Dieses Kapitel schafft zunächst einen Überblick über die Programminstallation, dann nehmen wir die Oberfläche unter die Lupe. Sie erfahren Grundlegendes über Paletten, Werkzeugleiste, Lupe
und Navigator sowie über das Widerrufen und Aufzeichnen von Befehlen. In den Voreinstellungen regeln Sie, wie Photoshop aussieht und wie er sich in bestimmten Situationen verhält; starten Sie keine größere Aktion, bevor Sie nicht den entsprechenden Abschnitt weiter unten studiert haben. Und natürlich sollten Sie per Farbmanagement für exakte Tonwertdarstellung sorgen. In aller Regel orientieren wir uns dabei an Photoshop 6.0 und nicht an ImageReady.
Sie wollen gleich loslegen, unsere Ausführungen zu Installation und Betriebssystem interessieren Sie nicht? Aber beachten Sie wenigstens die folgenden kurzen Tipps. Sie erklären, wie Sie das Programm auf die Schnelle für entspanntes Photoshopping einrichten und ersparen Ihnen viel Ärger mit einem langsamen Rechner. Ausführliche Erklärungen finden Sie im Innern des Buchs.
Danach starten Sie das Programm neu - es kann losgehen.
Der folgende Abschnitt richtet sich an Windows- und Mac-Nutzer gleichermaßen. Auf Besonderheiten der Betriebssysteme machen wir jeweils aufmerksam.
Die Installation des Programmpakets auf dem Rechner bereitet keine besondere Mühe. Für eine Vollinstallation mit den beiden Programmen Photoshop und ImageReady sollten Sie mindestens 150 MB Festplattenplatz bereithalten, der Hersteller empfiehlt 200 MB.
Sobald Sie die CD einlegen, sollte sich das Fenster Adobe Willkommen öffnen. Es erlaubt den Start der Programminstallation. Wenn sich das Start-Fenster nicht automatisch öffnet, haben Sie zwei Möglichkeiten:
Unabhängig von dem Laufwerk, auf dem Sie installieren, sollten Sie auch im Windows-Laufwerk (meist C) mindestens 16, besser jedoch 50 Mbyte Platz freihaben.
Sobald Sie die CD mit der Bezeichnung Adobe Photoshop 6.0 einlegen, sehen Sie das Symbol der Programm-CD auf dem Schreibtisch. So geht's weiter:
Das Installationsprogramm fragt Sie nach der Seriennummer. Sie sollte auf der Registrierkarte oder auf der Innenseite der CD-Hülle zu finden sein. Sofern Sie eine vorhandene ältere Photoshop-Version auf Version 6.0 aktualisieren, verwenden Sie die Seriennummer der früheren Version. Besondere Bedingungen gelten für Besitzer der Photoshop-Version LE; Details zu Problemen mit der Seriennummer nennt die Textdatei »Installation bitte lesen« im »Photoshop«-Verzeichnis.
Wichtig ist auch der Bereich Zielordner. Als Verzeichnis für Ihren neuen Photoshop wird zunächst »C:\Programme\Adobe\Photoshop 6.0« vorgeschlagen. Das ist nicht unbedingt der beste Platz, denn auf dem Laufwerk C: befindet sich meist schon Windows und dort sollten stets mindestens mehrere Dutzend Megabyte frei sein. Klicken Sie also eventuell auf Durchsuchen (am Mac auf Ziel Volume) und geben Sie im Verzeichnisbaum ein anderes Verzeichnis an.
Abbildung 1.1: Oben: die »einfache Installation« am Mac; sie installiert ohne weitere Wahlmöglichkeit eine sinnvolle Kombination von Programmen und Zusatzdateien. Unten: die »angepasste Installation« unter Windows. Hier schließen Sie Programmteile nach Wahl von der Übertragung auf Ihren Rechner aus.
Einige Voreinstellungsdateien speichert Photoshop jedoch außerhalb seines Programmverzeichnisses; Details nennt die Datei »Bitte lesen« aus dem Photoshop-Verzeichnis.
Im Folgenden haben Sie die Wahl, die vom Hersteller vorgesehenen Programmteile automatisch zu installieren oder selbst eine Auswahl zu treffen:
Das Installationsprogramm fragt ab, ob Sie bestimmte Dateitypen mit Photoshop oder ImageReady verknüpfen wollen. Das heißt: Doppelklick auf eine Datei dieses Typs - zum Beispiel auf eine TIFF-Datei - öffnet automatisch Photoshop mit dieser Datei. Die Herstellervorgabe ist vernünftig, außer hauseigenen Formaten werden kaum Dateitypen mit diesen Programmen verbunden. Möchten Sie jedoch zum Beispiel TIFF- oder JPEG-Dateien mit Photoshop oder ImageReady verbinden, klicken Sie in der entsprechenden Zeile in die Zelle PS oder IR.
Abbildung 1.2: Nur Windows: Bei der Installation verknüpfen Sie Dateiformate mit Photoshop. Das Programm öffnet sich dann nach Doppelklick auf eine entsprechende Datei, zum Beispiel auf eine TIFF-Datei.
Diese Wahl legt Sie kaum fest: Sie können sämtliche Dateiformate auch weiterhin mit allen anderen geeigneten Programmen verwenden und je nach Gusto weisen Sie Photoshop - oder anderen Programmen - auch nachträglich Dateiformate zu (Seite 44). Auch wenn Sie in diesem Dialogfeld einen Dateityp nicht registrieren, können Sie alle hier genannten Dateitypen in Photoshop und ImageReady öffnen. Die Vorgaben, die Sie hier bei der Photoshop-Installation gemacht haben, lassen sich also jederzeit ändern.
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Beim ersten Programmstart erhalten Sie einen Hinweis zum Farbmanagement. Sie müssen sich hier noch nicht in die Details begeben, ausführlich besprechen wir das Farbmanagement ab Seite 146. Beachten Sie auch unsere Kurzhinweise für den Schnelleinstieg ab Seite 39. |
Sie haben verschiedene Möglichkeiten, Photoshop wieder vom Rechner zu entfernen:
In beiden Fällen verschwindet das komplette Programmpaket.
Am Mac ziehen Sie den Programmordner in den Papierkorb, fertig.
Sie haben verschiedene Möglichkeiten, Photoshop zu starten. Dies ist der Standardweg:
Es ist umständlich, Photoshop jedes Mal aus dem allerletzten Unterverzeichnis des Start-Menüs hervorzukramen. Schneller öffnet es sich über eine Photoshop-Verknüpfung auf dem Desktop, die Sie nur doppelt anklicken. Sie können auch Bilddateien auf dieses Symbol ziehen, um diese mit Photoshop zu öffnen.
Sie können Photoshop unter Windows auch ins Start-Verzeichnis an oberster Ebene legen, auf gleichem Level wie Programme, Einstellungen oder Dokumente. So geht's:
Photoshop erscheint nun in der ersten Ebene des Start-Menüs. Sofern es dort keine anderen Programme gibt, die mit dem Buchstaben P anfangen, tippen Sie nach Öffnen des Start-Menüs nur kurz das P an - Photoshop wird loslegen. Gibt es mehrere Objekte mit P, tippen Sie eventuell mehrfach das P, bis Photoshop aktiviert ist, dann drücken Sie die Eingabe-Taste.
Sie können die Alias-Datei mit der Verknüpfung zu Photoshop auch in das Apfel-Menü legen, wenn Sie Ihren Schreibtisch lieber aufgeräumt haben wollen. So geht's:
Sie können Photoshop in einem Zug mit dem gesamten Rechner starten. So geht's:
Schneller startet der Photoshop, wenn Sie ihn mit bestimmten Dateiformaten verknüpfen (auch »Registrieren« genannt). Ein Beispiel: Sie klicken doppelt auf eine TIFF-Datei im Explorer, schon öffnet sich Photoshop mit dieser Datei. Bereits von Haus aus ist Photoshop mit seinen speziellen PSD-Dateien verbunden, bei der Installation können Sie das Programm mit weiteren Dateitypen verknüpfen (siehe oben). Alternativ verwenden Sie zum Verknüpfen den Windows-Weg. So geht's:
Abbildung 1.3: Klicken Sie eine Bild datei bei gedrückter Umschalt-Taste mit der rechten Maustaste an, um den Befehl »Öffnen mit« zu erhalten. Nun können Sie Programme mit dem gewählten Dateiformat verknüpfen; ein Doppelklick auf eine Datei mit diesem Format startet das gewählte Programm.
Wie der Photoshop auf Ihrem Rechner läuft, das hängt von Ihrer Hardware ab, aber auch davon, wie Sie den Rechner einrichten - hier lauern Fallen, die hochtrabende Pixelpläne scheitern lassen können. Festplatte brauchen Sie bis zur Oberkante Unterlippe. Nicht nur für die riesigen Dateien, die bei der digitalen Bildverarbeitung entstehen, sondern auch als Reserve-Arbeitsspeicher oder Virtueller Speicher - siehe unten.
Und da sollte unter Windows die Festplatte nicht fragmentiert sein - das heißt, Dateien sollten sich nicht in kleinen Krümeln über verschiedene Teile des Festspeichers verteilen und alle Dateien sollten schön nebeneinander auf der Festplatte liegen, so dass ein möglichst großer Festplattenbereich am Stück frei bleibt. Die Erfahrung zeigt, dass so genanntes Defragmentieren auf Photoshop-Maschinen am Mac wenig bringt, unter Windows schon mehr.
Diese Idealbedingungen haben Sie selten. Aber man kann sie vorübergehend herstellen. Fahnden Sie zunächst nach *.tmp-Dateien im Ordner TEMP im »Windows«-Verzeichnis, aber auch im »Arbeitsvolume« von Photoshop oder sonst wo auf der Platte und entfernen Sie diese Dateien. Dies sind Temporärdateien, die nach Abschluss einer Operation nicht mehr gebraucht werden und eigentlich gelöscht sein müssten, wenn alles richtig liefe; besonders nach Programmabstürzen bleiben solche »Temp-Dateien« jedoch zurück. Die entsprechenden Ruinen eines Photoshop-Crashs heißen gerne »~PSTnnnnn.tmp« und belegen zehn oder hundert Mbyte auf dem »Arbeitsvolume« (Details dazu ab Seite 144).
Am Macintosh legt Photoshop seine Temporärdateien nach Programmstart in einem unsichtbaren Ordner namens »Cleanup At Startup« ab. Wird Photoshop beendet, verschwinden automatisch auch die Temporärdateien. In seltenen Fällen, möglicherweise nach einem Programmabsturz, bleiben diese Temporärdateien auf der Festplatte erhalten. Weil sich nur sichtbare Objekte löschen lassen, müssen Sie den Ordner mit Hilfsprogrammen wie FileBuddy oder ResEdit sichtbar machen; die Dateien heißen zum Beispiel »Photoshop Tempnnnn« und werden in den Papierkorb gezogen.
Dann spüren Sie verlorenen Zuordnungseinheiten (Lost Clusters) nach; diese kaputten Dateisplitter liegen nach einem Systemabsturz sinnlos auf der Festplatte und schlucken dort Platz, ohne etwas dafür zu leisten. Und kein Dateiverzeichnis kündet davon.
Starten Sie das Windows-Programm »Scandisk«, das die Festplatte nach Fehlern abgrast und dafür eventuell viele Minuten braucht. Es wird verlorene Datensplitter orten und nachfragen, ob daraus Dateien erstellt werden sollen. In der Regel haben Sie davon nichts.
Legen Sie alle verwendbaren Dateien zusammen in einen geschlossenen Festplattenbereich. Starten Sie das Microsoft-Programm »Defragmentierung«; Sie finden es vermutlich in der Abteilung »Systemprogramme«. Diese Aufgabe erledigen auch Programme von Drittanbietern, etwa aus der Programmsammlung »Norton Utilities«.
Defragmentieren am Mac bringt erfahrungsgemäß keinen großen Gewinn, Sie benötigen dafür auf jeden Fall ein Zusatzprogramm wie Norton Utilities.
Um den Rechner fit zu machen für datenschwere Pixeldateien, sorgen Sie vor allem für virtuellen Arbeitsspeicher - einen Platz auf der Festplatte, der Daten aufnimmt, die nicht mehr in den überlasteten Arbeitsspeicher passen. Dieser Reservebereich heißt auch »Auslagerungsspeicher« oder »Swap-File«.
Photoshop interessiert sich weniger für den virtuellen Speicher, den Sie dem Betriebssystem zugeteilt haben, sondern verwendet seine eigenen »Arbeitsvolumes« (siehe Seite 144). Aber auch Mac- oder Windows-Systemen sollten Sie genug virtuellen Speicher einräumen, damit die Benutzeroberfläche nicht zur Bremse für Photoshop wird - denn sie muss ihrerseits Photoshop auslagern können. Photoshop selbst sollten Sie mit dem Befehl Bearbeiten: Voreinstellungen: Zusatzmodule und Virtueller Speicher mindestens soviel Photoshop-eigenen Auslagerungsplatz (Arbeitsvolumes) zur Verfügung stellen, wie Sie dem Programm auch physikalischen Hauptspeicher (RAM) vorsetzen.
Sie sollten Windows eine große Auslagerungsdatei geben. Optimal ist es, wenn Windows fest doppelt so viel virtuellen Speicher wie Arbeitsspeicher hat. Haben Sie zum Beispiel 128 Mbyte Arbeitsspeicher installiert, teilen Sie dem System 256 Mbyte Auslagerungsplatz zu.
In Windows 95, 98 und NT 4 erreichen Sie die Kontrolle für den Auslagerungsbereich, wenn Sie in der Start-Leiste auf Einstellungen klicken, dann in der Systemsteuerung das System wählen, dort die Registerkarte Leistungsmerkmale ziehen und den Schalter Virtueller Arbeitsspeicher anklicken. Dazu aktivieren Sie die Option Es gelten benutzerdefinierte Einstellungen für den virtuellen Speicher. In den Feldern Minimum und Maximum tragen Sie »256« ein. Diese starre Vorgabe verhindert, dass Windows permanent den Auslagerungsbedarf neu zusammenstellt.
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Legen Sie das »Startvolume« (also Photoshops erstes Auslagerungslaufwerk) nicht mit dem Auslagerungsbereich von Windows auf eine Festplatte oder auf eine Partition. |
Abbildung 1.4: Mit den Systemeigenschaften sorgen Sie für Auslagerungsspeicher.
Auch am Macintosh muss man zwischen dem virtuellen Speicher des Betriebssystems und dem virtuellen Speicher von Photoshop unterscheiden. Grundsätzlich kann man den virtuellen Speicher des Mac-OS eingeschaltet lassen. Er wird im Speicher-Kontrollfeld eingerichtet.
Der virtuelle Speicher des Mac-OS auf der Festplatte ist ab Werk um ein Megabyte größer als der installierte Arbeitsspeicher und wird vom Betriebssystem automatisch eingerichtet. Nur Anwender, die mit freiem Festplattenplatz geizen müssen, sollten diesen Wert herabsetzen oder den virtuellen Speicher ausschalten.
Photoshop teilen Sie mit dem Befehl Bearbeiten: Voreinstellungen: Zusatzmodule & Virtueller Speicher mit, auf welchen Volumes der Photoshop-eigene virtuelle Arbeitsspeicher eingerichtet wird. Die Arbeitsvolumes sollten mehr freien Speicherplatz aufweisen, als Photoshop an echtem Arbeitsspeicher zugeteilt ist.
Sorgen Sie dafür, dass der Desktop Ihres Betriebssystems und eventuell weitere Programmelemente in neutralen, dezenten Farben erscheinen und nicht vom Bild ablenken.
Die Titel- und Menüleisten in Windows prangen in poppigen Farben, die schnell nerven. Windows bietet zwar verschiedene Farbschemata an, doch besser legt man ein eigenes Schema an. Meist wählt man ein fertiges Farbschema, passt einzelne Elemente an und legt das Ergebnis unter einem neuen Namen ab. Klicken Sie mit rechts auf den Desktop-Hintergrund. Im Kontextmenü wählen Sie die Eigenschaften. Das führt Sie zum Dialogfeld Eigenschaften von Anzeige, bei dem Sie die Registerkarte Darstellung ziehen. Im Vorschaubereich klicken Sie einzelne Elemente an, die Sie ändern wollen, und vergeben im unteren Teil des Dialogfeldes einen neuen Namen.
Abbildung 1.5: Windows: Richten Sie sinnvolle Farben für das Betriebssystem ein.
Am Mac wählt man einen grauen Schreibtischhintergrund im Kontrollfeld Erscheinungsbild unter der Registerleiste Schreibtisch. Hier gibt es das neutrale Standard-Bildschirmmuster Grau. Eventuell vorher geladene Schreibtischbilder verbannen Sie zuvor mit dem Befehl Bild entfernen vom Schreibtisch.
Wenn Photoshop streikt, kann es auch an Problemen im Betriebssystem liegen:
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Eine Troubleshooting-Tabelle mit speziellen Photoshop-, nicht System-
Problemen nach dem Motto »Ich klicke und nichts passiert« finden Sie ab Seite
95. |
Die folgenden Probleme und Lösungen sind für Windows-Rechner typisch.
So beheben Sie übliche Probleme am Mac:
Photoshop verlangt Ihrer Hardware einiges ab. Bilder sind kein Text: Dieses Buch hat auf dem Computer 1,2 Mbyte Textdaten; der komplette Wortlaut passt auf eine Diskette und kann auch auf älteren Rechnern en bloc ohne Zeitlupeneffekt geladen werden. 1,2 Mbyte - doch ein druckreifes Farbbild, das mit dieser Datenmenge auskommen soll, misst bescheidene 4x4 Zentimeter. Und ein 10x15-Farbbild in 200 dpi umfasst schon 2,7 Mbyte. Viele Bilder in diesem Buch belegen einzeln mehr Speicherplatz als das komplette Manuskript. Um solche Datenmengen auf dem Rechner überhaupt öffnen und manipulieren zu können, reicht zumeist kein PC von der Stange.
Der Photoshop-Hersteller nennt detaillierte Voraussetzungen für die Hardware unter Windows und am Mac.
Laut Adobe brauchen Sie 200 Mbyte Festplattenplatz und 96 Mbyte Arbeitsspeicher; bei gleichzeitigem Betrieb von Photoshop wie ImageReady benötigen Sie 128 Mbyte Arbeitsspeicher. Für die Allein-Installation von Photoshop verlangt Adobe zumindest 64 Mbyte freien Arbeitsspeicher (96 Mbyte empfohlen) und 130 Mbyte Festplatte. Für die Betriebssysteme gilt im Einzelnen:
Die Empfehlungen für die Rechnerausstattung reichen durchaus - für den Notbetrieb.
Einige Photoshop-Funktionen beanspruchen die Hardware immens, zum Beispiel 16-Bit-Kanäle und die Speicherung von bis zu 99 Zwischenschritten per Protokollpalette. Generell gilt: Mehr Arbeitsspeicher bringt einen deutlicheren Gewinn als ein schnellerer Prozessor; dessen Megahertze versickern zum guten Teil im System.
Im Übrigen hängt der Hardware-Bedarf stark davon ab, welche Bildtypen Sie bearbeiten. Haben Sie mit Passfotos und Internet-Grafiken zu tun, reichen womöglich 128 Mbyte. Werkeln Sie dagegen stundenlang an komplexen Farbmontagen, die in A4 erscheinen sollen, dann empfehlen sich 256 Mbyte Arbeitsspeicher oder mehr. Bedenken Sie, dass ein A4-großes Bild in hoher Qualität durchaus 30 Mbyte beanspruchen kann; für Rücknahmeversionen, übereinander liegende Ebenen und sonstige Ansprüche verlangt Photoshop schnell mehr als 128 Mbyte Speicher. Prüfen Sie den Arbeitsspeicherbedarf mit der Systembeanspruchungsanzeige (siehe Seite 109).
Ein Mbyte Arbeitsspeicher kostete bei Manuskriptabgabe je nach Qualität drei bis fünf Mark. 128 Mbyte Arbeitsspeicher kosten also teils weniger als 400 Mark. Für Windows-Rechner gilt:
Zu einer fortgeschrittenen Photoshop-Ausrüstung gehört ein Zwei-Monitor-System, das sich mit ein oder zwei Grafik-Platinen einrichten lässt. Wertvoll ist auch ein druckempfindliches Grafiktablett, sofern Sie häufig »künstlerisch« mit Photoshop malen wollen. Zum Anschluss professioneller Scanner oder Digitalkameras und unterschiedlichster externer Laufwerke sollten Windows-Rechner eine externe SCSI-Schnittstelle bieten.
Halten Sie den Arbeitsspeicherbedarf Ihres Gesamtsystems so klein wie möglich.
Folgende Maßnahmen liegen nah:
All das spart erheblich Arbeitsspeicher und macht Ihre Arbeit schneller. Aber Sie können noch mehr tun.
Jedes Mal, wenn Sie durch Kopieren oder Ausschneiden einen größeren Bildteil in die Zwischenablage befördern, pflastern Sie damit Arbeitsspeicher zu. Das Gleiche gilt, wenn Sie markierte Bildteile als Muster oder Schnappschuss definiert haben - diese Zwischenbilder bleiben bis zum Programmende im Arbeitsspeicher verankert. Um Platz zu schaffen, nutzen Sie das Untermenü Bearbeiten: Entleeren. Alternativ markieren Sie einen sehr kleinen Bildteil oder ein Stück Text und kopieren das in die Zwischenablage.
Abbildung 1.6: Das Untermenü »Entleeren« schafft Platz im Arbeitsspeicher.
Wollen Sie einen Bildausschnitt nicht gerade mehrfach übertragen, verzichten Sie ganz auf die Zwischenablage - ziehen Sie den markierten Bildteil, eine Ebene oder auch das komplette Bild einfach mit dem Verschieben-Werkzeug
in eine andere Datei; ein solcher Transfer strapaziert Ihre Zwischenablage gar nicht. Haben Sie keine Auswahl im Dateifenster, können Sie mit dem Verschieben-Werkzeug gleich das ganze Bild oder eine komplette aktivierte Ebene in eine neue Datei ziehen. Als Startrampe für die Kopie eignen sich auch Ebenenpalette und Kanälepalette - ziehen Sie den Ebenennamen oder den Kanalnamen in das gewünschte Bild, auch dieser Weg umgeht die Zwischenablage.
Bei großen Bildern auf kleinen Rechnern macht es Sinn, einen Bildteil herauszutrennen, speichersparend separat zu bearbeiten und später ins Gesamtwerk zurückzuversetzen.
Abbildung 1.7: Stückwerk: Wer in einem großen Portrait nur die Zahnlücke retuschieren will, kann Arbeitsspeicher sparen, indem er den interessanten Bild teil herausnimmt und durch die Hintergrundfarbe ersetzt.
Abbildung 1.8: Dann wird nur der Ausschnitt retuschiert. Schließlich kopiert man ihn in die Zwischenablage und fügt ihn wieder in die Rechteckauswahl des Gesamtbildes ein.
Wie schon erwähnt: Zum Paket Photoshop 6 gehört nicht nur das gleichnamige Programm Photoshop, sondern auch das Programm ImageReady 3. ImageReady hat viele Funktionen mit Photoshop gemeinsam, bietet darüber hinaus aber exklusive Spezialitäten für Internet-Designer: Rollover-Effekte, Animationen und ImageMaps. Die Bedienung ähnelt weitestgehend Photoshop. Wir besprechen darum hier Photoshop; Besonderheiten bei ImageReady erfahren Sie natürlich sofort, ebenso wie Unterschiede zwischen Mac und Windows.
Abbildung 1.9: Im Photoshop-Programmfenster sehen Sie alle geöffneten Bild dateien und Paletten. Oben unter der Menüleiste erscheinen die Optionen für das Werkzeug, das in der Werkzeugpalette aktiviert ist.
Unter der Titelleiste (nur bei Windows) kommt die Menüleiste. Dort gibt es die üblichen Angebote wie Datei, Bearbeiten, Fenster oder Hilfe. Meist sehen Sie unter der Menüleiste die Optionen (Einstellmöglichkeiten) für das aktuelle Werkzeug. Dieses Werkzeug erscheint aktiviert in der Werkzeugleiste (siehe unten). Rechts in der Optionenleiste können Sie Paletten sammeln.
Zeigt das Programm- oder Dateifenster nicht das ganze mögliche Bild, erscheinen rechts und unten Bildlaufleisten. Zeigen Sie mit der Maus auf den entsprechenden Bildlaufregler und ziehen Sie das Bild in die gewünschte Richtung, so dass Sie unsichtbare Bereiche hervorholen; etwas weniger komfortabel ist es, das Bild per Klick auf die entsprechenden Bildlaufpfeile zu bewegen. Damit gelingen aber eventuell feinere Schritte. Mit der Verschiebehand
aus der Werkzeugleiste bewegen Sie das Bild gleichzeitig horizontal und vertikal, also schräg, durchs Fenster - Sie sparen sich also das Zurren an gleich zwei Balken. Noch komfortabler arbeiten Sie bei Bildfenstern mit dem Navigator (siehe Seite 73).
Die Titelleisten der jeweils aktiven Datei- und Programmfenster sind hervorgehoben. Beachten Sie, dass Photoshop die Titelleisten der Dateien mit Informationen voll stopft. Sie erkennen dort nicht nur Farbmodus und Abbildungsmaßstab; die Schrift im Balken verrät auch, welche Ebene oder Ebenenmaske aktiv ist, präsentiert gegebenenfalls das Copyright-Zeichen des Digimarc-Filters und nennt die aktuelle Ansicht, wenn Sie ein RGB-Bild als CMYK-Farb-Proof darstellen (Seite 76).
In kleinen Zoomstufen zeigt die Titelleiste eventuell nicht den ganzen Sermon. Den entnehmen Sie unter Windows jedoch der Programm-Titelleiste ganz oben, wenn Sie das Bild durch Doppelklick auf die Datei-Titelleiste maximieren. Alternative: Halten Sie nur den Mauszeiger über die Titelleiste. Nun blendet Photoshop gelb unterlegt die vollständige Titelleisten-Information ein; dazu aktivieren Sie in den Voreinstellungen die Werkzeugtipps (Strg+K, am Mac Befehlstaste+K).
Abbildung 1.10: Der Titelleiste entnehmen Sie, dass hier momentan die Maske der »Ebene 1« bearbeitet wird.
Direkt über der Datei oder über einer Palette erscheinen Photoshops Kontextmenüs, die Sie mit der rechten Maustaste einblenden. Am Mac tut es ein Ctrl-Klick. Hier zeigt Photoshop zum Beispiel Befehle aus den jeweiligen Werkzeugoptionen, bei den Mal- oder Retuschegeräten bietet er eine Auswahl an Mischmodi und die Werkzeugspitzen-Optionen. Speziell die Ebenenpalette enthält unterschiedlichste Kontextmenüs. Bei aktivem Verschieben-Werkzeug
erscheint ein Auswahlmenü der Ebenen unter der Zeigerposition; dazu reicht es, wenn Sie mit der stets gültigen Strg-Taste vorübergehend zum Verschieben-Werkzeug
umschalten und dabei rechts klicken.
Sogar, wenn Sie die Titelleiste einer Bilddatei anklicken, zeigt Photoshop für Windows ein Kontextmenü, unter anderem mit den nützlichen Bild-Befehlen Bildgröße und Bild duplizieren; am Mac meldet ein Klick mit gedrückter Befehlstaste den Speicherort der Bilddatei.
Drücken Sie ein- oder zweimal die Taste F (für Full screen), um die empfehlenswerten, sehr übersichtlichen Arten der Vollschirm-Darstellung auszuprobieren. Alternativ klicken Sie die entsprechenden Vollschirm-Symbole
ganz unten in der Werkzeugpalette an. Damit unterdrückt Photoshop die Anzeige anderer Programme sowie nicht-aktiver Dateien und rückt die aktive Datei zentral in die Mitte.
In der extremeren Variante mit schwarzem Programmhintergrund verschwindet sogar die Menüleiste, so dass Sie das Programm über Tastenkürzel bedienen müssen; Sie erhalten allerdings in diesem Modus alle Menüs auch über einen entsprechenden Knopf oben an der Werkzeugpalette.
Die Photoshop-Arbeitsfläche - also der graue Bereich um ein Bild herum - lässt sich nach Ihren Wünschen färben. Das funktioniert sowohl bei dem grauen Bereich eines zu groß aufgezogenen Bildfensters als auch bei der grauen Umgebung im Vollschirmmodus. Klicken Sie einfach mit dem Füllwerkzeug
bei gedrückter Umschalt-Taste in die Photoshop-Arbeitsfläche; so wird sie mit der aktuellen Vordergrundfarbe gefärbt. Dieser Vorgang lässt sich nicht widerrufen; bei einem unerwünschten Ergebnis müssen Sie also mit einer neuen Farbe füllen.
Nach Geschmack blenden Sie die Paletten des Photoshop ein und aus. Diese Tafeln zeigen Näheres über Pfade, Kanäle oder Farbwerte. Um sie aufzurufen, wählen Sie die entsprechenden Befehle im Menü »Fenster« oder eine der voreingestellten Kurztasten (siehe unten). Die Paletten Zeichen und Absatz erreichen Sie auch über die Paletten-Schaltfläche in den Optionen zum Textwerkzeug
oder per Strg+T.
