danke für Ihr Interesse. Fangen wir gleich an.
Klären wir zunächst, was Photoshop seit Version 4.0 dazugelernt hat, was die Light-Version Photoshop LE bringt und wo Version-5.5-Experten umlernen müssen beim Umstieg auf Photoshop 6. Danach skizziert dieses Kapitel den Aufbau des Buches und sagt mehr zu den Praxis-Bildern.
Mit Version 2.5 erschien Photoshop erstmals nicht nur für den Mac, sondern auch für Windows. Version 3.0 führte Ebenen ein, die unabhängig vom Hintergrund gespeichert werden konnten. Im Folgenden diskutieren wir die Veränderungen, die Photoshop von Version 4.0 bis 5.5 durchgemacht hat, und beleuchten kurz auch die Light-Version Photoshop LE. Die Erklärungen in diesem Abschnitt setzen voraus, dass Sie mit Photoshop-Grundlagen bereits vertraut sind; im Inneren des Buches werden die Funktionen jedoch allesamt ausführlich besprochen und auch für Neulinge nachvollziehbar erklärt - unabhängig davon, ob es sich um neue oder seit längerem bekannte Funktionen handelt.
Werfen wir einen kurzen Blick in die Photoshop-Historie.
Die Neuerungen der Photoshop-Version 5.0 gegenüber dem Vorgänger 4.0 lagen zum guten Teil nicht im gestalterischen Bereich, sondern erlaubten bessere Bedienung und bessere Anpassung an Druckjobs. Erstmals bot Photoshop korrigierbare Textebenen und widerrief mehr als einen Arbeitsschritt. Neuzugang im Untermenü Bild: Einstellen war der Kanalmixer. Die Kanälepalette bot spezielle Spotfarben-Kanäle (»Volltonfarben«) Photoshop 5 kann Farbtiefen von 48-Bit-RGB oder 64-Bit-CMYK nicht nur anzeigen, sondern mit wenigen Funktionen auch bearbeiten. Außerdem unterstützt Photoshop 5 beim Farbmanagement die gängigen ICC-Farbprofile.
Ebenfalls neu beim Fünfer-Modell: Ebeneneffekte, die Ebenenobjekte mit Schatten, Lichthöfen oder dreidimensionalem Kanteneffekt verzieren. Das Magnet-Lasso
folgt Mausklicks nicht auf kürzestem Weg, sondern entlang markanter Bildkonturen. Pfade und Auswahlen lassen sich erstmals »transformieren«. Das neue Farbaufnehmer-Werkzeug
vermisst bis zu vier Bildpunkte gleichzeitig in einer Datei.
Gegenüber der Version 5.0 wurde Photoshop 5.5 um einige Funktionen unter anderem zum Freistellen erweitert - so der Befehl Bild: Extrahieren, der Magische Radiergummi
und der Hintergrund-Radiergummi
. Die Bildkataloge, die mit dem Befehl Kontaktabzug II entstehen, zeigen jetzt auf Wunsch auch den Dateinamen in einer wählbaren Schriftart, sie erfassen bei Bedarf auch Unterverzeichnisse. Unter der Bezeichnung Web-Fotogalerie produziert Photoshop zudem Bildkataloge fürs Internet. Der Befehl Bildpaket packt ein Bild mehrfach auf eine Seite. Der Photoshop-Zauberstab
bietet nun die Option Benachbart.
Vor allem aber legte Hersteller Adobe das separate Programm ImageReady 2.0 mit ins Photoshop-Paket, das in der 1er-Fassung noch separat zu kaufen war. Damit eignete sich Photoshop erstmals für ernsthaftes Internet-Design. Zu den Funktionen gehören Animation, Rollover-Effekte, Slices, Imagemaps, Mehrfach-Vorschau und vielseitige Kontrolle der Farbpalette eines 256-Farben-Bildes.
