verfrühtem Speichern zurück zu einer früheren Fassung gelangen - mit der Protokollpalette. Sie dürfen das voreilig neu gesicherte Bild aber nicht schließen und in den Optionen zur Protokollpalette sollte der Befehl Ersten Schnappschuss automatisch erstellen aktiviert sein. Alternativ können Sie natürlich auch einen Schnappschuss von Hand aufnehmen, dann speichern und bei Bedarf zur Frühfassung zurückzukehren: Dazu klicken Sie den Schnappschuss an, der in der Protokollpalette als Miniaturbild erscheint. Näheres zur Protokollfunktion finden Sie ab Seite 100.
Die Voreinstellungen zum Speichern erreichen Sie mit Strg+K, dann Strg+2. Diese Möglichkeiten haben Sie:
Abbildung 3.6: Speichern mit System: In den Voreinstellungen legen Sie fest, welche Informationen mit der Datei gesichert werden sollen.
In den Voreinstellungen geben Sie an, ob Photoshop Bildübersichten speichern soll. Diese kleinen Dateivorschauen erscheinen im Öffnen-Dialog; allerdings zeigt Photoshop dort auch die meisten Dateien an, die ohne Vorschau gespeichert wurden. Nützlich ist die Vorschau eventuell für Bilddatenbanken, die nur Photoshop-Dateien ohne separate Montage-Ebenen anzeigen können. Diese Bilddatenbanken präsentieren Photoshop-Montagen lediglich als schwarzweißen Kasten. Speichern Sie jedoch eine Miniatur mit, wird diese eventuell von der Bilddatenbank verwendet.
Im Listenfeld wählen Sie aus, ob ein Vorschaubild Nie, Immer oder nur auf Anfrage gespeichert werden soll. Mit der Vorgabe Beim Speichern wählen zeigt Photoshop im Dialogfeld Speichern unter die Miniatur als Option an.
Allerdings sind gar nicht alle Formate in der Lage, eine solche Vorschau für Photoshop aufzunehmen. Nicht aufnahmefähig zeigen sich etwa Scitex, Flashpix, PNG, RAW, Targa, Pixar, Pict, PDF, PCX und BMP. In Frage kommt die Miniatur damit besonders für die vielgenutzten Formate Photoshop, TIFF und JPEG.
Unter Windows sehen Sie die »Bildübersicht« auch in den Datei-Eigenschaften und im Explorer. Klicken Sie im Explorer mit rechts auf einen Dateinamen und wählen Sie Eigenschaften im Kontextmenü. In der Registerkarte Photoshop-Bild entdecken Sie die Bildübersicht, sofern sie mitgespeichert wurde.
Schalten Sie nun in dieser Registerkarte die Option Miniatur erzeugen ein. Wählen Sie anschließend im Explorer den Befehl Ansicht: Große Symbole. Im Explorer erscheinen nun winzige Bildminiaturen statt der Dateisymbole. Dies gilt jedoch wohlgemerkt nur für Dateien, die Sie mit der Option Miniatur erzeugen in den Dateieigenschaften bearbeitet haben.
Drei Arten von Übersichten können Sie am Mac sichern:
Alle Optionen kosten Speicherplatz und Zeit.
Die Option Rückwärtskompatibilität im Photoshop-Format maximieren hieß früher Mit Composite und Dateiebenen und noch früher Kompatibel zum 2.5 Format.
Der Hintergrund: Photoshop produziert Bildbestandteile, die einige Programme (oder ältere Photoshop-Versionen) nicht anzeigen können - auch wenn diese Programme generell Photoshop-Dateien öffnen. Probleme bereiten diesen Programmen zum Beispiel Montage-Ebenen über der »Hintergrund«-Ebene, Ebeneneffekte, Textebenen im Textmodus, »verkrümmte« Textebenen und Formebenen.
Mit der Option Rückwärtskompatibilität im Photoshop-Format maximieren speichert Photoshop das Bild innerhalb einer Datei in mehreren Varianten:
Diese Fassung lässt sich dann auch in Programmen darstellen, die etwa nur das Format Photoshop 2.5 interpretieren können.
Die folgenden Optionen haben Sie in der Speichern-Abteilung der Voreinstellungen:
Der Befehl Datei: Speichern (Strg+S, für Save) schreibt stets das aktuelle Bild mit seinem aktuellen Dateinamen und allen Merkmalen auf die Platte. In ImageReady erzeugt dieser Befehl stets eine Datei im Photoshop-Format.
Vielfältiger ist da Datei: Speichern unter (Strg+Umschalt+S). Hier wird das angezeigte Bild nicht einfach nur neu auf die Festplatte geschrieben; statt dessen erscheint ein Dialogfeld, in dem Sie viele Eigenschaften des Bildes ändern: den Dateinamen, das Verzeichnis, das Laufwerk und das Dateiformat oder seine Detaileinstellungen. Bevorzugte Dateiverzeichnisse erreichen Sie über die Schaltfläche Favoriten
besonders einfach (Details ab Seite 219).
Zu den meisten Dateiformaten blendet Photoshop automatisch die Optionen ein. So wechseln Sie mit dem Befehl Speichern unter nicht nur vom TIFF- zum Photoshop-Format, sondern ändern bei Bedarf auch nur die Einstellungen des bereits bestehenden Formats: Haben Sie das TIFF-Bild während der laufenden Arbeit stets unkomprimiert und schnell per Strg+S gespeichert, können Sie den Dialog Speichern unter verwenden, um das Motiv zum Abschluss als komprimiertes TIFF abzulegen. Auch Speichern unter erzeugt in ImageReady stets eine Datei im Photoshop-Format.
Abbildung 3.7: Der Befehl »Datei: Speichern unter« erlaubt es Ihnen, die Datei unter neuem Namen oder mit einem neuen Dateiformat abzulegen. In diesem Beispiel haben wir die »Ebenen« abgewählt, so dass die auf Festplatte gespeicherte Datei zu einer »Hintergrund«-Ebene verschmolzen wird. Deshalb sind wir gezwungen, die Option »Als Kopie« zu verwenden, überdies zeigt Photoshop unten im Dialogfeld eine weiß unterlegte Warnung.
Sie können Dateieigenschaften wie Anmerkungen, ICC-Profil oder Volltonfarben mitspeichern oder bewusst verbannen. Die wichtigsten Möglichkeiten:
Unter Umständen zwingt Photoshop Sie, das Bild mit der Option Als Kopie (siehe unten) zu speichern:
Diese Optionen gelten nur für die Datei, die Photoshop auf die Festplatte schreibt. Auch wenn Sie Ebenen, Alphakanäle und Anmerkungen ausschließen - Ihre Datei auf dem Monitor zeigt diese Elemente weiterhin. Sie können also die Grafik später immer noch mit diesen Bildeigenschaften speichern.
