Korrekturen von Bildausschnitt, Dateigröße, Druckmaßen und Auflösung gehören zu den Grundübungen der digitalen Bildbearbeitung. Zunächst klären wir die Besonderheiten der Bearbeitung digitalisierter Fotos im Vergleich zu anderer Computergrafik und was es mit Auflösung grundsätzlich auf sich hat. Danach lesen Sie, wie man die Auflösung tatsächlich in der Praxis ändert. Wir orientieren uns zunächst an Photoshop. In einem eigenen Abschnitt behandeln wir die Besonderheiten, die ImageReady bei dieser Funktion auftischt. Zum Schluss geht es darum, wie Sie überflüssigen Rand entfernen und wie Sie neue Bildfläche anbauen.
Innerhalb der Computergrafik unterscheidet man vektororientierte und pixelorientierte Programme und Dateien. Photoshop ist primär ein Pixelprogramm, bietet aber auch Vektorelemente.
Typische vektororientierte Programme sind CorelDraw, FreeHand oder Illustrator. Die Bilder dieser Grafikprogramme sind zusammengesetzt aus einzelnen Objekten, etwa Kreisen oder Vielecken, die aus Konturen und Füllflächen bestehen. Die Konturen lassen sich über mathematische Funktionen wie Beziér-Kurven, in der Praxis zum Beispiel durch Verschieben von Ankerpunkten, bearbeiten.
Pixelorientierte Programme wie Photoshop setzen ein Bild dagegen Pixel für Pixel, Bildpunkt für Bildpunkt, zusammen. Pixel ist eine Kurzform von Picture element, Bildbestandteil. Aber auch Photoshop bietet mit »Formen« und Textebenen Vektorelemente.
Vorteil des pixelorientierten Aufbaus: Jedes einzelne »Atom« eines Bildes, jedes Pixel, kann separat analysiert, korrigiert und feingesteuert werden; diese Bildart ist sinnvoll für fotorealistische Halbtonbilder: Unruhige Farbstrukturen oder Korrekturen an einzelnen Helligkeitswerten quer durchs ganze Bild sind nur möglich, wenn sich jeder Bildpunkt separat erreichen lässt. Globale Helligkeits- oder Kontraständerungen erlauben Vektorprogramme nur, wenn das Objekt in ein Pixelbild verwandelt wird (dies passiert eventuell im Hintergrund).
Abbildung 2.1: Links: Vektororientierte Bild dateien sind durch Flächen, Kurven und Ankerpunkte definiert. Rechts: Pixelorientierte Bild er wie in Photoshop bestehen aus einzelnen Bild punkten.
Die Flächen, Verläufe und Muster der Vektorprogramme wirken zu glatt für übliche Fotos. Weil die Bildinformation jedoch nicht auf einzelnen Punkten, sondern auf mathematisch definierten Kurven beruht, lassen sich Vektorelemente beliebig vergrößern und immer in der Höchstauflösung des Druckers ausgeben. Dies gilt prinzipiell auch für Text im Textmodus.
Bei Pixelbildern steht die Detailtiefe dagegen durch die vorhandene Zahl von Bildpunkten fest. Die Detailtiefe lässt sich durch Herunterrechnen verkleinern; durch Rechentricks kann man auch die Zahl der Bildpunkte vergrößern, aber das bringt keinen Informationsgewinn.
Eine Vektorgrafik lässt sich ohne Weiteres in ein Pixelbild konvertieren; dabei muss man eine Ausgabeauflösung für das entstehende Pixelbild festlegen. (Photoshop öffnet zum Beispiel Illustrator-Dateien auf diese Art.) Pixeldateien lassen sich umgekehrt auch vektorisieren - ein komplizierter Vorgang, den Sie bei Photoshop nicht finden. Vektorgrafiken zeichnen sich im Gegensatz zu Pixelbildern durch niedrige Dateigrößen aus.
Photoshop verarbeitet überwiegend Pixelbilder, kann aber über Funktionen wie Datei: Plazieren auch mathematisch definierte Vektorgrafiken im Illustrator-Format laden, die noch während des Öffnens in einzelne Pixel umgewandelt werden. Auch beim Öffnen von EPS-, PDF- oder AI-Dateien werden eventuell Vektorelemente geöffnet und in Pixel umgesetzt.
Innerhalb der Pixelbildbearbeitung sollte man genau zwischen drei Arten der Auflösung unterscheiden. Beim Drucken kommt zum Beispiel eine andere Auflösung zum Tragen als beim Scannen. Im Einzelnen:
Die Druckauflösung des Belichters wird meist in dpi (Punkte pro Zoll) angegeben. Haushaltsübliche Laserdrucker erreichen meist 600 oder 1200 dpi, Farbtintenstrahler zum Beispiel 1440 dpi, während die Laserbelichter zum Beispiel 2540 dpi hervorbringen. Das bedeutet: Bei der Ausgabe von Strichzeichnungen oder schwarzem Text ballen sich 2540 Belichterpunkte auf einem Zoll beziehungsweise 1000 Punkte auf einem Zentimeter. Drucken Sie dagegen Fotos, gelten kompliziertere Bedingungen (siehe unten).
Die Halbtonauflösung des Belichters - auch Rasterweite - ist interessant, wenn Fotos, Grafiken oder Verläufe gedruckt werden, also nicht nur reines Schwarz und Weiß, sondern auch Zwischentöne. Die Halbtonauflösung wird meist in lpi (lines per inch, Linien pro Zoll) oder in lpcm (Linien pro Zentimeter) angegeben.
Die Halbtondruckauflösung eines Geräts liegt drastisch unter der eigentlichen Druckerauflösung. Der Grund: Die meisten Belichter oder Drucker können nur Schwarz und Weiß zeigen, aber keine Halbtöne dazwischen. Diese Halbtöne werden durch einen Trick simuliert: Auf einer Fläche von zum Beispiel 16x16 Belichterpunkten wird aus mehreren Belichterpunkten ein Halbtonbildpunkt zusammengesetzt. Je mehr Belichterpixel sich auf dem 16er-Quadrat zu einem Halbtonpixel knubbeln, desto dunkler wirkt diese Stelle; versammeln sich jedoch nur wenige Belichterpunkte in der Mitte des 16er-Quadrats, wirkt die Partie aus der Entfernung hell.
Ein Belichter mit 2540 dpi Hardware-Auflösung erzeugt eine Halbtonauflösung von 2540/16 ~ 159 lpi. Das entspricht 159/2,54 ~ 62 lpcm, also rund 60 Linien pro Zentimeter: das vielgenutzte 60er-Raster. Die mögliche Zahl unterschiedlicher Graustufen ergibt sich hier aus der Formel
Die Auflösung von Scan und Scanner wird oft in ppi - pixels per inch - oder dpi angegeben. Interessant ist dabei nur die so genannte »physikalische« oder »optische« Auflösung, also das, was die Fotoelemente des Scanners tatsächlich zu trennen vermögen.
Die Hersteller nennen dazu meist noch einen viel höheren Wert, der aber nur durch Mittelwertberechnung (Interpolation) zustande kommt und die Bildqualität eher senkt. Dabei handelt es sich um einen reinen Software-Trick. Genauso gut - oder gar besser - könnten Sie das Bild mit der »physikalischen« Auflösung des Scanners digitalisieren und dann mit Photoshops Befehl Bild: Bildgröße hochrechnen.
Wie hoch aufgelöst Sie scannen, hängt von der geplanten Druckgröße ab. Wollen Sie ein Papierbild 1:1 abdrucken, reichen eventuell 300 oder 400 dpi Scan-Auflösung. Ein Kleinbild-Dia wird jedoch im Druck meist deutlich vergrößert - hier arbeitet man beispielsweise mit 2700 dpi Scan-Auflösung. Wohlgemerkt: Weil die Bildfläche im Druck ja dann gegenüber dem Kleinbild-Dia stark vergrößert wird, liegt die Druckauflösung viel niedriger als 2700 dpi.
Die unterschiedlichen Einheiten Zoll und Zentimeter wie auch die Maße ppi, lpi und dpi stammen aus unterschiedlichen Branchen und Kulturen. Letztlich sagen sie jedoch alle dasselbe aus. Ob die Auflösung eines Scans in ppi, lpi oder dpi angegeben wird, spielt keine Rolle.
Scannen Sie also nicht mit 1200 dpi Scannerauflösung, bloß weil dieser Wert auf der Schachtel Ihres Druckers steht. Ein Drucker oder Belichter, der keine Halbtöne ausgeben kann - und das sind die meisten Geräte -, braucht als Bildauflösung nur einen Bruchteil seiner Druckerauflösung, zum Beispiel nur 150 dpi. Weitere Essentials:
Jedes Bild ist also eine Bitmap, ein Schachbrettmuster aus lauter Bildpunkten (Pixeln). Dabei braucht leeres Weiß genauso viel Speicherplatz wie eine Hochhauskulisse - zumindest im Arbeitsspeicher, nicht unbedingt beim komprimierten Speichern auf Festplatte. Für die Feinheit und Qualität der Druckdarstellung entscheidend: Wie viele Pixel pro Druckzentimeter beziehungsweise pro Druckzoll (Inch) hat ein Bild zu bieten? Allgemein gilt: Je mehr Pixel pro Zoll (also dots per inch, dpi), desto höher die Druckauflösung, desto feiner und detailreicher die Darstellung. (Aber natürlich gibt es auch hoch aufgelöste, aber unscharfe Scans, die schlechter aussehen als scharfe Scans mit weniger hoher Auflösung.) So berechnen Sie die Druckauflösung:
Anzahl Pixel einer Seitenlänge
Gehen Sie mit Auflösung und Bildgröße sparsam um. Eine Verdoppelung der Auflösung - zum Beispiel von 100 auf 200 dpi - vervierfacht den Speicherplatzbedarf. Das gilt jedenfalls für den Arbeitsspeicher und für nicht komprimierte Dateien auf Festplatte. Genauso beansprucht eine Verdoppelung der Druckmaße bei gleichbleibender Auflösung viermal mehr Platz auf der Festplatte; Graustufendateien brauchen allerdings nur ein Drittel des Platzes von RGB-Farbdateien mit ihren Rot-Grün-Blau-Anteilen und ein Viertel des Platzes gegenüber einer CMYK-Datei.