Photoshop und ImageReady bieten eine Reihe von Kurztasten-Befehlen, die Ihnen schnell zu wichtigen Paletten und anderen Funktionen verhelfen. Diese Befehle gelten so lange, wie Sie die Kurztasten nicht mit der Aktionenpalette anderweitig vergeben:
Photoshop fasst mehrere Paletten wie Karteikarten zu einer Gruppe zusammen; über Reiter klickt man die gewünschte Palette nach vorne. Die Palettengruppen lassen sich frei zusammenstellen: Klicken Sie mit der Maus auf das Namensschild einer Palette und ziehen Sie die Palette zu einer anderen Gruppe; sie werden wieder in einer Gruppe zusammengefasst. Oder Sie ziehen eine Palette aus einer Gruppe heraus und lassen sie über der Arbeitsfläche los - diese Palette steht dann als Einzelgängerin da. Bei komplexen Arbeiten braucht man oft viele Paletten gleichzeitig - man lässt sich jede Palette einzeln permanent anzeigen.
Rechts neben den Werkzeugoptionen bietet Photoshop einen Palettenraum. Nicht benötigte Paletten können Sie an der Titelleiste hier hinein ziehen - allerdings geht das nur Palette für Palette, Palettengruppen lassen sich nicht en bloc verstauen. Klicken Sie auf den sichtbaren Namen im Palettenraum, um die Palette zu öffnen. Durch Ziehen entfernen Sie die Palette wieder aus dem Bereich, sie schwebt dann frei über der Programmfläche. Bei einer Programmbreite von weniger als 800 Monitor-Pixeln verschwindet der Palettenraum.
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Eine Palette, die Sie aus dem Palettenraum heraus öffnen, wird nach dem nächsten Befehl wieder geschlossen. Benötigen Sie eine Palette öfter, sollten Sie diese aus dem Palettenraum herausziehen. |
Die Paletten lassen sich auch »zusammenfalten«, so dass nur noch ihre Titelleiste auf dem Schirm erscheint; dazu klicken Sie auf die Symbol-/Vollbild-Schaltfläche
rechts oben in der Palettenleiste. Noch drastischer schrumpfen die Paletten, wenn Sie dorthin bei gedrückter Alt-Taste klicken und die Titelleiste oder den Palettennamen doppelt anklicken. In ImageReady lassen sich einige Paletten mit dem Optionen-Symbol
erweitern beziehungsweise kürzen. Alternativ verwenden Sie im Palettenmenü den Befehl Optionen. Mit der Schaltfläche
schließen Sie die Palette gänzlich. Alternativ drücken Sie die entsprechende Kurztaste (siehe oben).
Abbildung 1.11: Ganz links: Mehrere Paletten wurden zu einer Gruppe zusammengefasst. Mitte: Durch Klick auf das Symbol zur Palettenverkleinerung oder auf den Balken über dem Palettennamen verkleinern Sie die Paletten. Rechts: Bei Photoshop können Sie die Paletten im Palettenraum der Werkzeugoptionen sammeln; klicken Sie dort neben dem Namen der aktivierten Palette auf das Dreieck, um das Palettenmenü zu erhalten. Mit der Tab-Taste oder mit Umschalt-Tab blenden Sie alle Paletten aus.
Das Programm wirkt noch aufgeräumter, wenn Sie mit der Tabulator-Taste sämtliche Paletten samt Werkzeugpalette und Optionsleiste auf einen Schlag verbannen. Umschalt+Tab lässt die Werkzeugpalette und die Optionsleiste oben. Holen Sie danach nur einzelne Paletten mit dem entsprechenden Fenster-Befehl oder per Kurztaste wieder an die Oberfläche. Damit kehren Sie die typische Unordnung der Photoshop-Oberfläche schnell unter den Teppich. Eine neuerliche Benutzung der Tabulator-Taste fördert die Paletten wieder zutage.
Allerdings: Der Tab-Griff funktioniert nicht, wenn Sie gerade in den Werkzeugoptionen Werte ändern. Denn dort können Sie per Tab von einem Eingabefeld zum nächsten springen, so dass die Taste ihre aufräumende Wirkung nicht mehr entfaltet. Klicken Sie in die Programmfläche oder auf ein Bild, um Photoshops Aufmerksamkeit von den Werkzeugoptionen abzulenken.
Beim nächsten Start zeigt Photoshop alle Paletten dort, wo sie sich zuletzt befanden. Es sei denn, Sie wählen in den Voreinstellungen die Option Palettenpositionen speichern ab.
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Drücken Sie die Eingabe-Taste, um trotz verborgener Werkzeugleiste schnell an
die Optionen zum aktuellen Werkzeug zu kommen. |
Der Befehl Fenster: Palettenpositionen zurücksetzen räumt alle Paletten säuberlich an den Bildschirmrand. Aber Achtung: Dann sind alle individuellen Palettengruppen perdu - Photoshop zeigt die Paletten stumpf nach Werksvorgabe und nicht etwa die von Ihnen für nützlich befundene Zusammenstellung.
Wenn Sie die Paletten mit der Maus verschieben, werden Sie merken, dass sie leicht magnetisch am Rand der Programmfläche und an anderen Paletten andocken. Der Drang zum Rand des Programmfensters verstärkt sich dramatisch, wenn Sie die Palette mit gedrückter Umschalt-Taste anklicken - die Palette springt zur nächstgelegenen Photoshop-Kante, kann jedoch auch an eine andere Seite des Programms gezogen werden.
Zusätzliche Möglichkeiten bietet Photoshop in den Paletten für Kanäle, Ebenen, Pfade, Protokolle und Aktionen. Diverse Funktionen aus den Palettenmenüs erledigen Sie hier durch Klick auf ein Symbol. Auf Wunsch stellt Photoshop die Pfade, Kanäle oder Ebenen auch en miniature in der Palette dar - ob überhaupt und wie groß, das regeln Sie mit dem Befehl Paletten-Optionen im jeweiligen Palettenmenü. Wir stellen alle Paletten noch detailliert vor. Im Folgenden sehen Sie die wichtigsten gemeinsamen Funktionen:
In verschiedenen Einblend-Paletten bieten Photoshop und ImageReady Verläufe, Farbfelder, Werkzeugspitzen, »Konturen«, Stile, Vektor-»Formen« oder »Muster« an - so genannte »Vorgaben«, gesammelt in »Bibliotheken«. Diese Übersichten lassen sich auf unterschiedliche Arten darstellen, die Verwaltung ist immer gleich.
Abbildung 1.12: Oben: Hier sehen Sie die »Muster«-Palette in der Darstellungsform »Große Miniaturen und Liste«, also mit Bild miniatur und Bezeichnung. Im Palettenmenü richten Sie die Darstellungsform ein und laden andere »Bibliotheken«; die Bibliotheken aus dem Photoshop-Verzeichnis »Vorgaben« erscheinen direkt im Menü. Unten: Die Formen-Palette erscheint hier mit der Darstellungsform Miniaturen, also ohne Bezeichnungen. Per Kontextmenü werden einzelne Palettenobjekte umbenannt oder gelöscht. Rechts unten: Doppelklick auf ein Objekt erlaubt die Änderung der Bezeichnung.
Die gewünschte Anzeigeform legen Sie jeweils im Palettenmenü fest, das Sie wie üblich über die Schaltfläche
rechts oben in der Palette erreichen. Zu den zwei bis fünf Darstellungsmöglichkeiten zählen Nur Text, Miniaturen, Grosse Miniaturen, Kleine Miniaturen und Namen sowie Grosse Liste. Diese Funktionen für alle Vorgabe-Paletten bietet Ihnen auch der Befehl Bearbeiten: Vorgabe-Manager.
Sie können also Bezeichnung und/oder Miniaturdarstellung des Objekts in der Palette sichten. Der Name erscheint auch gelb unterlegt, wenn Sie den Mauszeiger über das jeweilige Objekt halten. Das Kontextmenü über einem Objekt bietet meist drei Befehle: Sie können ein neues Objekt erstellen - also etwa eine neue Werkzeugspitze, einen neuen Farbverlauf; dabei duplizieren Sie jeweils das zuvor aktive Objekt. Überdies lassen sich die Objekte umbenennen und löschen. Objekte kann man auch per Alt-Klick löschen, ein Doppelklick auf das Objekt erlaubt das Umbenennen.
Abbildung 1.13: Beim Laden einer neuen Bibliothek mit »Vorgaben« können Sie die zuvor vorhandene Sammlung ersatzlos entfernen oder um die neue Kollektion erweitern.
Per Palettenmenü laden Sie überdies noch andere Sammlungen von Mustern, Werkzeugspitzen oder Verläufen. Photoshop nennt direkt im Menü weitere »Vorgaben«, die Sie im passenden »Vorgaben«-Verzeichnis abgelegt haben. Neue Werkzeugspitzen speichert Photoshop etwa im Verzeichnis »Photoshop 6/Vorgaben/Werkzeugspitzen«, die Muster im Verzeichnis »Photoshop 6/Vorgaben/Muster« Alle Vorgabe-Dateien aus dem »Vorgaben«-Verzeichnis erscheinen auch im Palettenmenü. Wollen Sie »Vorgaben« aus anderen Verzeichnissen nutzen, so verwenden Sie die Schaltfläche Laden oder Werkzeugspitzen ersetzen aus dem Palettenmenü.
Öffnen Sie eine Bibliothek per Palettenmenü, entscheiden Sie im Dialogfeld zwischen zwei Möglichkeiten:
Mit dem Befehl Werkzeugspitzen zurücksetzen aus dem Palettenmenü richten Sie wieder die Standardvorgabe des Photoshop-Herstellers ein und laden die ursprünglich vorhandenen Vorgaben. Auch hier können Sie die zuvor vorhandenen Vorgaben ersetzen oder ergänzen.
Die Werkzeugpalette ist Photoshops Kontrollzentrum. Ein einfacher Klick auf ein Symbol und das Werkzeug ist aktiviert. Bewegen Sie jetzt den Mauszeiger ins aktive Bild, wird er sich zum Beispiel in ein Werkzeug-Symbol verwandeln; mit gedrückter Maustaste lassen Sie das Werkzeug wirken. In den Voreinstellungen lässt sich auch regeln, dass das Werkzeug als Fadenkreuz oder als Umriss in der gewählten Pinselgröße erscheint (siehe Seite 143).
Abbildung 1.14: Die Werkzeugpalette gewährt Zugriff auf alle Auswahl- und Retusche-Funktionen mit Maussteuerung und organisiert die Monitor-Darstellung. Links sehen Sie die Leiste von Photoshop. Sie können die Werkzeuge auch über die Tastatur aktivieren; der entsprechende Buchstabe wird schon in der Einblenderklärung genannt. Rechts sehen Sie die geringfügig abweichende Werkzeugleiste von ImageReady. Wie auch bei Photoshop bieten einige Werkzeugfächer weitere Funktionen in Ausklappmenüs. Nur bei ImageReady können Sie überdies die Ausklappmenüs dauerhaft auf der Arbeitsfläche ablegen; dazu klicken Sie auf das Dreieck ganz unten im Menü.
Die Werkzeugleisten bei Photoshop und ImageReady unterscheiden sich geringfügig. Diese Schaltflächen finden Sie nur auf der Werkzeugleiste von Photoshop: Verlaufswerkzeug
, Protokollpinsel
, Kunstprotokollpinsel
, Zeichenstift-Werkzeuge, Messwerkzeug
, Hintergrund-Radiergummi
, Farbaufnehmer-Werkzeug
, Musterstempel
und den Wechsel zum Maskierungsmodus
.
Diese Schaltflächen erscheinen ausschließlich auf der Werkzeugleiste von ImageReady: Imagemap-Werkzeuge, Imagemaps einblenden/ausblenden
, die
und Slices einblenden/ausblenden
.
Abbildung 1.15: Hier sehen Sie die Optionen zum Verlaufswerkzeug in Photoshop; sie docken an der Menüleiste oder am unteren Programmfensterrand an. Durch Ziehen ganz links lässt sich diese Leiste auch frei über der Arbeitsfläche verschieben. Um eine frei schwebende Optionenleiste wieder am Fensterrand zu verankern, schieben Sie diese an den Randbereich des Fensters. In ImageReady können Sie die Optionen nicht fest am Fensterrand verankern.
Zu jedem Werkzeug gibt es Optionen und Einstellmöglichkeiten. Sie erscheinen in einer Querleiste, die zumeist am oberen Bildschirmrand andockt. Die Optionenleiste lässt sich aber auch ganz links mit der Maus anfassen und frei verschieben. Durch einen Klick auf die Fläche ganz links können Sie eine frei schwebende, nicht verankerte Leiste so zusammenklappen, dass nur noch das Werkzeugsymbol zu sehen ist. Wechseln Sie das Werkzeug, sehen Sie sofort die neuen Optionen.
Auch der Fenster-Befehl Werkzeugoptionen fördert das Reglerfeld zutage oder blendet es aus. Noch eine Möglichkeit: Sobald Sie das Werkzeug angeklickt haben, reicht das Drücken der Eingabe-Taste, um die Werkzeugoptionen herzuholen. Dies funktioniert auch, wenn Sie zuvor alle Paletten mit der Tab-Taste ausgeblendet hatten. Auch ein Doppelklick auf das Werkzeug öffnet die Optionenleiste.
Das Menü zu den Werkzeugoptionen erreichen Sie durch einen Klick auf das Werkzeug-Symbol links in der Optionenleiste. Das Menü setzt auf Wunsch die aktuellen oder sämtliche Werkzeugoptionen zurück auf die Vorgaben ab Werk. Alternativ verwenden Sie die Schaltfläche Alle Werkzeuge zurücksetzen aus den Voreinstellungen (Strg-K).
Photoshop sammelt in einem »Palettenraum« rechts neben den Werkzeugoptionen zudem Paletten wie Ebenenpalette oder Protokollpalette (vergleiche Seite 54).
Abbildung 1.16: Diese Optionenleiste wurde aus ihrer Verankerung am oberen Programmfensterrand gerissen und lässt sich frei auf der Arbeitsfläche platzieren. Durch Klicken auf das dunkle Feld ganz links lässt sie sich zusammenklappen und öffnen. Ein Klick auf das Werkzeugsymbol blendet das Menü ein: Sie können die aktuellen oder alle Werkzeugeinstellungen auf die fabrikseitigen Werte zurücksetzen.
Schneller als per Mausklick aktivieren Sie ein Werkzeug, wenn Sie das zugehörige Tastaturkürzel eintippen - für Werkzeuge und andere Funktionen der Werkzeugleiste reicht grundsätzlich ein Buchstabe ohne jede Strg-, Alt- oder Umschalt-Taste davor.
Mit einem »C« (für Crop Tool) rufen Sie zum Beispiel das Freistellwerkzeug
auf. Wer die Maus mit der rechten Hand übers Pad navigiert, erreicht Kurztasten auf der linken Tastaturhälfte besonders schnell, so etwa auch das B für den Pinsel
, E für Radiergummi
oder W für den Zauberstab
.
Die Tastaturkürzel in Photoshop sind mnemonisch; der Buchstabe soll also mit dem Werkzeug so verbunden sein, dass man sich die Zuordnung leicht merken kann. Die Programmierer legten die englischen Begriffe zugrunde: Das Radiergummi-E steht für »Eraser«, das Freistell-C leitet sich von »Crop Tool« ab, das B für den Pinsel hängt mit »Brush« zusammen. Die Kürzel derjenigen Werkzeuge, die es nur in ImageReady allein gibt, lassen sich kaum noch Ursprungsbezeichnungen zuordnen. Im Service-Teil am Ende finden Sie Übersichten zu allen Werkzeugfunktionen (Seite 929) und eine alphabetische Liste aller Werkzeugkürzel (Seite 946).
Abbildung 1.17: Häufig erreichen Sie mehrere Werkzeuge über ein gemeinsames Fach in der Werkzeug-Leiste. Alle Werkzeuge werden mit derselben Taste aufgerufen - Pipette, Farbaufnehmer-Werkzeug und Maßband zum Beispiel mit dem I. Um per Tastatur zwischen diesen Werkzeugen zu wechseln, drücken Sie in diesem Fall mehrfach Umschalt+I; wählen Sie mit dem Befehl »Bearbeiten: Voreinstellungen: Allgemeine« die Option »Umschalttaste für Wechsel zu anderen Werkzeugen verwenden« ab, wenn Sie durch ein erstes Eingeben des »I« die Pipette und durch weitere »I«-Eingaben ohne Zusatztaste die anderen Werkzeuge aus diesem Klappmenü aktivieren wollen.
Manche Werkzeugschaltflächen sind mehrfach belegt. Eine solche Mehrfachbenennung erkennen Sie an dem kleinen Dreieck rechts unten in der Schaltfläche. Auf einem Schalter fasst Photoshop jeweils Werkzeuge zusammen, die ähnliche Aufgaben haben. So liegen etwa einige Auswahlwerkzeuge übereinander: Auswahlrechteck
, Auswahlellipse
, Spaltenauswahl
und Zeilenauswahl
teilen sich einen Platz auf der Werkzeugleiste, ebenso Weichzeichner-Pinsel
, Scharfzeichner-Pinsel
und der Wischfinger
.
Um die Werkzeuge auf einer Schaltfläche zu erreichen, die aktuell nicht zu sehen sind, klicken Sie länger auf den Schalter; dann öffnet sich eine horizontale Werkzeugleiste, die weitere, verwandte Werkzeuge anbietet. Alternative: Klicken Sie den Schalter mehrfach bei gedrückter Alt-Taste an - so lange, bis das gewünschte Werkzeug auftaucht.
Sind die Werkzeuge über eine gemeinsame Kurztaste erreichbar, drücken Sie mehrfach den Buchstaben plus Umschalt-Taste, um zwischen diesen Geräten zu wechseln. Also drücken Sie zum Beispiel mehrfach Umschalt+L, um vom Lasso
zum Polygon-Lasso
und weiter zum magnetischen Lasso
zu wechseln. Sie können aber auch auf die Umschalt-Taste verzichten und mit der Buchstaben-Taste allein umschalten - deaktivieren Sie in den allgemeinen Voreinstellungen (Strg+K) die Option Umschalttaste für Wechsel zu anderen Werkzeugen verwenden (siehe auch Seite 139).
Man kann teilweise auch vorübergehend zum benachbarten Werkzeug wechseln, wenn man während der Retusche die Alt-Taste drückt: Drücken Sie beispielsweise bei der Arbeit mit dem Abwedler
die Alt-Taste; damit wechseln Sie so lange zum Nachbelichter
, bis Sie die Alt-Taste wieder loslassen. Auch mit den Werkzeugen zum Weichzeichnen
und Scharfzeichnen
funktioniert dieses Hin und Her.
Einige Zusatztasten schalten vorübergehend zu anderen nützlichen Werkzeugen um; nach dem Loslassen der Taste zeigt Photoshop wieder das ursprüngliche Gerät. So gilt unter anderem:
, die auf die Vordergrundfarbe zugreifen, schalten per Alt-Taste zur Pipette
um, mit der Sie die Vordergrundfarbe aufgreifen.
. Nur die Geräte für Pfade, Vektorformen und Slices verhalten sich abweichend, sie wechseln bei gedrückter Strg-Taste zu ihrem speziellen Bewegen- oder Auswahlwerkzeug.
; nehmen Sie die Strg-Taste hinzu, um die Vergrößerungslupe zu erhalten
, während die zusätzliche Alt-Taste die Verkleinerungslupe
auf den Schirm bringt.
Haben Sie die Systembeanspruchungsanzeige in der Info-Leiste (siehe Seite 109) auf Aktuelles Werkzeug gestellt, erscheint das vorübergehend per Tastenkürzel aufgerufene Werkzeug nicht in der Leiste; Photoshop nennt dort penetrant das Werkzeug, das Sie dauerhaft durch Klick oder Kurztastenbefehl in der Werkzeugleiste aktiviert haben. Die längere Werkzeugerklärung nebenan in der Info-Leiste passt sich jedoch dem aktuellen Zustand an.
Auch die sonstigen Tastaturkürzel für Menübefehle leiten sich von den englischen Originalkommandos ab. So ruft Strg+L die Tonwertkorrektur auf, die im Englischen »Levels« heißt, während Strg+I ein Bild ins Negativ umkehrt, auf Englisch »Invert«. Notgedrungen weichen manche Photoshop-Kürzel auf den zweiten, dritten oder vierten Buchstaben des englischen Befehls aus, etwa bei V für Move Tool, also das Verschieben-Werkzeug
. Andere Kürzel sind lautmalerisch gemeint: Das »I« für die Pipette spricht sich auf Englisch [Ai] - wie »Eyedropper«, die englische Bezeichnung dieses Werkzeugs; Ähnliches gilt für die Kurztaste »Strg+U«, die für englisch »Hue« steht.
In der Regel nennt dieses Buch das Wort, aus dem sich ein Tastaturkürzel ableitet; Sie können sich den Tastengriff so eventuell leichter merken. Denn man erreicht die Befehle schneller per Tastatur. Sinn machen die Tasten-Quickies überdies, wenn Sie zwecks Übersichtlichkeit die Menüleiste und vielleicht auch die Werkzeugleiste ausblenden (dies zum Beispiel auch per Kurztaste - mit dem F).
Um schnell alle Paletten samt Werkzeugleiste verschwinden zu lassen, drücken Sie die Tabulator-Taste; erneutes Betätigen dieser Taste lässt die Paletten wieder erscheinen.
Wenn Sie mit dem Mauszeiger kurz über einem Werkzeug verharren, blendet Photoshop den Werkzeugnamen samt Kurztaste ein. Geschieht dies bei Ihnen nicht, so veranlassen Sie ihn dazu mit der Option Werkzeug-Tips anzeigen in den Voreinstellungen (Strg+K). Das Systembeanspruchungsmenü in der Info-Leiste nennt auf Wunsch das aktive Werkzeug.
Photoshop und ImageReady lassen sich viel zügiger bedienen, wenn man die 50 wichtigsten Tastaturkürzel kennt und nicht unentwegt in Untermenüs blättert oder auf Schaltflächen klickt. Diese Tastaturkürzel tauchen darum im Buch wiederholt auf. Die Tastenbefehle verteilen die Programmierer mit System und sie werden in den einzelnen Kapiteln ausführlich besprochen. Es kann nicht schaden, sich diese Grundregeln einzuprägen:
Bei gedrückter Alt-Taste können Sie mit Auswahlwerkzeugen Auswahlen verkleinern. Dies gilt - in Kombination mit der Strg-Taste - zum Beispiel auch für den Klick auf Ebenen- oder Ebenenmasken-Miniatur.
Andererseits eignet sich die Alt-Taste zum Duplizieren - so etwa, wenn Sie mit Verschieben-Werkzeug und Alt-Taste an einer Auswahl ziehen, um diese zu duplizieren, oder wenn Sie im Filter Beleuchtungseffekte an einer Lichtquelle ziehen, um eine zweite Leuchte hervorzubringen.
Bei vielen Befehlen entscheiden Sie per Alt-Taste, ob Sie ein Dialogfeld einblenden wollen oder auf Rückfragen verzichten. Zwei Bespiele:
bei gedrückter Alt-Taste anklicken.
, erzeugt Photoshop sofort ein neues Element. Klicken Sie mit gedrückter Alt-Taste, präsentiert das Programm zunächst die Optionen.
Die Alt-Taste verwandelt die Abbrechen-Schaltflächen vieler Photoshop-Dialoge in ein Zurück; sie ist in vielen Situationen gut für den Wechsel zwischen Vorder- und Hintergrundfarbe oder, bei Malwerkzeugen, für den Wechsel zur Pipette
.
Mit der Alt-Taste können Sie in Aktionen- und Ebenenpalette ein einzelnes Element aktivieren und alle anderen ausblenden; ein neuerlicher Alt-Klick macht alle Elemente zugänglich.
Sie erweitern vorhandene Auswahlen, wenn Sie zu einem Werkzeug die Umschalt-Taste drücken (alternativ verwenden Sie die Schaltfläche Der Auswahl hinzufügen
in den Werkzeugoptionen). Klicken Sie mit Strg- und Umschalt-Taste auf die Miniaturen für Ebenen, Ebenenmasken, Alphakanäle oder Pfade - eine im Bild vorhandene Auswahl wird dann um die Auswahlinformation aus diesen Elementen erweitert.
Überdies erzeugen Sie mit der Umschalt-Taste gerade Linien oder 45-Grad-Winkel, zum Beispiel mit Malwerkzeugen, Verlaufswerkzeug
, Messwerkzeug, beim Bewegen von Auswahl oder Ebene oder in einer Gradationskurve.
Die Pfeil-Tasten verschieben Ebenen, Auswahlmarkierungen und Pfade in 1-Pixel-Schritten, sofern das Verschieben-Werkzeug aktiviert ist. Außerdem ändern sie Werte in Eingabefeldern.
Per Pfeil-Taste können Sie Werte in Eingabefeldern erhöhen oder absenken oder, bei aktiviertem Verschieben-Werkzeug, Ebenen verschieben. Nehmen Sie die Umschalt-Taste hinzu, um die Intervalle meist um das Zehnfache zu erhöhen.
Mit Punkt- und Komma-Taste wechseln Sie zwischen den Werkzeugspitzen der aktuellen Bibliothek, ohne diese Spitzen erst anklicken zu müssen. In den Optionen zum magnetischen Lasso
und zum magnetischen Zeichenstift
verändern Sie den Wert für Kantenkontrast beziehungsweise Kontrast mit diesen Tasten. Die Rangfolge einer Ebene lässt sich durch Strg+Punkt-Taste beziehungsweise Strg+Komma-Taste verändern.
Mit der Strg-Taste (am Mac Befehls-Taste) schalten Sie vorübergehend zum Verschieben-Werkzeug
um (mit wenigen Ausnahmen bei Funktionen für Pfade, Slices und Vektorformen). Über Paletten erschließt oft erst die Strg-Taste in Verbindung mit weiteren Tasten Zusatzfunktionen.
Per Klick mit der rechten Maustaste erhalten Sie Kontextmenüs mit nützlichen Befehlen. Am Mac erreichen Sie Kontextmenüs durch Ctrl-Klick. Sogar über der Titelleiste einer Datei funktioniert das (nicht am Mac) und sehr vielseitig auch über den Paletten.
Mit der Leertaste und verschiedenen anderen Tasten wechseln Sie vorübergehend zu Hand
, Vergrößerungslupe
und Verkleinerungslupe
. Auch bei Kreis- und Rechteckauswahl übernimmt die Leertaste Aufgaben.
Im Gegensatz zur Konkurrenz bietet Photoshop immer noch Zugriff auf verschiedene Funktionen, während ein Dialogfeld geöffnet ist. Ein Beispiel: Sie haben eine Auswahl erzeugt und dann den Befehl Farbton/Sättigung gewählt; Sie können jetzt keineswegs nur in diesem Dialogfeld arbeiten, sondern genießen auch weiterhin Zugriff auf andere, praktische Photoshop-Funktionen:
, mit der Sie Dateien in verkleinerten Bildfenstern unter dem Dialogfeld hin- und herbewegen.
, um Bildteile hinter dem Dialogfeld noch heranzuzoomen. Mit Alt+Leertaste zeigt Photoshop die Verkleine-rungslupe
, um größere Bereiche eines hochgezoomten Bildes anzeigen zu können.
Bei einigen Tonwertbefehlen können Sie mit dem Mauszeiger ins Bild fahren, um dort mit der Pipette
Tonwerte aufzunehmen, zu messen oder den Tonwert als HTML-Code zu kopieren. Wir besprechen das detailliert in den Beschreibungen der jeweiligen Funktionen. Klicken Sie mit rechts (am Mac mit der Ctrl-Taste), um das entsprechende Kontextmenü zu erhalten. Sie können auch ein nicht-aktives Foto ausmessen; es lässt sich aber nicht bearbeiten. Dabei ändert Photoshop auch die Vordergrundfarbe auf den Wert, den Sie zuletzt in einem Bild angeklickt haben.
Auch für Photoshops Dialogfelder gibt es allgemeine Grundregeln und Tastenkürzel. Sie erlauben eine wesentlich schnellere Bedienung als mit der Maus. Unter anderem:
Außerdem gilt natürlich: Mit der Esc-Taste brechen Sie die Funktion ab, ohne das Bild bearbeitet zu haben. Mit der Eingabe-Taste wenden Sie die Veränderung endgültig an. Die Vorschau-Option legt fest, ob Photoshop die Veränderung schon bei geöffnetem Dialogfeld anzeigen soll. Optionen mit unterstrichenem Buchstaben schalten Sie ein oder aus, indem Sie diesen Buchstaben bei gedrückter Alt-Taste eintippen, zum Beispiel Alt+P für Proportionen erhalten im Bildgrösse-Dialogfeld. Selbst bei geöffnetem Dialogfeld haben Sie oft Zugriff auf Lupe
, Hand
und verschiedene Befehle aus den Menüs Fenster und Ansicht (siehe oben).
Sie können mit einem aktiven Bild zwischen Photoshop und ImageReady hin- und herwechseln oder auch von ImageReady aus andere Programme starten.
Ein Bild lässt sich ohne Weiteres gleichzeitig in Photoshop und ImageReady bearbeiten (sofern Sie beide Programme installiert haben). Sie müssen die Datei nicht erst im einen Programm schließen und im anderen wieder öffnen. Um die in Photoshop aktive Datei in ImageReady zu öffnen, klicken Sie in Photoshop auf die Schaltfläche Springen zu ImageReady
. Alternativen: der Befehl Datei: Springen zu: ImageReady und die Tastenkombination Strg+Umschalt-M. Im nicht aktiven Programm erscheint die Datei abgedunkelt.