Sofern Sie ein bestimmtes Dateimerkmal ausschließen - zum Beispiel das Mitspeichern vorhandener Alphakanäle abwählen -, präsentiert Photoshop im Dialogfeld Speichern unter die Warnung (Originaltext): Einige Daten werden bei dem gewählten Format und Optionen nicht gespeichert. Wohlgemerkt: Sie können diese Elemente später immer noch speichern, denn die am Schirm sichtbare Datei behält alle vorhandenen Merkmale bei.
Schließen Sie diese Datei aber, ohne sie noch einmal in einem voll kompatiblen Format zu speichern, dann sind Eigenschaften wie die Alphakanäle endgültig perdu.
In zwei Situationen erscheint das Dialogfeld Speichern unter automatisch, auch wenn Sie vielleicht nur den schnellen Speichern-Befehl (Strg+S) gewählt haben:
Wählen Sie unter diesen Voraussetzungen Datei: Speichern (Strg+S), erscheint der Dialog Speichern unter in einer spartanischen Variante: Sie haben keine Möglichkeit, bestimmte Dateieigenschaften auszuschließen: Photoshop bietet nur Dateiformate an, die sämtliche aktuellen Merkmale unterstützen. Wählen Sie jedoch bewusst Speichern unter, können Sie beliebige Dateiformate verwenden.
In den meisten Programmen funktioniert der Standardbefehl Speichern unter so: Sie speichern eine Datei A unter dem Namen B - fortan bearbeiten Sie Datei B, während Dokument A ab nun unberührt auf der Festplatte ruht. So geht es auch mit Photoshop, sofern Sie die Option Als Kopie nicht verwenden.
Wenn Sie allerdings Ihr Kreuz neben der Option Als Kopie machen, funktioniert Photoshop anders: Nun können Sie die Datei A in einer Variation B ablegen - um dann weiter an Datei A zu arbeiten.
Mögliche Verwendung: Sie sitzen an einer Fotomontage »A« mit Ebenen und Alphakanälen - im Photoshop-Dateiformat. Den aktuellen Schaffensstand wollen Sie als allgemein lesbare und kleine JPEG-Datei an Kollegen schicken. Speichern Sie Als Kopie mit dem JPEG-Dateiformat unter dem Namen »B« und verschicken Sie das Bild. Auf dem Monitor haben Sie aber immer noch die Datei mit dem ursprünglichen Namen »A« und wenn Sie mit Strg+S zwischensichern, wird Datei »A« aktualisiert.
Photoshop 6 bietet nicht mehr den separaten Befehl Datei: Kopie speichern unter; dessen Möglichkeiten wurden mit dem Befehl Speichern unter verschmolzen.
In ImageReady stellen Ihnen die Befehle Speichern und Speichern unter nur das Photoshop-Dateiformat zur Verfügung. (ImageReady verwandelt jede »Hintergrund«-Ebene in eine normale Ebene und diese lässt sich nur im Photoshop-Format sichern.) Image Ready bietet jedoch zusätzliche Speichern-Befehle; wir besprechen diese Funktionen hier in einem Überblick, alles Wichtige behandeln wir ausführlich im anschließenden Kapitel »Funktionen für Internetgestalter«. Folgende Funktionen finden Sie bei ImageReady noch:
Photoshop fungiert unter Windows auch als OLE-2.0-Server; OLE steht für Object Linking and Embedding, das Verknüpfen und Einbetten von Objekten. Mit dieser Technik können Sie ein Bild in ein anderes Programm laden - zum Beispiel in ein Layoutprogramm - und mit Photoshop aktualisieren. Diese Möglichkeiten haben Sie:
Durch Doppelklick auf das Bild im Zielprogramm starten Sie Photoshop. Wenn Sie die Datei dort schließen, wird sie im Zielprogramm aktualisiert.
Außerdem haben Sie die Möglichkeit, eine Auswahl in die Zwischenablage zu kopieren und, nach einem Klick auf den Windows-Desktop, sie auf dem Windows-Desktop als »Scrap«-Symbol anzuzeigen. Das lässt sich nach einem Doppelklick wieder in Photoshop besichtigen - allerdings erscheinen Freiform-Auswahlen innerhalb eines Rechtecks.
Umgekehrt können Sie keine anderen Dokumente in Photoshop einbetten oder verknüpfen.
Die Daten einer Bilddatei sind in einer bestimmten Struktur - in einem Dateiformat oder Dokumenttyp - angelegt. Typische, weitverbreitete Dateiformate sind etwa TIFF, JPEG, BMP oder EPS. Photoshop muss diese Dateiformate kennen, damit er die gesammelten Nullen und Einsen als Bild anzeigen kann. Nur über allgemein verbreitete Dateiformate lassen sich Bilddateien mit anderen Bildbearbeitern und anderen Programmen austauschen.
Um das Dateiformat zu wechseln, verwenden Sie beispielsweise den Menüpunkt Datei: Speichern unter. Dort klicken Sie im Listenfeld Format auf das gewünschte neue Dateiformat. Die Ursprungsdatei wird dadurch nicht überschrieben, sondern Sie haben das Bild hinterher in zwei Dateiformaten. Sie können Photoshop sogar per Plug-in-Modul auf neue Formate aufrüsten.
Bei PageMaker, Quark Xpress, CorelDraw oder auch in Textprogrammen dominiert meist ein einziges Dateiformat. Anders verhält es sich bei Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop: Hier haben Sie die Qual der Wahl. Formate wie TIFF oder JPEG kann man in weiten Bereichen einsetzen. Die Formate hängen hier nicht vom Software-Hersteller ab, sondern eher von Ihren weiteren Plänen. Kriterien bei der Auswahl eines Dateiformats:
Photoshop und ImageReady reizen manche Dateiformate weit aus, andere Pixelprogramme können da nicht mithalten. Haben Sie also etwa eine TIFF-Datei mit mehreren Alphakanälen, Ebenen, Pfaden plus Datei-Information und JPEG-Komprimierung, dann kann es nach der Bearbeitung und Speicherung dieser Datei in einem anderen Programm passieren, dass nur ein Alphakanal übrig bleibt und gar kein Pfad.
Jeder Bildpunkt einer 24-Bit-»Echtfarb«-Datei benötigt im Arbeitsspeicher drei Byte; damit steht fest, wie viel Byte Arbeitsspeicher eine bestimmte RGB-Datei beansprucht: Pixel hoch mal Pixel quer mal drei; ein Bild mit 640x480 Punkten braucht damit im RAM 640x480x3 gleich 921 Kbyte. Für CMYK-Bilder mit ihren vier Grundfarben gilt entsprechend 640x480x4 gleich 12288 Kbyte. Soviel zum Bedarf der geöffneten Datei im Arbeitsspeicher.