Die Light-Version Photoshop LE kursiert als Scanner- und Kamerabeilage, man kann sie auch einzeln kaufen. Sie bietet im Kern einen drastisch abgespeckten Photoshop 5.0. So unterstützt Photoshop LE weder die Farbmodelle CMYK, Lab und Duotone noch die Dateiformate PDF und Illustrator. Photoshop LE widerruft nur einen einzigen Arbeitsschritt, verzichtet auf die Aktionenpalette zur Aufzeichnung von Befehlsfolgen und speichert Schriftzüge nicht im korrigierbaren Textmodus. Das Programm speichert Auswahlinformationen weder als Alphakanal noch als Pfad (hier kann man sich aber mit Ebenenmasken oder freigestellten Ebenen behelfen). Zudem fehlt eine Möglichkeit, eingefügte Objekte perspektivisch zu verzerren. Die Vorschau für GIF-Dateien ist unbequem, für JPEG gibt es gar keine. Jegliche Internet-Spezialitäten wie Animation, Rollover-Effekt oder Mehrfach-Vorschau während der Bearbeitung fehlen. Photoshop LE bietet 99 Montage-Ebenen und Ebenenmasken. Allerdings fehlen die Einstellungsebenen.
Eine genauere Aufstellung der Unterschiede zwischen Photoshop 5.5 und Photoshop LE fanden wir unter
http://www.adobe.com/support/techdocs/1c37a.htm
Was ist neu, was hat sich geändert und was fehlt immer noch, auch im Vergleich zur Konkurrenz? Wir besprechen hier einige wichtige Photoshop-Aspekte ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Für diesen Abschnitt gilt wieder: Erfahrung mit früheren Photoshop-Versionen setzen wir an dieser Stelle voraus. Das gilt wohlgemerkt nicht für den Rest des Buches: Innen im Buch erklären wir sämtliche Funktionen ausführlich auch für Einsteiger - und zwar gleichermaßen altbekannte und ganz neue Photoshop-Techniken.
Zwei Dinge fallen beim Vergleich von Photoshop 6.0 mit den Vorversionen auf:
Photoshop 6.0 hat einige Features von ImageReady 2.0 übernommen, das bereits zu Photoshop 5.5 gehörte. Diese Merkmale stellen wir hier nicht mehr als neu vor.
Photoshop 6.0 produziert komplette Vektorformen mit frei korrigierbaren Füllungen wie Muster, Verlauf oder Einzelfarbe, mit Kontur und 3D-Effekten. Dafür liefert das Programm neue Formwerkzeuge und fertige Formen mit, die sich beliebig verändern lassen (Seite 696). Die Figuren eignen sich als weitere Neuheit auch zur Nutzung im Ebenen-Beschneidungspfad, der die Sichtbarkeit einer Ebene begrenzt (Seite 808).
Text lässt sich jetzt auch in Absätze gießen, Photoshop sorgt für den Zeilenumbruch (Seite 842). Einzelne Buchstaben innerhalb eines Textobjekts lassen sich unproportional verzerren, die Verkrümmen-Funktion biegt die Lettern in vorgegebene Formen (Seite 858).
Die Obergrenze von maximal 99 Ebenen fiel, jetzt soll das Limit bei 8000 liegen. Photoshop 6.0 fasst Ebenen übersichtlich in Ebenensätzen zusammen (Seite 747), die Sie mit gemeinsamen Überblendverfahren oder Ebenenmasken ausstatten können. Zudem erscheinen Miniaturen in der Ebenenpalette auf Wunsch mit einer Kennfarbe. Sie können bei Ebenen nicht nur die Transparenz schützen, sondern jetzt auch die Pixelfüllung, die Position oder sämtliche Ebeneneigenschaften gegen Veränderung »fixieren« (Seite 759).
Bekannte Ebeneneffekte wie Abgeflachte Kante und Relief wurden stark erweitert und verfeinert, neue wie Kontur oder Glanz kamen hinzu (Seite 790). Die Effekte eignen sich jetzt generell auch für größte Dateien und lassen sich auch unabhängig von der Ebenenfüllung ins Bild blenden (Seite 797). Die neue Aussparung verbirgt die aktuelle und einige darunter liegende Ebenen (Seite 798). Alle Effekte und Füllverfahren speichert man unkompliziert als Ebenenstil (Seite 778).
Kommentar: Insgesamt bietet Photoshop nun eine leistungsstarke, aber auch verwirrende Funktionsvielfalt aus Formebenen, Füllebenen, Einstellungsebenen, Ebenenmasken, Ebenenstilen, »normalen« Ebenen, »Hintergrund«-Ebenen, schwebenden Auswahlen, Ebenen-Beschneidungspfaden, Pfadkomponenten, Unterpfaden, Pfadsegmenten, Ebenensätzen, Beschnittgruppen und verbundenen Ebenen - hier ließe sich leicht mehr Übersicht herstellen.