Wechseln Sie von ImageReady zurück zu Photoshop, indem Sie einfach Photoshop in den Vordergrund holen, erscheinen die Änderungen aus ImageReady automatisch in Photoshop - es sei denn, Sie wählen die Option Dateien automatisch aktualisieren in den Voreinstellungen (Strg+K) ausdrücklich ab. Ein Beispiel:
, um mit der Datei zu ImageReady zu wechseln.
zurück zu Photoshop springen, erscheint die Datei in Photoshop auf dem neuesten Stand. Aber Sie holen das Photoshop-Programm einfach durch einen Mausklick nach vorn. Auch jetzt erscheint die Datei kontrastkorrigiert auf dem neuesten Stand - sofern Sie die Option Dateien automatisch aktualisieren aus den Voreinstellungen nutzen.
Mit dem Untermenü Datei: Springen zu können Sie aus ImageReady heraus auch zu anderen Programmen wechseln. Alle Grafik- und HTML-Programme des Photoshop-Herstellers Adobe werden diesem Untermenü bereits bei der Installation von ImageReady hinzugefügt. Beachten Sie dabei:
So fügen Sie dem ImageReady-Untermenü Springen zu neue Programme hinzu:
Photoshop und ImageReady haben zahlreiche identische Funktionen. Dennoch muss man aufpassen: Es gibt nicht nur Werkzeuge, die lediglich in einem der Programme zu finden sind. Es gibt auch einige vergleichbare Funktionen mit unterschiedlicher Oberfläche und teilweise unterschiedlichen Ergebnissen. Wir stellen hier kurz die wichtigsten Unterschiede dar. Wie Sie die Funktionen in beiden Programmen jeweils bedienen, lesen Sie ausführlich in den betreffenden Kapiteln weiter hinten. In wichtigen Fällen weisen wir stets auf Unterschiede zwischen den Programmen hin.
Die Einstellungen für den Ebenen-Stil erscheinen bei Photoshop in einem Dialogfeld. Bevor Sie weiterarbeiten, müssen Sie dieses Dialogfeld erst wieder schließen. ImageReady zeigt die Einstellungen dagegen in einer dauerhaft sichtbaren Palette. Auch die Ebenenoptionen unterscheiden sich etwas.
Die Protokollpalette bei ImageReady bietet weniger Möglichkeiten als Photoshop - so fehlen »nicht-lineares Widerrufen« und Schnappschüsse. In den Voreinstellungen erlaubt ImageReady jedoch mehr Widerrufen-Schritte als Photoshop: 199 statt 99.
Beim Befehl Bild: Bildgröße bietet ImageReady im Gegensatz zu Photoshop nicht die Möglichkeit, die Druckmaße zu ändern. Korrigierbar ist nur die Bildpunktzahl. (Das Programm ist ja ohnehin so aufs elektronische Publishing fixiert, dass es nicht mal einen Drucken-Befehl anbietet.) Die ImageReady-spezifische Option »Nicht vergrößern« des Bildgröße-Befehls verhindert, dass bei Stapelverarbeitung die Bildpunktzahl erhöht wird. Auch andere Befehle wie Arbeitsfläche oder Datei: Neu akzeptieren nur Pixelwerte, aber keine Millimeter- oder Prozentangaben.
Die Mac- und Windows-Versionen von Photoshop unterscheiden sich nur in wenigen Details. Insbesondere gleichen sich alle Tastaturkombinationen. Alt-Taste und Umschalt-Taste werden in beiden Betriebssystemen gleich genutzt. Einige Unterschiede:
Um schnell mit Photoshop und ImageReady zu arbeiten, sollten Sie die rasche Veränderung der Bilddarstellung beherrschen. Die meisten entsprechenden Befehle finden Sie im Menü Ansicht, schneller geht es jedoch mit Tastaturkürzeln. Zuvor müssen Sie sich darüber klar sein, was es mit Abbildungsmaßstäben wie »100%« auf sich hat. Wir besprechen hier Möglichkeiten, die es bei Photoshop und ImageReady gemeinsam gibt. Spezielle Funktionen zur Bilddarstellung für Internet-Gestalter finden Sie ab Seite Bild Bild 342.
Abbildung 1.18: Ansichts-Sache: Die Darstellung einer Bild datei steuern Sie über das »Ansicht«-Menü.
Nennt Photoshop in der Titelleiste einen Abbildungsmaßstab von zum Beispiel »100%«, so hat dies nichts mit der späteren Druckgröße zu tun. Bei dieser Größenangabe orientiert sich Photoshop allein an den Bildpunkten, aus denen Ihr Werk besteht - nicht an Druckmaßen.
»100%« bedeutet: Jeder Bildpunkt erscheint exakt auf einem Monitorpunkt. Passt also Ihr Bild in der 100-Prozent-Ansicht gänzlich auf den Schirm, kann es nicht mehr als ungefähr 1280x1024 Bildpunkte haben, es sei denn, Sie arbeiten mit einer Monitorbreite von 1600, 1800 oder noch mehr Pixeln.
Nur wenn Sie zufällig in Monitorauflösung drucken - also zum Beispiel mit 72 oder 90 dpi -, erscheint das Bild am Schirm so groß wie später auf Papier. Meist werden Sie höherauflösend drucken, zum Beispiel mit 200 oder 300 Pixeln pro Zoll (dpi) - dann nimmt das Werk am Schirm viel mehr Fläche ein im späteren Druck.
Vor Fotomontagen sollten Sie alle Objekte in einer einheitlichen Zoomstufe betrachten - nur so beurteilen Sie, in welchen Größenverhältnissen die einzelnen Elemente nach dem Einfügen aufeinandertreffen werden. Natürlich haben Sie immer noch die Möglichkeit, einzelne Objekte später zu vergrößern oder zu verkleinern (wenn auch nicht ohne Qualitätseinbußen).
Dieses Wissen ist wichtig: Nur in der 100-Prozent-Darstellung sehen Sie die Originalpixel naturbelassen; so, wie sie in der Bilddatei tatsächlich vorliegen - und so, wie sie bei Online-Projekten etwa fürs Internet in aller Regel auf dem Schirm erscheinen. In allen anderen Darstellungsweisen rechnet das Programm die Originalpixel erst für die Wiedergabe am Schirm um - es muss zum Beispiel 1,38 oder 0,71 Bildpixel auf einem Monitorpixel anbieten, es reduziert oder vervielfacht also Teile der Information. Feine Details werden dabei verschluckt. Besonders ungenau gerät die Darstellung bei krummen Maßstäben wie 53,94 Prozent. Die 50-Prozent-Ansicht verzerrt weniger als die 67-Prozent-Ansicht. Photoshop bietet viele schnelle Wege zur 100-Prozent-Ansicht (siehe unten).
Insbesondere nach Interpolationen mit dem Befehl Bild: Bildgröße und nach dem Transformieren sollten Sie per Doppelklick auf die Lupe
in die Zoomstufe 100 Prozent wechseln (Strg+Alt+0). 100 Prozent ist die angesagte Zoomstufe auch nach allen Filtern, die das Bild auf kleinem Raum subtil verändern, zum Beispiel Scharfzeichnungs- oder Störungsfilter und alles, was eine Textur einwebt. Wichtig ist die 100-Prozent-Sichtweise überdies bei Scans von Textilien oder bei anderen Motiven mit feinen Gitterlinien: Hier kommt es unterhalb der 1:1-Darstellung leicht zu Moiré, einem unerwünschten Schiller-Effekt.
Im Modus Bitmap - wenn Ihr Bild bereits für den Druck gerastert ist und nurmehr aus schwarzen und weißen Punkten besteht - müssen Sie mit Zoomstufen experimentieren; mitunter wirkt alles außer der 100-Prozent-Anzeige miserabel. Auch Dateien im Modus Indizierte Farbe verlangen nach der 100-Prozent-Sichtweise, zumal wenn die Farben mit »Diffusion Dithering« gerastert wurden. Ebenso sollten Sie in den Vorschau-Fenstern von Filterdialogen oder GIF-Export auf 100-Prozent-Darstellung bestehen.
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Sie können von einer herauf- oder heruntergezoomten Ansicht nicht darauf schließen, wie das Bild wirkt, wenn Sie es mit dem Befehl Bild: Bildgröße herauf- oder herunterrechnen (Details ab Seite 177). Bei diesem Befehl nimmt sich Photoshop viel mehr Zeit für genaueres Interpolieren. |
Abbildung 1.19: Klare Sichtweise: Nur im Abbildungsmaßstab 100 Prozent (links) lässt sich eine Bild datei exakt beurteilen. Andere Abbildungsmaßstäbe zeigen besonders Oberflächenstruktur und feine Muster verfälscht - hier Darstellungen bei 66,7 und 55 Prozent. Datei: Hochhaus
Unabhängig von der Zentimeter- oder Pixelgröße, in der Sie Ihre Bilder gespeichert haben, lassen sich die Dateien in fast jeder beliebigen Größe anzeigen bis herauf zu 1600 Prozent und herunter einem Prozent bei ImageReady und wesentlich weniger bei Photoshop. Dazu klicken Sie einmal auf die Lupe
in der Werkzeugspalte (Kurztaste Z, für Zoom Tool). So vergrößern Sie den Abbildungsmaßstab:
Den aktuellen Zoomfaktor nennt Photoshop in der Titelleiste des Bildes und in der Info-Leiste.
Abbildung 1.20: Mit den Optionen zur Lupe regeln Sie die Bild darstellung.
Auf verschiedenste Arten können Sie den Abbildungsmaßstab frei ändern:
die Alt-Taste, verkleinern Sie das Bild schrittweise. Sie sehen dann statt des Plus-Zeichens ein Minus im Lupenzeiger
; wenn die Mindeststufe erreicht ist, zeigt sich die Lupe innen leer.
Wie oben erläutert, ist die 100-Prozent-Ansicht einer Bilddatei besonders wichtig. Photoshop erzeugt diese Darstellung auf verschiedenen Wegen:
,
So zoomen Sie das Gesamtbild schnell größtmöglich auf den Schirm:
in der Werkzeugleiste.
Nutzen Sie die Option Paletten ignorieren in den Werkzeugoptionen, wenn Photoshop beim Hochvergrößern das Bild auch unter Paletten schieben soll.
Wohlgemerkt: Wie immer Sie auch zoomen, die eigentliche Datei wird kein bisschen verändert - nur die Anzeige des Bildes ändert sich.
Abbildung 1.21: Bild teile, die Sie mit der Lupe einrahmen, zeigt Photoshop vergrößert.
Weil die Zoom-Funktionen so universell wichtig sind, lassen sie sich auch erreichen, wenn Sie andere Werkzeuge als die Lupe
aktiviert haben:
, Alt+Leertaste bringt die Verkleinerungslupe
her, während die Leertaste allein für die Verschiebehand
gut ist. Gut zu wissen: Diese Griffe funktionieren sogar bei geöffnetem Dialogfeld. (Auch weitere Ansicht-Befehle stehen noch bei geöffnetem Dialogfeld zur Verfügung.)
In den Lupen-Optionen wählen Sie meist Fenstergrösse anpassen. Das heißt, Photoshop wird das Dateifenster vergrößern, wenn Sie eine höhere Zoomstufe wählen. Und der Dateirahmen schrumpft mit, wenn Sie den Vergrößerungsfaktor verkleinern. So belegt die Bilddatei immer nur den erforderlichen Monitorplatz. Möchten Sie jedoch verschiedene andere Bilder sichtbar halten oder den Dateirahmen in einer bestimmten Größe oder in einem bestimmten Seitenverhältnis halten, dann schalten Sie die Option Fenstergrösse anpassen aus.
Zoomen Sie mit den Tastengriffen Strg+Plus-Taste oder Strg+Minus-Taste, passt Photoshop die Fenstergröße automatisch an. Dies lässt sich auf zwei Arten verhindern:
Oft arbeitet man an einem hochgezoomten Bildausschnitt; nur der Bruchteil eines Bildes passt ins Dateifenster. Mit dem Hand-Werkzeug
(Kurztaste H, für Hand) verschieben Sie das Bild innerhalb des Rahmens nach Geschmack - in alle Richtungen, also auch diagonal. Ein Doppelklick auf das Hand-Werkzeug zeigt das Gesamtbild in größtmöglicher Zoomstufe - der gleiche Effekt wie Ansicht: Ganzes Bild oder Strg+0.
Egal, welches Werkzeug gerade an ist - mit der Leertaste erhalten Sie jederzeit die Hand
; schieben Sie Ihr Bild zurecht und lassen Sie die Leertaste wieder los, um zum vorherigen Werkzeug zurückzukehren. Sogar bei geöffnetem Dialogfeld können Sie eine Datei innerhalb des Bildrahmens zurechtschieben. Das Hand-Werkzeug verändert die Bilddatei nie, nur die Darstellung.
Unabhängig vom aktuellen Werkzeug lassen Sie das Bild auch per Hardware-Peripherie durchs Fenster rutschen: Die Tasten Bild auf und Bild ab bewegen um je eine Fenster-Füllung; nehmen Sie die Umschalt-Taste dazu, wenn es nur zehn Einheiten sein sollen. Drücken Sie auch noch Strg, wenn es nach links oder rechts gehen soll. Mit Pos 1 (Home) rutscht das Bild in die linke obere Ecke; nach rechts unten geht es per Ende-Taste. Auch das Mausrad (an manchen Windows-Rechnern) macht dem Bildausschnitt Beine.
Die Navigator-Palette macht in vielen Fällen Lupe
und Hand-Werkzeug
überflüssig. Sie können mit dem Navigator besonders leicht vergrößert dargestellte Bilder innerhalb des Dateifensters bewegen und zoomen. Allerdings kostet die Palette Platz auf dem Monitor.
Das Prinzip: Die Navigator-Palette zeigt stets das Gesamtbild - auch dann, wenn im Dateifenster selbst nur ein kleines, hochvergrößertes Detail zu sehen ist. Ein Rahmen innerhalb der Navigator-Anzeige markiert den Bildteil, der auch im Dateifenster erscheint.
Abbildung 1.22: Zoom nach Maß: Bequem passt der Navigator Ausschnitt und Vergrößerungsmaßstab einer Bild datei Ihren Wünschen an. Sie können den Vorschau-Rahmen ziehen oder durch Klick an eine beliebige Stelle im Navigator-Fenster neu platzieren. Drücken Sie die Strg-Taste, um eine Lupen-Funktion zu erhalten.
Folgende Möglichkeiten haben Sie mit dem Navigator-Fenster:
über dem Navigator; damit ziehen Sie einen neuen Rahmen beliebiger Größe auf. So ändern Sie gleichzeitig - flexibler als mit der üblichen Lupe - Bildausschnitt und Abbildungsmaßstab.
Durch Ziehen lässt sich die Navigator-Palette beliebig vergrößern. Über das Optionen-Dreieck erreichen Sie die Einstellmöglichkeiten für die Navigator-Palette. Hier lässt sich eine neue Farbe für den Rahmen vorwählen, falls sich das vorgegebene Rot nicht von der Bilddatei abhebt.
Dazu bietet der Navigator gleich noch weitere Möglichkeiten, um den Abbildungsmaßstab zu verändern:
Sie können ein Bild gleich mehrfach auf dem Schirm abbilden:
Beide Bildfenster zeigen dieselben Daten - ein Pinselstrich, den Sie in der linken Ansicht tun, erscheint sofort auch im rechten Bild. Dieses Doppelgängertum macht oft Sinn:
Verwechseln Sie dieses Kommando nicht mit dem Bild-Befehl Duplizieren; der erstellt eine neue, unabhängige Kopie Ihres Bildes, die Sie unabhängig vom Ursprung weiterbearbeiten können; die Neue Ansicht zeigt dagegen nur ein und dieselbe Datei in mehreren Fenstern.
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Der Befehl Fenster: Nebeneinander stellt die beiden Ansichten ordentlich
nebeneinander (nicht am Mac). |
Abbildung 1.23: Doppelte Aussicht: Der Ansicht-Befehl »Neue Ansicht« zeigt Ihre Arbeit am Bild in verschiedenen Zoomstufen.
Abbildung 1.24: Hinter der Maske: Bei der Arbeit an einer Ebenenmaske zeigt der Befehl »Neue Ansicht« auf Wunsch nebeneinander die Auswirkung auf das Bild und die Maske allein. Datei: Glas_2
Photoshop bietet im Ansicht-Menü spezielle Darstellungsweisen, mit denen Sie ein anderes Farbmodell oder einen anderen Rechner simulieren können. So benötigen Sie ein Bild vielleicht letztlich im CMYK-Modus der Druckvorstufe, wollen es aber zunächst im RGB-Modus bearbeiten. Einige Argumente sprechen dafür, vorläufig bei RGB zu bleiben: Sie sparen ein Viertel Arbeitsspeicher, sämtliche Filter und mehr Dateiformate sind nutzbar und beim Wechsel zu CMYK kann ein Farbverlust entstehen. Näheres steht im Kapitel zu den »Farbmodi« ab Seite 429.
Der Befehle Ansicht: Farbproof (Strg+Y) zeigt eine RGB-Datei in verschiedenen CMYK-Varianten, ohne das Bild endgültig nach CMYK zu verwandeln. Welche CMYK-Vorgabe Sie mit dem Farbproof-Befehl darstellen, entscheiden Sie im Untermenü Ansicht: Proof einrichten. Sie erkennen also mögliche Farbänderungen durch die Konvertierung nach CMYK und durch die Ausgabe auf bestimmten Geräten schon vorab. Denkbar ist auch, dass Sie das Bild mit dem Befehl Ansicht: Neue Ansicht doppelt anzeigen und nebeneinander RGB- und CMYK-Variante betrachten.
In der Titelleiste des Bildes erkennen Sie an einem Text wie »(RGB/CMYK)« oder »RGB/Magenta«, dass Sie ein RGB-Bild mit CMYK-Vorschau vor sich haben. Wählen Sie Ansicht: Farbproof erneut, um die Sonderdarstellung wieder auszuschalten.
Abbildung 1.25: Mit dem Untermenü »Ansicht: Proof einrichten« regeln Sie die Vorschau für bestimmte Druck- oder Online-Darstellungen.
Im Untermenü Ansicht:Proof einrichten finden Sie auch die Befehle Windows-RGB, Macintosh-RGB und Monitor RGB. Sie simulieren die typische Bilddarstellung von Windows- oder Mac-Rechnern - Windows wirkt dunkler. Solange die Darstellungsmodi eingeschaltet sind, erscheint ein Hinweis in der Titelzeile des Bildes. Der Befehl Monitor RGB hebt alle Angleichungen wieder auf. Für CMYK-Bilder bietet Photoshop die Befehle nicht an.
Der Befehl Ansicht: Farbumfang-Warnung (Strg+ Umschalt+Y) hebt alle Bildpunkte eines RGB-Bildes, die im CMYK-Farbraum der druckbaren Farben nicht vorkommen, durch Alarmfarben hervor.
Sie haben dann die Möglichkeit, die entsprechenden Farben zum Beispiel mit dem Schwamm
abzuschwächen, bis die Sättigung in den druckbaren Bereich sinkt. Wie deckend und mit welcher Farbe die Farbumfang-Warnung zuschlägt, das regeln Sie in den Voreinstellungen (Strg+K, dann Strg+4).
Abbildung 1.26: Alarm: Die »Farbumfang-Warnung« hebt nicht-druckbare Tonwerte in der Bild anzeige hervor.
In diesem Abschnitt besprechen wir grundlegende Photoshop-Funktionen wie Lineale, Hilfslinien, Anmerkungen und Grundraster.
Links und oben im Bilddatei-Fenster lassen sich Lineale einblenden; Kurzbefehl: Strg+R (für Rulers), der Menüweg lautet Ansicht: Lineale einblenden. Aufschluss nicht nur über die Pixelgröße, sondern auch über die Zentimetergröße im Druck geben die Lineale.
Welche Einheiten die Lineale anzeigen, regeln Sie mit dem Menübefehl Bearbeiten: Voreinstellungen: Maßeinheiten & Lineale, einfacher jedoch mit dem Kontextmenü über den Linealen oder in der Infopalette durch Anklicken des Symbols Cursor-Koordinaten
.
Den Nullpunkt der Lineale verändern Sie, indem Sie den Mauszeiger in die linke obere Ecke der Linealspalte setzen und mit gedrückter Taste an den gewünschten Punkt ziehen; ein Fadenkreuz im Bild zeigt, wo der neue Nullpunkt angesiedelt ist. Sie setzen den Nullpunkt wieder nach ganz links oben, indem Sie doppelt in die linke obere Ecke klicken, dorthin, wo die Lineale zusammenlaufen.
Der Befehl hilft unter anderem, wenn Sie das Bild an einer bestimmten Stelle abschneiden und die Maße von dort aus messen und anzeigen wollen. Nützlich außerdem: Mit der Funktion Bearbeiten: Frei Transformieren (Strg+T) platzieren Sie ein Objekt exakt am Nullpunkt von X- und Y-Achse - und zwar dort, wo Sie den Nullpunkt angelegt haben. Dazu tragen Sie jeweils eine Null in die Felder für Horizontale Position und Vertikale Position ein und schalten die Schaltfläche für Relative Positionierung
aus (beachten Sie aber die Position des »Referenzpunkts« beim Verschieben, Details ab Seite 739).
Unabhängig von der Verschiebung der Nullpunkte verharren Hilfslinien generell über der Bildstelle, an der sie ursprünglich platziert wurden. Raster dagegen, die auf »Zentimeter«-Basis eingerichtet wurden, wandern bei einer Verschiebung des Nullpunkts mit (Details zu Raster und Hilfslinien ab Seite 80).
Abbildung 1.27: Zentimetergenau: Photoshop fasst die Bild dateien mit Linealen ein, die zum Beispiel in Pixel oder Zentimeter unterteilt sind. Die Maßeinheit wählen Sie im Kontextmenü über dem Lineal. Den Nullpunkt können Sie verschieben.
Als »Extras« bezeichnet Photoshop Teile der Bilddarstellung innerhalb des Bildes, die nicht mitgedruckt werden, die Sie aber gleichwohl am Schirm sehen können: die Auswahl-Fließmarkierung, Farbaufnehmer-Werkzeug, Text-Grundlinien, der aktuelle Pfad, Anmerkungen, Raster, Hilfslinien, Slices-Linien und in ImageReady auch die Imagemap-Markierungen. Sie entscheiden nach Bedarf, welche dieser Elemente Photoshop zeigen und verwenden soll.
Im Untermenü Ansicht: Einblenden legen Sie die sichtbaren Bildmerkmale fest. Oder wählen Sie gleich die Vorgabe Ansicht: Extras einblenden komplett ab, wenn Sie nichts mehr im Bild sehen wollen; das Häkchen neben der Funktion darf nicht mehr zu sehen sein. Auch Strg+H, für Hide, schaltet hin und her.
Mit dem Befehl Ansicht: Einblenden: Alles machen Sie alle Extras aktiv und sichtbar. Ansicht: Einblenden: Ohne verbirgt die Extras nicht nur, sie werden auch abgeschaltet. Oder wählen Sie gleich die Vorgabe Ansicht: Extras einblenden komplett ab; das Häkchen neben der Funktion darf nicht mehr zu sehen sein. Auch Strg+H, für Hide, schaltet hin und her. Damit verbergen Sie die Extras wohlgemerkt nur - sie werden nicht abgeschaltet oder entfernt; dies erledigen andere Befehle, die wir in den Abschnitten zu den betreffenden Funktionen besprechen.
Im selben Untermenü finden Sie auch den Befehl Extra-Optionen einblenden. In diesem Dialogfeld bestimmen Sie für mehrere Merkmale gleichzeitig, ob sie angezeigt oder verborgen werden sollen. Wählen Sie eine entsprechende Einzelfunktion mit dem Untermenü Ansicht: Einblenden ab, so entfernt Photoshop sie auch aus dem Dialogfeld Show Options. Sobald Sie beispielsweise eine neue Auswahl oder eine neue Hilfslinie erstellen, zeigt Photoshop automatisch alle Auswahlen beziehungsweise Hilfslinien wieder an - auch wenn Sie dies zuvor abgewählt haben.
Abbildung 1.28: Links: Mit den Befehlen im Untermenü »Ansicht: Einblenden« legen Sie fest, welche »Extras« Photoshop anzeigen soll. Rechts: Im Dialogfeld »Extra-Optionen« bestimmen Sie, welche Merkmale Photoshop generell zusätzlich zum Bild inhalt dauerhaft anzeigen soll.
Sie können zur Fotomontage oder zum Ausrichten von Horizonten Hilfslinien über das Bild blenden. Diese Linien, die nicht mitgedruckt werden, ziehen Objekte bei Bedarf magnetisch an. Sie klicken einfach in die Linealleiste (einzublenden mit Strg+R) und ziehen eine Hilfslinie ins Bild. Alternative: der Befehl Ansicht: Neue Hilfslinie (siehe unten).
Der Befehl Ansicht: Einblenden: Hilfslinien schafft die Striche vom Schirm. Selbst nach diesem Kommando wird Photoshop die Linien wieder anzeigen, sobald Sie eine neue Linie aus den Linealen hervorziehen. Diagonale Linien behält man sich für eine spätere Photoshop-Version vor. (Sie könnten natürlich horizontale, vertikale oder diagonale Hilfslinien auch mit dem Linienzeichner
als dauerhafte Ebene erzeugen, vergleiche Seite 698.)
Photoshop bietet den Befehl Ansicht: Neue Hilfslinie. Hier können Sie Hilfslinien mit einem festen Abstand zum oberen oder linken Bildrand schaffen. Rufen Sie den Befehl mehrfach hintereinander auf, um mehrere Linien nacheinander ins Bild zu setzen - diese Funktion löscht vorhandene Linien nicht. Tippen Sie außerdem die gewünschte Maßeinheit ein: Wenn Photoshop zunächst »px« für Pixels anbieten sollte, verwenden Sie statt dessen nach Bedarf etwa »cm« oder »mm«.
Abbildung 1.29: Links: Photoshops Befehl »Ansicht: Neue Hilfslinie« erzeugt bei mehrfacher Anwendung auch mehrere Hilfslinien nebeneinander. Rechts: Der Befehl »Ansicht: Hilfslinien erstellen« in ImageReady erzeugt gleichmäßig verteilte Hilfslinien oder eine einzelne, exakt positionierte Hilfslinie.
Sie müssen die Hilfslinien nicht von Hand aus dem Lineal hervorzerren. Verwenden Sie statt dessen bei Photoshop den Befehl Ansicht: Neue Hilfslinie, um Hilfslinien per Zahleneingabe anzulegen. Getrennt für Horizontale Hilfslinien und Vertikale Hilfslinien haben Sie hier folgende Möglichkeiten:
Die Hilfslinien haften an den magnetischen »Raster«-Linien, sofern diese angezeigt sind (siehe nächster Abschnitt). Bei gedrückter Umschalt-Taste docken die Hilfslinien auch an den Linealeinteilungen an.
Der Photoshop-Befehl Ansicht: Neue Hilfslinie setzt eine Hilfslinie exakt an die von Ihnen gewünschte Position. Im Dialogfeld verwendet das Programm zunächst diejenige Maßeinheit, die Sie in den Voreinstellungen gewählt haben - es nennt also zum Beispiel einen Wert »px« für Pixel. Tippen Sie bei Bedarf einfach eine andere Maßeinheit ein, etwa »mm« für Millimeter.
Sie können eine Hilfslinie verschieben, wenn Sie ihr mit dem Verschieben-Werkzeug
acht Monitorpixel nah kommen; der Zeiger verwandelt sich dann in einen Hilfslinien-Cursor
. Das Verschieben-Werkzeug
erhalten Sie fast immer schnell mit gedrückter Strg-Taste. Drücken Sie die Alt-Taste, um aktivierte horizontale in vertikale Hilfslinien zu verwandeln und umgekehrt.
Mit dem Befehl Ansicht: Hilfslinien fixieren (Alt+Strg+Ü) können Sie die Hilfslinien gegen weiteres Verschieben sperren. Dann wird sich der Zeiger nicht mehr in ein Hilfslinien-Werkzeug verwandeln. Neuerliche Anwahl des Kommandos macht die Hilfslinien wieder beweglich.
Einzelne Hilfslinien, die ausgedient haben, ziehen Sie mit dem Verschieben-Werkzeug aus dem Bild. Um alle Hilfslinien zu verwerfen, nutzen Sie den Ansicht-Befehl Hilfslinien löschen.
Abbildung 1.30: Mit dem Untermenü »Ansicht: Ausrichten an« legen Sie fest, ob Montageobjekte oder Werkzeuge von Hilfslinien, Rasterlinien, Slices oder Bild grenzen magnetisch angezogen werden. Innerhalb eines Bereichs von acht Bild schirmpunkten docken Ebenen oder Werkzeuge dann an diesen Bild schirmelementen an.
Auf Wunsch docken Ebenen, schwebende Auswahlen, aber auch Werkzeuge magnetisch an den Hilfslinien an. So eignen sich die Striche gut, um Slices oder ImageMaps vorzubereiten. Die anziehende Wirkung erreichen Sie mit dem Befehl Ansicht: Ausrichten an: Hilfslinien. Gerät ein Objekt näher als acht Monitorpixel an die Hilfslinie heran, wird es dort automatisch andocken und lässt sich nur mit einer gewissen Willenskraft darüber hinaus bewegen - eine wertvolle Hilfe bei der Fotomontage, zum Beispiel auch, wenn Sie Text und andere Elemente für eine Multimedia-Seite kombinieren.
Beachten Sie, dass auch weitere Bildschirm- und Bildelemente anziehend wirken können. Das Untermenü Ansicht: Ausrichten an bietet dafür neben den Hilfslinien auch Slices, Raster und Bildgrenzen an. Eine gleichmäßige Verteilung von Montageobjekten erlauben außerdem die Befehle Ausrichten und Verteilen aus dem Ebene-Menü (Details dazu ab Seite 742).