Wie viel Platz die Datei dagegen auf der Festplatte belegt, das hängt stark vom Dateiformat ab, das Sie verwenden, und von den gewählten Optionen für dieses Format.
Erheblichen Speicherplatz kosten zusätzliche Alphakanäle oder Ebenen. Auch wenn Sie in den Voreinstellungen die Option Rückwärtskompatibilität im Photoshop-Format maximieren angekreuzt haben (Details ab Seite 221), kann die Dateigröße steigen, insbesondere bei Montagen.
Manche Dateitypen, wie TIFF unkomprimiert oder BMP, speichern die Bildpunkte einfach 1:1 ab und belegen damit auf der Festplatte etwa soviel Mbyte wie im Arbeitsspeicher. Andere Formate verwenden verschiedene Formen der Datenkomprimierung:
Bei einigen Formaten legen Sie die Komprimierung in den Optionen fest. GIF und Photoshop komprimieren automatisch.
Photoshop bietet im Klappmenü des Dialogs Speichern unter mitunter nur solche Formate an, welche die Eigenschaften der aktuellen Datei unterstützen:
Sie lernen hier die wichtigsten Formate für Pixeldateien kennen; anhand einer Beispieldatei vergleichen wir Leistungsfähigkeit und Speicherplatzbedarf auf der Festplatte.
Oft reichen vier Dokumenttypen für den Alltag:
Internet-Gestalter benötigen JPG, GIF und eventuell PNG.
Für die folgende Tabelle wird ein Halbton-Foto mit 1536x1024 Punkten in verschiedenen wichtigen Dateiformaten gespeichert. Die Vorlage besteht aus einer reinen »Hintergrundebene« ohne zusätzliche Montage-Ebenen, Alphakanäle, Pfade oder andere Zutaten. Als RGB-Datei mit 3x8 Bit Farbtiefe beansprucht die Testdatei mit ihren 1,59 Megapixeln rund 4,7 Mbyte Arbeitsspeicher; als Graustufendatei verlangt sie nur einen einzigen 8-Bit-Kanal, also 1,59 Mbyte. Druckgröße bei 300 dpi: 13x8,7 cm.
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Sie finden das Testbild für die folgende Tabelle unter der Bezeichnung »Format- Test.tif« im Praxis-Verzeichnis auf der CD zu diesem Buch. |
In diesem Abschnitt diskutieren wir solche Dokumenttypen, die nicht viele Worte erfordern, etwa TIFF, Photoshop und PCX. Es geht danach weiter mit eigenen, ausführlichen Abschnitten zu Formaten, die viele Optionen bieten und teilweise wichtig sind, darunter PDF, EPS und Photo CD. Die für das Internet wichtigen Formate GIF und JPEG behandeln wir hier der Vollständigkeit halber auch; ausführlich besprechen wir sie im späteren Kapitel »Funktionen für Internet-Gestalter«.
Das BMP-Format (Bitmap) ist nur bei den Betriebssystemen MS-DOS/Windows und OS/2 auf IBM-kompatiblen Computern gebräuchlich. Sie können die Farbinformation auf acht oder vier Bit pro Pixel reduzieren und dabei - anders als in der 24-Bit-Variante - verlustfrei komprimieren (BMP-RLE, Run Length Encoding). Systembilder für Windows und manche Multimedia-Programme müssen eventuell als BMPs gesichert sein. Informationen über Druckmaße speichert dieses wenig interessante Format nicht.
Der Begriff Bitmap hat in der Computerszene verschiedene Bedeutungen:
Abbildung 3.8: Das Targa-Dateiformat hat - je nach Farbtiefe - noch Platz für einen Alphakanal. BMP bietet verlustfreie Datenkomprimierung nur bei Farbtiefen von acht Bit oder weniger.
Das Targa-Format wird vor allem im Betriebssystem MS-DOS und auf manchen Hi-End-Workstations verwendet. Ein einzelner Alphakanal wird in RGB-Dateien automatisch mitgesichert, sofern Sie in den Targa Einstellungen die Farbtiefe »32-Bit/Pixel« wählen.
Das PCX-Format unterstützt das Übliche: 24-Bit-»Echtfarbe«, 8-Bit-Indizierte Farbe, Graustufen, 1-Bit-Strichgrafik (»Bitmap«). Besonders interessant ist es nicht.
Pict ist das Hausformat des Apple Macintosh und eignet sich vor allem zum Austausch von Bilddateien zwischen Mac-Programmen. Auf Windows-Seite wird es nur von wenigen Programmen verkraftet. Pict akzeptiert Farbtiefen bis 32 Bit, Farbprofile und komprimiert vor allem einheitliche Farbflächen verlustfrei. Bei 24-Bit-Bildern wählen Sie 32 Bit in den Optionen vor, um die volle Farbinformation zu erhalten; dabei können Sie einen Alphakanal mitsichern.
Nur in der Mac-Version von Photoshop können Sie eine - nicht verlustfreie - JPEG-Komprimierung dazuwählen, sofern QuickTime installiert ist. ImageReady öffnet Pict-Dateien generell nur auf dem Mac, nicht unter Windows.
Um vektororientierte Pict-Grafiken mit Kantenglättung zu öffnen, verwenden Sie am Mac den Befehl Datei: Importieren: Geglättetes Pict-Bild.
Nur am Mac können Sie ein Bild auch als Pict-Ressource speichern. Gemeint ist eine Pict-Bilddatei im Ressourcen-Bereich einer Mac-Datei - zum Beispiel das Startbild eines Programms. Geben Sie ID und Name der Ressource an.
Das Format Photoshop (PSD) lässt sich problemlos zwischen Photoshop auf Windows- und auf Mac-Rechnern austauschen - ab Programmversion 2.5. Mit dem weiter verbreiteten TIFF gelingt das oft auch. Als fast einziger Dokumenttyp verkraftet das Photoshop-Format auch Photoshop-Spezialitäten wie Duplex-, LAB- und Mehrkanalmodus, Pfade, mehrere Alphakanäle (auch bei TIFF möglich), Ebenentechnik samt Textebenen und Ebeneneffekten (allerdings sind auch TIFF und PDF sehr vielseitig). Zudem nimmt das Photoshop-Format Features aus dem WWW-Design auf, darunter Slices, Imagemaps, Rollover-Effekte, Hyperlinks und Animationen.