1 inch = 2,54 cm; Angaben gerundet
Beschränken Sie also die Auflösung auf das, was Sie tatsächlich brauchen. Ein hoch aufgelöstes Bild lässt sich am Monitor viel schwerfälliger bearbeiten als eine schlankere Datei. Soll das Werk nicht im Druck erscheinen, sondern nur am Bildschirm Freude stiften, dann wählen Sie die Monitorauflösung, in aller Regel 72 bis 90 dpi.
Die Zahl der Bildpunkte hoch und quer steht bei jeder Datei fest. In den meisten Dateiformaten - etwa TIFF, Photoshop und JPEG - ist auch schon die Druckauflösung gespeichert, also wie viel Bildpunkte beim Drucken auf einen Zentimeter kommen.
Um eine Datei mit anderen Maßen zu drucken, brauchen Sie nicht zwangsläufig die Zahl der Bildpunkte zu ändern, was mit Qualitätseinbußen verbunden ist. Sie brauchen nur die Druckauflösung zu ändern, also die Zahl der Pixel pro Zentimeter oder Zoll anders zu verteilen. Beides erledigt der Befehl Bild: Bildgröße (Details ab Seite 177).
Es hat ohnehin wenig Zweck, die Pixelzahl eines Bildes später hoch zu setzen: Die vielen neuen Bildpunkte pro Zentimeter werden durch Mittelwertbildung (Interpolation) errechnet und schaffen keinerlei zusätzliche Detailinformation - im Gegenteil, das Umrechnen sorgt für eine leichte Weichspülung oder ausgezackte Kanten. Sobald Sie Ihr Bild kleiner rechnen - also die Zahl der Pixel pro Längeneinheit verringern -, verlieren Sie an Information; und der Weichspülereffekt kommt dazu. Natürlich rechnen Sie herunter, wenn die Datei viel zu viele Pixel hat, um Speicherplatz, Rechen- und Druckzeit zu sparen.
Oft allerdings ändern Sie die Druckgröße am besten, ohne Pixel zu entfernen oder dazuzurechnen. Wählen Sie im Dialogfeld Bildgrösse das Neuberechnen ab. Für Online-Projekte produzieren Sie natürlich pixelgenaue Bildgrößen.
Letztlich ist alles eine Frage der Pixelzahl pro Kantenlänge; und Sie sollten den Verwendungszweck für Ihre Bilddatei kennen: Im Offsetdruck mit 60 Linien/Zentimeter reichen 200 bis 300 dpi; 70 Linien erfordern 300 dpi oder mehr.
Sie liefern hier auf jeden Fall eine höhere Auflösung an, als der Druckfilmbelichter nachher ausgibt - die so genannte Qualitätsreserve. Grund ist der Detailverlust, der durch schräge Rasterwinkel entsteht: Der Druckfilmbelichter verwendet zum Beispiel nur 160 Pixel pro Zoll, doch Sie stellen 200 bis 300 Bildpunkte pro Zoll zur Verfügung. Entsprechend arbeitet ja auch Photoshops Auflösungsautomatik im Dialogfeld Bildgrösse: Schon die Qualitätsstufe Mittel erstellt eine Bilddateiauflösung, die eineinhalb mal größer ist als das Druckraster (siehe Seite 184).
Für Fotopapierbelichter oder Thermosublimationsdrucker sollten es gleichfalls 300 dpi sein - vorausgesetzt, Sie speichern das Werk bereits in Druckgröße. Ein Kleinbild-Diabelichter arbeitet oft mit 4096x2732 Punkten pro Dia; das sind 2884 dpi bei einer Größe von 2,4x3,6 Zentimeter. Meist erreicht Ihr Bild die enorme Auflösung eines Diabelichters bei weitem nicht - der Diabelichter wird die von Ihnen gelieferten Bildpunkte auf 4096x2732 hochrechnen. Tatsächlich reichen zuweilen 800x600 Pixel für eine brauchbare Projektion. Ein 300-dpi-Laserdrucker erreicht nur eine Halbton-Druckauflösung von rund 50 bis 70 dpi, weil er ja aus seinen Druckerpunkten erstmal Rasterpunkte für verschiedene Halbtöne zusammensetzen muss. Geht der Output also nicht über Laserjet-Verwendung hinaus, können Sie die Auflösung drastisch reduzieren und Ihre Festplatte entlasten.
Für einen Tintenstrahler der Klasse 1440 x 720 dpi gilt: 150 dpi Scan-Auflösung reichen oft, darüber hinaus erhalten Sie keine sichtbar besseren Ausdrucke mehr.
Pro Seite können Sie mit Photoshop maximal 30.000 Pixel anlegen.
Pixel: 630× 512 Bild auflösung: 400 dpi/157 dpcm Größe als RGB: 945 Kbyte
Pixel: 472× 383B Bild auflösung: 300 dpi/118 dpcm Größe als RGB: 530 Kbyte
Pixel: 315× 256 Bild auflösung: 200 dpi/78 dpcm Größe als RGB: 237 Kbyte
Pixel: 157× 128 Bild auflösung: 100 dpi/39 dpcm Größe als RGB: 59 Kbyte
Pixel: 113× 92 Bild auflösung: 72 dpi/28 dpcm Größe als RGB: 31 Kbyte
Pixel: 83× 68 Bild auflösung: 53 dpi/21 dpcm Größe als RGB: 17 Kbyte
Abbildung 2.2: Diese Bild er haben alle dieselbe Druckgröße - 4× 3,25 Zentimeter -, aber unterschiedliche Druckauflösungen und damit bei gleicher Druckgröße unterschiedliche Dateigrößen und unterschiedlichen Detailreichtum. Gedruckt werden sie mit einer Halbtonbelichterauflösung von 160 dpi (60er-Raster). Ob dabei 400 oder 200 dpi angeliefert werden, macht offenbar keinen Unterschied. Erst ab 100 dpi Druckauflösung treten Schwächen hervor. Datei: Stifte
Für den Ausdruck wird das Bild zumeist vollautomatisch vom Ausgabegerät - etwa Drucker, Belichter oder Filmrecorder - in ein völlig neues Pixelmuster umgerechnet. Liefern Sie also auf jeden Fall genug Pixel oder ein paar mehr. Es hat meist wenig Sinn, schon im Photoshop eine Bilddatei bis aufs Pixel genau herunter- oder gar hochzurechnen - das macht das Druckgerät schon allein, und besser.
Eine Vermutung liegt nahe: Wenn die Halbtonauflösung des Belichters 159 lpi beträgt, dann liefere ich ihm auch einen Scan mit 159 ppi, damit ein Scanpixel exakt von einem Halbton-Punkt wiedergegeben wird.
Doch so einfach ist es nicht. Wird ein Halbtonbild - Graustufen, RGB oder CMYK - an Drucker oder Belichter geschickt, berechnet das Gerät das endgültige, fürs Papier gerasterte Bild nach eigenen Gesetzen. Dabei schlucken zum Beispiel schräge Rasterwinkel wie 45 Grad feine Informationen. Ausgleich schafft man, indem man mehr Bildpixel anliefert, als letztlich in gerasterter Form zu Film gelangen. Dieser so genannte Qualitätsfaktor liegt zwischen 1,4 und 2,0. Das heißt, bei einer Halbtonauflösung von 159 lpi liefert man tunlichst 159× 1,4 ~ 223 ppi Bildauflösung; kritische Motive digitalisiert man sogar besser gleich mit 159× 2 = 318 dpi.
In Zentimetern ausgedrückt: Wer mit dem 60er-Raster druckt, liefert mindestens 60× 1,4 = 84 ppcm an, befindet sich jedoch erst mit 60× 2 = 120 ppcm auf der sicheren Seite.
Ein hoher Qualitätsfaktor empfiehlt sich besonders bei Bildern mit Texturen, wiederkehrenden Mustern oder dünnen, diagonalen Linien und bei Strichzeichnungen - hier nutzt man oft die komplette Scannerauflösung. Freilich steigen durch den Qualitätsfaktor Dateigröße und Belichtungszeit. Auch die Auto-Schaltfläche im Bildgrösse-Dialog bietet verschiedene Qualitätsfaktoren.
Welche Auflösungen Sie für welche Druckvorhaben brauchen, haben Sie oben gelesen. Pi mal Daumen kann man sagen: 100 Pixel pro Zentimeter reichen in vielen Fällen für vernünftigen Offsetdruck im 60er-Raster. Es darf aber auch nicht zuviel des Guten sein: Unnötig große Bilddateien belasten Arbeitsspeicher und Festplatte und kosten sinnlose Belichterzeit.
Die Werte werden in der digitalen Bildverarbeitung meistens in Zoll angegeben (ein Zoll, engl. Inch, hat 2,54 Zentimeter). Also: 72 Pixel pro Inch (dpi) sind wenig und führen zu groben Ausdrucken, 200 Pixel pro Inch wirken dagegen schon ganz ansehnlich, 300 Pixel pro Inch verbessern den Output nochmals - sofern der Drucker für solche Auflösungen vorgesehen ist.