Die Darstellung der Hilfslinien richten Sie ein mit dem Befehl Datei: Voreinstellungen: Hilfslinien & Raster (Strg+K, dann Strg+6); diese Funktion erhalten Sie nur in Photoshop, nicht innerhalb von ImageReady. Sie wählen zwischen durchgezogenen und gepunkteten Linien und greifen aus dem Listenfeld eine Farbe heraus, die sich gut von Ihrer Datei und vom »Raster« abhebt. Klicken Sie auf das Farbviereck, um den allgemeinen Farbwähler zu erhalten und gänzlich freie Wahl der Farben zu genießen.
Abbildung 1.31: Linien-Richter: Die Darstellung von Hilfslinien und Gitternetz bestimmen Sie in den »Voreinstellungen«. Klicken Sie auf die Farbfelder, um im Farbwähler eigene Farben festzulegen.
Sie können die Hilfslinien nicht in einer Art Hilfslinien-Datei speichern. Um einen Satz Hilfslinien auf ein anderes Bild zu übertragen, müssen Sie die Entstehung der Hilfslinien als Aktion speichern. Im Einzelnen gehen Sie so vor:
an.
Wenn Sie die Hilfslinien-Produktion per Aktionenpalette aufzeichnen, wählen Sie zuvor mit dem Befehl Bearbeiten: Voreinstellungen: Maßeinheiten & Lineale die passende Maßeinheit, zum Beispiel Pixel, Zentimeter oder Prozent. Beachten Sie, dass sich Photoshop bei der Platzierung auch nach Zentimeterangaben richtet. Orientieren Sie sich zum Beispiel an Zentimeterwerten und steht Ihr Lineal auf Zentimetereinheiten, dann platziert Photoshop die Hilfslinien nach der Übertragung via Aktionenpalette im nächsten Bild wieder millimetergenau. Wenn jedoch die Druckauflösung der beiden Werke nicht übereinstimmt, erscheinen die Hilfslinien an unterschiedlichen Pixelpositionen. Ein Beispiel: Findet Photoshop im zweiten Werk eine höhere Auflösung, also mehr Pixel pro Zentimeter vor, wird er die Hilfslinien näher am linken beziehungsweise oberen Rand platzieren - weil dort mehr Pixel pro Zentimeter eingerichtet sind. Entsprechendes gilt, wenn Sie die Auflösung verändern, Arbeitsfläche anbauen oder wegschneiden.
Abbildung 1.32: Hilfslinien und Raster: Zur Anlage eines Filmstreifens werden zunächst Hilfslinien über das Bild gezogen (links). Bei der Anlage der Perforation hilft das regelmäßige Raster in 0,5-Zentimeter-Abständen. Der Nullpunkt der Lineale wird jeweils passend verschoben; dazu klickt man in den Bild winkel oben links und zieht den Nullpunkt auf die gewünschte Stelle.
Als Alternative zu den Hilfslinien, die Sie exakt platzieren, bietet sich das Raster an. Es überzieht Ihr Bild mit Horizontal- und Querlinien in gleichmäßigem Abstand. Der Befehl Ansicht: Einblenden: Raster zeigt oder versteckt das Gitternetz und Ansicht: Ausrichten an: Raster sorgt wie bei den frei platzierten Hilfslinien (siehe oben) dafür, dass Objekte und schwebende Auswahlen magnetisch an den Linien andocken. Auch Hilfslinien, die Sie aus den Linealen herausziehen, bleiben an magnetischen Rastern haften.
Das Gitternetz richten Sie ein mit dem Befehl Bearbeiten: Voreinstellungen: Hilfslinien & Raster (Strg+K, dann Strg+6, nicht bei ImageReady). Sie definieren eine Aufteilung, also in welchem Abstand die Hilfslinien aufeinanderfolgen sollen. Als Einheit stehen sowohl Pixel, Zentimeter oder Zoll (Inch) wie auch Prozentwerte zur Verfügung. Geboten sind durchgezogene Linien, gepunktete Linien und die unaufdringlichen Einzelpunkte. Aus dem Listenfeld Farbe greifen Sie wieder einen Tonwert für das Gittermuster heraus, der sich gut von der vorhandenen Datei und von eventuellen Hilfslinien abhebt. Wenn keine der gebotenen Variationen befriedigt, definieren Sie den Farbton völlig frei nach einem Klick auf das Farb-Viereck neben den Listenfeldern.
Außerdem richten Sie Unterteilungen ein, welche die Quadrate des Grundrasters durchschneiden. Deren Häufigkeit geben Sie mit einer ganzen Zahl zwischen 1 und 100 im Feld »Unterteilungen« an. »1« bedeutet, dass Photoshop die Quadrate des Grundrasters gar nicht unterteilt; »2« heißt, dass zu den vorhandenen Hoch- und Querlinien nochmal jeweils auf halber Entfernung Unter-Linien kommen, während »3« die Abstände drittelt.
Ein Rasternetz lässt sich ohne Weiteres auf eine andere Datei übertragen. Rufen Sie das nächste Bild auf und achten Sie darauf, dass Sie im Ansicht-Untermenü Einblenden das Raster eingeschaltet haben. Sollte sich Ihr Gitternetz an Zentimeterwerten und nicht an Pixeln orientieren, wird es sich auf der zweiten Datei anders verteilen als auf der ersten, sofern die zweite Datei eine andere Druckauflösung (Pixel pro Zentimeter) hat.
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Sie können die Voreinstellungen für das Raster auch mit der Aktionenpalette speichern. Nützliche Werte lassen sich dann nach verschiedenen Änderungen leicht wieder herstellen. |
In Photoshop können Sie zu den Dateien Informationen eintippen; dabei wird der amerikanische IPTC-Standard des International Press Telecommunications Council verwendet. Der Standard umfasst Einträge für Objektbeschreibungen, Stichwörter, Ressorts, Objektrechte und Herkunft. Die entsprechenden Funktionen erschließen Sie über Datei: Datei-Informationen. Eine abgespeckte Variante bietet ImageReady unter Datei: Bildinformation. Die Texte tragen Sie in die verschiedenen Abschnitte ein, die Sie über die Schaltfläche Nächster durchblättern. Mit OK-Klick beenden Sie den Eintrag.
Abbildung 1.33: Der Photoshop-Befehl »Datei: Datei-Informationen« stattet das Bild mit vielseitigen Textinformationen aus. Einige Felder können Sie drucken, in einem Internet-Bild katalog verwenden oder in Bild datenbanken anzeigen.
Sie können die Datei-Informationen auf unterschiedliche Art nutzen:
Im Abschnitt Copyright & URL notieren Sie Urheberrechte und eventuell eine passende Adresse für das World Wide Web des Internets. Findet der Digimarc-Filter (siehe Seite 907) passende Informationen, werden sie automatisch in die Datei-Information übernommen. Unter Kategorien notieren Sie einen dreistelligen alphabetischen Code nach dem Standard der Agentur Associated Press.
Wählen Sie den Heute-Knopf, um unter Datum den aktuellen Tag zu notieren. Sie können aber auch beliebige andere Texte einfügen. Bei der Objektbeschreibung haben Sie 2000 Anschläge Platz.
Die Stichwörter dürfen bis 31 Zeichen lang sein. Mit Hinzufügen nehmen Sie frisch eingetippte Begriffe in die allgemeine Stichwortliste auf. Ein Wort, das in der Stichwortliste steht, lässt sich nach dem Anklicken auch Ersetzen oder Löschen. Außerdem nennen Sie bei Bedarf eine Dringlichkeit.
Am Mac zeigen sich alle Dateiformate aufgeschlossen für eine Datei-Information. Windows-Nutzer sind auf die Formate Photoshop, TIFF, JPEG, EPS und PDF beschränkt. Mit dem Speichern-Schalter sichern Sie die Informationen als FFO-Datei. Dabei handelt es sich um ein spezielles Format, das Sie nicht mit einem Textprogramm öffnen können. Mit Laden ersetzen Sie die aktuellen Informationen durch den Info-Satz einer anderen FFO-Datei. Sie können aber auch Informationen an vorhandenen Text Anfügen.
Photoshop nimmt Text- und Ton-Anmerkungen im Bild auf, die nicht mitgedruckt werden. Damit können Sie Kollegen, Layoutern oder der Setzerei Nachrichten übermitteln und sogar Rundfragen starten. Hersteller Adobe bietet ähnliche »Anmerkungen« für seine Acrobat-PDF-Dokumente schon länger an.
Abbildung 1.34: Dieses Bild enthält Text- und Audio-Anmerkungen. Viele Funktionen stehen auch per Kontextmenü bereit.
Wir besprechen hier zunächst die Text-Notizen, dann folgen die Ton-Anmerkungen. Das Verfahren ist denkbar einfach. Die Grundform:
Bei der Erstellung oder auch später können Sie das Aussehen der Anmerkungen an Ihre Wünsche anpassen. Dazu verwenden Sie vor allem die Werkzeugoptionen:
Die Größe des Notizen-Fensters lässt sich durch den Anfasspunkt rechts unten verändern. Sie können die Größe schon beim Erstellen festlegen, indem Sie mit dem Anmerkungen-Werkzeug
direkt einen Rahmen aufziehen. Im Textfenster selbst haben Sie die üblichen Funktionen eines Textprogramms, zum Beispiel Kopieren (Strg+C) oder Einfügen (Strg+V); per Doppelklick markieren Sie ein ganzes Wort.
Abbildung 1.35: In den Optionen zum Anmerkungen-Werkzeug geben Sie Überschrift und Farbe für die Titelleiste des Notizenfenster sowie die Schriftart für Ihre Anmerkungen vor.
Eine Notiz besteht aus zwei Teilen: dem Textfenster und dem Anmerkungen-Symbol. Zunächst erscheint das Anmerkungen-Symbol unter der linken oberen Ecke des Textfensters. Sie können jedoch Fenster und Symbol unabhängig voneinander mit jedem Photoshop-Werkzeug verschieben. Auch nachdem Sie das Symbol verschoben haben, erscheint das Fenster nach dem Schließen und erneuten Öffnen wieder an der gewohnten Stelle.
So schließen Sie ein Anmerkungen-Fenster:
Durch das Schließen des Anmerkungen-Fensters haben Sie aber noch nicht die Notizen-Symbole aus dem Bild verbannt. Dies erledigen Sie mit den Befehlen Anmerkungen oder Keine aus dem Untermenü Ansicht: Einblenden oder mit Ansicht: Extras einblenden beziehungsweise Strg+H (Details zum Ein- und Ausblenden solcher »Extras« ab Seite 79).
Laden Sie Notizen aus einer Acrobat-PDF-Datei in ein Bilddokument, das in Photoshop bereits geöffnet ist. Dazu nutzen Sie den Photoshop-Befehl Datei: Importieren: Anmerkungen und wählen eine PDF-Datei. Die Notizen erscheinen an den Bildstellen wie im PDF-Dokument. Vorsicht: Bereits vorhandene Notizen an vergleichbaren Positionen können ersetzt werden.
Dabei gilt: Photoshop platziert die importierten Notizen aus dem Acrobat-PDF-Dokument immer entsprechend ihrer Position im Originaldokument. Acrobat-Dateien haben jedoch oft DIN-A4-Druckgröße (21,0 x 29,7 Zentimeter); Bilddateien sind dagegen eventuell nur mit wenigen Zentimetern Druckbreite formatiert. In diesen Fällen können Sie die Anmerkungen eventuell nicht importieren; statt dessen zeigt Photoshop die Warnung: Einige Anmerkungen befinden sich ausserhalb der Arbeitsfläche. Auf verschiedene Weise bringen Sie die Notizen doch ins Bild:
Auch wenn Sie Acrobat-PDF-Dateien schlicht mit dem Öffnen-Befehl in Photoshop laden, bleiben die Anmerkungen als solche erhalten. Der Befehl Datei: Importieren: PDF (siehe Seite 237) gibt Ihnen dagegen zwar Zugriff auf die Einzelbilder im PDF-Dokument, nicht jedoch auf die Anmerkungen.
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Die genaue Darstellung überlappender Notizen in der Bilddatei hängt auch von der Zoomstufe ab. Erhöhen Sie bei Bedarf den Abbildungsmaßstab mehrfach zum Beispiel mit Strg+Plus-Taste. |
Abbildung 1.36: Beginnen Sie die Aufzeichnung einer Ton-Anmerkung, indem Sie mit dem Audio-Anmerkung-Werkzeug ins Bild klicken.
Prinzipiell vergleichbar mit den Text-Anmerkungen des Anmerkungen-Werkzeugs funktionieren auch die Ton-Anmerkungen. Das Werkzeug für Ton-Anmerkungen
teilt sich mit den Textnotizen ein Fach in der Werkzeugleiste. Um es einzublenden, klicken Sie zunächst länger auf das Werkzeug für Textnotizen
, dann wählen Sie im Ausklappmenü das Audio-Anmerkung-Werkzeug
. So geht's:
Mit einem Doppelklick auf das Symbol für Tonanmerkungen im Bild spielen Sie Ihren Wortbeitrag ab. Im »Praxis«-Verzeichnis finden Sie zum Test die Datei »Tonanmerkung« mit einer Klangbotschaft.
Die folgenden Hinweise entnehmen wir den Herstellerangaben. In den getesteten deutschen Vollversionen unter Windows und am Mac funktionierten diese Verfahren nicht: Aktivieren Sie das gewünschte Anmerkungen-Symbol, dann können Sie es mit den gängigen Kurztasten auch kopieren (Strg+C), ausschneiden (Strg+X) und einfügen (Strg+V). Um die Anmerkung zu duplizieren, ziehen Sie bei gedrückter Alt-Taste.
Um Text- oder Ton-Notizen innerhalb eines Dokuments zu speichern, verwenden Sie die Dateiformate TIFF, Photoshop oder PDF. So löschen Sie eine Notiz restlos weg:
Auch so werden Sie Anmerkungen los: Wählen Sie den Befehl Datei: Speichern unter. Sofern Sie die Dateiformate TIFF, Photoshop oder PDF verwenden, bietet Photoshop die Anmerkungen im Bereich Optionen für Speichern des Dialogfelds an. Wählen Sie die Option ab. Andere Dateiformate - etwa JPG - nehmen ohnehin keine Anmerkungen auf. Wenn im Bild vorhandene Notizen beim Speichern herausfallen, zeigt Photoshop unten im Dialogfeld Speichern unter eine Warnung.
Photoshops Bildschirmunterstützung erreichen Sie per Hilfe: Inhalt oder per F1, am Mac per Befehlstaste+Fragezeichen-Taste. Dort suchen Sie schnell nach bestimmten Themen oder Stichworten. Der Befehl Über Photoshop blendet den Start-Bildschirm ein, dem Sie bei Bedarf Ihre Seriennummer entnehmen. Der Befehl Über Zusatzmodul listet alle Plug-ins auf; bei Bedarf erhalten Sie ein Fenster, das den Hersteller und den vermeintlichen Einsatzzweck des Plug-ins verrät. Diese zwei Über...-Befehle finden Mac-Nutzer im Apfel-Menü. Einige weitere Hilfe-Befehle wie Top Themen und Neues bei Adobe bringen Sie zu Online-Informationen des Photoshop-Herstellers Adobe.
Abbildung 1.37: Klicken Sie in der schwarzen Leiste des Hilfesystems auf »Index«, erhalten Sie das Online-Stichwortverzeichnis zu einem zuvor gewählten Buchstaben. Der Text selbst erscheint nach Anklicken des Themas rechts.
Die Hilfetexte erscheinen in Ihrem Standard-Internet-Browser. Die schwarze Leiste links oben bietet vier Bereiche:
, um Informationen über die Hilfe-Funktion zu erhalten.
Rechts erscheint jeweils eine Liste mit Einzelthemen zu Ihrer Abfrage; die entsprechenden Artikel rufen Sie durch Anklicken auf. Oder Sie sehen direkt den Hilfetext. Mit den Pfeil-Schaltflächen
rechts oben klicken Sie sich der Reihe nach durch die Beiträge.
Sie sollten als Internet-Browser Internet Explorer 4 oder Netscape Navigator 4 verwenden; frühere Versionen bereiten eventuell Darstellungsschwierigkeiten. JavaScript muss aktiviert sein (zumindest für die Such-Funktion). Überdies empfiehlt Adobe für die Grundeinstellungen Ihres Browsers, dass das Programm generell Cookies akzeptieren sollte, weil die Such-Funktion Cookies verwendet (Cookies sind kleine Dateien, die WWW-Anbieter auf Ihrem Computer ablegen, um später auf bestimmte Informationen zurückzugreifen).
Bei der »Hilfe«-Lektüre sollten Sie die Möglichkeiten Ihres Browsers voll nutzen:
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Alternativ zum Hilfe-System finden Sie auf der Photoshop-CD auch eine komplette Version des Handbuchs im Acrobat-PDF-Format; forschen Sie nach der Datei »Handbuch.pdf« direkt im Stammverzeichnis. |
Praktisch für Einsteiger sind die Kurztipps zu allen möglichen Elementen der Photoshop-Oberfläche: Sobald der Zeiger zum Beispiel über einem Werkzeug-Symbol ruht, blendet Photoshop eine Kurzinformation ein samt dem Tastaturkürzel, mit dem Sie dieses Werkzeug starten können. Auch bei den vielen Symbolen auf Aktionen- oder Ebenenpalette helfen diese Kurztipps weiter. Beachten Sie, dass Photoshop auch über den Optionen in einigen Dialogfeldern gelb unterlegte Erklärungen einblendet; dazu ist kein Klick erforderlich. Per Voreinstellungen (Strg+K) lassen Sie also speziell als Photoshop-Neuling die Werkzeug-Tipps anzeigen.
Abbildung 1.38: Wenn die »Werkzeug-Tipps« in den Voreinstellungen eingeschaltet wurden, blendet Photoshop Informationen zum Schaltfeld unter dem Mauszeiger ein.
Für Photoshopper sind unter anderem die folgenden Adressen des Photoshop-Herstellers interessant; dort erhalten Sie unter anderem kostenlose Programmergänzungen:
http://www.adobe.com http://www.adobe de
Die umfassende, englische Wissensdatenbank der amerikanischen Adobe-Zentrale erreichen Sie unter:
http://www.adobe.com/support/database.html
Austauschen können Sie sich in den Foren der Online-Dienste, aber auch in der Photoshop-Newsgroup:
alt.graphics.photoshop
Günstige Ausgangspunkte für die Suche nach kostenlosen und kommerziellen Aktionen, Plug-ins und Tipps sind diese englischen Seiten, wo Sie auch zahlreiche Hinweise auf weitere Photoshop-Seiten erhalten:
http://desktopPublishing.com/photoshop.html http://www.adscape.com/eyedesign/photoshop/four/links/index.html http://www.netins.net/showcase/wolf359/adobepc.htm
Zu den wenigen deutschsprachigen Seiten zählt:
http://www.hirschi.ch/hauptframe.htm
Weitere Online-Adressen finden Sie an den passenden Stellen im Buch, Verweise auf kostenlose Plug-ins im Internet finden Sie ab Seite 879.
Die Hilfe-Befehle wie Neues bei Adobe oder Downloads verbinden Sie mit Adobes Internet-Seite. Die Funktion Adobe Online, die Sie auch mit der Schaltfläche
auf der Werkzeugpalette erreichen, bietet Updates und sogar, nach einem Klick auf Konfigurieren, einen Rhythmus für die Software-Aktualisierung und für verschiedene Benachrichtigungen. Eventuell sollte eine Internet-Verbindung schon bestehen, bevor Sie den Befehl anwählen.
Immer wieder steht man vor Problemen nach dem Motto: Ich klicke und nichts passiert. Solche Unbill entsteht gern in Situationen wie diesen:
(vergleiche Seite 759). Schalten Sie die Optionen für die gewünschte Ebene in der Ebenenpalette ab.
Vorgaben gemacht, die den Pinselstrich sehr schnell zu einem Nichts schrumpfen lassen; öffnen Sie das Dialogfeld mit der Schaltfläche
und stellen Sie alle Vorgaben auf Aus (vergleiche Seite 559).
Photoshop und ImageReady bieten sehr vielseitige Möglichkeiten, Arbeitsschritte zu widerrufen. Sie können auch nach dem Speichern zu früheren Fassungen zurückkehren und verschiedene Zustände des Bildes mischen.
Wollen Sie nur den allerletzten Eingriff ungeschehen machen, wählen Sie Bearbeiten: Widerrufen oder Strg+Z. Beachten Sie: Haben Sie bei kühnem Pinselschwung nur kurz die Maustaste losgelassen, dann erkennt Photoshop auf verschiedene Einzelaktionen. Nur der allerletzte Teilstrich ist in der werkseitigen Einstellung von Photohop per Strg+Z annullierbar.
Alternativ wählen Sie Bearbeiten: Schritt zurück. Mit diesem Befehl gehen Sie nacheinander beliebig viele Arbeitsschritte zurück. Einfacher haben Sie es meist, wenn Sie statt dessen gleich den gewünschten Bildzustand auf der Protokollpalette anklicken (siehe Seite 100). Als Widerrufen-Befehl bietet Photoshop dann Widerrufen State Change an.
Nach dem Speichern bietet Photoshop das Widerrufen nicht mehr an. Aber statt dessen setzen Sie Ihr Bild mit Schritt zurück oder mit der Protokollpalette zurück.
Hatte Ihnen der widerrufene Pinselstrich - im Nachhinein betrachtet - doch zugesagt? Nach dem Widerrufen finden Sie an der entsprechenden Menüstelle den Befehl Wiederherstellen; er bringt einen schon aufgehobenen Arbeitsschritt wieder zurück. So schalten Sie auch übersichtlich zwischen Vorher und Nachher eines Arbeitsschritts hin und her. Alternativ verwenden Sie Bearbeiten: Schritt vorwärts.
Viele Programme bieten gleichermaßen für die Funktionen Widerrufen und Wiederherstellen die Kurztaste Z an; so war es bisher auch bei Photoshop. Diese Tastenbelegung erschwert es jedoch, per Kurztaste mehr als einen Schritt zurückzugehen. Deswegen heißt es bei ImageReady Strg+Umschalt+Z (siehe auch nächster Abschnitt). So können Sie per Strg+Z immer ältere Stadien Ihres Motivs aufrufen.
Sie können jedoch Photoshop so einrichten, dass der Griff zu Strg+Z generell ausschließlich das Widerrufen auslöst. Anschließend lassen sich per Strg+Z mehrere Arbeitsschritte hintereinander widerrufen. Das Widerrufen entspricht dann dem Befehl Schritt zurück. Öffnen Sie die Voreinstellungen mit Strg+K und legen Sie im Klappmenü Wiederholen-Taste eine andere Kurztaste fest:
Die aktuell gültigen Tastenkombinationen nennen die Programme jeweils neben dem Befehl im Bearbeiten-Menü.
Abbildung 1.39: Mit dem Befehl »Bearbeiten: Voreinstellungen: Allgemeine« (Strg+K) legen Sie fest, welcher Tastaturgriff die Funktion »Wiederherstellen« auslöst.
Abweichend von Photoshop bieten die ImageReady-Programmierer folgende Funktionen im Bearbeiten-Menü an:
Wollen Sie nur einen Arbeitsschritt rückgängig machen und mit demselben Befehl wieder herstellen (so wie in Photoshop mit den alternierend angeboten Befehlen Widerrufen und Wiederherstellen), so verwenden Sie in ImageReady den Befehl Widerrufen/Wiederherstellen (Strg+Alt+Z).Bei Bedarf richten Sie in den ImageReady-Voreinstellungen (Strg+K) auch Tastenbefehle nach Photoshop-Art ein; Strg+Z bewirkt dann je nach Lage der Dinge das Widerrufen oder das Wiederherstellen. Natürlich haben Sie es auch bei ImageReady mit der Protokollpalette einfacher als mit Menübefehlen.
Ist alles daneben geraten, bleibt vielleicht nur der Datei-Befehl Zurück zur letzten Version. Er hebt alles auf, was Sie noch nicht auf Festplatte gesichert hatten, und öffnet das Bild in der zuletzt gültigen Zoomstufe. Beide Programme tun dies ohne Umschweife, Sie werden nicht mehr um Rückbestätigung gebeten.
Bequemer hat man es allerdings, wenn man in der Protokollpalette auf den ersten Schnappschuss des unveränderten Bildes zurückgreifen kann; diesen Schnappschuss erstellt die Protokollpalette automatisch, sofern Sie es in den Protokoll-Optionen nicht ausdrücklich abgewählt haben (siehe unten).
Zum Teil unabhängig vom Status der Protokollpalette haben Sie Zugriff auf die letzte Auswahl, die im Bild war. Photoshop und ImageReady bringen die Auswahl zurück mit dem Befehl Auswahl: Erneut wählen (Strg+Umschalt+D, auch im Kontextmenü der Auswahlwerkzeuge). Dabei verwendet die Software die nächstgelegene Auswahl aus der Protokollpalette. Das bedeutet: Sind Sie in der Protokollpalette um viele Schritte zurückgesprungen - hinter Ihre jüngste Auswahl-Arbeit -, dann erhalten Sie per Erneut wählen nur eine noch davor erstellte Auswahl; Sie erhalten also nicht die zuletzt verwendete, jüngste Auswahl. Die zwei Programme bieten Erneut wählen gar nicht mehr an, sofern Sie in der Protokollpalette auf ein Bildstadium zurückgegriffen haben, bei dem noch gar keine Auswahl erzeugt wurde - zum Beispiel, wenn Sie durch Klick auf den Schnappschuss vom gespeicherten Original zur ursprünglichen Version zurückgekehrt sind.
Haben Sie bereits so viele Manöver hinter sich, dass der Auswahl-Befehl schon wieder aus der Protokollpalette herausgerutscht ist, dann lässt sich die Auswahl immer noch mit Erneut wählen herholen. Auch wenn Sie den Arbeitsspeicher mit den Befehlen Alle oder Protokolle aus dem Untermenü Bearbeiten: Entleeren freipusten, behalten Sie weiterhin den Zugriff auf die letzte Auswahl per Erneut wählen.
Natürlich braucht Photoshop Arbeitsspeicher, um nach einem Befehl die Rücknahme-Version einer bearbeiteten Datei parat halten zu können. Löschen Sie den Rücknahmespeicher mit dem Befehl Bearbeiten: Entleeren: Widerrufen.
Photoshop nimmt den letzten Filter- oder Einstellungen-Befehl auch stufenlos zurück. Diesen Befehl nennt das Bearbeiten-Menü neben dem Wort Verblassen (Strg+Umschalt+F). Das Prinzip: Photoshop legt das aktuelle Ergebnis über die vorherige Version. Je niedriger Sie die Deckkraft einstellen, desto stärker scheint wieder die Vorher-Fassung durch. Zudem lassen sich mit verschiedenen Füllmethoden ganz neue Wirkungen schaffen (vergleiche Seite 536). Die Mischfassung des Verblassen-Befehls können Sie per Widerrufen immer noch gänzlich aufheben. Der Befehl Verblassen erscheint auch im Kontextmenü der Auswahlwerkzeuge, sofern bereits eine Auswahl im Bild ist.
Abbildung 1.40: Der Befehl »Verblassen« blendet die aktuelle Fassung des Bild es in die vorherige Variante.
Der Verblassen-Befehl ist unflexibel. Bearbeiten Sie lieber getrennte Ebenen, die Sie dann beliebig mischen und wieder korrigieren. So geht's:
Sie erhalten so dasselbe Bildergebnis wie beim Verblassen - eine abgeschwächte und eventuell anders überblendete Ansicht Ihres letzten Befehls. Doch selbst nach dem Speichern lässt sich die Mischung noch korrigieren. Überdies können Sie Ebenenmasken verwenden oder Helligkeitsbereiche ausblenden. Bei Bedarf verschmelzen Sie die Ebenen per Ebene: Mit darunterliegender auf eine Ebene reduzieren (dies funktioniert nicht, wenn sich unter der aktiven Ebene eine Textebene befindet).
Haben Sie in einem Dialog oder in einer Palette an mehreren Reglern gedreht und möchten zu einer früheren Reglerstellung zurückkehren, bietet Photoshop meist zwei Möglichkeiten:
Die »Protokoll«-Funktionen in Photoshop und ImageReady erlauben es Ihnen, bis zu 199 Arbeitsschritte zurückzunehmen und wieder darauf zurückzukommen. Solange das Bild geöffnet ist, zeichnet die Protokollpalette die Befehle in dem von Ihnen gewählten Umfang auf. Sie können also zwischenzeitlich speichern und dennoch auf einen Zustand zurückkommen, wie er vor dem Speichern bestand. Jeder einzelne Arbeitsschritt erscheint in der Palette. Photoshop zeigt stets zu jedem geöffneten Bild eine aktuelle Palette. Beim Schließen des Bildes ist das »Protokoll« jedoch ein für allemal verloren.
Nein, die Befehlslisten aus der Protokollpalette lassen sich nicht als »Aktionen« speichern. Umgekehrt haben Sie die Möglichkeit, automatische Befehlsfolgen aus der Aktionenpalette Schritt für Schritt am Einzelbild zurückzunehmen, indem Sie die Änderungen in der Protokollpalette aufheben. Änderungen an Paletten, Aktionen oder Voreinstellungen zeichnet die Protokollpalette nicht auf, da es sich nicht um Korrekturen am Einzelbild handelt.
Im Folgenden lernen Sie die Möglichkeiten kennen, die Photoshop bei der Protokollpalette bietet. Auf Abweichungen bei ImageReady weisen wir jeweils hin.