Neue Zusatzkanäle, Pfade und Ebenen speichert Photoshop ohne lästige Rückfrage mit und dabei wird verlustfrei komprimiert. Das Photoshop-Format lässt sich in Photoshop extrem schnell öffnen und speichern und eignet sich darum bestens zum Zwischensichern. Es ähnelt weitgehend dem Dateiformat PDD von Adobes Einsteiger-Bildbearbeitung PhotoDeluxe. Verwenden Sie in ImageReady die Befehle Datei: Speichern oder Speichern unter, entstehen automatisch Photoshop-PSD-Dateien.
In jeder Programmversion hat Photoshop neue Dinge dazugelernt: Einstellungsebenen, Ebeneneffekte, Textebenen oder Formebenen. Speichern Sie solche Eigenschaften in Photoshop 6, werden sie in Photoshop 5.5 und Vorgängern nicht korrekt angezeigt. Speichern Sie die Datei in einem älteren Photoshop, sind die Originalmerkmale weg. Beachten Sie unter anderem:
Einige andere Bildprogramme schreiben und öffnen Photoshop-Dateien mit Ebenen - und das in einigen Fällen auch korrekt; zu den talentierten Anwendungen zählten bei Manuskriptabgabe Anfang 2001 die aktuellen Fassungen von PhotoPaint aus dem CorelDraw-Paket, Paint Shop Pro von Jasc, PhotoLine 32 von ComputerInsel, Picture Publisher von Micrografx und PhotoDeluxe, das Einsteigerprogramm des Photoshop-Herstellers Adobe. PhotoImpact 6 bot nur rudimentäre Unterstützung.
Dabei gilt: Nicht alle Photoshop-Spezialitäten werden unterstützt. Beschnittgruppe und Einstellungsebene können die wenigsten; Ebenenmaske, die wichtigsten Überblendmodi und Ausblendung von Helligkeitsbereichen trifft man schon häufiger an. Photoshop-Dateien, die ein Fremd-Programm überfordern, werden in der Regel gleichwohl geöffnet, die entsprechenden Einstellungen ignoriert die Software.
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Um Photoshop-Montagen in möglichst vielen Programmen zumindest anzeigen zu können, wählen Sie in den Voreinstellungen im Bereich Dateien speichern die Option Rückwärtskompatibilität im Photoshop-Format maximieren (siehe Seite 221). |
Nur am Mac bietet Photoshop zusätzlich das Format Photoshop 2.0 an. Sie nutzen es, wenn das Bild mit Photoshop 2.0 oder mit einem Programm, das nur dieses Format beherrscht, geöffnet werden soll. Dabei verschmelzen Montage-Ebenen automatisch zu einer »Hintergrund«-Ebene. Das TIFF-Format eignet sich meist genauso gut zum Austausch (sofern Sie keine exotischen Optionen verwenden). Den Photoshop mit der Versionsnummer 2.0 gab es einst nur für den Mac, das entsprechende Dateiformat lässt sich unter Windows nicht öffnen.
Sie können Ihre Grafiken auch als PDF-Dateien, Portable Document Files, sichern. Damit kann man sie unmittelbar im Adobe Acrobat Reader öffnen, einem weitverbreiteten, kostenlosen Programm; so braucht die Zielgruppe nicht unbedingt ein Bildbearbeitungsprogramm oder einen Internet-Browser. Umgekehrt ist Photoshop in der Lage, auch mehrseitige PDF-Dokumente zu öffnen. Überdies entwickelt sich PDF zum Tausendsassa, das neben Ebenen auch Druckvorstufeninformationen aufnehmen kann.
Abbildung 3.9: Das PDF-Dateiformat nimmt auch Vektorgrafiken und Textebenen auf.
Um PDFs in Photoshop zu speichern, verwenden Sie den üblichen Befehl Datei: Speichern unter mit der Vorgabe Photoshop PDF. Abgesehen vom reinen Pixelbild können Sie sämtliche anderen Elemente einer Photoshop-Datei verwenden, darunter separate Montage-Ebenen, Alphakanäle, Farbprofile, Anmerkungen, Datei-Informationen, Vektorgrafik, Duplexbilder, Pfade, Volltonfarben, Textebenen im Textmodus mit Schriftartinformation (Font) oder als Vektorgrafik. Der Text lässt sich auch im Acrobat Reader als Text markieren und kopieren.
Dazu kommen die Komprimierungsverfahren Zip (verlustfrei) oder JPG (mit Verlust, Details zu JPG ab Seite 372). Sie haben so die Möglichkeit, auch komplexe Dokumente inklusive Text weiterzugeben, ohne befürchten zu müssen, dass diese auf einem anderen Rechner verfälscht erscheinen. Die Vorgabe Bildinterpolation sorgt beim Ausdruck von niedrig aufgelösten Dateien für geglättete Kanten.
Abbildung 3.10: Oben: Der Befehl »Datei: Öffnen« eignet sich, um eine Einzelseite aus einem PDF-Dokument in Photoshop zu öffnen. Die Photoshop-Datei zeigt alle Bild er, Texte und Grafiken des Dokuments gerastert. Unten: Der Befehl »Datei: Importieren: PDF-Bild « lädt Einzelbilder aus PDF-Dokumenten.
Die Vorgabe Photoshop PDF erlaubt Ihnen allerdings nur eine einzige PDF-Seite. Für mehrseitige PDF-Dokumente benötigen Sie ein anderes Programm, etwa CorelDraw oder Adobe Acrobat. Die Montage-Ebenen, die Sie in einer PDF-Datei sichern, lassen sich im Acrobat Reader nicht separat ansprechen. Sie können jedoch in Photoshop weiterbearbeitet werden.
Die Programmierer teilten das Öffnen einer PDF-Datei umständlich in mehrere Befehle auf:
Beim Öffnen einer PDF-Datei in Photoshop geben Sie Druckmaße, Auflösung und Farbmodus vor. Text wird generell als Pixelelement und nicht als korrigierbare Textebene angelegt. In der Regel sollten Sie das Glätten einschalten, um harte Kanten gefälliger zu gestalten. Das kostet freilich Rechenzeit und sehr feine Lettern verschwimmen durch das Glätten eventuell zu stark - speziell bei niedriger Auflösung. Vorsicht: Ein A4-Dokument in Farbe und hoher Auflösung bringt schnell mehr als 20 Mbyte auf die Waage.