Wie finden Sie heraus, wie viele Pixel das Bild enthält und zu welchen Zentimetermaßen die Bildpunkte zusammengefasst werden? Sie wissen: Die Größe, mit der ein Bild am Schirm erscheint, erlaubt keinerlei Rückschluss auf die späteren Zentimetermaße im Ausdruck. Zeigt Photoshop ein Bild mit »100%«, wie es in der Titelleiste heißt, dann zeigt er damit nicht etwa ein 10-Zentimeter-Bild zehn Zentimeter groß am Monitor.
»100%«, das bedeutet vielmehr, ein Pixel des Bildes wird mit einem Punkt des Monitors wiedergegeben. Aus der Größe der Monitordarstellung lesen Sie also nicht die Druckgröße, sondern nur die Dateigröße im Sinne von Pixelzahl ab. Nur mit Ansicht: Ausgabegröße zeigen Sie die Datei in der späteren Druckgröße. Weil hierbei meist gebrochene Zoomstufen wie »24,22 Prozent« entstehen, wirkt die Vorschau eventuell unsauber. (Details zum Thema Zoomstufe und Bildbeurteilung finden Sie ab Seite 69).
So verschaffen Sie sich außerdem einen schnellen Eindruck von den aktuellen Druckmaßen:
Anders verhalten sich Layout-, Grafik- und Textprogramme wie Illustrator, Xpress, Word oder PageMaker: Sie zeigen eine Bilddatei nicht pixelorientiert - also zum Beispiel einen Bildpixel auf einem Monitorpixel -, sondern stellen sofort die im Bild gespeicherte Druckgröße dar. Das bedeutet:
Abbildung 2.3: Nützliche Befehle wie »Bild größe« oder »Arbeitsfläche« bietet Photoshop für Windows auch, wenn Sie die Titelleiste eines Bild es mit der rechten Maustaste anklicken.
Wollen Sie die Druckgröße und/oder die Zahl der Pixel überhaupt ändern, ist der Befehl Bild: Bildgröße gefragt - das Zentralorgan für Manipulationen an Druckmaßen, Auflösung, Pixelzahl. Hier geben Sie neue Werte für Höhe und Breite einer Bilddatei an oder für die Auflösung, also für die Zahl der Bildpunkte pro Längeneinheit. Die Werte für Höhe und Breite geben Sie unter anderem in Zentimeter, Prozent oder Pixeln vor. Die Auflösung benennt man in Pixel/Inch oder Pixel/Zentimeter.
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Windows-Nutzer erhalten den Bildgröße-Befehl auch im Kontextmenü, wenn
Sie die Titelzeile der Datei mit rechts anklicken. |
Kurz gesagt, wenden Sie den Befehl Bild: Bildgröße wie folgt an:
Abbildung 2.4: Auflösung und Zahl der Pixel eines Bild es regeln Sie mit dem Befehl »Bild : Bild größe«. Rechts: Wenn Sie die Option »Neuberechnen« abwählen, wird ein Teil der Optionen ausgeblendet.
Die Option Proportionen erhalten haben Sie in der Regel angeklickt. Damit bleibt das Seitenverhältnis von Höhe zu Breite automatisch gewahrt. Das heißt: Sie geben eine neue Breite ein und der getreue Photoshop errechnet automatisch die passende Höhe dazu. So vermeiden Sie verzerrte Proportionen.
Es gibt nur wenige Fälle, in denen Sie auf den Erhalt der Proportionen verzichten: Zum Beispiel könnten Sie einen Wolkenhimmel oder Farbverlauf unproportional dehnen - einem Portrait dürfen Sie es nicht antun. Natürlich können Sie die Proportionen auch ändern, indem Sie eine Ebene oder eine Auswahl mit der Transformieren-Funktion (Strg+T) verzerren.
Auch für das Dialogfeld Bildgrösse gilt: Den letzten Eintrag, frisch vorgenommen, können Sie noch annullieren. Dazu drücken Sie den Standard-Rücknahme-Befehl Strg+Z. Oder Sie bemühen die Alt-Taste auf der Tastatur. Damit verwandelt sich die Schaltfläche Abbrechen wie immer in die Schaltfläche Zurück. Sie haben jetzt die Möglichkeit, das entsprechende Dialogfeld auf die Vorher-Werte zurückzusetzen.
Will ich die Druckmaße meiner Bilddatei verändern, kann ich dabei die Pixelzahl und damit die Dateigröße neu berechnen oder auch nicht. Die Wege:
Ich ändere die Zahl der Bildpunkte insgesamt - mit der Option Neuberechnen:
Die Zahl der Bildpunkte ändert sich; aber die Zahl der Bildpunkte pro Zentimeter kann stabil bleiben, sofern Sie die Druckmaße ändern. Im Dialogfeld Bildgrösse verwende ich die Option Neuberechnen mit.
Statt der absoluten Zahl der Bildpunkte kann ich aber auch nur die Zahl der Bildpunkte pro Längeneinheit verändern - also ohne Neuberechnen. Ich ändere also Druckmaße und Auflösung:
In beiden Fällen verändert sich die Zahl der insgesamt vorhandenen Bildpunkte nicht, ich verteile sie nur anders. Das heißt, die Zahl der Bildpunkte pro Zentimeter ändert sich, und damit die Detailzeichnung. Das heißt aber auch: Die Dateigröße - und damit die Bildqualität - ändert sich nicht. Im Dialogfeld Bildgrösse wähle ich die Option Neuberechnen mit ab.
Ein Beispiel: Sie haben ein Bild von der Photo CD, 768x512 Pixel groß. Photoshop teilt diesem Bild zunächst eine Auflösung von 72 dpi zu. Sie erfahren dies mit dem Befehl Bild: Bildgröße. Dort sehen Sie auch, wie groß man das Bild auf der Basis der vorhandenen Pixel drucken könnte: 27,06x18,06 Zentimeter.
Sie wollen Ihr Bild aber bloß fünf Zentimeter breit herausbringen - allerdings mit hoch aufgelösten 300 Punkten pro Zoll (300 dpi, dots per inch). Die auf Basis der vorhandenen Pixel maximal mögliche Bildgröße bei 300 dpi errechnet sich so:
(768:300)x(512:300) = 2,6x1,7 inches
Das sind rund 6,5x4,33 Zentimeter, also mehr als erwünscht.
So stellen Sie die Datei auf die gewünschten Druckwerte um:
Sie bemerken nach diesem Ändern der Bildmaße Folgendes: Das Bild erscheint kleiner auf dem Schirm. Der Grund: Sie haben Pixel entfernt. Bestand das Werk vormals aus 768x512 Punkten, so reichen jetzt nurmehr 591x394 Bildpunkte. Damit schrumpft die Dateigröße, das Bild lässt sich ökonomischer speichern, bearbeiten, drucken.
Doch hat dieses Runterrechnen nicht nur Vorteile. Sie sehen sicher schon, dass die neu errechnete Datei leicht schwammig wirkt. Der Hintergrund: Die Bilddatei wurde interpoliert; die kleinere Pixelzahl kam nicht einfach dadurch zustande, dass Bildpunktzeilen herausgeworfen wurden. Statt dessen hat Photoshop völlig neue Pixel auf Basis der vorhandenen errechnet.
Wie Photoshop Pixelzahlen neu berechnet, haben wir detailliert im Abschnitt über die Voreinstellungen besprochen (ab Seite 137). Hier die Kurzübersicht:
Bei jedem neuen Start des Befehls Bildgröße listet Photoshop zunächst die Interpolationsmethode auf, die Sie mit dem Befehl Voreinstellungen: Allgemein (Strg+K) festgelegt haben. Es hat also keinen Sinn, einmal die Interpolationsmethode des Bildgrösse-Dialogs zu ändern und dann zu hoffen, beim zweiten Aufruf werde diese Einstellung erhalten bleiben. Speichern Sie eine Bildgrösse-Anwendung auf der Aktionenpalette, bleibt die Interpolationsmethode erhalten, die Sie zum Zeitpunkt der Aufzeichnung verwendeten.
Sie können die Option Bild neuberechnen mit auch abwählen und dann neue Druckmaße oder Auflösungen eintippen. Das Dialogfeld verändert in dieser Situation sein Gesicht, da es für die Dateigröße nicht mehr Vorher- und Nachher-Werte zeigen muss: Die Dateigröße bleibt grundsätzlich gleich, und damit auch die Pixelzahl; das heißt: Es entstehen keine Qualitätsverluste durch Interpolation. Das Klappmenü für die Interpolationsmethoden steht gar nicht mehr zur Verfügung.
Abbildung 2.5: Wie aus dem »Bild größe«-Feld hervorgeht, könnte man die Photo-CD-Datei mit ihren 768× 512 Pixeln 27 Zentimeter breit drucken, wenn man sich auf 72 dpi beschränkt. Das Lineal zeigt die vorhandenen Pixel. Datei: Lisa
Abbildung 2.6: Reduziert man bei 72 dpi Auflösung die Breite auf fünf Zentimeter, sinken Dateigröße und Pixelzahl drastisch - aber auch die Detailzeichnung lässt bei 72 dpi zu wünschen übrig: Das Foto wirkt unscharf. Die Option »Neuberechnen« wurde hier eingeschaltet.
Abbildung 2.7: Empfehlenswert ist oft eine Auflösung von 300 dpi. Auch bei 300 dpi verkleinert die gewünschte Fünf-Zentimeter-Breite noch Dateigröße und Pixelzahl.
Abbildung 2.8: Der Schärfeverlust durch die Neuberechnung von Pixeln wird mit einem Scharfzeichner ausgeglichen.