Slices gibt es nun auch bei Photoshop. Das Programm passt die Größe eines Slice bei Bedarf automatisch an veränderte Ebenenmaße an (Seite 323). Slices lassen sich überdies fixieren, gruppieren, auf gewünschte Dateigrößen festlegen und statt als HTML-Tabelle auch als Cascading Style Sheet sichern. Rollover-Effekte speichert Photoshop auf der Stile-Palette (Seite 306) und ImageReady führt Rollover-Effekte dank Rollover-Vorschau
im Programm selbst vor, Sie müssen die Veränderungen nicht erst im Web-Browser testen. Die Animation-Palette bietet mehr Möglichkeiten zum Einfügen von kopierten Einzelbildern (Seite 286).
Die Web-Fotogalerie bietet unterschiedliche Stile, die sich zudem vielseitig variieren lassen (Seite 260). Vor allem können Sie beim Herunterrechnen der Einzelbilder nun eine fixe Größe und nicht nur eine prozentuale Veränderung angeben. Neu ist auch die »gewichtete Optimierung«: Per Alphakanal definieren Sie zwei Zonen im Bild, die bei JPG-Optimierung, Dithering oder GIF-Qualitätsverlust unterschiedlich behandelt werden (Seite 368).
Das Freistellwerkzeug
richtet perspektivisch verzerrte Aufnahmen gerade und blendet den Außenbereich dunkel ab (Seite 188). Der Befehl Bild: Nichts maskiert dehnt die Arbeitsfläche so weit aus, dass alle Ebenenteile außerhalb der Dokumentgrenzen sichtbar werden (Seite 203). Tatsächlich gibt es nun auch eine Druckvorschau (Seite 150). Der Extrahieren-Befehl erleichtert das Freistellen mit neuen Werkzeugen wie »Bereinigen«
und »Kantenverfeinerer«
(Seite 623).
Photoshop fasst Hilfslinien, Grundraster, Auswahlen und anderes jetzt als Extras zusammen; sie lassen sich über gemeinsame Untermenüs einblenden oder als »magnetisch« festlegen (Seite 79). Mit neuen Befehlen platzieren Sie überdies die Hilfslinien präziser (Seite 80). Verstauen Sie bei Bedarf nicht-druckbare Anmerkungen im Bild - mit den Werkzeugen für Textkommentare
und gesprochenes Wort
(Seite 86). Die Stapelverarbeitung verwurstet jetzt auch alle Geöffneten Dateien und zeigt sich flexibler beim Neubenennen (Seite 126). Das Farbmanagement haben die Programmierer zugleich erweitert und durch Voreinstellungen vereinfacht (Seite 146).
Beim Transformieren von Ebenen und in einigen anderen Bereichen können Sie nun auch »Zentimeter«- oder »Millimeter«-Angaben machen, wo bisher nur »Pixel«-Werte zulässig waren (Seite 764). TIFF- und PDF-Dateiformat wetteifern nun mit dem Photoshop-Format um Vielseitigkeit - beide nehmen bei Bedarf auch Ebenen und viele andere Spezialitäten auf (Seite 237). Direkt mit dem Befehl Datei: Speichern unter können Sie Eigenschaften wie Alphakanäle oder Ebenen zulassen oder abwählen (Seite 224). Mehr Befehle lassen sich mit 16-Bit-Dateien nutzen (Seite 432).
Die Werkzeugoptionen erscheinen in einer schmalen Leiste, bei Photoshop docken sie am oberen oder unteren Programmrand auch an. Der »Palettenraum« in der Optionenleiste nimmt Paletten platzsparend auf (Seite 54). Die Optionen zu den Auswahlwerkzeugen bieten auch Schaltflächen wie Der Auswahl hinzufügen
- Sie müssen also beim Erweitern oder Verkleinern einer Auswahl nicht mehr permanent Tasten drücken (Seite 588); die bekannten Tastenkombinationen lassen sich aber weiter nutzen. Willkommen beim Transformieren ist auch die Schaltfläche Seitenverhältnis erhalten
, sie schont die Umschalt-Taste und die Nerven.
Werkzeugspitzen, Verläufe, Ebenenstile und anderes werden einheitlich als »Vorgaben« gesichert und über »Bibliotheken« bequemer als zuvor verwaltet und geladen (Seite 57). Das Untermenü Datei: Letzte Dateien öffnen bietet bis zu 30 Dateien an, die Sie schon geöffnet hatten. Photoshop akzeptiert ein zusätzliches Plug-in-Verzeichnis außerhalb des eigenen Ordners (Seite 878). Hilfetexte erscheinen im HTML-Format in einem Internet-Browser und beziehen sich generell nicht auf die aktuelle Arbeitssituation.