Bei Bedarf können Sie also ganze Prospekte aus dem Netz herunterladen und mit den Mitteln Ihres Bildprogramms bearbeiten. Öffnen Sie die neuen Dokumente in Photoshop, sehen Sie die Schriften innerhalb der Photoshop-Datei über einem transparenten - also mit Karomuster dargestelltem - Grund. Sie können den Text jetzt zum Beispiel mit dem Verschieben-Werkzeug
in ein neues Bild ziehen. Möchten Sie allerdings sofort einen weißen Hintergrund sehen, wählen Sie den Befehl Ebene: Auf Hintergrundebene reduzieren.
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Wollen Sie nur die Text- oder Ton-Anmerkungen innerhalb eines PDF- Dokuments in ein bereits geöffnetes Bild laden, verwenden Sie den Befehl Datei: Importieren: Anmerkungen (Details finden Sie auf Seite 88). |
Abbildung 3.11: Oben: Der Befehl »Datei: Automatisieren: Mehrseitige PDF in PSD« verwandelt mehrseitige Acrobat-Dokumente in eine Reihe von Einzeldateien. Unten: PDF-Texte, die nicht über einer Grafik gespeichert wurden, erscheinen in Photoshop mit transparenter Umgebung, wie an dem Karomuster zu erkennen ist. Kantenglättung und zu niedrige Auflösung machen speziell feine Schriften leicht unlesbar.
»Photo CD« ist ein Dateiformat, aber auch ein ganzes Imaging-System. Gemeint sind Dateien von der speziellen Kodak Photo CD, die auch im speziellen Photo-CD-Dateiformat gesichert werden - und nicht sonstige Bilder auf anderen Bilder-CDs, die nicht nach dem speziellen Kodak-Photo-CD-Verfahren gesichert wurden. Photoshop öffnet das Photo-CD-Format, schreibt es aber nicht. Ein Bild von der Photo CD öffnen Sie in mehreren Schritten. Das Verfahren verwendet Kodaks Farbmanagement, das Photoshop automatisch installiert und auf ICC-Farbprofilen basiert.
Wählen Sie eine Bildpunktzahl im Dialogfeld Kodak PCD Format. Für einen unverbindlichen Blick reichen schnell geöffnete 512x768 Pixel. Welche Pixelzahlen bei welcher Auflösung für welche Druckmaße reichen, entnehmen Sie der Tabelle unten - beachten Sie aber, dass auch die allgemeine Scanqualität der Druckbarkeit Grenzen setzen kann. Für das geöffnete Bild bestimmen Sie zunächst eine Druckauflösung in dpi - dieser Wert ändert wohlgemerkt nichts an der Qualität der Datei, sondern nur an der Größe im Ausdruck. Sie können diese Vorgabe immer noch gefahrlos mit dem Befehl Bild: Bildgröße ändern, wenn Sie die Option Neuberechnen abwählen. Anschließend wählen Sie den Farbmodus (RGB oder Lab) und die Farbtiefe (acht Bit oder 16 Bit pro Grundfarbe). Details zu Farbmodi und Farbtiefen finden Sie im Kapitel »Farbmodus« ab Seite 429.
Die weitverbreitete »Photo CD Master« speichert Scans von Kleinbild-Dias und -Negativen in fünf Auflösungen zugleich mit Pixelzahlen von 128x192 bis 2048x3072. Photoshop produziert zusätzlich eine Variante mit 64x96 Bildpunkten; ab 1024x1536 Pixel werden die Daten komprimiert. Fragen Sie, ob Sie ungerahmte Diastreifen abgeben dürfen, so vermeiden Sie Vignettierung durch die Rahmung, und entfernen Sie gründlich jeden Staub.
Das ImagePack der professionellen, weniger bekannten Pro Photo CD Master speichert Scans von Dias und Negativen bis zur Größe 10x13 Zentimeter in fünf bis sieben Auflösungen bis maximal 4096x6144 Punkte.
Weitere Informationen zur Photo CD finden Sie unter folgender Internet-Adresse:
http://www.photocd.de/inhalt.htm
Ebenso wie JPEG speichert das PCD-Format ab der 1536er-Auflösung nur die Helligkeitsinformationen für jeden Bildpunkt separat. Die Farbinformationen werden jedoch nur für jeden zweiten Pixel gespeichert; die fehlenden Farbwerte errechnet die Software bei der Anzeige aus Mittelwerten der vorhandenen Farben (Interpolation). Bei den hoch aufgelösten Formaten ab 1024x1536 wird zusätzlich die Helligkeit aus der Version 512x768 interpoliert. Erst durch diese Tricks passen bis zu hundert ImagePacks auf eine Photo CD; gleichzeitig wirkt das Bild jedoch weniger scharf und brillant als eine gleich große Datei vom Trommelscanner, es muss mit Farbkorrektur und Scharfzeichner nachbearbeitet werden. Für Highend-Zwecke in A4 ist es nicht immer geeignet.
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Eine unveränderte Datei aus dem Photo-CD-Service finden Sie im »Praxis«-
Verzeichnis der CD zu diesem Buch unter dem Namen »Photo-CD.pcd«. |
Illustrator-Grafikdateien mit den Endungen ».ai« oder ».eps« bestehen nicht aus Bildpunkten, sondern aus Kurven, Füllflächen und Text. Photoshop verwandelt solche Grafiken nach Ihren Vorgaben in ein Bildpunktraster. Auch PDF-Dateien können entsprechende Vektor-Grafik enthalten. Dabei haben Sie generell zwei Möglichkeiten:
Die entsprechenden Illustrator-Dateien mit den Endungen ».ai« oder ».eps« entstehen nicht nur mit Adobe Illustrator, sondern auch mit anderen Programmen, etwa mit CorelDraw. Photoshop liefert eine Reihe »AI«-Muster im Programm-Verzeichnis »Vorgaben/Muster/PostScript-Muster« mit; es wird automatisch auf Ihrer Festplatte angelegt, wenn Sie es bei der Installation nicht abgewählt haben.
Abbildung 3.12: Beim Öffnen einer Grafikdatei im Illustrator-Format werden Kurven und Flächen in eine festgelegte Pixelgröße umgerechnet.
So öffnen Sie eine Illustrator-Datei:
Diese Datei können Sie nicht mehr - im Gegensatz zum Illustrator-Bild im Grafikprogramm - beliebig ohne Qualitätsverlust vergrößern oder verkleinern, da Sie nun eine feste Pixelzahl vor sich haben. Bestimmen Sie also die gewünschte Bildgröße schon vor Ausfüllen des Dialogfeldes.
So setzen Sie eine Vektorgrafik in eine bereits vorhandene Bilddatei ein:
oben in den Optionen. (Mit der Esc-Taste oder mit der Abbrechen-Schaltfläche
beenden Sie das Manöver folgenlos.)
Das Vorgehen bei ImageReady weicht geringfügig davon ab.