Abbildung 1.41: Mit der Protokollpalette kehren Sie zu beliebigen früheren Fassungen Ihres Bild es zurück. In den Optionen zur Protokollpalette bei Photoshop legen Sie unter anderem fest, in welchen Situationen das Programm automatisch einen Schnappschuss erstellt.
Insgesamt bietet der protokollarische Dienst folgende Möglichkeiten:
malen Sie beliebige Zwischenstufen Ihres Werks in die aktuelle Fassung (nicht bei ImageReady).
Im Beispiel, das für die folgenden Abschnitte gilt, haben Sie das Bild schon in zehn Schritten verändert - mit Pinsel
, Filter, Tonwertkorrektur. Außerdem verwenden wir die Optionen, wie sie ab Werk kommen: Die Protokollpalette hält also Ihre letzten 20 Eingriffe fest, die Option Nicht-linear ist abgewählt, der Schnappschuss vom Original wird automatisch erzeugt (mehr zu den Optionen im Weiteren). Die Protokollpalette listet also ihre bisherigen zehn Eingriffe auf. So kann es weitergehen:
Um Einzelschritt für Einzelschritt durch die Aufzeichnung zu wandern, drücken Sie Umschalt+Strg+Z für Vorwärts- und Alt+Strg+Z für Rückwärtsbewegung. Alternativ ziehen Sie den dreieckigen grauen Regler in der Protokollpalette nach oben oder unten. Eventuell können Sie auch mit Strg+Z immer weiter zurückwandern; dies hängt von den Kurztasten-Vorgaben in den Voreinstellungen ab (siehe Seite 97).
Mit dem Symbol Schnappschuss erstellen
in der Protokollpalette legen Sie beliebig viele Schnappschüsse Ihrer Datei (nur bei Photoshop, nicht bei ImageReady) an. Die Abbildungen erscheinen en miniature ganz oben in der Protokollpalette. Der Vorteil: Selbst wenn die Befehle aus der Protokollpalette gelöscht oder überschrieben sind, bleiben Ihnen die Schnappschüsse erhalten. So können Sie auf ausgewählte, frühe Varianten Ihrer Bildbearbeitung zurückgreifen; das ist oft sinnvoller, als endlose Listen in der Protokollpalette zu speichern. Klicken Sie doppelt auf den Namen des Schnappschusses, um ihn später noch umzubenennen. Das Kontextmenü zum Schappschuss bietet Befehle wie Löschen und Protokoll löschen. Der Schnappschuss lässt sich ebenso wie jeder andere Eintrag in der Protokollpalette als Quelle für den Protokollpinsel
verwenden; außerdem eignet er sich für die Protokoll-Option beim Füllen einer Auswahl oder eines Pfads.
Vorsicht: Beim Rückgriff auf einen Schnappschuss löscht Photoshop jüngere Bildvarianten aus dem Protokollspeicher, sofern Sie nicht die Option Nicht-lineare Protokolle sind zulässig aktiviert haben (siehe unten).
Abbildung 1.42: Drei Varianten einen Schnappschusses bietet Photoshop an.
Wenn Sie das Symbol Schnappschuss erstellen
bei gedrückter Alt-Taste anklicken, haben Sie die Möglichkeit, einen eigenen Namen für diese Momentaufnahme zu vergeben (ansonsten tun Sie das nach Doppelklick auf den Schnappschuss in der Palette). Außerdem zeigt Photoshop das Klappmenü Aus, in dem Sie die Art des Schnappschusses festlegen:
Sie erhalten dieses Dialogfeld Neuer Schnappschuss auch über den Befehl Neuer Schnappschuß im Menü der Protokollpalette. Vorsicht: Wenn Sie nicht die Option Vollständiges Dokument verwenden, haben Sie beim Rückgriff auf diesen Schnappschuss nur eine Einzelebene zur Verfügung. Der Klick auf das Schnappschuss-Symbol
unten in der Palette fängt immer ein Vollständiges Dokument ein.
Wenn Sie die werkseitig eingerichteten Optionen noch nicht verändert haben, erzeugt Photoshop einen ersten Schnappschuss der naturbelassenen Datei gleich beim Öffnen (ImageReady bietet generell keine Schnappschussfunktion). Damit greifen Sie besonders zügig auf die ursprüngliche Bildfassung zurück - schneller und sicherer als mit dem Datei-Befehl Zurück zur letzten Version, der ja auch die Protokoll-Liste löscht.
Den aktuellen Zustand können Sie in eine völlig neue Datei übertragen, die Photoshop mit dem Namen des aktuellen Befehls auf die Programmfläche wirft; dazu dient das Symbol Neues Dokument erstellen
. So lassen sich unterschiedliche Varianten einer Datei besonders übersichtlich auseinander halten - eine bequeme Alternative auch zum Befehl Bild: Duplizieren. Dabei bewahrt Photoshop auch Ebenen, die ausgeblendet wurden.
Schwierig wird es allerdings, wenn Sie später per Protokollpinsel
einzelne Teile der einen Datei in die andere übertragen wollen. Dies geht zwar mit dem Kopierstempel
, doch eventuell übertragen Sie die Pixel dabei nicht deckungsgleich. Legen Sie statt dessen die Dateien auf mehreren Ebenen übereinander und kombinieren Sie diese, indem Sie oben liegende Varianten mit Ebenenmasken oder Radiergummi
transparent machen und die Ebenen dann verschmelzen.
Die Protokollfunktion ist speicherintensiv. Wie weit der Arbeitsspeicher gefüllt wird, lesen Sie, wenn Sie die Systembeanspruchungsanzeige in der Info-Leiste auf Arbeitsdatei-Größen stellen (Details weiter vorn in diesem Kapitel ab Seite 109).
Um Ihren Speicher zu schonen, reduzieren Sie die Zahl der Schritte, die Sie sich zur Rücknahme vorbehalten. Die genaue Zahl richten Sie in beiden Programmen mit dem Befehl Bearbeiten: Voreinstellungen: Allgemeine ein. Hier bietet Photoshop im Feld Protokoll-Status ab Werk zunächst 20 Schritte an. Das ist freilich wenig, wenn man bedenkt, dass jeder kleine Klecks mit Kopierstempel
oder Pinsel
einen eigenen Eintrag auslöst. Doch zumindest bei knappem Speicher sollte man die Liste tatsächlich kurz halten und nur von interessanten Zwischenergebnissen einen Schnappschuss aufnehmen (siehe oben). Maximal möglich sind 100 Protokollobjekte bei Photoshop und 199 Protokollobjekte bei ImageReady. (ImageReady erlaubt ab Werk 32 Rückschritte, das Eingabefeld in den Voreinstellungen heißt Widerrufen-Schritte.)
Um den Speicher zu entlasten, können Sie Schritte verwerfen oder auch den kompletten Protokollspeicher leeren.
So entfernen Sie Einzelschritte:
Sie können Einzelschritte in Photoshop auch so löschen:
unten rechts in der Protokollpalette. Photoshop fragt: »Wollen Sie löschen?«.
Bei Bedarf hieven Sie die entfernten Befehle 4 bis 10 unmittelbar nach dem Löschen wieder in die Palette; dies besorgt der Befehl Bearbeiten: Widerrufen: Objekte löschen.
Wie auch bei anderen Paletten klicken Sie den Mülleimer bei gedrückter Alt-Taste an, um gleich ohne Rückfrage zu löschen. Ebenso wirkt der Befehl Löschen aus dem Menü der Protokollpalette, das Sie wie immer mit dem Dreieck
rechts oben einblenden. Auch dieser Befehl erspart Ihnen die Rückfrage, sofern Sie ihn bei gedrückter Alt-Taste anklicken. Abermals steht das Löschen im Kontextmenü zur Verfügung; dazu klicken Sie einen Befehl der Protokollpalette mit rechts an (am Mac bei gedrückter Ctrl-Taste).
Sie können die gesamte Protokolllatte für das aktive Bild löschen. Wählen Sie dazu bei Photoshop und ImageReady den entsprechenden Befehl im Menü der Protokollpalette. Photoshop bietet die Funktion Protokoll löschen auch im Kontextmenü per Rechtsklick über einem Protokollobjekt (am Mac Ctrl-Klick). Damit verschwinden alle Aufzeichnungen für das aktive Bild, aber der aktuelle Zustand bleibt erhalten. Die Aufzeichnungen aus der Protokollliste können Sie bei Photoshop unmittelbar im Anschluss an das Löschen per Widerrufen zurückholen. Protokolle für weitere geöffnete Bilder bleiben erhalten.
Photoshops Befehl Bearbeiten: Entleeren: Protokolle entfernt dagegen die Protokollinformationen für sämtliche geöffneten Bilder. Photoshop blendet hier eine wichtige Warnung ein: Dies kann nicht widerrufen werden. Weiter?
Ziehen Sie einen Zustand oder einen Schnappschuss aus der Protokollpalette in ein anderes Bild. Damit verwandeln Sie das Zielbild in eine Kopie der Vorlage mit sauber getrennten Ebenen - sogar die Bildmaße werden bei Bedarf geändert; verloren sind allerdings die ursprünglichen Ebenen des Zielbildes. Photoshop warnt Sie dabei nicht.
Die Protokolloptionen gibt es nur bei Photoshop, nicht bei ImageReady. Sie erreichen diese wichtigen Einstellmöglichkeiten wie üblich mit dem Befehl Optionen im Menü der Protokollpalette. Die Option Nicht-lineare Protokolle sind zulässig ist hier zunächst ausgeschaltet. Lassen Sie die Option ausgeschaltet, gilt folgendes Verhalten:
Abbildung 1.43: Hier haben wir auf die Option Nicht-lineare Protokolle sind zulässig verzichtet. Links: Wir haben das Bild in neun Schritten bearbeitet. Die Stempelretusche wird jedoch verworfen. Wir kehren zu Schritt 3 zurück. Die anderen Schritte erscheinen abgedimmt. Rechts: Sobald wir die Unscharfmaskierung verwenden, entfernt Photoshop die bisherigen Schritte 4 bis 9 aus der Liste. Das spart Arbeitsspeicher und wirkt übersichtlich. Diese Bild fassungen sind damit verloren. Nur wenn Sie den Befehl »Bearbeiten: Widerrufen« wählen, bietet Photoshop die Schritte 4 bis 9 in der Protokollpalette wieder an.
Dieses Verhalten ändert sich, sobald Sie in den Optionen das Kästchen neben Nicht-lineare Protokolle sind zulässig anklicken. Nun können Sie Einzelschritte löschen - aber auch spätere Varianten bleiben weiterhin erhalten. Durch das Löschen der Einzelschritte gehen Ihnen also keine Arbeitsstufen verloren - auch nicht solche, mit denen Sie nicht weiterarbeiten. Nun verhält sich das Programm so:
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Statt die speicherfressende und manchmal verwirrende Option Nicht-lineare Protokolle sind zulässig zu verwenden, können Sie für interessante Bildzustände auch einen Schnappschuss anlegen. |
Abbildung 1.44: Hier haben wir die Option »Nicht-lineare Protokolle sind zulässig« aktiviert. Links: Wir haben das Bild in neun Schritten bearbeitet und sind dann zu Schritt 3 zurückgekehrt. Diesmal erscheinen die Schritte 4 bis 9 nicht abgedimmt. Rechts: Wir haben die Unscharfmaskierung angewendet. Sie erscheint als Schritt 10 in der Protokollpalette. Die verworfenen Schritte 4 bis 10 bleiben weiterhin erhalten und lassen sich durch Anklicken wieder herstellen. Dies kostet mehr Arbeitsspeicher und erschwert die Orientierung in der Protokollpalette. Sie können jedoch auf Bild zustände zurückgreifen, die Sie zwischenzeitlich verworfen hatten.
Mit dem Protokollpinsel
(nur bei Photoshop, nicht bei ImageReady, Kurztaste Y) pinseln Sie Teile einer beliebigen Bildfassung pixelgenau in die aktuelle Version der Datei. So lassen sich Übergänge zwischen veränderten und ursprünglichen Bildteilen säubern oder allgemein verschiedene Zustände einer Datei ineinander schichten. Sie haben die Wahl:
Wie bei anderen Pinselwerkzeugen gilt auch hier: Sie haben alle Überblendverfahren und Werkzeugspitzen zur Verfügung. Sobald das Werkzeug aktiviert und einige Arbeit bereits vollbracht ist, wählen Sie folgendes Verfahren:
direkt links neben einem Arbeitsschritt mit der Einblenderklärung Wählt die Quelle für den Protokoll-pinsel; oder klicken Sie neben einem Schnappschuss in der Protokollleiste. Dort erscheint das Symbol für den Protokollpinsel
. Das bedeutet: Auf diese Fassung wird der Protokollpinsel
beim Farbauftrag zurückgreifen. (Aktivieren Sie dieses Objekt jedoch nicht durch einen Klick auf den Namen.)
in der Werkzeugleiste.
Diese Aktivitäten werden wiederum in der Protokollpalette vermerkt; Sie können also jeden Strich mit dem Protokollpinsel
einzeln widerrufen oder als Basis für neue Protokollretuschen verwenden. Der Radiergummi
hat im Übrigen eine Option Zurück zur letzten Version, die aber tatsächlich auch zur markierten Protokollquelle zurückradiert - die gleiche Arbeitsweise wie der Protokollpinsel
also.
Abbildung 1.45: In der Protokollpalette erkennen Sie: Unmittelbar vor Anwendung des Protokollpinsels haben wir das Bild zunächst mit dem Befehl »Gradationskurven« korrigiert und dann das Gesamtmotiv mit »Bild : Einstellen: Schwellenwert« in eine Strichgrafik verwandelt. Mit dem Protokollpinsel malen wir jetzt frühere Bild zustände in die Strichgrafik. Hier tragen wir Bild punkte aus der Zwischenstufe »Gradationskurven« auf; Sie erkennen an dem Pinsel-Symbol neben dem Zustand »Gradationskurven«, dass der Protokollpinsel auf Pixel aus diesem Zwischenergebnis zurückgreift. Datei: Haende
Sie können auch eine Auswahl oder einen Pfad mit einem Protokollzustand füllen. Dazu verwenden Sie die Befehle Bearbeiten: Füllen (Umschalt+Rückschritt, siehe Seite 548) oder, aus dem Menü der Pfadpalette, Pfad füllen. Im Klappmenü Füllen mit verwenden Sie nicht die Option Vordergrundfarbe, sondern Protokoll. Zum Füllen verwendet Photoshop diejenige Bildversion, die in der Protokollpalette mit dem Pinselsymbol markiert ist. Fehlt diese Kennzeichnung, wird die Option Protokoll nicht angeboten. Beim Füllwerkzeug
genießen Sie dieses Angebot nicht.
Mit dem Füllen-Befehl und mit dem Protokollpinsel
bringen Sie ältere Bildzustände in eine neuere Variante Ihrer Vorlage oder umgekehrt. Hinter einige Schritte können Sie jedoch nicht mehr zurückkehren:
verändert haben.
Abbildung 1.46: Das Kontextmenü des Protokollpinsels, erreichbar per Rechtsklick über dem Bild (am Mac per Ctrl-Klick), bietet Ihnen wie bei allen Pinselwerkzeugen verschiedene Überblendtechniken und die Werkzeugspitzen-Optionen. Zudem listet das Kontextmenü alle »Schnappschüsse« aus der Protokollpalette auf; Sie müssen also nicht erst in die Protokollpalette wechseln, wenn Sie einen anderen Schnappschuss als Quelle für den Protokollpinsel angeben wollen.
Photoshops Kunst-Protokollpinsel
malt einen Bildzustand, den Sie in der Protokollpalette markiert haben, »künstlerisch verfremdet« ins aktuelle Bild. In den Optionen zum Kunst-Protokollpinsel haben Sie folgende Möglichkeiten:
Abbildung 1.47: In den Optionen zum Kunst-Protokollpinsel legen Sie fest, wie das Werkzeug die gewählte Bild version verfremden soll.
Weitere Möglichkeiten bietet die Schaltfläche Einstellungen
:
Um die Wirkung des Kunst-Protokollpinsels kennen zu lernen, sollten Sie alle Einstellungen auf Aus setzen. Weitere Beispiele für Einstellungen finden Sie bei der Besprechung der allgemeinen Werkzeugspitzen-Optionen ab Seite 557.
Abbildung 1.48: Diese Beispiele entstanden mit dem Kunst-Protokollpinsel. Das Originalbild wurde zunächst mit weißer Farbe gefüllt (Umschalt+Rückschritt), dann markierten wir das unveränderte Bild als Kopierursprung. Datei: Schminke
Beachten Sie im Zusammenhang mit dem Kunst-Protokollpinsel auch Folgendes:
. Attraktiv sind auch die »künstlerischen« Werkzeugspitzen-Bibliotheken »Natürliche Spitzen« und »Verschiedene Spitzen«, die Sie über das Palettenmenü laden.
ein und wählen Sie aus der Pfadpalette den Befehl Pfadkontur füllen oder Unterpfadkontur füllen (Seite 716).
Photoshop und ImageReady bieten umfangreiche Anzeigen über die technischen Eigenschaften des Bildes, über die aktuelle Auswahl wie auch über das Gesamtsystem. Die folgenden Merkmale finden Sie zum Teil nur bei Photoshop. Die speziellen Informationsmöglichkeiten für das ImageReady-Bildfenster besprechen wir im Kapitel »Funktionen für Internet-Designer« ab Seite 345.
Den unteren Programmfenster-Rahmen bildet bei Photoshop für Windows die Info-Leiste, sofern Sie diese mit dem Fenster-Befehl Informationsleiste einblenden hervorholen. Am Mac erscheint dieser Bereich unten im Einzelbildfenster. Hier nennt Photoshop für Windows die Tastaturkombinationen, die bei einem Werkzeug zur Verfügung stehen. An der Balkengrafik ganz links ist abzulesen, zu wie viel Prozent ein Befehl schon abgearbeitet wurde (was zu lange dauert, brechen Sie mit der Esc-Taste ab). Außerdem finden Sie die Anzeige für Zoomstufe und Systembeanspruchung; dazu mehr im Anschluss.
Abbildung 1.49: Die Info-Leiste nennt Programm- oder Bild daten und gibt Tipps.
Links unten in der Info-Leiste sehen Sie zwei Werte für Dateigrößen. Ein Mausklick auf dieses Feld blendet ein Schema mit der Seitengröße ein; Sie sehen dort, wie viel Platz das Bild auf einer DIN-A4-Seite einnimmt (sofern Sie DIN A4 eingerichtet haben). Übersichtlicher wirkt jedoch der Befehl Datei: Druckoptionen (Seite 150).
Klicken Sie mit gedrückter Alt-Taste auf dieses Feld, bekommen Sie die Datei-Informationen für das Bild mit Breite, Höhe, Auflösung und Zahl der Farbkanäle. Haben Sie in den Voreinstellungen oder in den Optionen zur Infopalette als Maßeinheit Pixel gewählt, nennt Photoshop im Datenfeld über der Info-Leiste auch nur Pixelwerte; geben Sie indes Zentimeter vor, macht das Datenfeld sowohl Zentimeter- als auch Pixelangaben. Ähnliche Informationen erhalten Sie auch mit dem Befehl Bild: Bildgröße und dort lassen sich auch Korrekturen eingeben oder nur erproben.
Das kleine Dreieck
in der Info-Leiste öffnet ein Mini-Menü; hier entscheiden Sie, welche Informationen Photoshop links nebenan ausgeben soll. Sie haben die Wahl zwischen Dateigrößen, Arbeitsdatei-Größen, Timing, Dokumentprofil, Effizienz und Aktuelles Werkzeug.
Entscheiden Sie sich für Dateigrößen, beziehen sich die Werte nur auf die aktive Datei. Der linke Wert nennt die Größe der Datei im Arbeitsspeicher so, als ob es sich um ein Bild ohne separate Ebenen oder Alphakanäle handelt. Rechts neben dem Schrägstrich lesen Sie den tatsächlich verlangten Speicherplatz für dieses Bild; er ist größer als der linke Wert, wenn über dem Untergrund zusätzliche Objekte schweben oder wenn Sie Auswahlkanäle einsetzen.
Ein Beispiel: Öffnen Sie das Bild »Ball.psd« aus dem »Praxis«-Verzeichnis von der CD zu diesem Buch. Dabei handelt es sich um ein Bild mit mehreren Ebenen.
Links vom Schrägstrich stehen hier »489K«, rechts »1,5M«. Das bedeutet: Die Datei »Ball.psd« beansprucht mit ihren verschiedenen Ebenen - Ball, Schatten, Himmel - 1,5 Mbyte Arbeitsspeicher. Wenn man jedoch alle Ebenen zu einer einzigen »Hintergrund«-Ebene verschmilzt, so dass alle verborgen unten liegenden Bildpunkte gelöscht sind, benötigt das Bild nur noch 489 Kbyte Arbeitsspeicher. Etwa der gleiche Wert kommt zustande, wenn Sie das Bild unkomprimiert und ohne Ebenen oder Alphakanäle auf Festplatte speichern, zum Beispiel im Format TIFF unkomprimiert.
Ziehen Sie nun die Ebene »Ball« in den Mülleimer
, lesen Sie in der »Dateigrößen«-Anzeige: »498K/1007K«. Der linke Wert bleibt also gleich: Denn für die »flache« Version des Bildes, wenn alle Ebenen verschmolzen sind, braucht Photoshop ja stets denselben Arbeitsspeicher. Nicht der Bildinhalt entscheidet hier, sondern allein die Pixelfläche und der Farbmodus und daran haben Sie nichts geändert. Doch der Wert rechts vom Querstrich ist gesunken, denn Sie haben eine Ebene gelöscht.
Abbildung 1.50: Oben: Mit der Vorgabe »Dateigrößen« verrät Photoshop, wie viel Arbeitsspeicher eine Version der Datei ohne separate Ebenen beansprucht und wie viel Speicher die Gesamtdatei mit Einzelebenen braucht. Unten: Mit der Vorgabe »Arbeitsdatei-Größen« nennt das Programm den Gesamtbedarf an Arbeitsspeicher für alle Bild er, rechts neben dem Schrägstrich erscheint der verfügbare Speicherplatz.
Klicken Sie die Arbeitsdatei-Größen an, dann entnehmen Sie der ersten Zahl, wie viel Speicherplatz Photoshop für alle geöffneten Bilder benötigt. Der zweite Wert verrät, wie viel Arbeitsspeicher dem Programm überhaupt zur Verfügung steht. Ist die linke Zahl höher als die rechte, so heißt dies: Photoshop benötigt mehr Arbeitsspeicherkapazität, als ihm zur Verfügung steht. Dann muss das Programm Dateien auf die Festplatte, auf ein »Arbeitsvolume« auslagern - und das kostet endlos viel Zeit (Details zu Arbeitsvolumes finden Sie auf Seite 144).
Für unsere Abbildung heißt das: Photoshop zeigt links »111,9M« an; das Programm braucht also für sich und die geöffneten Bilder 111,9 Mbyte Arbeitsspeicher. Rechts steht »448,2M«; Photoshop hat also insgesamt 448,2 Mbyte Arbeitsspeicher zur eigenen Verfügung - für die aktuelle Aufgabe reicht das einstweilen.
Wenn Sie weitere Bilder öffnen, vergrößert sich der linke Wert - für den tatsächlichen Arbeitsspeicherbedarf. Hier erkennen Sie auch, wie sich Photoshop nach der Ausführung von Befehlen oder nach dem Kopieren mehr Arbeitsspeicher genehmigt. Sie erleben mit, wie eine Bearbeitung des Gesamtbildes - etwa ein Scharfzeichnen ohne Auswahl - mehr Widerrufen-Speicher schluckt als ein kleiner örtlicher Eingriff, etwa das Aufziehen einer kleinen Rechteckauswahl.
Mit der Vorgabe Dokumentprofil nennt Photoshop das Farbprofil des aktuellen Bildes.
Mit der Vorwahl Effizienz zeigt Photoshop an, wie viel Prozent seiner Operationen im schnellen Arbeitsspeicher ablaufen. Liegt der Wert unter 100 Prozent, erkennen Sie, dass Photoshop auf die langsame Festplatte, auf ein »Arbeitsvolume«, auslagern muss. Vielleicht ein Anlass, die Speicherzuteilung zu ändern.
Wenn Sie Timing anwählen, verrät Photoshop die Zeit, die er für die zurückliegende Operation gebraucht hat. Sie können den Zeit-Wert wieder auf Null setzen: Dazu wählen Sie den Zeit-Befehl mit gedrückter Alt-Taste an.
Der Befehl Aktuelles Werkzeug nennt, jawohl, das aktuelle Werkzeug. Praktisch ist das zum Beispiel, wenn Sie die Werkzeugleiste per Tab-Taste von der Oberfläche verbannt haben und statt eines Werkzeugsymbols lieber den wirksamen Umriss der Werkzeugspitze anzeigen. Sie werden dann die Werkzeuge zum Beispiel per Kurztasten aufrufen und erfahren aus der Statuszeile, ob ihr Tastenhieb auch das gewünschte Tool anspringen lässt.
Generell erfahren Sie hier aber nicht das Werkzeug, das Sie durch eine Kurztaste vorübergehend einschalten, bis Sie die Taste wieder loslassen. So können Sie etwa per Alt-Taste von Malwerkzeugen vorübergehend zur Pipette
wechseln, fast immer bringt die Strg-Taste das Verschieben-Werkzeug
her - aber davon lesen Sie in Photoshops Info-Leiste nichts.
Der Befehl Fenster: Informationen einblenden fördert die Infopalette auf den Schirm; alternativ drücken Sie F8, sofern Sie diese Taste nicht in der Aktionenpalette anderweitig vergeben haben. Die Infopalette zeigt die Farbwerte des Bildpunkts unter dem Werkzeugcursor in zwei verschiedenen Farbmodellen - welche Farbmodelle, das bestimmen Sie im Palettenmenü oder über die pipettenförmigen Schnellschalter in der Anzeige selbst. Außerdem sehen Sie die Koordinaten der Cursorposition in Pixeln, Zentimetern oder Inches.
Abbildung 1.51: Die Infopalette nennt alle Daten für Bild und Auswahl. In den Paletten-Optionen nennen Sie die Farbmodelle und Maßeinheiten, die Photoshop verwenden soll.
Arbeiten Sie mit der Auswahlellipse
oder dem Auswahlrechteck
, zeigt die Infopalette Höhe (H) und Breite (B) des ausgewählten Bereichs an. Beim Arbeiten mit Buntstift
, Linienzeichner
oder Verlaufswerkzeug
sehen Sie die Koordinaten der Anfangs- und Endpunkte, den Winkel (W), die Distanz (D), die Veränderungen auf der X-Achse ([---DELTA---] X) und auf der Y-Achse ([---DELTA---] Y) beim Ziehen sowie die Höhe (H) und Breite (B) des ausgewählten Bereichs. Wenn Sie skalieren, lassen sich Höhe und Breite (H, B) der skalierten Auswahl sowie die prozentualen Veränderungen ablesen; bei Drehmanövern erscheint der Drehwinkel.
Bei einer Farbkorrektur zeigt die Infopalette nebeneinander die Werte vor und nach der Korrektur an, solange das entsprechende Dialogfeld, etwa Helligkeit/Kontrast, noch offen ist. Ein Ausrufezeichen neben einem Farbwert signalisiert, dass dieser außerhalb des druckbaren Bereichs liegt. Die Maßeinheiten und Farbsysteme ändern Sie nicht nur über die Paletten-Optionen, sondern auch mit den Mini-Schaltern in der Palette selbst.
Abbildung 1.52: Durch Klicken auf die Symbole in der Infopalette ändern Sie die Anzeige von Farbmodus und Längeneinheiten, ohne die Palettenoptionen oder Voreinstellungen aufzurufen.
Das Farbaufnehmer-Werkzeug
finden Sie im selben Fach der Werkzeugleiste wie die Pipette
und Sie rufen es mit derselben Kurztaste I auf. Das Farbaufnehmer-Werkzeug verteilt bis zu vier Messpunkte über die Datei. Photoshop nummeriert diese Messstationen durch und nennt in der Infopalette für jeden Punkt separat den genauen Farbwert.
Sie können Messpunkte in mehreren Dateien gleichzeitig anlegen. Photoshop zeigt die Werte für das jeweils aktive Dokument. Wenn Sie das Werkzeug wechseln, blendet Photoshop die Punkte aus. Sie erscheinen aber unverändert, sobald Sie das Farbaufnehmer-Werkzeug wieder aufrufen. Starten Sie einen Tonwert-Befehl wie Farbton/Sättigung, zeigt die Infopalette bei geöffnetem Dialogfeld für jeden einzelnen Messpunkt gleich zwei Werte - Vorher und Nachher. Die Messpunkte messen weiter, auch wenn Sie mit dem Pinsel
darüber malen oder einen Filter starten.
Es ist egal, welche Montage-Ebene Sie aktivieren: Das Farbaufnehmer-Werkzeug misst immer den Tonwert des sichtbaren Gesamtbildes. Blenden Sie eine Ebene aus, kann sie auch nicht mehr mit gemessen werden. Sie können mit dem Farbaufnehmer-Werkzeug den Farbwert eines einzelnen Bildpunkts messen oder den Durchschnitt aus 3x3 oder 5x5 Pixeln; Sie regeln das per Kontextmenü oder in den Werkzeugoptionen.