Zurück zu »Lisa« mit ihren Druckmaßen von 27,09× 18,06 Zentimetern bei 72 dpi (72 Pixel pro Zoll beziehungsweise rund 28,4 Pixel pro Zentimeter). Wenn Sie Neuberechnen abwählen, können Sie Auflösung und Druckgröße nicht mehr unabhängig voneinander ändern, denn das geht nur bei Pixelneuberechnung.
In jedem Fall bleiben die Originalpixel, bleibt die Dateigröße eins zu eins erhalten; es kommt nicht zu einer Entfernung, Hinzu- oder Umrechnung von Bildpunkten; es entstehen keine Qualitätsverluste in der Datei.
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Möchten Sie die Druckmaße nicht dauerhaft ändern, sondern nur für einen einzelnen Ausdruck, dann verwenden Sie die Druckvorschau des Befehls Datei: Druckoptionen (Strg+Alt+P). |
Ändern Sie die Druckmaße, hält sich Photoshop nicht an die vorgegebene Auflösung von 300 dpi; er wird also zum Beispiel bei einer Vergrößerung der Seitenlängen um 20 Prozent nicht gleich 20 Prozent mehr Pixel dazurechnen - mit den bekannten Folgen für die Qualität. Statt dessen verteilt Photoshop die vorhandenen Bildpunkte einfach neu über die geänderte Breite und Höhe - bei einer Vergrößerung werden damit die Pixel weiter gestreut; die Auflösung, also die Zahl der Bildpunkte pro Seitenlänge, sinkt. Dieses Verfahren hat meist Vorzüge gegenüber der Änderung der Bildgröße bei gleichbleibender Auflösung - dann müssen alle Pixel neu berechnet werden.
Ebenso gilt: Auch wenn Sie die Auflösung - also die Zahl der Bildpunkte pro Längeneinheit - korrigieren und dabei auf Neuberechnen verzichten, manipulieren Sie nicht an der Substanz des Bildes, also der absoluten Zahl von Pixeln. Sie verteilen nur die vorhandenen Bildpunkte neu über Höhe und Breite.
Sie haben wieder die Datei »Lisa« mit ihren 768x512 Punkten. Sie wollen prüfen, wie groß Sie diese Datei bei verschiedenen Auflösungen drucken können. Photoshop teilt dieser Datei zunächst die Auflösung von 72 dpi, 72 Bildpunkten pro Zoll, zu. Das reicht für den 300-dpi-Laserdrucker, aber nicht für den Offsetdruck. Immerhin: Wollen Sie nicht mehr als 72 Pixel auf einem Zoll unterbringen, können Sie 27x18 Zentimeter groß drucken.
Bevor Sie die druckbaren Größen für andere Auflösungen untersuchen, treffen Sie folgende Vorbereitungen:
Jetzt können Sie folgende Fragen klären:
Sie bemerken nach diesem Ändern der Bildmaße ohne Pixelneuberechnung Folgendes: Die Änderung wird ohne jede Wartezeit durchgeführt, denn Photoshop muss ja keine Pixel erfinden oder hinauswerfen. Und weil die Pixelzahl gleich bleibt, verändert sich auch die Darstellung des Bildes am Monitor nicht.
Dennoch ändern sich jedes Mal die Druckmaße des Fotos: Sie erkennen das zum Beispiel, wenn Sie Lineale mit Zentimetereinteilung anzeigen.
So läuft das ohne Neuberechnen: Brauchen Sie bestimmte Bildmaße, dann ändert sich die Auflösung mit; brauchen Sie eine bestimmte Auflösung, dann ändert sich die Bildgröße mit. Was sich nicht ändert, ist die Dateigröße: Sie steht konstant auf 1,13 Mbyte. Denn es werden keine Pixel hinzugerechnet und es werden keine Pixel herausgerechnet. Die Information bleibt unverändert erhalten. Deshalb ändert sich auch die Darstellung am Monitor nicht. Ob Sie nun als Breite 6,5 oder 27 Zentimeter eingeben: Photoshop wird das Bild immer gleich darstellen, nämlich orientiert an der Zahl der Bildpunkte. In der 100-Prozent-Ansicht erstreckt sich die Darstellung der Datei also über 768x512 Bildpunkte Ihres Monitors. Ganz anders reagiert dagegen ein Layout- oder Illustrationsprogramm: Dort öffnet sich das Bild in der vorgewählten Zentimetergröße. Nur Photoshops Befehl Ansicht: Ausgabegröße orientiert sich an der Druckgröße und nicht an der Pixelzahl.
Abbildung 2.9: Um mögliche Druckgrößen und Auflösungen für eine vorhandene Bild datei herauszufinden, tippen Sie neue Werte bei Breite oder Auflösung ein, während die Option »Bild neuberechnen« abgewählt ist. Damit werden Pixelzahl und Dateigröße nicht verändert. Das Lineal zeigt hier die Zentimeterwerte, die sich je nach Auflösung ändern. Datei: Lisa
Ändern Sie im Layoutprogramm die Bildmaße, dann passiert das Gleiche wie im Photoshop-Dialogfeld Bildgrösse ohne Bild neuberechnen: Sie ändern die Auflösung, also die Packungsdichte der Pixel pro Zentimeter, und damit die Detailzeichnung. Sie ändern jedoch nichts am eigentlichen Bildpunktbestand: Das Layoutprogramm wird nicht - falls Sie größere Bildmaße vorgegeben haben - Pixel hinzurechnen oder - falls Sie kleinere Bildmaße eintippten - Pixel herausrechnen. Es verteilt nur die vorhandenen Bildpunkte mehr oder weniger dicht. Ändern Sie also die Maße des Fotos im Layoutprogramm nur geringfügig, tut sich an der Qualität im Druck voraussichtlich gar nichts. Die Qualität der Bildschirmdarstellung kann jedoch schwanken.
Sie können auch die Bildgröße von Photoshops Auto-Schaltfläche berechnen lassen und dabei verschiedene Qualitätsfaktoren zugrunde legen (vergleiche Seite 175).
Im zugehörigen Feld nennen Sie erst einmal die geplante Rasterweite für den Druck. Zunächst präsentiert Photoshop hier den Wert, den Sie im Dialogfeld Rasterung vorgaben; das erreichen Sie mit dem Befehl Datei: Print Options (Strg+Alt+P) über die Schaltfläche Rasterung. Gemeint ist das Halbton-Raster, das Ihr Drucker oder Belichter bietet. Für Offsetbelichter tragen Sie also zum Beispiel 160 dpi ein, für 300-dpi-Laserdrucker 53 dpi.
Dann haben Sie drei Qualitäten zur Wahl:
Wichtig: Zuvor richten Sie in der Bildgrösse die exakten Druckmaße ein. Dann wenden Sie die Rasterautomatik an:
Abbildung 2.10: Das Dialogfeld »Auto Auflösung« errechnet eine Bild auflösung abhängig von der Drucker-Halbtonauflösung.
Dasselbe erreichen Sie auch, wenn Sie die gewünschten Zentimetermaße eintippen und bei Auflösung einen Wert eingeben, der um das Doppelte oder Eineinhalbfache über der Halbton-Rasterweite Ihres Druckers liegt; Bild neuberechnen ist dabei angeschaltet.
Freilich macht die Automatik-Rasterung nur Sinn, wenn Sie die Bildpunktzahl verkleinern wollen, also das Werk herunterrechnen. Hat das Bild aber weniger Punkte als für die geplante Auflösung erforderlich, dann verzichten Sie lieber auf Bild neuberechnen, tippen Ihre Traummaße ein und lassen sich von Photoshop die Auflösung dazu ausrechnen. Die liegt zwar niedriger als geplant, aber dafür wird das Bild nicht durch nachträgliches Einsetzen von interpolierten Bildpunkten entstellt.
Photoshop unterstützt maximal 2 GB Dateigröße und 30.000 x 30000 Bildpunkte.
Die Darstellung des Bildgröße-Befehls hat sich bis hierher an Photoshop orientiert. Der Bildgröße-Befehl bei ImageReady ist etwas anders aufgebaut. So bietet ImageReady bei der Funktion Bild: Bildgröße nicht die Möglichkeit, gezielt die Druckmaße zu ändern (schließlich hat ImageReady auch keinen Drucken-Befehl). Korrigierbar ist nur die Bildpunktzahl. (ImageReady teilt allen Dateien beim Speichern ungebeten eine Druckauflösung von 72 dpi zu.) Die meisten Funktionen des Bildgröße-Befehls bei ImageReady erhalten Sie auch mit dem Befehl Datei: Für Web speichern bei Photoshop, wenn Sie ganz rechts im Dialogfeld die Registerkarte Bildgrösse anklicken.
Abbildung 2.11: Der »Bild größe«-Befehl bei ImageReady bietet Besonderheiten für die Stapelverarbeitung.
Schalten Sie die Aktionsoptionen zu. Die Option Proportionen erhalten anhand von beim Bildgröße-Befehl in ImageReady zielt speziell auf die Speicherung des Befehls auf der Aktionenpalette und auf die Stapelverarbeitung innerhalb eines Droplets:
Je nach Aufgabe und Bilddatei wenden Sie unterschiedliche Techniken an:
Der Befehl Bildgröße verlangt zuweilen etwas Denksport. Erleichterung sollen einige Photoshop-Befehle bringen, die nach »Assistenten«-Art Schritt für Schritt durch das Prozedere lotsen.