Abbildung 3.13: Links: Mit dem Befehl »Datei: Platzieren« können Sie Grafikdateien importieren. Sie erscheinen zunächst in einer Vorschaubox; an den Ankerpunkten ändern Sie die Größe, durch Klicken außerhalb der Box drehen Sie die Grafik. Mitte: Die schlichte Grafik lässt sich mit Ebeneneffekten und Filtern weiter bearbeiten. Rechts: Photoshop legt die importierte Grafik auf einer eigenen Ebene oberhalb der Ebene an, die vor dem »Platzieren« aktiv war. Grafikdatei: Note.ai, Ergebnisdatei: Noten_2
Generell können Sie Vektorgrafiken auch per Zwischenablage übertragen, mit den Standardbefehlen Kopieren (Strg+C) und Einfügen (Strg+V). In einigen Fällen kommt am Ziel jedoch nur gerastertes Pixelmaterial an.
Zumindest wenn Sie in einem Adobe-Programm wie Illustrator kopieren, erhalten Sie jedoch in Photoshop beim Einfügen eine Dialogbox mit Einfügen-Optionen wie Pixel (mit anschließender Glätten-Option), als Formebene oder als Pfad.
Sie können eine Vektorgrafik von Illustrator oder anderen Programmen direkt in eine Photoshop-Datei ziehen. Dabei wird die Grafik jedoch in eine Pixelebene umgewandelt. Um Vektormaterial zu übertragen, drücken Sie beim Ziehen die Strg-Taste. Verwandeln Sie Text jedoch erst in Kurven.
Die Pfade einer Photoshop-Datei können Sie ins Illustrator-Format übertragen. Sie könnten den Pfad zum Beispiel verwenden, um im Grafikprogramm Text oder Objekte daran auszurichten. Allerdings können Sie nicht den üblichen Weg via Sichern unter gehen. Sofern bereits ein Pfad vorhanden ist, erwartet Sie dieses Prozedere:
Wenn Sie das Bild im Zielprogramm öffnen, prüfen Sie, ob Sie die Linienstärke verändern sollten.
Photoshop unterstützt viele weitere Dateiformate, die fast nur für den Austausch mit einzelnen Kunden oder Dienstleistern von Bedeutung sind und keine wichtigen Merkmale bieten:
Keine Unterstützung haben wir in der getesteten deutschen Vollversion für die Formate Sun Raster (RAS), Flashpix (FPX) und Lura Wavelet (LWF) gefunden.
Seit 1993 gibt es immer mehr Bildbearbeitungsprogramme, die per Ebenentechnik Bildelemente übereinander schachteln, ohne sie endgültig im Hintergrund zu verankern; damit bleibt das darunter liegende Bild erhalten, die Elemente können immer wieder neu verschoben und verkleinert werden. Für diese Ebenentechnik gibt es noch kein Dateiformat, das herstellerübergreifend unterstützt wird - wenn auch eine Tendenz zum Photoshop-Format zu erkennen ist. Diese Bildprogramme, die Pixelobjekte dauerhaft auf unabhängigen Ebenen speichern, bringen jeweils ihr eigenes Dateiformat mit, das Sie in Photoshop nicht öffnen können - so Picture Publisher beziehungsweise iGrafx Image von Micrografx (PP5, PPF) und Microsoft PictureIt. Andere Programme können zwar Photoshop-Ebenendateien zumindest in Grundzügen lesen und schreiben, bieten aber auch ein hauseigenes Format - darunter Corel PhotoPaint, Ulead PhotoImpact, PhotoLine und Paint Shop Pro. Auch Adobes Einsteiger-Programm PhotoDeluxe liest und schreibt Photoshop-Montagen, wenn auch nicht mit allen Spezialitäten.
Das Tagged Image File Format TIFF entwickelte sich zu einem Standard der digitalen Bildverarbeitung. Es gibt unzählige Varianten. Eine TIFF-Datei lässt sich an fast jeden Belichtungsdienst, an jedes Programm und an diverse Betriebssysteme und Next weitergeben. Zusätzlich zu RGB oder Graustufen akzeptiert TIFF auch Bilder mit Maskenkanälen, 16-Bit-Farbtiefe pro Grundfarbe, CMYK- oder Lab-Farbmodell. Alphakanäle - auch mehrere - werden ohne Rückfrage mitgespeichert; sie sollten entfernt werden, wenn das Bild in ein Grafik- oder Layoutprogramm weiterwandert, zum Beispiel mit den entsprechenden Optionen des Befehls Datei: Speichern unter (Strg+Umschalt+S, Seite 224).
TIFF ist das bei weitem gebräuchlichste Format zum Austausch von Pixeldateien und fast immer eine sichere Wahl - sofern Sie keine exotischen Optionen ankreuzen.
Beachten Sie den Befehl Bearbeiten: Voreinstellungen: Dateien speichern. Wenn Sie hier auf die Erweiterten TIFF-Speicherungsoptionen verzichten, bietet TIFF nur wenig Einstellmöglichkeiten, bei denen Sie kaum etwas falsch machen können:
Wenn Sie dagegen die Erweiterten TIFF-Speicherungsoptionen einschalten, zeigt das Dialogfeld TIFF-Optionen zusätzliche Möglichkeiten.
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Vorsicht, wenn Sie die erweiterten TIFF-Optionen nutzen: Die meisten Programme können TIFF-Dateien mit Ebenen und anderen Komprimierungsarten als LZW nicht verarbeiten. |
Das TIFF-Format nimmt seit Photoshop 3.0 Beschneidungspfade auf (vergleiche Seite 706); nicht alle Layoutprogramme machen davon jedoch Gebrauch. Andere Programme interpretieren selbst sonstige Pfade innerhalb der TIFF-Datei als Beschneidungspfad und unterdrücken den Bildinhalt außerhalb des Pfads.
Bei Verwendung der Erweiterten TIFF-Speicherungsoptionen erhalten Sie im TIFF-Dialogfeld weitere Möglichkeiten:
Zusätzlich zur weitverbreiteten LZW-Komprimierung bietet das erweiterte TIFF-Format noch folgende Verfahren zur Datenverdichtung:
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Die TIFF-Vorgaben Zip und LZW eignen sich, um Montagen speicherplatzsparend zu sichern. Gegenüber dem Photoshop-Dateiformat gewinnen Sie auf der Festplatte 10 oder 20 Prozent. |
Abbildung 3.14: Das TIFF-Format bietet mehrere Arten der Komprimierung an und speichert Alphakanäle automatisch mit. Die hier gezeigten vollständigen Optionen bietet Photoshop nur an, wenn Sie den Befehl »Bearbeiten: Voreinstellungen: Dateien speichern« wählen und dort die Vorgabe »Erweiterte TIFF-Speicherungsoptionen aktivieren« ankreuzen. TIFF-Optionen wie »Zip«- oder »JPEG«-Komprimierung, »Bild pyramide« oder »Transparenz« können zu Problemen beim Austausch mit anderen Programmen führen.