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Sie können mit dem Farbaufnehmer-Werkzeug arbeiten, während Dialogfelder wie Gradationskurven oder Farbbalance geöffnet sind. Dazu klicken Sie mit gedrückter Umschalt-Taste ins Bild. |
Mit dem kleinen Menüdreieck neben dem Pipettensymbol in der Infopalette geben Sie für jeden Messpunkt ein anderes Farbmodell vor, zum Beispiel RGB, CMYK oder Lab-Farbe. Allerdings verwendet das Programm zunächst stets das aktuelle Farbmodell und merkt sich nicht die Farbmodelleinstellung, die Sie für die vorherige Datei eingerichtet hatten.
Bewegen Sie das Farbaufnehmer-Werkzeug über einen Messpunkt, um diesen zu bewegen. Wenn Sie dabei zur Umschalt-Taste greifen, bleiben Ihnen nur Bewegungen auf Geraden übrig. Umgekehrt können Sie mit dem Verschieben-Werkzeug
auch Ebenen oder Arbeitsflächen unter den Messpunkten her verschieben, die dabei auf ihrer Position beharren.
Die Messpunkte vermehren sich beim Duplizieren einer Datei mit und sie überstehen auch eine Verkleinerung per Bildgröße-Befehl.
In einigen wichtigen Dateiformaten speichert Photoshop Messpunkte automatisch mit; man trifft sie also nach erneutem Öffnen wieder an. Dazu zählen die Dokumenttypen TIFF, Photoshop und JPG, während GIF sich dagegen sperrt.
Um einen Messpunkt zu entfernen, rücken Sie ihm mit dem Farbaufnehmer-Werkzeug bei gedrückter Alt-Taste zu Leibe. Der Cursor erscheint dann als Schere, der Punkt lässt sich wegschneiden. Alternative: Schieben Sie den Messpunkt aus dem Bild.
Sie blenden die Punkte aus, indem Sie zu einem anderen Werkzeug wechseln oder wenn Sie die Option Extras einblenden im Ansicht-Menü abwählen. Einen entsprechenden Befehl bietet zudem das Menü zur Infopalette.
Auch wenn die Kontrastkorrekturen aus dem Untermenü Bild: Einstellen geöffnet sind, können Sie noch Messpunkte setzen. Dazu klicken Sie bei gedrückter Umschalt-Taste ins Bild. Um einen Messpunkt noch bei offenem Dialogfeld wieder zu entfernen, klicken Sie ihn bei gedrückter Umschalt+Alt-Taste an. Zum Verschieben reicht die Umschalt-Taste.
Abbildung 1.53: Messdiener: Bis zu vier Messpunkte verteilt das Farbaufnehmer-Werkzeug; die Infopalette meldet die Daten. Datei: Ball
Das Messwerkzeug
finden Sie nur bei Photoshop. Es misst Distanzen zwischen zwei Punkten. In der Werkzeugleiste belegt es ein gemeinsames Fach mit Pipette
und Farbaufnehmer-Werkzeug
. Wie diese Werkzeuge, lässt es sich mit der Taste I aufrufen; Umschalt+I wechselt zwischen den Werkzeugen hin und her.
Klicken Sie ins Bild und ziehen Sie den Zeiger bei gedrückter Maustaste bis zum zweiten Punkt. Das Werkzeug hinterlässt eine graue, nicht druckbare Linie mit zwei deutlich markierten Enden in der Datei. Ziehen Sie ausgehend von einem Endpunkt bei gedrückter Alt-Taste, um eine zweite Strecke in einem beliebigen Winkel anzubringen. Die Umschalt-Taste beschränkt wie stets auf 45-Grad-Linien.
Die Informationspalette und die Optionenleiste melden jetzt den Winkel, die Länge und die Position des Maßbands, das Sie ins Bild gesetzt haben. Sie können das Band verschieben oder eine neue Messstrecke ins Bild klicken. Um das Messwerkzeug zu drehen, klicken Sie eins der Enden an und ziehen. Wenn Sie dabei die Umschalt-Taste drücken, sind nur Winkel in 45-Grad-Schritten möglich. Verwenden Sie beim Verschieben die Umschalt-Taste, bewegt sich das ganze Messwerkzeug nur in 45-Grad-Winkeln weiter.
Photoshop zeigt die Messwerkzeug-Werte so lange an, wie das Werkzeug aktiviert ist. Greifen Sie zu einem anderen Tool, blendet Photoshop das Messwerkzeug aus und die entsprechenden Anzeigen in der Infopalette mit ihm. Das Maßband bleibt freilich am Platz. Klicken Sie lediglich das Messgerät erneut an.
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Vorsicht: Wenn Sie ein brauchbares Maßband aus Versehen durch weitere
Klicks wieder zunichte gemacht haben, lässt sich der Verlust nicht Widerrufen. |
Abbildung 1.54: Mit dem Messwerkzeug wurde eine Strecke ins Bild geklickt. Maße, Winkel und Position der Linien nennt Photoshop in der Infopalette und in der Optionenleiste.
Ein Maßband, das Sie nicht mehr benötigen, schieben Sie einfach von sich oder klicken Sie die Schaltfläche Löschen in den Werkzeugoptionen an. Das Maßband lässt sich nicht speichern: Nach Schließen des Bildes ist es auf jeden Fall weg. Sie können das Maßband weder in eine andere Datei ziehen noch mit der Aktionenpalette verewigen. (Die Messpunkte des Farbaufnehmer-Werkzeugs
, siehe oben, speichert Photoshop dagegen mit einigen Dateiformaten.)
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Sie können den Winkelwert eines Messwerkzeugs in das Datenfeld des Befehls Bild: Arbeitsfläche drehen: Per Eingabe übernehmen. Damit lässt sich ein Horizont sauber ausrichten (Details auf Seite 194). |
Sie fördern die Aktionenpalette bei Photoshop und ImageReady mit dem einschlägigen Fenster-Befehl zutage. Die Aktionenpalette zeichnet Befehlsfolgen auf, so genannte »Aktionen«: Der Job Freistellen-Kontrastkorrektur-Modusänderung-Schärfen-Speichern läuft dann in einem Rutsch ohne weiteres Zutun ab. Mit einer Datei oder mit vielen Dateien. Photoshop rotiert, Sie haben frei.
Die Aktionenpalette spart enorm Zeit, auch wenn die Einarbeitung zunächst lästig wirkt. Die Beschäftigung mit Photoshops Aktionismus lohnt sich immer, sofern Sie regelmäßig wiederkehrende Befehlsfolgen verwenden oder auch nur mit Filterkombinationen experimentieren. Einige Aktionen finden Sie in der Aktionenpalette bereits im Set »Standardaktionen«, weitere Aktionensammlungen laden Sie über das Palettenmenü.
Abbildung 1.55: Aktionismus: Mit der Aktionenpalette zeichnen Sie Befehlsfolgen auf. Links: Der Listenmodus blendet auf Wunsch die Einstellungen der Einzelbefehle ein. Der Schaltermodus (rechts, nur bei Photoshop) schafft Übersicht.
Die Verwaltung der Aktionen bei Photoshop und ImageReady unterscheidet sich auf verwirrende Art. Um das Glück vollkommen zu machen, bietet ImageReady zusätzlich zu Aktionen noch so genannte Droplets an (siehe unten).
Die Möglichkeiten der Aktionenpalette sind vielseitig:
Eins geht allerdings in Photoshop nicht: Sie können die Befehlsfolgen, welche die Protokollpalette auflistet, nicht in die Aktionenpalette übernehmen. Gelungene Funktionsreihen müssen Sie für die Aktionenpalette neu herunterklicken. (Bei ImageReady lassen sich kompatible, einzelne Befehle aus der Protokollpalette in eine Aktion ziehen, siehe unten.)
Sie können keine Aktionen aufzeichnen, die Befehle aus den beiden Programmen Photoshop und ImageReady verwenden. Lediglich der Befehl Datei: Springen zu (er entspricht dem Klick auf die Programmwechsel-Schaltfläche ganz unten in der Werkzeugleiste) wird aufgezeichnet. Sie können also zum anderen Programm wechseln, dann von Hand zum ursprünglichen Programm zurückkehren und dort die Aktion weiterlaufen lassen.
Bei ImageReady können Sie Ihre Aktionen nicht auf verschiedene »Sets« verteilen. Außerdem werden die Aktionen anders gespeichert: als so genannte »Droplets«. Dabei wird jede Aktion zu einer eigenen Datei. Wir besprechen hier zunächst die Möglichkeiten von Photoshop und gehen am Ende des Abschnitts auf die »Droplets« von ImageReady ein.
Nach dem Start zeichnet Photoshop die Befehle in der Reihenfolge auf, in der Sie diese eingeben. Später können Sie jederzeit Befehle entfernen, vorübergehend ausschalten oder nachtragen. Selbst den Palettenbefehl Ausführen: Aktion können Sie in eine Aktion einbauen, um Aktionen zu verketten. Wir besprechen hier zunächst die Grundlagen und weisen dann auf Besonderheiten hin.
Denken Sie daran, dass manche Befehle bei wechselnden Farbmodi oder Dateigrößen unterschiedliche Auswirkungen haben. Zeichnen Sie die Aktion eventuell zunächst an einer unwichtigen Datei auf, zum Beispiel an einem Duplikat. Sie können die Befehle Speichern unter oder Bild: Duplizieren ganz zu Anfang aufzeichnen, um eine unberührte Fassung der Datei zu behalten. Auch die Funktionen Neuer Schnappschuss
und Neues Dokument
von der Protokollpalette können Sie mit aufzeichnen, um unveränderte Ausgaben Ihres Bildes zurückzubehalten.
Aktionen lassen sich in unterschiedlichen »Aktionssets« wie in einem Ordner zusammenfassen und bei Bedarf ausblenden. Das ist übersichtlicher, als wenn Sie alle Aktionen untereinander weg auflisten. Dies gilt gerade für Sammler und Jäger, die mit Aktionen von CDs oder aus dem Internet experimentieren. Photoshop packt die neue Aktion gegebenenfalls in das aktuelle »Set«. Um ein neues »Set« anzulegen, haben Sie zwei Möglichkeiten:
. Im Dialogfeld geben Sie dem Kind einen Namen.
Nach einem Doppelklick auf den Namen des Sets in der Aktionenpalette können Sie es umtaufen.
So erstellen Sie die eigentliche Aktion:
. Wenn Sie mit gedrückter Alt-Taste klicken, erscheint das nachfolgend beschriebene Dialogfeld nicht. Statt dessen entsteht sofort eine »Aktion n«, die Aufzeichnung startet ohne weiteres Vorspiel.
Denken Sie daran, dass einige Photoshop-Funktionen bereits mit Kurztaste belegt sind: So ruft F6 den Farbregler, F7 zaubert die Ebenenpalette her; eine vollständige Liste finden Sie auf Seite 54. Photoshop lässt es ungerührt zu, dass Sie diese Kürzel für eine neue Aktion vergeben - die ursprüngliche Funktion geht natürlich verloren.
Abbildung 1.56: Neuen Aktionen weisen Sie Namen und Tastaturkürzel zu.
Dann beginnt die eigentliche Aufzeichnung:
.
rot leuchtet, rufen Sie die Befehle in der gewünschten Reihenfolge auf. Wenn Sie ein Dialogfeld mit Abbrechen wieder vom Schirm verbannen, wird es nicht in die Aktion aufgenommen.
oder das Drücken der Esc-Taste beendet die Aufzeichnung.
Wenn Sie einen Befehl wie Speichern unter aufzeichnen, sollten Sie keinen neuen Dateinamen eingeben, damit nicht alle Dateien unter diesem immergleichen Namen gespeichert werden. Lassen Sie den ursprünglichen Dateinamen im Dialogfeld stehen: Photoshop verwendet dann jeweils den aktuellen Namen bei der Abarbeitung der Aktion. Sie können das Dialogfeld einblenden und neue Namen oder Verzeichnisse vorgeben.
Einige Befehle und Operationen arbeiten mit bestimmten Positionen innerhalb des Bildes. Dabei verwendet Photoshop in der Aktion die Maßeinheit, die Sie mit dem Befehl Bearbeiten: Voreinstellungen: Maßeinheiten & Lineale für das Lineal festgelegt haben - etwa Pixel, Zentimeter oder Prozent. Dies gilt für Aufzeichnungen mit dem Freistellwerkzeug
oder mit dem Arbeitsfläche-Befehl. Ein Beispiel:
einen horizontalen Farbübergang auf, der sich über die volle Breite, also über zehn Zentimeter, erstreckt.
Ähnliche Probleme gibt es auch beim Transformieren sowie bei Polygon-Lasso
, Linienzeichner
, Verschieben-Werkzeug
, Textwerkzeug
und Füllwerkzeug
, bei Zauberstab
und Auswahlrechteck
.
Oft hat man jedoch nicht feste Zentimeter- oder Pixelwerte im Blick. Der Befehl soll statt dessen immer eine bestimmte Veränderung relativ zum Gesamtbild bewirken - zum Beispiel immer zehn Prozent Randfläche wegkappen, unabhängig von der Druck- oder Pixelgröße. Dann wählen Sie bei der Aufzeichnung als Maßeinheit in den Voreinstellungen Prozent.
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Besonders schnell wechseln Sie die Maßeinheiten, wenn Sie die Lineale
einblenden (Strg+R) und das Kontextmenü öffnen oder doppelt auf die Lineale
klicken. |
Abbildung 1.57: Links: Dieser Verlauf wurde mit einer zehn Zentimeter breiten Datei als Aktion aufgezeichnet, die Maßeinheiten standen auf »Zentimeter«. Rechts: Bei Anwendung der Aktion auf eine Fünf-Zentimeter-Datei zeigt Photoshop nur die ersten fünf Zentimeter des Verlaufs. Wenn Sie den Verlauf statt dessen mit »Prozent«-Vorgaben aufzeichnen, würde jeweils ein gleichbleibender Anteil des Bild es gefüllt.
Abbildung 1.58: Links: Hier wurde der Verlauf mit Zentimetermaßeinheiten aufgenommen, er wird sich also immer horizontal über 9,96 Zentimeter erstrecken; bei kleineren Druckmaßen wird der Verlauf abgeschnitten, bei größeren Druckmaßen endet er mit einer größeren Zone in der letzten Farbe - unabhängig von der Pixelzahl. Rechts: Dieser Verlauf wurde mit Prozentmaßeinheiten aufgezeichnet. Er wird sich immer über 99,6 Prozent der Breite einer Datei erstrecken - unabhängig von Pixelzahl oder Druckmaßen.
Sie können Pfade aus der Pfadpalette sowie Pfadbefehle in die Aktionenpalette einfügen. Dies funktioniert bei der ersten Aufzeichnung der Aktion wie auch nachträglich. Details zu Pfaden finden Sie im gleichnamigen Kapitel ab Seite 679.
Dabei gilt: Die Daten des Pfads werden in der Aktion gespeichert. Selbst die vorübergehenden »Arbeitspfade« lassen sich auf Dauer in der Aktionenpalette aufbewahren und in andere Bilder übertragen. Sie können den Pfad in eine Auswahl verwandeln oder nachmalen lassen. Die entsprechenden Befehle aus der Pfadpalette, etwa Pfad füllen oder Auswahl erstellen, zeichnet die Aktionenpalette getreulich auf.
Die Pfade lassen sich in Bilder unterschiedlichster Größe einsetzen. Entscheidend ist, welche Maßeinheiten Sie voreingestellt hatten, als Sie den Pfad in die Aktion eingesetzt haben:
Für manche Funktionen brauchen Sie einen bestimmten Farbmodus. Wollen Sie zum Beispiel die Beleuchtungseffekte anzünden, sind Sie auf RGB angewiesen, zum Färben mit dem Befehl Farbton/Sättigung auch auf einen Farbmodus wie RGB oder CMYK. Doch vielleicht korrigieren Sie ein größeres Verzeichnis per Stapelverarbeitung - und Sie wissen nicht immer, ob sich alle Dateien im gewünschten Farbmodus befinden. Sind zum Beispiel Graustufendateien oder Bilder im Modus Indizierte Farben darunter, können sie nicht mit den Beleuchtungseffekten illuminiert werden.
Für diese Situationen gibt es (nur bei Photoshop) den Befehl Datei: Automatisieren: Bedingte Modusänderung. Der Befehl funktioniert nach dem einfachen Prinzip: Wenn Farbmodus A vorliegt, dann verwandle das Bild in Modus B. Wenn Farbmodus C vorliegt, ändere nichts daran.
Konkret: Sie nennen alle Farbmodi, die verändert werden sollen, damit die Aktion korrekt abläuft. Zum Beispiel wünschen Sie RGB-Farbe als Zielformat. Dann aktivieren Sie als Quellmodus etwa Graustufen, Indizierte Farben und andere Modi, die sich in Ihrem Verzeichnis befinden könnten. Alle Bilder in den Modi Graustufen oder Indizierte Farben werden bei Anwendung des Befehls in den Zielmodus verwandelt, in diesem Beispiel nach RGB-Farbe.
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Zeichnen Sie die Bedingte Modusänderung gleich zu Anfang einer Aktion auf.
So sind Sie sicher, dass sich alle Dateien in einem passenden Modus befinden. |
Abbildung 1.59: Die »Bedingte Modusänderung« ändert den Farbmodus.
Sie können nachträglich Befehle einfügen. Treffen Sie dabei zunächst einige Vorbereitungen:
Dann klicken Sie auf das runde rote Symbol Aufzeichnung beginnen
und führen die nachzutragenden Befehle aus, während die Record-Lampe leuchtet. Zum Abschluss klicken Sie das quadratische Stop-Symbol
an.
Sie können auch Befehle aufzeichnen, welche die Aktionenpalette sonst nicht aufnimmt - zum Beispiel Werkzeugoptionen oder Ansicht-Befehle. Dazu wählen Sie aus dem Menü zur Aktionenpalette die Funktion Menübefehl einfügen und klicken den Befehl im entsprechenden Photoshop-Menü an.
Sie können Unterbrechungen einfügen. Dann lassen sich von Hand Manöver zwischenschieben, welche die Aktionenpalette unmöglich übernehmen kann - eine freie Werkzeugbewegung etwa. Dabei können Sie zudem Textmeldungen einblenden, mit denen Sie anderen den Sinn der aktuellen Aktion verdeutlichen oder daran erinnern, dass eine Auswahl erstellt werden muss. Sie verwenden dazu den Palettenmenü-Befehl Unterbrechung einfügen. Dabei gilt:
Abbildung 1.60: Links: Mit dem Befehl »Unterbrechung einfügen« aus dem Menü zur Aktionenpalette erzeugen wir eine Meldung, die im Ablauf der Befehlsfolge am Bild schirm erscheint. Rechts: Wenn Sie die Option »Fortfahren zulassen« verwenden, dann bietet die Bild schirmmeldung die Schaltflächen »Weiter« und »Anhalten«. Verzichten Sie auf die Option »Fortfahren zulassen«, zeigt die Bild schirmmeldung nur die Schaltfläche »Anhalten«.
Der Befehl Unterbrechung einfügen bietet die Option Fortfahren zulassen für die Meldung an. Das heißt:
unten in der Aktionenpalette lässt sich die Aktion ab der Unterbrechung fortsetzen.
klickt.
Die entsprechende Unterbrechung mit Bildschirmmeldung erscheint stets als Stop in der Aktionenpalette. Eine Unterbrechung können Sie auch herbeiführen, wenn Sie sich zu einem Befehl aus der Aktion das Dialogfeld anzeigen lassen (siehe auch unten). Die Aktion läuft dann erst nach dem Klick auf die OK-Schaltfläche im Dialogfeld weiter. Klicken Sie dagegen im Dialogfeld auf Abbrechen, bleibt die Aktion stehen.
Photoshop arbeitet die Aktionen in der angezeigten Reihenfolge ab. Klicken Sie auf das Symbol Aktion ausführen
. Alternativ wählen Sie den Palettenmenü-Befehl Ausführen. Markieren Sie einen Einzelbefehl, um nach Klick auf das Ausführen-Symbol die Aktion ab diesem Punkt laufen zu lassen.
Sie können - wenn Sie im üblichen Listenmodus arbeiten - verschiedene Vorgaben machen:
Durch das Symbol Schritt aktivieren/deaktivieren
geben Sie an, ob ein Einzelbefehl überhaupt verwendet werden soll. Sie können also auch Befehle in eine Aktion aufnehmen, die Sie nur gelegentlich benötigen; diese Funktionen lassen Sie mittels ausgeblendetem Häkchen bei Bedarf ruhen. Sobald ein Einzelbefehl ausgeschaltet wurde, erscheint das Häkchen neben der Aktion rot: Photoshop signalisiert, dass die Aktion nicht vollständig abläuft. Klicken mit der Alt-Taste aktiviert einen Befehl und schaltet alle anderen aus. Ein neuerlicher Alt-Klick schaltet sämtliche Befehle ein.
Das Symbol Dialog aktivieren/deaktivieren
gibt Ihnen folgende Möglichkeiten:
Abbildung 1.61: Mit dem Symbol »Dialog aktivieren/deaktivieren« legen Sie fest, ob das Dialogfeld zu einem aufgezeichneten Befehl eingeblendet werden soll oder ob Sie die aufgezeichneten Werte übernehmen und auf eine Änderung der Werte im Dialogfeld verzichten. Mit der Funktion »Schritt aktivieren/deaktivieren« bestimmen Sie, ob Sie den Befehl überhaupt verwenden.
Sobald ein einzelnes Dialogfeld ausgeschaltet wurde, erscheint das Dialogfeld neben der Aktion rot. Klicken mit der Alt-Taste schaltet ein Dialogfeld ein und alle anderen aus.
Sie können die Aktion verlangsamt ablaufen lassen, wenn Sie das übersichtlicher finden und Problemen auf die Spur kommen wollen. Der Palettenbefehl heißt Ausführen-Optionen:
aufgezeichnet haben (Details ab Seite 86).
Natürlich haben Sie auch die Möglichkeit, nach jedem einzelnen Befehl anzuhalten. Dazu bauen Sie Unterbrechungen ein oder lassen zum gewünschten Befehl das Dialogfeld aufrufen (siehe jeweils oben).
Sie können eine Aktion auf eine ganze Reihe von Bildern anwenden. Wir besprechen hier zunächst Photoshop. Dort heißt der Befehl Datei: Automatisieren: Stapelverarbeitung (siehe Abbildung 1.62).
Abbildung 1.62: Mit dem Befehl »Datei: Automatisieren: Stapelverarbeitung« wenden Sie eine Aktion auf ganze Bild sammlungen an und speichern die Ergebnisse zum Beispiel in einem anderen Ordner.
Mit dem Klappmenü Quelle geben Sie an, woher die Bilder für die Stapelverarbeitung stammen:
Beachten Sie Folgendes, wenn Sie Dateien aus einem Ordner stapelverarbeiten:
Beachten Sie: Sie können nicht einzelne, geschlossene Dateien aus einem Ordner zur Stapelkorrektur herauspicken. Photoshop akzeptiert nur ganze Verzeichnisse.
Im Bereich Ziel geben Sie an, wie Photoshop mit den bearbeiteten Dateien verfährt:
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Prüfen Sie mit dem Befehl Bearbeiten: Voreinstellungen: Dateien speichern Ihre Grundvorgaben für das Speichern von Dateien, bevor Sie einen größeren Auftrag vom Stapel lassen. Verwenden Sie in den Voreinstellungen zum Beispiel die Option Rückwärtskompatibilität im Photoshop-Format maximieren, entstehen unter Umständen ungewünscht große Dateien. Details zu diesen Voreinstellungen finden Sie ab Seite 221. |
Wenn Sie mit der Option Ohne die Bilder ungesichert auf der Programmfläche lagern, sollten Sie folgende Besonderheiten beachten:
Beim Speichern per Stapelverarbeitung verwendet Photoshop generell das ursprüngliche Dateiformat des bearbeiteten Bildes. Möchten Sie ein anderes Format vorgeben, gehen Sie so vor:
neben dem Befehl zeigt - er soll eingeblendet werden.
Mit der Option »Ordner« schreiben Sie die korrigierten Bilder in einen gemeinsames Verzeichnis. Zur Benennung der neu entstehenden Dateien bietet Photoshop im Bereich Dateibenennung des Dialogfelds Stapelverarbeitung interessante Optionen. Sie können die neuen Namen aus bis zu sechs Elementen komponieren, darunter Dokumentname, Erweiterung, zweistellige Seriennummern sowie das Datum.
Sollen alle Dateien mit demselben, neuen Begriff beginnen - zum Beispiel »Aufträge November 2001« - , so tippen Sie diesen Begriff in das gewünschte Klappmenü, links oben im Bereich Dateibenennung. Oben im Bereich Dateibenennung zeigt Photoshop einen Beispielnamen auf Basis Ihrer Vorgaben. Verwenden Sie mindestens ein Element, das sich bei jeder Datei ändert, zum Beispiel eine Seriennummer oder den Dokumentnamen.
Machen Sie Ihre Häkchen im Bereich Kompatibilität, wenn der Dateiname auch in anderen Betriebssystemen korrekt erscheinen soll. Mac OS-Kompatibilität bedeutet zum Beispiel, dass der neue Name nicht mehr als 31 Zeichen umfassen wird.
Im Dialogfeld geben Sie eine Aktion und einen Set an. Photoshop zeigt hier zunächst die Aktion, die in der Aktionenpalette markiert ist. Befehle, die Sie in der Aktionenpalette ausgeschaltet haben, werden nicht ausgeführt. Haben Sie in der Aktionenpalette die Anzeige von Dialogfeldern vorgesehen, werden Sie auch bei der Stapelbearbeitung damit behelligt. Soll es ohne Ihr Zutun vorangehen, schalten Sie am besten durch einen Klick auf das Dialogfeldsymbol
neben dem Namen der Aktion sämtliche Dialogfelder aus.
Mit der Esc-Taste setzen Sie der Stapelbearbeitung vorzeitig ein Ende. Das Programm fragt, ob Sie die verbleibenden Dateien noch abarbeiten wollen. Sie haben sogar die Möglichkeit, mitten ins Prozedere hinein Befehle anzuklicken.
Bei Problemen blendet Photoshop eine Meldung ein und wartet auf Ihre Anweisungen. Zum Beispiel kann es sein, dass die Aktion eine Auswahlmarkierung oder einen anderen Farbmodus oder Bildteile aus der Zwischenablage benötigt. Oder eine schadhafte Datei ist nicht lesbar. Damit hat die Stapelverarbeitung ein Ende. Dies entspricht der Vorgabe Bei Fehlern anhalten im Bereich Fehler.
Wollen Sie unliebsame Unterbrechungen vermeiden, unterbinden Sie die Fehlermeldungen mit der Option Fehler in Protokolldatei. In diesem Fall schreibt Photoshop seine Mitteilungen in eine Textdatei und arbeitet über Probleme ungerührt hinweg. Sie definieren Name und Ort dieses Protokolls mit der Schaltfläche Speichern unter. Photoshop meldet anschließend, dass eine Textdatei für Sie auf der Platte liegt.
Sie haben vielfältige Möglichkeiten, Aktionen zu bearbeiten. Häufig lassen sich diese Funktionen gleichermaßen auf Aktionen wie auf aufgezeichnete Einzelbefehle anwenden.
Befehle können Sie durch Ziehen mit der Maus verschieben - auch in eine andere Aktion. Sie können einen neuen Befehl überdies nachträglich zu einer Aktion hinzufügen: Der Befehl wird ans Ende der Aktion angehängt, wenn Sie den Namen einer Aktion in der Palette markieren, oder hinter einen Einzelbefehl, wenn Sie diesen im Listenmodus markieren. Klicken Sie einfach auf das Aufzeichnen-Symbol
und führen Sie den Befehl oder die Befehle aus; dann klicken Sie auf das Symbol, das die Aufzeichnung beendet. Die aktuelle Aktion wird um diese Befehle ergänzt.
Alternative: Der Palettenmenü-Befehl Menübefehl einfügen. Im Gegensatz zum Aufzeichnen-Symbol führt dieser Weg den gewählten Befehl nicht gleich an der aktiven Datei aus.
Sie können eine komplette, fertige Aktion mit neuen Werten aufzeichnen. Dazu wählen Sie den Palettenbefehl Aktion ... erneut aufzeichnen. Bei jedem Dialogfeld haben Sie die Möglichkeit, neue Werte einzutippen. Klicken Sie auf Abbrechen, bleiben die bisherigen Werte erhalten. - Um einen einzelnen Befehl erneut aufzuzeichnen, klicken Sie doppelt auf diesen Befehl im Listenmodus; dann können Sie die Werte ändern. Dieser Weg ist oft übersichtlicher als das Aufzeichnen einer ganzen Aktion, selbst wenn Sie mehrere Befehle hintereinander anklicken.
Um Tastaturkürzel, Name oder Farbe der Aktion zu ändern, klicken Sie doppelt auf die Aktion; oder Sie wählen, bei markierter Aktion, den Palettenbefehl Aktionseinstellungen. Photoshop zeigt dann das Dialogfeld, das Sie schon beim Neu-Erstellen der Aktion zu Gesicht bekamen.
Nützlich ist auch das Duplizieren einer Aktion; damit können Sie weitere Varianten einer interessanten Befehlsfolge austesten, ohne das bereits gefundene Ergebnis zu ruinieren. Ziehen Sie eine Aktion oder einen Befehl mit gedrückter Alt-Taste an eine neue Position. Alternativen dazu:
. Die kopierte Aktion erscheint am Ende der Aktionenpalette.
In Photoshop können Sie auch Sets duplizieren.