Hektik und dicke Luft in der Grafikstube eines Münchner Weltkonzerns, Business Unit X, Kostenstelle Y.
Kollege A: »Mist, immer diese Updates!«
Kollege B: »Das ganze Programm krempeln die um, genau, wo ich bis morgen Abend den Folder für Kollege C fertig haben muss, der braucht den doch für Karatschi oder so was.«
Kollege A: »Es darf nicht wahr sein, wo ist Transformieren: Per Eingabe - den haben die wohl wegrationalisiert?«
Kollege C (erscheint in der Tür): »Übrigens, ich brauche den Folder schon heute Abend, die haben mir noch Guyaquil oder so was aufs Auge gedrückt. Aber habt ihr nicht diesen neuen Photoshop 6 - na, dann flutscht es ja bestimmt.«
Kollege A: »Also solange du mir nicht zeigst, wo die den Befehl Datei: Kopie speichern unter outgesourced haben, der ist nämlich auch weg, also da kannst du dir sogar Paramaribo abschminken.«
Kollege B: (kopfschüttelnd am Kaffeekocher)
Kollege C: (kopfschüttelnd ab)
Die Konfusion ist verständlich. Wie noch bei jedem Programm-Revirement haben die Adobe-Programmierer auch zur 6er-Fassung nicht nur Neues obendrauf gesetzt, sondern auch altbewährte Funktionen verschoben, umbenannt oder kurzerhand entsorgt. Wir besprechen hier einige der wichtigeren Änderungen ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Später im Buch weisen wir in aller Regel nicht mehr auf Unterschiede zur Vorversion hin.
Die Programmierer haben einige Werkzeuge umarrangiert und auch mit neuen Tastaturkürzeln ausgestattet. Die folgende Liste enthält wichtige Änderungen. Tabellenartige Aufstellungen über sämtliche Werkzeuge in Photoshop und ImageReady finden Sie im »Service«-Teil auf den Seiten 929 und 946.
Das Textmaskierungswerkzeug
und senkrechter Text erscheinen nur noch als Option des Textwerkzeugs
(Seite 838), weitere Textänderungen besprechen wir vor Ort ab Seite 836. Der magnetische Zeichenstift
wurde zur Unterfunktion des Freiform-Zeichenstifts
degradiert (Seite 688). Der Linienzeichner
findet sich bei den Formwerkzeugen (Seite 698). Das Freistellwerkzeug
hat (wieder) ein eigenes Fach in der Werkzeugleiste, jedoch mussten Füllwerkzeug
und Verlaufswerkzeug
einerseits sowie Buntstift
und Pinsel
andererseits in gemeinsame Fächer schlüpfen. Das Maßband
dagegen kam beim Farbaufnehmer
unter.
Der Befehl Datei: Kopie speichern unter erscheint jetzt als Option Als Kopie zum Befehl Datei: Speichern unter (Seite 224). Bearbeiten: Transformieren: Per Eingabe gibt es gar nicht mehr - die entsprechenden Felder finden Sie automatisch in der Optionenleiste, sobald Sie einen Befehl wie Bearbeiten: Frei transformieren verwenden (Seite 764). Das Ansicht-Menü fasst verschiedenste Optionen zur Darstellung, zum Ausrichten und zum Einblenden in Untermenüs zusammen.
Palettenpositionen zurücksetzen ist jetzt ein Befehl im Fenster-Menü und keine Option in den Voreinstellungen. Dafür regeln Sie dort die maximale Zahl der widerrufbaren Schritte - bisher geschah das in den Optionen zur Protokollpalette. Und um die Voreinstellungen aufzurufen, bemühen Sie nunmehr das Bearbeiten-, nicht das Datei-Menü; die Kurztaste Strg+K blieb jedoch in Dienst. Die Verblassungsrate bei Malwerkzeugen erscheint in einem speziellen Einstellungen-Untermenü
in den Werkzeugoptionen (Seite 559). Dem Protokollpinsel
fehlt plötzlich die Impressionist-Option, doch begabter ist ohnehin der Kunst-Protokollpinsel
.