Diese weiteren Optionen bietet das erweiterte TIFF-Format:
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Die Bildpyramide kostet erheblich Speicherplatz: Unser unkomprimiertes Testbild (siehe Tabelle weiter oben) wächst mit Bildpyramide von 4,61 auf 6,12 MB an. |
Noch einmal: Besonders fehlerträchtig bei der Weitergabe an andere Programme sind folgende Eigenschaften einer Tiff-Datei: separate Montage-Ebenen, Zip-Komprimierung, JPG-Komprimierung, Bildpyramide, Transparenz. Dateien mit diesen Eigenschaften lassen sich in anderen Programmen oft nicht korrekt öffnen. Die Optionen IBM PC, Macintosh und LZW-Komprimierung können Sie dagegen meist unbesorgt nutzen. Entfernen Sie eventuell Pfade und Alphakanäle.
In der Druckvorstufe zählt vor allem ein Bilddatei-Format: EPS, Encapsulated PostScript, und seine DCS-Varianten.
Die EPS-Merkmale im Überblick:
Folgende Optionen haben Sie mit dem EPS- und teilweise auch mit dem DCS-Format:
Im Klappmenü Kodierung wählen Sie aus:
Stimmen Sie mit dem Belichtungsdienst ab, ob EPS-Dateien mit Binär- und JPEG-Kodierung durchgehen.
Zusätzlich zu den Farbauszügen, ob in Einzeldateien oder nicht, können Sie eine Vorschau mit abspeichern. Damit sehen Sie im Layout-Programm nicht nur eine Rechteck-Box. Hier haben Sie die Wahl zwischen 1 Bit oder wesentlich ansehnlicheren acht Bit pro Pixel. Photoshop legt diese Vorschau als TIFF an. Am Mac werden auch Pict- und bei installiertem QuickTime noch JPEG-Vorschauen geboten.
Als einziges Dateiformat bietet EPS die Möglichkeit, dass Sie spezielle Rasterungseinstellungen mitspeichern: Dann wird das Bild nicht nach den Vorgaben des Layoutprogramms gerastert; statt dessen geht es mit den Werten zum Belichter, die Sie im Photoshop-Druckerdialog eingestellt haben (Datei: Seite einrichten mit der Schaltfläche Rasterung, siehe Seite 152). In der Regel verzichtet man freilich auf diese Option - man verlässt sich auf die Voreinstellungen des Raster Image Processor (RIP), der das Bild für die Ausgabe auf Druckfilm endgültig aufbereitet.
Bei Bedarf können Sie die Transferfunktionen mit weitergeben. Das heißt, die in der Seiteneinrichtung vorgegebene Tonwertkorrektur an der reinen Druckdatei wird beim EPS-Speichern mitgesichert - sofern Sie die Druckkennlinie mitspeichern. In der Seiteneinrichtung aktivieren Sie dann auch die Vorgabe Standardfunktionen des Druckers überschreiben.
Die Option PostScript-Farbmanagement in den EPS-Optionen wandelt bei PostScript-Druckern die Daten in den Farbraum des Ausgabegeräts um. Nur PostScript-Level-3-Geräte können allerdings mit CMYK umgehen. Auf Level 2 verwenden Sie statt dessen den Lab-Modus. In folgenden Situationen verzichten Sie auf die Option:
Mit der Option Mit Vektordaten geben Sie Vektorinformationen wie Formen oder Textebenen im Vektorformat weiter. Sie werden dann in der Höchstauflösung des PostScript-Druckers gedruckt, unabhängig von der sonstigen Bildauflösung. Beim erneuten Öffnen in Photoshop erhalten Sie diese Bildteile allerdings nur noch in gerasterter Pixelform.
Nur bei Bildern im Bitmap-Modus (Seite 447) haben Sie überdies die Option Weiss ist transparent. Sie lässt die weißen Bereiche durchsichtig erscheinen.
Die Vorgabe Bildinterpolation sorgt beim Ausdruck von niedrig aufgelösten Dateien für geglättete Kanten.
Der Beschneidungspfad ist eine weitere EPS-Besonderheit. Er umgibt den Bildteil, den Sie zeigen wollen, in beliebigen Formen. Die Bildfläche außerhalb dieses Pfads wird im Layoutprogramm und im Ausdruck unterdrückt; freigestellte Motive sind nicht mehr von einer weißen Box umgeben, die benachbarte Objekte überdeckt.
Haben Sie für Ihr Bild einen Beschneidungspfad definiert, verwendet Photoshop ihn automatisch für die EPS-Ausgabe. Andere Pfade ignoriert das Programm. Ein Beschneidungspfad entsteht auf verschiedenen Wegen:
Abbildung 3.15: Links: Das EPS-Dateiformat nimmt auch Informationen zu Tonwertkorrektur und Rasterung aus der Druckereinrichtung auf. Rechts: Die EPS-Variante DCS verteilt die Grundfarbauszüge auf mehrere Dateien.
Sie können Vorschaubilder öffnen und verändern, die in EPS-Dateien aus anderen Programmen enthalten sind - zum Beispiel in Layouts aus Quark Xpress. Wählen Sie im Öffnen-Dialogfeld die Vorgabe EPS TIFF Vorschau. Nur am Mac bietet Photoshop auch Zugriff auf die EPS Pict Vorschau. Häufig können Sie jedoch auch eine gerasterte Version der kompletten EPS-Datei anzeigen.
DCS (Desktop Color Separation) ist eine Sonderform des EPS-Formats. Sie wählen die DCS-Varianten als separate Dateitypen im Dialogfeld Speichern unter an.
Sie können DCS-Bilder in mehrere Dateien zerlegen, die jeweils einen Farbkanal wiedergeben (siehe auch unten). Dann sparen Sie erheblich Belichterzeit, da stets nur der passende Farbauszug zum Belichter wandert und nicht - für jeden Farbauszug neu - die ganze Datei. Die DCS-Teile müssen sich beim Belichten in einem einzigen Verzeichnis befinden.
Gingen jedoch die Verbindungen der DCS-Datei verloren, so dass man sie weder öffnen noch drucken kann, dann öffnen Sie die einzelnen Grundfarbendateien und setzen sie mit dem Befehl Kanäle zusammenfügen aus dem Menü der Kanälepalette zusammen. Diese CMYK-Datei sichern Sie erneut als DCS. Probleme mit EPS-DCS resultieren oft daraus, dass die Verbindung zwischen den Einzeldateien nicht mehr stimmt: Die Namen oder die Verzeichnisse wurden geändert.