Die Funktion Hilfe: Bild skalieren führt Sie Schritt für Schritt durch die Bildgrößenänderung; Sie klicken Antworten an. Das Original verändert sich nicht: Photoshop erzeugt zum Schluss eine Neuausgabe der aktuellen Datei mit Namen »Bild-skalieren-Assistent 1«, herauf- oder heruntergerechnet nach Ihren Vorgaben. Die erste Frage lautet, ob man das Bild drucken oder online verwenden möchte; daran schließen sich unterschiedliche Verfahren an.
Attraktiv wirkt die Möglichkeit, bei geplanter Online-Verwendung verschiedene Pixelgrößen des Bildes direkt in der Vorschau zu sehen - das kann der Befehl Bildgröße nicht. Photoshop schaltet hier grundsätzlich zur 100-Prozent-Zoomstufe. Ansonsten mutet das Verfahren umständlich an; andererseits lässt es für Einsteiger immer noch Fragen offen, die Erklärungen helfen nicht immer.
Abbildung 2.12: Links: Der Befehl »Hilfe: Bild skalieren« hilft Schritt für Schritt bei der Neuberechnung der Datei. Rechts: Der Befehl »Bild einpassen« gibt sich dagegen betont spartanisch.
Der Befehl Datei: Automatisieren: Bild einpassen rechnet das Bild ohne viel Federlesens auf die gewünschte Pixelzahl herunter und wahrt das Seitenverhältnis, ohne dass dies aus dem Dialogfeld hervorginge.
Dabei kann der Befehl zwangsläufig nur Ihre Vorgabe entweder für Höhe oder für Breite berücksichtigen, den anderen Wert gleicht Photoshop automatisch an. Es wird also keine Bildzone abgeschnitten und es wird nicht unproportional verzerrt. Anschließendes Scharfzeichnen empfiehlt sich.
Dies ist ein abgespeckter Bildgröße-Befehl mit Neuberechnen, der nur Pixel-, aber keine Zentimeter- oder Prozentangaben annimmt; er zielt damit auf Online-Designer.
Schnellstmöglich sollten Sie überflüssigen Bildrand entfernen. Sie sparen Speicherplatz und Rechenzeit; auch Histogramme werden nicht dadurch verfälscht, dass Sie überflüssiges Pixelmaterial in der Tonwertanalyse berücksichtigen. Photoshop bietet unterschiedlichste Wege, um den Bildrand zu kappen:
für freihändige Ausschnitte oder auch für Kürzungen mit genauen Maßangaben.
Bei einigen Freistell-Verfahren bietet Photoshop die Optionen Löschen und Ausblenden an. Der Unterschied:
Die Auswahl zwischen Löschen und Ausblenden präsentiert Photoshop jedoch nur, wenn das Bild Ebenen hat und nicht ausschließlich aus einer »Hintergrund«-Ebene besteht. Verwenden Sie zum Speichern das Photoshop-Dateiformat. Für Bilder mit reiner »Hintergrund«-Ebene verwendet Photoshop generell die Option Löschen.
Abbildung 2.13: Hier galt beim Freistellen die Option »Löschen«. Nicht sichtbare Teile des Montage-Objekts wurden also endgültig entfernt. Zieht man die Ebene weiter ins Bild hinein, sind die Folgen des Freistellens erkennbar.
Abbildung 2.14: Links: Wir haben dieses Bild mit dem Freistellwerkzeug gekürzt und dabei die Option »Ausblenden« verwendet. Rechts: Bereiche des Montage-Objekts, die nach dem Freistellen nicht sichtbar waren, blieben deshalb voll erhalten und können mit dem Verschieben-Werkzeug ins Bild gezogen werden. Datei: Zeitnehmer
Haben Sie mit der Option Ausblenden Randbereiche Ihrer Montage versteckt? Auf verschiedenen Wegen machen Sie das Material wieder sichtbar:
wieder ins Foto.
Eventuell möchten Sie Bereiche, die Sie zunächst außerhalb der Bildkanten nur verborgen haben, endgültig löschen. So sparen Sie schließlich Speicherplatz. So geht's:
In der Regel nutzt man das Freistellwerkzeug
(Kurztaste C, für Cropping Tool), um Bildränder wegzuschneiden. Es ist gleichzeitig besonders einfach und vielseitig nutzbar. Prinzipiell läuft es so:
.
anklicken oder die Eingabetaste drücken, beschneidet Photoshop das Bild tatsächlich. Der Außenbereich entfällt, das Bild nimmt weniger Platz auf der Arbeitsfläche ein. - Drücken Sie die Esc-Taste oder klicken Sie auf die Abbrechen-Schaltfläche
, um den Freistellrahmen ohne weitere Konsequenzen verschwinden zu lassen.
Was immer Sie mit dem Freistellwerkzeug
treiben, die Infopalette meldet es: Hier lesen Sie die Größe der Auswahl in Pixeln oder Zentimeter und Sie erfahren auch den Drehwinkel einer rotierten Auswahl (siehe Abbildung 2.15).
Abbildung 2.15: Links: So beginnt die Arbeit mit dem Freistellungswerkzeug: Wenn Sie das Werkzeug aktivieren, können Sie oben in den Optionen Maße vorgeben. Rechts: Sobald Sie einen Freistellrahmen aufgezogen haben, ändern sich die Optionen. Sie haben nun Angebote wie »Freigestellten Bereich abdecken« oder »Perspektive bearbeiten«. Bei Bild ern, die nicht nur aus einer »Hintergrund«-Ebene bestehen, bietet Photoshop überdies die Wahl zwischen »Löschen« und »Ausblenden«. Mit den Schaltflächen ganz rechts können Sie die Freistellung bestätigen oder abbrechen.
Sie haben die Möglichkeit, den kompletten Auswahlrahmen schon beim Aufziehen speziell zu formen oder auch den vorhandenen Rahmen zu bearbeiten.
Den Bereich außerhalb des Freistellrahmens zeigt Photoshop zunächst abgedunkelt. Deckkraft und Farbe dieser Abdeckung korrigieren Sie mit den Feldern Farbe und Deckkraft in der Optionenleiste zum Freistellwerkzeug
. Abwahl der Option Freigestellten Bereich abdecken bereitet dem Versteckspiel ein Ende.
Mit gedrückter Alt-Taste ziehen Sie einen Freistellrahmen von der Mitte her auf. Das macht Sinn, wenn Sie einen bestimmten Bildteil exakt in der Mitte platzieren wollen. Sie drücken dann die Alt-Taste und ziehen den Rahmen von diesem Bildteil aus auf. Sie können auch eine Freistellauswahl erzeugen, zurechtschieben und erst dann, bei der Feinpositionierung, mit der Alt-Taste zentrieren. - Mit gedrückter Umschalt-Taste wird der Freistellrahmen quadratisch. (Diese Tastengriffe gelten sinngemäß auch für die Werkzeuge Auswahlrechteck
und Auswahlellipse
.)
Klicken und ziehen Sie an einem der Anfasser, um den Rahmen zu vergrößern oder zu verkleinern. Ziehen Sie wie üblich mit gedrückter Umschalt-Taste, wenn Sie die Proportionen des Freistellrahmens wahren möchten.
Klicken Sie einmal in den Freistellrahmen und ziehen Sie, um den Rahmen mit gedrückter Maustaste zu verschieben; dabei verändert sich die Größe nicht. Drücken Sie beim Verschieben die Umschalt-Taste, um den Rahmen entlang von rechten Winkeln zu bewegen. Wie üblich schieben Sie den Rahmen mit den Pfeil-Tasten in Pixelschritten durchs Bild; Umschalt+Pfeil-Taste schaltet zu 10-Pixel-Schritten um.
Sie können den Freistellrahmen über die aktuell sichtbare Fläche, also die Arbeitsfläche, hinaus ziehen. Dies ist sinnvoll, wenn Sie das Bild nicht rundum stutzen, sondern an zumindest einer Seite die Arbeitsfläche erweitern möchten. Ziehen Sie den Rahmen zunächst bis an den aktuellen Rand der Arbeitsfläche; dort scheint Schluss zu sein. In einem zweiten Schritt ziehen Sie den Rahmen über den Bildrand hinaus. Am übersichtlichsten geht das im Vollschirm-Modus (Kurztaste F).
Abbildung 2.16: Aussagekräftig: Die Infopalette nennt Größe und Drehwinkel eines Freistellrahmens.
Wenn Sie mit Hilfe der Optionen die Perspektive bearbeiten, können Sie das Bild gleichzeitig freistellen und perspektivisch korrigieren - insbesondere lassen sich stürzende Linien ausgleichen, die bei der Architekturfotografie durch eine nach oben gekippte Kamera entstehen.
Ziehen Sie einfach an einzelnen Eck-Anfassern und bringen Sie den Freistellrahmen auf Parallelkurs zu den Rändern des Motivs. Drücken Sie die Umschalt-Taste für strikt horizontale oder vertikale Bewegungen. An den mittleren Anfassern verändern Sie die Gesamtgröße des Rahmens. Nach einem Klick in den Rahmen hinein entfernt Photoshop die Ränder und korrigiert die Perspektive. Wenn Sie den Rahmen sehr stark zusammenziehen und gleichzeitig die weiter außen gelegenen Ecken nah am Bildrand liegen, lässt sich die Funktion nicht verwenden.
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Bedenken Sie, dass Photoshop bei dieser Funktion - wie auch beim Drehen per
Freistellwerkzeug
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Bildpunkte neu berechnet. Dabei verwendet Photoshop diejenige
Interpolationsmethode, die Sie mit dem Befehl Bearbeiten: Voreinstellungen
einrichten, am besten wirkt meist Bikubisch (Details siehe Seite 137). Vergessen
Sie danach nicht den Scharfzeichner.