Kontinuität im Wandel: Einiges bleibt doch beim Alten - nur unter neuem Namen. So heißt das Bewegen-Werkzeug
nun Verschieben-Werkzeug, die Maskierungsgruppe hört auf den Namen Beschnittgruppe (Seite 810). Die Option Fortlaufend bei Zauberstab
oder Füllwerkzeug
nennt sich Benachbart. Der Ignorieren-Befehl aus ImageReady erscheint unter der Bezeichnung Zuschneiden bei beiden Programmen (Seite 199). Picture Package firmiert als Bildpaket (Seite 158).
Bei Manuskriptabgabe Ende 2000 gilt Photoshop als bestes Bildprogramm für Mac- und Windows-Rechner. Ebenentechnik, Kontrastkorrektur und vielseitige HTML-Ausgabe gehören zu den großen Stärken des Programms, das seinen Stammplatz auf Profi-Rechnern behalten wird. Dennoch gibt es auch Schwächen, darunter die nervige Aufteilung der Funktionen auf zwei sich stark überschneidende, aber dennoch nicht konsistente Programme. Zu den Konkurrenten zählten bei Manuskriptabgabe PhotoImpact 6, Paint Shop Pro 7, PhotoLine 7, Painter 6, CorelDraw 10 mit PhotoPaint 10, PhotoSuite 4, Picture Publisher 9 (identisch mit iGrafx Image 1.0) und Eclipse 3.4, PhotoDraw 2000 Version 2. Keines dieser Programme kann Photoshop ersetzen - gleichwohl bieten sie hier und da reizvolle Ergänzungen zum Sortiment des Photoshops. Wir beleuchten im Folgenden einige Photoshop-Schwächen und machen auf bessere Lösungen bei der Konkurrenz aufmerksam.
Manches lesen Sie vielleicht doppelt in diesem Buch. Da Sie wohl nicht das ganze Buch am Stück durcharbeiten und permanent querblättern, erscheinen ein paar wichtige Sätze an mehreren Stellen. In anderen Fällen gibt es Querverweise. Am Ende des Buches finden Sie ein umfassendes Stichwortverzeichnis.
Dieses Buch ist nicht nach komplexen Einzelaufgaben gegliedert, sondern nach Hauptfunktionen: also ein Kapitel über »Füllen, Malen, Retuschieren«, eines über »Auswählen« und ein weiteres über »Pfade und Formen«. So lernen Sie jedes Werkzeug und jeden Befehl in voller Breite kennen, können ihn voll ausnutzen und überblicken auch die zumeist vorhandenen Alternativen zu einer Funktion.
Es beginnt mit Grundlagenforschung: Wir installieren die Programme, lernen die Benutzeroberfläche kennen und gestalten diese sinnvoll. Aber bevor wir uns ernsthaft an die Arbeit machen, optimieren wir den Rechner: Wir kalibrieren ihn auf höchste Farbwiedergabegenauigkeit und stellen das Betriebssystem so ein, dass auch ein derart speicherhungriges Programm wie Photoshop nicht gleich alles auffrisst.
Dann gehen wir die erste Datei an. Wir holen Bilder auf den Schirm, berechnen Auflösung und Druckgröße. Lesen Sie, welche Auflösung für welchen Zweck gut ist und warum Sie nicht ohne Weiteres die dpi-Zahl verändern sollten. Anschließend geht es um Dateiformate und um Farbmodi wie RGB, CMYK oder Bitmap.
Alle Funktionen, die speziell Online-Designer interessieren und im Druckbereich kaum eine Rolle spielen, erscheinen im Kapitel »Funktionen für Internet-Gestalter«. Zu den Themen gehören das Speichern in den Formaten GIF, JPG und PNG, die Farbpaletten, GIF-Animationen, segmentierte Bilder (»Slices«), Rollover-Effekte und der Befehl Web-Fotogalerie.
Soll das Bild brillanter aussehen? Probieren Sie doch den Kontrast-Regler, das ist naheliegend; aber es gibt noch viel raffiniertere Möglichkeiten, die Tonwerte eines Fotos auf den gewünschten Punkt zu bringen, Sie werden sehen. Bunt geht es zu, wenn Sie Pinsel
, Verlaufswerkzeug
und Farbfelder aktivieren. Doch nicht immer ist stumpfes Drüber-Malen angesagt; Farben und Untergrund lassen sich auf viele Arten raffiniert mischen.