DCS 1 wird nur für CMYK-Dateien angeboten und verteilt das Bild auf fünf Dateien. DCS speichert ein CMYK-Werk in fünf separaten Dateien. Vier dieser Dateien enthalten die Originalauszüge für die CMYK-Druckfarben - kenntlich an den Endungen .C, .M, .Y und .K; die fünfte »Master«-Datei (mit der Endung .eps) zeigt niedrig aufgelöst eine Vorschau des kompletten Bildes.
DCS 2.0 verkraftet auch einen einzelnen Alphakanal und Spotfarbenkanäle (»Volltonfarbenkanäle«). Zusätzliche Spotfarbenkanäle tragen Endungen wie .5 oder .6. Sie können die Farbauszüge wie bei Version 1.0 auf mehrere Dateien verteilen (Mehrfach-Datei). Alternativ - um Platz zu sparen - legen Sie eine Einzeldatei an.
Zur Übersicht stellen wir hier kurz die Bilddateiformate vor, die man problemlos auf den World-Wide-Web-Seiten des Internets veröffentlichen kann. Ausführlich werden diese Bilddatentypen im anschließenden Kapitel »Funktionen für Internet-Gestalter« besprochen. Diese drei Dateitypen können Sie auf Internet-Seiten verwenden:
Um für diese Formate eine optimale Vorschau zu erhalten und alle Optionen zu sehen, verwenden Sie in Photoshop die Funktion Datei: Für Web speichern, besser noch in ImageReady die Mehrfach-Vorschau samt Optimieren-Palette und dem Befehl Datei: Optimiert-Version speichern unter.
JPEG ist ein wichtiges Format für Internet-Publizisten. Im Gegensatz zu den anderen Dateitypen für Onlinebilder, also GIF und PNG, hat JPG aber auch Bedeutung in der konventionellen Bildbearbeitung - weil es so dramatisch Festplattenplatz spart, aber gleichzeitig volle Farbtiefe wahrt, sogar 16 Bit pro Grundfarbe. Nur mit JPG kann man ein 30-Mbyte-Titelbild ohne sichtbaren Qualitätsverlust auf 1 Mbyte reduzieren.
Wir fassen hier die wichtigsten JPG-Eigenschaften zusammen. Sie erfahren genug, um das Format optimal außerhalb von Online-Veröffentlichungen einzusetzen - zum Beispiel für die Bildarchivierung oder zur Datenweitergabe. Generell sollten Sie JPG für übliche Fotos und Grafiken mit nuancierten Farbübergängen verwenden, nicht aber für Grafiken mit harten Konturen ohne Kantenglättung und mit großen einheitlichen Farbflächen - dort sieht man die Qualitätsverluste besonders deutlich. Weitere Details zu JPEG finden Sie ab Seite 372.
Abbildung 3.16: Beim JPG-Dateiformat entscheiden Sie selbst über Bild qualität und Dateigröße. Rechts sehen Sie ein JPG-Ergebnis mit Qualitätsstufe zehn. Gegenüber einem Arbeitsspeicherbedarf von 290 Kbyte benötigt das Bild in dieser Qualitätsstufe nur noch rund 60 Kbyte. Wir drucken dieses Bild mit 200 dpi. Weitere JPG-Beispiele in Bild schirmauflösung und in Farbe sehen Sie im anschließenden »Internet«-Kapitel. Datei: Stoppuhr
Sie benötigen nicht unbedingt die Funktionen Datei: Für Web speichern (Photoshop) oder Datei: Optimiert-Version speichern unter (ImageReady), um ein Bild zufriedenstellend ins JPG-Format zu verwandeln. Übersichtlich arbeitet auch der Photoshop-Befehl Datei: Speichern unter (Strg+Umschalt+S), wenn Sie JPG als Dateityp vorgeben.
Stufe 12 in den JPG-Optionen bedeutet höchste Bildqualität bei hoher Dateigröße, während Sie bei Stufe 0 eine weitaus niedrigere Dateigröße und sichtbare Bildmängel erhalten - zum Beispiel Farbblöcke und Geisterschatten um harte Konturen herum. Sie sollten die Vorschau einschalten, damit Photoshop die aktuelle Bilddatei sofort in der Qualität zeigt, die der gewählten Stufe entspricht.
JPEG unterstützt auch CMYK, Pfade und höhere Farbtiefen als 24 Bit. Damit eignet sich JPEG durchaus zur Aufnahme größter, professioneller Bilder samt Pfad, der leicht in einen Beschneidungspfad oder in eine übliche Auswahl umgerechnet werden kann. Die Anbieter von Bilder-CDs haben dies längst erkannt. Alphakanäle und Ebenen schluckt JPG indes nicht.
Je stärker Sie mit JPG Speicherplatz gegenüber dem Arbeitsspeicherbedarf sparen wollen, desto deutlicher werden die Mängel. Photoshop und ImageReady sind allerdings so abgestimmt, dass Sie eine Vorlage nicht wirklich ruinieren können. Ein guter Wert ist die Qualitätsstufe 8: Gegenüber dem Arbeitsspeicher benötigt das JPG-Bild nur zehn, fünf oder zwei Prozent des Festplattenplatzes und Sie sehen mit bloßem Auge keine Veränderung der Bildqualität - zumindest bei üblichen Halbtonfotos. Bildbeispiele finden Sie im JPG-Teil des folgenden Kapitels »Funktionen für Internet-Gestalter«.
Abbildung 3.17: Links: Der Qualitätsfaktor 2 senkt den Speicherbedarf der Beispieldatei auf nurmehr rund 16 Kbyte. Bild fehler treten nur bei genauester Prüfung hervor. Mitte: Erst bei Faktor 0 und einer Dateigröße von 13 Kbyte kommt es deutlich zur Bild ung von Farbblöcken, so genannten Artefakten. Rechts: Diese völlig ruinierte Version belegt nur noch 5 Kbyte. Sie lässt sich mit Photoshop oder ImageReady gar nicht herstellen, sondern entstand mit dem Programm Paint Shop Pro. Datei: Stoppuhr
Sie haben weitere JPG-Optionen:
| © Copyright Markt+Technik Verlag, ein Imprint der Pearson Education Deutschland GmbH Elektronische Fassung des Titels: Photoshop 6.0 Kompendium, ISBN: 3-8272-5831-6 Kapitel: 3 Öffnen, Speichern, Dateiformate |