Aktionen oder Befehle markieren Sie, dann klicken Sie auf das Papierkorb-Symbol
in der Palette, um sie zu löschen. Klicken Sie mit gedrückter Alt-Taste, wenn Sie auf Photoshops Bitte um Rückbestätigung verzichten können. Oder zerren Sie das Ding kurzerhand in den Mülleimer.
Die Aktionen speichert Photoshop zunächst in seinem Grundeinstellungsdokument »Actions Palette.psp«. (Unter Windows 98 finden Sie diese Datei im Verzeichnis »Windows\Anwendungsdaten\Adobe\Photoshop\6.0\Adobe Photoshop 6-Einstellungen«; am Mac heißt es »Photoshop 6.0/Photoshop-Aktionen«; abweichende Pfade in anderen Betriebssystemen nennt die Textdatei »Photoshop 6.0 bitte lesen« aus dem Photoshop-Verzeichnis.) Das heißt: Ohne weiteres Zutun bleiben Ihnen jegliche neue Aktionen erhalten, auch geladene oder frisch aufgezeichnete. Wenn Sie Photoshop jedoch nicht ordnungsgemäß beenden, gehen ganz neue Aktionen verloren. Sie können die Aktionen in Dateien exportieren und an andere Rechner weitergeben. Dabei speichert Photoshop jeweils den kompletten Inhalt eines Sets; ein solches Set muss auch in der Aktionenpalette markiert sein, sonst finden Sie den Befehl Aktionen speichern im Palettenmenü nicht vor.
Drücken Sie Strg+Alt bei Anwahl des Befehls, um die Aktionen eines Sets als Textdatei abzulegen - Sie können diese Informationen beispielsweise drucken, analysieren oder weitergeben, aber nicht mehr als Aktion in Photoshop verwenden.
Wenn Sie Aktionen laden, werden die auf Platte gesicherten Aktionen an die bereits vorhandenen Aktionen angehängt. Wählen Sie dazu aus dem Palettenmenü den Befehl Aktionen laden. Wenn Sie Aktionen ersetzen, verschwinden die bisherigen Aktionen aus der Palette. Adobe liefert mehrere Aktionen-Sets mit, die Sie über das Palettenmenü nachladen können. Im Photoshop-Verzeichnis »Vorgaben/Photoshop-Aktionen« finden Sie überdies das Dokument »Aktionen.pdf«, das alle mitgelieferten Aktionen illustriert.
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Die Aktionen aus Photoshop und ImageReady lassen sich nicht im jeweils
anderen Programm verwenden. |
Befehlsfolgen (Aktionen) und Konvertierungen des Dateiformats nach Vorgaben aus der Optimieren-Palette speichert man bei ImageReady als so genanntes Droplet. Während der Stapelbearbeitung mit einem ImageReady-Droplet erscheint eine Statusmeldung, mit der Sie den Vorgang abbrechen oder anhalten können. Photoshop produziert mit dem Befehl Datei: Automatisieren: Droplet erstellen auch Droplets nach Art von ImageReady. Hersteller Adobe sollte sich dringend zu einer einheitlichen Aktionenverwaltung aufraffen.
Abbildung 1.63: Während der Stapelbearbeitung mit einem Droplet von ImageReady erscheint eine Statusmeldung, mit der Sie den Vorgang abbrechen oder anhalten können.
Haben Sie eine gute Vorgabe für JPG- oder GIF-Dateien in der Optimieren-Palette gefunden? Sie können nun mehrere Dateien en bloc mit den gewählten Voreinstellungen in dieses Format mit Ihren Voreinstellungen verwandeln. Stimmen die Vorgaben in der Optimieren-Palette, haben Sie zwei Möglichkeiten. So legen Sie ein Droplet am einfachsten an:
rechts oben in der Optimieren-Palette.
Dabei entsteht eine neue Datei von rund 20 Kbyte. Wenn Sie das Droplet-Symbol
nicht auf den Desktop ziehen, sondern einfach anklicken, erhalten Sie ein Speichern-Dialogfeld. Hier können Sie Name und Speicherplatz für das Droplet frei wählen.
Sie können nicht nur die Einstellungen aus der Optimieren-Palette als Droplet ablegen, um so die Verwandlung in andere Dateiformate zu automatisieren. Auch die Aktionen aus ImageReady lassen sich als Droplets abspeichern:
Alternative zu diesem Prozedere: Ziehen Sie die Aktion einfach auf den Desktop Ihres Betriebssystems; das frische Droplet kann dort umbenannt und auch verschoben werden. Einige Droplets für Photoshop und ImageReady finden Sie innerhalb Ihres Photoshop-Verzeichnisses im Unterverzeichnis »Beispiele/Droplets«.
Abbildung 1.64: Links: Klicken Sie in ImageReady auf den Pfeil in der Optimieren-Palette und ziehen Sie den Mauszeiger auf die Arbeitsfläche von Windows oder Mac. Rechts: Auf der Arbeitsfläche entsteht ein Droplet-Symbol; ziehen Sie Bild -Ordner über dieses Symbol, um die Stapelverarbeitung zu starten.
Wurde ein Droplet auf dem Desktop abgelegt, so haben Sie folgende Möglichkeiten:
Vielleicht haben Sie Ihr ImageReady-Droplet nicht auf dem Desktop abgelegt, sondern in einem anderen Verzeichnis gespeichert. Nutzen Sie die folgenden Möglichkeiten:
Um ein Droplet zu bearbeiten, klicken Sie das Symbol doppelt an. Damit öffnet sich das Droplet-Fenster in ImageReady; es erinnert an eine vereinfachte Aktionenpalette. Hier können Sie auf die übliche Art Befehle löschen, korrigieren oder verschieben (siehe vorhergehender Abschnitt).
Wie die Befehle im Droplet abgearbeitet werden, das regeln Sie mit den Stapelverarbeitungsoptionen. Sie lassen sich wie folgt aufrufen:
Im Bereich Speichern legen Sie zunächst fest, ob Sie die Original-Datei im Original-Dateiformat am ursprünglichen Platz speichern wollen. Die Vorlage wird dadurch überschrieben. Alternativ wählen Sie die Option Optimiert. Als Speicherort nennen Sie hier unter anderem Denselben Ordner wie Original oder Bestimmten Ordner.
Beim Schreiben der optimierten Version kann es passieren, dass neue und alte Dateien mit identischem Namen aufeinander stoßen. Für diese Situation bietet ImageReady im Klappmenü Bei doppeltem Dateinamen verschiedene Strategien an - beispielsweise können Sie eine Nummer an die neue Datei hängen oder die ursprüngliche Datei mit oder ohne Bestätigung überschreiben. Auch das Abspielen des Droplets lässt sich steuern:
Und so verhält sich das Droplet im Fall von Fehlern: Die Option Stop sorgt für Stillstand, bis Sie die Fehlermeldung klickend bestätigen. Die Option Schritt überspringen ignoriert fehlerträchtige Arbeitsschritte, während Datei überspringen die ganze Problemdatei links liegen lässt. Eine Logbuch-Datei wie Photoshop verfasst ImageReady also nicht.
Abbildung 1.65: In den Stapelverarbeitungsoptionen legen Sie fest, wie eine als Droplet gespeicherte Aktion ausgeführt wird.
ImageReady speichert jede Aktion unter Windows 98 als Einzeldatei mit der Endung ».isa« im Ordner »Windows/Anwendungsdateien/Adobe/Photoshop/6.0/Adobe Photoshop 6.0 Einstellungen/ImageReady-Actions«. Wollen Sie von außerhalb ImageReady-Aktionen hinzufügen, ziehen Sie diese in den besagten Ordner; danach verwenden Sie aus der Aktionenpalette den Befehl Aktionsordner erneut durchsuchen. (Beim nächsten Programmstart wird die Aktionenpalette ohnehin aktualisiert.)
Sie können auch entsprechende Dateien aus dem Ordner herausziehen und an anderer Stelle zwischenlagern; Sie erscheinen dann nicht mehr in der Aktionenpalette von ImageReady. Dies gilt auch für Unterordner innerhalb des Hauptordners für Aktionen. Wenn Sie die Aktion dagegen auf den Papierkorb der Aktionenpalette
ziehen, verschwindet sie im Papierkorb von Windows oder Mac. Sie können die Aktion dort wiederherstellen.
Sie können - nur in ImageReady - einzelne Befehle aus der Protokollpalette in eine geöffnete Aktion in der Aktionenpalette ziehen. Dabei lässt sich der Befehl bereits präzise an der gewünschten Stelle der Befehlsfolge einbauen. Der Befehl läuft in der Aktion zunächst mit den Einstellungen ab, die Sie bei seiner Aufzeichnung in der Protokollpalette verwendet haben.
In die Aktionenpalette herüberziehen können Sie aber nur solche Protokollobjekte, die »actionable« sind - also die meisten Dialogfelder, aber eben keine Pinselstriche. Funktionen, die sich nicht für die Aktionenpalette eignen, erscheinen auf der ImageReady-Protokollpalette kursiv.
Wenn Sie ein Droplet aus Windows auf einem Mac-Rechner weiterverwenden, ziehen Sie das Droplet dort auf das Photoshop-Symbol
. - Bringen Sie das Droplet vom Mac zu Windows, hängen Sie einfach die Endung ».exe« an den Dateinamen, zum Beispiel »Droplet.exe«. Damit lässt sich das Droplet in beiden Rechnerwelten verwenden.
Bevor Sie etwas Ernsthaftes beginnen, klären Sie die Voreinstellungen ab, erreichbar über das Bearbeiten-Menü oder über Strg+K. Hier machen Sie die Einträge, die das spätere Verhalten Ihres Bildbearbeitungsprogramms steuern. Viele Dinge, die Ihnen vielleicht merkwürdig vorkamen, lassen sich hier regeln. Im Folgenden besprechen wir einige allgemeine Voreinstellungen. Manches finden Sie aber auch exakt an der passenden Stelle im Buch, wie etwa die Vorgaben für Raster und Hilfslinien im entsprechenden Abschnitt, und wir behandeln es hier knapp oder gar nicht. Eine Übersicht über sämtlicher Kommentare zu Voreinstellungen finden Sie unter dem Stichwort »Voreinstellungen« im Index. Wir besprechen hier die Voreinstellungen von Photoshop. Wichtige Abweichungen bei ImageReady erscheinen an den entsprechenden Stellen im Buch.
Auf verschiedene Arten können Sie Ihre Korrekturen in den Voreinstellungen wieder zurücksetzen:
Wollen Sie geänderte Werte auf die Werksvorgabe zurücksetzen, bemühen Sie die Alt-Taste auf der Tastatur. Damit verwandelt sich die Schaltfläche Abbrechen wie üblich in die Schaltfläche Zurück. Sie haben jetzt die Möglichkeit, das entsprechende Dialogfeld auf die Voreinstellungen zurückzusetzen. Wenn Sie die Schaltfläche Abbrechen anklicken, schließt sich das Dialogfeld, ohne dass Änderungen wirksam werden.
Sie können unmittelbar bei Programmstart alle Voreinstellungen auf die Werksvorgabe zurücksetzen. Unter Windows wie auch am Mac drücken Sie dazu unmittelbar bei Programmstart Strg+Umschalt+Alt. Photoshop blendet eine Meldung ein, die Sie bestätigen müssen.
Photoshop für Windows hortet seine Voreinstellungen in der Datei »Adobe Photoshop 6 Prefs.psp«; unter Windows 98 finden Sie diese Datei im Verzeichnis »Windows\Anwendungsdaten\Adobe\Photoshop\6.0\Adobe Photoshop 6-Einstellungen«. Entfernen Sie die Datei, wenn Sie alle Voreinstellungen zurücksetzen wollen oder wenn Photoshop sich wunderlich verhält. (Verzeichnisse für andere Windows-Varianten nennt die Datei »Photoshop 6.0 bitte lesen« aus dem Photoshop-Verzeichnis.)
Photoshop für Mac sichert Voreinstellungen in der Datei »Adobe Photoshop 6 Prefs«. Möchten Sie Voreinstellungen zurücksetzen oder löschen, weil Photoshop sich ungebührlich verhält, gehen Sie am Mac so vor:
Die Programme erzeugen beim nächsten Start neue Voreinstellungsdateien.
Abbildung 1.66: Grundlagen: Photoshops Voreinstellungen sind entscheidend für das Verhalten des Programms in der täglichen Arbeit.
Unter Voreinstellungen: Allgemeine geben Sie vor, welchen Farbwähler Sie in Photoshop verwenden: Hier nutzen Sie in der Regel den Photoshop-eigenen Farbwähler, der weit praktischer ist als das Windows-eigene Pendant - dies gilt besonders, wenn Sie spezielle Funktionen für Internet-Design oder Druckvorstufe benötigen.
Besonders wichtig ist die passende Interpolationsmethode: Verändern Sie die Pixelzahl eines Bildes oder eines Bildteils, zum Beispiel durch Vergrößern, Verkleinern, perspektivisches Verzerren oder durch Drehen, manipuliert Photoshop den Originalpixelbestand: Bildpunkte werden dazugerechnet oder entfernt. Und dafür bietet das Klappmenü unterschiedliche Methoden:
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Wenn Sie für Multimedia-Zwecke eine Grafik per Pixelwiederholung vergrößern, erzielen Sie die besten Ergebnisse mit Vergrößerungen in 50- oder 100-Prozent-Schritten. |
Abbildung 1.67: Bei grafischen Bild ern mit nur wenigen Tonwerten wirkt die bikubische Interpolation (links) störend, da die Mittelwertberechnung neue Zwischentöne einfügt, die das Bild aufweichen. Die Originalschriftzüge (jeweils oben) wurden um zehn Prozent vergrößert beziehungsweise verkleinert.
Diese Vorgaben gelten, wenn Sie eine Ebene oder eine Auswahl oder auch das ganze Bild Rotieren, Verzerren oder sonstwie umformen. Verwenden Sie indes den Befehl Bildgröße, bietet das Dialogfeld nochmal ein Listenfeld mit den drei Interpolationsmethoden. Jedes Mal, wenn Sie die Bildgröße neu starten, zeigt Photoshop zunächst die Interpolationsmethode, die Sie in den Voreinstellungen gewählt haben - unabhängig davon, ob Sie im Dialogfeld Bildgrösse schon 17mal etwas anderes anwählten.
Um das Bild nicht unnötig umzurechnen, verzichtet man in vielen Fällen freilich beim Befehl Bild: Bildgröße auf Neuberechnen und nimmt dafür eine andere Druckauflösung in Kauf. Beim Verzerren setzen Sie auf den Befehl Frei Transformieren (Strg+T), der mehrere Arbeitsschritte hintereinander abwickelt, ohne zwischendurch interpolieren zu müssen.
Abbildung 1.68: Pixelwiederholung: Die Pixelwiederholung empfiehlt sich bei Grafiken wie dem eingebauten Bild schirmelement. Die Pixelzahl des Originals (Links) wurde um 190 Prozent (Mitte) und, schonender, um 200 Prozent (Rechts) vergrößert. Sie erkennen, wie die Kontur der Hand Pixelkanten zeigt. Dateiname: Interpol.
Abbildung 1.69: Bilinear und bikubisch: Die Pixelzahl des Originals wurde bilinear (Links) und bikubisch (Mitte) vergrößert. Die bikubische Variante, die zu besseren Ergebnissen führt, wurde anschließend geschärft (Rechts). Die Hand wird schonender verändert, aber die Kanten in dem Grafikelement weichen auf.
Unter anderem bieten die allgemeinen Voreinstellungen diese weiteren Optionen:
und Ellipsen-Auswahl
zu wechseln, müssten Sie Umschalt+M verwenden. Aber Sie können auch auf die Umschalt-Taste verzichten - allerdings schalten Sie dann leichter ein unerwünschtes Werkzeug ein, das über dieselbe Kurztaste erreichbar ist wie das benötigte Werkzeug. Natürlich können Sie auch einfach mit der Maus umstellen. Eine Liste zu den Werkzeug-Kurztasten finden Sie im »Service«-Teil ab Seite 946.
gehört, um Optionen für chinesische, koreanische und japanische Schriftzeichen.
Im Dialogfeld Bildschirm- und Zeigerdarstellung bestimmen Sie Teile des Erscheinungsbildes (Strg+K, dann Strg+3). Alle Änderungen, die Sie hier machen, haben keinerlei Auswirkung auf die Bilddatei selbst - Sie ändern nur die Darstellung.
Abbildung 1.70: Darstellungsfrage: Die Voreinstellungen regeln, wie sich die Photoshop-Anzeige verhält.
Sie haben die Wahl zwischen verschiedenen Arten der Farbdarstellung auf dem Schirm bei Rechnern, die nur 256 oder weniger Farben zeigen (also mit acht oder weniger Bit Farbtiefe arbeiten). Bei solch einer mageren Farbtiefe, bedingt durch zuwenig Speicher auf der Grafikkarte oder falsche Systemeinstellung, muss Photoshop jene Farben irgendwie simulieren, die er nicht unmittelbar mit ihrem eigentlich in der Bilddatei gespeicherten Wert vorzeigen kann.
Als Vorgabe verwendet Photoshop das Verfahren Pattern Dithering, das zu einer störenden Musterbildung führen kann. Die Software bietet alternativ das Diffusion Dither (Streuraster) an, eine andere Form des Rasterns: Durch ein Streumuster täuscht dieses Verfahren nicht darstellbare Farben relativ elegant vor. Dabei werden Bildpunkte mit benachbarten darstellbaren Farben eng nebeneinander gestreut, die ungenaue Farbdarstellung verteilt sich auch noch auf benachbarte Pixel, so dass keine harten Übergänge entstehen. Baut Photoshop aber einen Teil des Bildes neu auf - etwa beim Malen oder Rollen - entstehen vielleicht harte Übergänge zwischen den unterschiedlichen Bildbereichen.
Sie können die Vorschau für Veränderungen durch Effektfilter, Korrekturbefehle oder Werkzeugeingriffe beschleunigen. Mit der Option Pixelverdopplung verwenden berechnet Photoshop zunächst nur jeden zweiten Bildpunkt im korrigierten Bereich. Die fehlenden Bildpunkte werden vorübergehend einfach durch Verdopplung dargestellt.
Farbauszüge in Farbe bedeutet: Die einzelnen Farbauszüge eines CMYK- oder RGB-Bildes erscheinen in der Kanälepalette und bei Einzelkanalbetrachtung in der Datei nicht in Graustufen, sondern in ihrer jeweiligen Grundfarbe: Der Cyan-Kanal erscheint zum Beispiel in Grünblau statt in Graustufen, der Magentakanal erscheint Magenta statt in Graustufen.
Wichtig sind die Einstellungen für den Werkzeug-Zeiger: Agieren Sie mit dem Pinsel
oder einem anderen Mal- oder Retuschewerkzeug im Bild, kann Photoshop das Werkzeug auf gleich drei Arten anzeigen: Im Standard-Modus zeigt Photoshop jedes Werkzeug auch über der Bilddatei mit seinem aus der Werkzeugpalette bekannten Logo: Der Airbrush
erscheint über der Datei als Airbrush-Symbol, der Wischfinger
als Wischfinger.
Mit dem Werkzeugsymbol über dem Bild erkennen Sie jedoch nicht genau, wie weit sich die Farbe eigentlich beim nächsten Pinselstrich verteilt. Sie wissen nie genau, ob bestimmte benachbarte Bildbereiche vom nächsten Retuschestrich mit überdeckt werden oder nicht. Darum lässt man sich die Malwerkzeuge lieber als Spitze zeigen: Photoshop stellt die Werkzeuge dann als Kontur in der Originalpixelgröße dar. Liegt ein Bildteil noch unter dem Werkzeugkreis, dann bekommt er auch Farbe ab - und sonst nicht. Dabei stellt Photoshop auch unregelmäßige Pinselformen konturgenau dar. Unübersichtlich wird die Anzeige nur bei weichen Pinselspitzen: Die im Bild sichtbare Kontur umfasst nur den Bereich, in dem der Pinsel
zu mehr als 50 Prozent wirkt. Auch mit dem Außenbereich einer weichen Pinselspitze tragen Sie ja durchaus noch etwas Farbe auf - diese Zone liegt dann aber außerhalb der Pinselanzeige.
Auswahlwerkzeuge, aber auch Malgeräte, stellt Photoshop auch als Fadenkreuz dar - das erlaubt präziseres, pixelgenaues Zielen über dem Bild.
Abbildung 1.71: Vielfalt: Photoshops Werkzeuge können Sie als Werkzeugsymbol, als Präzisionszeiger oder - bei Mal- und Retuschewerkzeugen - als Umriss in der gewählten Werkzeugspitzengröße über der Datei darstellen.
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Das Umschalten vom Standard- und vom Spitze-Modus zum Fadenkreuz bewerkstelligt auch die Feststell-Taste. |
Mit den Voreinstellungen für Transparenz und Farbumfang-Warnung (Strg+K, dann Strg+4) legen Sie fest, wie Photoshop transparente Bildteile anzeigen soll und wie er Sie bei nicht druckbaren Farben alarmiert.
Abbildung 1.72: In den »Voreinstellungen« für »Transparenz & Farbumfang-Warnung« bestimmen Sie, wie transparente Bild teile und nicht druckbare Tonwerte markiert werden.
Wenn Sie Bildteile montieren, müssen Sie zwischen deckend weißen Flächen einerseits und transparenten, durchsichtigen Partien andererseits unterscheiden können: Ist zum Beispiel ein bestimmtes Objekt von weißer Farbe umgeben oder ist das Umfeld dieses Objekts durchsichtig, so dass benachbarte Bildelemente voll durchkommen können? Darum zeigt Photoshop transparente Flächen mit einem Karomuster an und nicht etwa in Weiß, wie man es zunächst vermuten könnte. Im Dialogfeld bestimmen Sie Größe und Farbe dieser Karos.
Durch Klicken auf eines der Farbfelder kommen Sie an den Photoshop-Farbwähler, der eine freiere Auswahl der Farben ermöglicht als die Listenfelder. Klicken Sie Keines an, erscheinen transparente Flächen ganz in Weiß, aber das ist in der Regel nicht ratsam. Die mögliche Transparenz des Bildpunkts unter dem Mauszeiger können Sie auch in der Infopalette als Wert »Dk« für Deckkraft ablesen, sofern Sie das vorgeben.
Abbildung 1.73: Transparente Flächen ohne jeden Pixelinhalt kennzeichnet Photoshop durch ein Karomuster. Größe und Farbe können Sie einstellen.
Nicht alle Farbtöne, die in den Farbmodellen RGB und HSB vorkommen, lassen sich dann mit den CMYK-Druckfarben auch zu Papier bringen: Besonders sehr reine, plakative Farben und Neonfarben kommen im CMYK-Farbraum gar nicht vor. Details finden Sie in den Abschnitten zu Farbmanagement (Seite 146) und zum CMYK-Farbmodus (Seite 435).
Diese nicht-druckbaren Farben markiert Photoshop unter anderem durch Ausrufezeichen in der Infopalette oder durch das Warndreieck
im Farbwähler und Farbregler. Sie können die nicht-druckbaren Farben aber auch durch Alarmfarben in der Datei selbst hervorheben: Wählen Sie den Befehl Ansicht: Farbumfang-Warnung (Umschalt+Strg+Y), damit die Alarmfarben im Bild erscheinen. Welche Farbe Photoshop zum Überdecken verwendet und wie dick er dabei aufträgt, das regeln Sie in den Voreinstellungen. Nach einem Klick auf das Farbfeld öffnet sich der Farbwähler zur freien Farbwahl. Dieser Tonwert sollte sich deutlich abheben von den Farben, die im aktuellen Bild vorherrschen. Zur Klarstellung: Die Farbumfang-Warnung verändert die Datei nicht. Sie stellt sie nur anders dar.
Im Bereich Zusatzmodule &Virtueller Speicher geben Sie Photoshop vor, wo sich Zusatzmodule (Plug-ins) und die Auslagerungsbereiche auf der Festplatte befinden (Strg+K, dann Strg+7).
Durch Zusatzmodule - häufig auch Plug-ins genannt - können Sie die Leistungsfähigkeit von Photoshop erweitern. Es handelt sich um Zusatzfunktionen von Drittherstellern; diese Dateien mit der Endung ».8bf« kopieren Sie in einen bestimmten Ordner, so dass Photoshop sie beim Programmstart einlesen kann.
Photoshop bietet die neuen Funktionen dann in Menüs wie Filter, Datei: Importieren oder als neues Dateiformat in den Öffnen- und Speichern-Dialogen an. Die Filter-Plug-ins erscheinen generell in eigenen Unterverzeichnissen. Wenn Sie jedoch zu viele Plug-ins installieren, entdecken Sie die neuen Zusatzmodule eventuell auch im Untermenü Filter: Sonstige Filter.
Viele Photoshop-Filter sind von Haus aus als Plug-ins ausgelegt; sie lassen sich bei Bedarf entfernen, indem man sie in ein anderes Verzeichnis verschiebt. Seine hauseigenen, mitgelieferten Zusatzmodule im Photoshop-Verzeichnis »Zusatzmodule« lädt Photoshop ohnehin. Sie können jedoch noch einen weiteren Ordner angeben, der sich nicht innerhalb des Photoshop-Verzeichnisses befindet. Dazu aktivieren Sie die Option Zusätzliches Zusatzmodul-Verzeichnis und nennen nach dem Klick auf die Schaltfläche Wählen einen Ordner an. Weitere Informationen über nützliche Plug-ins und Internet-Adressen finden Sie an verschiedenen Stellen im Buch und im »Plug-ins«-Abschnitt des »Filter«-Kapitels ab Seite Bild 878.
Generell stehen Plug-ins ImageReady und Photoshop gleichermaßen zur Verfügung. Möchten Sie jedoch ein Plug-in nur in einem der Programme nutzen, kopieren Sie es in den Ordner »Adobe Image Ready only« beziehungsweise »Adobe Photoshop only« innerhalb des »Zusatzmodule«-Verzeichnisses in Ihrem Photoshop-Verzeichnis.
Abbildung 1.74: Außenlager: Geben Sie Photoshop vor, wo sich Zusatzmodule und Auslagerungsbereiche auf der Festplatte befinden.
Bildteile, die nicht mehr in die Arbeitsspeicher-Chips passen, bringt Photoshop vorübergehend in einem so genannten virtuellen Speicher auf der Festplatte unter; dieser Bereich heißt hier Arbeitsvolume. Das klingt praktisch, doch es verlängert die Rechenzeit erheblich. Photoshop interessiert sich weniger für den virtuellen Speicher, den Sie in Ihrem Betriebssystem zugeteilt haben, sondern verwendet seine eigenen »Arbeitsvolumes«. Der Speicherbedarf hängt von vielen Faktoren ab: Pixelzahl, Farbmodus, Zahl der Ebenen, Zahl der geöffneten Bilder, Art der Bearbeitung, Zahl der widerrufbaren Arbeitsschritte. Entscheidend ist die Größe der geöffneten Datei, nicht die Größe der Datei auf Festplatte - diese kann durch Kompressionsverfahren viel niedriger sein.
Alles, was die schnellen Arbeitsspeicher-Chips nicht aufnehmen, lagert Photoshop auf der Festplatte zwischen. Im Dialogfeld nennen Sie dem Programm bis zu vier Laufwerke zum Auslagern. Das Startvolume ist dasjenige Laufwerk, auf dem Sie auch Photoshop installiert haben. Es sollte natürlich ein schnelles Laufwerk sein, also lieber die schnellste Festplatte im Haus als ein Wechselplattenlaufwerk - und möglichst nicht das vom Betriebssystem verwendete Auslagerungslaufwerk. Das Arbeitsvolume sollte defragmentiert sein und mindestens einige Dutzend Mbyte Platz bieten.
Die Auslagerungsdateien können Sie unter Windows mit dem Explorer leicht im Auslagerungslaufwerk aufspüren; sie haben Namen wie ~PST1234.TMP und eine Größe von drei bis mehr als 333 Mbyte. Bei Programm- oder Systemabstürzen werden diese Hilfsspeicher eventuell nicht planmäßig gelöscht und müssen von Hand entsorgt werden. Beim Mac lagern die Dateien im unsichtbaren Ordner »Cleanup at startup«.
Den gesamten Photoshop-Speicherbedarf nennt die Informationenleiste in der Statuszeile, wenn Sie das entsprechende Menü auf Arbeitsdatei-Größen oder Effizienz stellen (siehe Seite 109). Damit Photoshop möglichst schnell arbeitet und möglichst selten auf die Festplatte auslagert, brauchen Sie vor allem drei Dinge: Arbeitsspeicher, Arbeitsspeicher und Arbeitsspeicher. Achten Sie deshalb auch darauf, dem Programm nicht zu wenig Arbeitsspeicher zuzuteilen (siehe nächster Abschnitt).
Wichtiger als virtueller Speicher ist für Photoshop der Arbeitsspeicher, von dem er nie genug kriegen an.
Abbildung 1.75: Speicherverwaltung: Wie Photoshop mit dem Arbeitsspeicher umgeht, regeln Sie in den Voreinstellungen.
Photoshop verwendet einen Bild-Cache - einen Zwischenspeicher -, um den Aufbau von Bildern mit vielen Ebenen am Monitor zu beschleunigen. Dabei wird die Darstellung großer Dateien aus heruntergerechneten Varianten erzeugt. Je höher der Bild-Cache - Werte von 1 bis 8 sind möglich -, desto mehr Speicher kostet das, desto schneller kann es aber auch gehen. 4 ist ein akzeptabler Mittelwert, bei sehr großen Dateien sollten Sie darüber hinausgehen.