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Eventuell ist es einfacher, nicht sofort das Bild freizustellen, sondern nur eine Ebene perspektivisch zu verzerren. Dazu duplizieren Sie die »Hintergrund«- Ebene und verzerren das Duplikat nach Eingabe von Strg+T (Details zum Verzerren ab Seite 764). Anschließend stellen Sie das Werk bei Bedarf immer noch frei. |
Abbildung 2.17: Hier wenden wir das Freistellwerkzeug mit der Option »Perspektive bearbeiten« an. Das Bild wurde mit gekippter Kamera aufgenommen und zeigt deswegen stürzende Linien. Wir richten den Freistellrahmen an den Rändern des Hauptmotivs aus. Datei: Bauwerk
Möchten Sie den Freistellrahmen aufs Pixel genau platzieren? Dann wollen Sie eventuell zwischenzeitlich die Zoomstufen wechseln, um nur einzelne Ecken des Auswahlbereichs zu inspizieren. Sie können jedoch nicht einfach zur Lupe
umschalten - Photoshop zwingt Sie dann schon vorab zum Freistellen.
Um jedoch eine Bildecke einschließlich Freistellrahmen per Lupe
zu vergrößern, lassen Sie das Freistellwerkzeug
angewählt; Sie drücken nun Strg+Leertaste, um vorübergehend die Vergrößerungslupe
zu erhalten. Auch Befehle wie Ansicht: Ganzes Bild (Strg+0) stehen Ihnen bei vorhandenem Freistellrahmen noch zur Verfügung.
Das Freistellwerkzeug
fühlt sich magnetisch angezogen von Bildelementen wie Hilfslinien oder Grundrastern, sofern Sie dies mit dem Untermenü Ansicht: Ausrichten an festlegen. Sie können also den Freistellrahmen exakt an solchen Linien entlang führen. In der Photoshop-Grundeinstellung wirken auch die Dokumentbegrenzungen magnetisch. Das kann lästig sein, wenn Sie akkurat nur wenige Randpixel entfernen möchten; schalten Sie die Option bei Bedarf ab.
Um den Freistellrahmen zu drehen, halten Sie den Mauszeiger außen neben den Rahmen; der Zeiger erscheint jetzt als gebogener Doppelpfeil. Mit gedrückter Maustaste lässt sich der Rahmen jetzt um je 45 Grad in jede Richtung drehen. Die Infopalette zeigt den Winkel an. So drehen Sie leicht ein Bild und korrigieren einen schrägen Horizont. Photoshop verkleinert den Rahmen automatisch, wenn er an den Bildrand stoßen sollte.
Abbildung 2.18: Links: Der Freistellrahmen wird zunächst über eine deutlich sichtbare Horizontlinie gebracht. Durch Ziehen außerhalb des Rahmens drehen Sie die Markierung exakt parallel zum Horizont. Photoshop deckt den Bereich außerhalb des Freistellrahmens dunkel ab. Rechts: Nun richten wir den endgültig gewünschten Bild bereich ein. Den Drehwinkel ändern wir nicht mehr, für Größenveränderungen ziehen wir an den rechteckigen Anfasspunkten des Rahmens. Unten: Nach einem Doppelklick in den Freistellrahmen entfernt Photoshop den Außenrand und dreht das Bild wie gewünscht. Das Lineal zeigt die reduzierten Pixelmaße. Datei: Regal
Wenn Sie die Zentrierachse verschieben möchten, ziehen Sie das Zentrierstück aus der Mitte an den gewünschten Punkt, zum Beispiel in eine Bildecke.
Danach gilt: Sobald Sie mit dem Freistellzeiger doppelt in die markierte Zone klicken, wird das Bild entsprechend dem gedrehten Rahmen gedreht und beschnitten. Bilder im Bitmap-Modus können Sie nicht drehen. Eine Alternative zu diesem Verfahren bildet der Befehl Bild: Arbeitsfläche drehen: Per Eingabe (siehe unten).
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Es ist besser, ein Bild schon im Photoshop zu drehen als später im
Layoutprogramm - dort kostet das schräge Opus nur zusätzliche Belichterzeit. |
Es gibt zum Rotieren per Freistellwerkzeug
eine Alternative: den Befehl Bild: Arbeitsfläche drehen: Per Eingabe. Vorteil dieses Manövers: Sie können die gewünschte Gradzahl eintippen. Andererseits wird in diesem Fall nichts beschnitten, statt dessen erhalten Sie Ränder dazu. Tippen Sie ins Datenfeld den gewünschten Drehwinkel und entscheiden Sie, ob es mit dem oder gegen den Uhrzeigersinn (UZS) geht.
Nach einem Klick auf OK rotiert Photoshop das Bild. Die Arbeitsfläche wird generell automatisch erweitert, um ein Beschneiden der Ecken zu vermeiden (auch wenn sich eine Auswahl im Bild befindet). Photoshop füllt die leeren Bildstellen mit der aktuellen Hintergrundfarbe.
Wollen Sie einen Auswahlbereich oder eine Einzelebene drehen? Die bringen Sie nur mit dem Befehl Bearbeiten: Transformieren: Drehen oder mit dem universellen Strg+T ins Rotieren. Dies kann aber auch der einfachere Weg sein, ein Gesamtbild zu drehen: Duplizieren Sie die »Hintergrund«-Ebene, drücken Sie Strg+T und tragen Sie in der Optionenleiste einen Drehwinkel ein - Photoshop zeigt sofort eine Vorschau.
Nutzen Sie unmittelbar vor dem Befehl Arbeitsfläche drehen: Per Eingabe das Messwerkzeug
(Kurztaste U, Seite 114) und ziehen Sie es am Horizont eines schief fotografierten Bildes entlang. Photoshop überträgt den gemessenen Wert ins Drehen-Dialogfeld. So korrigieren Sie bequem einen schiefen Horizont:
Abbildung 2.19: Links: Dieses Bild wurde mit schräg gehaltener Kamera aufgenommen. Das Messwerkzeug zieht eine Linie entlang des Horizonts. Rechts: Die Infopalette zeigt, dass die Linie in einem Winkel von 9,3 Grad durchs Bild läuft. Datei: Drehen
Abbildung 2.20: Links: Um das Bild gerade zu stellen, verwenden Sie unmittelbar nach dem Messwerkzeug den Befehl »Arbeitsfläche drehen: Per Eingabe«. Photoshop trägt sofort die erforderliche Drehung ein, korrekt gegen den Uhrzeigersinn. Rechts: In die durch die Drehung entstandenen Flächen setzt Photoshop die aktuelle Hintergrundfarbe ein; die Ecken werden mit dem Freistellwerkzeug entfernt oder durch Duplizieren aus dem Bild inneren mit dem Stempel gefüllt.
Mit den Optionen zum Freistellwerkzeug
kann man nicht nur Rand kappen, sondern zugleich neue Auflösungen und Maße errechnen; damit übernimmt das Freistellwerkzeug Aufgaben des Befehls Bild: Bildgröße. Sie können auch bestimmte Seitenverhältnisse vorwählen - nicht aber feste Pixelzahlen. Sie können Breite, Höhe und Auflösung für den Freistellrahmen eintippen, jedoch keinen Drehwinkel.
Als Grösse nennen Sie unter anderem die Maßeinheiten »px« für Pixel (Bildpunkte) oder »cm«, für die Auflösung sind »Pixel/Inch« und »Pixel/cm« geboten.
Wollen Sie mit dem Werkzeug einfach nur freihändig ausschneiden, dann löschen Sie unbedingt die Feldinhalte. Sonst hält sich das Werkzeug an die Vorgaben in den Datenfeldern statt an Ihre Mausmanöver. ImageReady, nicht jedoch Photoshop, verlangt vor der Dateneingabe die Aktivierung der Option Feste Grösse.
Abbildung 2.21: Oben: Löschen Sie alle Daten aus den Optionen zum Freistellwerkzeug, wenn Sie einen Bild teil frei ausschneiden wollen, ohne auf irgendwelche Maße beschränkt zu sein. Unten: Wählen Sie eine feste Zentimetergröße ohne Angabe der Auflösung, wenn der Bild ausschnitt mit diesen Maßen gedruckt werden soll. Photoshop ermittelt die passende Auflösung, die vorhandenen Pixel werden nicht interpoliert. Auf diese Art erzeugen Sie auch Bild ausschnitte mit einem festgelegten Seitenverhältnis.
Tippen Sie eine Zentimetergröße ohne jede Auflösung ein, dann wird das Bild zunächst auf den gewünschten Rahmen beschnitten. Photoshop rechnet die Druckauflösung so um, dass sich die verbliebenen Pixel genau über die eingetippten Zentimeterwerte hinweg verteilen. Diese Neuberechnung der Auflösung entspricht dem Bild-Befehl Bildgröße ohne die Option Bild neuberechnen. Damit werden keine Pixel neu berechnet, sondern nur neu verteilt. Am Pixelbestand ändert sich nichts.
Dieses Vorgehen eignet sich, um festzustellen, mit welcher Auflösung ein bestimmter Bildausschnitt noch gedruckt werden kann. Oder um Ausschnitte mit einem festgelegten Seitenverhältnis zu erstellen. Brauchen Sie etwa einen Bildbereich im Seitenverhältnis 4:3, dann geben Sie 4× 3 Zentimeter ein und ziehen einen Auswahlrahmen - Sie können verschiedenste Größen freistellen, aber nur mit diesem Seitenverhältnis. Wollen Sie ein Dia ausbelichten, brauchen Sie ein Seitenverhältnis von 10,5:7,0. Tippen Sie diese Werte ein und Sie werden nach dem Freistellen automatisch einen Ausschnitt erhalten, der sich ohne schwarzen Rand aufs Dia belichten lässt.