Zum Lasso
greifen wir im »Auswählen«-Kapitel. Lesen Sie, wie man im Photoshop einzelne Bildteile für die Bearbeitung exklusiv auswählt, wie man diese Teile auch durchs Bild und in andere Bilder hinein bewegt und wie man die Ausschnitte am gewünschten Ort so geschickt verankert, dass kein Mensch etwas davon merkt. Dazu betrachten wir ein paar Spezialitäten des Hauses Photoshop genauer: Mit den Auswahlkanälen schützen oder selektieren Sie Bildteile mit Schutzfaktoren von 1 bis 256. Raffiniert sind auch die Pfade: Diese Linien im Bild lassen sich als Schneiderand oder als gemalte Kontur verwenden und durch die Bézierkurventechnik sehr elegant formen. Danach erfahren Sie alles über Montagen einschließlich Ebenenpalette, Ebeneneffekten, Einstellungsebenen und Beschnittgruppen.
Und völlig außer Rand und Band gerät der Rechner, wenn Sie Effektfilter wie Beleuchtungseffekte oder Stuck loslassen; das Filter-Menü beherbergt aber auch sachdienliche Funktionen wie Schärfen oder Weichzeichnen, die Sie kennen sollten.
Ein Sonderfall ist Text im Bild; grundsätzlich lässt sich jede Schrift in Fotodateien einbauen. Wie Sie dabei pixelige Treppen und harte Kanten an den Buchstabenrändern vermeiden, das klären wir. Und natürlich lernen Sie Texteffekte kennen, die Photoshop nicht auf den ersten Klick preisgibt.
Was Ihnen Englisch vorkommt, schlagen Sie im Fachwörterlexikon nach. Sie finden es hinten im Buch - genauso wie das Stichwortverzeichnis. Wir listen im »Service«-Bereich auch noch einmal alle Werkzeuge mit allen Funktionen in der Übersicht auf. Außerdem erhalten Sie die Adressen der Firmen, die bei diesem Buch mitgeholfen haben, und wir kommentieren die Angebote auf der beiliegenden CD.
Interessante Internet-Adressen nennen wir beim jeweiligen Thema, also nicht im Service-Teil. Bitte beachten Sie jedoch:
Photoshop bereichert die deutschsprachige Grafikszene immer wieder um neue, mächtige Ausdrücke. Zu den reizvollsten Prezionen zählen derzeit »Ebenenbasierter Imagemap-Bereich«, »Verlaufsumsetzung«, »Ebenen-Beschneidungspfad«, »Magnetischer-Zeichenstift-Optionen«, »Verlaufsüberlagerung«, »Eigene-Formwerkzeug«, »Ankerpunkt-hinzufügen-Werkzeug«, »Adobe Alle-Zeilen-Setzer«, »Optimiert-Version« und »Datei-Informationen-Objektbeschreibung«. Im Sinn einer schnellen Orientierung verwendet der folgende wortebasierte Inhaltsbereich die Originalbezeichnungen in der Original-Schreibweise; eine Wertung ist damit nicht verbunden.
Dieses Buch richtet sich an Mac- und Windows-Nutzer gleichermaßen. Sie finden separate Hinweise zur Installation und zur Einrichtung des Betriebssystems. Auch an anderen Stellen im Buch weisen wir auf Unterschiede hin. Im Übrigen gleichen sich die Versionen für Mac und Windows weitestgehend. Die wichtigsten Unterschiede:
Um uns nicht unentwegt zu wiederholen, verwenden wir in diesem Buch den Ausdruck »Strg-Taste«; wir erwähnen jeweils am Kapitelanfang noch einmal, dass Mac-Nutzer hier die Befehls-Taste verwenden müssen. Ähnlich weisen wir auch jeweils am Anfang eines Kapitels einmal darauf hin, dass Sie als Mac-Anwender statt der rechten Maustaste zusätzlich zur Mac-Maustaste die Ctrl-Taste drücken müssen. Weitere Unterschiede in der Bedienung erwähnen wir im Lauftext. Eine Liste der wichtigsten Unterschiede finden Sie auf Seite 68.
Praktisch alle Beispielbilder in diesem Buch, insgesamt über 350, finden Sie wieder auf der beiliegenden CD im Verzeichnis »Praxis«; Sie können also Erklärungen sofort nachvollziehen (weitere Hinweise zur CD und zu den »Praxis«-Bildern im »Service«-Teil ab Seite 954).