Die Option Cache für Histogramme verwenden beschleunigt entsprechend den Aufbau der Histogramme; sie werden damit aus verkleinerten Bildversionen errechnet. Das Histogramm - bei Photoshop eine detaillierte Information über die Häufigkeit bestimmter Tonwerte in einem Bild, siehe Seite 466 - wird mit dieser Option freilich leicht ungenau. Photoshop erzeugt ein Histogramm bei den meisten Kontrastkorrekturen aus dem Untermenü Bild: Einstellen, etwa bei Tonwertkorrektur, Gradationskurven oder Helligkeit/Kontrast - auch wenn Sie es nicht immer zu sehen kriegen. Die Dialogfelder öffnen sich deutlich schneller, wenn die Histogramm-Information aus dem Cache geholt wird. Der Befehl Bild: Histogramm nennt sogar den verwendeten Cache-Level, so dass man vor möglichen Ungenauigkeiten gewarnt ist. Wenn Sie häufig mit großen Bildern arbeiten, sollten Sie den Cache für Histogramme verwenden. Wenn Sie den Befehl Bild: Histogramm (siehe Seite 466) bei gedrückter Umschalt-Taste aufrufen, berechnet Photoshop das Gesamtbild und verzichtet auf schnelle Cache-Unterstützung.
In den Speicher-Voreinstellungen teilen Sie Photoshop mit, wie viel Prozent vom verfügbaren physikalischen Arbeitsspeicher er für sich reservieren darf. Grundsätzlich sollten Sie Photoshop mindestens 75 Prozent gewähren, damit das Bildprogramm schnell arbeitet. Nur wenn Sie keine große Auslagerungsdatei zustandebringen, reduzieren Sie den Wert; dadurch wird Photoshop etwas langsamer, aber die Arbeit mit mehreren Programmen gleichzeitig erleichtert sich. Auch kann es sein, dass eine 100-Prozent-Speicherzuteilung für Photoshop allen anderen Programmen das Wasser abgräbt.Sie können den benutzten Speicher auf dem Arbeitsvolume abfragen. Dazu halten Sie die Maustaste auf das Dreieck links unten in der Info-Leiste und wählen Arbeitsdatei-Größen im Untermenü. Damit zeigt das Datenfeld links daneben die Größen des Arbeitsspeichers an. Sie lesen links, wie viel Speicherplatz für alle Bilder benötigt wird, rechts, wie viel Arbeitsspeicher insgesamt zur Verfügung steht. Wenn die erste Zahl für die geöffneten Bilder größer ist als die zweite Zahl für den verfügbaren Speicher, dann muss Photoshop Daten auf die Festplatte auslagern (siehe auch Seite 109). Immerhin: Sofern genug Auslagerungsplatz vorhanden ist, öffnet Photoshop durchaus auch das Drei- bis Zehnfache derjenigen Datenmenge, die der Arbeitsspeicher überhaupt fasst. Es knirscht jedoch auf der Festplatte.
Ob Lineale und Infopalette die Bildmaße in Pixel, Zentimeter, Prozent, Punkt oder Inch angeben, legt man im Dialogfeld für die Maßeinheiten fest. Außerdem nennen Sie eine Maßeinheit für Schrift (Pixel, Zentimeter oder Punkt) und geben vor, ob Sie die Punktgröße traditionell oder nach den PostScript-Konventionen einrichten wollen. Beim Ausdruck mit PostScript-Geräten wählen Sie die Einstellung »PostScript«. Zeitschriften-Grafiker nennen gleich noch Spaltenbreiten und den Spaltenabstand ihres Blatts; die Befehle Bildgröße und Arbeitsfläche bieten Spalten als Maßeinheit an.
Die vorgewählte Maßeinheit berücksichtigt Photoshop überdies im Info-Feld links unten in der Info-Leiste. Sie erhalten es, wenn Sie in der Info-Leiste mit gedrückter Alt-Taste in das Feld für die Systembeanspruchungsanzeige klicken: Steht Ihre Vorwahl auf Pixel, verrät Photoshop die Pixelwerte; haben Sie dagegen Zentimeter angeklickt, nennt Photoshop Pixel und Zentimeter nebeneinander - eine Mitteilsamkeit, von der sich die Infopalette eine Scheibe abschneiden könnte.
Die Voreinstellungen für Masseinheiten & Lineale erhalten Sie auch nach einem Doppelklick auf die Lineale (die Sie mit Strg+R einblenden). Alternative: Das Kontextmenü über den Linealen bietet die Maßeinheiten ebenfalls an. Weitere Möglichkeit: Stellen Sie die Maßeinheiten in der Infopalette um, indem Sie auf das Maßeinheiten-Symbol
in der Palette klicken.
Abbildung 1.76: Legen Sie fest, welche Maßeinheiten Lineale und Infopalette verwenden sollen. Sie können die Vorgabe auch im Kontextmenü der Lineale oder mit den Symbolen der Infopalette ändern.
Mit dem Befehl Bearbeiten: Farbeinstellungen sorgen Sie dafür, dass Photoshop Bilddateien so am Monitor zeigt, wie sie auch im Druck aussehen. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Denn selbst Geräte derselben Baureihe stellen Bildpunkte mit identischen Farbwerten unterschiedlich dar - Monitore, Drucker, Scanner oder Digitalkameras.
Um die Farbdarstellung zu vereinheitlichen, verknüpfen Sie Ihr Dokument mit einem so genannten Farbprofil, das auch »Tag« (Englisch für »Anhänger«) genannt wird; dieses Profil definiert das tatsächliche Aussehen der Farbe. Eine Änderung des Profils ändert die Farbwiedergabe, aber nicht die Farbwerte in der Datei. Das Gesamtverfahren heißt auch »Farbmanagement« oder »Farbverwaltung«. Sie nutzen vordefinierte Einstellungen verwenden oder legen eigene Einstellungen fest. Mit dem Befehl Ansicht: Farbproof (Strg+Y) simulieren Sie die Druckwiedergabe bereits am Monitor (Details ab Seite 76).
Die Funktionen aus diesem Abschnitt finden Sie nur bei Photoshop, nicht bei ImageReady.
Sie benötigen Farbmanagement vor allem, wenn Sie mit unterschiedlichen Dienstleistern zusammenarbeiten oder auch nur wechselnde Geräte verwenden. Arbeiten Sie dagegen in einer geschlossenen Umgebung, in der alle Produktionsbedingungen vereinheitlicht sind, ist Farbmanagement eventuell überflüssig. Web-Designer benötigen Farbmanagement kaum, denn sie haben keine Kontrolle über die Monitore, auf denen ihre Bilder erscheinen; allerdings bieten die Farbeinstellungen mit der Vorgabe Standard für Web-Grafiken eine nützliche Möglichkeit, die typische Wiedergabe von Farbmonitoren zu simulieren.
Abbildung 1.77: Der Befehl »Bearbeiten: Farbeinstellungen« erlaubt die Farbverwaltung. Hier wurde bereits der »erweiterte Modus« für zusätzliche Funktionen eingeschaltet. Sobald Sie den Mauszeiger über eine Option halten, erscheint unten im Dialogfeld eine »Beschreibung«.
Denken Sie bei der Prüfung der Farbdarstellung an Folgendes:
Für die Farbverwaltung bietet Photoshop eine Reihe vordefinierter Einstellungen, die Sie ganz oben im Dialogfeld zum Befehl Bearbeiten: Farbeinstellungen wählen. Die wichtigsten:
Sie können Photoshops Farbmanagement-Vorgaben vielseitig anpassen. Wir besprechen hier die wichtigsten Möglichkeiten.
Sobald Sie ein Detail einer vordefinierten Einstellung ändern, wechselt die Bezeichnung oben im Klappmenü Einstellungen. Statt, zum Beispiel, Standard für Druckvorbereitung heißt es dann Eigene. Eine solche eigene Einstellung können Sie speichern und laden. Die Vorgabe erscheint überdies als Angebot im Klappmenü Einstellungen und lässt sich auch von anderen Adobe-Programmen nutzen, sofern Sie die folgenden Verzeichnisse wählen: unter Windows »Programme/Gemeinsame Dateien/Adobe/Color/Settings«, am Mac »Systemordner/Application Support/Adobe/Color/Settings«.
Die vordefinierten Einstellungen legen einen so genannten »Arbeitsfarbraum« fest. Photoshop verwendet den Arbeitsfarbraum als Profil für Dokumente ohne eigene Farbprofil-Information. Zu Konflikten kommt es in diesen Situationen:
Das Verhalten in solchen Konflikten legen Sie in den Farbmanagement-Richtlinien des Dialogfelds Farbeinstellungen fest. Sie können Eingebettete Profile beibehalten, das Dokument in Arbeitsfarbraum konvertieren oder auf Farbmanagement in Konfliktfällen ganz verzichten (Option Aus). Im Bereich Profilfehler bestimmen Sie, wann Photoshop Meldung machen und Ihnen Optionen anbieten soll - zum Beispiel beim Öffnen oder beim Einfügen.
Sie können das Profil der aktuellen Datei von Hand ändern. Folgende Möglichkeiten haben Sie:
Abbildung 1.78: Mit dem Befehl »Bild : Modus: Profil zuweisen« ändern Sie das Farbprofil der aktuellen Datei.
Sie können Profile für Ihre Geräte dem System hinzufügen und im Dialogfeld Farbeinstellungen verwenden. Die erforderlichen Dateien werden für Scanner, Monitore oder Drucker meist auf Datenträger mitgeliefert. Sofern es keine automatische Installation gibt, kopieren Sie die Dateien unter Windows 2000 in das Verzeichnis »WinNT/System/Spool/Drivers/Color«, unter Windows NT in »WinNT/System32/Color«, unter Windows 98 wählen Sie »Windows/System/Color«, am Mac heißt es »Systemordner/ColorSync Profiles«.
Sie können für Ihren Monitor überdies ein eigenes ICC-Profil erstellen. Unter Windows wählen Sie Start: Einstellungen: Systemsteuerung, dann klicken Sie doppelt auf Adobe Gamma; am Mac finden Sie Adobe Gamma in den Kontrollfeldern. Verwenden Sie hier das Schrittweise Vorgehen, bei dem Sie zu jedem Aspekt eine genaue Erklärung erhalten.
Am Mac nutzt Photoshop generell das Monitorprofil aus dem ColorSync-Kontrollfeld.
Drucken können Sie nur mit Photoshop. ImageReady ist von Kopf bis Fuß aufs Internet eingestellt, da muss man nichts mehr drucken. Wollen Sie alle eine Arbeit aus ImageReady drucken, wechseln Sie mit der Schaltfläche
zu Photoshop.
Beachten Sie im Zusammenhang mit dem Drucken auch folgende Passagen im Buch:
So drucken Sie schnell ein Einzelbild aus:
Beachten Sie, dass Photoshop mit den Befehlen Kontaktabzug 2 und Bildpaket aus dem Untermenü Datei: Automatisieren auch mehrere Bilder auf eine Seite packt (siehe unten).
Mit dem Befehl Datei: Druckoptionen (Strg+Alt+P) bestimmen Sie die Druckmaße für das Einzelbild und viele weitere Optionen.
Abbildung 1.79: Mit dem Befehl »Datei: Druckoptionen« legen Sie die Druckmaße für den aktuellen Druck fest. Hier wurden auch »Passermarken« und andere Eigenschaften im Bereich »Ausgabe« angewählt. Im Bereich »Farbmanagement« legen Sie das Farbprofil fest.
In der Druckbildvorschau erscheint Ihr Werk zunächst in der eingespeicherten Druckgröße. Diese lässt sich nun frei verändern: Verschieben Sie das Bild einfach frei über dem Seitenschema und ziehen Sie an den Rändern des Bildes, um die Größe zu ändern. Alternativ tippen Sie neue Koordinaten und Bildmaße in die Datenfelder unter Position und Skalierte Ausgabegrösse. Sie können natürlich freier gestalten, wenn Sie die Optionen Bild zentrieren und Auf Mediengrösse skalieren abschalten.
Die Option Begrenzungsrahmen einblenden spendiert Ihrer Druckbildvorschau überdies einen Rechteckrahmen mit Anfasspunkten - nützlich zum Beispiel bei Bildern mit sehr hellem oder weißem Randbereich. Wählen Sie Auf Mediengrösse skalieren, um Ihr Material möglichst flächendeckend zu bedrucken.
Bei diesem Vorgang ändern Sie nur die Maße für das gedruckte Bild. Die ursprünglichen, in der Datei gespeicherten Druckmaße bleiben erhalten. Überdies ändern Sie bei diesem Verfahren nicht die Größen von Passermarken und anderen Ausdruckzutaten (siehe unten); verwenden Sie dagegen in den Optionen zu Ihrem Drucker eine andere Skalierung als 100,00 Prozent, schrumpfen oder wachsen auch Passermarken und Co.
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Wollen Sie ein Bild mehrfach in derselben Größe drucken, sollten Sie die in der Datei gespeicherten Druckmaße korrigieren; dann müssen Sie nicht jedes Mal von Hand neue Maße in den Druckoptionen einrichten. Wählen Sie also Bild: Bildgröße, schalten Sie dort die Option Neuberechnen ab und tippen Sie neue Zentimetermaße ein (Details ab Seite 177). |
Wenn Sie Weitere Optionen einblenden, können Sie im Klappmenü die Ausgabe wählen. Sie können nun verschiedene Druckeigenschaften steuern. (Viele dieser Optionen bietet Photoshop überdies, wenn Sie Datei: Seite einrichten aufrufen; die Druckoptionen haben jedoch den Vorteil der Vorschau.) Optionen, die Ihr Drucker nicht zulässt, zeigt Photoshop abgedimmt und unzugänglich. Allemal gilt - Sie verändern nur den Ausdruck, nicht aber die Datei selbst.
Jeder Drucker druckt anders. Für manche Geräte müssen Sie die Schatten massiv anheben, andere Geräte brauchen ein Lifting in den Mitten. Mit dem Befehl Druckkennlinie korrigieren Sie die Helligkeitsverteilung eines Bildes nur für den Ausdruck - die eigentliche Datei ändert sich nicht. Für jeden Tonwert innerhalb einer Bilddatei wird eine neue Ausgabedichte festgelegt. Das geschieht über eine Gradationskurve, wie sie das Kapitel »Kontrast und Farbton« ausführlich beschreibt (ab Seite 466). Sie können hier allerdings 13 Wertepaare präzise eintippen statt nur eines und die Kurve verläuft grundsätzlich von Weiß (0 Prozent) nach Schwarz (100 Prozent).
Stellen Sie zum Beispiel mit einem Densitometer fest, dass ein Drucker oder Belichter den Tonwert 60 Prozent stets mit 65 Prozent ausgibt, dann ziehen Sie im Dialog Druckkennlinie für den Eingabewert 60 fünf Prozent ab, notieren also 55 Prozent. Um einen bestimmten Bereich grundsätzlich aufzuhellen, ziehen Sie den entsprechenden Abschnitt der Kurve nach unten. Wollen Sie nur den Punktzuwachs ausgleichen, verwenden Sie besser den Befehl Bearbeiten: Farbeinstellungen.
Abbildung 1.80: Mit der Druckkennlinie ordnen Sie den Bild tonwerten neue Druckertonwerte zu. Diese Einstellung verändert nicht die Bild datei, nur den Ausdruck.
Zusätzliche Möglichkeiten tun sich auf, wenn Sie die Alt-Taste drücken: Die Schaltfläche Laden heißt jetzt <- Standard, die Schaltfläche Speichern erscheint als -> Standard. Die Funktionen:
Wollen Sie die spezielle Druckkennlinie zusammen mit einer EPS-Datei speichern und im Ausdruck verwenden, wählen Sie außerdem die Option Standardfunktionen des Druckers überschreiben. Im Dialogfeld zum Speichern einer EPS-Datei ergreifen Sie dann das Angebot Druckkennlinie mitspeichern. Auf diese Art können Sie auch die Rastereinstellungen der Druckereinrichtung zusammen mit einer EPS-Datei speichern. Man wendet das an, wenn maßgeschneiderte Druckkennlinien für das angepeilte Ausgabegerät auf Lager sind. Bei allen anderen Dateiformaten außer EPS sind Sie gezwungen, beim Ausdruck die Vorgaben der Druckereinrichtung zu übernehmen. Details finden Sie im Abschnitt zum EPS-Dateiformat ab Seite 247.
Die meisten Drucker - zum Beispiel Laserdrucker, Farbtintenstrahler oder Laserbelichter - können keine Halbtöne ausgeben, sondern nur »Farbe« oder »keine Farbe«. Mitteltöne simulieren diese Geräte, indem sie je nach Helligkeit unterschiedlich viele Druckerpunkte zu einem Bildpunkt zusammenfassen: Drängeln sich viele Druckerpunkte zu einem Bildpunkt, dann bleibt wenig weiße Fläche übrig; der entsprechende Bildteil wirkt dunkel. Wird die gleiche, einem Bildpunkt vorbehaltene Fläche aber nur von wenigen Druckerpunkten eingenommen, scheint viel Weiß durch. Aus normalem Betrachterabstand wirkt diese Bildpartie dann hell.
Das bedeutet: Gedruckt werden nie die Originalpixel Ihrer Bilddatei. Für den Druck oder für die Belichtung wird das Bild immer umgerechnet in ein spezielles Druckraster. Die entsprechende Funktion erreichen Sie in den Druckoptionen mit der falsch eingedeutschten Schaltfläche Bildschirm (»Screen« im Englischen); im Dialogfeld Seite einrichten verwenden Sie die Schaltfläche Rasterung. (Sie können die Photoshop-Befehlsbezeichnungen verändern, wenn Sie die Datei »tw10428.dat« aus dem Photoshop-Verzeichnis »Required« öffnen.)
In der Rasterung stellen Sie ein, wie viele Bildpunkte pro Zentimeter oder Inch Sie ausgeben wollen (Rasterweite). Die Datei hat idealerweise die doppelte oder wenigstens eineinhalbfache Auflösung, um Detailverluste durch schräge Rasterwinkel auszugleichen.
Außerdem regeln Sie die Rasterwinkelung: Laufen die Druckerpunkte nicht exakt horizontal oder vertikal durchs Druckgebilde, wirken sie viel weniger aufdringlich. Bei Graustufenbildern ist 45 Grad üblich und bei Vierfarbdrucken sollten Sie die vorgeschlagenen, für jeden CMYK-Farbauszug individuellen Rasterwinkel einhalten: Nur so erreichen Sie eine gleichmäßige Farbwirkung ohne Störeffekte durch schillerndes Moiré.
Als Form nennen Sie übliche Rasterformen wie Raute oder Punkt. Sie können auch eine Eigene Rasterform als PostScript-Befehl eintippen. Die hier verwendeten Werte werden innerhalb von EPS-Dateien mitgesichert und kommen beim Ausdruck in der Regel auch zum Tragen.
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Häufig verzichtet man gänzlich auf die Rasterung von Hand und überlässt die Aufgabe dem Druckertreiber oder einer anderen Instanz im Druck- oder Belichtungsprozess. Vor allem bei Graustufendateien kann es jedoch Sinn machen, schon vorab ein Duplikat der Datei zu rastern und gerastert zu speichern und zu drucken. Sie beschleunigen die Druckausgabe und Sie haben Kontrolle über jeden einzelnen Druckpunkt. Dazu verwenden Sie den Befehl Bild: Modus: Bitmap (Seite 447). |
Abbildung 1.81: Wie die Datei beim Druck gerastert wird, regeln Sie im Dialogfeld »Rasterung«.
Nur für Farbauszüge ist die Schaltfläche Auto gedacht, die ins Dialogfeld Auto Rasterung führt. Hier nennen Sie die Auflösung Ihres Ausgabegeräts und die gewünschte Rasterweite für Ihr Bild. Photoshop errechnet jetzt die optimalen Rasterweiten und -winkel und trägt die Werte im Dialogfeld Rasterung ein.
Accurate Screens verwenden Sie, wenn Ihr Gerät PostScript Level II oder einen Emerald Controller hat. Alle diese Werte lassen sich selbstverständlich für den nächsten Print speichern. Auch hier kommen Sie wieder mit der Alt-Taste zu erweiterten Möglichkeiten:
Einige Bildelemente basieren nicht auf einzelnen Bildpunkten, sondern auf Pfaden und Vektoren - zum Beispiel Textebenen oder Vektorformebenen. Die Option Mit Vektordaten verhindert bei PostScript-Druckern, dass dieses Material bereits beim Aufbau des Druckbildes in Druckpunkte gerastert wird. Statt dessen gelangt es als auflösungsunabhängiges Vektormaterial zum Ausgabegerät und wird über das Rasterbild gedruckt. So erhalten Sie eventuell schärfere Konturen, aber auch größere Druckdateien.
In der Regel sollten Sie die Speicherplatz und damit Zeit und Geld sparende binäre Codierung verwenden, um Druckdaten zum Rechner zu schicken. Nur für einige sehr alte Geräte oder für einige Netzwerke schalten Sie auf das ausladendere ASCII um. Noch kleiner und schneller werden JPG-codierte Druckdateien; diese Option sollten Sie nur für Drucker ab PostScript Level 2 verwenden (siehe Abbildung 1.82).
Abbildung 1.82: Viele der Optionen aus dem Dialogfeld »Druckoptionen« enthält auch das Dialogfeld »Seite einrichten«. Sie erreichen es über das »Datei«-Menü oder über Schaltflächen in den Dialogfeldern »Drucken« und »Druckoptionen«. Das Dialogfeld »Seite einrichten« bietet keine Vorschau.
Auszugsbeschriftung, Schnittmarken oder Farbskala druckt Photoshop nur mit, wenn das Papier dazu noch Platz lässt. Zu den weiteren Optionen im Einzelnen:
Schalten Sie im Dialogfeld Druckoptionen die Weiteren Optionen ein und verwenden Sie im Klappmenü die Vorgabe Farbmanagement. Sie steuern die Farbqualität nun in zwei Schritten:
Der Befehl Datei: Automatisieren: Kontaktabzug II erzeugt einen Bildkatalog mit Reihen von Miniaturen aller Bilder eines Verzeichnisses. Dabei entstehen neue Bilddateien. Der Befehl verschafft Auftraggebern oder dem Kunstschaffenden Übersicht über die Produktion. Sie können auch den Dateinamen anzeigen (ohne die Dateiendung) und Unterverzeichnisse mit erfassen. (In der klassischen Dunkelkammer legte man Negativ- oder Diastreifen direkt auf das Fotopapier, statt sie per Vergrößerer einzeln auf Papier zu belichten; ein solcher »so genannter« Kontaktabzug zeigt schnell und klein viele Aufnahmen auf Papier.)
Beachten Sie, dass Sie alternativ auch einen Bildkatalog im internet-tauglichen HTML-Format erzeugen können, der für die Betrachtung am Bildschirm oft praktischer ist - Sie haben dort die Möglichkeit, Einzelbilder durch Klick auf eine Miniatur vergrößert anzuzeigen (siehe Seite 260). Wollen Sie häufiger Bildübersichten drucken, sollten Sie die vielseitigen Möglichkeiten einer Bilddatenbank wie Cumulus, PhotoImpact, IrfanView oder ThumbsPlus nutzen.
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Im Unterverzeichnis »Praxis/Sammlungen« auf der CD zu diesem Buch finden Sie drei Bildsammlungen mit drei, sieben und 23 Bilddateien für eigene »Kontaktabzüge«. |
Bevor Sie das Dialogfeld Kontaktabzug II öffnen, sollten alle Dateien aus den gewünschten Verzeichnissen geschlossen sein. Sie nennen Druckgröße oder Pixelmaße pro »Einzelblatt« sowie die Druck-Auflösung. Vorsicht: Wenn Sie A4-Seiten mit hoher 300-dpi-Auflösung bestellen, kommen schnell sehr hohe Datenmengen zustande. Sie bestimmen die Zahl der Spalten und Zeilen. Rechts nebenan errechnet Photoshop die maximal mögliche Pixelgröße pro Miniatur, zum Beispiel 100x80 Pixel. Auch wenn Sie Alle Unterverzeichnisse einschliessen, reiht die Software Ihre Werke insgesamt streng alphabetisch auf.
Schalten Sie im Klappmenü Plazieren auf Zuerst von oben nach unten, wenn Photoshop die Bilder von oben nach unten aufbauen soll; sollen sich die Bilder von links nach rechts aufreihen, verwenden Sie Zuerst von links nach rechts. Schließlich entscheiden Sie, ob Sie den Dateinamen als Objektbeschreibung verwenden möchten und nennen eine Schriftart. Im Ergebnisbild erscheinen die Texte freilich als übliche Bildpunkte, nicht als Textebene.
Dann rattert Photoshop los, lädt jede Datei, verkleinert sie, kopiert sie in neue Dateien und überschreibt nebenbei permanent die Zwischenablage. Die Protokollpalette verrät, was Ihre Software da im Einzelnen treibt; unterbrechen Sie die Betriebsamkeit bei Bedarf mit der Esc-Taste. Werden GIF-Animationen geladen, erhalten Sie eine Warnung, dass nur das erste Bild im Kontaktbogen erscheint - sofern Sie diese Meldung nicht bereits mit der Option Nicht mehr anzeigen vom Schirm verbannt haben. Passen nicht alle Miniaturen auf einen Kontaktbogen, entstehen mehrere »Kontaktabzüge« in separaten Dateien. Die Miniaturen liegen gemeinsam auf einer »Ebene 1«. Die »Hintergrund«-Ebene darunter ist weiß.
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Objekte, die im Photoshop-Dateiformat freigestellt über einem transparenten Hintergrund gespeichert wurden, erscheinen im »Kontaktabzug« mit weißer Umgebung. |
Abbildung 1.83: Ein »Kontaktabzug« zeigt die Bild er eines Verzeichnisses stark verkleinert in einer Datei.
Mit üblicher Bildbearbeitung gestalten Sie Ihren »Kontaktabzug« weiter:
an und ziehen sie bei Bedarf unter die Ebene »Eine Miniatur«. Füllen Sie die Ebene zunächst mit einer beliebigen Farbe (Umschalt+Rückschritt-Taste). Nun klicken Sie wieder doppelt auf den Ebenennamen in der Palette und verwenden beispielsweise die Effekte Musterüberlagerung oder Farbüberlagerung für eine Füllung.
unter die Miniaturenebene. Dämpfen Sie das Bild eventuell mit Kontrastkorrekturbefehlen oder Weichzeichner (Beispiele auf Seite 496).
Abbildung 1.84: Bei diesem »Kontaktabzug« haben wir die Miniaturen mit dem Effekt »Abgeflachte Kante und Relief« bearbeitet; weitere Effekte sind momentan ausgeschaltet. Die Bild unterschriften wurden zuvor mit dem Auswahlrechteck markiert und mit Strg+Umschalt+J auf eine separate Ebene gehoben. Außerdem haben wir eine neue Ebene erzeugt und mit dem Effekt »Musterüberlagerung« ausgefüllt. Datei: Kontaktabzug
Abbildung 1.85: Links: Hier verwenden wir die Ebeneneffekte »Kontur« und »Schlagschatten«. Rechts: Die Miniaturenebene wurde mit dem Verzerrungsfilter »Strudel« bearbeitet, die Bild textebene haben wir ausgeblendet.
Damit Sie teures Druckpapier optimal ausnutzen, packt Photoshop ein Einzelbild mehrfach eng nebeneinander auf eine Seite. Dazu wählen Sie den Befehl Datei: Automatisieren: Bildpaket (vormals Picture Package).
Im Dialogfeld nennen Sie zunächst das gewünschte Bild:
Oder Sie klicken auf »Vorderes Dokument verwenden«; damit verwenden Sie das zuletzt aktive Bild.
Abbildung 1.86: Der Befehl »Datei: Automatisieren: Bild paket« packt ein Bild mehrfach auf eine Seite. So können Sie teures Druckpapier optimal ausnutzen.
Im Layout-Klappmenü bietet das Programm eine Reihe von Seitenaufteilungen. Sie können zum Beispiel vier oder acht gleich große Bilder wählen. Alternativ nutzen Sie eins der Layouts mit ein oder zwei großen, vier oder acht kleinen und eventuell zwei mittleren Größen. Rechts unten sehen Sie ein Schema mit der Seitenaufteilung.
Die Maße aus dem Menü geben den maximal verfügbaren Platz an. Bei sehr schmalen oder fast quadratischen Bildern wird mehr Papierweiß sichtbar bleiben. Die Bilder werden generell nicht unproportional verzerrt. Photoshop dreht das Bild allerdings bei Bedarf um 90 Grad, damit zum Beispiel ein Hochformat besser auf einen Querformat-Platz passt.
Die verschiedenen Layouts für das Bildpaket speichert Photoshop als Textdatei im Verzeichnis »Vorgaben/Layouts«. Dort und in der Hilfe-Datei finden Sie nähere Erklärungen zum Speichern eigener Layouts.
Ähnlich wie beim Kontaktabzug II liegen auch beim Bildpaket alle Bilder auf einer Ebene namens »Bild 1« über einer weißen »Hintergrund«-Ebene«. Sie können die Bilder immer noch mit einem Rähmchen umgeben, mit Schatten oder plastischen Kanten ausstatten. Nähere Hinweise finden Sie im Abschnitt »Kontaktabzug« (siehe oben). Möchten Sie Ihr »Bildpaket« auf möglichst knappen Raum zusammenstutzen, verwenden Sie den Befehl Bild: Zuschneiden.
| © Copyright Markt+Technik Verlag, ein Imprint der Pearson Education Deutschland GmbH Elektronische Fassung des Titels: Photoshop 6.0 Kompendium, ISBN: 3-8272-5831-6 Kapitel: 1 Oberfläche und Grundfunktionen |