Nach dem Freistellen entnehmen Sie dem Dialogfeld zum Befehl Bild: Bildgröße die zustande gekommene Auflösung: Das heißt, wie viele der übrig gebliebenen Pixel sich auf einen Zentimeter verteilen; daraus schließen Sie, ob der gewählte Ausschnitt genug Details für den Druck enthält.
Tippen Sie eine Auflösung ohne jede Zentimetergröße ein, dann wird das Bild zunächst auf den gewünschten Rahmen beschnitten. Photoshop geht von der gewünschten Auflösung aus und errechnet, über wie viele Zentimeter sich die verbliebenen Pixel bei dieser Auflösung erstrecken. Die neuen Zentimeterwerte lesen Sie zum Beispiel unter Bild: Bildgröße.
Damit ermittelt man, wie groß sich ein Ausschnitt bei einer festgelegten Auflösung drucken lässt. Beschneiden Sie etwa ein Bild, dessen Auswahl Sie später auf jeden Fall mit 300 dpi drucken wollen, dann entnehmen Sie der Datei-Info, wie groß sich die gewählte Bildpartie bei 300 dpi noch drucken lässt. Auch hier werden keine Bildpunkte neu berechnet, sondern nur entfernt.
Abbildung 2.22: Oben: Tragen Sie nur eine feste Auflösung ein, wenn der Bild ausschnitt mit dieser Auflösung gedruckt werden soll. Photoshop ermittelt automatisch die Druckmaße, die mit dieser Auflösung möglich sind, die vorhandenen Pixel werden nicht interpoliert. Unten: Tragen Sie eine feste Zentimetergröße und eine feste Auflösung ein, wenn der Bild ausschnitt in dieser Größe bei dieser Auflösung gedruckt werden soll. Die ursprüngliche Pixelmenge innerhalb der Auswahl wird auf die erforderliche neue Menge umgerechnet (interpoliert).
Tippen Sie eine Pixelgröße ohne jede Auflösung ein, dann rechnet Photoshop den markierten Bildausschnitt neu auf die gewünschte Pixelzahl hoch oder herunter: Tippen Sie zum Beispiel 300× 300 Pixel ein; dann rahmen Sie 7× 7 oder 2222× 2222 Pixel mit dem Freistellwerkzeug
ein - Photoshop rechnet den Ausschnitt so um, dass er nur noch 300× 300 Pixel enthält. Sie merken es nach dem Klicken in den Freistellrahmen: Hier kostet das Freistellen Wartezeit - Photoshop muss aus den Mittelwerten der vorhandenen Pixel neue Bildpunkte errechnen, um den Ausschnitt auf die verlangte Pixelzahl zu bringen. Dieses Prozedere macht Sinn, wenn Sie Dateien beschneiden und deutlich herunter rechnen wollen.
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Bei Freistellverfahren mit Pixelneuberechnung verwendet Photoshop das Interpolationsverfahren, das Sie in den Voreinstellungen (Strg+K) nennen; meist empfiehlt sich Bikubisch (Details ab Seite 137). Ein anschließender Scharfzeichner kann das Ergebnis verbessern. |
Tippen Sie eine Zentimetergröße ein und eine feste Auflösung dazu, dann berechnet Photoshop den Inhalt des Ausschnittrahmens so neu, dass das Motiv innerhalb des Rahmens auf jeden Fall mit der gewünschten Auflösung in den gewünschten Druckmaßen wiedergegeben werden kann. Es kommt zur Interpolation. Interessant ist der Befehl, wenn Sie aus einer sehr großen Bilddatei einen größeren Bildausschnitt wählen wollen, der jedoch nur klein gedruckt wird: Photoshop rechnet die markierten, zahlreichen Bildpunkte auf eine Summe herunter, die für die gewünschten Druckmaße reicht.
Eins geht mit den Freistell-Optionen nicht: Sie können nicht eine feste Pixelzahl eintippen, die Sie dann präzise aus dem Bild herausschneiden - Photoshop wird dabei interpolieren. Gerade Designer von Multimedia-Oberflächen brauchen das jedoch, wenn sie eine nach Pixeln vorgegebene Zone füllen, das vorhandene Bildmaterial aber nicht durch Interpolieren unnötig verkorksen wollen. Hierfür bietet sich allerdings das Rechteck-Werkzeug
an - dessen Beschreibung folgt weiter unten in diesem Kapitel.
Abbildung 2.23: Oben: Tragen Sie eine feste Pixelmenge ohne Auflösung ein, wenn der Bild ausschnitt auf diese Pixelmenge umgerechnet werden soll. Die ursprüngliche Pixelmenge wird auf die erforderliche neue Pixelmenge umgerechnet (interpoliert). Die Informationen über Auflösung und Druckmaße bleiben erhalten. Unten: Tragen Sie eine feste Pixelmenge mit Auflösung ein, wenn der Bild ausschnitt auf diese Pixelmenge umgerechnet und dieser Ausschnitt mit einer festgelegten Auflösung gedruckt werden soll. Photoshop ermittelt die möglichen Druckmaße, die mit dieser Auflösung und Pixelzahl möglich sind, die vorhandenen Pixel werden interpoliert. Die Maßeinheiten bietet Photoshop auch im Kontextmenü zu den Datenfeldern an.
Wollen Sie die Maße der aktiven Bilddatei in die Freistell-Optionen eintragen, dann ...
Bei diesem Manöver kommt es zur Interpolation, also zur Neuberechung von Bildpunkten; das kann Qualität kosten und sollte mit einem Scharfzeichner nachbearbeitet werden. So übernehmen Sie die Seitenverhältnisse eines vorhandenen Bildes, verhindern jedoch die oft ungünstige Interpolation:
Auch in diesem Fall ist das Seitenverhältnis auf das Vor-Bild beschränkt und die Druckmaße werden ebenfalls vom Vor-Bild übernommen. Doch der freizustellende Ausschnitt wird nicht auf die Pixelzahl des Vor-Bilds umgerechnet, sondern behält seine ursprünglich vorhandenen Bildpunkte. Sie erkennen das unter anderem daran, dass Photoshop in diesem Fall keine Rechenpause einlegt. Sie übernehmen also Proportionen und Druckmaße, aber nicht die Auflösung des Vor-Bilds.
Sie müssen nicht unbedingt das Freistellwerkzeug
bemühen. Sie können auch eine beliebige Auswahl erzeugen und das Bild auf die Außengrenzen dieser Auswahl stutzen. Dabei gilt: Die Auswahl kann eine beliebige Form und eine weiche Kante haben; Sie benötigen keine Rechteckauswahl mit harter Kante. Weiche Kanten beschneidet Photoshop am äußersten Auswahlrand; so bleiben auch Bildpartien erhalten, die nur zu wenigen Prozent ausgewählt waren. Wenn die Auswahl steht, wählen Sie den Befehl Bild: Freistellen. Möglicher Verwendungszweck:
und schneiden das Foto per Freistellen auf die reine Größe dieses Hauptmotivs zurück. (Ist der Hintergrund jedoch perfekt einfarbig, empfiehlt sich der Befehl Zuschneiden (siehe unten).
und geben in den Optionen eine feste Pixelzahl vor (Details zu diesem Werkzeug ab Seite 594). Ein entsprechend großer Bildteil lässt sich nun per Freistellen heraustrennen, ohne dass Photoshop Bildpunkte interpoliert - ein Service, den Sie beim Freistellwerkzeug
nicht bekommen.
Der Befehl Freistellen entfernt die Außenstände endgültig. Sie können also nicht, wie beim Freistellwerkzeug mit der Option Ausblenden, Gekapptes wieder in den sichtbaren Bereich ziehen.
Abbildung 2.24: Links: Der Hintergrund wurde in mehreren Schritten mit dem Zauberstab ausgewählt. Anschließend haben wir die Auswahl umgekehrt, so dass nur noch das Hauptmotiv markiert war. Rechts: Der Befehl »Bild : Freistellen« stutzt das Bild auf die Auswahlgrenzen zurecht.
Der Befehl Bild: Zuschneiden kürzt Motive, die von komplett einfarbigem oder transparentem Hintergrund umgeben sind. Sie haben folgende Möglichkeiten:
Abbildung 2.25: Der Befehl »Bild : Zuschneiden« kappt transparente oder einheitlich gefärbte Bild bereiche.
Abbildung 2.26: Links: Dieses Motiv steht vor komplett weißem Hintergrund. Auch der Bild punkt ganz links oben ist weiß. Rechts: Der Befehl »Bild : Zuschneiden« mit der Vorgabe »Pixelfarbe oben links« entfernt alle Bild punktzeilen und -spalten, die durchgehend weiß gefärbt sind. Das Lineal zeigt die Bild punktmaße. Datei: Box
Abbildung 2.27: Links: Das Objekt wurde über transparentem Bild bereich entworfen und mit einem Schatten unterlegt. Rechts: »Zuschneiden« mit der Vorgabe »Transparente Bereiche« schneidet den komplett durchsichtigen Rand. Der Schatten wird jedoch nicht angetastet. Datei: Knopf
Diese Schnitte mit dem Zuschneiden-Befehl funktionieren unter einer Bedingung: Ein Streifen mit völlig einheitlicher Färbung muss sich (zum Beispiel) von links oben wirklich bis zum unteren oder bis zum rechten Bildrand ziehen. Ändert sich der Tonwert auf halber Strecke auch nur geringfügig, entfernt Photoshop gar nichts mehr. Auch für die Vorgabe Transparente Bereiche gilt: Mindestens eine Bildseite muss Transparenz auf voller Länge und auf allen Ebenen zeigen, sonst funktioniert es nicht.