Wir haben überwiegend Bilder der Agentur PhotoDisc verwendet. Per Internet vertreibt PhotoDisc über 96.000 Bilder, insgesamt über 36.000 Werke erhalten Sie zudem auch auf CDs. Die volle Adresse nennt der »Service«-Teil. PhotoDisc präsentiert sein Angebot außerdem auf einem eigenen Verzeichnis auf der beiliegenden CD. Zahlreiche PhotoDiscs wurden für dieses Buch geplündert. Je nach CD finden Sie 100 bis 336 Bilder bis zur Dateigröße von 28,5 Mbyte, die sich meist problemlos in A4 oder größer drucken lassen. Neben der vorzüglichen gestalterischen Qualität überzeugen die Scans meist auch technisch.
Unterstützt hat dieses Buch auch das Cewe-Labor mit seinem Photo-CD-Service. Cewe druckt überdies Bilddateien hochwertig auf Fotopapier aus, Sie können Ihre Dateien über die Internet-Seite an Cewe übertragen. Die Adresse: CeWe Digital, Meerweg 30-32, 26133 Oldenburg, Telefon 0441-404-470, Fax 0441-404-299, E-Mail: info@cewecolor.de, Internet-Seite: http://www.cewecolor.de.
Die Bilder im »Praxis«-Teil dürfen nur für den privaten Gebrauch zu Übungszwecken genutzt werden. Sie dürfen diese Bilder nicht weitergeben oder auf Papier, elektronisch oder sonstwie veröffentlichen. Wenn Sie das möchten, kontaktieren Sie PhotoDisc. Zur Verwendung der Bilder in den anderen CD-Verzeichnissen lesen Sie bitte die zugehörigen Textdateien und die Anmerkungen zur CD im »Service«-Teil.
Vom Autor dieses Buches gibt es noch mehr Lesestoff über Photoshop 6. Für den reibungslosen Soforteinstieg ins erfolgreiche Photoshopping sorgt ein leichtes, weitgehend farbig illustriertes Buch:
Heico Neumeyer: Photoshop 6
Verlag Markt+Technik, ca. März 2001
Reihe M+T-Factory
ca. 350 Seiten
ISBN 3-8272-5889-8
Substanz dieses preisgünstigen Buches bilden rund 20 leicht nachvollziehbare Projekte; hier steigen Sie Schritt für Schritt anhand konkreter Aufgaben in die Bildbearbeitung ein. Alle wesentlichen Photoshop-Techniken kommen dabei vor. Geübt werden Fotomontagen, systematische Kontrastkorrekturen, ungeahnte 5-Minuten-Effekte, Web-Design, Web-Galerien, Aufzeichnung von Befehlsfolgen (Aktionen) und vieles mehr. Unter anderem erläutern wir detailliert die Entstehung von Bildern in diesem Buch. Hinzu kommen Grundlagen kompakt, Tipps zu Dateiformaten und Systemoptimierung. Das Buch eignet sich gleichermaßen für Windows- und Mac-Nutzer. Die CD zum Buch enthält alle Übungsbilder und viel Demo-Software.
Heico Neumeyer schreibt Testberichte und Praxistipps für PC- und Fotozeitschriften und gibt Photoshop-Schulungen. Im Verlag Markt+Technik erscheinen seit langem seine beliebten Photoshop-Bücher. Neumeyer hat sich ganz auf digitale Bildbearbeitung spezialisiert.
Er studierte Deutsch, Politik und Pädagogik und war Redakteur bei einer Fotozeitschrift. Er ist bekannt für praxisnahe, gut lesbare Texte und für maßgeschneiderte Schulungen. Heute lebt er in der Nähe von München.
Und bedanken möchte ich mich: bei Herrn Karst und Frau Kohl von PhotoDisc, bei Herrn Blomberg von Softline, bei dem unfreiwilligen Windows- und Cappuccino-Berater Frank Thamm, bei Dionys Asenkerschbaumer, Familie Dami, Willi Gerlach, bei Veronika Gerstacker von Markt+Technik und bei Mike Schelhorn. Cám on nhi'êu, »mèo con« Trang Thanh Hiê'n! Dank auch an alle, die netterweise mitgeholfen haben, hier aber aus irgendeinem Grund nicht erscheinen - also, nochmal danke!
| © Copyright Markt+Technik Verlag, ein Imprint der Pearson Education Deutschland GmbH Elektronische Fassung des Titels: Photoshop 6.0 Kompendium, ISBN: 3-8272-5831-6 Kapitel: Guten Tag, |