Schließlich entscheiden Sie, ob gegebenenfalls an allen vier Bildseiten gekappt werden soll. Bei Bedarf nehmen Sie zum Beispiel die linke oder die untere Seite von dem Manöver aus; dort bleibt dann der einheitlich gefärbte oder der transparente Bereich erhalten.
Mit den Bild-Befehlen Zuschneiden und Freistellen können Sie Ihr Werk so stutzen, dass sich der Rand akkurat um das Hauptmotiv herum legt und keinen überflüssigen Hintergrund zeigt. Mitunter möchte man jedoch das Originalbild gar nicht kappen - statt dessen soll das Hauptmotiv sofort in einer neuen, maßgeschneiderten Datei erscheinen. Treffen Sie diese Vorbereitungen:
Es gibt viele Varianten, das Bild von überflüssigem Rand zu befreien. Je nach Aufgabe wählen Sie eine der folgenden Strategien:
Mit den Bild-Befehlen Arbeitsfläche und Nichts maskiert sowie mit dem Freistellwerkzeug
erweitern Sie Ihre Grafik um eine leere Fläche in der aktuellen Hintergrundfarbe (die Taste »D« sorgt für Weiß als Hintergrundfarbe); bei transparentem Hintergrund wird auch die Neufläche transparent. Die bereits vorhandenen Pixel werden nicht verändert. Nützlich macht sich die Funktion, wenn Sie etwa den Hintergrund eines Motivs verlängern müssen, bis das Gesamtwerk ins Layout passt; oder Sie starten eine Fotomontage zunächst auf kleiner Fläche, was Speicher spart und die Geschwindigkeit erhöht, und wechseln erst im fortgeschrittenen Stadium aufs größere Parkett. Wohlgemerkt: Ihr eigentliches Motiv verändert sich bei der Prozedur nicht, es bekommt nur mehr Umgebung. Die eingespeicherte Druckauflösung bleibt erhalten, Pixelzahl und Druckmaße erhöhen sich.
Im Dialogfeld zum Befehl Bild: Arbeitsfläche lesen Sie oben die aktuelle Höhe und Breite Ihres Werks. Darunter klicken Sie auf eine Größeneinheit Ihrer Wahl, etwa Pixel, Prozent oder Zentimeter; Sie können als Breite auch Spalten angeben, das Maß für eine Spalte legen Sie in den Voreinstellungen (Strg+K) fest. Dann tippen Sie die neue, erweiterte Größe ein. Beachten Sie freilich das Feld Neue Grösse: Generöse Erweiterungen blähen die Datei arg auf.
Abbildung 2.28: Anbaumaßnahme: Dieses Bild wird um feste Bild punktbeträge erweitert. In diesem Fall platzieren wir das ursprüngliche Bild mittig unten, die neue Fläche wird also links und rechts sowie oben angesetzt. Photoshop setzt hier Weiß ein, weil dies die aktuelle Hintergrundfarbe war und weil wir eine »Hintergrund«-Ebene und keine Montage-Ebene bearbeiten. Datei: Umschlag
Mit einem Klick in das Neuner-Feld geben Sie an, wo innerhalb der erweiterten Fläche das bisherige Bild stehen soll. Ein Beispiel: Klicken Sie in das Rechteck rechts unten, so platziert Photoshop das ursprüngliche Foto ganz unten rechts in der vergrößerten Bilddatei. Bei einer Höhenänderung setzt Photoshop die neue Fläche oberhalb des alten Werks an, bei einer Änderung in der Breite wird die neue Fläche ausschließlich links angebaut.
Die Arbeitsflächen-Erweiterung kann einen Auswahlkanal nicht zerstören. Der Auswahlkanal (auch Alphakanal) stellt ausgewählte Bildbereiche meist durch Weiß und nicht ausgewählte Bildbereiche durch Schwarz dar. Die neu angebaute Arbeitsfläche muss logischer Weise zunächst »nicht ausgewählt« sein. Und so sieht die Fläche im Neuland des Alphakanals dann auch aus: Sie ist auf jeden Fall »nicht ausgewählt«. Es gilt also:
Der Arbeitsfläche-Befehl bei ImageReady bietet als Einheit nur Pixel, keine Zentimeter oder Prozent. Wichtiger ist aber die Option Relativ, exklusiv bei ImageReady: Wenn Sie im Arbeitsfläche-Dialog Relativ aktivieren, müssen Sie nicht mehr die neue Gesamtzahl an Bildpunkten angeben. Statt dessen nennen Sie nur noch die Zahl derjenigen Punkte, die an die bereits vorhandene Fläche zusätzlich angebaut werden sollen. Die neue Arbeitsfläche erscheint bei ImageReady transparent und nicht in der Hintergrundfarbe.
Sie können die Bildfläche mit dem Freistellwerkzeug
auch vergrößern. So geht's:
unten in der Werkzeugleiste. (Dieser Schritt ist nicht zwingend erforderlich.)
Abbildung 2.29: Hier wird die Arbeitsfläche mit dem Freistellwerkzeug nicht verkleinert, sondern erweitert.
Eventuell haben Sie Bildteile außerhalb des sichtbaren Bildbereichs verborgen. Sie haben zum Beispiel Objekte mit dem Verschieben-Werkzeug
nach außen geschoben oder das Freistellwerkzeug
mit der Option Ausblenden verwendet. Wenn Sie nun den Arbeitsbereich erweitern, kommen diese Bildteile wieder zum Vorschein. Sie können auch den Befehl Bild: Nichts maskiert verwenden. Damit erweitert Photoshop die Arbeitsfläche so, dass alle verborgenen Partien wieder voll im Bildfenster Platz finden (siehe Abbildung 2.30).
Abbildung 2.30: Oben links: Die Hand-Ebene in diesem Bild ragt über die Bild ränder hinaus. Oben rechts: Der Befehl »Bild : Nichts maskiert« erweitert die Arbeitsfläche so, dass die zuvor verborgenen Ebenenteile sichtbar werden. Datei: Zeitnehmer
Oft genug müssen Sie ein Bild nach oben oder zur Seite verlängern. Eventuell passt es sonst nicht ins Layout oder Sie brauchen weiteren Hintergrund, auf dem Sie Headlines platzieren. Zunächst bauen Sie Arbeitsfläche an und dann muss der leere Raum unauffällig gefüllt werden. Dazu wird meist vorhandener Hintergrund auf verschiedene Arten verlängert.
Gibt es bereits einen breiteren Rand um das Hauptmotiv herum, gehen Sie so vor:
über die neue, leere Arbeitsfläche, experimentieren Sie mit der besten Position - das Objekt wird nahtlos an den ursprünglichen Rand anschließen, sofern keine Diagonalen an den Bildrand stoßen.
Auch so können Sie den Hintergrund verlängern: Sie wählen einen vorhandenen Randbereich aus und dehnen ihn mit der Transformieren-Funktion (Strg+T). Beachten Sie, dass Photoshop hierbei die Interpolationsmethode anwendet, die Sie in den Voreinstellungen (Strg+K) vorgaben. In der Regel sollte das Bikubisch sein (Details dazu ab Seite 137).
Verwenden Sie den Kopierstempel
(Kurztaste S), meist mit weicher Werkzeugspitze, und übertragen Sie einzelne Bildbereiche in die neue Arbeitsfläche (Details zum Kopierstempel ab Seite 572).
Abbildung 2.31: Oben: Bei diesem Bild haben wir die Arbeitsfläche links und oben erweitert. Den freien weißen Streifen links füllen wir, indem wir den vorhandenen Bild streifen links mit dem Auswahlrechteck bei weicher Kante markieren, mit Strg+J auf eine neue Ebene heben und mit »Bearbeiten: Transformieren: Horizontal spiegeln« weiter korrigieren. Das gespiegelte Stück mit weicher Kante füllt nahtlos die Lücke. Unten: Der Himmel wird mit dem Kopierstempel bei weicher Werkzeugspitze aufgemalt. Es überträgt Kopien des vorhandenen Himmels in die weiße Fläche. Vorlage: Im_Meer2; Ergebnis: Im_Meer3
Ist der neu zu erzeugende Hintergrund sehr einheitlich - zum Beispiel nur blauer Himmel - könnten Sie auch einen Teil des vorhandenen Hintergrunds mit dem Auswahlrechteck
markieren und mit Hilfe des Bearbeiten-Menüs als Muster festlegen. Dann füllen Sie die neue Arbeitsfläche mit dem Muster. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten:
Sie können einen kompletten Bereich auswählen und zuschütten (Bearbeiten: Fläche füllen).
Oder tragen Sie das Muster gezielt mit dem Musterstempel
auf; verzichten Sie bei diesem Werkzeug auf die Option Ausgerichtet, damit sich die einzelnen Musterkacheln nach jedem neuen Drücken der Maustaste überlagern und somit unauffälliger verteilen. Sie vermeiden so die aufdringliche Kachelstruktur.
Manchmal hilft alles nichts: Sie müssen das Hauptmotiv vor einen völlig neuen Hintergrund setzen, um mehr Fläche zu schaffen. Sie können das Motiv zum Beispiel auswählen und kopieren, um es vor die neue, größere Szenerie zu setzen. Prüfen Sie, ob der neue Hintergrund eine Pixelzahl hat, die das Hauptmotiv überhaupt aufnehmen kann; stellen Sie eventuell beide Bilder im selben Vergrößerungsmaßstab dar, zum Beispiel 50 Prozent.
| © Copyright Markt+Technik Verlag, ein Imprint der Pearson Education Deutschland GmbH Elektronische Fassung des Titels: Photoshop 6.0 Kompendium, ISBN: 3-8272-5831-6 Kapitel: 2 Ausschnitt, Größe, Auflösung |